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(11) |
EP 0 313 599 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.10.1991 Patentblatt 1991/43 |
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Anmeldetag: 04.05.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F24D 3/10 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT8800/025 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8808/943 (17.11.1988 Gazette 1988/25) |
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VORRICHTUNG ZUR EXPANSIONSÜBERNAHME IN FLÜSSIGKEITSKREISLAUFSYSTEMEN, INSBESONDERE
VON HEIZUNGS- ODER KÜHLANLAGEN
DEVICE FOR EXPANSION TRANSFER IN LIQUID CYCLE SYSTEMS, IN PARTICULAR OF HEATING AND
COOLING INSTALLATIONS
DISPOSITIF DE TRANSFERT D'EXPANSION DANS DES CIRCUITS DE LIQUIDE, NOTAMMENT D'INSTALLATIONS
DE CHAUFFAGE OU DE REFRIGERATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
05.05.1987 AT 1118/87 02.06.1987 AT 1400/87
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.05.1989 Patentblatt 1989/18 |
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Patentinhaber: A. SCHWARZ + CO. |
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A-6100 Seefeld (AT) |
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Erfinder: |
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- SCHWARZ, Anton
A-6100 Seefeld (AT)
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Vertreter: Hofinger, Engelbert, DDr. et al |
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Patentanwälte Torggler & Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
BE-A- 725 526 FR-A- 2 088 884
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DE-A- 2 154 900 FR-A- 2 268 228
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Expansionsübernahme in Flüssigkeitskreislaufsystemen,
insbesondere von Heizungs- oder Kühlanlagen, mit mindestens einem vorzugsweise im
Gasaustausch mit der Atmosphäre stehendem Expansionsgefäß, in das Flüssigkeit aus
dem Flüssigkeitskreislaufsystem über eine Zulaufleitung aufgenommen und aus dem Flüssigkeit
über eine Ablaufleitung und eine Druckpumpe dem Flüssigkeitskreislaufsystem wieder
zugeführt wird und in der Zulaufleitung zum Expansionsgefäß ein auf den Betriebsdruck
der Anlage einstellbares Überströmventil vorgesehen ist und wobei im Expansionsgefäß
ein geringerer Druck als im Flüssigkeitskreislaufsystem herrscht. Eine derartige Vorrichtung
ist beispielsweise aus der BE-A-725 526 bekannt.
[0002] Es ist bekannt, daß bei Heizungsanlagen durch die Erwärmung bzw. Abkühlung der Heizungsflüssigkeit
(Wasser) jeweils eine Veränderung des Volumens erfolgt. Das Mehrvolumen muß bei der
Erwärmung aus dem Flüssigkeitskreislauf entnommen und bei der Abkühlung wieder in
den Flüssigkeitskreislauf zurückgeführt werden. Es ist bei derartigen Heizungsanlagen
bekannt, den durch die Wärmeausdehnung entstehenden Überschuß an Heizungsflüssigkeit
in ein offenes Expansionsgefäß überzuführen und bei Abkühlung über eine Pumpe dem
Flüssigkeitskreislauf wieder Heizflüssigkeit zuzuführen. Weiters sind zu diesem Zwecke
auch geschlossene Expansionsgefäße bekannt. Dabei wird üblicherweise bei Erreichen
eines bestimmten Überdruckes im Flüssigkeitskreislauf ein Magnetventil geöffnet und
die Heizungsflüssigkeit aus dem Kreislauf in das Expansionsgefäß abgegeben. Sinkt
der Druck in der Anlage, wird die Druckpumpe eingeschaltet und Heizungsflüssigkeit
aus dem Expansiongefäß in den Flüssigkeitskreislauf gepumpt. Ein weiteres Beispiel
für eine derartige Anlage ist der DE-A1-25 16 424 zu entnehmen. Durch diese intermittierende
Entnahme und Wiederrückführung von Heizungsflüssigkeit aus bzw. in den Flüssigkeitskreislauf
entstehen in der Anlage nicht unerhebliche Druckschwankungen. Analoge Verhältnisse
treten auch bei Kühlanlagen auf.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art dahingehend
zu verbessern, daß der Druckausgleich gleitend und praktisch ohne Druckschwankungen
im Flüssigkeitskreislaufsystem erfolgt.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Zulauf- und Ablaufleitungen,
die das Expansionsgefäß mit dem Flüssigkeitskreislaufsystem verbinden, getrennte Leitungen
sind, die an separaten Stellen in die Vorlaufleitung oder die Rücklaufleitung des
Flüssigkeitskreislaufsystems einmünden, und daß in der Ablaufleitung aus dem Expansionsgefäß
eine kontinuierlich laufende Druck- und Umwälzpumpe angeordnet ist.
[0005] Die Druck und Umwälzpumpe fördert kontinuierlich Flüssigkeit aus dem Expansionsgefäß
in das Kreislaufsystem und sorgt bei entsprechender Dimensionierung für die Aufrechterhaltung
des Betriebsdruckes im Kreislaufsystem, auf den das Überströmventil in der Zulaufleitung
zum Expansionsgefäß eingestellt ist. Im normalen Betriebsfall strömt zumindest ein
Teilstrom der Kreislaufflüssigkeit kontinuierlich durch das Überströmventil bzw. das
Expansionsgefäß. In der Phase der Erwärmung der Kreislaufflüssigkeit gelangt vorübergehend
mehr Flüssigkeit durch das Überströmventil in das Expansionsgefäß als aus diesem durch
die Druck- und Umwälzpumpe gefördert wird. Dadurch steigt das Flüssigkeitsniveau im
Expansionsbehälter. In der Phase der Abkühlung der Kreislaufflüssigkeit wird umgekehrt
mehr Flüssigkeit aus dem Expansionsbehälter in das Kreislaufsystem gefördert als über
das Überströmventil in das Expansionsgefäß einströmt. Das Flüssigkeitsniveau im Expansionsbehälter
sinkt wieder. Dies alles geht praktisch ohne Schwankungen des Betriebsdruckes im Kreislaufsystem
vor sich. Die von der Pumpe geförderte Wassermenge bestimmt den Durchfluß durch das
Ventil.
[0006] Der Druckkreislauf muß nicht überwacht werden.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann auf eine aufwendige Steuerungstechnik
zur Steuerung und überwachung der Anlage verzichtet werden. Ferner kommt es zu keinen
Verschleißerscheinungen und Geräuschbildungen, wie sie bei der relativ hohen Schalthäufigkeit
von Magnetventilen und intermittierend arbeitenden Pumpen auftreten.
[0008] Es ist möglich, nur einen Teilstrom der Anlagenflüssigkeit (Heizungsflüssigkeit)
über das Expansionsgefäß zu führen oder, insbesondere bei kleineren Heizungsanlagen,
den vollen FLüssigkeitsstrom über die Zulaufleitung, das Expansionsgefäß und die Ablaufleitung
zu Leiten. Im Letzteren Fall kann die in der Ablaufleitung vom Expansionsgefäß angeordnete
Druck- und Umwälzpumpe auch die Funktion der Anlagenumwälzpumpe übernehmen, sodaß
sich eine weitere Anlagenumwälzpumpe im Flüssigkeitskreislaufsystem erübrigt.
[0009] Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, daß an das Expansionsgefäß mindestens
ein weiteres Expansionsgefäß angeschlossen ist. Durch diese Maßnahme müssen nicht
für verschiedene Anlagegrößen unterschiedlich große und aufnahmefähige Expansionsgefäße
gefertigt werden. Es genügt ein Expansionsgefäß in einer Standardgröße herzustellen,
an das dann bei größeren AnLagen weitere Zusatzexpansionsgefäße angeschlossen werden.
Da diese Zusatzexpansionsgefäße keine Pumpen oder Ventile aufweisen, können die Kosten
gering gehalten werden.
[0010] Das Überströmventil in der Zulaufleitung zum Expansions-gefäß bedingt (in Verbindung
mit der kontinuierlich laufenden Druck- und Wärmepumpe in der Ablaufleitung des Expansionsgefäßes)
einerseits, daß in Strömungsrichtung vor dem Überströmventil (also im Flüssigkeitskreislaufsystem)
der Betriebsdruck herrscht, auf den das Überströmventil eingestellt ist, andererseits,
daß in Strömungsrichtung hinter dem Überströmventil (also im Expansionsgefäß) ein
geringerer Druck als der Betriebsdruck der Anlage vorhanden ist. Bei einem offenen,
d.h. im Gasaustausch zur Atmosphäre stehenden Expansionsgefäß ist dies praktisch der
Atmosphärendruck. Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
denn - da in der in das Expansionsgefäß einströmenden Flüssigkeit ein Druckabfall
stattfindetkönnen in der Kreislaufflüssigkeit enthaltene Gase entweichen (Henry-Gesetz),
und dies nicht nur gelegentlich, sondern kontinuierlich aufgrund des erfindungsgemäßen
Merkmals, wonach zumindest ein Teilstrom der Anlagen- bzw. Kreislaufflüssigkeit kontinuierlich
durch das Expansionsgefäß geleitet wird. Damit ist auch der Sauerstoffgehalt der Heizungsflüssigkeit
einer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung betriebenen Heizanlage gegenüber einer
herkömmlichen Heizungsanlage durch Mitausscheidung des Sauerstoffes im Zuge der Entgasung
erheblich niedriger. Wenn - wie dies vorzugsweise vorgesehen ist - das Expansionsgefäß
mit der Atmosphäre im Gasaustausch steht, kann, um eine Wiederaufnahme von Sauerstoff
aus der Atmosphäre zu erschweren, die Flüssigkeitsoberfläche im Expansionsgefäß mit
einem Schwimmer abgedeckt werden. Die Sauerstoffaufnahme kann auch durch eine (vorzugsweise
biologisch abbaubare) Sperrflüssigkeit oberhalb des Wasserspiegels herabgesetzt werden.
Dies erfolgt in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung dadurch, daß das
Expansionsgefäß beim Gasauslaß einen Siphon aufweist, der mit einer Sperrflüssigkeit,
beispielsweise öl, gefüllt ist.
[0011] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
[0012] Die Zeichnung zeigt das Schema einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Heizungsanlage.
[0013] Das Kreislaufsystem der Heizungsanlage besteh; aus dem Heizkessel 1, der Flüssigkeitsleitung
2 (Vorlauf) bzw. 2′ (Rücklauf) und Heizkörpern (z.B. Radiatoren) 3. Der Flüssigkeitskreislauf
wird durch eine Anlagen-Umwälzpumpe 25 aufrecht erhalten (bzw. unterstützt). Als Heizungs-bzw.
Kreislaufflüssigkeit wird vorzugsweise gefiltertes und enthärtetes Leitungswasser
verwendet. Ferner ist ein Expansionsgefäß 4 vorhanden, welches über eine Zulaufleitung
5 und eine Ablaufleitung 6 mit der Vorlaufleitung 2 der Anlage in Verbindung steht.
Die Anschlüsse der Zulaufleitung 5 und der Ablaufleitung 6 in der Vorlaufleitung 2
sind relativ knapp hinter dem Heizkessel 1 angeordnet, um die thermische Entgasung
zu nutzen. Diese Anschlußart ist vor allem für Wassertemperaturen bis ca. 90°C geeignet.
Bei höheren Betriebstemperaturen erfolgt der Anschluß der Zulaufleitung 5 und der
Ablaufleitung 6 besser in der Rücklaufleitung 2′. Bei kleineren Anlagen kann auch
der volle Flüssigkeitsstrom über das Expansionsgefäß 4 geführt werden, wobei dann
die Verbindungsleitung 2A zwischen Zulaufleitung 5 und Ablaufleitung 6 entfällt.
[0014] In der Zulaufleitung 5 befindet sich das Überströmventil 7, welches auf den Anlagendruck
einstellbar ist. Der Ist-Druck der Heizungsanlage ist von einem Manometer 8 ablesbar.
Bei Heizungsanlagen herrscht im Flüssigkeitskreislaufsystem üblicherweise ein überdruck
von mindestens 1,5 bar (je nach Höhe des Gebäudes). In der Ablaufleitung 6 befindet
sich eine kontinuierlich arbeitende Druck- und Umwälzpumpe 9. Ihr folg in der Flußrichtung
ein Mengenregulierventil 10 sowie ein Durchflußmengenmesser 24.
[0015] Weiters ist sowohl in der Zulaufleitung 5 als auch in der Ablaufleitung 6 ein Magnetventil
11 vorgesehen. (In der Ablaufleitung 6 kann es auch ein Rückschlagventil sein). Im
Expansionsgefäß 4 befindet sich ein unterer Niveauregler 12 für die Frischwassernachspeisung
(19 bis 23) und ein oberer Niveauregler 13 zur Absicherung des Auslasses des Expansionsgefäßes
(bei 15). Übersteigt der Wasserspiegel 14 die Höhe des Niveaureglers 13, werden die
Magnetventile 11 geschlossen und das Expansionsgefäß 4 vom Kreislauf der Anlage getrennt.
Über die Niveauregler 12,13 kann auch der Wärmeerzeuger (Brenner) abgeschaltet werden.
Des weiteren kann durch eine Drucküberwachung (z.B. durch einen Pressostaten) bei
über- oder Unterdruck in der Anlage das Expansionsgefäß 4 und der Wärmeerzeuger abgeschaltet
werden.
[0016] Der Gasauslaß 15 des Expansionsgefäßes 4 ist mit einem Siphon 16 versehen, der mit
einer Sperrflüssigkeit 17 gefüllt ist. Beide Rohrschenkel des Siphons 16 weisen Bereiche
16′ erweiterten Querschnitts auf, um ein Ausströmen der Sperrflüssigkeit bei leichten
Druckschwankungen zu verhindern.
[0017] Strichliert ist ein Zusatzexpansionsgefäß 18 gezeichnet, das gegebenenfalls an das
Expansionsgefäß 4 angeschlossen werden kann.
[0018] Bei der Leitung 19 handelt es sich um eine Zulaufleitung für Frischwasser. Frischwasser
wird in das Expansionsgefäß 4 eingepumpt, wenn der Wasserspiegel 14 das Niveau des
unteren Niveaureglers 12 unterschreitet. Die Frischwasserzulaufleitung 19 ist mit
einem Wasserzähler 20, einem Magnetventil 22, einem Rohrtrenner 23 und einem Mengenregulierventil
21 versehen. Die Frischwasserzulaufleitung kann auch an anderer Stelle am Expansionsgefäß
4 angeschlossen sein. Außerdem muß nicht unbedingt eine "automatische" Frischwassernachspeisung
vorgesehen sein (welche über den Niveauregler 12 das Magnetventil 22 steuert).
[0019] Wenn (bei kleineren Anlagen) der volle Flüssigkeitsstrom des Kreislaufsystems über
das Expansionsgefäß 4 geführt wird, dann kann auch auf die gesonderte Anlagen-Umwälzpumpe
23 verzichtet werden, weil die Druck- und Umwälzpumpe 9 in der Ablaufleitung 6 kontinuierlich
arbeitet und daher auch die Funktion der Anlagen-Umwälzpumpe übernehmen kann.
[0020] Das wesentliche Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, daß in kontinuierlicher
Strömung zumindest ein Teilstrom der Heizungsflüssigkeit (Heizungswasser) durch das
Expansionsgefäß 4 geführt wird, das über die Zulaufleitung 5 und die Ablaufleitung
6 an die Flüssigkeitsleitung (Vorlaufleitung 2 oder Rücklaufleitung 2′) der Anlage
angeschlossen ist.
[0021] Bei vorgegebenem Betriebsdruck der Heizungsanlage fließt Heizungsflüssigkeit kontinuierlich
über das überströmventil 7 in das Expansionsgefäß 4 und kontinuierlich erfolgt die
Rückführung der Heizungsflüssigkeit aus dem Expansionsgefäß 4 in das Kreislaufsystem
bzw. in die Flüssigkeitsleitung 2, da die Umwälzpumpe 9 kontinuierlich arbeitet. Allerdings
wird nicht immer gleich viel Flüssigkeit in das Expansionsgefäß 4 gefördert, wie aus
diesem abströmt. In der Phase der Erwärmung der Heizungsflüssigkeit strömt mehr Flüssigkeit
in das Expansionsgefäß 4 ein als aus diesem ab. Der Wasserspiegel 14 steigt. In der
Phase der Abkühlung der Heizungsflüssigkeit hingegen sinkt der Wasserspiegel 14, weil
mehr Flüssigkeit aus dem Expansionsgefäß 4 in das Kreislaufsystem gefördert wird als
über das überströmventil 7 einströmt.
[0022] Da im Expansionsgefäß 4 ein geringerer Druck als im Kreislaufsystem, nämlich praktisch
Atmosphärendruck herrscht, erfolgt auch eine Entgasung der Heizungsflüssigkeit. Bei
Anstieg des Wasserspiegels 14 verdrängte Luft entweicht bläschenweise durch die Sperrflüssigkeit
17 im Siphon 16 hindurch. Sinkt der Wasserspiegel 14, dringt zwar Luft von außen wieder
in das Expansionsgefäß 4 ein, infolge der Sperrflüssigkeit 17 jedoch "gebremst", was
die (Wieder-)Aufnahme von Luft bzw. Luftanteilen (z.B. Sauerstoff) in die Heizungsflüssigkeit
behindert.
[0023] Die absperrbaren Magnetventile 11 dienen, wie bereits erwähnt, lediglich der Sicherung
der Anlage bei Funktionsstörungen und treten im normalen Betriebsfall der Heizungsanlage
nicht in Funktion.
[0024] Im Ausführungsbeispiel wurde der Einsatz einer erfindungs-gemäßen Vorrithtung bei
einer Heizanlage beschrieben. Sie könnte jedoth auch bei Kühlsystemen zum Einsatz
kommen, also überall dort, wo in einem Flüssigkeitskreislaufsystem durch Volumsänderungen
der Kreislaufflüssigkeit auftretende Drutkschwankungen kompensiert werden sollen.
1. Vorrichtung zur Expansionsübernahme in Flüssigkeitskreislaufsystemen, insbesondere
von Heizungs- oder Kühlanlagen, mit mindestens einem vorzugsweise im Gasaustausch
mit der Atmosphäre stehendem Expansionsgefäß (4), in das Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitskreislaufsystem
(1, 2, 3) über eine Zulaufleitung (5) aufgenommen und aus dem Flüssigkeit über eine
Ablaufleitung (6) und eine Druckpumpe dem Flüssigkeitskreislaufsystem (1, 2, 3) wieder
zugeführt wird und in der Zulaufleitung (5) zum Expansionsgefäß (4) ein auf den Betriebsdruck
der Anlage einstellbares Überströmventil (7) vorgesehen ist und wobei im Expansionsgefäß
(4) ein geringerer Druck als im Flüssigkeitskreislaufsystem (1, 2, 3) herrscht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zulauf-und Ablaufleitungen (5, 6), die das Expansionsgefäß
(4) mit dem Flüssigkeitskreislaufsystem (1, 2, 3) verbinden, getrennte Leitungen sind,
die an separaten Stellen in die Vorlaufleitung (2) oder die Rücklaufleitung (2′) des
Flüssigkeitskreislaufsystems einmünden, und daß in der Ablaufleitung (6) aus dem Expansionsgefäß
(4) eine kontinuierlich laufende Druck- und Umwälzpumpe (9) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspuch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in der Zulaufleitung
(5), vorzugsweise auch in der Ablaufleitung (6) ein von einem Niveauregler (13) des
Expansionsgefäßes (4) gesteuertes, vorzugsweise als Magnetventil (11) ausgebildetes
Ventil angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ablaufleitung
(6) in Flußrichtung hinter der Druck- und Umwälzpumpe (9) ein Mengenregulierventil
(10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Ablaufleitung (6) der Umwälzpumpe (9) ein Durchflußmengenmesser (24) in Flußrichtung
nachgeschaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Expansionsgefäß
(4) beim Gasauslaß (15) einen Siphon (16) aufweist, der mit einer Sperrflüssigkeit
(17), beispielsweise öl, gefüllt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rohrschenkel des
Siphons (16) Bereiche (16′) erweiterten Querschnitts aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine über einen
im Expansionsgefäß (4) angeordneten Niveauregler (12) gesteuerte Nachfülleinrichtung
(19 bis 23).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an das
Expansionsgefäß (4) mindestens ein weiteres Expansionsgefäß (18) angeschlossen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichent, daß ein Teilstrom
der Anlagenflüssigkeit über die Zulaufleitung (5), das Expansionsgefäß (4) und die
Ablaufleitung (6) geführt wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
volle Flüssigkeitsstrom der Anlagenflüssigkeit über die Zulaufleitung (5), das Expansionsgefäß
(4) und die Ablaufleitung (6) geführt wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Druck- und Umwälzpumpe
(9) in der Ablaufleitung (6) gleichzeitig die Anlagenumwälzpumpe ist.
1. Apparatus for expansion transfer in liquid circulatory systems, in particular of
heating or cooling installations, comprising at least one expansion vessel (4) which
is preferably in gas exchange relationship with the atmosphere and into which liquid
is passed from the liquid circulatory system (1, 2, 3) by way of a feed conduit (5)
and from which liquid is fed to the liquid circulatory system (1, 2, 3) again by way
of a discharge conduit (6) and a pressure pump and provided in the feed conduit (5)
to the expansion vessel (4) is a relief valve (7) which can be set to the operating
pressure of the installation and wherein a lower pressure obtains in the expansion
vessel (4) than in the liquid circulatory system ( 1, 2, 3 ) characterised in that
the feed and discharge conduits (5, 6) which communicate the expansion vessel (4)
with the liquid circulatory system (1, 2, 3) are separate conduits which open at different
points into the flow line (2) or the return line (2′) of the liquid circulatory system
and that arranged in the discharge conduit (6) from the expansion vessel (4) is a
continuously operating pressure and circulating pump (9).
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that disposed at least in the feed
conduit (5) and preferably also in the discharge conduit (6) is a valve which is preferably
in the form of a solenoid valve (11) and which is controlled by a level regulating
means (13) of the expansion vessel (4).
3. Apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that a quantitative
regulating valve (10) is arranged in the discharge conduit (6) downstream of the pressure
and circulating pump (9) in the direction of flow.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that a quantitative
flow measuring means (24) is disposed in the discharge conduit (6) downstream of the
circulating pump (9) in the direction of flow.
5. Apparatus according to one of claims 1 to 4 characterised in that at the gas outlet
(15) the expansion vessel (4) has a syphon (16) filled with a blocking liquid (17),
for example oil.
6. Apparatus according to claim 5 characterised in that both legs of the tube of the
syphon (16) have regions (16′) of enlarged cross-section.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6 characterised by a refilling arrangement
(19 to 23) wich is controlled by a level regulating means (12) disposed in the expansion
vessel (4).
8. Apparatus according to one of claims 1 to 7 characterised in that at least one
further expansion vessel (18) is connected to the expansion vessel (4).
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that part of the flow
of the installation liquid is passed by way of the feed conduit (5), the expansion
vessel (4) and the discharge conduit (6).
10. Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that the full flow
of the installation liquid is passed by way of the feed conduit (5), the expansion
vessel ( 4 ) and the discharge conduit (6).
11. Apparatus according to claim 10 characterised in that the pressure and circulating
pump ( 9 ) in the discharge conduit ( 6 ) is at the same time the installation circulating
pump.
1. Dispositif compensateur d'expansion dans des circuits de liquide, notamment d'installations
de chauffage ou de refroidissement, comportant au moins un vase d'expansion (4), de
préférence en relation d'échange gazeux avec l'atmosphère, dans lequel est reçu du
liquide provenant du circuit de liquide (1, 2, 3) par l'intermédiaire d'une conduite
d'amenée (5), et à partir duquel du liquide est ramené dans le circuit de liquide
(1, 2, 3) par l'intermédiaire d'une conduite d'évacuation (6) et d'une pompe refoulante,
une soupape de décharge (7) réglable en fonction de la pression de régime dans l'installation
étant prévue dans la conduite d'amenée (5) conduisant au vase d'expansion, et la pression
régnant dans le vase d'expansion (4) étant inférieure à celle du circuit de liquide
(1, 2, 3), caractérisé en ce que les conduites d'amenée et d'évacuation (5, 6) qui
relient le vase d'expansion (4) au circuit de liquide (1, 2, 3) sont des conduites
séparées qui débouchent à des endroits distincts dans la conduite montante (2) ou
dans la conduite descendante (2′) du circuit liquide, et en ce qu'il est prévu, dans
la conduite d'évacuation (6) sortant du vase d'expansion, une pompe refoulante et
de circulation (9) fonctionnant de façon continue.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu, au moins
dans la conduite d'amenée (5) et également, de préférence, dans la conduite d'évacuation
(6), une soupape conçue de préférence comme une électrovanne (11) commandée par un
régulateur de niveau (13) du vase d'expansion (4).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans
la conduite d'évacuation (6), une soupape de réglage de débit (10) disposée derrière
la pompe refoulante et de circulation (9), dans le sens de l'écoulement.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en qu'il est prévu,
dans la conduite d'évacuation (6), un débitmètre (24) disposé derrière la pompe de
circulation (9), dans le sens de l'écoulement.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le vase
d'expansion (4) possède, au niveau de l'orifice d'évacuation de gaz (15), un siphon
(16) qui est rempli d'un liquide d'arrêt (17), par exemple d'huile.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux branches tubulaires
du siphon (16) possèdent des zones (16′) à section élargie.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par un dispositif
de remplissage (19 à 23) commandé par un régulateur de niveau (12) disposé dans le
vase d'expansion (4).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs
autres vases d'expansion (18) sont raccordés au vase d'expansion (4).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un courant
partiel du liquide de l'installation passe par la conduite d'amenée (5), le vase d'expansion
(4) et la conduite d'évacuation (6).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que tout le
courant du liquide de l'installation passe par la conduite d'amenée (5), le vase d'expansion
(4) et la conduite d'évacuation (6).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la pompe refoulante
et de circulation (9) prévue dans la conduite d'évacuation (6) est en même temps la
pompe de circulation de l'installation.
