Gattung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Balkengleisbremse zum Abbremsen von Eisenbahnwaggons
mit jeweils zwei beidseitig jeder Fahrschiene eines Gleises liegenden, oder aber
aus zwei beidseitig einer Fahrschiene befindlichen Balken, die auf ihrer dem Waggonrad
zugekehrten Seite eine oder mehrere langgestreckte Aussparungen zum Aufnehmen mindestens
eines leistenförmigen Körpers (Segment) aufweisen, der auswechselbar in der betreffenden
Aussparung angeordnet ist, wobei die Segmente mit Hilfe eines Schmiermittels an ihrer
dem Waggonrad zugekehrten Seite dauernd gleitfähig zu machen sind.
Stand der Technik
[0002] Bei Flachbahnhöfen wird der zu zerlegende Zug von einer Abdrücklok über einen Ablaufberg
gedrückt. Hinter dem Ablaufberg erfolgt eine Abstandsbremsung der ablaufenden Wagen
durch Balkengleisbremsen als Talbremsen. Die Einlaufgeschwindigkeit beträgt etwa 6
bis 8 m/s. Eine weitere Bremsstaffel befindet sich am Beginn der Richtungsgleise.
Hier beträgt die Einlaufgeschwindigkeit etwa 4,5 m/s. Die Wagen werden auf etwa 1,5
m/s abgebremst.
[0003] Es ist aber auch bekannt, die Einfahrgleise im Gefälle zu verlegen, so daß der Zug
zunächst durch Festhaltebremsen gehalten ist. Werden diese Festehaltebremsen gelöst,
so setzen sich die einzelnen Wagen infolge der Schwerkraft in Bewegung. Durch Balkengleisbremsen
im Zulauf wird der Ablauf so geregelt, daß die Zulaufgeschwindigkeit über den Ablaufberg
etwa der üblichen Abdrückgeschwindigkeit von etwa 1,5 m/s entspricht. Zur Vereinfachung
des Sprachgebrauch bezeichnet man diese Bremsen auch als "Zulaufbremsen".
[0004] Besonders bei Zulaufbremsen treten während des Bremsvorganges lang anhaltende Kreischgeräusche
auf. Die Spitzenwerte betragen bis zu 117 dB (A).
[0005] Eine Geräuschminderung hat man durch sogenannte Segmentbalkenbremsen erzielt (ETR
(27) 10-1978 S. 667 - 670).
[0006] Die Segmentbremsbalken bestehen aus einem durchgehend gewalzten Bremsträger, an dessen
Bremsflächen über die gesamte Länge einzelne Stahlsegmente angeschraubt sind. Diese
Segmente sind etwa 400 mm lang und können mit einer 5 mm dicken Dämpfungsplatte vom
eigentlichen Bremsträger isoliert sein.
[0007] Eine Balkengleisbremse gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1 dieser Patentanmeldung
ist durch die EP-PS 0 011 317 vorbekannt, bei welcher die Segmente sandwichartig aufgebaut
und aus einzelnen horizontal aufeinanderliegenden Platten gebildet sind, die aus unterschiedlichen
Werkstoffen bestehen. Dieses so gebildete "Sandwichpaket", als Segment ist durch mehrere
Schrauben mit einen aus Stahl bestehenden Bremsträger verbunden.
[0008] Dieser Segmentbremsbalken verschleißt relativ schnell und besitzt nur einen engen
Einsatzbereich bei Zulaufbremsen. Liegt die Einlaufgeschwindigkeit über 2 m/s, sind
solche Bremsbacken nicht einsetzbar.
[0009] Zwar wird in der EP-PS 0 011 317 bereits vorgeschlagen, die Segmente der äußeren
Balken mit Hilfe eines Schmiermittels gleitfähig zu machen, jedoch kann dies nur bei
Begehungen von Fall zu Fall geschehen. Offensichtlich ist dabei daran gedacht worden,
die Segmente mit einem Schmiermittel einzupinseln, was jedoch personalaufwendig und
demgemäß kostenträchtig ist.
Aufgabe
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Balkengleisbremse gemäß dem Oberbegriff
des
Patentanspruches 1 dahingehend zu verbessern, daß die unangenehmen Kreisch- und Quietschgeräusche bei
allen in der Praxis vorkommenden Geschwindigkeiten praktisch nicht mehr auftreten
können.
Lösung
[0011] Ausgehend von einer Balkengleisbremse gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale dieses Patentanspruches gelöst.
Einige Vorteile
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Balkengleisbremse ist dem betreffenden Segment eine Schmiermittelvorrichtung
zugeordnet, die das Schmiermittel verbrauchsabhängig an die dem Waggonrad zugekehrte
Bremsfläche abgibt. Dadurch wird es möglich, die Bremsflächen der Segmente auch automatisch
zu schmieren, so daß die unange nehmen Kreis- und Quietschgeräusche auch bei Geschwindigkeiten
unter 2 m/s, z. B. bei 1,5 m/s, nicht mehr auftreten können.
[0013] Bei Anwendung einer erfindungsgemäßen Balkengleisbremse hat man es somit in der Hand,
nur dann die Bremsflächen der Segmente zu schmieren, wenn tatsächlich ein Bremsvorgang
eintritt. Man braucht somit keineswegs von vornherein Schmiermittel, z. B. Pasten
oder Fette, dick auf die Bremsflächen aufzutragen, in der Hoffnung, daß sie sich über
eine längere Betriebsdauer hier halten würden. Bei einer erfindungsgemäßen Balkengleisbremse
tritt nur dann ein Schmiermittelverbrauch auf, wenn das Schmiermittel tatsächlich
während des Bremsvorganges benötigt wird. Dadurch wird auch die Umwelt geschont, da
beim unkontrollierten Schmieren der Segmente Öle und Fette in den Untergrund versickern
und dadurch das Grundwasser schädigen könnten.
[0014] Bei einer erfindungsgemäßen Balkengleisbremse ist somit eine "Depotbildung" mit Schmiermittel
in der Balkengleisbremse selbst möglich, wobei aus dem Schmiermitteldepot Schmiermittel
nach und nach an die Bremsflächen der Segmente gesteuert abgeben werden kann.
[0015] Eine erfindungsgemäße Balkengleisbremse kann dadurch über alle in der Praxis auftretenden
Geschwindigkeitsbereiche die unangenehmen Quietsch- und Kreischgeräusche beim Abbremsen
von Eisenbahnwaggons sicher vermeiden.
Weitere erfinderische Lösungsmöglichkeiten
[0016] In
Patentanspruch 2 ist eine vorteilhafte Ausführungsform beschrieben. Die Kammer zur Aufnahme des Schmiermittels
kann in dem Bremsträger und/oder in dem betreffenden Segment, beispielsweise durch
entsprechende Aussparungen und/oder Kanäle, gebildet sein, die nach außen an eine
geeignete Füllvorrichtung oder an eine Füllöffnung angeschlossen sind, die verschließbar
ist.
[0017] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 3 wird bei jedem Abbremsvorgang eine Schmiermittelpumpe betätigt, die gesteuert die
erforderliche Schmiermittelmenge zu den Bremsflächen hinfördert. Eine solche Schmiermittelpumpe
kann im Abstand vom eigentlichen Bremsbalken angeordnet sein. Es ist aber auch möglich,
das Segmente selbst oder ein Teil desselben als Teil einer Schmiermittelpumpe auszugestalten,
beispielsweise durch die Bremskraft die Pumpe zu betätigen, damit diese eine entsprechende
Schmiermittelmenge an die Bremsflächen herauspreßt.
[0018] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 4 ist das Schmiermitteldepot durch eine Schraube unter Druck zu setzen, die von Zeit
zu Zeit nachgestellt werden kann, so daß auf lange Zeit die Bremsflächen nachgeschmiert
werden.
[0019] Patentanspruch 5 beschreibt eine Ausführungsform, bei welcher das Bremssegment über seine Länge mit
mehreren Schmiermittelkammern versehen ist, die durch geeignete Kanäle, Riefen oder
Rillen an die Bremsflächen angeschlossen sind. Das abzubremsende Waggonrad verteilt
dann das Schmiermittel über die gesamte Länge des betreffenden Bremssegmentes.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ist in
Patentanspruch 6 beschrieben. Bei dieser wird das Schmiermitteldepot zwischen den Schichten des Bremssegmentes
gebildet. Das Depot kann durch kreuz- und/oder querverlaufende Riefen oder Rillen
zwischen den Segmentschichten gebildet sein, aus denen beim Bremsvorgang das Schmiermittel
herausgequetscht wird, und zwar unter dem Einfuß der aufgebrachten Bremskraft, da
die einzelnen Schichten des Segmentes unter Belastung um ein geringes Maß federn können,
was zur Pumpwirkung zum Herausquetschen des Schmiermittels herangezogen wird.
[0021] Gemäß
Patentanspruch 7 ist zwischen einer oder mehreren Schichten des Segmentes ein Sieb angeordnet, das
als Schmiermitteldepot dient. Aus diesem siebförmigen Zwischenlagekörper wird das
Schmiermittel beim Bremsvorgang gesteuert herausgequetscht, was durch die geringfügigen
elastischen Bewegungen der einzelnen Lagen des Segmentes geschieht.
[0022] Ähnlich gilt auch für die Ausführungsform nach
Patentanspruch 8. Hierbei sind ein oder mehrere Lagen mit einer Riefelung versehen, die ein Schmiermitteldepot
bilden. Diese Riefelungen werden durch die Schrauben in gewisser Hinsicht elastisch
vorgespannt, wobei beim Bremsvorgang ebenfalls Schmiermittel zur Bremsfläche rausgequetscht
wird.
[0023] Patentanspruch 9 beschreibt eine Ausführungsform, bei welcher über an eine Schmiermittelvorrichtung
angeschlossene Kanäle das Schmiermittel gesteuert beim Bremsvorgang oder in sonstigen
Bedarfsfällen an die Bremsflächen abgegeben wird.
[0024] Eine weitere Ausführungsform ist in
Patentanspruch 10 beschrieben. Bei dieser ist eine zentrale Schmiervorrichtung vorgesehen, an welcher
eine oder mehrere Balkengleisbremsen angeschlossen sind. Die zentrale Schmiervorrichtung
gibt im Bedarfsfalle gesteuert eine vorbestimmbare Schmiermittelmenge an die Bremsflächen
der Segmente ab. An diese zentrale Schmiermittelvorrichtung können die Segmente über
Schläuche oder Rohre angeschlossen sein. Die Steuerung kann z. B. so erfolgen, daß
ein einlaufender Waggon den Steuerungsvorgang auslöst. Die Schmierung der Balkengleisbremsen
erfolgt somit frequenzabhängig.
[0025] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 11 ist Polytetrafluorethylen (PTFE) in den Trägerwerkstoff der Segmente in Form von
Spänen oder Schnitzeln eingebracht. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß einzelne
oder mehrere Körper, beispielsweise schichtförmige Körper aus Kunststoff bestehen,
vor deren Aushärtevorgang das PTFE in Form von Spänen oder Schnitzeln, die sich gegenseitig
verhaken und abstützen, eingebracht worden ist. Die so hergestellten Körper werden
mechanisch abgearbeitet, woraufhin das PTFE an die Oberfläche heraustritt. Beim Bremsvorgang
verteilt sich das PTFE über die gesamte Bremsfläche und stellt einen dauerhaften Schmiermittelfilm
da, der sich beim Verschleiß der Segmente selbstständig stetig erneuert. Das Depot
wird somit durch die PTFE-Schnitzel oder Späne gebildet, die in dem Trägerwerkstoff
eingelagert sind.
[0026] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 12 werden für die einzelnen Schichten oder Teile der Segmente verzinkte Bleche verwendet.
Der Zinküberzug dient als Schmiermittel.
[0027] Eine weitere Ausführungsform ist in
Patentanspruch 13 dargestellt. Bei dieser sind die einzelnen Teile oder Schichten des Segments im
Gegensatz zur EP-PS 0 011 317 hochkant, also senkrecht verlaufend angeordnet. Auf
diese Weise sind der Bremsfläche relativ groß Flächen zugeordnet. Verschleißt ein
Teil bzw. eine Schicht dieser flächigen Körper, so tritt die nächste Schicht zutage.
In diesen einzelnen Schichten kann ebenfalls PTFE in Form von Spänen oder Schnitzeln
in der vorbeschriebenen Art und Weise eingelagert sein, das sich über die gesamte
Bremsfläche verteilt. Es ist aber auch denkbar, zwischen den hochkant stehenden Blechen
oder Schichten der Segmente Schmiermitteldepots vorzusehen, die über Bohrungen oder
Kanäle an die Bremsfläche angeschlossen sind und beim Bremsvorgang durch die elastische
Deformation das Schmiermittel nach außen "pumpen".
[0028] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 14 ist das Segment aus kreuzweise zueinander angeordneten Schichten gebildet, die das
Depot für Schmiermittel bilden. Diese Schichten können durch einen käfigartigen Körper
gehalten sein, der durch Schrauben od. dgl. an dem betreffenden Segment auswechselbar
befestigt ist.
[0029] In der Zeichnung ist die Erfindung - teils schematisch - an einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Balkengleisbremse mit einem Segmentbremsbalken;
Fig. 2 ein Deckblech, teils in der Seitenansicht, teils im Schnitt;
Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2;
Fig. 4 eine Zwischenlage, gleichfalls in der Draufsicht;
Fig. 5 ein Segment in Ansichtrichtung des Pfeiles X der Fig. 7;
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie A - B der Fig. 7;
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein Segment gemäß Fig. 5 oder 6;
Fig. 8 ein Segment mit mehreren Zwischenlagen und einem Deckblech, teils im Schnitt
und teils in der Ansicht in Richtung des Pfeiles Y der Fig. 10;
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie E - F der Fig. 10;
Fig. 10 eine Seitenansicht zu Fig. 9
Fig. 11 eine teilweise Draufsicht auf ein Bremssegment, teils abgebrochen dargestellt;
Fig. 12 einen Bremsbalken, teils in der Seitenansicht, teils im Schnitt mit einer
Schmiermitteldepotkammer;
Fig. 13 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, und zwar mit einer Schmiermittelpumpe;
Fig. 14 abermals eine weitere Ausführungsform der Erfindung, teils in der Ansicht,
teils herausgebrochen dargestellt;
Fig. 15 eine weitere Ausführungsform mit einem siebartigem Körper;
Fig. 16 eine Ausführungsform mit Riefelungen und/oder Ausstanzungen;
Fig. 17 eine weitere Ausführungsform der Erfindung in schematischer Draufsicht und
Fig. 18 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
[0030] Mit dem Bezugszeichen 1 ist ein Balkenträger bezeichnet, dem in seiner Längsrichtung
mehrere leistenförmige Segmente 2 zugeordnet sind, die durch Schrauben mit dem Balkenträger
1 verbunden sind. Von diesen Schrauben ist lediglich eine in Fig. 1 ersichtlich und
mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnet worden. In Längsrichtung des Balkenträgers 1 sind
mehrere solcher Segmente 2 in Flucht hintereinander angeordnet und durch ein plattenförmiges
Dämpfungselement 4 gegen den Balkenträger 1 abgestützt. Das Dämpfungselement 4 soll
Schwingungen dämpfen und kann aus Kunststoff oder einem anderen metallischen Werkstoff
bestehen als der Balkenträger 1 und die Segmente 2, die beide aus Stahl geschmiedet
bzw. gewalzt sind.
[0031] Jedes Segment 2 weist an seiner Oberseite eine im Querschnitt etwa quadratische oder
rechteckförmige Aussparung 5 auf. In dieser Aussparung 5 sind mehrere schichtförmige
oder blechartige Körper angeordnet, und zwar ein oberes Deckblech 6 und mehrere darunter
befindliche, gleich große, blechförmige Zwischenlagen 7. Aus den Fig. 8 und 9 ist
ersichtlich, daß bei diesen Ausführungsformen neun Zwischenlagen 7 vorgesehen sind.
Die Anzahl Zwischenlagen 7 kann größer oder kleiner als neun sein. Die Dicke der Zwischenlagen
7 ist erheblich kleiner als die Dicke des Deckbleches 6 und kann etwa nur ein 1/10
bis 1/5 des Deckbleches 6 betragen. Sowohl das Deckblech 6 als auch die Zwischenlagen
7 sind bei den dargestellten Ausführungsformen aus Stahl hergestellt, können aber
auch aus anderen Werkstoffen oder aus unterschiedlichen Werkstoffen, beispielsweise
aus Aluminium, Kupfer oder Kunststoff, hergestellt sein.
[0032] Das gesamte so gebildete Paket aus Deckblech 6 und Zwischenlagen 7 wird durch mehrere
Schrauben 8 (Fig. 8) gehalten, die in mit Gewinde versehene Durchgangsbohrungen 9
eingeschraubt sind. Das Deckblech 6 weist dazu Einsenkungen 10 auf, in denen die
Schraubköpfe jeweils bündig mit der Oberkante 11 der Segmente 2 angeordnet sind.
[0033] Bei den aus den Fig. 1 bis 9 ersichtlichen Ausführungsformen ist zwischen den Zwischenlagen
7 jeweils eine Schmierschicht 12 als Depot gebildet. Aus diesem Depot quillt das Schmiermittel
zur Bremsfläche 13 beim Abbremsen eines Waggonrades heraus und verhindert dadurch
das unangenehme und gesundheitsschädliche Quietschen und Kreischen über alle Geschwindigkeitsbereiche
der Eisenbahnwagen.
[0034] Bei der aus der Fig. 12 ersichtlichen Ausführungsform ist dem Balkenträger 1 eine
Depotkammer 14 für den Schmierstoff zugeordnet, die über einen Kanal 15 und einer
Erweiterung 16 an die Zwischenräume zwischen den Zwischenlagen 7 angeschlossen ist.
An die Depotkammer 14 ist ein Einfüllkanal 17 angeschlossen, in dem eine Schraube
18 verstellbar angeordnet ist, um das Schmiermittel zu der Bremsfläche 13 zu drücken.
[0035] Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 ist eine Schmiermittelpumpe 19 vorgesehen,
die über eine Leitung 20 und eine Anschlußarmatur 21 an einen Kanal 22 angeschlossen
ist, der gegebenfalls in eine Depotkammer 14 ausmündet, die wiederum ber die Erweiterung
16 an die Zwischenräume zwischen den Zwischenlagen 7 angeschlossen ist, und dadurch
Schmiermittel zur Bremsfläche 13 fördert.
[0036] Die Schmiermittelpumpe 19 kann auch an mehrere Depotkammern angeschlossen werden,
die über mehrere nicht dargestellte Leitungen Schmiermittel zu verschiedenen Bremsflächen,
beispielsweise zu einer Anzahl weiterer Balkengleisbremsen fördert. Es ist außerdem
möglich, mehrere Pumpen 19 parallel zu schalten, die den Schmierstoff zu den verschiedenen
Bremsflächen 13 fördern.
[0037] Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 sind der Zwischenschicht 7 mehrere Depots 23
in Form eines gitterartigen Gebildes zugeordnet, in denen sich der Schmierstoff befindet.
Es kann sich hierbei um ein siebartiges oder sonst wie gestaltetes Blech handeln,
dem der Schmierstoff zugeordnet wird.
[0038] Bei der Ausführungsform nach Fig. 15 ist ein siebartiger Körper 24 zum Speichern
des Schmierstoffes vorgesehen, während bei der Ausführungsform nach Fig. 16 eine oder
mehrere Zwischenlagen mit Riefelungen 25 versehen sind, die ebenfalls als Depots für
den Schmierstoff dienen. Alle die Depots, Riefelungen und siebartigen Ausformungen
sind an die Zwischenräume der Zwischenlagen 7 und damit an die Bremsfläche 13 angeschlossen,
so das von hier aus Schmierstoff zur Bremsfläche 13 gelangen kann.
[0039] Bei der Ausführungsform nach Fig. 17 ist einer Pumpe 26 eine Mehrzahl - vorliegend
drei - Balkengleisbremsen 27, 28 und 29 zugeordnet, deren Depotkammern über Leitungen
30, 31 und 32 sowie Zweigleitungen 34, 35, 36, 37, 38 und 39 an die betreffenden Schmiermittelkammern
oder Depots und damit auch an die Bremsflächen 13 (nicht dargestellt) angeschlossen
sind. Die Pumpe 26 kann nach einem bestimmten Programm oder aber in Abhängigkeit der
Bremsfrequenz der Waggons gesteuert sein und dann geeignetes Schmiermittel zu den
Bremsflächen l3 fördern, so daß diese dauernd geschmiert bleiben.
[0040] Bei der Ausführungsform nach Fig. l8 wird das Schmiermittel - ähnlich wie bei der
Ausführungsform nach Fig. 12 - aus einer dort nicht dargestellten Depotkammer 14 über
einen Kanal 15 auf ein Depot 40 verteilt, von wo aus sich das Schmiermittel über die
Zwischenlagen 7 und deren Zwischenräume zur Bremsfläche 13 hinverteilt.
[0041] Die in der Zusammenfassung, in den Patentansprüchen und in der Beschreibung beschriebenen
sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können sowohl einzeln als auch in
beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.

Literaturverzeichnis
[0042]
EP-PS 0 011 317
ETR (27) 10-1978, S. 667 - 670
US-PS 40 88 078
EP-PS 00 27 983
US-PS 40 03 451
1. Balkengleisbremse zum Abbremsen von Eisenbahnwaggons mit jeweils zwei beidseitig
jeder Fahrschiene eines Gleises liegenden, oder aber aus zwei beidseitig einer Fahrschiene
befindlichen Balken, die auf ihrer dem Waggonrad zugekehrten Seite eine oder mehrere
langgestreckte Aussparungen zum Aufnehmen mindestens eines leistenförmigen Körpers
(Segment) aufweisen, der auswechselbar in der betreffenden Aussparung angeordnet ist,
wobei die Segmente mit Hilfe eines Schmiermittels ggf. an ihrer dem Waggonrad zugekehrten
Seite gleitfähig zu machen sind, dadurch gekennzeichnet, daß dem Segment (2) eine Schmiervorrichtung zugeordnet ist, die das Schmiermittel
verbrauchsabhängig an die dem Waggonrad zugekehrte Bremsfläche (13) abgibt.
2. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Balkengleisbremse, insbesondere dem Segment (2), mindestens eine mit Schmiermittel
füllbare Depotkammer zugeordnet ist, die durch mindestens einen Kanal an die Bremsfläche
(13) angeschlossen ist.
3. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmiervorrichtung wenigstens eine Schmiermittelpumpe zugeordnet ist, die
nur beim Bremsvorgang Schmiermittel an die Bremsfläche (13) fördert, oder daß die
Schmiermittelpumpe durch die beim Abbremsvorgang auftretenden Bremskräfte betätigbar
und steuerbar ist.
4. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Depotschmiermittelkammer ein Einfüllkanal vorgesehen ist, in dem eine
Schraube verstellbar angeordnet ist, die auf das Schmiermittel einwirkt.
5. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Segment (2) über seine Länge mit mehreren Depotschmiermittelkammern versehen
ist, die untereinander und/oder mit der Bremsfläche (13) durch Kanäle verbunden sind.
6. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, wobei in einem Segment an der dem Waggonrad
zugekehrten Seite wenigstens eine Aussparung angeordnet ist, in der ein Deckblech
und mehrere Zwischenlagen sandwichartig und aufeinanderliegend auswechselbar und
z. B. durch Schrauben an dem Segment gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Schmiermitteldepot oder mehrere Schmiermitteldepots zwischen den Zwischenlagen
(7) und/oder zwischen dem Deckblech (6) und einer oder mehreren Zwischenlagen (7)
befinden.
7. Balkengleisbremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Zwischenlagen (6) und/oder dem Deckblech (7) ein siebartiger Körper
angeordnet ist, dessen Hohlräume die Schmiermitteldepots bilden, die über die Zwischenlagen
(7) und/oder das Deckblech (6) an die Bremsflächen (13) angeschlossen sind.
8. Balkengleisbremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der Zwischenlagen (7) mit Riefelungen und/oder Ausstanzungen
versehen sind, die aus ihrer Oberfläche nach außen heraus zur Bildung von Schmiermitteldepots
ausgeformt sind und daß diese Schmiermitteldepots an die Bremsfläche (13) angeschlossen
sind.
9. Balkengleisbremse nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsflächen (13) an ein zentrales Schmiermitteldepot angeschlossen sind.
10. Balkengleisbremse nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bremsflächen (13) von einer zentralen angeordneten Schmiervorrichtung in
Abhängigkeit der Bremsfrequenz mit Schmiermittel schmierbar sind.
11. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckblech (6) und/oder die Zwischenlagen (7) mit PTFE versehen sind, das
in Form von Spänen oder Schnitzeln in einem Stützkörper, insbesondere aus Kunststoff,
über den gesamten Querschnitt des betreffenden Deckbleches (6) und/oder der Zwischenlage
(7) angeordnet sind.
12. Balkengleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckblech (6) und/oder die Zwischenlagen (7) verzinkt sind.
13. Balkengleisbremse nach Anspruch 6 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckblech (6) und/oder die Zwischenlagen (7) in vertikaler Richtung verlaufend
sandwichartig zueinander angeordnet sind und daß zwischen dem Deckblech (6) und/oder
den Zwischenlagen (7) sich mindestens ein Schmiermitteldepot befindet, das an die
Bremsflächen (13) angeschlossen ist.
14. Balkengleisbremse nach Anspruch 6 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlagen (7) kreuzweise verlaufend angeordnet sind und daß zwischen
den sich kreuzenden Zwischenlagen (7) mindestens eine Schmiermitteldepotkammer befindet,
die an die Bremsflächen (13) angeschlossen ist.