[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von tragbaren,
rohrförmigen Paketen aus zu einer Rolle aufgewickelten, in Schuppenformation zugeführten
Druckprodukten, wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen gemäss dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Aus der DE-OS 33 30 485 bzw. der dieser inhaltlich entsprechenden GB-OS 2 126 188
ist es bekannt, durch Aufrollen von in Schuppenformation anfallenden Druckprodukten
zu einer Rolle, ein versandbereites Paket zu bilden, das sich von Hand transportieren
lässt und dem die einzelnen Druckprodukte vom Zentrum des Paketes her entnommen
werden können. Das Auseinanderfallen der Rolle wird durch ein, um diese herumgelegtes
Halteelement, eine Umhüllung oder Umreifung, verhindert.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
die die Herstellung von Druckproduktepaketen dieser Art erlaubt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruches 1 gelöst.
[0005] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Mittel zum Anlegen der Druckprodukte
an den Wickeldorn ein, um diesen mindestens während dem Aufwickeln der Druckprodukte
und des Halteelementes herumgeführtes, endloses, vorzugsweise umlaufend angetriebenes
Bandelement auf, wobei die zugeführten Druckprodukte zwischen den Wickeldorn und
das Bandelement eingeführt werden. Dies erlaubt, auf einfache Art und Weise ein kompaktes
Aufwickeln der Druckprodukte. Auf einen Antrieb für den Wickeldorn kann verzichtet
werden, wenn das Bandelement umlaufend angetrieben ist. Die aufzuwickelnden Druckprodukte
übertragen die Bewegung des Bandelementes auf den Wickeldorn.
[0006] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist unterhalb dem Wickeldorn ein,
aus dessen Bereich verschiebbarer Bandförderer angeordnet, auf dessen förderwirksamen
Trum der Wickeldorn bzw. die Rolle lose drehbar zur Auflage bringbar ist. Mit dem
Bandförderer können die Druckprodukte unterschlächtig zum Wickeldorn geführt und auf
diesen aufgewickelt werden, wobei sich die Lage des Wickeldorns gegenüber dem förderwirksamen
Trum des Bandförderers automatisch der Dicke der bereits aufgewickelten Druckprodukte
anpasst. Dadurch, dass der Bandförderer aus dem Bereich des Wickeldornes verschiebbar
ist, kann der Wickeldorn bzw. das auf ihn aufgewickelte Paket für das Ausstossen freigelegt
werden, ohne dass der Wickeldorn in seiner Höheneinstellung angetrieben sein muss.
[0007] Dadurch, dass das Bandelement am Bandförderer mindestens über einen, dem Wickeldorn
vorgelagerten Teilbereich zum förderwirksamen Trum parallel geführt ist, erfolgt ein
sauberes Einlaufen der Schuppenformation in den Förderspalt zwischen dem Bandelement
und dem Wickeldorn bzw. den bereits auf den Wickeldorn aufgewickelten Druckprodukten.
[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Wickeldorn an einem, um eine
Achse parallel zum Wickeldorn schwenkbar gelagerten Schwenkhebel drehbar angeordnet,
dessen untere Endlage durch ein Anschlagelement derart bestimmt ist, dass die Achse
des Wickeldorns oberhalb dem förderwirksamen Trum verläuft. Dadurch wird sichergestellt,
dass beim Verschieben des Bandförderers in dem Bereich des Wickeldorns dieser auf
den förderwirksamen Trum zur Auflage kommt. Des weiteren wird dadurch die Lage des
Paketes für das Abstossen ab dem Wickeldorn festgelegt.
[0009] Die Liefereinrichtung weist in bevorzugter Weise Mittel zum Abwickeln der Folie ab
der Vorratsrolle zum Abtrennen des Abschnittes sowie zum Zuführen desselben in die
Bewegungsbahn der Schuppenformation aus. Die Handhabung der Halteelemente wird dadurch
stark vereinfacht.
[0010] In bevorzugter Weise weist die Liefereinrichtung einen umlaufend antreibbaren Bandförderer
zum Zuführen der Folie in die Bewegungsbahn der Schuppenformation auf, an dessen
förderwirksamen Trum die von der Vorratsrolle abgewickelte Folie anliegt. Die Folie
kann gespannt und faltenlos zugeführt werden.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Mittel zum Abwickeln zwei
parallele, voneinander beabstandete, drehbar gelagerte Abwickelrollen zum drehbaren,
losen Abstützen der Vorratsrolle auf, von denen mindestens eine, vorzugsweise bremsend
antreibbar ist. Das Auswechseln der Vorratsrollen wird stark vereinfacht, indem die
neue Rolle lose auf die Abwickelrollen gelegt werden kann. Durch die Bremsung der
Abwickelrolle kann in der abgewickelten Folie eine Zugspannung aufgebaut werden,
was ein sattes Umwickeln der Rolle erlaubt und somit zu kompakten Paketen führt.
[0012] In bevorzugter Weise ist dem Bandförderer ein auf die Folie zur Einwirkung bringbares
Bremsorgan vorgeschaltet. Die Folie bleibt auch dann gespannt, wenn der Abwickelvorgang
beendet ist. Der Bandförderer kann stetig umlaufen, so dass die Folie, vom Bremsorgan
zurückgeholten, auf dem förderwirksamen Trum oder den förderwirksamen Trums reibend
gleitet und somit die innere Spannung beibehält.
[0013] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung sind in den weiteren abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0014] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1 in Seitenansicht bzw. im Schnitt entlang der Linie I-I in Fig. 2 eine Vorrichtung
zum Herstellen von rohrförmigen Druckproduktepaketen,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäss Fig. 1 in Vorderansicht in Richtung des Pfeiles A in
Fig. 1, wobei gewisse Bauteile weggelassen sind, und
Fig. 3 in Vorderansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 die vergrössert dargestellte
Schneidevorrichtung zum Trennen der Folie, wobei auch gewisse Bauteile weggelassen
sind.
[0015] Im folgenden wird nun anhand der Figuren 1 und 2 eine Vorrichtung zur Bildung von
Druckproduktepaketen mit einem um die Rolle aus Druckprodukten herumverlaufenden Halteelement
erläutert.
[0016] Die genannte Vorrichtung weist ein mit 10 bezeichnetes Gestell auf, in dem hintereinander
zwei Bandförderer 12 und 14 angeordnet sind. Der erste, nur teilweise dargestellte
Bandförderer 12 dient zum Zuführen der zu einer Rolle aufzuwickelnden, in Schuppenformation
S anfallenden Druckprodukte 16 zu einer Aufwickelstelle 18. Die Förderrichtung des
umlaufend angetriebenen Bandförderers 12 ist in Fig. 1 mit B bezeichnet. In der zugeführten
Schuppenformation S liegt jeweils jedes Druckprodukt 16 auf dem nachfolgenden Druckprodukt
auf. Dies bedeutet, dass die vorlaufenden Kanten 16a der Druckprodukte 16 in der zugeführten
Schuppenformation S auf deren Unterseite liegen. Der zweite Bandförderer 14 ist in
einem Schlitten 20 angeordnet, der mittels zweier Führungsstangen 22, in Fig. 1 ist
nur eine sichtbar, in einer am Gestell 10 angeordneten Führung 24 in Richtung des
Pfeiles C hin und her verschiebbar gelagert ist. An diesem Schlitten 20 greift der
eine Arm eines Winkelhebels 26 an, der um die Welle 26a verschwenkbar im Gestell 10
gelagert ist. Der andere Arm des Winkelhebels 26 ist an eine Zylinder-Kolbeneinheit
28 gekoppelt. Mittels dieser Zylinder-Kolbeneinheit 28 wird der Winkelhebel 26 in
die mit 26′ bezeichnete Stellung verschwenkt und dabei der Schlitten 20 in Richtung
des Pfeiles C verschoben, um den Bandförderer 14 aus der in Fig. 1 strichpunktiert
dargestellten Wirkstellung, in der sich dieser Bandförderer 14 an der Aufwickelstelle
18 befindet, in eine Freigabestellung zurückzuziehen, die in Fig. 1 mit ausgezogenen
Linien dargestellt und mit 14′ bezeichnet ist.
[0017] An der Aufwickelstelle 18 befindet sich weiter ein zylindrischer Wickeldorn 30,
der frei drehbar an einem Schwenkhebel 32 gelagert ist, welcher wiederum schwenkbar
auf einer Welle 34 sitzt. Der Schwenkhebel 32 und mit diesem der Wickeldorn 30 ist
in Richtung des Pfeiles D (Fig. 1) schwenkbar. In der Fig. 1 ist der Schwenkhebel
32 und der Wickeldorn 30 mit ausgezogenen Linien in ihrer unteren Schwenklage dargestellt,
während die obere Schwenklage des Schwenkhebels 32 und des Wickeldorns 30 strichpunktiert
und mit 32′ bzw. 30′ bezeichnet ist. In seiner unteren Schwenklage steht der Schwenkhebel
32 an einem Anschlag 36 an.
[0018] Zur Aufwickelvorrichtung gehört weiter ein endloser Riemen 38, der über eine Anzahl
von Umlenkrollen 40 - 52 geführt ist. Von letzteren sind die Umlenkrollen 40, 42,
44 und 48 im Gestell 10 ortsfest gelagert, die Umlenkrollen 49 und 50 sind im Schlitten
20 gelagert, während die Umlenkrollen 46 und 52 schwenkbar gelagert sind. Zu diesem
Zwecke ist die Umlenkrolle 46 am einen Ende eines Hebels 54 gelagert, der am andern
Ende schwenkbar und im Uhrzeigersinn vorgespannt auf einer Welle 56 sitzt, deren
Längsachse mit der Drehachse der Umlenkrolle 48 zusammenfällt. Der Hebel 54 und mit
diesem die Umlenkrolle 46 kann in Richtung des Pfeiles E (Fig. 1) hin und her schwenken.
Die eine Endlage vom Hebel 54 und Rolle 46 ist mit ausgezogenen Linien dargestellt,
während die andere Endstellung mit strichpunktierten Linien dargestellt und mit 54′
bzw. 46′ bezeichnet ist.
[0019] Die Umlenkrolle 52 ist am einen Ende eines zweiarmigen Hebels 58 gelagert, der um
eine am Gestell 10 angeordnete Welle 60 in Richtung des Pfeiles F (Fig. 1) schwenkbar
gelagert ist. Am anderen Hebelarm greift eine Zylinder-Kolbeneinheit 62 an, welche
den Hebel 58 samt der Umlenkrolle 52 in die mit ausgezogenen Linien dargestellte
obere Endlage 58′, 52′ verschwenkt. Die untere Endlage des Hebels 58 und der Umlenkrolle
52 ist strichpunktiert dargestellt. Die Umlenkrolle 40 ist von der Antriebseinheit
64 her im Uhrzeigersinn angetrieben, so dass der Riemen 38 in Richtung des Pfeiles
G (Fig. 1) umlaufend angetrieben wird. Ein Reibantrieb 66 treibt den Bandförderer
14 in der strichpunktiert dargestellten Wirkstellung in Richtung des Pfeiles H (Fig.
1) umlaufend an.
[0020] An der Aufwickelstelle 18 befindet sich ferner ein plattenförmiger Ausstosser 68,
der am einen Ende einer Stange 70 befestigt ist, die in einem Führungslager 72 in
Richtung des Pfeiles L (Fig. 2) verschiebbar geführt ist. Zum Verschieben des Ausstossers
68 greift an diesem eine Zylinder-Kolbeneinheit 74 an (Fig. 2). Die ganz ausgefahrene
Stellung des Ausstossers 68 ist strichpunktiert dargestellt und mit 68′ bezeichnet.
Der Zylinder-Kolbeneinheit 74 gegenüberliegend ist am Gestell 10 ein mittels einer
Stütze 76 zusätzlich abgestützter Auflagetisch 78 angeordnet. Auf ihn kommen die
fertigen ausge stossenen Druckproduktepakete 80 zur Auflage.
[0021] Der Aufwickelstelle 18 vorgelagert ( Fig. 1) mündet eine Liefereinrichtung 82 für
Halteelemente 84 in die Bewegungsbahn der Schuppenformation S. Das Halteelement 84
ist am fertigen Druckproduktepaket 80 in der Fig. 2 strichpunktiert angedeutet.
[0022] Am Gestell 10 sind zwei parallele voneinander beabstandete Abwickelrollen 86, 88
drehbar gelagert, wobei die Abwickelrolle 88 mittels einer Kette 90 mit einer Walze
92 wirkverbunden ist. Auf den Abwickelrollen 86, 88 ist eine Vorratsrolle 94 aufgelegt,
deren Folie 94′ um, am Gestell 10 ortsfest und drehbar gelagerte Umlenkrollen 96,
98 und 100 zur Walze 92 und einem dieser nachgeschalteten weiteren Bandförderer 102
geführt ist. Die Folie 94′ ist in der Vorratsrolle 94 auf einem Wickelkern 104 aufgewickelt,
der im ganz abgewickelten Zustand auf die beiden Abwickelrollen 86, 88 zu liegen kommt,
wie dies strichpunktiert dargestellt ist. Zwischen den beiden Umlenkrollen 98 und
100 wirkt auf die Folie 94′ ein Gewichtshebel 106 ein. Er ist an einem Wellenzapfen
108 schwenkbar gelagert, und an seinem freien Ende ist eine Rolle 110 drehbar angeordnet.
Die Rolle 110 stützt sich auf der schräg nach oben verlaufenden Folie 94′ ab und spannt
diese infolge des Gewichtes des Gewichtshebels 106.
[0023] Die Walze 92 ist an einer Welle 114 gelagert und mit einer Seite einer Magnetkupplung
115 gekoppelt. Die Walze 92 ist mit der Kette 90 wirkverbunden, während eine weitere
Kette 116, welche mit dem Bandförderer 102 wirkverbunden ist, mittels der Magnetkupplung
115 mit der Walze 92 in Wirkverbindung bringbar ist. Ebenfalls am Gestell 10 ist ein
Bremsaggregat 118 abgestützt, dessen Bremskopf 120 auf die Walze 92 bremsend zur
Einwirkung gebracht werden kann. Auf die Aussenseite der um die Walze 92 geführten
Folie 94′ wirkt eine weitere Walze 122 ein. Sie ist an einem schwenkbaren und gegen
die Folie 94′ vorgespannten Rahmen 124 gelagert, und sie kann sich infolge eines darin
angeordneten Freilaufes nur in Vorschubrichtung K der Folie 94′ umdrehen, während
eine entgegengesetzte Drehung vom Freilauf unterbunden wird.
[0024] Der Bandförderer 102 weist ein um zwei ortsfeste Rollen 126 und 128 geführtes endloses
Band 130 auf, an dessen förderwirksamen Trum die Folie 94′ anliegt. Selbstverständlich
können auch mehrere, parallel zueinander verlaufende Bänder anstelle des einen Bandes
130 vorhanden sein. Mittels einer weiteren Kette 132 ist die Rolle 126 mit einer ebenfalls
am Gestell 10 ortfest drehbar gelagerten Förderwalze 134 wirkverbunden. Die Förderwalze
134 liegt am Reibantrieb 66 an, wodurch dieser mitgedreht wird. Die Förderwalze 134
wird mittels einer Antriebskette 136 von der Antriebseinheit 64 angetrieben.
[0025] Ebenfalls am Gestell 10 ist eine Schneideeinrichtung 138 schwenkbar gelagert, welche
mittels einem weiteren Zylinder-Kolbenaggregat 140 von einer, mit ausgezogenen Linien
dargestellten Ruhestellung in eine strichpunktiert dargestellte Schneidestellung
verschwenkbar ist. Mit Hilfe der Figuren 1 und 3 wird die Schneideeinrichtung 138
näher beschrieben. An ortsfesten Schwenkbolzen 142 ist ein Hebelarm 144 schwenkbar
gelagert, an dessen freiem Ende das Zylinder-Kolbenaggregat 140 angreift. Im Mittelbereich
des Hebelarmes 144 ist an diesem ein parallel zu der Achse der Schwenkbolzen 142
verlaufender Ausleger 146 befestigt, an dessen Enden je eine Blattfeder 148 angeordnet
ist. An den freien Enden der Blattfedern 148 sind Isolierkörper 150 vorgesehen, an
welchen Haltestifte 152 befestigt sind. Zwischen den Haltestiften 152 ist ein Heizdraht
154 gespannt, welcher beiderends um die Haltestifte 152 gewickelt ist. Die Anschlussdrähte
für die Stromzufuhr für das Aufheizen des Heizdrahtes 154 sind mit 156 bezeichnet.
Auch in Fig. 3 ist die Ruhestellung der Schneideeinrichtung 138 mit ausgezogenen Linien
dargestellt, wobei der Heizdraht 154 infolge der Wärme sich ausgedehnt hat. Beim Abkalten
zieht er sich zusammen, so dass sich die Enden der Blattfedern 148 einander nähern,
was mit strichpunktierten Linien, welche mit 148′ bezeichnet sind, dargestellt ist
(Fig. 3). In der Ruhestellung befindet sich der Heizdraht 154 im Bereich der Förderwalze
134 und wird beim Verschwenken in die Schneidestellung, strichpunktiert dargestellt,
durch die Folie 94′ zwischen dem Bandförderer 102 und der Förderwalze 134 hindurchgeführt.
Dadurch wird der der Aufwickelstelle 18 zugeführte Folienabschnitt von der Folie
94′ abgetrennt. Dieser abgetrennte Folienabschnitt dient als Halteelement 84. Sobald
die Folie 94′ durchtrennt ist, schwenkt die Schneideeinrichtung 138 wieder in die
Ruhestellung zurück.
[0026] Mit Hilfe der Figuren wird nun die Funktionsweise der Vorrichtung zum Herstellen
von tragbaren, rohrförmigen Druckproduktepaketen 80 aus zu einer Rolle aufgewickelten,
in Schuppenformation S zugeführten Druckprodukten 16 und einem um die Rolle herum
verlaufenden Halteelement 84 zum Zusammenhalten der Rolle beschrieben. Zu diesem
Zweck wird vorerst die Funktionsweise der Liefereinrichtung 82 für das Halteelement
84 angegeben. Die Förderwalze 134 sowie die Rolle 126 des Bandförderers 102 werden
im Uhrzeigersinn angetrieben, so dass sich der förderwirksame Trum des Bandes 130
in Pfeilrichtung K bewegt. Wenn kein als Halteelement 84 dienender Folienabschnitt
der Aufwickelstelle 18 zugeführt werden soll, so ist die Magnetkupplung 115 gelöst
und die Walze 92 wird infolge des ausgefahrenen Bremskopfes 120 des Bremsaggregates
118 am Drehen gehindert. Da die Folie 94′ gegen die Walze 92 durch die gegen diese
vorgespannten weitere Walze 122 geklemmt ist, kann sich die Folie 94′ nicht in Pfeilrichtung
K vorschieben. Der von der Walze 92 bis in den Bereich des Heizdrahtes 154 reichende
Endabschnitt der Folie 94′ liegt somit gleitend am förderwirksamen Trum des Bandförderers
102 an. Da auch die Kette 90 infolge der gelösten Magnetkupplung 115 von der Kette
116 entkoppelt ist, kann sich die Vorratsrolle 94 nicht drehen, und infolge des Gewichtshebels
106 ist die Folie zwischen der Vorratsrolle 94 und der Walze 92 gestreckt. Sobald
ein Folienabschnitt der Aufwickelstelle 18 zugeführt werden muss (dies ist weiter
unten näher beschrieben) wird der Bremskopf 120 mittels dem Bremsaggregat 118 von
der Walze 92 abgehoben und die Magnetkupplung 115 aktiviert. Dabei verhindert der
Freilauf der Walze 122 ein Zurücklaufen der Folie 94′ entgegen der Pfeilrichtung K.
Dadurch beginnt sich die Walze 92 im Uhrzeigersinn zu drehen, so dass das freie Ende
der Folie 94′ in Pfeilrichtung K und H der Aufwickelstelle 18 zugeführt wird. Da nun
die Umfangsgeschwindigkeit der Abwickelrolle 88 kleiner ist als die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze 92, ist auch die Abwickelgeschwindigkeit ab der Vorratsrolle 94 geringer
als die Geschwindigkeit mit der die Folie 94′ von der Walze 92 dem Bandförderer 102
zugefördert wird. Dies hat eine geringe Verlängerung des Folienabschnittes zwischen
der Vorratsrolle 94 und der Walze 92 zur Folge. Diese Verlängerung kann mit Hilfe
des Bandförderers 102 und der Förderrolle 134 bis zur Aufwickelstelle 118 beibehalten
werden. Die Folie 94′ ist ein elastischer Kunststoff, der auf diese Verlängerung
mit einer Zugkraft reagiert, welche der von ihr umwickelten Rolle aus Druckprodukten
16 einen guten Halt vermittelt. Sobald ein genügend grosser Abschnitt der Folie 94′
der Aufwickelstelle 18 zugeführt ist, wird die Magnetkupplung 115 gelöst, und der
Freilauf der Walze 122 verhindert eine Bewegung der Folie 94′ entgegen der Pfeilrichtung
K. Die Walze 92 wird mittels dem Bremsaggregat 118 gebremst, wodurch auch die Vorratsrolle
94 zum Stillstand kommt. Der Bandförderer 102 bewegt sich weiter, so dass die Verlängerung
des an ihm anliegenden Teils der Folie 94′ beibehalten bleibt. Die Folie 94′ wird
mittels dem erhitzten Heizdraht 154 von der Aufwickelstelle 18 zugeführten Abschnitt
abgetrennt. Die Schneideeinrichtung 138 schwenkt wieder in die Ruhestellung zurück.
[0027] Zu Beginn des Aufwickelvorganges befindet sich der Schwenkhebel 32 mit dem Wickeldorn
30 in der unteren, mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage, während die Umlenkrolle
52 die strichpunktiert dargestellte und die Umlenkrolle 46 die mit ausgezogenen Linien
dargestellte Endlage einnimmt. Der Riemen 38 läuft nun von der Umlenkrolle 40 über
die Umlenkrollen 42 und 44 zur Umlenkrolle 46, von dieser wiederum über die Umlenkrolle
44 zur Umlenkrolle 48. Von dieser Umlenkrolle 48 verläuft der Riemen 38 um die Umlenkrolle
49 und entlang des unten liegenden Trumes des Bandförderers 14 bis zur Umlenkrolle
50 und anschliessend parallel zum oberen Trum zum Wickeldorn 30, der vom Riemen 38
entlang eines Teiles seines Umfanges umschlungen wird, und dann über die Umlenkrolle
52 laufend zur Umlenkrolle 40. Der Riemen 38 ist teilweise strichpunktiert dargestellt.
[0028] Die durch den Bandförderer 12 zugeführte Schuppenformation S gelangt über die Rolle
128 des Bandförderers 102 und die Förderwalze 134 auf dem zweiten Bandförderer 14
und dem Riemen 38 aufliegend zum Wickeldorn 30, der durch den Riemen 38 im Gegenuhrzeigersinn
angetrieben wird. Die zugeführte Schuppenformation S wird zwischen Wickeldorn 30 und
dem Riemen 38 liegend auf den Wickeldorn 30 aufgewickelt. Mit zunehmendem Radius
der sich bildenden Druckprodukterolle, welche auf dem Bandförderer 14 aufliegt, wird
der Wickeldorn 30 angehoben und um die durch die Welle 34 festgelegte Schwenkachse
in Richtung des Pfeiles D nach aufwärts verschwenkt, wie dies in Fig. 1 strichpunktiert
dargestellt ist. Zum Ausgleichen der Länge des endlosen Riemens 38 schwenkt der Hebel
54 mit der Umlenkrolle 46 im Gegenuhrzeigersinn von der mit 54 bzw. 46 bezeichneten
Stellung in Richtung des Pfeiles E gegen die mit 54′ bzw. 46′ bezeichnete Endstellung.
Sobald sich die letzten aufzuwickelnden Druckprodukte 16 der Schuppenformation S
der Aufwickelstelle 18 nähern, wird, wie dies weiter oben beschrieben ist, das freie
Ende der Folie 94′ zusammen mit diesen Druckprodukten 16 der Aufwickelstelle 18 zugeführt.
Da die Druckprodukte 16 auf die Folie 94′ zu liegen kommen, umhüllt der der Schuppenstrom
S nachlaufende Teil des Folienabschnittes nach dem Aufwickeln, die am Wickeldorn
30 gebildete Rolle aus Druckprodukten 16. Sobald ein genügend langer Folienabschnitt
der Aufwickelstelle 18 zugeführt wurde, wird die Folie 94′ durchtrennt. Nach Fertigstellung
des Druckproduktepaketes 80 wird der zweiarmige Hebel 58 mittels der Zylinder-Kolbeneinheit
62 in die mit 58′ bezeichnete Stellung zurückgeschwenkt, und gleichzeitig zieht die
Zylinder-Kolbeneinheit 28 den Schlitten 20 von der strichpunktiert dargestellten Stellung
in die mit ausgezogenen Linien gezeigte Stellung zurück. Dadurch rollt das Druckproduktepaket
80 vom Bandförderer 14 ab und schwenkt von der strichpunktiert dargestellten Stellung
in Pfeilrichtung D in die mit ausgezogenen Linien und vom Anschlag 36 definierte untere
Endlage. Der Wickeldorn 30 schwenkt dabei zurück in den Wirkbereich des Ausstossers
68, welcher durch Aktivierung der Zylinder-Kolbeneinheit 74 das fertige Druckproduktepaket
80 vom Wickeldorn abstösst und zum Auflagetisch 78 fördert und unverzüglich wieder
in die Ausgangsposition zurückgezogen wird. Durch erneutes Vorschieben des Schlittens
20 in die strichpunktiert dargestellte Lage sowie des zweiarmigen Hebels 58 in die
ebenfalls gestrichelt angedeutete Lage 58 ist die Vorrichtung für die Herstellung
eines weiteren Druckproduktepaketes 80 bereit.
[0029] Die lose Abstützung der Vorratsrolle 94 auf den beiden Abwickelrollen 86 und 88 vereinfacht
das Einführen einer neuen Vorratsrolle 94 in erheblichem Masse. Sie kann einfach auf
die Abwickelrollen 86, 88 aufgelegt und das freie Folienende um die Rollen 96, 98,
110 und 100 zu den Walzen 92, 122 und Bandförderer 102 eingefädelt werden. Zu diesem
Zweck wird die Magnetkupplung 115 sowie das Bremsaggregat 118 gelöst, wodurch die
Abwickelrolle 88 und somit auch die Vorratsrolle 94, die Walze 92 und die Walze 122
in Abwickelrichtung frei drehbar sind.
[0030] Es ist auch einzusehen, dass die Vorratsrolle 94 mit andern Mitteln als mit der
Kette 90 und der Abwickelrolle 88 gebremst werden kann, z.B. durch eine auf die Umfangsfläche
der Vorratsrolle einwirkenden Bremse.
[0031] Ebenfalls ist es möglich, dass von der Vorratsrolle 94 Folienabschnitte abgetrennt
werden, bevor sie der Bewegungsbahn der Schuppenformation S und somit der Aufwickelstelle
18 zugeführt werden.
[0032] Das Halteelement ist vorzugsweise eine durchsichtige Kunststoffolie 94′ mit selbsthaftenden
Eigenschaften.
1. Vorrichtung zum Herstellen von tragbaren, rohrförmigen Paketen aus zu einer Rolle
aufgewickelten, in Schuppenformation zugeführten Druckprodukten, wie Zeitungen, Zeitschriften
und dergleichen, und einem um die Rolle herum verlaufenden Halteelement zum Zusammenhalten
der Rolle, dadurch gekennzeichnet, dass einem drehbar gelagerten Wickeldorn (30) eine,
die Bewegungsbahn der Schuppenformation (S) festlegende Zuführung (12, 14) vorgeschaltet
ist, dass Mittel (38) zum Anlegen der Druckprodukte (16) an den Wickeldorn (30) oder
die bereits darauf aufgewickelten Druckprodukte (16) vorgesehen sind, welche auf
die dem Wickeldorn (30) abgekehrte Seite von Druckprodukten (16) antreibend einwirken,
dass eine Liefereinrichtung (82) für das Halteelement (84) in die Bewegungsbahn der
Schuppenformation (S) auf jener Seite einmündet, auf welche die Mittel (38) zum Anlegen
der Druckprodukte (16) an den Wickeldorn (30) zur Einwirkung kommen, und ein Abstreiforgan
(68) für die fertigen Pakete (80) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Anlegen
der Druckprodukte (16) an den Wickeldorn (30) ein um diesen mindestens während dem
Aufwickeln der Druckprodukte (16) und des Halteelementes (84) herumgeführtes, endloses,
vorzugsweise umlaufend angetriebenes Bandelement (38) aufweisen, wobei die zugeführten
Druckprodukte (16) zwischen den Wickeldorn (30) und das Bandelement (38) eingeführt
werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen unterhalb dem Wickeldorn
(30) aus dessen Bereich verschiebbar angeordneter Bandförderer (14) auf dessen förderwirksamen
Trum der Wickeldorn (30) bzw. die Rolle (80) lose drehbar zur Auflage bringbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandelement (38)
am Bandförderer (14) mindestens über einen dem Wickeldorn (30) vorgelagerten Teilbereich
zum förderwirksamen Trum parallel geführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch ein, eine Vorratsschlaufe
für das Bandelement (38) bildendes Spannorgan (54, 46).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Wickeldorn (30) an einem um eine Achse (34) parallel zum Wickeldorn (30) schwenkbar
gelagerten Schwenkhebel (32) drehbar angeordnet ist, dessen untere Endlage durch ein
Anschlagelement (36) derart bestimmt ist, dass die Achse des Wickeldorns (30) oberhalb
dem förderwirksamen Trum des Bandförderers (14) verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein, den Wickeldorn
(30) in dessen unteren Endlage teilweise umgreifender Ausstosser (68) des ortsfest
angeordneten Abstreiforganes (68, 70, 74) in Längsrichtung des Wickeldorns (30) verschiebbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Halteelement (84) ein Abschnitt einer ab einer Vorratsrolle (94) abgewickelten Folie
(94′) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Liefereinrichtung
(82) Mittel zum Abwickeln der Folie (94′) ab der Vorratsrolle (94), zum Abtrennen
des Abschnittes (84) sowie zum Zuführen desselben in die Bewegungsbahn der Schuppenformation
(S) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Liefereinrichtung
(82) einen umlaufend antreibbaren Bandförderer (102) zum Zuführen der Folie (94′)
in die Bewegungsbahn aufweist, an dessen förderwirksamen Trum die von der Vorratsrolle
(94) abgewickelte Folie (94′) anliegt.
11. Vorrichung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Abwickeln
zwei parallele, voneinander beabstandete, drehbar gelagerte Abwickelrollen (86, 88)
zum drehbaren, losen Abstützen der Vorratsrolle (94) aufweisen, von denen mindestens
eine (88), vorzugsweise bremsend, antreibbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die antreibbare Abwickelrolle
(88) bzw. die antreibbaren Abwickelrollen (86, 88) antriebsmässig mit dem Bandförderer
(102) kuppelbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bandförderer
(102) ein auf die Folie (94′) zur Einwirkung bringbares Bremsorgan (92, 118, 120,
122) vorgeschaltet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsorgan (92,
118, 120, 122) ein auf beide Seiten der Folie (94′) einwirkendes Walzenpaar (92, 122)
aufweist, dessen erste Walze (92) vorzugsweise mit dem Förderer (102) antreibend koppelbar
ist, und die zweite Walze (122) mit einem in Vorschubrichtung (K) der Folie (94′)
wirkenden Freilauf ausgestattet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch ein an die erste Walze (92)
zur Bremseinwirkung bringbares Bremsaggregat (118, 120).
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem Bremsorgan (92, 118, 120, 122) und den Abwickelrollen (86, 88) ein die Folie (94′)
spannendes Spannelement (106, 108, 110) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Abtrennen
( 154) des Abschnittes dem Bandförderer (102) nachgeschaltet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel einen
in die Bewegungsbahn der Folie (94′) schwenkbaren, an einem Rahmen (146, 148) gespannt
aufgehängten Heizdraht (154) aufweisen.