[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dekontamination von Oberflächen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der WO 84/03170 bekannt. Dieses Dokument bezieht
sich bei seiner oxidierenden Phase auf den Zusatz von Ozon und erreicht damit offenbar
eine niednge Behandlungstemperatur. Ein solches Verfahren hat jedoch den Nachteil,
daß die Steuerung eines Prozesses mit einer gashaltigen Flüssigkeit als Reagens schwierig
ist und das Ozon nicht einfach zu handhaben und außerdem giftig ist und überdies zu
Explosionen führen kann.
[0003] Ferner ist aus der EP 0071336 A1 ein Verfahren zum chemischen Entfernen von Ablagerungen
bekannt, bei dem unter dem Einsatz von Permanganatsalz in drei Schritten die Dekontamination
erreicht wird. Der dort eingeschlagene Weg vermeidet offenbar den Einsatz von Chromsäure.
[0004] Auch nach der EP 0160831 A3 wird für den ersten Schritt nur Permangansäure verwendet.
So daß offenbar eine Behandlungstemperatur von 100° C erforderlich ist. Dabei wird
das Lösungsmittel unmittelbar in das Primärkühlmittel gegeben.
[0005] Weitere bekannte Verfahren sind in den zwei nachfolgenden Publikationen aufgeführt.
(1) "Decontamination of Nuclear Facilities to Permit Operation, Inspection, Maintenance.
Modification or Plant Decommissioning", Technical Reports Series No. 249, International
Atomic Energy Agency, Vienna 1985;
(2) Morell W., Bertold H.O., Opershall H., Fröhlich K.: "Dekontamination - Stand der
Technik und aktuelle Entwicklungsziele, VGB Kraftwerkstechnik 66 (1986) 579-588.
[0006] So umfassen alle bekannten Verfahren zur Dekontamination der Oberflächen von Bestandteilen
von Druckwasserreaktoren zwei oder mehr Behandlungsschritte, wobei in einem erstenSchritt
das unlösliche Cr-III-Oxid in einer oxidierenden Phase zu löslichem 6-wertigem Chrom
umgewandelt und dabei die ganze Oxidschicht aufgelockert wird. In einem zweiten Behandlungsschritt
wird dann, meistens nach einer Zwischenspülung, die gelockerte Oxidschicht in einer
sauren, reuzierenden und komplexbildenden Lösung aufgelöst und entfernt.
[0007] Für den ersten, d h. den oxidativen Behandlungsschritt sind eine Reihe von Verfahren
gebräuchlich, so z. B. die sogenannten "AP"-Verfahren, die in einer Behandlung mit
alkalischer Permanganatlösung bestehen, oder die "NP"-Verfahren, bei denen salpetersaure
Lösungen zur Oxidation verwendet werden. Weitere bekannte Verfahren sehen die Verwendung
von Permangansäure, Wasserstoffperoxid, Cer-IV-Salzen oder anderen Oxidationsmitteln
vor.
[0008] Den meisten bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß sie bei verhältnismäßig hohen
Temperaturen, meistens zwischen 350 und 400 K, eingesetzt werden müssen. Dies ist
mit verschiedenen schwerwiegenden Nachteilen verbunden, wie die Notwendigkeit von
verhältnismäßig kostspieligen und umständlichen Hilfseinrichtungen, Erhöhung der Korrosivität
und Druckaufbau durch Wasserdampf bei Behandlungstemperaturen über 370 K.
[0009] Ein weiterer schwerwiegender Nachteil aller erwähnten Verfahren ist der Einsatz von
Chemikalien, welche Elemente enthalten, die weder in den Werkstoffen der zu dekontaminiernden
Bauteile noch im Kühlmittel vorkommen. Da komplizierte Bauteile oder ganze Kühlkreisläufe
von Kernreaktoren nur sehr schwer und mit erheblichem Aufwand vollständig gespült
und somit nach der Dekontamination von allen Resten der eingebrachten Chemikalien
gereinigt werden können, ist es in der Praxis nicht vermeidbar, daß Rückstände solcher
Chemikalien in den Kreisläufen verbleiben und unter Umständen den weiteren Betrieb
der Kernreaktoren nachhaltig stören, sei dies durch Ablagerungen, lokale Korrosion
oder durch Aktivierung.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein die geschilderten Nachteile
bekannter Verfahren vermeidendes Dekontaminatinsverfahren zu schaffen. das bei tieferen
Temperaturen, sogar bei der üblichen Raumtemperatur, wirksam ist und mit verhältnismäßig
harmlosen Chemikalien auskommt, deren Elemente nicht "reaktorfremd" sind. sondern
auch im Kühlmittel und in den Werkstoffen der Kühlkreislauf-Bestandteile üblicherweise
enthalten sind.
[0011] Diese Aufgabe ist durch das Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0012] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält die im ersten Behandlungsschritt eingesetzte
Dekontaminationslösung Chromsäure (Chrom-VI-Oxid) und Permangansäure. Sowohl Chrom
als auch Mangan sind in allen im Reaktorbau üblicherweise verwendeten Stählen als
Begleit- oder Legierungselemente vorhanden. Diese Chemikalien sind nicht nur preisgünstig,
sondern in den eingesetzten Konzentrationen auch verhältnismäßig ungiftig und ieicht
zu handhaben. Um die Volumina der als flüssige radioaktive Abfälle zu betrachtenden
verbrauchten Dekontaminationsmittel möglichst gering zu halten und den Einsatz gefährlicher
Stoffe weiter zu minimieren, werden der im ersten Behandlungsschritt eingesetzten
Dekontaminationslösung nachher weitere Substanzen zugesetzt, welche die Lösung für
den Einsatz im zweiten Behandlungsschritt geeignet machen. Als solche weitere Substanzen
kommen Reduktionsmittel, wie Oxalsäure, Askorbinsäure, Ameisensäure u.s.w. in Betracht.
Die Reduktionsmittel bewirken, daß die Chromsäure, sowie die Permangansäure und deren
Zersetzungsprodukte, also auch der Braunstein, in lösliche Chrom-III bzw. Mangan-II-Salze
umgewandelt werden.
[0013] Die Permangansäure kann vorzugsweise hergestellt werden, indem eine wässrige Lösung
eines Alkali- oder Erdalkalipermanganats über einen Kationenaustauscher geleitet und
so die freie Säure gebildet wird, die nach Zugabe von Chromsäure als Dekontaminationsmittel
eingesetzt wird. Es sind auch Lösungen von Chromsäure und Salzen der Permangansäure
als Dekontaminationsmittel geeignet; dabei werden allerdings durch das zusätzlich
eingeführte Kation mit den radioaktiven Abfällen etwas höhere Salzfrachten anfallen.
Charakterisierend für die Wirksamkeit des Dekontaminationsmittels sind der pH-Wert
und das Redoxpotential der Lösung. Daher kann mittels dieser leicht erfaßbaren Meßgrößen
der erste Behandlungsschritt überwacht und gesteuert werden.
[0014] Durch Reaktion der Permangansäure mit Bestandteilen der kontaminierten Oxidschichten
und durch spontane Zersetzung der Permangansäure entsteht selbst bei üblichen Raumtemperaturen
unlösliches Mangandioxid ("Braunstein"), das sich auf den Oberflächen niederschlägt.
Die Verfärbung zeigt visuell überprüfbar die Wirksamkeit der Dekontaminationslösung
an. Wegen der Anwesenheit von Chromsäure in der Dekontaminationslösung bilden sich
keine fest haftenden Schichten, die sich anschließend nur schwer entfernen lassen
würden. Durch den oxidativen ersten Behandlungsschritt lassen sich die Oberflächen
der Kühlkreislauf-Bestandteile noch nicht vollständig von radioaktiven Stoffen befreien,
weshalb zusätzlich ein zweiter Behandlungsschritt zur Entfernung der durch die oxidative
Behandlung modifizierten Oberflächenschichten nötig ist. Der Erfolg des zweiten Behandlungsschrittes
ist ebenfalls visuell überprüfbar, da die bräunlich-rot-violett gefärbten Oberflächenschichten
von den dekontaminierten Oberflächen verschwinden.
[0015] Die Wirkung der im ersten Behandlungsschritt eingesetzten Dekontaminationslösung
läßt sich durch Umpumpen, Rühren oder durch Anwendung von Ultraschall beträchtlich
erhöhen. Durch die gleichen Maßnahmen kann auch die chemische Entfernung der modifizierten
Oberflächenschichten im zweiten Behandlungsschritt beschleunigt werden.
[0016] Es hat sich gezeigt, daß die im ersten Behandlungsschritt modifizierten Oberflächenschichten
zum Beispiel von Kohlenstoffstählen, nicht rostenden Chromstählen, Nickellegierungen
und anderen im Reaktorbau gebräuchlichen Werkstoffen allein durch mechanische und
oder hydraulische Einwirkung, zum Beispiel mitteis eines Hochdruckwasserstrahls, abgetragen
werden können, um eine einwandfreie Dekontamination zu erzielen.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausbildung wird an den zweiten Behandlungsschritt anschließend
die Lösung im Kreislauf über einen Ionenaustauscher geleitet und dabei die behandelte
Oberfläche gespült.
[0018] Mit dieser Maßnahme entfällt ein zusätzliches Spülmedium.
[0019] Die Wirksamkeit des beschriebenen, erfindungsgemässen Verfahrens wurde an umfangreichem
Probenmaterial aus dem Primärteil schweizerischer und ausländischer Druckwasserreaktoren
getestet. Es standen vor allem radioaktiv kontaminierte Proben aus folgenden Werkstoffen
zur Verfügung:
a) Platten aus ferritischem Chromstahl (Werkstoff Nr. 1.4001 nach DIN) aus der Dichtung
des Mannlochdeckels von Dampferzeugern;
b) Platten und Rohre aus austenitischen rostfreien Stählen;
c) Dampferzeugerrohre aus Eisen-Nickel-Chrom-Legierungen der Handelsbezeichnung INCOLOY
800 und aus Nickei-Chrom-Eisen-Legierungen der Handelsbezeichnung INCONEL 600. (INCOLOY
und INCONEL sind eingetragene Warenzeichen der Firma International Nickel Company.)
[0020] Diese Proben a), b) und c) waren hauptsächlich durch das Kobaltisotop Co-60 kontaminiert.
Beispiel 1:
[0021] Die Proben a) aus ferritischem Chromstahl wurden bei Raumtemperatur (290 bis 295
K) während 16 Stunden mit einer Lösung von je 0,05 mol Chrom- und Permangansäure behandelt.
Nach einer Zwischenspülung wurde ein Dekontaminationsfaktor (Verhältnis von gemessener
Aktivität vor und nach der Behandlung) von 2 ermittelt. Eine weitere Behandlung bei
Raumtemperatur in einer wässrigen 0,1 mol Lösung von Oxalsäure unter Einwirkung von
Ultraschall führte nach 15 Minuten zu einem Dekontaminationsfaktor von etwa 20 und
nach 6 Stunden zu einem Dekontaminationsfaktor von über 100. Nach der Behandlung waren
die dekontaminierten Oberflächen der Proben metallisch blank und weder makroskopisch
noch mikroskopisch erkennbar angegriffen.
Beispiel 2:
[0022] Proben c) aus Nickel-Chrom-Eisen-Legierungen der Handelsbezeichnung INCONEL 600 wurden
bei Raumtemperatur während 16 Stunden mit einer Lösung von 0,1 mol Chromsäure und
0,004 mol Kaliumpermanganat behandelt. Nach einer Zwischenspülung wurde ein Dekontaminationsfaktor
von lediglich 1,2 festgestellt. Nach einer weiteren Behandlung bei Raumtemperatur
mit einer wässrigen Lösung von 0,1 mol Oxalsäure während 6 Stunden mit Ultraschalleinwirkung
wurde ein Dekontaminationsfaktor von 12 ermittelt.
Beispiel 3:
[0023] Proben a) aus ferritischem Chromstahl, Proben b) aus austenitischen rostfreien Stählen
sowie Proben c) aus INCOLOY 800 und aus INCONEL 600 wurden je während 16 Stunden bei
Raumtemperatur in wässrigen Lösungen mit 0,01 bis 0,1 mol Chromsäure und 0,001 bis
0,05 mol Permangansäure behandelt, wobei das Verhältnis Chromsäure zu Permangansäure
zwischen 1:10 und 25:1 lag. Anschliessend wurden die Proben je während 6 Stunden bei
Raumtemperatur in einer wässrigen Lösung mit 0,1 mol Oxalsäure unter Ultraschalleinwirkung
weiter behandelt. Schliesslich wurden an allen Proben, abhängig von der oxidativen
Behandlung und vom Probenmaterial, Dekontaminationsfaktoren zwischen 10 und 1000 gemessen.
Beispiel 4:
[0024] Proben a) aus ferritischem Chromstahl und Proben c) aus INCONEL 600 wurden je während
16 Stunden bei Raumtemperatur in einer Lösung mit 0,1 mol Chromsäure und 0,05 mol
Permangansäure behandelt. Nach einer anschliessenden Behandlung mit einem Wasserstrahl
von 2,4 kbar (240 Pa) Druck bei einer Behandlungsgeschwindigkeit von 3.6 m
2/Stunde wurden an den Proben a) aus ferritischem Chromstahl Dekontaminationsfaktoren
von etwa 30 und an den Proben c) aus INCONEL 600 Dekontaminationsfaktoren von über
100 gemessen. Umfangreiche Nachuntersuchungen zeigten, dass durch diese Behandlungen
die Oberflächen der Grundwerkstoffe nicht angegriffen wurden.
Beispiel 5:
[0025] Proben c) aus INCONEL 600 wurden während 16 Stunden bei Raumtemperatur mit einer
Lösung von 0,05 mol Chromsäure und 0,002 mol Permangansäure besprüht. Nach einer anschliessenden
weiteren Behandlung mit einem Wasserstrahl, wie im Beispiel 4, wurden Dekontaminationsfaktoren
zwischen 20 und 80 ermittelt.
Beispiel 6:
[0026] Aus einer wässrigen Lösung von 0,4 mol Chromsäure und 0,1 mol Permangansäure wurde
durch Zugabe eines Verdickungsmittels, das unter der Handelsbezeichnung AEROSIL (eingetragenes
Warenzeichen der Firma Degussa) auf dem Markt erhältlich ist, eine Paste hergestellt.
Die kontaminierten Oberflächen von Proben a) aus ferritischem Chromstahl wurden mit
dieser Paste bestrichen. Nach einer Einwirkungszeit von 16 Stunden wurden die Proben
mit einem Wasserstrahl, wie im Beispiel 4, behandelt. Es resultierten Dekontaminationsfaktoren
zwischen 5 und 15.
[0027] Die beispielsweise beschriebenen Versuche und weitere umfangreiche Untersuchungen
zeigten, dass die im Reaktorbau üblicherweise für die Kühlkreisläufe verwendeten Werkstoffe
durch die Behandlungen nach dem erfindungsgemässen Verfahren nicht geschädigt werden,
gleichgültig ob die so dekontaminierten Bauteile gealterte, wärmebehandelt, geschweisst
oder verformt sind.
1. Verfahren zur Dekontamination von Oberflächen, insbesondere an Bestandteilen von Kühlkreisläufen
von Kernreaktoren, wobei in einem ersten Behandlungsschritt zur Auflockerung der radioaktiv
kontaminierten Oberflächenschichten ein Oxidationsmittel aufgebracht wird und in einem
zweiten Behandlungsschritt die aufgelockerten Oberflächenschichten mit Hilfe eines
dem Oxidationsmittel zugesetzten Reduktionsmittels entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidationsmittel eine Chromsäure und Permangansäure oder deren Salze enthaltende
Dekontaminationslösung verwendet wird, wobei die Dekontaminationslösung kein Ozon
enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder zweite Behandlungsschritt
unter Ultraschalleinwirkung durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im zweiten Behandlungsschritt
die Oberflächenschicht mechanisch oder hydraulisch abgetragen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Reduktionsmitteln
versetzten Dekontaminationslösung organische Säuren und/oder Komplexbildner zugesetzt
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den zweiten
Behandlungsschritt anschließend die Dekontaminationslösung im Kreislauf über einen
lonaustauscher geleitet wird und dabei die behandelnden Oberflächen gespült werden.
1. Method of decontaminating surfaces, in particular on components of coolant circuits
in nuclear reactors, an oxidising agent being applied in a first treatment step to
loosen the surface layers which are radioactively contaminated, and the loosened surface
layers being removed in a second treatment step with the aid of a reducing agent added
to the oxidising agent, characterised in that a decontamination solution containing
chromic acid and permanganic acid or salts thereof is used as the oxidising agent,
the decontamination solution not containing any ozone.
2. Method according to Claim 1, characterised in that the first and/or second treatment
step is carried out under the effects of ultrasound.
3. Method according to Claim 1, characterised in that the surface layers are removed
mechanically or hydraulically in the second treatment step.
4. Method according to Claim 1, characterised in that organic acids and/or complexing
agents are added to the decontamination solution to which the reducing agents have
been added.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterised in that, after the second
treatment step, the decontamination solution is circulated over an ion exchanger and,
at the same time, the treating [sic] surfaces are rinsed.
1. Procédé de décontamination de surfaces, en particulier sur des pièces constitutives
de circuits de refroidissement de réacteurs nucléaires, dans lequel, dans une première
étape de traitement, on utilise un oxydant pour désagréger les couches superficielles
contaminées par radioactivité, et dans une seconde étape de traitement, on enlève
les couches superficielles désagrégées à l'aide d'un réducteur ajouté à l'oxydant,
procédé caractérisé en ce que l'on utilise, comme oxydant, une solution de décontamination
contenant de l'acide chromique et de l'acide permanganique ou de leurs sels, la solution
de décontamination ne contenant pas d'ozone.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on réalise la première et/ou
la seconde étape de traitement sous l'action d'ultrasons.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la deuxième étape de
traitement, les couches superficielles sont enlevées par voie mécanique ou par voie
hydraulique.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on ajoute des acides organiques
et/ou des agents complexants à la solution de décontamination à laquelle on a ajouté
le réducteur.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, à la suite de
la deuxième étape de traitement, on réutilise la solution de décontamination, après
l'avoir fait passer sur un échangeur d'ions, pour rincer les surfaces traitées.