[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungsanordnung für zwei Schaltgeräte,
die über einen Sperrkörper so gekuppelt sind, daß bei Betätigung eines Schaltgerätes
das in entgegengesetztem Sinne auf den Sperrkörper wirkende andere Schaltgerät in
seiner Betätigungsbewegung gesperrt ist, wobei der im wesentlichen herzförmige Sperrkörper
mit der Herzspitze in einem von den Schaltgeräten getrennt zwischen diesen befestigbaren
Führungsgehäuse geführt ist, wobei die Herzflügel mit den Betätigungsmitteln der
Schaltgeräte über Stößel und Justiermittel in Wirkverbindung bringbar sind.
[0002] Bei einer bekannten Verriegelungsanordnung der oben genannten Art (DE-GM 19 02 103)
ist das Führungsgehäuse über einen U-Bügel an der Montageplatte fest angeschraubt.
Die Schaltgeräte, hier Schütze, sind mit zweiarmigen Hebeln versehen, die zwischen
einem Auflagepunkt am Schützgehäuse und der Verbindung mit den im Führungsgehäuse
geführten Stößeln mit dem Betätigungsmittel des Schützes schwenkbar in Verbindung
gebracht sind. An den mit den Stößeln in Verbindung stehenden Enden der Hebel sind
Justierschrauben vorgesehen, die mit Kontermuttern gesichert werden können. Der
herzförmige Sperrkörper ist hier im Führungsgehäuse an einer Feder aufgehängt. Durch
die hier vorhandene Feder ist jedoch ein gewisses Spiel nicht auszuschalten, so daß
relativ große Wege für die Stößel in Kauf genommen werden müssen, was durch die aufwendig
angeordneten Hebel erreicht ist.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der oben genannten
Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau ohne Hebelübersetzung und einfacher Justiermöglichkeit
vielseitig anwendbar ist.
[0004] Dies wird auf einfache Weise dadurch erreicht, daß die Justiermittel aus in im Führungsgehäuse
geführten Schiebern eingedrehten Bundschrauben bestehen, die über ihren Bund in Bewegungsrichtung
starr mit den Stößeln verbunden sind und daß die Herzflügel mit den Stößeln über
Mitnehmer in Bewegungsrichtung im wesentlichen starr in Verbindung stehen.
[0005] Eine einfache Verbindung der Schieber mit dem Betätigungsmittel läßt sich erreichen,
wenn die Schieber über Ansätze, die in die Betätigungsmittel der Schaltgeräte eingreifen,
formschlüssig gekuppelt sind.
[0006] Eine derartige Kupplung ist an sich bereits aus der Liste Siemens NS2, 1987, Seite
4/69 bekannt. Hier sind Ansätze des Sperrgliedes durch das Hilfsschalterfenster hindurchgeführt.
Außerdem ist das Sperrglied hier insgesamt mit dem Führungsgehäuse in der Höhe verstellbar,
wozu längere Schrauben vorgesehen sind.
[0007] Zur Lösung dieses Problemes ist es vorteilhaft, wenn am Führungsgehäuse in der Länge
verstellbare Füße angeordnet sind, wobei ein einfaches Anfügen der Füße möglich ist,
wenn diese vor der Befestigung an der Montageplatte in eine Zahnung des Führungsgehäuses
einschwenkbar sind und die Füße mit einem C-förmig ausgebildeten Teil trapezförmige
Anformungen des zweigeteilten Führungsgehäuses umgreifen, so kann auf Verbindungsmittel
der Gehäuseteile verzichtet werden. Die Höheneinstellung in bezug auf unterschiedliche
Schütze kann hier auf einfache Weise dadurch erreicht werden, daß die Füße am Boden
des C-förmig ausgebildeten Teiles und die trapezförmigen Anformungen an der vom Gehäuse
wegweisenden Oberfläche mit einer Rastzahnung versehen sind. Da die in die Betätigungsmittel
der Schaltgeräte eingreifenden Ansätze bei entsprechender Einstellung der Gehäusefüße
die Lage der Schieber im Führungsgehäuse und damit den Abstand des herzförmigen Sperrkörpers
von der Sperrkurve bestimmt, kann dieser Abstand auf das vorbestimmte Maß ohne besondere
Meßarbeiten justiert werden, wenn die Bundschrauben derart lang ausgeführt sind, daß
sie mit ihren Kopfoberflächen bei vorbestimmter Lage des Sperrkörpers bündig mit der
Oberfläche des Führungsgehäuses abschließen.
[0008] Eine einfache Kupplung zwischen Stößel und Sperrkörper, die in beiden Bewegungsrichtungen
wirksam ist, läßt sich erreichen, wenn die Mitnehmer H-förmig ausgebildet und quer
zur Bewegungsrichtung in angepaßte Ausnehmungen in Stößel und Sperrkörper eingeschoben
werden.
[0009] Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben.
Es zeigen:
FIG 1 eine Seitenansicht der zwischen zwei Schützen auf einer Montageplatte angebrachten
Verriegelungsanordnung,
FIG 2 eine Seitenansicht auf die Verriegelungsanordnung im unmontierten Zustand,
FIG 3 die Verriegelungsanordnung mit geöffneten Führungsgehäuse und eingelegtem Sperrkörper
mit einseitig verbundenen Stößel und Schieber,
FIG 4 bis 6 Vorderansicht, Draufsicht und Seitenansicht auf den Schieber,
FIG 7 die Bundschraube zur Verbindung von Schieber und Stößel,
FIG 8 eine Seitenansicht auf den herzförmigen Sperrkörper,
FIG 9 eine Schnittdarstellung durch den Sperrkörper gemäß der Linie IX-IX,
FIG 10 eine Draufsicht auf den Sperrkörper,
FIG 11 bis 13 Seitenansicht, Vorderansicht und Draufsicht auf den Stößel,
FIG 14 und 15 Vorder- und Seitenansicht auf den H-förmigen Mitnehmer,
FIG 16 eine Draufsicht auf die Innenseite des einen Führungsgehäusesteiles und
FIG 17 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie XVII-XVII nach FIG 16,
FIG 18 eine Teilansicht der aufeinandergesetzten Führungsgehäuseteile mit entsprechenden
Zahnleistenanformungen und
FIG 19 eine Draufsicht auf eine Fußausführung mit C-förmigem Teil.
[0010] Wie aus FIG 1 zu ersehen ist, ist die Verriegelungsanordnung 1 auf der Montageplatte
2 zwischen zwei Schützen 3 und 4 befestigt. Hierzu dienen Füße 5, die - Wie FIG 3
zeigt - in eine Zahnung 6 vor dem Montieren einschwenkbar sind. Die Einstelllage
ist in der FIG 3 gestrichelt dangedeutet. Nach dem Einschwenken stützen sich die
Füße 5 an Bügeln 7 des Führungsgehäuses 8 der Verriegelungsanordnung 1 ab und werden
dann mit nicht näher dargestellten Befestigungsschrauben an der Montageplatte 2 angeschraubt.
Die Länge der Füße 5 bestimmt den Eingriffspunkt des Ansatzes 9, die in das nicht
näher dargestellte Betätigungsglied für die Schütze 3, 4 eingreifen. Die Füße können
auch mit einem C-förmigen Teil 30 ausgebildet sein, wie FIG 19 zeigt. Dieses C-förmige
Teil kann trapezförmige Anformungen 31 der beiden Führungsgehäuseteile 8a und 8b
miteinander verbinden, wie dies FIG 18 zeigt. Die Anformungen 31 können hier an
der dem Führungsgehäuse abgewandten Seite mit einer Zahnung als Zahnleiste ausgebildet
sein, die mit am Boden des C-förmig ausgebildeten Teiles 30 vorgesehenen weiteren
Rastungen zusammenarbeiten.
[0011] Im Inneren des Führungsgehäuses 8 ist der herzförmige Sperrkörper 10 mit der Herzspitze
11 auf der Sperrkurve 12 im Führungsgehäuse 8 geführt. Weiterhin sind die Schieber
13 und die Stößel 14 im Führungsgehäuse verschiebbar gelagert. Die Schieber 13 greifen
mit den Ansätzen 9 durch Führungsschlitze 15 in den beiden Hälften des Führungsgehäuses
8 hindurch. Eine seitliche Anformung 16 am Schieber 13 dient der Verbindung mit dem
jeweiligen Stößel 14. Hierzu dient die Bundschraube 17. Der Bund 18 wird in eine
seitlich offene hammerkopfförmige Aussparung 19 des Stößels 14 eingeschoben, nachdem
sie als selbstschneidende Schraube in das Loch 20 in der Anformung 16 eingedreht wurde.
Durch Verdrehen der Bundschraube 17, die auch im eingebauten Zustand der Verriegelungsanordnung
1 über die Betätigungslöcher 21 im Führungsgehäuse 8 zugänglich ist, kann eine exakte
Justierung der Ansätze 9 im bezug auf die Betätigungsmechanismen der Schütze 3, 4
unabhängig voneinander vorgenommen werden. Die Schieber liegen spiegelbildlich übereinander,
so daß auf beiden Seiten des Führungsgehäuses 8 die Ansätze 9 aus den Führungsschlitzen
5 herausragen.
[0012] Um auch eine direkte Kupplung der Stößel 14 mit den herzförmigen Sperrkörper 10
zu erzielen, ist ein H-förmiger Mitnehmer 22 vorgesehen, der mit einem der H-Arme
23 in eine hammerkopfförmige Aussparung 24 im Stößel 14 quer zur Betätigungsrichtung
eingeschoben wird. Die anderen H-Arme 23 werden in eine entsprechende Aussparung
25 in den Herzflügeln 26 eingeschoben und zwar derart, daß der Steg 27 der Herzform
durch den Schlitz 28 im Herzflügel 26 hindurchführbar ist. Die Verbindung erfolgt
derart, daß die Stößel 14 auf der Kurvenfläche 29 beim Bewegen des Sperrkörpers gleiten
und dies mehr oder weniger in beiden Bewegungsrichtungen des Stößels 14. Durch diese
formschlüssige Verbindung von Schieber 13, Stößel 14 und Sperrkörper 10 wird der Sperrkörper
in die Mittellage zurückgezogen, ohne das hierfür eine zusätzliche Feder erforderlich
ist.
[0013] Werden beim Ansetzen der Anordnung zwischen den beiden Schützen durch die Ansätze
9 die Schieber 13 von der Montagefläche weg verschoben, so wird auch der Sperrkörper
11 von der Sperrkurve 12 abgezogen, d.h. die Köpfe der Bundschrauben treten durch
die Betätigungslöcher 21 des Führungsgehäuses heraus. Die Länge der Bundschrauben
17 ist nun derart gewählt, daß nach Eindrehen der Bundschrauben in Richtung Montagefläche
der Verriegelungsanordnung solange, bis die Oberfläche des Kopfes mit der Oberfläche
der Führungsgehäuse fluchtet, auch die vorbe stimmte Lage des herzförmigen Sperrkörpers
10 zur Sperrkurve 12 vorhanden ist, wie dies beispielsweise aus FIG 3 zu ersehen
ist.
1. Verriegelungsanordnung für zwei Schaltgeräte, die über einen Sperrkörper so gekuppelt
sind, daß bei Betätigung eines Schaltgerätes das in entgegengesetzten Sinne auf den
Sperrkörper wirkende andere Schaltgerät in seiner Betätigungsbewegung gesperrt ist,
wobei der im wesentlichen herzförmige Sperrkörper mit der Herzspitze in einem von
den Schaltgeräten getrennt zwischen diesen befestigbaren Führungsgehäuse geführt
ist, wobei die Herzflügel mit den Betätigungsmitteln der Schaltgeräte über Stößel
und Justiermittel in Wirkverbindung bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Justiermittel aus in im Führungsgehäuse (8) geführten Schiebern (13) eingedrehten
Bundschrauben bestehen, die über ihren Bund in Bewegungsrichtung starr mit den Stößeln
(14) verbunden sind und daß die Herzflügel (26) mit den Stößeln (14) über Mitnehmer
(22) in Bewegungsrichtung im wesentlichen starr in Verbindung stehen.
2. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (13) über Ansätze (9), die in die Betätigungsmittel der Schaltgeräte
eingreifen, formschlüssig gekuppelt sind.
3. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (22) H-förmig ausgebildet und quer zur Bewegungsrichtung in angepaßter
Ausnehmungen (24) in Stößel (14) und Sperrkörper (10) eingeschoben sind.
4. Verriegelungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Führungsgehäuse (8) in der Länge verstellbare Füße (5) angeordnet sind.
5. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füße (8) vor der Befestigung an der Montageplatte (2) in eine Zahnung (6)
des Führungsgehäuses (8) einschwenkbar sind.
6. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füße (8) mit einem C-förmig ausgebildeten Teil trapezförmige Anformungen
des zweigeteilten Führungsgehäuses umgreifen.
7. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Füße am Boden des C-förmig ausgebildeten Teiles und die trapezförmigen Anformungen
an der vom Gehäuse wegweisenden Oberfläche mit einer Rastzahnung versehen sind.
8. Verriegelungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bundschrauben (17) derart lang ausgeführt sind, daß sie mit ihren Kopfoberflächen
bei vorbestimmter Lage des Sperrkörpers (10) bündig mit der Oberfläche des Führungsgehäuses
(8) abschließen.