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EP 0 315 230 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.1991 Patentblatt 1991/46 |
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Anmeldetag: 15.09.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D04B 15/56 |
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Bremseinrichtung am Fadenführerkasten einer Flachstrickmaschine
Brake device on a thread guide carrier of a flat bed knitting machine
Dispositif de freinage à un support guide-fil d'un métier à tricoter rectiligne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
30.09.1987 DE 3733121
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.05.1989 Patentblatt 1989/19 |
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Patentinhaber: Universal Maschinenfabrik
Dr. Rudolf Schieber GmbH & Co. KG |
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D-7084 Westhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Schimko, Reinhold c/o Universal Maschinenfabrik
D-7084 Westhausen (DE)
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Vertreter: Geyer, Ulrich F., Dr. Dipl.-Phys. |
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c/o Universal Maschinenfabrik
Dr. Rudolf Schieber GmbH & CO. KG
Postfach 20 73461 Westhausen 73461 Westhausen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 267 777 DE-C- 719 964
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DE-A- 2 459 693 DE-C- 3 641 182
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Bemerkungen: |
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Verbunden mit 88908206.1/0378569 (europäische Anmeldenummer/Veröffentlichungsnummer)
durch Entscheidung vom 06.02.91. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremseinrichtung am Fadenführerkasten einer Flachstrickmaschine,
der auf einer sich längs der Nadelbetten erstreckenden Gleitschiene gleitend angeordnet
ist und von einem am Schloßschlitten angebrachten Mitnehmerbolzen jeweils in beiden
Schlittenlaufrichtungen vom Schloßschlitten entlang der Gleitschiene geführt mitnehmbar
ist.
[0002] Wie aus DE-A-267777, DE-C-719964 oder DE-A-2459693 bekannt ist, wird ein Faden, der
auf einer Flachstrickmaschine verarbeitet werden soll, in bekannter Weise von einer
Spule kommend über ein Fadenführernüßchen den arbeitenden Nadeln der Flachstrickmaschine
zugefuührt. Das Fadenführernüßchen ist an dem Fadenführerkasten befestigt, der auf
der Gleitschiene sitzt und vom Mitnahmebolzen in beiden Schlittenlaufrichtungen mitgenommen
wird.
[0003] Die bekannten, vollständigen Fadenführerkästen mit Fadenführernüßchen sind dem Strickschloß
immer nachlaufend gesteuert, wobei die Größe des Changierweges vom Strickshloß bestimmt
wird. Damit nun der Fadenführerkasten immer gleichmäßig läuft, wird er mit einer durch
die Druckschriften Melliand Textilberichte Nr. 6/1955, S. 634 bis S. 643 und Wirkerei-
und Strickerei-Technic, Coburg, Dez. 1956, S. 20 bis S. 23 bekannten Bremseinrichtung
am Fadenführerkasten in Form von ferderbelasteten Bremskeilen, die je nach Ausführung
bezüglich ihrer Bremskraft beeinflußbar sind oder nicht, gebremst. Soll die Bremskraft
unbeeinflußbar immer konstant sein, so werden beispielsweise Druckfedern nicht nachstellbar
an den Bremskeilen montiert.
[0004] Die Bremskeile werden mittels Schrauben bis auf etwa 0,1 mm an die Lauffläche der
Gleitschiene angestellt. In Zwischenräumen zwischen den Schrauben und den Bremskeilen
sind Druckfedern vorgesehen, die die Bremskeile an die Lauffläche der Gleitschiene
drücken und dadurch die gewünschte Gleitbremsung erzeugen.
[0005] Die Gleitbremskraft, die in diesem Fall nicht beeinflußt werden kann, unterliegt
jedoch den Toleranzen der Druckfedern, die in der Regel bis zu 30% variieren können.
Wenn die Gleitbremskraft durch Nachjustieren beeinflußt werden kann, so besteht die
Gefahr, daß sie durch einen Nichtfachmann unsachgemäß eingestellt wird und damit Folgeschäden
unvermeidlich sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bremseinrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, welche die Nachteile bekannter Bremseinrichtungen vermeidet und eine
gleichmäßige und gleichbleibende Gleitbremswirkung auf den Fadenführerkasten sicherstellt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Fadenführerkasten im Bereich
der Gleitschiene wenigstens ein Permanentmagnet angebracht ist, der einen festgelegten
Luftspalt zur magnetisch leitenden Gleitschiene aufweist.
[0008] Die Gleitbremskraft läßt sich hiermit vom Konstrukteur eindeutig und im Betrieb unveränderbar
durch entprechende Auslegung des Permanentmagneten und Luftspaltes festlegen und bleibt
im Betrieb gleichmäßig und konstant.
[0009] Vorteilhaft sind benachbart den Stirnseiten des Fadenführerkastens und ausgerichtet
zur Mittellängsachse der Gleitschiene zwei Permanentmagnete vorgesehen. Hiermit ergibt
sich eine besonders gleichmäßige, im Betrieb immer gleichbleibende Gleitbremskraft.
[0010] Zweckmäßig weist die Gleitschiene einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt auf,
während der Fadenführerkasten einfache, dem Querschnitt der Gleitschiene angepaßte
Führungslängsnuten mit trapezförmigem Querschnitt aufweist. Dies führt zu einer besonders
einfach aufgebauten, einfach herzustellenden und wartungsarmen sowie gleichmäßig gebremsten
Führung des Fadenführerkastens.
[0011] Vorteilhaft sind im Bereich wenigstens einer Seitenwand der Führungslängsnuten am
Fadenführerkasten einstellbare Führungskeile vorgesehen, zweckmäßig zwei Führungskeile
benachbart den Stirnseiten des Fadenführerkastens. Hiermit läßt sich die Führung des
Fadenführerkastens feinfühlig einstellen, mit entsprechender Wirkung auf die Grundeinstellung
der vorgesehenen Gleitbremskraft zwischen Fadenführerkasten und Gleitschiene.
[0012] Die Erfindung ist im folgenden an einem Ausführungsbeispiel und anhand der Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fadenführerkastens mit Bremseinrichtung, und
- Fig. 2
- eine Stirnansicht des Fadenführerkastens in Fig. 2, teilweise im Schnitt, mit zugehöriger
Gleitschiene.
[0013] Der in der Zeichnung schematisch dargestellte Fadenführerkasten 1 ist gleitend verschiebbar
auf einer sich längs der nicht dargestellten Nadelbetten einer Flachstrickmaschine
erstreckenden Gleitschiene 2 angeordnet. Er weist auf seiner Oberseite eine Längsausnehmung
3 auf. Ein am nicht dargestellten Schloßschlitten angebrachter Mitnehmerbolzen 4 steht
jeweils in Eingriff mit einer der Seitenwände der Längsausnehmung 3, wodurch der Fadenführerkasten
1 mit daran befestigtem, nicht dargestellten Fadenführernüßchen in jeweils eine der
beiden Schlittenlaufrichtungen vom Schloßschlitten entlang der Gleitschiene 2 geführt
mitnehmbar ist.
[0014] Im Bereich der Gleitschiene 2 und benachbart den Stirnseiten 5 des Fadenführerkastens
1 sowie ausgerichtet zur Mittellängsachse der Gleitschiene 2 sind zwei Permanentmagnete
6 angebracht, die jeweils einen festgelegten Luftspalt 7 zur magnetisch leitenden
Gleitschiene aufweisen.
[0015] Die Gleitschiene 2 weist einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt sowie zwei Laufflächen
8 auf. Am Fadenführerkasten 1 sind im Bereich dessen Stirnseiten 5 und der Permanentmagnete
6 einfache Führungslängsnuten 9 vorgesehen, die einen dem Querschnitt der Gleitschiene
2 angepaßten trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
[0016] Für den Fall, daß nicht lediglich einstückige Führungslängsnuten 9 ausgebildet werden,
ist jeweils im Bereich einer Seitenwand der Führungslängsnut 9 ein Führungskeil 10
mit zugehöriger Lagerung vorgesehen, der mittels einer Schraube 11 gegen die entsprechende
Lauffläche 8 der Gleitschiene 2 anstellbar ist. Selbst dieser erweiterte Aufbau der
Führungs- und Bremseinrichtug bedeutet noch eine klare Vereinfachung gegenüber bekannten
Bremseinrichtungen mit Druckfedern und Bremskeilen.
[0017] Die Permanentmagnete 6 übertragen ihre magnetische Kraft vom Fadenführerkasten 1
auf die magnetisch leitende Gleitschiene 2 und lassen damit diese Kraft als gleichmäßige
und gleichbleibende Gleitbremskraft wirken.
1. Bremseinrichtung am Fadenführerkasten (1) einer Flachstrickmaschine, der auf einer
sich längs der Nadelbetten erstreckenden Gleitschiene (2) gleitend angeordnet ist
und von einem am Schloßschlitten angebrachten Mitnehmerbolzen (4) jeweils in beiden
Schlittenlaufrichtungen vom Schloßschlitten entlang der Gleitschiene (2) geführt mitnehmbar
ist, dadurch gekennzeichnet,
daß am Fadenführerkasten (1) im Bereich der Gleitschiene (2) wenigstens ein Permanentmagnet
(6) angebracht ist, der einen festgelegten Luftspalt (7) zur magnetisch leitenden
Gleitschiene (2) aufweist.
2 Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß benachbart den Stirnseiten (5) des Fadenführerkastens (1) und ausgerichtet zur
Mittellängsachse der Gleitschiene (2) zwei Permanentmagnete (6) vorgesehen sind.
3. Bremseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschiene (2) einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweist und
der Fadenführerkasten (1) einfache, dem Querschnitt der Gleitschiene (2) angepaßte
Führungslängsnuten (9) mit trapezförmigem Querschnitt aufweist.
4. Bremseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich wenigstens einer Seitenwand der Führungslängsnuten (9) am Fadenführerkasten
(1) einstellbare Führungskeile (10) vorgesehen sind.
5. Bremseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Führungskeile (10) benachbart den Stirnseiten des Fadenführerkastens (1)
vorgesehen sind.
1. Dispositif de freinage sur un support guide-fil (1) d'un métier à tricoter rectiligne,
qui est disposé coulissant sur un rail de coulissement (2) s'étendant le long des
planches d'aiguilles, et qui peut être entraîné, guidé le long du rail de coulissement
(2), par un goujon d'entraînement (4) rapporté sur le chariot de serrure du métier
à tricoter, dans chacun des deux sens de déplacement du chariot de serrure, caractérisé
en ce que,
sur le support guide-fil (1), dans la zone du rail de coulissement (2), est installé
au moins un aimant permanent (6), qui présente un entrefer (7) déterminé avec le rail
de coulissement (2) magnéto-conducteur.
2. Dispositif de freinage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que deux aimants
permanents (6) sont prévus au voisinage des faces frontales (5) du support guide-fil
(1) et sont alignés sur l'axe médian du rail de coulissement (2).
3. Dispositif de freinage suivant la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé
en ce que le rail de coulissement (2) présente une section en queue d'aronde et que
le support guide-fil (1) présente de simples rainures longitudinales de guidage (9)
ajustées à la section transversale du rail de coulissement (2) et comportant une section
de forme trapézoïdale.
4. Dispositif de freinage suivant la revendication 3, caractérisé en ce que des coins
de guidage (10) réglables sont prévus, au moins dans la zone de l'une des parois latérales
des rainures longitudinales de guidage (9).
5. Dispositif de freinage suivant la revendication 4, caractérisé en ce que deux coins
de guidage (10) sont prévus au voisinage de la face frontale du support guide-fil
(1).
1. Braking device on the thread guide box (1) of a flat bed knitting machine which
is mounted on a slide rail (2) extending along the needle beds and which can be driven
along the slide rail (2) in either direction of travel of the carriage of the bolt
carriage in each case by a carrier bolt (4) fitted to the bolt carriage,
characterised in that at least the permanent magnet (6) is fitted onto the thread
guide box (1) near the guide rail (2), which has a fixed air gap (7) relative to the
magnetically conducting slide rail (2).
2. Braking device as in claim 1, characterised in that two permanent magnets (6) are
fitted close to the front faces (5) of the thread guide box (1) with the longitudinal
central axis of the slide rail (2).
3. Braking device as in claims 1 or 2, characterised in that the slide rail (2) has
a dovetail shaped cross-section and the thread guide box (1) has longitudinal guide
slots (9) with trapezoidal shaped cross-section matching the cross-section of the
slide rail (2).
4. Braking device as in claim 3, characterised in that the adjustable guide wedges
(10) are fitted near at least one of the side walls of the longitudinal guide slots
(9), the thread guide box (1).
5. Braking device as in claim 4, characterised in that two guide wedges (10) are fitted
adjacent to the front faces of the thread guide box (1).
