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EP 0 315 751 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.1992 Patentblatt 1992/02 |
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Anmeldetag: 10.09.1988 |
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Vorrichtung zur Begrenzung der Maximaldrehzahl einer ein Fahrzeug antreibenden Brennkraftmaschine
Device for limiting the maximum speed of revolution of an internal-combustion engine
driving a vehicle
Dispositif pour limiter la vitesse de rotation maximale d'un moteur à combustion interne
entraînant une véhicule
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
12.11.1987 DE 3738394
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.05.1989 Patentblatt 1989/20 |
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Patentinhaber: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT |
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70327 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Neururer, Eugen
D-7900 Ulm (DE)
- Fietz, Peter
D-7303 Neuhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 76 458 DE-A- 2 619 055 FR-A- 2 209 049 GB-A- 2 136 503
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DE-A- 2 345 268 FR-A- 1 577 147 FR-A- 2 291 356
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- Revue Technique Diesel, no.93D, 09.10.78, Boulogne-Billancourt, Seiten 94-96: "Les
limiteurs de vitesses"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Begrenzung der Maximaldrehzahl einer
ein Fahrzeug antreibenden Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Bei einer derartigen in der DE-OS 20 52 792 offenbarten Vorrichtung ist, um eine
Schonung der Brennkraftmaschine und eine Senkung von deren Geräuschpegel zu erzielen,
eine permanente Drehzahlbegrenung vorgesehen, die nur durch Betätigung eines Kick-down
Schalters aufhebbar ist. Demzufolge ist die Maximaldrehzahl der Brennkraftmaschine
nur unter Vollastvorgabe, nämlich bei vollständig durchgetretenem Fahrpedal, erzielbar.
Ebenso sind Regelhebelauslenkungen, die zwischen dem Maximalwert (Kick-down) und dem
begrenzten Wert liegen, mit der Vorrichtung nach der DE-OS 20 52 792 nicht zu realisieren,
so daß ein nicht unwesentlicher Anteil des Betriebsbereiches der Brennkraftmaschine
überhaupt nicht gefahren werden kann. Ferner ist aus der GB-A 21 36 503 bekannt, die
Maximaldrehzahl einer ein Fahrzeug antreibenden Brennkraftmaschine in Abhängigkeit
der momentan eingelegten Getriebestufe zu begrenzen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff
des Hauptanspruches beschriebenen Art zu schaffen, mit welcher das Geräuschniveau
der Brennkraftmaschine minimal zu halten ist und die im Bedarfsfalle zudem einen Betrieb
der Brennkraftmaschine in jedem gewünschten Betriebspunkt ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Hauptanspruches
gelöst.
[0005] Durch die Begrenzung der Maximaldrehzahl im Stillstand des Fahrzeuges ist ein willkürliches,
nicht benötigtes aber geräuschintensives "Hochdrehen" der Brennkraftmaschine ausgeschlossen.
Während des Fahrbetriebes jedoch kann durch eine entsprechende Kraftstoffzumessung
über das diese festlegende Stellglied (z. B. Fahrpedal bzw. Verstellhebel an der Einspritzpumpe)
jeder Betriebspunkt der Brennkraftmaschine erreicht werden, so daß jederzeit eine
optimale Anpassung des Betriebszustandes der Brennkraftmaschine an die jeweiligen
Fahrbedingungen möglich ist.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand einer Prinzipdarstellung aufgezeigt.
[0008] Mit 1 ist der an einer Einspritzpumpe einer ein Fahrzeug antreibenden Brennkraftmaschine
angeordnete Verstellhebel bezeichnet, dessen Auslenkung ein Maß für die einzuspritzende
Kraftstoffmenge darstellt. Dieser Verstellhebel 1 ist über ein in der Zeichnung nur
schematisch dargestelltes Übertragungsgestänge 3 mit einem von einem Fahrer zu betätigenden
Fahrpedal 2 verbunden. Der Verstellhebel 1 ist aur einer Welle 4 drehbar gelagert.
Als Anschlag für den Verstellhebel 1 dient die Kolbenstange 5 eines in einem Zylinder
6 geführten Kolbens 7, der über eine Druckfeder 8 gegen den Zylinder 6 in der gezeigten
Weise abgestützt ist.
Eine Bewegung des Fahrpedales 2 in Richtung des Pfeiles 9 bzw. des Verstellhebels
1 in Richtung des Pfeiles 10 bewirkt eine Erhöhung der Kraftstoffeinspritzmenge. Der
Kolben 7 und der Zylinder 6 schließen einen Arbeitsraum 11 ein, der über eine Druckmittelleitung
12 mittels einer Pumpe 13 von einer Hydraulikflüssigkeit druckbeaufschlagbar ist.
Anstelle einer hydraulischen Beaufschlagung ist ebenso eine pneumatische Beaufschlagung
des Kolbens 7, z. B. mittels eines Luftdruckspeichers möglich. In der Druckmittelleitung
12 ist ein elektromagnetisch wirkendes 3/2 Wegeventil 14 angeordnet, welches wiederum
über einen Stromkreis 15 angesteuert wird, in den zwei Schalter 16 und 17 und eine
Gleichspannungsquelle integriert sind. Der Schalter 16 wird dabei beim Starten der
Brennkraftmaschine mit dem Einschalten der Zündung in Schließstellung überführt. Der
Schalter 17 ist über ein Relais 19 betätigbar und zwar derart, daß er geschlossen
ist, wenn sich das Relais 19 in aktiviertem Zustand befindet.
In der in der Zeichnung dargestellten Stellung des Magnetventils 14, also bei unterbrochenem
Stromkreis 15, ist der Arbeitsraum 11 über eine Rückflußleitung 20 direkt mit einem
Vorratsbehälter 21 verbunden, so daß die Druckfeder 8 den Kolben 7 ungehindert in
der Stellung halten kann, in der die als Anschlag für den Verstellhebel 1 wirkende
Kolbenstange 5 eine maximale Auslenkung des Verstellhebels 1, also einen Betrieb ohne
Begrenzung der Maximaldrehzahl zuläßt.
[0009] Bei geschlossenem Stromkreis 15 hingegen verbindet das Magnetventil 14 den Arbeitsraum
11 direkt mit der Pumpe 13, womit infolge der jetzt gegebenen Druckbeaufschlagung
des Kolbens 7 eine Verschiebung der Kolbenstange 5 in die Lage erfolgt, in welcher
die Maximalauslenkung des Verstellhebels 1 und damit also die Maximaldrehzahl der
Brennkraftmaschine begrenzt ist (gestrichelte Darstellung). Bei einer erneuten Unterbrechung
des Stromkreises 15 wird das Magnetventil 14 durch Federkraft wieder in die in der
Zeichnung dargestellte Stellung überführt.
[0010] Während des Betriebes der Brennkraftmaschine ist also der Schalter 16 immer geschlossen.
Ein zur Begrenzung der Maximaldrehzahl erforderliches zusätzliches Schließen des Schalters
17 bzw. Aktivieren des Relais 19 erfolgt erfindungsgemäß dann, wenn sich das Fahrzeug
im Stillstand befindet, wobei das den Fahrzeugstillstand charakterisierende Signal
SI vom Tachometer des Fahrzeuges abgeleitet wird und nach einer entsprechenden Aufbereitung
das Relais 19 aktiviert.
[0011] Alternativ können als Signale zur Aktivierung des Relais 19 anstelle eines Tachometersignals
SI auch die nachfolgend noch näher beschriebenen Parameter, die auch auf einen Stillstand
des Fahrzeuges hinweisen, verwendet werden (SIV und SV).
[0012] Parameter "Antriebsmoment" (SIV):
Im Falle eines Fahrzeugstillstandes wird auf die Antriebsräder des Fahrzeuges keinerlei
Drehmoment mehr übertragen. Das Relais 19 kann somit auch über ein entsprechendes
Signal, welches z.B. mittels einer im Antriebsstrang zwischen Getriebe und Antriebsrad
angeordneten Drehmomentmeßnabe erzeugt wird, aktiviert werden.
[0013] Parameter "Stellung der Feststellbremse" (SV):
Eine Aktivierung des Relais 19 ist auch dann möglich, wenn die Feststellbremse des
Fahrzeuges im Eingriff ist.
1. Vorrichtung zur Begrenzung der Maximaldrehzahl einer ein Fahrzeug antreibenden Brennkraftmaschine,
bei der die Maximalauslenkung eines Stellgliedes, dessen aktuelle Auslenkung die jeweils
in den Brennraum der Brennkraftmaschine einzubringende Kraftstoffmenge vorgibt, bedarfsweise
reduzierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahlbegrenzung aktiviert wird, durch ein den Stillstand des Fahrzeugs
charakterisierendes Signal, wobei dieses Signal von dem Tachometer oder der Feststellbremse
oder einem Drehmomentensensor zwischen Getriebe und Antriebsrad erzeugt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das den Stillstand des Fahrzeuges charakterisierende Signal ein in einer Druckmittelleitung
(12) angeordnetes Ventil (14) derart betätigt, daß ein in einem an die Druckmittelleitung
(12d) angeschlossenen Zylinder (6) verschiebbares, als Anschlag für das Stellglied
(1) vorgesehenes Kolbenelement (7) im Falle des Fahrzeugstillstandes in der die Maximalauslenkung
des Stellgliedes (1) begrenzenden Lage gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil als ein elektromagnetisch wirkendes 3/2 Wegeventil (14) ausgebildet
ist, welches in einem Stromkreis (15) angeordnet ist, der durch mindestens einen den
Stillstand des Fahrzeuges erkennenden Schalter (17) unterbrechbar ist.
1. A device for limiting the maximum rotational speed of an internal combustion engine
driving a vehicle, wherein the maximum deflection of a regulating unit whose actual
deflection predetermines the amount of fuel to be introduced from time to time into
the combustion chamber of the internal combustion engine, can be reduced if required,
characterized in that the rotational speed limitation is activated by a signal which
characterizes the stopping of the vehicle, said signal being produced by the tachometer
or the parking brake or a torque sensor between the gears and the driving wheel.
2. A device according to claim 1, characterized in that the signal characterizing the
stopping of the vehicle actuates a valve (14) mounted in a pressure medium duct (12)
in such a manner that a piston element (7) slidable in a cylinder (6) connected to
the pressure medium duct (12d) and provided as a stop for the regulating unit (1),
in the event of the stopping of the vehicle, is held in the position limiting the
maximum deflection of the regulating unit (1).
3. A device according to claim 2, characterized in that the valve is designed as an electromagnetically
operating 3/2-way valve (14) which is incorporated in a circuit (15) which can be
broken by at least one switch (17) detecting the stopping of the vehicle.
1. Dispositif de limitation de la vitesse maximale de rotation du moteur à combustion
interne d'un véhicule, dans lequel l'inflexion maximale d'un organe réglant, dont
l'inflexion instantanée détermine le débit de carburant devant être injecté dans la
chambre de combustion du moteur, peut être réduite si nécessaire, caractérisé en ce
qu'un signal caractérisant l'immobilisation du véhicule active la limitation de vitesse,
ce signal étant généré par le tachymètre ou le frein de blocage ou un détecteur de
couple monté entre la boîte à vitesses et la roue de commande.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal caractérisant
l'immobilisation du véhicule actionne un distributeur (14) monté sur une canalisation
de fluide sous pression (12) de manière qu'un élément de piston (7) prévu comme butée
pour l'organe réglant (1) et mobile dans un cylindre (6) raccordé à la canalisation
(12 ) de fluide sous pression soit maintenu à la position limitant l'inflexion maximale
de l'organe réglant en cas d'immobilisation du véhicule.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le distributeur est un
distributeur 3/2 agissant par voie électromagnétique et monté dans un circuit (15)
qui peut être coupé par au moins un interrupteur(17) reconnaissant l'immobilisation
du véhicule.
