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EP 0 316 583 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.02.1993 Patentblatt 1993/06 |
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Anmeldetag: 15.10.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 17/18 |
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Schliesszylinderanordnung
Lock cylinder arrangement
Arrangement d'un cylindre de fermeture
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
14.11.1987 DE 8715148 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.05.1989 Patentblatt 1989/21 |
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Patentinhaber: IKON AKTIENGESELLSCHAFT
Präzisionstechnik |
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D-14167 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Krühn, Jürgen
D-1000 Berlin 45 (DE)
- Range, Hans-Peter
D-1000 Berlin 49 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 607 233 DE-U- 8 609 633 DE-U- 8 715 145 FR-A- 2 594 163
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DE-U- 8 608 621 DE-U- 8 705 389 DE-U- 8 715 148
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Neuerung betrifft eine Schließzylinderanordnung mit einer den Zylinder abdeckenden
Rosette und einer in der Rosette drehbar gelagerten, den Zylinderkernkopf abdeckenden,
einen Schlitz für die Einführung des Schlüssels aufweisenden Scheibe.
[0002] Es ist bekannt, daß bei Einbruchsversuchen mit entsprechenden Werkzeugen versucht
wird, den Zylinderkern aus dem Schließzylinder herauszuziehen. Um dies zu verhindern,
sind eine Vielzahl von sogenannten Zylinderabreißsicherungen bekannt, die mit Hilfe
von drehbaren Scheiben den Zylinderkern primär vor gewaltsamem Ausreißen schützen.
(siehe FR-A-2 594 163) Um einen wirksamen Schutz gegen alle möglichen Angriffsarten
zu gewährleisten, muß diese Scheibe, die den Zylinderkernkopf abdeckt, sehr dick ausgeführt
werden. Dies hat zur Folge, daß das Zylinder/Schlüssel-System nur selten ohne besondere
Anpaßmaßnahmen, entweder am Zylinder oder am Schlüssel oder am Beschlag, einsetzbar
ist. Besonders schwierig sind diese Anpassungen, wenn der Schlüssel bei einer zu dicken
Abdeckscheibe nicht vollständig in den Zylinder einführbar ist, weil die Schlüsselreide
an der zu dicken Abdeckung anstößt. Setzt man dagegen dünnere Abdeckscheiben oder
Rosetten ein, so lassen sich diese relativ leicht überwinden, so daß eine Abreißsicherung
nicht gewährleistet ist.
[0003] Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits einen wirksamen Schutz gegen
das Herausreißen von Zylinderkernen zu gewährleisten und andererseits die universelle
Einsetzbarkeit zu ermöglichen, ohne daß Anpassungen des Zylinder/Schlüssel-Systems
notwendig sind.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß mit den Merkmalen im Kennzeichen des Anspruchs
1.
[0005] Vorzugsweise Weiterbildungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 und 3.
[0006] Der besondere Vorteil der neuerungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, daß hier die
den Zylinderkernkopf abdeckende Scheibe in zwei Bereiche aufgeteilt ist, und zwar
einen mittleren relativ dünnen Bereich und einen Randbereich, wobei beide durch eine
Sollbruchstelle verbunden sind. Der Randbereich ragt radial über den Zylinderkernkopf
nach innen, so daß bei einem gewaltsamen Abreißversuch lediglich der mittlere Teil
der Abdeckscheibe ausbricht, andererseits aber der Zylinderkern durch den Randbereich
nach wie for fest im Schließzylinder gehalten wird.
[0007] Die Neuerung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert werden, wobei die
Figur 1 einen Teilschnitt durch ein Schließblech mit eingesetztem Schließzylinder
und Abdeckung zeigt und Figur 2 eine Teildarstellung der Abdeckscheibe.
[0008] In ein Schließblech, das am Türblatt befestigt ist, ist in bekannter Weise von der
Innenseite her der Schließzylinder eingeschoben und dieser Schließzylinder ist von
einer Rosette 7 umgeben, die im Schließblech gegen Herausziehen gesichert gelagert
ist. Diese Rosette 7 nimmt drehbar eine den Zylinderkernkopf 2 abdeckende Scheibe
auf, die aus einem mittleren Teil 3 und einem Randteil 1 besteht. Der Randteil 1 muß
in seiner Breite so ausgeführt sein, daß er zumindest, wie mit A angedeutet, den äußeren
Umfang des Zylinderkernkopfes radial überragt. Der Übergang zwischen dem mittleren
Teil 3 und dem Randteil 1 ist als umlaufende Sollbruchstelle 8 durch eine Eindrehung
ausgebildet. Bei einem gewaltsamen Angriff auf den mittleren Bereich 3 der Scheibe
bricht dieser an der Sollbruchstelle heraus, so daß nur der Rand 1 stehenbleibt.
[0009] Dieser Rand bietet eineseits einen ausreichenden Schutz gegen das herausreißen des
Zylinderkernes, und zwar durch die Überlappung A mit dem Zylinderkernkopf und andererseits
ist diese Fläche des Randes aber nicht so groß, daß hierdurch Angriffsmöglichkeiten
für Werkzeuge geschaffen werden, um diesen Rand der Schiebe herauszuziehen. Von besonderem
Vorteil ist es, daß der mittlere Bereich 3 der Scheibe relativ dünn ausgeführt werden
kann, so daß hier keine besonderen Anpassungen des Zylinder/Schlüssel-Systems notwendig
sind, wenn diese neuerungsgemäße Sicherung eingesetzt wird. Der Rand 1 der Scheibe
sollte dagegen vorzugsweise eine größere Materialstärke aufweisen als der mittele
Teil, um nach einem Brechen der Scheibe an der Sollbruchstelle eine ausreichende Sicherung
gegen ein Herausziehen des Zylinderkernes zu bieten. Um die Wirksamkeit der Neuerung
zu unterstützen weist die Scheibe eine axial nicht verschiebbare Führung 6 auf. Diese
Führung 6 ist fest mit der Rosette 7 verbunden, z.B. durch Verstiften, Nieten oder
Schrauben. Diese verschiebbare Führung 6 verhindert, daß beim Zertrennen der Scheibe
in die Teile 4 und 5 (Abb. 2) ein Entfernen der Scheibensegmente möglich ist, denn
dies würde ein gewisses axiales Spiel voraussetzen, um die Scheibensegmente fächerförmig
übereinanderschieben zu können. Dies wird durch die Führung 6 verhindert.
1. Schließzylinderanordnung mit einer den Zylinder abdeckenden Rosette und einer in der
Rosette drehbar gelagerten, den Zylinkerkernkopf abdeckenden, einen Schlitz für die
Einführung des Schlüssels aufweisenden Scheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe aus einem mittleren Teil (3) und einem ringförmigen äußeren Randteil
(1) besteht, daß der Durchmesser des mittleren Teiles (3) der Scheibe kleiner ist
als der Durchmesser des Zylinderkernkopfes (2), so daß der Randbereich (1) der Scheibe
sich radial über den Zylinderkernkopf (2) erstreckt und daß am Übergang vom mittleren
Teil (3) der Scheibe zum Randteil (1) eine umlaufende Sollbruchstelle (8) vorgesehen
ist.
2. Schließzylinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Randteil (1) eine größere Materialstärke aufweist als der mittlere Teil (3)
der Scheibe.
3. Schließzylinderanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe eine axial nicht verschiebbare Führung (6) aufweist, die fest mit
der die Scheibe aufnehmenden Rosette (7) verbunden ist.
1. Cylinder lock arrangement having a collar which covers the cylinder and a disc rotatably
mounted in the collar to cover the top of the cylinder core, said disc having a slot
for the insertion of the key, characterised in that the disc consists of a central
portion (3) and an annular outer edge portion (1), the diameter of the central portion
(3) of the disc being smaller than the diameter of the top (2) of the cylinder core,
so that the edge portion (1) of the disc extends radially across the top (2) of the
cylinder core and, there being an encircling frangible area (8) at the transition
from the central portion (3) of the disc to the edge portion (1).
2. Cylinder lock arrangement according to claim 1, characterised in that the edge portion
(1) has a greater thickness of material than the central portion (3) of the disc.
3. Cylinder lock arrangement according to claims 1 and 2, characterised in that the disc
has an axially immovable guide (6) fixedly connected to the collar (7) which receives
the disc.
1. Dispositif pour cylindre de serrure, comprenant une rosette recouvrant le cylindre
et un disque monté rotatif dans la rosette, recouvrant la tête du noyau ou barillet
du cylindre et présentant une fente pour l'introduction de la clef, caractérisé en
ce que le disque se compose d'une partie centrale (3) et d'une partie marginale extérieure
(1) en forme d'anneau, que le diamètre de la partie centrale (3) du disque est plus
petit que le diamètre de la tête (2) du barillet, de sorte que la partie marginale
(1) du disque s'étend radialement par-dessus la tête (2) du barillet, et qu'un point
ou zone de rupture périphérique (8) est prévu à la transition entre la partie centrale
(3) du disque et la partie marginale (1).
2. Dispositif pour cylindre de serrure selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la partie marginale (1) possède une plus grande épaisseur que la partie centrale (3)
du disque.
3. Dispositif pour cylindre de serrure selon les revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que le disque est pourvu d'un guidage (6) qui n'est pas déplaçable axialement et
est relié rigidement à la rosette (7) recevant le disque.
