[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Gebirgsanker nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Solche Gebirgsanker dienen beim untertägigen Hohlraumausbau insbesondere beim Tunnel-
und Stollenbau als Sicherungselemente, die systematisch, etwa radial zur Tunnel-
oder Stollenachse versetzt werden, einen mehr oder weniger großen Gebirgsdruckanteil
aufnehmen und die aufgenommenen Kräfte in die dem Bohrloch entsprechenden Tiefen des
Gebirges einleiten, so daß es zu einem Mittragen des Gebirges kommt. Um eine Belastung
der Ankerstangen über die Bruchlast zu vermeiden und auch, weil der radiale Gebirgsdruck
mit der Verformung sinkt, werden Gebirgsanker der eingangs genannten Art verwendet,
die innerhalb gewisser Grenzen eine kontrollierte Gebirgsverformung zulassen und
dadurch eine Vereinfachung der Stützkonstruktion beim untertätigen Hohlraumausbau
ermöglichen.
[0003] Ein Gebirgsanker der eingangs genannten Art ist aus der AT-PS 378 823 bekannt. Dabei
ragt ein an der Ankerstange befestigter Ankerkopf durch eine Öffnung der Ankerplatte
nach außen und zwischen Ankerkopf und Ankerplatte ist eine Hülse eingesetzt, die bei
entsprechender Belastung durch den konisch oder kugelig geformten, eindringenden Ankerkopf
aufgeweitet wird, so daß eine vom Dehnverhalten der Stützhülse abhängige Nachgiebigkeit
der Verankerung entsteht. Aus der DE-PS 1 583 803 ist ein Gebirgsanker bekannt, dessen
an der Ankerplatte abgestützter Ankerkopf einen Ziehring bildet, der die Ankerstange
mit Abstand von ihrem herausragenden, im Anbringungsbereich des Ziehringes im Durchmesser
verkleinerten Ende umschließt, so daß die geriffelte Ankerstange unter Materialabtragung
bzw. Verformung durch den Ziehring ausgezogen werden kann. Beide bekannte Ausführungen
sind aufgrund der erfoderlichen Werkstoffwahl und -qualität der Verformteile aufwendig
und teuer, sie müssen entsprechend der gewünschten Verformlänge beträchtlich weit
aus der Ankerplatte herausragen und erlauben auch nur die Aufnahme geringerer Abstützkräfte,
wobei nur eine geringe Einflußmöglichkeit auf den Verformungswiderstand des Formteiles
und damit auf den Verformungsvorgang, somit auch die Charakteristik des dem Einziehen
der Ankerstange entgegengesetzten Widerstandes besteht.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung der aufgezeigten Nachteile und die Schaffung
eines Gebirgsankers, der rationell herstellbar und einfach zu versetzen ist, im Bedarfsfall
ohne weit aus dem Bohrloch vorragende Teile ausgebildet werden kann, eine in ihrer
Charakteristik einstellbare bzw. wählbare nachgiebige Abstützung ergibt und unter
voller Nützung der durch die Festigkeit der Ankerstange bestimmten Belastbarkeit eine
Beeinflussung der Abhängigkeit zwischen Abstützkräften und Verformung zuläßt.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0006] Der Stauchkörper läßt sich ohne besonderen Aufwand herstellen und kann durch Wahl
der Wandstärke, der Formgestalt, des Materials, durch Profilierungen usw. in seinem
Stauchverhalten gut an die zu erwartenden Belastungsverhältnisse angepaßt werden,
wobei jede Gefahr eines durch Materialfehler bedingten, ruckartigen Nachgebens ausgeschlossen
ist. Vor allem kann ein mit zunehmender Belastung kontrolliert ansteigender Verformungswiderstand
gewählt werden, um das Gebirge progressiv zur zunehmenden Verformung abzustützen.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Stauchkörpers sind in den Ansprüchen 2 bis 6 angegeben.
Umfangsrillen der Hülse oder eine wellenförmige Längsprofilierung ermöglichen durch
Wahl der Form und Anzahl der Rillen bzw. Wellen sowie auch der entsprechenden Tiefe
eine genaue Vorausbestimmung des Stauchverhaltens. Bei der Anbringung von Rillen
gibt die Summe der Rillenbreite den möglichen Deformationsweg bei geringerem Verformungswiderstand.
Wenn man gemäß Anspruch 4 vorgeht, wobei vorzugsweise die Tiefe der Rillen vom Ankerkopf
weg in Richtung Befestigungsende der Ankerstange hin abnimmt, kann man den Verformungswiderstand
gezielt beeinflussen und etwa einen mit dem Deformationsweg zunehmenden Verformungswiderstand
erreichen. Es ist sogar möglich, die gesamte Hülse als Druckfeder auszubilden oder
eine z. B. hülsenförmige Druckfeder und eine verformbare Hülse aneinanderzureihen.
[0008] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Gebirgsankers ist im Anspruch 7 angegeben.
Hier kann der Stauchkörper mit dem Rohr in das Bohrloch versenkt und damit der Überstand
des gesamten Ankers über das Bohrloch auf ein Minimum verringert werden. Der Stauchkörper
wird durch das Rohrstück vor Verschmutzungen geschützt, wobei der Verformungswiderstand
überdies z. B. bei einem in Längsrichtung wellenförmig profilierten oder sich unter
Bildung von Wellen zusammendrückenden hülsenförmigen Stauchkörper durch das zwischen
Ankerstange und Rohrstück für diese Wellung freigelassene Spiel beeinflußt werden
kann.
[0009] Eine Weiterbildung dieser Grundkonstruktion entnimmt man dem Anspruch 8, wobei das
Rohrstück mit seinem Ende einen Teil des Ankerkopfes bildet. Um hier eine einfache
Fertigung zu ermöglichen, kann gemäß Anspruch 9 vorgegangen werden.
[0010] Eine ähnliche Möglichkeit ist im Anspruch 10 angegeben. Hier dient der Gewindebolzen
als Ankerkopf. Die Längen der beliebigen Ankerstange und des Gewindebolzens können
wunschgemäß aufeinander abgestimmt werden.
[0011] Die Verformung des Gebirges ergibt eine Deformation des Stauchkörpers, wobei der
äußere Endbereich der auch der Dehnung unterliegenden Ankerstange in das Bohrloch
hineingezogen wird. Wenn man eine Ausführung nach Anspruch 11 vorsieht, kann man
die aufgetretene Verformung mit einfachen Mitteln direkt messen.
[0012] Eine in der Herstellung besonders einfache Ausgestaltung des eine Grundkonstruktion
nach Anspruch 7 aufweisenden Gebirgsankers entnimmt man dem Anspruch 12. Bei dieser
Ausführung ergibt sich ebenfalls nur ein geringer Überstand über das Bohrloch in der
ersten Montagestellung, wobei die Ankerstange gegen den Widerstand des mit dem Rohrstück
in das Bohrloch versenkten Stauchkörpers in das Rohrstück hineingezogen wird. Durch
einfaches Anziehen der den Ankerkopf bildenden Mutter werden in der Einbaustellung
die über das aufgeweitete Ende des Rohrstückes mitgenommene Ankerplatte gegen die
äußere Bohrlochwand bzw. einen zwischen Gebirge und Ankerplatte anzubringenden z.
B. großflächigen Ausbauteil und das Rohrstück seinerseits über den Stauchkörper im
Sinne eines Hineinschiebens in das Bohrloch vorgespannt.
[0013] Wenn gemäß Anspruch 13 vorgegangen wird, kann der Druckring zusätzlich durch Reibungsschluß
mit der Innenwand des Rohrstückes einen Teil der Rückhaltekraft erzeugen.
[0014] Bei der Grundkonstruktion nach Anspruch 7 und vor allem bei einer Ausführung nach
Anspruch 12 kann man auch einen Stauchkörper nach Anspruch 14 vorsehen, der etwa
aus weicherem Metall bzw. einer Metallegierung oder aus einem Kunststoff besteht,
wobei der Extrusionswiderstand des Stauchkörpermaterials durch die Durchtrittsöffnungen
die Rückhaltekraft des Ankers exakt definiert.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden
Zeichnungsbeschreibung.
[0016] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es
zeigen
Fig. 1 schematisch einen Schnitt durch den äußeren Endbereich einer Ankerstange und
ihrer Abstützverbindung mit dem Ankerkopf in der Einbaustellung,
Fig. 2 in der Fig. 1 entsprechenden Darstellungsweise einen Schnitt durch eine zweite
Ausführungsform,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine vierte Ausführungsform und
Fig. 5 als Detail zu Fig. 4 ein Teilstück von Ankerstange, Rohrstück und Stauchkörper
bei gestauchtem Stauchkörper ebenfalls im Schnitt.
[0017] Zur Hohlraumsicherung an einer aus dem Gebirge 1 gebildeten Hohlraumleibung werden
jeweils nachgiebige Gebirgsanker 2 versetzt, die den Gebirgsdruck aufnehmen und ein
Mittragen des Gebirges bewirken sollen. Die Gebirgsanker 2 weisen eine Ankerstange
3, 3a auf, die bei der Ausführung nach Fig. 1 als Rohr 3 und bei den Ausführungen
nach den Fig. 2 bis 5 als massive Stange 3a ausgebildet ist und die in das Bohrloch
4 eingeführt und im Bohrlochinneren, also zumindest am inneren Endbereich sicher befestigt
wird. Es kann hier eine Verklebung, Verdübelung, Vermörtelung oder Aufweitung rohrförmiger,
vorgeformter Endstücke durch Hydraulikmittelbeaufschlagung und dadurch bedingte Verpressung
der Endstücke mit dem Gestein vorgenommen werden.
[0018] Nach Fig. 1 ist auf das freie, aus dem Bohrloch 4 herausragende Ende der Ankerstange
3 eine einen Stauchkörper bildende Hülse 5 mit Spiel aufgesteckt, die regelmäßig verteilte
Umfangsrillen 6 aufweist. Die Hülse 5 sitzt zwischen zwei entsprechende Druckflächen
aufweisenden Stützringen 7 und 9, wobei der äußere Stützring 7 an der Ankerstange
3 und der innere Stützring 9 innenseitig in einem in das Bohrloch einführbaren Rohrstück
8 eingeschweißt ist. Das Rohrstück 8 umschließt die Hülse 5 und trägt außerhalb des
Bohrloches 4 eine Gewindehülse 10 mit einem Außengewinde 11 für eine Ankermutter
12, die sich auf einer Ankerplatte 13 abstützt, welche von außen her gegen das Gebirge
1 oder wie im vorliegenden Fall gegen eine Spritzbetonschicht 14 oder ein gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung einer plastisch verformbaren Einlage gegen das Gebirge anstellbares
großflächiges Auskleidungselement drückt. Es ist auch möglich, über die Ankerplatten
13 mehrerer Gebirgsanker 2 Auskleidungselemente mit Spaltabstand vom Gebirge 1 festzuhalten
und den Spalt mit Spritz- oder Ortbeton auszufüllen.
[0019] Ist der Gebirgsanker 2 ordnungsgemäß gesetzt und durch Anziehen der Ankermutter
12 vorgespannt, kann er den auftretenden Gebirgsdruck bis zu einer bestimmten Grenzbelastung
aufnehmen, wobei der Kraftfluß von der Gesteinswand 1 und der Spritzbetonschicht 14
od. dgl. über die Ankerplatte 13, das Rohrstück 8, den Druckring 9 und die Hülse 5
zum Druckring 7 und damit zur Ankerstange 3 verläuft. Übersteigen die Belastungen
den Stauchwiderstand der Hülse 5 wird diese durch Stauchung verformt, also zwischen
den Stützringen 7, 9 zusammengedrückt. Verlauf, Form und Zahl der Umfangsrillen 6
ermöglichen eine Beeinflussung des Verformungsverhaltens der Hülse 5, so daß die Abstützung
in ihrer Nachgiebigkeit an die jeweiligen Verhältnisse angepaßt werden kann. Die maximale
Verformung der Hülse 5 gibt ein Maß für die zulässige aufzunehmende Verformung und
man kann daher durch Wahl der Hülsengröße und -form größere Verformungsbereiche einstellen,
in denen keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit des Gebirgsankers statt findet
und der die Haltekraft des Gebirgsankers definierende Verformungswiderstand genau
definiert ist. Der Überstand des Ankerkopfbereiches über die Ankerplatte 13 ist gering.
[0020] Zur Messung der auftretenden Verformung kann, wie strichpunktiert angedeutet wurde,
in die hohle Ankerstange 3 ein Meßstab 15 eingeführt sein, der im Inneren des Bohrloches
in der Ankerstange befestigt ist und durch seinen Überstand über den Rand des Rohrstückes
8 die Größe der aufgetretenen Verformung der Hülse 5 anzeigt.
[0021] Bei den Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 sind in ihrem grundsätzlichen Aufbau der
Hülse 5 entsprechende Hülsen 16 vorhanden, die sich mit ihrem inneren Ende an einem
Stützring 17 und mit ihrem äußeren Ende an einem Stützring 18 abstützen. Das Ende
der Ankerstange 3a ist nach Fig. 2 mit einem aus dem Bohrloch herausragenden Gewindeende
19 und nach Fig. 3 mit einem im Bohrloch 3 verbleibenden Gewindeende 20 versehen.
Auf dieses Gewindeende ist der Druckring 18, der als Mutter ausgebildet ist, aufgeschraubt,
so daß die Relativlage der Hülse 16 und eines den inneren Druckring 17 tragenden
Rohrstückes 21 zur Ankerstange durch Verdrehen dieser Mutter eingestellt werden kann.
Die den Druckring 18 bildende Mutter ist im äußeren Ende des Rohrstückes 21 gleitverstellbar
geführt. Nach Fig. 2 schließt an das Rohrstück 21 eine Gewindehülse 22 an, auf die
eine Ankermutter 23 aufgeschraubt ist, welche unter Zwischenschaltung einer Beilagescheibe
24 auf eine in der Mitte nach aussen gewölbte Ankerplatte 25 drückt.
[0022] Nach Fig. 3 ist in das äußere Ende des Rohrstückes 21 eine Mutter 26 eingeschweißt,
die der Aufnahme eines koaxial mit der Ankerstange 3a und dem Gewindeende 20 angebrachten
Gewindebolzens 27 dient, der wieder über eine Ankermutter 28 und eine Beilagescheibe
29 auf eine Ankerplatte 30 drückt.
[0023] Nach den Fig. 4 und 5 ist die Ankerstange 3a mit einem Gewindeende 31 ausgestattet.
Es wird eine Ankerplatte 32 verwendet, bei der der Rand 33 einer Durchführungsöffnung
für ein Rohrstück 34 leicht nach innen gezogen ist. Das Rohr stück 34 besitzt ein
aufgeweitetes äußeres Ende 35 und ein sich konisch verengendes inneres Ende 36. Am
inneren Ende 36 stützt sich ein gegebenenfalls durch Schweißung zusätzlich gesicherter
Druckring 37 ab. Zwischen diesem Druckring 37 und einem mit Hilfe einer Ankermutter
38 festspannbaren Druckring 39 ist mit Spiel innerhalb des Rohrstückes 34 eine verformbare
Hülse 40 angeordnet. Durch Festziehen der Ankermutter 38 an der mit ihrem inneren
Ende befestigten Ankerstange 3a wird die verformbare Hülse 40 in das Bohrloch 4 hineingeschoben
und nimmt dabei das Rohrstück 40 sowie über dessen aufgeweiteten Rand 35 die Ankerplatte
32 mit, so daß diese gegen die Leibung des Gesteins 1 bzw. den zwischen Gestein und
Ankerplatte 32 liegenden Teil 14, der wie erwähnt, Spritzbeton oder ein Auskleidungsteil
sein kann, gepreßt wird. Wenn das Gebirge arbeitet, und die Verformungsbelastung
der Hülse 40 überschritten wird, kann sich die Hülse wie in Fig. 5 dargestellt, unter
Wellung verformen, wobei sich die entstehenden Wellen mit ihren Scheiteln an der Ankerstange
3a und im Inneren des Rohrstückes 34 abstützen, so daß auch die Ringspaltgröße zwischen
Ankerstange und Rohrinnenseite die Verformungscharakteristik und den Verformungswiderstand
mitbestimmen. Zur Erzielung einer Wellung bei der Stauchung kann die Hülse 40 vorgeformt
sein, also eine wellige Längsprofilierung durch Ringsicken oder nach einem Gewindegang
verlaufende Sicken besitzen. Die Hülse 40 kann auch leicht konisch sein.
[0024] Nach einer nicht dargestellten Variante kann die Hülse 40 durch einen Körper aus
plastisch verformbarem Material ersetzt werden, wobei in den Ringen 37 oder 39 Extrusionsöffnungen
vorgesehen werden, durch die das Material dieses Körpers beim Überschreiten der vorgegebenen
Belastung extrudiert wird. Zusätzlich kann in diesen Körper eine verformbare Hülse
aus Metall eingebettet sein oder es können andere Bewehrungselemente innerhalb des
verformbaren Körpers angebracht werden, um die Extrusionscharakteristik und damit
den Rückhaltewiderstand der äußeren Ankerbefestigung im voraus zu bestimmen. Wie die
Fig. 4 zeigt, ist der Größtdurchmesser der Ankermutter 38 kleiner als die Lichtweite
des Rohrstückes 34, so daß die Ankermutter 34 in das Rohrstück eintreten kann, wenn
die Hülse 40 gestaucht wird.
[0025] Wie die Fig. 2 und 3 noch zeigen, kann das Bohrloch 4 bei oder vor der Anbringung
des Gebirgsankers 2 mit einem Zementmörtel oder einem sonstigen Füllmittel gefüllt
werden.
1. Gebirgsanker (2) mit einer in einem Bohrloch (4) zu befestigenden Ankerstange (3;
3a) und einem Ankerkopf (8; 23; 25, 38, 39) für eine außerhalb des Bohrloches (4)
anbringbare Ankerplatte (13; 25; 30; 32), wobei in die Abstützverbindung zwischen
Ankerplatte und Ankerstange ein die Ankerstange hülsenförmig umgebender, druckbelasteter
Verformteil (5; 16, 40) eingebunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verformteil
(5; 16, 40) einen zwischen einer stangenseitigen und einer plattenseitigen Druckfläche
(7;9; 17, 18; 37, 39) sitzenden Stauchkörper bildet.
2. Gebirgsanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stauchkörper eine
Hülse (5; 16, 40) vorgesehen ist.
3. Gebirgsanker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (5; 16) Umfangsrillen
(6) aufweist.
4. Gebirgskanker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichmäßig axial
hintereinander gereihten Rillen (6) der Hülse (5; 16) unterschiedliche Tiefe besitzen.
5. Gebirgsanker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (40) eine wellenförmige
Längsprofilierung aufweist.
6. Gebirgsanker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (40) sich gegen das eine Ende konisch verjüngt.
7. Gebirgsanker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (5; 16, 40> mit Spiel in einem in das Bohrloch (4) einsetzbaren Rohrstück (8;
21, 34) untergebracht ist, das sich mit seinem äußeren Ende an der Ankerplatte (13;
25; 30; 32) abstützt und im Bereich seines inneren Endes einen die plattenseitige
Druckfläche bildenden Bund (9; 17; 37) aufweist.
8. Gebirgsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stauchkörper (5)
zwischen einem äußeren Stützring (7) der Ankerstange (3) und einem den Bund bildenden
inneren Stützring (9) des Rohrstückes (8) angeordnet ist, das über eine Ankermutter
(12) an der Ankerplatte (13) angreift.
9. Gebirgsanker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrstück (8) ein
Außengewinde (11) für die Ankermutter (12) aufweist, wobei auf das Rohrstück (8)
eine das Außengewinde (11) bildende Gewindehülse (10) aufgebracht ist.
10. Gebirgsanker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrstück (21) mit
einer am stützringfreien Ende eingesetzten Mutter (18) auf einem nach außen ragenden
axial an die Ankerstange anschließenden Gewindebolzen (19, 20) aufgeschraubt ist.
11. Gebirgsanker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
hohle Ankerstange (3) einen Meßstab (15) aufnimmt, der im Bereich des Befestigungsendes
der Ankerstange fixiert und lose bis durch den Ankerkopf (8) hindurchgeführt ist.
12. Gebirgsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenende (35) des
Rohrstückes (34) zur Abstützung am Rand (33) einer Durchführungsöffnung der Ankerplatte
(32) aufgeweitet und das innere Ende (36) des Rohrstückes zur Bildung des Bundes oder
zur Abstützung eines den Bund bildenden Ringes (37) verengt ist und daß der Ankerkopf
(38) aus einer in das Rohrstück (34) einführbaren, auf ein Gewindeende (31) der Ankerstange
(3a) aufschraubbaren Ankermutter (38) besteht.
13. Gebirgsanker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Ankermutter
(38) und Hülse (40) ein im Rohrstück (34) geführter Druckring (39) anbringbar ist.
14. Gebirgsanker nach einem der Ansprüche 7, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Stauchkörper bildende Hülse aus plastisch verformbarem Material besteht und
das Rohrstück und/oder die die Druckflächen aufweisenden Teile Durchtrittsöffnungen
zum Auspressen des Hülsenmaterials freilassen.