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EP 0 317 729 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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31.05.1989 Patentblatt 1989/22 |
(22) |
Anmeldetag: 23.09.1988 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB GR IT |
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Priorität: |
27.11.1987 DE 3740191
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Anmelder: Petz, Günter |
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D-90431 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Petz, Günter
D-90431 Nürnberg (DE)
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Vertreter: Göbel, Matthias, Dipl.-Ing. |
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Pruppacher Hauptstrasse 5-7 D-90602 Pyrbaum D-90602 Pyrbaum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Flügelrad für Gebläse |
(57) Bei einem Flügelrad für Gebläse mit an einer Nabe fest angeordneten Luftflügeln sind
zur Ausschaltung von Verletzungsmöglichkeiten die Luftflügel (3) im Abstand der Vorderkante
(3′) mit einer schlitzförmigen Ausnehmung (4) und zwischen der Vorderkante (3′) und
der Ausnehmung (4) mit einem abbiegbaren Streifenteil (5) versehen.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Flügelrad für Gebläse mit an einer Nabe fest angeordneten
Luftflügeln.
[0002] Es ist bekannt, die Flügelräder von Gebläsen zur Vermeidung von Verletzungen des
Benutzers durch Gitter oder gelochte Wandungsteile abzudecken. Die Gitter und Wandungsteile
behindern dabei jedoch die Gebläseluftströmung. Bei weiter bekannten, frei drehenden
Flügelrädern, z. B. für Tischventilatoren sind Verletzungen dadurch vermindert, daß
verformbare Werkstoffe für die Flügelräder zum Einsatz kommen. Diese Werkstoffe erfordern
jedoch als Nachteil eine Vergrößerung der Dicke der Luftflügel, was den Wirkungsgrad
dieser Flügelräder ungünstig beeinflußt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, bei ausreichend festen Werkstoffen für Flügelräder
Maßnahmen zu schaffen, die beim Umlaufen der Flügelräder Verletzungen durch Eingriffe
in den Bewegungsweg der Schaufeln ausschließen.
[0004] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Luftflügel im Abstand der
Vorderkante eine schlitzförmige Ausnehmung und zwischen Vorderkante und Ausnehmung
einen abbiegbaren Streifenteil aufweisen. Bevorzugt sind die schlitzförmigen Ausnehmungen
im wesentlichen parallel zur Vorderkante der Luftflügel sich erstreckend ausgebildet.
Es entspricht dem Erfindungsgedanken, daß die schlitzförmigen Ausnehmungen auch mit
beliebig anderweitiger Formgebung, z. B. bei größer werdendem radialen Abstand zur
Nabe mit zunehmenden Breiten ausgeführt sind. Auf diese Weise sind an den Luftflügeln
vorne verformbare Abschnitte erzielt, die als Stoßdämpfer beim Auftreffen auf in den
Bewegungsweg der Luftflügel eintauchenden Gegenständen oder Fingern der Benutzer
wirken. Die so ausgebildeten Flügelräder können beliebig aus einem Kunststoff oder
aus einem Metall gefertigt sein. Gleichzeitig führt die Verwendung von beliebig festeren
Werkstoffen für die Luftflügel auch zu günstigen Wirkungsgraden für die Gebläseströmung.
Es versteht sich, daß die schlitzförmigen Ausnehmungen bei beliebig geformten Luftflügeln,
beispielsweise solchen mit geraden oder mit zurückfluchtenden Vorderkanten in Anwendung
gebracht werden können. Auch ist denkbar, die Ausnehmungen lediglich nur über einen
Teil der radialen Ausdehnung der Luftflügel, insbesondere in den von der Nabe entfernteren
Teilen, in diesen anzuordnen.
[0005] In Fortbildung des Erfindungsgedankens ist bei einem Flügelrad für mit einer Vielzahl
quer zur Drehrichtung hintereinander angeordneten Luftschaufeln, sogenannte Trommelläufern,
vorgesehen, die Luftschaufeln im Abstand der Vorderkante mit einer schlitzförmigen
Ausnehmung und zwischen Vorderkante und Ausnehmung einen abbiegbaren Streifenteil
auszubilden. Bei dem so gebildeten Trommel läufer weist jede Luftschaufel eine Art
Stoßdämpfer am vorderen Ende auf, wodurch Verletzungen bei Eingriffen ausgeschlossen
sind.
[0006] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung verdeutlicht.
Hierin bedeuten:
Fig. 1 ein Flügelrad in Vorderansicht,
Fig. 2 ein Flügelrad gemäß einer weiteren Ausführung, in Vorderansicht, verkleinert
und
Fig. 3 ein Trommelläufer in Seitenansicht.
[0007] Beim Flügelrad der Fig. 1 trägt eine auf einer Welle 1 angeordnete Nabe 2 eine Anzahl
Luftflügel 3. Die Luftflügel 3 sind in an sich bekannter Weise schräg auf der Nabe
2 angeordnet, so daß sich bei Umläufen des Flügelrades eine axiale Luftströmung einstellt.
Im Abstand der Vorderkante 3′ weisen die Luftflügel 3 eine sich im wesentlichen parallel
zur Vorderkante 3′ erstreckende schlitzförmige Ausnehmung 4 auf und zwischen der Ausnehmung
4 und der Vorderkante 3′ ist ein abbiegbarer Streifenteil 5 vorgesehen. Bei Umläufen
des Flügelrades und bei Eingriffen eines Fremdkörpers 6 in den Bewegungsweg der Luftflügel
3 schlagen die Luftflügel 3 mit ihren Vorderkanten 3′ auf den Fremdkörper 6 auf und
es erfolgen Verformungen der Streifenteile 5. Die Verformungen der Streifenteile
5 nehmen die kinetische Energie auf und verhindern Verletzungen oder Beschädigungen
des in den Bewegungsweg der Luftflügel eintauchenden Fremdkörpers 6. Es besteht die
Möglichkeit, die Ausnehmungen 4 nur in den Bereichen der freien Enden der Luftflügel
3 vorzusehen.
[0008] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind die Luftflügel 3 mit geraden Vorderkanten
3′ ausgeführt. Im Abstand parallel zu den Vorderkanten 3′ sind wiederum Ausnehmungen
4 vorgesehen und zwischen den Ausnehmungen 4 der Vorderkanten sind verformbare Steifenteile
5 erstellt.
[0009] Beim Trommelläufer der Fig. 3 sind die Luftschaufeln 7 im Abstand ihrer Vorderkante
7′ mit schlitzförmigen Ausnehmungen 4 versehen und zwischen den schlitzförmigen Ausnehmungen
4 und den Vorderkanten 7′ abbiegbare Streifenteile 5 gebildet. Bei Eintauchen eines
Fremdkörpers in den Bewegungsweg der Luftschaufeln 7 vermeidet die Verformung der
Streifenteile 5 Beschädigungen oder Verletzungen.
[0010] Es entspricht der Erfindung, daß die Ausnehmungen 4 in radialer Richtung mit beliebig
gleichen oder unterschiedlichen Breiten gestaltet sein können.
1. Flügelrad für Gebläse mit an einer Nabe fest angeordneten Luftflügeln, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftflügel (3) im Abstand der Vorderkante (3′) eine schlitzförmige
Ausnehmung (4) und zwischen der Vorderkante (3′) und der Ausnehmung (4) einen abbiegbaren
Streifenteil (5) aufweisen.
2. Flügelrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmigen Ausnehmungen
(4) im wesentlichen parallel zu den Vorderkanten (3′) der Luftflügel (3) sich erstreckend
ausgebildet sind.
3. Flügelrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmigen Ausnehmungen
(4) mit größer werdendem radialen Abstand zur Nabe (2) mit zunehmenden Breiten ausgeführt
sind.
4. Flügelrad nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(4) sich über einen Teil der radialen Ausdehnung der Luftflügel (3) erstrecken.
5. Flügelrad für mit einer Vielzahl quer zur Drehrichtung hintereinander angeordneten
Luftschaufeln (Trommelläufer), dadurch gekennzeichnet, daß die Luftschaufeln (7)
im Abstand der Vorderkante (7′) eine schlitzförmige Ausnehmung (4) und zwischen der
Vorderkante (7′) und der Ausnehmung (4) einen abbiegbaren Steifenteil (5) aufweisen.
