(19)
(11) EP 0 317 755 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.05.1989  Patentblatt  1989/22

(21) Anmeldenummer: 88117199.5

(22) Anmeldetag:  15.10.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 13/436
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 17.10.1987 DE 3735205

(71) Anmelder: Kabelwerke Reinshagen GmbH
D-42369 Wuppertal (DE)

(72) Erfinder:
  • Jorroch, Waldemar
    D-5600 Wuppertal 21 (DE)
  • Schekalla, Peter
    D-5600 Wuppertal 11 (DE)

(74) Vertreter: Priebisch, Rüdiger, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) 
Kabelwerke Reinshagen GmbH Patentabteilung Reinshagenstrasse 1
42369 Wuppertal
42369 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Mehrpolige steckbare Kupplungshälfte für elektrische Leitungen


    (57) Bisher ist bei einer mehrpoligen Kupplungshälfte mit in Bohrungen ihres Isolationsgehäuses aufge­nommenen und gehalterten Kontaktgliedern eine Loch­platte als Schieber verwendet worden, welche die Bohrungen im Gehäuse durchquert und ein dem Bohrungs­profil an der Schnittstelle angepaßtes Lochmuster aufweist. In Ausschublage des Schiebers fluchtet das Lochmuster mit den Gehäusebohrungen, während es in Einschublage versetzt ist und Anschlagkanten Schultern am Kontaktglied hintergreifen. Diese Kupplungshälfte ließ sich auch dann mit einer Gegen-Kupplungshälfte verbinden, wenn eine Verriegelung der Kontaktglieder durch die Lochplatte nicht gewährleistet war. Es bedurfte besonderer Aufmerksamkeit, um die Eingriffs­beziehung zwischen der Lochplatte und den Kontakt­gliedern festzustellen.
    Es wird nun vorgeschlagen, anstelle der Löcher in der Platte einen Schieber mit Aufnahmebohrungen vorzu­sehen, weshalb die Kontaktglieder mit ihren Halterungen im Schieber selbst plaziert und zusammen mit ihm ver­schoben werden. Die im feststehenden Gehäuse befind­lichen Eingangsabschnitte der Bohrungen sind in Aus­ schublage des Schiebers versetzt. Die im Gehäuse vorgesehenen Ausgangsabschnitte der Bohrungen dagegen haben seitliche Verbreiterungen, um in Einschublage Endteile des Kontaktgliedes aufzunehmen. Die Kupplungs­fähigkeit bzw. Nichtkupplungsfähigkeit ist bei der Erfindug ein Kriterium für die ordnungsgemäße Positio­nierung des Schiebers und damit für die Verriegelung der Kontaktglieder.
    Steckverbindungen im Kraftfahrzeugbau.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf eine mehrpolige Kupplungs­hälfte der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art, die als Stecker mit patrizenförmigen Kontaktgliedern oder als Steckdose mit matrizenförmigen Kontaktgliedern ausge­rüstet sein könnte.

    [0002] Bei der bekannten Kupplungshälfte (DE-OS 30 23 313) ist das von parallelen Bohrungen zur Aufnahme und Halterung der Kontaktglieder ausgerüstete Gehäuse mit einem Schlitz ver­sehen, worin eine Lochplatte schubartig einschiebbar ist. Die Lochplatte hat ein dem Bohrungsprofil angepaßtes Loch­muster und greift im Einschub-Fall in Ausnehmungen der Kontaktglieder ein, die nur auf diese Weise im Gehäuse positioniert werden. Die Einschublage der Platte ist nur durch einen Endanschlag der Lochplatte im Gehäuse bestimmt. Das mit den Kontaktgliedern und der Lochplatte ausgerüstete Gehäuse wird im Inneren einer Schale plaziert, welche die elektrischen Leitungen aufnimmt, die Kupplungshälfte ver­vollständigt und ein Herausziehen der Lochplatte verhindert. Dieser Bauaufwand ist in manchen Anwendungsfällen zu groß. Vor allem ist nicht zweifelsfrei, ob die Lochplatte in ihrer Einschublage auch tatsächlich in allen Ausnehmungen der Kontaktglieder mit ihren Lochkanten eingefahren ist und daher die Kontaktglieder wirklich sichert. Die Kontaktglieder der zugehörigen Gegen-Kupplungshälfte lassen sich jedenfalls auch dann mit dieser Kupplungshälfte verbinden, wenn deren Kontaktglieder nicht ausreichend gesichert sind. Dies kann zu Montagefehlern führen, sofern man beim Herstellungsprozeß nicht besondere Aufmerksamkeit der Eingriffsbeziehung zwischen der Lochplatte und den Kontaktgliedern schenkt oder zeit­aufwendige Kontrollen einführt. Ferner können sich die beid­seitigen Kontaktglieder beim Kuppeln verschieben, womit die Gefahr einer unzureichenden Kontaktierung sich ergibt.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Kupplungshälfte der im Oberbegriff des Anspruches 1 ge­nannten Art zu entwickeln, die beim Zusammenbau ihrer Bestandteile und sogar beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Kupplungshälften mit Sicherheit die ordnungsgemäße Plazierung aller ihrer Bestandteile erkennen läßt. Dies wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des An­spruches 1 angeführten Maßnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung zukommt:

    [0004] Bei der Erfindung ist der Schieber selbst der maßgebliche Aufnahmeteil zur Positionierung und Halterung der zugehörigen Kontaktglieder und dieser Aufnahmeteil ist bei der Erfindung zugleich ein Transportmittel, um die Kontaktglieder aus einer Ausschublage des Schiebers in die endgültige Einschublage zu überführen, welche den Gebrauchszustand der Kupplungs­hälfte kennzeichnet. Der Schieber ist also zusammen mit den von ihm aufgenommenen Kontaktgliedern bezüglich des von ihm umschlossenen Gehäuses bewegbar. Obwohl die im Schieber stecken­den Kontaktglieder von außen nicht beobachtet werden können, gibt die Erfindung die Gewißheit ihrer ordnungsgemäßen Pla­zierung, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer axialen als auch radialen Position im Gehäuseinneren. Solange die Kontakt­glieder nicht ordnungsgemäß in ihre Aufnahmebohrungen in dem Schieber eingeführt sind, läßt sich der Schieber nicht in seine Einschublage quer zu den Bohrungen bewegen. Darüber hinaus lassen sich aber bei der Erfindung auch nicht die komplementären Gegen-Kontaktglieder der zugehörigen Gegen-­Kontakthälfte einstecken, solange der Schieber nicht seine endgültige Einschublage erreicht hat. Erst dann sind nämlich die Eingangsabschnitte der Bohrungen im Gehäuse mit den im Schieber befindlichen Kontaktgliedern axial ausgerichtet, während vorausgehend, in der Ausschublage, ein seitlicher Versatz vorliegt. In dieser Versatzstellung sind die Eingangs­abschnitte der Gehäusebohrungen durch Wandflächen des Schie­bers versperrt. Dies ist ein endgültiges, zuverlässiges Kriterium für den ordnungsgemäßen Zusammenbau der Kupplungs­hälfte, die damit eine Mehrfachkontrolle zuläßt und auch während des ganzen bestimmungsgemäßen Gebrauchs der er­findungsgemäßen Kupplungshälfte wirksam ist. Entsprechend dem Versatz bei der Transportbewegung der Kontaktglieder im Schieber sind im Ausgangsabschnitt der Bohrungen im Gehäuse seitliche Verbreiterungen vorgesehen, deren zur Führung des Schiebers dienende Flächenteile zugleich die Anschlagkanten zur Positionierung der Kontaktglieder im Schieber gemäß Anspruch 4 bilden. Die Verbreiterungen und ihre Wandteile haben Mehrfachfunktionen zu erfüllen.

    [0005] Die Wandteile des Schiebers übernehmen, gemäß Anspruch 2, die Kontrollfunktion, denn die durch die Bohrungs-Eingangs­abschnitte einzuführenden Gegen-Kupplungshälften stoßen auf den Schieber, solange sich dieser nicht in der endgültigen Einschublage befindet. Die Profilierung der Kanäle gemäß Anspruch 3 fördert dies, wobei die trichterförmigen Er­weiterungen das in Ineingriffbringen der Kontaktglieder beim Kuppeln erleichtern.

    [0006] Rastverschlüsse nach Anspruch 5 erleichtern die Handhabung der Kupplungshälfte bei ihrer Montage. Die Ausbildung der Rastverschlüsse gemäß Anspruch 6 ist dabei besonders ein­fach und platzsparend.

    [0007] Grundsätzlich kann der Schieber für sich getrennt hergestellt sein und daher, gemäß Anspruch 7 ganz aus dem Gehäuse herausgezogen werden. In manchen Anwendungsfällen ist es aber günstiger und die Montage sinnfälliger, wenn man, gemäß Anspruch 8, die Gehäuseteile und ihren Schieber durch Gelenkteile zueinander klappbar macht. Trotz der Gelenkteile sollte man gemäß Anspruch 9 die Verschiebbarkeit des Schiebers in seine Endphase ermöglichen. Dann lassen sich nämlich alle Bestandteile des Gehäuses, gemäß Anspruch 10, einstückig herstellen, was ihre Herstellung und Montage vereinfacht. Besonders preiswert sind die Gelenkteile im Sinne des Anspruches 11 als Filmscharniere auszubilden, wobei verform­bare Stege gemäß Anspruch 12 die erwähnte Bewegung des Schiebers garantieren. Seitenwände am Gehäuserest können dabei den Zusammenbau eines solchen Klappgehäuses im Sinne des Anspruches 13 vereinfachen. Schnappverschlüsse nach Anspruch 14 sichern die Zuklapp-Position der verschiedenen Gehäuseteile.

    [0008] In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungs­beispielen dargestellt. Die Erfindung umfaßt alle aus diesen Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung ersichtlichen neuen Merkmale und Merkmalskombinationen, auch wenn diese nicht ausdrücklich in den Unteransprüchen angeführt sind. Es zeigen:

    Fig. 1 in starker Vergrößerung und perspektivischer Darstellung die beiden Bestandteile des erfindungs­gemäßen Gehäuses vor ihrer Vereinigung,

    Fig. 2 in Draufsicht die ineinander gefügten beiden Ge­häuseteile von Fig. 1, solange sich diese noch in einer noch nicht endgültigen Ausschublage be­finden,

    Fig. 3 a und 3 b in zwei zueinander rechtwinkeligen Seitenansichten ein in Fig. 2 einsetzbares Kontaktglied,

    Fig. 4 eine Querschnittansicht durch die in Position von Fig. 2 befindlichen Gehäuseteile längs einer versprungenen, dort durch die Schnittlinie IV-IV gekennzeichneten Schnittführung mit teilweise montierten Kontaktgliedern,

    Fig. 5 das in Fig. 2 bzw. 4 gezeigte Gehäuse in end­gültiger Einschublage der beiden Gehäuseteile und ordnungsgemäßer Positionierung der Kupplungs­glieder vor Kuppeln eines die Gegen-Kontakt­glieder umfassenden Anschlußgeräts,

    Fig. 6 in einer der Fig. 1 entsprechenden Position die verschiedenen Bestandteile einer zweiten Aus­führungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses,

    Fig. 7 in einer der Fig. 2 entsprechenden Draufsicht die vormontierten Bestandteile des Gehäuses von Fig. 6,

    Fig. 8 in einer der Fig. 4 entsprechenden Darstellung einen versprungenen Querschnitt durch das Gehäuse von Fig. 7 längs der dortigen Schnittlinie VIII-VIII, und

    Fig. 9 in einer der Fig. 4 entsprechenden Querschnitt­ansicht das Gehäuse von Fig. 5 bis 7 in seiner Gebrauchslage mit fertig montierten Kontakt­gliedern.



    [0009] Die einfachste Ausführung der erfindungsgemäßen Kupplungs­hälfte 10 umfaßt, wie aus Fig. 4 bzw. 5 hervorgeht, ein zweiteiliges Gehäuse 11, 12 mit einer Schar von zueinander parallel angeordneten durchgehenden Bohrungen 13, in welchen stückweise jeweils Kontaktglieder 20 zu lagern sind.

    [0010] Ausweislich der Fig. 3 a und 3 b ist das Kontaktglied 20 dreifach gegliedert. Es umfaßt einen Anfangsteil 21 mit den eigentlichen Kontaktelementen 22, die hier aus ein matrizenförmiges Element bildenden Kontaktfedern bestehen, aus einem Mittelteil 23 mit diversen Halteelementen 24, 25 und aus einem Endteil 26 mit Anschlußelementen 27, 28 für das abisolierte Ende einer elektrischen Leitung 29. Das Kontaktglied ist als Stanz-Form-Stück eines Blechkörpers ausgebildet, in dessen Anfangsteil die Kontaktfedern 22 durch einen Längsspalt 31 in zwei Federteile gegliedert sind. Die Halteelemente des Mittelteils 23 bestehen aus ausgeschnittenen und abgewinkelten Verriegelungszungen 24, die mit ihren freien Enden einer in zwei zueinander verti­kalen Ebenen vorspringenden Schulter 25 zugekehrt sind, die den Übergang dieses Mittelteils 23 zum Endteil 26 begrenzt. Die Anschlußelemente am Endteil 26 bestehen im vorliegenden Fall aus umbiegbaren Lappen-Paaren 27, 28, die einerseits, bei 27, die abisolierte Leiterseele festklemmen und anderer­seits, bei 28, als Zugentlastungen, die isolierte Leitung 29 festhalten. An der Übergangsstelle zwischen dem die Kontakt­federn 22 umfassenden Anfangsteil 21 und dem haltewirksamen Mittelteil 23 ist das Kontaktglied 20 mit einer in der Zeichenebene von Fig. 3 b liegenden Stoßkante 30 ver­sehen.

    [0011] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 bis 5 ist das Hauptgehäuse 11 mit einer Aussparung 14 ausgehöhlt, die zur Gleitführung eines den zweiten Gehäuseteil bildenden Schiebers 12 dienlich ist. Diese Aussparung 14 ist an ihrem Innenende durch eine Ab­schlußwand 15 gemäß Fig. 4 verschlossen und schneidet die Bohrungen 13 vertikal zu ihrer strichpunktiert in Fig. 4 angedeuteten Bohrungsachse 16, wodurch die Bohrungen im Hauptgehäuse 11 in zwei Abschnitte 17, 18 gegliedert sind, von denen der Eingangsabschnitt 17 in einer Deckplatte 32 des Hauptgehäuses 11 und der Ausgangsabschnitt 18 in einer Bodenplatte 33 angeordnet und zueinander unterschiedlich sowohl im Bohrungsquerschnitt als auch in Bohrungslängs­richtung profiliert sind. Die beiden Platten 32, 33 sind durch Seitenwände 34 verbunden und umschließen mit diesen die Aussparung 14 mit rechteckförmigem Öffnungsquerschnitt. Das Hauptgehäuse 11 wie der Schieber 12 sind aus isolieren­dem Kunststoff im Spritzgußverfahren voneinander getrennt erzeugt. Die Seitenwände 34 besitzen auf ihrer Außenseite angeformte Profilteile 35, 36, die zu einer nicht weiter dargestellten Anordnung des kompletten Gehäuses 11, 12 in einem Gehäuseverbund dienen.

    [0012] Der Schieber 12 seinerseits umfaßt eine in einem Anordnungs­muster der Bohrungen 13 übereinstimmende Schar von durch­gehenden Aufnahmebohrungen 19, die zur maßgeblichen Posi­tionierung der einzuführenden Kontaktglieder 20 gemäß Fig. 3 a, 3 b dienen. Dazu wird der Schieber 12 im Sinne des Einführungspfeils 37 von Fig. 1 in die Aussparung 14 des Hauptgehäuses 11 eingeschoben, bis die in Fig. 4 erkennbare Position dieser Gehäuseteile 11, 12 erreicht ist, die nach­folgend als "Ausschublage" des Schiebers 12 bezeichnet wer­den soll. Diese Ausschublage wird durch eine Rasthaltung zwischen dem Schieber 12 und dem Hauptgehäuse 11 bestimmt.

    [0013] Die eine Schließhälfte der Rasthaltung besteht aus einem Nocken-Paar 38, 38′, von denen in diesem Fall der erste 38 in einen Durchbruch 39 der Gehäuse-Deckplatte 32 ein­greift, während der angrenzende Randsteg 40 vor dem darauf­folgenden Nocken 38′ zu liegen kommt. Die Nocken 38, 38′ und der Randsteg 40 haben in Richtung des Einführpfeils 37 weisende Auflaufschrägen, die zu einer Verformung der Schließhälften 38, 38′, 39 beim Überfahren des Randstegs 40 führen, bis dieser hinter die Steilfläche des Nockens 38 einfährt.

    [0014] In dieser durch die Rasthaltung gesicherten Ausschublage des Schiebers 12 sind, gemäß Fig. 4, seine Aufnahmebohrungen 19, wie durch die strichpunktierte Mittellinie 41 verdeut­licht ist, in Ausrichtung mit einer damit konformen Durch­laßöffnung 42 in der inneren Plattenebene 43 der Gehäuse-­Bodenplatte 33. Aus diesem Grunde lassen sich, von der Außenseite der Bodenplatte 33 aus, wie in Fig. 4 dargestellt, die Kontaktglieder 20 stückweise im Sinne der Einsteckpfeile 44 einführen, bis schließlich deren Stoßkanten 30 an Absätzen 45 der längsprofilierten Aufnahmebohrung 19 anstoßen und daher die axiale Einstecktiefe bestimmen. Zugleich spreizen sich, wie aus der Endposition in Fig. 5 ersichtlich ist, die erwähnten Verriegelungszungen 24 auseinander und hinter­greifen in den Aufnahmebohrungen 19 vorgesehene Hinter­schneidungen 46, weshalb eine der Einsteckrichtung 44 ent­gegengerichtete, auf die Kontaktglieder 20 ausgeübte Aus­ziehkraft zunächst erfolglos bleibt. Damit ist die endgültige axiale Lage der Kontaktglieder 20 in beiden Richtungen fest­gelegt. Beachtenswert ist, daß die vorerwähnten Halterungen 30, 45 einerseits und 24, 46 andererseits ausschließlich im Höhenbereich der Aufnahmebohrungen 19 des Schiebers 12 liegen.

    [0015] In Fig. 5 ist ein elektrischer Bauteil 50 verdeutlicht, der mit der zugehörigen Gegen-Kupplungshälfte 10′ inte­griert ist. Diese umfaßt komplementäre Gegen-Kontaktglieder 20′, die hier als patrizenartig wirkende, plattenförmige Stifte ausgebildet sind, die im Kupplungsfall mit den er­wähnten matrizenförmigen Kontaktfedern 22 der bisher be­schriebenen Kupplungshälfte 10 in Eingriff zu bringen sind. Dazu müssen die Gegen-Kontaktglieder 20′ durch die er­wähnten Eingangsabschnitte 17 in der Gehäuse-Deckplatte 32 hindurchgeführt werden. Dazu ist dieser Eingangsabschnitt 17 als ein dem Querschnitt der Gegen-Kontaktglieder 20′ entsprechend profilierter Kanal 47 ausgebildet, dem ein mit Einführschrägen ausgerüsteter Trichter 48 vor­geschaltet ist. In der Ausschublage von Fig. 4 sind die erwähnten Mittellinien 41 der schieberseitigen Aufnahme­bohrungen 19 gegenüber den eingangs erwähnten Bohrungs­achsen 16 um eine aus Fig. 4 ersichtliche Strecke 51 ver­setzt, weshalb Einführversuche der erwähnten Gegen-Kupplungs­hälfte 10′ grundsätzlich erfolglos sind. Die Enden der Gegen­Kupplungsglieder 20′ stoßen nämlich dabei durch die am besten aus Fig. 1 ersichtlichen Wandteile 49 des Schiebers 12, die zwischen seinen Aufnahmebohrungen 19 angeordnet sind. Dies deutet auf die noch nicht endgültige, erst in Fig. 5 zu er­reichende Lage des Schiebers 12 hin, sondern auf dessen. Ausschublage, die durch eine nicht ordnungsgemäße Einsteck­position 44 seiner Kontaktglieder 20 begründet sein könnte.

    [0016] Damit ist bei der Erfindung ausgeschlossen, daß, auch wenn die Kontaktglieder 20 gemäß Fig. 5 ordnungsgemäß in den Aufnahmebohrungen 19 sitzen, sie beim Kuppeln mit den Gegen-Kupplungsgliedern 20′ herausgedrückt werden könnten unter Aufhebung der vorerwähnten Halterung zwischen den Verriegelungszungen 24 und den schieberseitigen Hinter­schneidungen 46. Bei der Erfindung wird nämlich durch den Schieber 12 eine Doppelverriegelung der Kontaktglieder 20 erreicht, die auf folgende einfache Weise erzielbar ist.

    [0017] Ausgehend von der Ausschublage von Fig. 4 braucht der Schieber 12 lediglich im Sinne des dort angedeuteten Schub­pfeils 52 weiter eingedrückt zu werden, womit dieser in die als "Einschublage" zu bezeichnende Stellung gemäß Fig. 5 überführt wird. Dabei wird der Schieber um die lichte Weite 53 einer zwischen der inneren Schieber-Stirnwand 54 und der eingangs erwähnten Gehäuse-Abschlußwand 15 eingeschlossenen Lücke bewegt. Die Abschlußwand 15 dient als Anschlag für die Schieber-Stirnwand 54. Diese Lückenweite 53 ist der vorerwähnten Versatz-Strecke 51 zwischen der Bohrungsachse 16 und der Mittellinie 41 der Aufnahmebohrungen 19 gleich ausgebildet, weshalb in der Einschublage von Fig. 5 die Bohrungs-Eingangsabschnitte 17 jeweils exakt mit den schieber­seitigen Aufnahmebohrungen 19 ausgerichtet sind. Jetzt lassen sich die Gegen-Kupplungshälften 20′ der am elektrischen Bauteil 50 von Fig. 5 gezeigten Gegen-Kupplungshälfte 10′ glatt in dieser Kupplungshälfte 10 einführen. Die erwähnte axiale Lage der Kontaktglieder 20 in den Aufnahmebohrungen 19 ist noch zusätzlich gesichert, was durch folgende weitere Wirkungen des Schiebers 12 erzielt wird.

    [0018] Bei dem vorerwähnten Verschieben 52 des Schiebers 12 nimmt dieser die darin aufgenommenen Kontaktglieder 20 mit und versetzt sie in die vorbeschriebene ausgerichtete Position mit den Eingangsabschnitten. Der Schieber 12 ist also Transportmittel für die Kontaktglieder 20. Deswegen sind auch die Ausgangsabschnitte 18 der Bohrungen im Bereich der Gehäuse-Bodenplatte 33 besonders längsprofiliert. Die Ausgangsabschnitte 18 umfassen nämlich seitliche Verbreiterungen 58, die im unteren Stück eine gegenüber der erwähnten Durch­laßöffnung 42 wesentlich größere lichte Weite in den Bohrungen 18 erzeugen. Diese Verbreiterungen 58 sind dazu dienlich, um bei dem erwähnten Kontaktglied-Transport die Endteile 26 des Kontaktglieds 20 dort einfahren zu lassen. Diese Verbreiterungen 58 sind zu der in Fig. 1 ersichtlichen Gehäuseaussparung 14 hin durch Absatzflächen 55 abgedeckt, die in der bereits ge­nannten inneren Plattenebene 43 der Gehäuse-Bodenplatte 33 liegen und die erwähnte dortige Durchlaßöffnung 42 begrenzen. Die Absatzflächen 55 sind zu den Verbreiterungen des Bohrungs-­Ausgangsabschnittes 18 hin durch Neigungsflächen 56 verstärkt, welche zugleich die Einsteckbewegung 44 der Kontaktglieder 20 erleichtern.

    [0019] Die Einschublage des Schiebers 12 in Fig. 5 ist durch den bereits genannten zweiten Nocken 38′ der Rasthaltung ge­sichert. Dieser unterfährt den erwähnten Randsteg 40 am Durchbruch 39 unter elastischer Deformation seines Kunst­stoffs und hintergreift den Randsteg innenseitig des Durch­bruchs 39. Dadurch ist das ungewollte Ausziehen des Schiebers 12 versperrt. Seine ausgerichtete Position seiner Aufnahme­bohrungen 19 mit der Bohrungsachse 16 ist sichergestellt und die darin befindlichen Kontaktglieder 20 sind durch die Absatzflächen 55 der Gehäuse-Bodenplatte 33 in ihrer ord­nungsgemäßen Einsteckposition verriegelt. Die Bauteile der erfindungsgemäßen Kupplungshälfte 10 sind dauerhaft anein­ander festgelegt.

    [0020] Das in den Fig. 6 bis 9 gezeigte zweite Ausführungsbei­spiel unterscheidet sich von dem vorhergehenden dadurch, daß alle Bestandteile des Gehäuses zusammenhängen und ins­besondere einstückig miteinander ausgebildet sind. Der bes­seren Übersicht wegen sind zur Benennung entsprechender Bauteile die gleichen Bezugszeichen wie im ersten Aus­führungsbeispiel verwendet, weshalb ihr Text gilt.

    [0021] Das Gehäuse gemäß Fig. 6 besteht aus drei unterschiedlichen, ausweislich der Schwenkpfeile 62, 63 gegeneinander klapp­beweglichen Teilen, nämlich einer Deckplatte 32, einem Hüllgehäuse 57 und einem Gehäuseeinsatz 12′, die durch Gelenkteile 60 bzw. 61 miteinander verbunden sind. Das Hüllgehäuse 57 umfaßt die vorausgehend beschriebene Boden­platte 33 mit den sie durchsetzenden Bohrungs-Ausgangs­abschnitten 18, die Abschlußwand 15 sowie die beiden Seiten­wände 34. Der darin aufzunehmende Gehäuseeinsatz 12′ hat die Bestandteile des vorbeschriebenen Schiebers 12, nämlich die beschriebenen längsprofilierten Aufnahmebohrungen 19. Die Gehäusedeckplatte 32 dagegen besitzt die vorbeschriebe­nen Bohrungs-Eingangsabschnitte 17. Alle Gehäuseteile, zu­sammen mit ihren Gelenkteilen 60, 61 werden einstückig aus Kunststoff hergestellt. Die Gelenkteile werden dabei als Filmscharniere 60, 61 gestaltet. Das zum Gehäuseeinsatz 12′ gehörende Filmscharnier 60 sitzt an der Unterkante der Bodenplatte 33 des Hüllgehäuses 57 und ist über einen ver­längerten Steg 59 mit dem Gehäuseeinsatz 12′ verbunden. Alle Bestandteile 32, 57, 12′ des Gehäuses sind somit un­verlierbar gemacht und erfordern zu ihrer Herstellung nur einen gemeinsamen Arbeitsgang, was eine preiswerte Her­stellung begründet. Nach seiner Fertigstellung wird das Gehäuse in folgender Weise gehandhabt:

    [0022] Zunächst wird der Gehäuseeinsatz 12′ im Sinne des Klapp­bewegungs-Pfeils 62 in den Innenraum 59 des Hüllgehäuses 57 eingeschwenkt, wodurch seine in Fig. 6 nach oben weisende Seite 65 an der inneren Plattenebene 43 der Bodenplatte 33 zur Anlage kommt. Danach wird die Deckplatte 32 entsprechend dem Schwenkpfeil 63 eingeklappt, wobei sie sich in den Innenraum 59 des Hüllgehäuses 57 absenkt. In dieser aus Fig. 8 ersichtlichen Zwischenposition überragt die Deck­platte 32 mit ihrer Oberseite 66 nicht die von den Seiten­wänden 34 und der Abschlußwand 15 bestimmten Oberkanten 67 der Hüllgehäuses 57. Diese Zuklapplage der Gehäuseteile 12′, 32 ist durch Schnappverbindungen 70, 71 gesichert. Dazu sind die Seitenkanten der Deckplatte 32 im Bereich der freien Plattenkante mit vorspringenden, L-förmigen Nasen 72 versehen, die beim Zuklappen 63 schließlich an einer abgesenkten Stufen­fläche 73 der Gehäuse-Seitenwände 34 anschlagen. Die Seiten­kanten der Deckplatte 32 besitzen dabei Vorsprünge 70, die hinter Gegenvorsprünge 71 schnappen. Dadurch ist eine unge­wollte, dem Schwenkpfeil 63 entgegengerichtete Rückklappbe­wegung der Deckplatte 32 verhindert. Durch die über die Verbindung 70, 71 am Hüllgehäuse 57 festgehaltene Deck­platte 72 ist zugleich eine Rückklappbewegung des einge­schwenkten Gehäuseeinsatzes 12′ nicht möglich. Dadurch ist die Zwischenposition von Fig. 8 gesichert.

    [0023] Abgesehen von der abweichenden Ausbildung des Gehäuses liegen im Fall der Fig. 8 die gleichen Verhältnisse vor, wie sie vorausgehend im Ausführungsbeispiel von Fig. 4 erläutert worden sind, weshalb diese Zwischenposition des Gehäuseein­satzes 12′ als seine "Ausschublage" bezeichnet werden kann. Zwischen der Abschlußwand 15 und der inneren Stirnwand 54 des Einsatzes 12′ befindet sich die bereits beschriebene Lücke 53. Aber auch im Bereich des einsatzseitigen Film­scharniers 60 ist ein ausreichend groß bemessener Freigang 68 zwischen dem dortigen Steg 64 und der Stirnfläche der Gehäusebodenplatte 33 vorgesehen, der ein Einwärtschieben des Gehäuseeinsatzes 12′ im Sinne des aus Fig. 8 ersicht­lichen Pfeils 52 zuläßt. Vorausgehend werden aber, wie schon in Fig. 4 erläutert, durch die miteinander fluchtenden Bohrungen die einzelnen Kontaktglieder 20 im Sinne der Einsteckpfeile 44 eingeführt, bis sie, analog zu Fig. 5, die dort beschriebene und aus Fig. 9 ersichtliche endgültige Einstecktiefe erreicht haben. Dann wird die vorbeschriebene Schubbewegung 52 am Gehäuseeinsatz 12′ ausgeführt, wobei sich die aus Fig. 9 insgesamt ersichtlichen Verhältnisse ergeben, die prinzipiell den bereits in Fig. 5 beschriebenen ent­sprechen. Insoweit gilt die bisherige Beschreibung. Es genügt, lediglich die Unterschiede hervorzuheben, die in folgendem bestehen:

    [0024] Bei dieser Einschubbewegung 52 wirkt der Gehäuseeinsatz 12′ wie ein Schieber. Er wird durch die als Schubaufnahme dienen­den Innenflächen der Seitenwände 34 und der inneren Platten­ebene 43 geführt, bis schließlich seine hintere Stirnwand 54 an die Abschlußwand 15 des Hüllgehäuses 57 stößt. Dann liegt die bereits beschriebene Ausrichtung der verschiedenen Bohrungs­abschnitte vor und es kommt zur Verriegelung der im Gehäuse­einsatz 12′ eingesteckten Kontaktglieder 20. Diese endgültige Stellung kann folglich als "Einschublage" des Einsatzstücks 12 bezeichnet werden. Der in der Ausschublage von Fig. 8 aufgrund des Freigangs 68 noch deformierte Steg 64 am Film­scharnier 60 hat sich gestreckt und der Einsatz 12′ liegt bündig im Hüllgehäuse 57. Auch bei diesem Ausführungsbei­spiel sind Rasthaltungen sowohl in der Ausschublage von Fig. 8 als auch insbesondere in der Einschublage gemäß Fig. 9 wirksam. Diese bestehen, gemäß Fig. 8, aus einem an der Innenfläche der Abschlußwand 15 befindlichen Vor­sprung 74, an dem ein nach unten weisender Rastzahn 76 sitzt. Dazu ausgerichtet befindet sich an der Schieber-­Stirnwand 54 eine Ausnehmung 75, die eine dem Rastzahn 76 komplementäre Rinne 77 besitzt.

    [0025] Die Ausschublage von Fig. 8 ist nun dadurch gekennzeichnet, daß der Rastzahn 76 vor der Ausnehmung 75 an einer Kante in der hinteren Stirnwand 54 des schieberartigen Einsatzes 12′ zur Anlage kommt. Damit ist diese Position des Gehäuse­einsatzes 12′ nach innen festgelegt, während die Positions­sicherung nach außen durch die Anbindung an dem zum Film­scharnier 60 gehörenden Steg 64 erfolgt. In der vollen Einschublage gemäß Fig. 9 fährt der Vorsprung 74 mit seinem Rastzahn 76 über die eine Flanke der Ausnehmung 75 un­ter elastischer Verformung seines Kunststoffmaterials und rastet in der aus Fig. 8 ersichtlichen Rinne 77 ein. Dadurch ist ein der Einschubbewegung 52 entgegengerichtetes Herausziehen des Gehäuseeinsatzes 12′ aus dem Hüllgehäuse 57 verhindert. Die Einschublage ist somit gesichert und die eingesteckten Kontaktglieder 20 in der ordnungsgemäßen Position der dann fertiggestellten Kupplungshälfte 10 verriegelt.

    [0026] Zur besseren Führung beim Einführen 37 des in Fig. 1 ge­zeigten Schiebers 12 ist dieser mit einer Längsnut 78 ver­sehen, während die entsprechende Wand im Inneren der Aus­sparung 14 des Hauptgehäuses 11 mit einer komplementären, nicht näher gezeigten Führungsrippe versehen ist.

    Bezugszeichenliste:



    [0027] 10 Kupplungshälfte
    10′ Gegen-Kupplungshälfte
    11 Gehäuse, Hauptgehäuse
    12 Schieber
    12′ Gehäuse-Einsatz
    13 Bohrung von 11, 12
    14 Aussparung in 11
    15 Abschlußwand von 11
    16 Bohrungsachse von 13
    17 Bohrungs-Eingangsabschnitt
    18 Bohrungs-Ausgangsabschnitt
    19 Aufnahmebohrung in 12
    20 Kontaktglied in 10
    20′ Gegen-Kontaktglied in 10′
    21 Anfangsteil von 20
    22 Kontaktelement, Kontaktfeder
    23 Mittelteil von 20
    24 Halterung, Verriegelungszunge
    25 halterung, Schulter
    26 Endteil von 20
    27 Anschlußelement, Lappen-Paar
    28 Anschlußelement, Lappen-Paar
    29 elektrische Leitung
    30 Halterung, Stoßkante
    31 Längsspalt
    32 Gehäuse-Deckplatte
    33 Gehäuse-Bodenplatte
    34 Seitenwand
    35 Profilteil von 34
    36 Profilteil von 34
    37 Einführungs-Pfeil
    38 Rasthaltung, erster Nocken
    38′ Rasthaltung, zweiter Nocken
    39 Rasthaltung, Durchbruch
    40 Randsteg
    41 Mittellinie
    42 Durchlaßöffnung
    43 innere Plattenebene von 33
    44 Einsteck-Pfeil
    45 Halterung, Absatz
    46 Halterung, Hinterschneidung
    47 Kanal von 17
    48 Trichter von 17
    49 Wandteil
    50 elektrisches Bauteil
    51 Versatz-Strecke
    52 Schub-Pfeil von 12 bzw. 12′
    53 Lücken-Weite
    54 Schieber-Stirnwand
    55 Absatzfläche
    56 Neigungsfläche
    57 Hüllgehäuse von Fig. 6
    58 seitliche Verbreiterung von 18
    59 Innenraum von 57
    60 Gelenkteil, Filmscharnier
    61 Gelenkteil, Filmscharnier
    62 Klappbewegungs-Pfeil
    63 Klappbewegungs-Pfeil
    64 verlängerter Steg
    65 Oberseite von 12′
    66 Oberseite von 32
    67 Oberkanten von 34
    68 Freigang
    69
    70 Schnappverbindung, Vorsprung
    71 Schnappverbindung, Gegen-Vorsprung
    72 L-Nase
    73 Stufenfläche
    74 Rasthaltung, Vorsprung
    75 Rasthaltung, Ausnehmung
    76 Rastzahn von 74
    77 Rastrinne von 75
    78 Längsnut



    Ansprüche

    1.) Mehrpolige steckbare Kupplungshälfte (10) mit mehreren jeweils an eine elektrische Leitung (29) angeschlossenen Kontaktgliedern (20), wie Stecker oder Steckdose,
    die Kontaktglieder (20) stückweise jeweils in durchge­henden, längsprofilierten Bohrungen (13) eines Iso­lationsgehäuses (11) aufgenommen und gehaltert sind
    und dort durch Verschieben eines die Bohrungen (13) im Gehäuse (11) durchquerenden gelochten Schiebers (12) mit einem dem Bohrungsprofil an der Schnittstelle ange­paßten Lochmuster gesichert sind,
    wobei der Schieber (12) aus seiner Ausschublage, wo sein Lochmuster/mit den Gehäusebohrungen (13) fluchtet, in eine Einschublage mit versetztem Lochmuster überführbar ist, wo Anschlagkanten Schultern (25) am Kontaktglied (20) hintergreifen,
    die dem anschlußseitigen Endteil (26) des Kontakt­glieds (20) jeweils zugekehrt sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die mit den Halterungen (24,25,45,46) ausgerüsteten Aufnahmebohrungen (19) für die Kontaktglieder (20) im Schieber (12,12′) angeordnet sind und die dort ordnungs­gemäß positionierten Kontaktglieder (20) mit dem Schieber (12) quer im Gehäuse (11) verschiebbar sind,
    diese Kontaktglieder (20) gegenüber den zum Einstecken der Gegen-Kontaktglieder (20′) der Gegen-Kupplungs­hälfte (50,10′) dienenden Bohrungs-Eingangsabschnitten (17) im Gehäuse (11) in der Ausschublage versetzt (51), aber in der Einschublage ausgerichtet sind,
    und die Bohrungs-Ausgangsabschnitte (18) im Gehäuse (11) seitliche Verbreiterungen (58) aufweisen zum Einfahren der anschlußseitigen Endteile (26) des Kontaktglieds (20) beim Überführen des Schiebers (12,12′) in die Einschub­lage (52).
     
    2.) Kupplungshälfte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausschublage die Eingangsabschnitte (17) der Gehäusebohrungen (13) durch Wandteile (49) des Schiebers (12,12′) verschlossen sind.
     
    3.) Kupplungshälfte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Bohrungs-Eingangsabschnitte (17) im Gehäuse (11) aus einem dem Profil der Gegen-Kontaktglieder (20′) angepaßten Kanal (47) und aus einem ihm vorge­setzten, Einführschrägen aufweisenden Trichter (48) bestehen.
     
    4.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß die in Einschublage die Kontaktglieder (20) im Schieber (12,12′) sichernden Anschlagkanten von die Verbreiterungen (52) der Bohrungs-Ausgangsabschnitte (18) abdeckenden Absatzflächen (55) im Gehäuse (11,57) er­zeugt sind und diese Absatzflächen (55) in der Führungs­ebene (43) zum Ein- und Ausschieben (52) des Schiebers (12,12′) liegen.
     
    5.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (12,12′) durch eine Rasthaltung (38,38′,39, 74 - 77) in seiner Einschublage und ggf. in seiner Ausschublage positioniert ist.
     
    6.) Kupplungshälfte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß die eine Schließhälfte der Rasthaltung aus einem das Profil des Schiebers (12) überragenden, angeformten Nocken-Paar (38,38′) besteht,
    während die komplementäre Schließhälfte aus Durch­brüchen (39) im Gehäuse (11) gebildet ist,
    die vorzugsweise neben den Bohrungs-Eingangsab­schnitten (17) im Gehäuse (11) angeordnet sind.
     
    7.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (12) ganz aus dem Gehäuse (11) herausziehbar ist und einen vom Gehäuse getrennt herstellbaren Bauteil bildet.
     
    8.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Schieber (12′) und/oder ein die Bohrungs-­Eingangsabschnitte (17) umfassendes Gehäuseanfangs­stück (32) jeweils über Gelenkteile (60;61) mit dem Gehäusereststück (57) verbunden sind
    und im Gebrauchsfall der Schieber (12′) und das Gehäuse­anfangsstück (32) über das Gehäusereststück (57) klappbar sind, (vergl. Fig. 6).
     
    9.) Kupplungshälfte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile (60) bei zugeklapptem (62) Schieber (12′) seine Ausschublage zum Gehäuse (57) bestimmen und einen Freigang (68) aufweisen, der ein Weiterschieben (52) des Schiebers (12′) in seine Einschublage zuläßt.
     
    10.) Kupplungshälfte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Schieber (12′) und die beiden Gehäusestücke untrennbar zusammenhängen und miteinander einstückig aus Kusntstoff erzeugt sind.
     
    11.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile als Filmscharnier (60,61) ausgebildet sind.
     
    12.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Gelenk­teil (60) am Gehäuse (57) über einen verformbaren Steg (64) mit dem Schieber (12′) verbunden ist.
     
    13.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gehäusereststück ein Hüllgehäuse (57) mit ein­stückigen, bohrungsparallel verlaufenden Seitenwänden (34) bildet
    und die Seitenwände (34) in Zuklapplage zwischen sich den Schieber (12′) und ggf. das Gehäuseanfangsstück (32) aufnehmen und zur Schubführung des Schiebers (12′) zwischen seiner Aus- und Einschublage dienen.
     
    14.) Kupplungshälfte nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuklapplage des Schiebers und ggf. des Gehäuseanfangsstücks durch Schnappverbindungen gesichert ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht