(19)
(11) EP 0 317 964 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.05.1989  Patentblatt  1989/22

(21) Anmeldenummer: 88119442.7

(22) Anmeldetag:  23.11.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04F 13/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI NL

(30) Priorität: 26.11.1987 DE 8715651 U
08.04.1988 DE 8804647 U

(71) Anmelder: SFS STADLER GMBH & CO. KG.
D-6370 Oberursel (DE)

(72) Erfinder:
  • Stemmermann, Werner
    D-6368 Bad Vibel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Montageanordnung für eine Montagewand oder -fassade


    (57) Eine Montageanordung für eine Montagewand oder -fassade besteht aus an einer Unterkonstruktion mit bestimmtem Zwischenabstand übereinander befestigbaren Profilen (10) und Befestigungselementen (18) für auf den Profilen (10) zu hal­tende Platten (14). Die Profile (10) weisen einen T-förmigen Querschnitt auf und sind mit ihrem vertikal ausgerichteten Flansch an der Unterkonstruktion (12) befestigbar. Mit ihrem Steg bilden die Profile (10) eine Tragfläche für eine Reihe nebeneinander darauf aufzustellender Platten (14). Die Befesti­gungselemente (18) sind als Leisten ausgeführt, welche durch seitliche Rippen mit nebeneinander aufzustellenden Platten (14) und durch Einschnitte (22) an ihren Enden mit den Flanschen übereinander angeordneter Profile (10) in Ein­griff bringbar sind. Die Leisten (18) weisen einen T-förmigen Querschnitt auf.







    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Montageanordnung für eine Montagewand- oder -fassade, bestehend aus an einer Unterkonstruktion mit bestimmtem Zwischenab­stand übereinander befestigbaren Profilen und Befestigungselementen für auf den Profilen zu haltende Platten.

    [0002] Es ist bekannt, Fassadenplatten und die Platten von Montagewänden durch Schrauben auf parallel übereinander angebrachten Profilen zu halten. Die Mon­tage ist jedoch umständlich und langwierig. Außerdem entstehen bei Temperatur­schwankungen Spannungen in den Platten und Profilen, die zu störenden Geräu­schen und sogar Rissen und gefährlichen Abstürzen einzelner Platten führen können.

    [0003] Es ist weiterhin bekannt, Doppel-T- oder Z-Profile zu verwenden, die in obere und untere Nuten in den Platten eingreifen. Die Profile können dabei erst während der Montage der Platten an der tragenden Konstruktion angebracht wer­den, so daß dafür mehrere Personen erforderlich sind. Selbst dann ist die Montage der Platten sehr gefährlich, weil sie erst in Reihe auf einem unteren Profil aufgestellt und vorübergehend anderweitig gehalten werden müssen, bis sie durch die Befestigung eines an ihrer Oberkante angreifenden Profils sicher festgehalten werden. Außerdem haben die Platten keinen seitlichen Halt und ohne zusätzlichen Aufwand auch keine Dichtungen in den senkrechten Fugen.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Montageanordnung für eine Montagewand oder -fassade der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine Vormontage der die Platten tra­genden Profile und ein einfaches, schnelles Zusammenstecken der Befestigungs­elemente gestattet.

    [0005] Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Profile einen T-förmigen Querschnitt aufweisen, mit ihrem vertikal ausgerichteten Flansch an der Unterkonstruktion befestigbar sind und mit ihrem Steg eine Tragfläche für eine Reihe nebeneinander darauf aufzustellender Platten bilden, und daß die Befestigungselemente als Leisten ausgeführt sind, welche durch seitliche Rippen und/oder Nuten mit nebeneinander aufzustellenden Platten und durch Einschnitte an ihren Enden mit den Flanschen übereinander angeordneter Profile in Eingriff bringbar sind.

    [0006] Die Montage der Platten kann bei der vorgeschlagenen Fassade von einer einzi­gen Person leicht und schnell ausgeführt werden. Dabei kommt ihr zuhilfe, daß die Platten einzeln nacheinander auf ein Profil gestellt werden können, um jeweils anschließend eine der Befestigung dienende Leiste in eine Nut in der seitlichen Randkante der zu befestigenden Platte einzuführen. Da es sich nur um eine Steckverbindung handelt, braucht nicht mit Werkzeug hantiert zu wer­den. Im übrigen können die abgemessenen Leisten, deren Länge dem lichten Ab­stand zwischen den horizontal ausgerichteten Stegen übereinander angeordneter T-Profile entspricht, als Abstandhalter bei der Vormontage der Profile an der Unterkonstruktion dienen. In diesem Fall sitzen die Leisten schon vor den Platten zwischen den Profilen und brauchen nur noch in die Nuten der Platten geschoben zu werden. Es bereitet aber auch keine Schwierigkeiten, die Leisten in Schrägstellung zwischen die Profile einzuführen und dann vertikal auszu­richten. Eventuell hierbei auftretende Schwierigkeiten lassen sich ohne wei­teres dadurch beseitigen, daß die Flansche an den Enden der Leisten ein wenig abgeschrägt oder die Leisten etwas kürzer gehalten werden als der lichte Ab­stand zwischen den Stegen der Profile.

    [0007] Im fertig montierten Zustand befinden sich in den horizontalen Fugen zwischen den Platten die Profile und in den senkrechten Fugen zwischen den Platten die Befestigungsleisten. Unter Berücksichtigung der praktisch notwendigen Toleran­zen ergibt sich somit eine ausreichende Hinterlüftung der Fassade, die aber andererseits durch die Profile und Befestigungsleisten, welche sich längs sämtlicher Fugen erstrecken, regendicht ist. Selbst wenn Regenwasser bis zur Rückseite der Platten vordringt, läuft es dort herab und wird durch die hori­zontalen Stege der T-förmigen Profile wieder nach außen abgeleitet.

    [0008] Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 bis 3 einen senkrechten Schnitt, eine Vorderansicht und einen horizon­ talen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade;

    Fig. 4, 5 einen horizontalen und einen senkrechten Schnitt durch eine andere Ausführungsform einer Fassade;

    Fig. 6 einen horizontalen Schnitt entsprechend Fig. 4 durch ein nochmals ab­gewandeltes Ausführungsbeispiel;

    Fig. 7 bis 12 verschiedene Ansichten einer Fassade mit einer gegenüber den Ausführungen nach Fig. 1 bis 4 angewandelten Unterkonstruktion.



    [0009] Im senkrechten Schnitt nach Fig. 1 ist ein sich horizontal erstreckendes T-­Profil 10 dargestellt, das auf der mit Bezug auf Fig. 1 rechten Seite auf einer nur in Fig. 3 gezeigten Unterkonstruktion 12 an einer senkrechten Ge­bäudewand befestigt ist. Auf dem waagrecht liegenden Steg des T-Profils 10 steht eine Reihe von Fassadenplatten 14, von denen in Fig. 2 nur zwei gezeigt sind. Es versteht sich, daß sich das T-Profil 10 über die ganze Breite der mit Platten 14 verkleideten Fassade erstreckt, wobei auch mehrere Profil­stücke 10 in Flucht nebeneinander angeordnet sein können. Auch die Zahl der Platten 14 einer Reihe richtet sich nach der Breite der Fassade. Das Gewicht der Platten 14 bestimmt die Stärke des T-Profils 10 und die Abstände von des­sen Befestigungen an der Unterkonstruktion 12. Darauf sind eine Vielzahl von T-Profilen 10 in paralleler Anordnung übereinander angebracht. Ihr Abstand richtet sich nach der Höhe der Platten 14 und kann z.B. 120 cm betragen. In Fig. 1 und 2 sind nur die Platten 14 über dem einzigen dargestellten T-Profil 10 sowie eine weitere Reihe Platten 16 unter diesem T-Profil 10 gezeigt. Es versteht sich aber, daß sich jeweils ein entsprechendes T-Profil 10 auch über der Reihe Platten 14 und unter der Reihe Platten 16 befindet. Jedes T-Profil 10 bietet mit seinem waagerecht liegenden Steg eine Standfläche für eine Reihe Platten 14 bzw. 16 sowie die anderen nicht gezeigten Reihen Platten.

    [0010] Es genügt aber nicht, den Platten 14, 16 an der senkrechten Wand eine Stell­fläche zu bieten, sie müssen auch daran gehindert werden, herabzukippen. Die­sem Zweck dienen sich zwischen jeweils zwei Platten 14 bzw. 16 vertikal er­streckende Leisten 18, die ebenfalls einen T-förmigen Querschnitt haben, der aber in seinen Maßen nicht mit dem Querschnitt der Profile 10 übereinzustimmen braucht.

    [0011] Zum besseren Verständnis der Fig. 1 ist in Fig. 3 die Schnittlinie I - I ein­ getragen, welche die in Fig. 1 gezeigte Situation angibt. Man erkennt, daß im montierten Zustand jede Hälfte des Flansches einer T-förmigen Leiste 18 in eine seitliche Randnut 20 einer Platte 14 bzw. 16 eingreift. Diese Nuten 20 in den schmalen Seitenflächen der Platten 14 bzw. 16 erstrecken sich über deren gesamte Höhe und sind im Querschnitt etwas größer bemessen als eine Hälfte des Flansches der Leisten 18. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß die Platten 14, 16 nur an ihren senkrechten Seitenkanten mit Randnuten 20 versehen sein müssen, nicht dagegen an den sich waagrecht erstreckenden Ober- und Unterkanten.

    [0012] Wie aus Fig. 1 im Zusammenhang mit Fig. 3 hervorgeht, hat jede T-förmige Leiste 18 an beiden Enden im Steg einen zum jeweiligen Ende hin offenen Ein­schnitt 22, dessen Querschnitt etwas größer ist als der Querschnitt einer Hälfte des Flansches des T-Profils 10 bemessen ist. Im Beispielsfall ist der Abstand der Einschnitte 22 vom Fansch der T-förmigen Leisten 18 so gewählt, daß letzterer gerade noch auf dem Steg der Profile 10 abgestützt wird. Es versteht sich, daß je nach Wahl der Lage der Einschnitte 22 relativ zum Flansch der T-förmigen Leisten 18 und je nach der Länge des Stegs der Profile 10 die Platten 14, 16 mehr oder weniger weit nach außen über den Steg der Profile 10 überstehen können.

    [0013] Bei der Montage der Fassade kann ein einzelner Mann die Platten 14 einer Reihe einzeln nacheinander auf ein Profil setzen und Platte für Platte einzeln mit­tels der Leisten 18 befestigen. Hierzu rückt er zunächst die zu befestigende Platte 14 an die letzte bereits befestigte Platte 14 heran, so daß die letzte gesetzte Leiste 18 gemäß Fig. 3 mit beiden Hälften ihres Flansches in die Randnuten 20 der beiden Platten 14 eingreift. Dann wird auf der freien Seite der zu befestigenden Platte 14 eine weitere Leiste 18 mit ihren oberen und unteren Einschnitten 22 in die beiden Profile 10 eingehakt, welche sich längs der Ober- und Unterkanten der Platten 14 erstrecken. Anschließend wird die Leiste 18, die sich im eingehakten Zustand längs der Profile 10 verschieben läßt, mit der einen Hälfte ihres Flansches in die noch freie Randnut 20 der zu befestigenden Platte 14 geschoben, wodurch diese gegen Herabkippen ge­sichert wird. Danach kann die nächste Platte 14 in der Reihe auf das untere Profil 10 aufgesetzt und in der gleichen Weise, wie vorstehend beschrieben, befestigt werden.

    [0014] Unter der untersten Reihe Platten einer Fassade kann statt eines T-Profils 10 ein L-Profil benutzt werden, und auch an den seitlichen Rändern der Fassade können statt Leisten 18 mit T-förmigem Querschnitt solche mit einem L-förmi­gen Querschnitt verwendet werden.

    [0015] Die Ausführungsbeispiele nach Fig, 4, 5 sowie nach Fig. 6 unterscheiden sich im wesentlichen nur dadurch von dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3, daß die sich in senkrechter Richtung erstreckenden Leisten nicht einen T-för­migen Querschnitt haben und in Nuten der Platten eingreifen, sondern umgekehrt die Nuten in den Leisten angebracht sind und die Platten in diese Nuten ein­greifen. Hinsichtlich der Unterkonstruktion und der sich horizontal erstrec­kenden T-förmigen Profile stimmen die Konstruktionen nach Fig. 4, 5 und 6 mit der nach Fig. 1 bis 3 überein, und daher sind auch gemeinsame Einzelheiten mit denselben Bezugszeichen versehen worden.

    [0016] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 greifen verhältnismäßig dünne, durch­gehend ebene Platten 24 mit ihren seitlichen Rändern in entsprechend der Plattendicke bemessene Längsnuten in den Seitenflächen von im Querschnitt rechteckigen, sich in senkrechter Richtung erstreckenden Leisten 28 ein, die in diesem Fall als Befestigungselemente dienen. Die Leisten 28 sind wiederum an ihren Enden mit Einschnitten 30 versehen, in welche die Flanschen der sich horizontal erstreckenden Profile 10 eingreifen. Letzteres gilt auch für die Ausführungsform nach Fig. 6, die sich nur dadurch von der nach Fig. 4 und 5 unterscheidet, daß Platten 32 mit derart abgewinkelten seitlichen Randberei­chen 34 verwendet werden, daß die Außenflächen der Platten 32 bündig mit den Außenflächen der hier mit 36 bezeichneten Leisten liegen können.

    [0017] Die Leisten 28 und 36 gemäß den Fig. 4 und 6 können in der dargestellten Form zum Beispiel aus Faserbeton oder aus Kunststoff gefertigt sein. Es ist aber auch denkbar, hier ein Metallprofil, insbesondere ein Aluminiumprofil, einzu­setzen, wobei der Steg ähnlich der Ausführung nach den Fig. 1 bis 3 mit den Profilen 10 verbindbar ist, wobei an dem einen Randbereich dieses Steges je­weils nach beiden Seiten abstehende Flanschteile vorgesehen sind, welche je­weils eine Nut zum Einschieben der Ränder der zu befestigenden Platten bilden. Eine solche Ausführung als Metallprofil ist also sowohl bei der Konstruktion nach Fig. 4 als auch nach Fig. 6 einsetzbar.

    [0018] Weist die Unterkonstruktion, wie gemäß Fig. 3 und 4, Winkelstücke oder Winkel­profile 12 auf, an denen die sich horizontal erstreckenden, die Platten tra­genden Profile 10 befestigt werden, so können in denjenigen Bereichen, in denen die Profile 10 an den Winkeln 12 anliegen, keine als Befestigungsele­mente dienenden senkrechten Leisten 18 bzw. 28 bzw. 36 mittels der genannten Einschnitte 20 bzw. 30 mit den Profilen 10 zum Eingriff gebracht werden. Es galt daher, auch noch eine die Profile 10 tragende Unterkonstruktion zu fin­den, auf die bei der Lage der senkrechten Fugen zwischen den Platten prak­tisch keine Rücksicht mehr genommen zu werden braucht. Eine solche Unterkon­struktion ist in den Fig. 7 bis 12 dargestellt.

    [0019] Die Besonderheit der neuen Montageanordnung besteht darin, daß die Profile 10 in ähnlicher Weise mit der Unterkonstruktion in Eingriff gebracht werden, wie weiter außen die als Befestigungselemente der Platten dienenden Leisten 18 bzw. 28 bzw. 36 mit den Profilen 10. Zu diesem Zweck sind hauptsächlich aus senkrecht vor einer tragenden Wand oder sonstigen Tragkonstruktionen angeord­nete Flachprofile 40 vorgesehen, die sich jeweils über die Höhe des Abstands zwischen zwei tragenden Profilen 10 erstrecken und an ihrem oberen und unte­ren Ende einen in Längsrichtung weisenden Einschnitt 42 haben, dessen Länge und Breite auf die Länge und Stärke des Flansches der tragenden Profile 10 abgestimmt ist. Im montierten Zustand greift, wie am besten aus Fig. 10 und 12 ersichtlich, ein die Platten tragendes Profil 10 mit seiner oberen Flansch­hälfte in die unteren Einschnitte 42 der über ihm angeordneten Flachprofile 40 und mit seiner unteren Flanschhälfte in die oberen Einschnitte 42 der da­runter angeordneten Flachprofile 40 ein. Der Überstand der Flachprofile 40 nach außen über die Flanschen der tragenden Profile 10 ist so gering, daß die Platten 14 bzw. 24 bzw. 32 außen vor den Flachprofilen 40 auf dem Steg der Profile 10 stehen können.

    [0020] Die sich in senkrechter Richtung erstreckenden Flachprofile 40 werden mittels Winkelstücken 44 gemäß Fig. 9 und 10 mit einer tragenden Wand 46 verbunden. Wie der waagrechte Schnitt durch solch eine Verbindungsstelle gemäß Fig. 9 zeigt, wird dabei das Winkelstück 44 derart z.B. durch Dübel mit der Wand 46 verbunden, daß der von der Wand abstehende Schenkel des Winkelstückes 44 eben­ so wie die Flachprofile 40 senkrecht ausgerichtet ist. Der Einfachheit halber wird jedes Winkelstück 44 mit zwei Flachprofilen 40 verschraubt, nämlich einerseits mit dem unteren Ende eines oberen Flachprofils 40 und andererseits mit dem oberen Ende eines unteren Flachprofils 40, wie dies aus der senkrech­ten Schnittansicht gemäß Fig. 10 hervorgeht. Gleichzeitig hat die beschriebene Anordnung den Vorteil, daß die im Abstand einer Wärmedämmschicht 48 vor der Wand 46 angebrachten Flachprofile 40 die Wärmedämmschicht in Anlage an der Wand halten, so daß man das Setzen der sonst erforderlichen Dämmplattendübel einspart.

    [0021] Den wesentlichen Vorteil der neuen Unterkonstruktion erkennt man jedoch durch Vergleich der Fig. 3 oder 4 mit Fig. 9. Nur im Bereich des schmalen Flachpro­fils 40, als innerhalb weniger Millimeter, kann keine Befestigungsleiste 18 bzw. 28 bzw 36 mit dem Profil 10 in Eingriff gebracht werden. Normalerweise wird man diesen schmalen Bereich durch Toleranzen in den senkrechten Fugen zwischen den Platten vermeiden können.

    [0022] Bei der Montage der Flachprofile 40 und der tragenden T-förmigen Profile 10 wird man zweckmäßigerweise so vorgehen, daß, von unten nach oben oder umge­kehrt fortschreitend, abwechselnd ein Profil 10 und eine Anzahl zum nächsten Profil 10 reichender Flachprofile gesetzt werden.

    [0023] Es hat sich gezeigt, daß nicht an allen Stoßstellen der in senkrechter Rich­tung aneinander anschließenden Flachprofile 40 ein Winkelstück 44 gesetzt werden muß. Es wird in vielen Fällen genügen, an jeder zweiten Stoßstelle die benachbarten Enden der Flachprofile 40 einfach nur durch eine anzuschraubende Lasche 50 miteinander zu verbinden. Diese kann, wie sich im Beispielsfall aus dem waagrechten Querschnitt gemäß Fig. 11 und dem senkrechten Querschnitt ge­mäß Fig. 12 ergibt, dieselbe Breite haben wie die Flachprofile 40 und mit einem T-förmigen Einschnitt zur Aufnahme des tragenden Profils 10 ausgebildet sein. Erforderlich ist dies jedoch nicht. Die Lasche 50 kann auch um so viel schmaler als die Flachprofile 40 sein, daß sie sich nur wandseitig vom Profil 10 erstreckt. Sie kann schließlich auch nur auf einer Hälfte so breit wie die Flachprofile 40 und auf der anderen Hälfte schmaler sein, so daß nur entweder für die obere oder für die untere Flanschhälfte des Profils 10 ein Einschnitt entsprechend den Einschnitten 42 in den Flachprofilen 40 erforderlich ist. Dadurch wird die Montage der Laschen 50 im Vergleich zum gezeigten Ausfüh­rungsbeispiel erleichtert.

    [0024] Fig. 7 und der dort eingetragene Schnitt A - A gemäß Fig. 8 zeigen die rela­tive Anordnung der Winkelstücke 44 und der Laschen 50 zueinander. Daraus geht hervor, daß in dem aus den senkrechten Flachprofilen 40 und den waagrechten tragenden Profilen 10 gebildeten Gitterwerk nicht nur in senkrechter, sondern auch in waagrechter Richtung von Kreuzungspunkt zu Kreuzungspunkt jeweils ab­wechselnd ein Winkelstück 44 bzw. eine Lasche 50 angeordnet sind.

    [0025] Es versteht sich, daß die vorstehend beschriebene Unterkonstruktion mit sich senkrecht erstreckenden Flachprofilen 40 für die Anbringung von sich waagrecht erstreckenden T-förmigen Profilen 10 ausgelegt ist, auf deren Steg Platten aufgestellt werden können. Die hierbei vorgeschlagene Eingriffsverbindung mit Einschnitten 42 in den Flachprofilen 40 paßt systematisch zu der zuvor be­schriebenen Eingriffsverbindung zwischen den Profilen 10 und den die Platten sichernden Befestigungsleisten 18 bzw. 28 bzw. 36. Selbstverständlich kann aber die die Profile 10 tragende Konstruktion mit Flachprofilen 40 auch dann Anwendung finden, wenn die Platten auf den Profilen 10 in anderer Weise als durch Befestigungsleisten gehalten werden, die über Einschnitte 22 bzw. 30 mit den Profilen 10 zum Eingriff zu bringen sind.


    Ansprüche

    1. Montageanordnung für eine Montagewand- oder -fassade, bestehend aus an einer Unterkonstruktion mit bestimmtem Zwischenabstand übereinander be­festigbaren Profilen und Befestigungselementen für auf den Profilen zu haltende Platten, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile (10) einen T-­förmigen Querschnitt aufweisen, mit ihrem vertikal ausgerichteten Flansch an der Unterkonstruktion (12, 40) befestigbar sind und mit ihrem Steg eine Tragfläche für eine Reihe nebeneinander darauf aufzustellender Platten (14, 16, 24, 32) bilden, und daß die Befestigungselemente (18, 28, 36) als Leisten ausgeführt sind, welche durch seitliche Rippen und/oder Nuten (26) mit nebeneinander aufzustellenden Platten (14, 16, 24, 32) und durch Ein­schnitte (22, 30) an ihren Enden mit den Flanschen übereinander angeord­neter Profile (10) in Eingriff bringbar sind.
     
    2. Montageanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (18) einen T-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei deren Flansch mit gegen­überliegenden Nuten (20) benachbarter zu befestigender Platten (14, 16) und deren Steg mit sich von beiden Enden aus in Längsrichtung in den Steg erstreckenden Einschnitten (22) mit den Flanschen übereinander angeordne­ter Profile (10) in Eingriff bringbar sind.
     
    3. Montageanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (28, 36) seitliche Längsnuten (26) aufweisen, welche zur Aufnahme der Rän­der (34) der zu befestigenden Platten (24, 32) etwas breiter als die Dicke der Platten (24, 32) sind.
     
    4. Montageanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenflächen von in die Nuten (26) der Leisten (36) eingreifenden Platten (32) bündig mit den Außenflächen der Leisten (36) liegen.
     
    5. Montageanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkonstruktion senkrecht angeordnete, in der Länge der Platten­höhe angepaßte Flachprofile (40) mit Einschnitten (42) in den Enden auf­weist, welche mit den vertikal ausgerichteten Flanschen der im Querschnitt T-förmigen Profile (10) in Eingriff bringbar sind, auf deren Steg die Platten (14, 16, 24, 32) aufzustellen sind.
     
    6. Montageanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht übereinander angeordnete Flachprofile (40) über einen Schenkel eines Winkelstücks (44) miteinander verbunden sind, dessen anderer Schenkel an einer Tragkonstruktion (46) befestigbar ist.
     
    7. Montageanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Flachprofilen (40) und dem an der Tragkonstruktion (46) be­festigbaren Schenkel des Winkelstückes (44) etwa der Dicke einer Wärme­dämmschicht (48) entspricht.
     
    8. Montageanordnung nach den Ansprüchen 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren senkrecht übereinander angeordneten Flachprofilen (40) an den Stoßstellen abwechselnd an der Tragkonstruktuion (46) befestigbare Winkel­stücke (44) und lediglich die Flachprofile (40) verbindende Laschen (50) angebracht sind.
     




    Zeichnung