[0001] Die Erfindung betrifft ein schwimmendes Gerät, wie Ponton oder dergleichen, mit einer
Einrichtung zum Festmachen in tidenabhängigen Gewässern an wenigstens zwei landseitigen
Haltepunkten, wie Poller oder dergleichen.
[0002] Bei schwimmenden Geräten bedarf es in tidenabhängigen Gewässern einer Einrichtung
zum Festmachen, durch die gezeitenabhängige Wasserstandsänderungen ausgeglichen werden
können. Ein Ponton, wie er z. B. für das sogenannte Roro-Umschlagverfahren benötigt
wird, bei dem Container mit üblichen Lastkraftfahrzeugen über eine Heck- oder Bugpforte
eines Spezialschiffes in dessen Laderaum eingefahren werden, muß so festgemacht werden,
daß der Ponton seine Position am Liegeplatz auch während der gezeitenabhängigen Wasserstandsänderungen
während des Umschlagbetriebes nicht verändert. Ein solcher Ponton muß auch häufig
verlegt bzw. verholt werden. Dabei hat das in der Schiffahrt übliche Festmachen mit
Leinen gerade für einen solchen Ponton erhebliche Nachteile. Leinen auszubringen und
zu belegen dauert recht lange, so daß für ein Verholen des Pontons viel Zeit verloren
geht, die für einen Warenumschlag nicht mehr nutzbar ist. Gerade bei dem Roro-Umschlagverfahren
werden Leinen und Trossen sehr hoch belastet, so daö die Gefahr des Bruchs besteht.
Außerdem erfordert das Festmachen mit Leinen in tidenabhängigen Gewässern eine ständige
Bedienung mit unzumutbaren Betriebsunterbrechungen während des Umschlagverfahrens.
[0003] Es ist bereits bekannt, einen Ponton, z. B. bei Landungsbrücken, an ortsfesten lotrechten
Führungen festzulegen, in welche der Ponton mit entsprechenden Gleitelementen oder
dergleichen eingreift. Dadurch ist ein freies Auf- und Abschwimmen während der gezeitenabhängigen
Wasserstandsänderungen möglich. Ortsfeste lotrechte Führungen, an denen der Ponton
festgelegt ist, jedoch noch auf- und abschwimmen kann, sind jedoch nur für einen
Ponton geeignet, der seinen Liegeplatz stets unverändert beibehält. Ein an unterschiedlichen
Standorten festzumachendes Gerät, insbesondere ein vorbeschriebener Ponton für das
Roro-Umschlagverfahren, ist auf die am jeweiligen Liegeplatz vorhandenen Haltepunkte
angewiesen. Dies sind bei Hafenanlagen die auf den Kaimauern installierten Poller,
die mit Abständen untereinander über die Länge der Kaimauer verteilt sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein schwimmendes Gerät derart auszurüsten,
daß ein schnelles Festmachen und Loswerten unter Ausnutzung der vorhandenen landseitigen
Haltepunkte möglich ist und eine gezeitenabhängige Wasserstandsänderung selbsttätig
ausgegleichen wird.
[0005] Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Einrichtung zum Festmachen
wenigstens zwei zum Land hin auslegende, mit jeweils einem Haltepunkt in wirkverbindung
bringbare Riegel aufweist, daß eine lotrechte Freiführung für jeden Riegel vorgesehen
ist und daß wenigstens einer der beiden Riegel mittels einer zweiten Führung zusätzlich
waagerecht und parallel zur Längsachse des schwimmenden Gerätes verschiebbar gehalten
ist.
[0006] Die Riegel sind dabei so ausgebildet, daß sie sich an einem Haltepunkt, insbesondere
einem Poller, festlegen lassen. Jeder siegel kann z. B. als den Poller umgreifende
Klaue ausgebildet sein, aber auch jede beliebige Art, die ein Verkuppeln mit einem
Poller oder dergleichen Haltepunkt zuläßt, ist geeignet. Jeder Riegel ist in einer
lotrechten Freiführung frei beweg lich gehalten, wobei die lotrechte Freiführung
ein Teil eines Aufbaus des schwimmenden Gerätes und somit ein Teil der Einrichtung
zum Festmachen ist, die den Ponton über den Riegel fest am Haltepunkt hält, wobei
der Ponton aufgrund der lotrechten Freiführung frei auf- und abschwimmen kann, um
gezeitenabhängige Wasserstandsänderungen auszugleichen. Die lotrechte Freiführung
weist deshalb eine Länge auf, die in der Lage ist, den am jeweiligen Einsatzort gegebenen
Tidenhub zu überbrücken.
[0007] Da wenigstens einer der beiden Riegel noch zusätzlich in einer zweiten Führung waagerecht
und parallel zur Längsachse des schwimmenden Gerätes verschiebbar gehalten ist, kann
der Abstand zwischen zwei einander benachbarten Riegeln auf den Abstand zwischen
zwei Haltepunkten, die zum Festmachen des schwimmenden Gerätes benutzt werden sollen,
angepaßt werden. Das schwimmende Gerät kann mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
zum Festmachen deshalb an verschiedenen Stellen befestigt werden, wobei die jeweils
vorhandenen Haltepunkte problemlos ausgenutzt werden können. Der gesamte Aufbau kann
unverändert und ohne entsprechende Nachrüstung auf dem schwimmenden Gerät fest installiert
bleiben, wobei der Abstand zwischen zwei Riegeln am jeweiligen Liegeplatz des Pontons
nur noch auf die gegebenen Abstände zwischen zwei Haltepunkten einzustellen ist.
[0008] Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß die zweite Führung einen waagerechten
Brückenträger umfaßt, der endseitig in lotrechten Freiführungen gehalten ist und an
dem wenigstens ein Riegel längsverschiebbar geführt ist. Der gesamte Brückenträger
kann sich in seinen lotrechten Freiführungen auf- und abbewegen, um gezeitenabhängige
Wasserstandsänderungen auszugleichen. Der entsprechende Riegel, der mit einem Haltepunkt
an Land, beispielsweise einem Poller, verkuppelt wird, kann entlang dem Brückenträger
verschoben werden, um die Abstände zwischen zwei Riegeln den Abständen zwischen zwei
Haltepunkten anzupassen.
[0009] Selbstverständlich ist es auch möglich, insbesondere bei kleineren schwimmenden
Geräten, mehr als einen Riegel an einem Brückenträger längsverschiebbar zu führen.
[0010] Jede lotrechte Freiführung ist vorzugsweise eine auf dem Gerät stehende Säule, die
entweder selbst als Führungsbahn dient oder die mit entsprechenden Konstruktionen
als Führungsbahnen ausgerüstet ist.
[0011] Ein schwimmendes Gerät, welches insbesondere als Ponton beim Roro-Umschlagverfahren
eingesetzt wird, ist dabei mit Vorteil so ausgebildet, daß es an einem seiner Enden
an der dem Land zugekehrten Seite eine Säule als lotrechte Freiführung für einen
Riegel aufweist und daß es im Bereich seines jeweils anderen Endes zwei in vorbestimmtem
Abstand nebeneinander stehende Säulen als lotrechte Freiführungen für je ein Ende
des waagerechten Brückenträgers hat. Jeder Riegel kann an einem an der jeweils zugeordneten
Führung längsverschiebbar gehaltenen Schiebekörper angeordnet sein. Der Schiebekörper
dient der Verbindung des Riegels mit der Führung, die beispielsweise als Säule ausgebildet
ist, und dient gleichzeitig der lotrechten Verschiebung des Riegels entlang der Führung,
um das freie Auf- und Abschwimmen bei Wasserstandsänderungen zu ermöglichen oder die
Verschiebung entlang des Brückenträgers zu ermöglichen, um den Abstand zwischen zwei
zueinander benachbarten Riegeln zu ändern.
[0012] Dabei kann jede Führung eine von der Kreisform abweichende Querschnittsform, vorzugsweise
Vierkantform aufweisen. Die Säule und auch der Brückenträger weisen Vierkant-Querschnitte
auf, mit dem Vorteil, daß die umfassenden Schiebekörper verdrehfest geführt werden
und sich lediglich in Längsrichtung der jeweiligen Führung frei bewegen lassen.
[0013] Zur Erleichterung der Verschiebebewegungen der Schiebekörper entlang einer jeweils
zugeordneten Führung, können über Seile und Umlenkrollen angelenkte Kontergewichte
in an sich bekann ter Bauweise vorgesehen sein. Es ist auch zweckmäßig, Taljen oder
Hubwinden für eine zwangsweise Verschiebung der Schiebekörper entlang ihrer zugeordneten
Führungen zu verwenden, was beispielsweise dann in Frage kommt, wenn die Riegel zum
An- oder Ablegen eines Pontons bei niedrigem Wasserstand auf die Höhe der Kaimauer
angehoben werden müssen, um die Verbindung mit einem Poller herzustellen oder wieder
zu lösen.
[0014] Jeder Schiebekörper kann im Bereich seiner Führungsflächen Gleitelemente aufweisen.
Die Gleitelemente können auswechselbare Verschleißteile sein, die insbesondere zur
Übertragung hoher Kräfte geeignet sind. Statt der Gleitelemente können jedoch auch
Rollelemente im Bereich der Führungsflächen in die Schiebekörper eingebaut sein, was
sich insbesondere bei weniger belasteten Festmacheinrichtungen anbietet.
[0015] Jeder Riegel ist als vom Verschiebekörper getragene Gabelklaue ausgebildet, die eine
betätigbare Gabelmaulsperre aufweist. Die Gabelklaue kann nach Art einer Klammer über
einen Poller geschoben werden und wird hinter dem Poller mit der Gabelmaulsperre
gesichert. Die Gabelmaulsperre kann eine einfache Lasche sein, die durch Bolzen in
einer Sperrstellung gehalten ist, so daß ein unbeabsichtigtes Lösen der Gabelklaue
vom Poller nicht auftreten kann.
[0016] Auch die lotrecht geführten Enden des Brückenträgers sind mit jeweils zugeordneten
Kontergewichten verbunden, die das Gewicht des Brückenträgers einschließlich des
daran geführten Gleitkörpers mit Riegel ausgleichen, wodurch die gesamte Anordnung
in den lotrechten Führungen leicht auf- und abbewegbar ist.
[0017] Um zu gewährleisten, daß der Brückenträger stets rechtwinklig zu den Führungsbahnen
der lotrechten Führungen steht, daß sich also die beiden geführten Enden des Brückenträgers
gleichmäßig und gleichzeitig entlang der Führungen bewegen, ist vorgesehen, daß den
lotrecht geführten Enden des Brückenträgers eine Gleichlaufeinrichtung zugeordnet
ist. Die Gleichlaufeinrichtung kann z.B. an jedem Ende des Brückenträgers angeschlagene
Seile umfassen, die über Umlenkrollen nach einem Befestigungspunkt am Kontergewicht
des jeweils anderen Endes des Brückenträgers verlaufen. Als Gleichlaufeinrichtungen
können jedoch auch lotrechte Verzahnungen an jeder Brückenträgerfreiführung vorgesehen
sein, mit denen an den Enden des Brückenträgers gelagerte, auf einer gemeinsamen
Achse sitzende Ritzel kämmen. Mit den Gleichlaufeinrichtungen ist es möglich, einen
Gleichlauf des Brückenträgers bei der höhenmäßigen Verstellung entlang der lotrechten
Führungen zu erreichen.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale
ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines als Ponton ausgeführten schwimmenden Gerätes
mit einer Einrichtung zum Festmachen an landseitigen Haltepunkten,
Fig. 2 eine Ansicht des Teils der Einrichtung zum Festmachen mit lotrechter und zusätzlicher
waagerechter Verschiebemöglichkeit,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht des Teils der Einrichtung zum Festmachen nach
Fig. 2,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Teils der Einrichtung zum Festmachen,
die allein eine lotrechte Verschiebemöglichkeit aufweist und
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Teil nach Fig. 4 im Schnitt.
[0019] Fig. 1 zeigt schematisch einen Teil einer Kaimauer 1, vor der ein schwimmendes Gerät,
hier ein Ponton 2 liegt. Oben auf der Kaimauer befinden sich Haltepunkte 3 und 4,
die als an sich bekannte Poller ausgebildet sind. Auf dem Deck des Pontons 2 stehen
lotrechte Freiführungen 5, 6 und 7, die, wie hier angedeutet, als Säulen 8, 9 und
10 ausgebildet sind. Die Säule 10, welche die Freiführung 7 bildet, steht in dem Bereich
des Endes 12 des Pontons 2. Die Säulen 8 und 9, welche die Freifüh rungen 5 und
6 bilden, stehen in einem vorbestimmten Abstand nebeneinander im Bereich des Endes
11 des Pontons 2.
[0020] Die durch die Säule 10 gebildete lotrechte Freiführung 7 führt einen Schiebekörper
13, an welchem ein Riegel 14 angelenkt ist, der hier als Gabelklaue 15 ausgebildet
ist und den Haltepunkt 4, den Poller, umklammern kann. Bei gezeitenabhängigen Wasserstandsänderungen,
bei denen der Ponton 2 vor der Kaimauer 1 auf- und abschwimmt, kann sich der Schiebekörper
13 an der durch die Säule 10 gebildeten Freiführung 7 auf- und abbewegen, wobei die
Halteklaue 15 mit dem Haltepunkt 4 in Verbindung bleibt.
[0021] Gleichartige Schiebeteile 16 und 17 werden auch an den durch die Säulen 8 und 9 gebildeten
lotrechten Freiführungen 5 und 6 verschiebbar geführt. Eine zweite waagerecht und
parallel zur Längsachse des Pontons 2 ausgerichtete Führung 18 wird durch einen Brückenträger
19 gebildet, der die beiden Schiebeführungen 16 und 17 verbindet. An dem Brückenträger
19 ist ein weiterer Schiebeteil 20 waagerecht verschiebbar geführt, wobei an diesem
Schiebekörper wiederum ein als Halteklaue 21 ausgebildeter Riegel 22 angelenkt ist,
der an dem Haltepunkt 3, dem Poller, angreift. wit den Riegeln 14 und 22 ist der Ponton
2 an den Haltepunkten 3 und 4 festgemacht, wobei gezeitenabhängige Wasserstandsänderungen
durch die lotrechten Freiführungen 5, 6 und 7 und die daran geführten Schiebekörper
13 und Schiebeteile 16 und 17 ausgeglichen werden.
[0022] Da ein Ponton 2, insbesondere ein Ponton, der für ein Roro-Umschlagverfahren verwendet
werden soll, häufig an unterschiedlichen Einsatzorten festzumachen ist, die Abstände
zwischen zwei oder mehreren zueinander benachbarten Haltepunkten 3 und 4 jedoch nicht
immer konstant sind, kann die Anpassung an unterschiedliche Abstände durch die waagerechte
Führung des Schiebekörpers 20 an dem Brückenträger 19 erfolgen.
[0023] Fig. 1 verdeutlicht lediglich den prinzipiellen Aufbau bzw. das Funktionsprinzip
der vorbeschriebenen Einrichtung zum Festmachen eines Pontons an einer Kaimauer in
tidenabhängigen Gewässern.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der beiden lotrechten Führungen 5 und 6, welche
durch die auf dem Deck des Pontons 2 stehenden Säulen 8 und 9 gebildet sind. Die
beiden Säulen 8 und 9 sind konstruktiv gleich ausgebildet, wobei zur Vereinfachung
der Darstellung die Säule 8 teilweise aufgeschnitten dargestellt ist. Fig. 2 läßt
erkennen, wie der waagerechte Brückenträger 19 mit seinen Enden in den Säulen 8 und
9 lotrecht auf- und abbewegbar geführt ist. Der am waagerechten Brückenträger 19 verschiebbar
gehaltene Schiebekörper ist wieder mit 20 bezeichnet. Die oberen freien Enden der
beiden Säulen 8 und 9 sind aus Stabilitätsgründen mit einem darübergelegten Träger
23 miteinander verbunden. Das Innere jeder Säule 8 und 9 ist, wie bei der Säule 8
dargestellt, als Führungsbahn für je ein Kontergewicht 24 ausgebildet, welches an
einem angedeuteten Seil 25 hängt, das über eine obere Umlenkrolle 26 zum in der Säule
8 lotrecht geführten Ende des Brückenträgers 19 geführt ist und dort bei 27 angeschlagen
ist. In der Säule 9 ist eine gleiche Anordnung eines Kontergewichtes getroffen, die
hier jedoch nicht dargestellt ist.
[0025] Um Parallellauf der beiden in den Säulen 8 und 9 geführten Enden des Brückenträgers
19 zu gewährleisten, ist bei 28 am linken Ende des waagerechten Brückenträgers 19
ein weiteres Seil 29 angeschlagen, welches über eine im Fußbereich der Säule 8 befindliche
Umlenkrolle 30 zur rechten Säule 9 verläuft und mit dem unteren Ende des in der Säule
9 geführten, nicht weiter dargestellten Kontergewichtes für das rechte Ende des Brückenträgers
19 verbunden ist. Ebenso ist das rechte Ende des Brückenträgers 19 über ein in gleicher
Weise geführtes Seil 31, welches über entsprechende Umlenkrollen verläuft, von denen
hier lediglich die der rechten Säule 8 zugeordnete untere Umlenkrolle 32 sichtbar
ist, mit dem Kontergewicht 24 verbunden, das in der rechten Säule 8 geführt ist.
[0026] In Fig. 3 ist eine schematische Draufsicht der Fig. 2 dargestellt. Gleiche Bauteile
sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Fig. 3 läßt erkennen, daß der waagerechte
Brückenträger 19 in lotrechten Führungsbahnen der Säulen 8 und 9 mit endseitig angeordneten,
eingesetzten Gleitsteinen 33 und 34 geführt ist. Der Schiebekörper 20, der am waagerechten
Brückenträger hin- und herbewegbar geführt ist, hat eine zur Landseite des Pontons
gerichtete Ausladung, wobei an seinem freien Ende über ein Gelenk 35 ein Riegel 22
angelenkt ist, der, wie hier angedeutet, als doppelte Halteklaue 21 ausgebildet ist,
die an einen hier nicht sichtbaren Doppelkopfpoller ansetzbar ist. Mit 36 und 37 sind
als Laschen ausgebildete Gabelmaulsperren bezeichnet. Die Laschen sind über Bolzen
38 und 39 schwenkbar an den jeweils äußeren Maulbacken der Gabelklaue 21 angeordnet.
Durch Steckbolzen 40 und 41 oder dergleichen Arretierungselemente kann jede Gabelmaulsperre
in der dargestellten Position festgesetzt werden, um den Riegel 22 mit einem Haltepunkt,
z.B. einem Doppelkopfpoller, zu verriegeln.
[0027] Fig. 4 zeigt eine schematische Seitenansicht der lotrechten Freiführung 7, die auf
dem Ponton 2 im Bereich seines Endes 12 steht und diese Seite des Pontons (Fig. 1)
vor der Kaimauer 1 hält. Die Säule 10 wird vom Schiebekörper 13 umfaßt, der ebenso
wie der Schiebekörper 20 ausgebildet ist (Fig. 3) und einen als Gabelklaue 15 ausgebildeten
Riegel 14 trägt. Bei tidenabhängigen Änderungen der Schwimmlage des Pontons 2 gegenüber
der Kaimauer kann sich der Schiebekörper 13 entlang der Säule 10 frei auf- und abverschieben,
wobei sich die Position des Pontons 2 gegenüber der Kaimauer 1 nicht ändert, da der
Ponton mit seinen Riegeln 14 und 22 an den Haltepunkten 3 und 4 auf der Kaimauer fesgelegt
ist (Fig. 1).
[0028] Fig. 5 zeigt noch einmal eine schematische Draufsicht auf die Säule 10 mit daran
geführtem Schiebekörper 13. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet.
Der Riegel 14 ist, wie auch in Fig. 3 dargestellt, als doppelte Gabelklaue ausgebildet,
wobei wiederum Gabelmaulsperren vorgesehen sind.
[0029] Fig. 5 läßt erkennen, daß der Schiebekörper 13 in Bereichen seiner Führungsflächen
an der Säule 10 mehrere Gleitelemente 44 aufweist, die als auswechselbare Verschleißteile
ausgebildet sind. Bei leichteren Konstruktionen können die Gleitelemente 44 auch
durch Rollelemente ersetzt werden.
1. Schwimmendes Gerät, wie Ponton oder dergleichen,mit einer Einrichtung zum Festmachen
in tidenabhängigen Gewässern an wenigstens zwei landseitigen Haltepunkten, wie Pollern
oder dergleichen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Festmachen wenigstens zwei zum Land hin auslegende, mit jeweils
einem Haltepunkt (3, 4) in Wirkverbindung bringbare Riegel (14, 22) aufweist, daß
eine lotrechte Freiführung (5, 6, 7) für jeden Riegel (14, 22) vorgesehen ist und
daß wenigstens einer der beiden Riegel (22) mittels einer zweiten Führung (18) zusätzlich
waagerecht und parallel zur Längsachse des schwimmenden Gerätes (2) verschiebbar
gehalten ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Führung (18) einen
waagerechten Brückenträger (19) umfaßt, der endseitig in lotrechten Freiführungen
(5, 6) gehalten ist und an dem wenigstens ein Riegel (22) längsverschiebbar geführt
ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede lotrechte Freiführung
(5, 6, 7) eine auf dem Gerät (2) stehende Säule (8, 9, 10) ist.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es
an einem Ende (12) an der dem Land zugekehrten Seite eine Säule (10) als lotrechte
Freiführung für einen Riegel (14) aufweist und daß es im Bereich seines jeweils anderen
Endes (11) zwei in vorbestimmtem Abstand nebeneinanderstehende Säulen (8, 9) als
lotrechte Freiführung (5, 6) für je ein Ende des waagerechten Brückenträgers (19)
hat, an dem der zweite Riegel (22) waagerecht verschiebbar gehalten ist.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Riegel (14, 22) an einem an der jeweils zugeordneten Führung (7, 18) längsverschiebbar
gehaltenen Schiebekörper (13, 20) angeordnet ist.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Führung (7, 18) eine von der Kreisform abweisende Querschnittsform, vorzugsweise
Vierkantform, aufweist.
7. Gerät nach einen der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schiebekörper
(13, 20) im Bereich seiner Führungsflächen Gleitelemente (44) aufweist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schiebekörper
(13, 20) im Bereich seiner Führungsflächen Rollelemente aufweist.
9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Riegel (14, 22) als vom Schiebekörper (13, 20) getragene Gabelklaue (15, 21) ausgebildet
ist, die eine betätigbare Gabelmaulsperre (36, 37) aufweist.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
lotrecht geführte Ende des Brückenträgers (19) mit einem jeweils zugeordneten Kontergewicht
(24) verbunden ist.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiebekörper
(13) des lotrecht geführten Riegels (14) mit einem in der Säule (10) geführten Kontergewicht
verbunden ist.
12. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den
lotrecht geführten Enden des Brückenträgers (19) eine Gleichlaufeinrichtung zugeordnet
ist.
13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichlaufeinrichtung
an jedem Ende des Brückenträgers angeschlagene Seile (29, 31) umfaßt, die über Umlenkrollen
(30, 32) nach einem Befestigungspunkt am Kontergewicht des jeweils anderen Endes
des Brückenträgers (19) verlaufen.
14. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichlaufeinrichtung
lotrechte Verzahnungen an jeder Brückenträgerfreiführung (5, 6) umfaßt, mit denen
an den Enden des Brückenträgers (19) gelagerte, auf einer gemeinsamen Achse sitzende
Ritzel kämmen.