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EP 0 318 996 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1992 Patentblatt 1992/36 |
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Anmeldetag: 01.12.1988 |
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Pyrotechnischer Zünder für Geschosse, Raketen, Bomblets und Minen
Pyrotechnical initiator for projectiles, rockets, bomblets and mines
Allumeur pyrotechnique pour projectiles, roquettes bombes et mines
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
03.12.1987 DE 3740966
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.1989 Patentblatt 1989/23 |
| (73) |
Patentinhaber: DIEHL GMBH & CO. |
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90478 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Rüdenauer, Werner
D-8542 Roth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 256 320 DE-A- 3 333 312 DE-U- 8 614 108 GB-A- 893 081 US-A- 3 025 795
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EP-A- 0 284 923 DE-A- 3 539 279 FR-A- 2 280 878 GB-A- 1 413 253
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen pyrotechnischen Zünder für Geschosse, Raketen,
Bomblets und Minen
Aus der nachveröffentlichten EP-A 0 284 923 ist ein Bombletzünder bekannt, bei dem
in einem Schieber neben einem Detonator ein Verzögerungsdetonator angeordnet ist.
Der Verzögerungsdetonator tangiert den Detonator, so daß eine Zusatzladung des Verzögerungsdetonators
die Überzündung vom Verzögerungsdetonator auf den Detonator gewährleistet. Bei einem
Detonator, der etwa im Bereich der Mitte des Verzögerungsdetonators und zwar auf der
Höhe eines zeitverzögernden Satzes liegt, ist die Überzündung durch eine Zusatzladung
nicht immer gewährleistet, da die räumliche Entfernung zwischen der Zusatzladung und
dem Detonator sehr groß ist und eine sichere Energieübertragung nicht immer gewährleistet
ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die Zusatzladung als pyrotechnische Verstärkerladung
ausgebildet ist, indem sie einen hohen Energieinhalt besitzt, der jedoch keinen detonativen
Charakter hat.
[0002] Bei einem Handgranatenzünder nach der GB-A 893 081, der für eine Zeitzündung und
für eine Aufschlagzündung ausgelegt ist, ist es bei der Zeitzündung bekannt, am Ende
des Verzögerungsdetonators ein erstes Zündmittel vorzusehen, das über eine gewisse
Distanz die Zündung eines gaserzeugenden Zündmittels gewährleistet.
[0003] Das gaserzeugende Zündmittel ist in einem axial verschiebbaren Kolben mit Zündnadel
gelagert. Bei Zündung des gaserzeugenden Zündmittels bewegt der Kolben die Zündnadel,
die ihrerseits den Detonator zur Zündung einer Sprengladung initiiert. Für eine axial
bewegliche Zündnadel mit Kolben und integrierten gaserzeugenden Zündmittel ist ein
bestimmtes Bauvolumen erforderlich, das in einem beweglichen Schieber nur sehr schwer
unterzubringen ist. Außerdem besteht bei den beweglichen Teilen immer die Gefahr einer
Klemmung, so daß ein gefährlicher Zündversager die Folge wäre.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem pyrotechnischen Zünder mit einem quer beweglichen
Schieber eine Zündeinrichtung vorzuschlagen, die eine sichere Zündung eines Detonators
gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0007] Durch die Erfindung wird vorteilhaft erreicht, daß bei verhältnismäßig kleinem Bauvolumen
die sichere Zündung des Detonators sowohl bei einem Geschoß oder Bomblet mit oder
ohne Drall gewährleistet ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird zusammen
mit den erzielten Vorteilen beschrieben.
[0009] In einem Bombletgehäuse 1 mit einer Zündnadel 2 ist ein Schieber 3 in Zündstellung
in bekannter Weise arretiert. Der Schieber 3 liegt in einer Führung 4 eines Körpers
5. Der Schieber 3 weist eine Feder 6, einen Gasentspannungsraum 9, einen Detonator
10 zur Zündung einer nicht dargestellten Sprengladung, drei parallele Bohrungen 8,
11, 12 und Kanalabschnitte 13, 14 auf.
[0010] Die Bohrung 12 liegt quer, d.h. tangential zum Detonator 10 und weist einen Verzögerungsdetonator
15, bestehend aus Anzündsatz 16, Verzögerungssatz 18 und Überzündsatz 19 in einem
Röhrchen 7 auf. Der Anzündsatz 16 ist bereits, wie gezeichnet, in Reaktion.
[0011] In der Bohrung 11 ist ein Übertragungsdetonator 20 über eine bei 21 verstemmte Scheibe
22 befestigt. Eine Wand 23 trennt den Übertragungsdetonator 20 vom Detonator 10.
[0012] Eine strichpunktierte Linie 25 bezeichnet die speziell gesicherte Ausgangsstellung
des Schiebers 3.
[0013] Zur Funktion bei einem mit großer Drehzahl rotierenden Bomblet:
Der in bekannter Weise entriegelte Schieber 3 schlägt durch die Kraft der Feder 6
und aufgrund der Zentrifugalkräfte an dem Gehäuse 1 an und wird über einen bekannten
Mechanismus in der gezeichneten Stellung verriegelt. Beim Aufschlag wird der Anzündsatz
16 durch die Zündnadel 2 gezündet. Ausgehend von dem Anzündsatz 16 erfolgt dann die
Zündung der übrigen Sätze 18 und 19 und des Übertragungsdetonators 20. Dieser initiiert
dann durch die Wand 23 hindurch den Detonator 10. Die sichere Zündung des Detonators
10 ist auch unter ungünstigen Bedingungen gegeben. Damit werden Blindgänger vermieden.
[0014] Dazu trägt auch der Kanalabschnitt 13 mit dem Entspannungsraum bei, der den bei der
Zündung des Übertragungsdetonators 20 entstehenden Überdruck in das Innere des Gehäuses
1 ableitet. Der Detonator 10 bleibt daher in seiner vertikalen Zündwirkung voll funktionsfähig.
Der Überzündsatz 19 zerstört dünne Strukturen und ist daher in der Lage den Übertragungsdetonator
20 durch die dünne Wand 30 hindurch sicher zu zünden. Die Existenz der Bohrung 14
ist daher keine Voraussetzung.
Liegt bei dem Bomblet bzw. an dem Zünder kein Drall von, so ist die Scharfstellung
des Schiebers 3 allein durch die Feder 6 zu bewirken.
1. Pyrotechnischer Zünder für Geschosse, Raketen, Bomblets und Minen, der in einem quer
beweglichen Schieber (3) eine Zündeinrichtung (2) für einen Verzögerungsdetonator
(15) mit einem Überzündsatz (19) und einen Detonator (10) zur Zündung einer Sprengladung
aufweist, und der Verzögerungsdetonator (15) in einer Bohrung (12) quer zum Detonator
(10) angeordnet ist,
wobei in dem Schieber (3) in einer zweiten Bohrung (11), die parallel zur ersten Bohrung
(12) liegt,
ein Übertragungsdetonator (20) zwischen dem Detonator (10) und dem Überzündsatz (19)
vorgesehen ist, dessen Wirkrichtung etwa zentrisch zum Detonator (10) liegt, und der
Schieber (3) am Übertragungsdetonator (20) einen Kanalabschnitt (13) zu einem Gasentspannungsraum
(9) aufweist.
2. Pyrotechnischer Zünder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Schieber (3) drei zueinander parallele Bohrungen (8, 11, 12) jeweils für
eine Feder (8), für den Verzögerungsdetonator (15) und für den Übertragungsdetonator
(20) vorgesehen sind.
3. Pyrotechnischer Zünder nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den beiden Bohrungen (11, 12) im Bereich des Übertragungsdetonators (20)
ein Kanalabschnitt (14) zur Zündung des letzteren vorgesehen ist.
1. A pyrotechnical fuze for shells, rockets, bomblets and mines, which has in a transversely
movable slider (3) a detonation mechanism (2) for a delayed-action detonator (15)
with an over-detonation composition (19) and has a detonator (10) for the detonation
of an explosive charge, and the delayed-action detonator (15) is arranged in a bore
(12) transversely to the detonator (10), in which respect in a slider (3) in a second
bore (11) which lies parallel to the first bore (12) a booster detonator (20) is provided
between the detonator (10) and the over-detonation composition (19), the effective
direction of which detonator (20) lies approximately centrically to the detonator
(10), and the slider (3) at the booster detonator (20) has a duct portion (13) to
a gas expansion chamber (9).
2. A pyrotechnical fuze according to Claim 1, characterised in that three bores (8, 11,
12) which are parallel to one another, respectively for a spring (8), for the delayed-action
detonator (15) and for the booster detonator (20), are provided in the slider (3).
3. A pyrotechnical fuse according to Claim 2, characterised in that a duct portion (14)
is provided between the two bores (11, 12) in the region of the booster detonator
(20) for the detonation of the latter.
1. Allumeur pyrotechnique, pour projectiles, fusées, petites bombes et mines, qui présente
dans un curseur (3) mobile transversalement un dispositif d'allumage (2), pour un
détonateur à retardement (15), avec une garniture d'allumage supplémentaire (19) et
un détonateur (10), pour l'allumage d'une charge explosive, et le détonateur à retardement
(15) étant disposé dans un perçage (12) situé transversalement par rapport au détonateur
(10), où dans le curseur (3) est prévu, dans un deuxième perçage (11) disposé parallèlement
au premier perçage (12), entre le détonateur (10) et la garniture d'allumage supplémentaire
(19), un détonateur de transmission (20), dont la direction active est disposée à
peu près au centre du détonateur (10), et le curseur (3) présentant, sur le détonateur
de transmission (20), une section en forme de canal (13) allant à un espace de détente
de gaz (9).
2. Allumeur pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce que trois perçes
(8, 11, 12), parallèles entre eux, prévus tour à tour pour un ressort (8), pour le
détonateur à retardement (15) et pour le détonateur de transmission (20), sont prévus
dans le curseur (3).
3. Allumeur pyrotechnique selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'entre les deux
perçages (11, 12), dans la zone du détonateur de transmission (20), une section en
forme de canal (14) est prévue pour l'allumage de ce dernier.
