[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Ausgleichsgewicht für Waschmaschinen o. dgl. mit
einem Grundkörper aus Beton, der durch ein eingebettetes, sich im wesentlichen über
die Länge des Ausgleichsgewichts erstreckendes, Verstärkungsteil verstärkbar ist
und mit mindestens einem mit dem Verstärkungsteil verbundenen Anschlußelement für
eine Befestigung an einem Laugenbehälter.
[0002] Ein gattungsgemäßes Ausgleichsgewicht (DE-GM 78 27 714) weist einen Grundkörper auf,
in dem als Verstärkungsteil ein Flansch eingebettet ist. Dieser hat als Anschlußelement
einen sich radial auswärts aus dem Grundkörper erstreckenden ringförmigen Rand. Zum
Befestigen des Ausgleichsgewichts an dem Laugenbehälter ist ein ein Innenprofil aufweisender
Außenring vorgesehen, der einen Rand des Laugenbehälters und den Rand des Flansches
teilweise überdeckt und die beiden Ränder zusammenspannt. Die Verwendung eines Außenringes
vergrößert die Anzahl der herzustellenden Teile sowie den Montageaufwand beim Befestigen
des Ausgleichsgewichtes an dem Laugenbehälter. Diese Art der Befestigung steht weiterhin
einer zumindest teilweisen Automatisierung der Montage der Ausgleichsgewichtemit
dem Laugenbehälter entgegen.
[0003] Es ist weiter bekannt (DE-PS 26 33 603), gegossene Ausgleichsgewichte an Tragringen
anzuschrauben oder anzuschweißen. Der Tragring ist dabei einer Stirnwand des Laugenbehälters
zugeordnet und mit dieser über einen Spannring mit dem Laugenbehälter verbindbar.
Diese Art der Verbindung, bei der gleichfalls ein zusätzliches Bauteil erforderlich
ist, erfordert einen großen Montageaufwand. Für eine zumindest teilweise automatisierteFertigung
ist diese Verbindung gleichfalls nicht geeignet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Ausgleichsgewicht
so auszubilden, daß es einfach und ohne Verwendung zusätzlicher Bauteile mit dem Laugenbehälter
verbindbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Ausgleichsgewicht der genannten Gattung dadurch gelöst,
daß das Anschlußelement für eine Schraubverbindung eine Durchgangsöffnung und dieser
benachbart einen außerhalb des Betons liegenden Bereich aufweist.
[0006] Da das Anschlußelement für eine Schraubverbindung eine Durchgangsöffnung aufweist,
sind Ausgleichsgewichte in einfacher und zumindest teilweise automatisierbarer Weise
mit einem Laugenbehälter verbindbar. Dadurch, daß der Durchgangsöffnung benachbart
ein außerhalb des Betons liegender Bereich vorhanden ist, kann im wesentlichen ohne
Minderung der Masse und der Steifigkeit des Ausgleichsgewichts die Schraubverbindung
mit dem Laugenbehälter direkt über Anschlußelemente erfolgen. Da imBereich der Befestigung
kein Beton vorhanden ist, ist eine zumindest örtliche Rißbildung in dem Grundkörper
aufgrund von auf den Beton wirkenden Druckkräften vermieden.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist als Anschlußelement eine Lasche mit dem
Verstärkungsteil verbindbar. Durch, bspw. durch Schweißen, mit Verstärkungsteilen
wie bspw. Moniereisen verbindbare Laschen kann die versteifende Wirkung der Verstärkungsteilevergrößert
werden und es können gleichzeitig in einfacher Weise die Anschlußelemente hergestellt
werden.
[0008] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist als Anschlußelement in das Verstärkungsteil
ein im wesentlichen U-förmiger Ansatz geformt. Anschlußelemente sind dadurch bspw.
durch entsprechende Formgebung von Moniereisen besonders einfach herstellbar. Durch
U-förmig geformte Ansätze kann gleichzeitig die Steifigkeit von Verstärkungsteilen
erhöht werden.
[0009] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß für eine elastische Befestigung in
eine Durchgangsöffnung eine elastische Buchse einsetzbar ist. Durch die Verwendung
einer elastischen Buchse kann in einfacher Weise die Verbindung von Ausgleichsgewichten
mit Laugenbehältern flexibel ausgebildet werden. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig,
wenn die Anzahl der an einem Ausgleichsgewicht vorgesehenen Anschlußelemente zu einer
statisch überbestimmten Befestigung an dem Laugenbehälter führen kann. Durch eine
elastische Ausgestaltung einer oder mehrerer Befestigungen können in derartigen Fällen
Verspannungen und daraus resultierende Spannungs- bzw. Druckspitzen in anschließenden
Bereichen der Anschlußelemente, Verstärkungsteile und dem Grundkörper vermieden werden.
Dadurch ist gleichzeitig eine Rißbildung in dem Grundkörper verhindert.
[0010] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Durchgangsöffnung in einem
mit einer Lasche federnd verbundenen Lappen ausgebildet. Dadurch läßt sich in besonders
einfacher Weise ohne zusätzliche Bauteile und de zugehörigen Montageaufwand eine elastische
Befestigung der Ausgleichsgewichte an Laugenbehältern erreichen.
[0011] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Grundkörper geschlossen ringförmig
ausgebildet. Derartige Grundkörper sind einfach herstellbar. Dadurch, daß alle Ausgleichsgewichte
für einen Laugenbehälter einstückig ausgebildet sind, sind sie auch besonders einfach
und in zumindest teilweise automatisierbarer Weise mit dem Laugenbehälter verbindbar.
Weiterhin kann durch die geschlossen ringförmige Ausbildung des Grundkörpers der an
diesen angrenzende Bereich des Laugenbehälters versteift werden.
[0012] Drei Ausführungsbeispiele für die erfindungsgemäße Lösung werden nachfolgend anhand
der Zeichnung erläutert.
[0013] Es zeigen:
Figur 1 eine Vorderansicht eines Teils eines Ausgleichsgewichtes mit einem, einen
in ein Verstärkungsteil geformten Ansatz als Anschlußelement,
Figur 2 einen Schnitt I-I nach Figur 1,
Figur 3 einen Querschnitt durch einen Teil eines Ausgleichsgewichts eines zweiten
Ausführungsbeispiels mit einer Lasche als Anschlußelement,
Figur 4 einen Querschnitt durch einen Teil eines Ausgleichsgewichts eines dritten
Ausführungsbeispiels mit einer Lasche als Anschlußelement und
Figur 5 eine Ansicht in Richtung A nach Figur 4.
[0014] Das in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel eines nur teilweise dargestellten,
insgesamt mit 1 bezeichneten, Ausgleichsgewichtes hat einen unvollständig dargestellten
Grundkörper 3. Dieser besteht aus einem, mit relativ wenig Wasser herstellbaren Beton
und weist eine relativ glatte Oberfläche auf, die nach dem Formen des Grundkörpers
bspw. durch Gießen, nicht nachbearbeitet werden muß. Als Verstärkungsteil ist in den
Grundkörper 3 ein Moniereisen 5 eingebettet. Dieses erstreckt sich im wesentlichen
über die Länge des Grundkörpers 3, der bspw. geschlossen ringförmig ausgebildet sein
kann. Geschlossen ringförmig ausgebildete Grundkörper führen zu einfach herstellbaren
und einfach zumindest teilweise automatisch montierbaren Ausgleichsgewichten. Durch
dieseAusbildung kann weiterhin ein sich daran anschließender Bereich eines nicht dargestellten
Laugenbehälters, mit dem das Ausgleichsgewicht 1 verbindbar ist, gemäß der Anmeldung
(internes Aktenzeichen PHD 87 257) der Anmelderin mit gleichem Anmeldetag, verstärkt
werden.
[0015] Als Anschlußelement für eine Befestigung des Ausgleichsgewichtes 1 an dem Laugenbehälter
weist das Moniereisen 5 mindestens einen U-förmig geformten Ansatz 7 auf. Zwischen
den beiden Schenkeln des Ansatzes 7 ist eine im wesentlichen langlochförmige Durchgangsöffnung
9 zum Durchführen nicht dargestellter Befestigungsschrauben ausgebildet. Der sich
an die Durchgangsöffnung 9 anschließende Bereich ist frei von Beton, so daß es aufgrund
der Befestigung zu keiner Einwirkung von Druckkräften auf den Beton und daraus resultierend
einer Rissbildung in dem Grundkörper 3 kommen kann.
[0016] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der Ansatz 7 ringsum von Beton umgeben. Er ragt dabei
kragarmförmig in einen im wesentlichen kegelstumpfförmig innerhalb des Grundkörpers
gebildeten Hohlraum 11. Damit der Ansatz 7 direkt und nicht über eine Stirnfläche
des Grundkörpers 3 mit einem an dem Laugenbehälter vorhandenen Halteelement in Anlage
gebracht werden kann, ist er in Richtung zu dem Halteelement wenigstens bis zu der
Stirnfläche geführt. Dazu ist er durch einen in Richtung zu der Stirnfläche abgekröpften
Bereich 13 an das in dem Grundkörper 3 eingebettete Moniereisen 5 angeschlossen.
[0017] Das in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel ei-nes insgesamt mit 1′ bezeichneten,
nur zum Teil dargestellten Ausgleichsgewichtes weist einen Grundkörper 3′ auf, der
wie derjenige des ersten Ausführungsbeispiels aus Beton herstellbar ist, und in den
als Verstärkungsteil ein Moniereisen 5′ bereichsweise eingebettet ist. Als Anschlußelement
ist eine aus Metall herstellbare Lasche 15 mit dem Moniereisen 5′ bspw. durch Schweißen
verbunden. Die gleichfalls teilweise in den Grundkörper 3′ eingebettete Lasche 15
erstreckt sich radia auswärts aus dem Grundkörper 3′ in einen von Beton freien, im
wesentlichen langlochartigen, Bereich 17, der in radial auswärtiger Richtung offen
ist. Die Lasche 15 ist für eine gute Verbindung mit dem Grundkörper 3′ kreissegmentförmig
ausgebildet und das in den Grundkörper 3′ ragende Ende hat einen abgewinkelten Bereich
16. Für eine versteifte Ausbildung der Lasche 15 kann auch in nicht dargestellter
Weise die dem abgewinkelten Bereich 16 gegenüberliegende Seite abgewinkelt sein. Für
eine gute Verbindung mit dem Grundkörper 3′ können weiterhin in dem von diesem aufgenommenen
Teil der Lasche 15 nicht dargestellte Durchbrüche für die Aufnahme von Beton vorgesehen
sein.
[0018] Die Lasche 15 hat weiter eine Durchgangsöffnung 19, in die zur Herstellung einer
elastischen Befestigung zwischen der Lasche 15 und einem mit dem nicht dargestellten
Laugenbehälter verbundenen, im wesentlichen topfförmigen Halteelement 21 eine, aus
Kunststoff, Gummi o. dgl. bestehende, elastische Buchse 23 einsetzbar ist. Beim Anziehen
einer mit dem Halteelement 21 verschraubbaren Befestigungsschraube 25 wird über den
Schraubenkopf ein axialer Druck auf die elastische Buchse 23 ausgeübt, der zu einer
Vergrößerung des Durchmessers der elastischen Buchse 23 außerhalb und benachbart der
Durchgangsöffnung 19 führt. Damit ergibt sich eine gute Festlegung der Lasche 15 in
radialer und axialer Richtung und damit des Ausgleichsgewichtes 1′ gegenüber dem
Halteelement 21 bzw. dem Laugenbehälter, die gleichzeitig eine ausreichende Flexibilität
in radialer und insbesondere in axialer Richtung aufweist. Dadurch, daß die Befestigung
in axialer Richtung flexibel und nicht starr ausgebildet ist, kann auch bei einer
Anzahl von Laschen 15 eines Ausgleichsgewichtes 1′, die zu einer statisch überbestimmten
Befestigung des Ausgleichsgewichtes 1′ an dem Laugenbehälter führen kann, vermieden
werden, daß Verspannungen zu einer örtlich hohen Druckbelastung des Grundkörpers
3′ und damit einer Rißbildung in dem Beton führen können. Damit auf den Grundkörper
1′ aufgrund der Befestigung keine Druckkräfte einwirken, ist er mit Abstand von dem
Halteelement 21 bzw. dem Laugenbehälter angeordnet.
[0019] Das in Figur 4 und 5 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
von dem zweiten Ausführungsbeispiel nur durch die Art, wie die Befestigung in axialer
Richtung flexibel gestaltet ist. Teile, die mit denjenigen des zweiten Ausführungsbeispiels
übereinstimmen sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Für eine in axialer Richtung flexible Befestigung ist an der im übrigen wie die Lasche
15 kreissegmentförmig ausgebildeten Lasche 15′ ein eine Durchgangsbohrung 9′ aufweisender
federnder Lappen 29 ausgebildet. Der Lappen 29 ist durch einen zungenförmig aus der
Lasche 15′ ausgestanzten Bereich kragarmförmig gebildet. Damit ist einfach und ohne
zusätzliche Bauteile eine in axialer Richtung elastische Befestigung für nicht dargestellte
Befestigungsschrauben erreicht. Die für den Einsatz einer elastischen Buchse 23 in
eine Lasche 15 beschriebenen Vorteile sind in vergleichbarer Weise über die Ausbildung
eines federnden Lappens 29 in einer Lasche 15′ möglich.
[0021] Um bei Verwendung von bspw. vier Schraubverbindungen zur Befestigung ringförmiger
Ausgleichsgewichte 1′ auftretende Verspannungen und daraus resultierende Rißbildungen
in Grundkörpern 1, 1′ zu vermeiden, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß mindestens
eine der Laschen 15, 15′ durch eine elastische Buchse 23 oder einen federnden Lappen
29 eine flexible Verbindung ermöglicht.
1. Ausgleichsgewicht für Waschmaschinen o. dgl. mit einem Grundkörper aus Beton, der
durch mindestens ein eingebettetes, sich im wesentlichen über die Länge des Ausgleichsgewichts
erstreckendes Verstärkungsteil verstärkbar ist und mit mindestens einem mit dem Verstärkungsteil
verbundenen Anschlußelement für eine Befestigung an einem Laugenbehälter,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußelement (7, 15, 15′) für eine Schraubverbindung eine Durchgangsöffnung
(9, 19, 19′) und dieser benachbart einen außerhalb des Betons liegenden Bereich aufweist.
2. Ausgleichsgewicht nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Anschlußelement (15, 15′) eine Lasche mit dem Verstärkungsteil (5′) verbindbar
ist.
3. Ausgleichsgewicht nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Anschlußelement in das Verstärkungsteil (5) ein im wesentlichen U-förmiger
Ansatz (7) geformt ist.
4. Ausgleichsgewicht nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß für eine elastische Befestigung in eine Durchgangsöffnung (19) eine elastische
Buchse (23) einsetzbar ist.
5. Ausgleichsgewicht nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchgangsöffnung (19′) in einem mit einer Lasche (15′) federnd verbundenen
Lappen (29) ausgebildet ist.
6. Ausgleichsgewicht nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (3) geschlossen ringförmig ausgebildet ist.