[0001] Die Erfindung betrifft einen Spülkasten nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs
1.
[0002] Zum Stand der Technik ist durch die CH-A-586 328 ein solcher Spülkasten bekanntgeworden.
Zur Befestigung des Isolationskörpers sind hier zwei Halteplatten vorgesehen, die
nach dem Einsetzen des Isolationskörpers am Kastenkörper angeschweisst werden und
den Isolationskörper am oberen Rand überdecken. Diese Befestigungsart ist aufwendig
und hat zudem den weiteren Nachteil, dass der Isolationskörper nicht ohne seine Zerstörung
oder Beschädigung des Kastenkörpers ausgewechselt werden kann. Bei einfacheren Spülkästen
ist der Isolationskörper aus diesen Gründen ohne Befestigung in den Kastenkörper gestellt.
Hier sind jedoch Zwischenräume zwischen Isolations- und Kastenkörper nicht zu vermeiden.
Diese verkleinern den Innenraum des Spülkastens, der entsprechend grösser gebaut
werden muss. Dies bedingt einen grösseren Materialverbrauch und höhere Transportkosten.
Spülkästen sollten aber auch aus ästhetischen und architektonischen Gründen
[0003] Es ist auch ein Spülkasten bekannt, bei welchem der Isolationskörper am Kastenkörper
angeklebt ist. Auch dieser Isolationskörper kann nicht ohne Beschädigung ausgewechselt
werden.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Spülkasten der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, der diese Nachteile vermeidet. Der Spülkasten soll zudem so ausgebildet
sein, dass der Einbau des Isolationskörpers automatisierbar ist. Bei der automatischen
Montage des Spülkastens und bei Reparatur- und Revisionsarbeiten soll die Gefahr
einer Beschädigung des Kastenkörpers und des Isolationskörpers, auch wenn dieser
aus vergleichsweise brüchigem Werkstoff besteht, gering sein.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Erfindung gemäss Anspruch 1 gelöst.
[0006] Der Isolationskörper lässt sich in linearer Bewegung von oben in den Kastenkörper
einsetzen und kann auch ohne Beschädigung und ohne Werkzeug ausgewechselt werden.
Aufwendige Schweiss- und Klebearbeiten werden vermieden. Durch die Nute im Kastenkörper
wird dieser versteift.
[0007] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 2 ist es möglich, den Isolationskörper in einfacher
Weise besonders schonend in den Kastenkörper einzuschieben und auszuwechseln.
[0008] Durch die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 3 und 4 wird die Nute in konstruktiv
einfacher Weise realisiert. Durch die Stege wird ausserdem die Steifigkeit des Kastenkörpers
erhöht.
[0009] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 5 ergibt sich eine besonders stabile Verbindung
zwischen Isolations- und Kastenkörper.
[0010] Durch die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 6 bis 8 wird in konstruktiv einfacher
Weise eine dichte und lösbare Befestigung des Isolationskörpers am Spülkastenboden
realisiert.
[0011] Ist die Ablaufgarnitur gemäss Anspruch 8 am Kastenboden befestigt, so kann diese
zum Auswechseln des Isolationskörpers ohne Werkzeug durch einfaches Kippen gelöst
werden. Der Isolationskörper ist danach frei und kann aus dem Kastenkörper gehoben
werden. Bei der Montage wird nach dem Einsetzen des Isolationskörpers die Ablaufgarnitur
unter Rastung in einfacher Weise und automatisierbar am Kastenboden befestigt, wobei
eine dauerhafte Dichtung zwischen Isolationskörper und Kastenkörper geschaffen wird.
Gleichzeitig wird durch die Ablaufgarnitur der Isolationskörper am Kastenboden fixiert.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung nachfolgend näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Isolationskörper,
Fig. 2 eine Ansicht des Isolationskörpers,
Fig. 3 eine Ansicht einer teilweise geschnittenen Hälfte eines Kastenkörpers,
Fig. 4 eine Teilansicht eines teilweise geschnittenen Kastenkörpers, und
Fig. 5 einen Schnitt durch einen Teil des Kastenkörpers,
Fig. 6 Teilschnitte durch einen Teil des Spülkastens, und
Fig. 7 einen Teilschnitt durch den Spülkasten entsprechend der Linie VII-VII der Fig.
1.
[0013] Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Isolationskörper 1 ist aus einem Hartschaumstoff
auf Polystyrolbasis oder einem anderen geeigneten Kunststoff hergestellt und weist
eine Aussenform auf, die weitgehend der Innenform des Kastenkörpers 2 entspricht.
Die Wandstärke beträgt etwa 5 mm. Im Boden 3 ist eine kreisrunde Oeffnung 4 angebracht,
in welche eine Ablaufgarnitur 17 eingesetzt wird. Eine ebenfalls kreisrunde, angeformte
Dichtlippe 19 ist auf der Unterseite des Bodens 3 angeordnet. Bei eingesetzter Ablaufgarnitur
17 liegt diese Dichtlippe 19 am Boden 11 des Kastenkörpers 2 an und verhindert, dass
von der Oeffnung 4 her Wasser zwischen den Isolationskörper 1 und den Kastenkörper
gelangen kann.
[0014] Auf der Aussenseite der Rückwand 9 des Isolationskörpers 1 sind zwei zu seiner Spiegelebene
symmetrische Nuten 6 angeordnet, die sich vom Boden 3 bis zum Rand 21 erstrecken
und die sich zum Rand 21 hin konisch verjüngen. Zwischen den Nuten 6 ist ein sich
ebenfalls vom Boden 3 bis zum Rand 21 erstreckendes Gegenstück 5 angeformt, das auf
der Rückseite der Rückwand 9 etwas absteht und das die Nuten 6 teilweise überdeckt.
Auf der Innenseite des Isolationskörpers besteht zwischen den Nuten 6 eine sich seitlich
zum Boden 3 hin konisch verjüngende Vertiefung 8, die teilweise durch nach innen vorstehende
Wandungen 7 gebildet wird. Wie in Fig. 2 gut ersichtlich, ist die Wandstärke des Isolationskörpers
auch im Bereich der Nuten 6 und des Gegenstücks 5 nicht grösser als sonstwo. Im Abstand
zum Gegenstück 5 sind auf der Aussenseite der Rückwand 9 zwei weitere streifenförmige
und ebenfalls spiegelsymmetrische Vertiefungen 22 angeordnet, die komplementär zu
zwei am Kastenkörper 2 angebrachten Nutenböden 23 sind. Die genannten Nuten versteifen
den Isolationskörper.
[0015] Der in den Fig. 3 bis 5 gezeigte Kastenkörper 2 weist im Boden 11 eine Oeffnung 10
auf, in welche die Ablaufgarnitur 17 gemäss Fig. 6 eingesetzt ist.
[0016] Die spiegelsymmetrisch ausgebildete Rückwand 12 des Kastenkörpers 2 weist auf der
Innenseite eine Nute 13 auf, die sich vom Boden 11 bis zum Rand 21 erstreckt und die
sich zum Boden 11 hin konisch verjüngt. Die Nute 13 wird teilweise durch zwei auf
der Innenseite an der Rückwand 12 angeformte Stege 14 überdeckt, die komplementär
zu den Nuten 6 des Isolationskörpers sind. Die Nute 13 hat somit die Form einer sich
in Längsrichtung verjüngenden Schwalbenschwanznute. Bei eingesetztem Isolationskörper
1 ergibt sich somit die in Fig. 7 gezeigte gegenseitige Verzahnung zwischen diesem
und dem Kastenkörper 2. Es ist auch denkbar, das Gegenstück 5 am Kastenkörper 2 und
die Nute 13 am Isolations körper 1 anzuordnen. Die Stege 14 umgeben einen Hohlraum
16, der unten, auf der Aussenseite des Spülkastens, offen ist. Wie in Fig. 3 und 5
gut ersichtlich, ist der Nutenboden 23 vertieft in der Rückwand 12 angeordnet und
diese auf ihrer Aussenseite entsprechend erhöht.
[0017] Die Ablaufgarnitur 17 weist gemäss Fig. 6 einen kreisrunden, radial abstehenden Kragen
18 auf, an dem unten ein ebenfalls kreisrunder Steg 20 angeformt ist. Der Steg 20
ist rastend mit vier am Kastenkörper 2 angeformten Stegen 15 verbunden. Die Stege
15 sind so dimensioniert, dass der Kragen 18 den Isolationskörper 2 unter Verpressung
der Dichtlippe 19 gegen die Innenseite des Bodens 11 drückt. Der in Fig. 6 aus zeichnerischen
Gründen gezeigte Spalt hinter der Dichtlippe 19 besteht in Wirklichkeit nicht oder
ist kleiner.
[0018] Das Gegenstück 5 und die Nute 13 sind so dimensioniert, dass im Bereich der Nute
13 zwischen Isolationskörper 1 und Kastenkörper 2 eine Haftkraft besteht, welche die
Bewegung der beiden Körper gegeneinander verhindert. Die Haftkraft kann durch ein
Uebermass erhöht werden.
1. Spülkasten mit einem in den Kastenkörper (2) eingesetzten Isolationskörper (1)
zur Verhinderung einer Kondenswasserbildung auf der Aussenseite des Kastenkörpers
(2) und mit Mitteln zur Befestigung des Isolationskörpers (1) am Kastenkörper (2),
wobei der Isolationskörper (1) in seinem Boden (3) eine Oeffnung (4) aufweist, in
welche die Ablaufgarnitur eingesetzt ist, gekennzeichnet durch eine senkrecht zur
Ebene des Kastenbodens (3) verlaufende Nute (13) auf der Innenseite einer Seitenwand
(12) des Kastenkörpers (2) oder auf der Aussenseite einer Seitenwand (9) des Isolationskörpers
(1), in welche ein komplementäres Gegenstück (5) auf der Aussenseite des Isolationskörpers
(1) oder auf der Innenseite des Kastenkörpers (2) eingesetzt ist, wobei die Nute
(13) und das Gegenstück (5) so ausgebildet sind, dass sie in Querrichtung selbstschliessend
sind.
2. Spülkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (5) und
entsprechend die Nute (13) sich zum Boden (3, 11) hin konisch verjüngen.
3. Spülkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nute (13)
durch zwei angeformte Stege (14) am Kastenkörper (2) gebildet wird.
4. Spülkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nute
(13) eine Schwalbenschwanznute ist.
5. Spülkasten nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (14)
ihrerseits Gegenstücke sind, die in komplementäre Nuten (6) des Isolationskörpers
(1) eingreifen.
6. Spülkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskörper
(1) auf der Unterseite seines Bodens (3) eine sich um die Oeffnung (4) erstreckende
Dichtlippe (19) aufweist.
7. Spülkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufgarnitur
(17) einen sich radial nach aussen erstreckenden Kragen (18) aufweist, der den Isolationskörper
(1) am Rand der Oeffnung (4) gegen den Boden (11) des Kastenkörpers (2) presst.
8. Spülkasten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Kragens
(18) sich nach unten erstreckende Stege (20) angeformt sind, die mit entsprechenden
Stegen (15) des Kastenkörpers (2) rastend verbunden sind.