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(11) |
EP 0 319 468 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.02.1994 Patentblatt 1994/05 |
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Anmeldetag: 11.11.1988 |
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Verfahren und Anlage zur Reinigung der Abluft eines Spannrahmens oder einer Senge
Method and installation for the purification of exhaust air from a tenter or a singing
machine
Procédé et installation pour la purification de l'air évacué d'une rame ou d'une machine
de flambage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
01.12.1987 CH 4689/87
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.1989 Patentblatt 1989/23 |
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Patentinhaber: Koenig, Peter |
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CH-9320 Arbon (CH) |
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Erfinder: |
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- Natter, Arthur
A-6922 Wolfurt (AT)
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| (74) |
Vertreter: Münch, Otto et al |
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Isler & Pedrazzini AG,
Patentanwälte,
Postfach 6940 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 538 413 FR-A- 2 497 560
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DE-A- 3 145 028
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- MELLIAND TEXTILBERICHTE, Nr. 8, 1985, Seiten 603-604; P. TER DUIS:"Wirtschaftliche
Nutzung von heisser Abluft als Verbrennungsluft"
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 326 (M-441)[2049], 21. Dezember 1985; & JP-A-60
159 516 (TOSHIBA) 21-08-1985
- R. Dolezal, "Dampferzeugung", 1985, Seiten 44 - 46, Springer-Verlag
- "Die Industriefeuerung", 1980, Seite 49, Vulkan-Verlag
- Recknagel-Sprenger, "Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik", 60. Auflage, 1979,
Seiten 629 und 630, Oldenbourg Verlag
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Bei der Texilveredelung werden Stoffbahnen z.B. zum thermofixieren in Spannrahmen
auf etwa 180° erwärmt. Die Abluft solcher Spannrahmen wird mittels eines Gebläses
abgesaugt und üblicherweise über ein Kamin ins Freie geleitet. Diese Abluft ist erheblich
mit Kohlenwasserstoffen, unter anderem Paraphinen, belastet und riecht übel. Ausserdem
enthält sie wegen ihrer hohen Temperatur von etwa 140° C erhebliche Energiemengen.
Versuche diese Energie in einem Wärmetauscher rückzugewinnen, sind bisher gescheitert,
weil diese Wärmetauscher sehr rasch verschmutzen und kaum zu reinigen sind.
[0002] Zur Beseitigung von Schadstoffen in Abluft wird in den VDI-Richtlinien 2442 vom Juni
1987 vorgeschlagen, in einer Nachverbrennungsanlage die Abluft mittels eines Brenners
auf etwa 750° bis 900° C zu erhitzen und anschliessend mit einem Wärmetauscher wieder
abzukühlen. Im Wärmetauscher wird dabei die zu reinigende Abluft im Gegenstrom erhitzt,
damit der Brennstoffaufwand möglichst gering gehalten werden kann. Solche Anlagen
sind ausserordentlich teuer und bringen ausser der Reduktion der Umweltbelastung keinen
Nutzeffekt. Die im Gas noch enthaltene Abwärme ist selten sinnvoll wirtschaftlich
nutzbar. Der auf hoher Temperatur betriebene Gas-Gas-Wärmetauscher stellt ausserdem
erhebliche Materialprobleme, so dass häufig eine an sich erwünschte Temperatur über
800° C nicht gefahren werden darf.
[0003] In Melliand Textilberichte 8/1985, Seiten 603 bis 604 wird von Peter ter Duis vorgeschlagen,
einen Teil der Abluft eines Spannrahmens einem Dampfkessel als Verbrennungsluft zuzuführen.
Dabei wird die Ansaugleitung des Brenners an das Abluftkamin des Spannrahmens angeschlossen.
Bei der beschriebenen Anlage kann bei Vollast des Dampfkessels in gewissen Fällen
die gesamte Abluft des Spannrahmens gereinigt werden. Gleichzeitig kann der Wirkungsgrad
der Feuerungsanlage verbessert werden, weil ihr heisse Verbrennungsluft zugeführt
wird. Bei Volllast des Kessels wird über das Kamin zusätzlich Frischluft angesaugt,
bei reduzierter Last entweicht hingegen der überschüssige Teil der Spannrahmenabluft
über das Kamin ins Freie. Ein erheblicher Nachteil dieser Anlage ist demzufolge, dass
bei Teillastbetrieb des Kessels nur ein Bruchteil der Spannrahmenabluft gereinigt
werden kann und die Umweltbelastung somit in erheblichem Ausmass weiter besteht.
[0004] Aehnliche Probleme bestehen beim Betrieb einer Senge, wobei hier die Geruchsprobleme
verschärft sind, die Abluft aber weniger feucht ist und deshalb weniger Wärmeinhalt
hat. Die Abluft einer Senge enthält mehr Feststoffanteile als jene eines Spannrahmens.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage zur Reinigung
der Abluft eines Spannrahmens oder einer Senge zu schaffen, mit welchem die Abluft
möglichst vollständig gereinigt und ihr Wärmeinhalt möglichst zurückgewonnen werden
kann. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäss den Ansprüchen 1 und
4 gelöst.
[0006] Herkömmliche Wärmeversorgungseinrichtungen (z.B. Dampf-, Heiz-, Wärmeträgerölkessel,
usw.) werden immer mit einem möglichst geringen und über den gesamten Leistungsbereich
konstanten Luftüberschuss betrieben, weil ein höherer Luftüberschuss den Wirkungsgrad
reduziert und zu Verlusten führt. Die an der Verbrennung nicht beteiligte Luft muss
ja von der Ansaugtemperatur auf die Abgastemperatur erhitzt werden. Beim erfindungsgemässen
Verfahren wird dieser allgemein gültige Grundsatz verletzt. Ueberraschenderweise hat
der grosse Luftüberschuss beim erfindungsgemässen Verfahren im Teillastbetrieb der
Wärmeversorgungseinrichtung keine oder nur eine unbedeutende Wirkungsgradverminderung
zur Folge, auch wenn die Abgaswärme nicht ausgenützt wird. Es hat sich nämlich gezeigt,
dass die Verbrennung der Schadstoff-Fracht in der Abluft des Spannrahmens im Fixierbetrieb
zur Erwärmung dieser Luft um etwa 50 bis 100° C ausreicht. Im Gegensatz zu allen bekannten
Wärmeversorgungseinrichtungen kann also beim erfindungsgemässen Verfahren ohne Wirkungsgradeinbusse
mit einem grossen Luftüberschuss gearbeitet werden. Daher kann, im Gegensatz zur zuvor
beschriebenen Anlage nach ter Duis,bei der erfindungsgemässen Anlage auch im Teillastbetrieb
der Wärmeversorgungseinrichtung die gesamte Abluft des Spannrahmens oder der Senge
gereinigt werden.
[0007] Da beim erfindungsgemässen Verfahren die organischen Schadstoffe der Abluft vollständig
verbrannnt werden, ist es möglich, das Abgas erheblich abzukühlen und somit die fühlbare
Wärme der Spannrahmenabluft zurückzugewinnen. Eine besonders grosse Energierückgewinnung
ist möglich, wenn als Brennstoff im Brenner Erdgas verwendet und das Abgas unter den
Taupunkt abgekühlt wird. Dabei wird sowohl der obere Heizwert des Brennstoffes und
der Schadstoffe der Abluft ausgenützt, als auch zusätzlich die latente Abwärme der
Spannrahmenabluft zu einem grossen Teil rückgewonnen. Da die Spannrahmenabluft meist
einen hohen Wasserdampfgehalt hat, kann damit erheblich Energie rückgewonnen werden.
Die rückgewonnene Wärme lässt sich bei einem Dampfkessel sehr gut zur Speisewasservorwärmung
verwerten. Bei dieser Betriebsweise führt eine Erhöhung des Luftüberschusses zu einer
Steigerung des Wirkungsgrades und einer Reduktion des Brennstoffbedarfs.
[0008] Textilveredelungsbetriebe mit Spannrahmen oder Sengen haben meistens Dampfkessel
von hinreichender Grösse, um die gesamte Abluft des Spannrahmes oder der Senge auf
die erfindungsgemässe Art zu reinigen. Bei diesen Betrieben ist nur eine thermisch
isolierte Abluftleitung zwischen den Spannrahmen und dem Kessel sowie eine Aenderung
der Kesselsteuerung, allenfalls noch des Brenners erforderlich. Mit geringen Investitionskosten
kann daher nebst einer vollständigen Reinigung der Abluft eine Rückgewinnung der Abwärme
und eine wesentliche Reduktion der Brennstoffkosten erreicht werden. Dabei werden
auch noch bei sehr hohem Luftüberschuss von z.B. λ = 3 Verbrennungstemperaturen über
1000°C erzielt, so dass eine sichere Verbrennung sämtlicher Schadstoffe erreicht wird.
[0009] Der hohe Luftüberschuss beim erfindungsgemässen Verfahren hat ausserdem eine markante
Reduktion des NO
x-Gehaltes im Abgas zur Folge.
[0010] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Darin zeigt:
Fig. 1 ein Schema einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 ein Schema einer zweiten Ausführungsform, und
Fig. 3 ein Schema einer dritten Ausführungsform.
[0011] Ein Spannrahmen 1 hat ein allseits geschlossenes Gehäuse 2 mit einem Eintrittschlitz
3 und mit einem Austrittsschlitz 4 für eine Stoffbahn 5. Das Innere des Gehäuses 2
ist über eine Abluftleitung 6 mit einem Sauggebläse 7 verbunden. Das Gebläse 7 fördert
die Abluft in eine thermisch isolierte Verbindungsleitung 10. Die Isolation der Leitung
10 dient einerseits der Vermeidung von Wärmeverlusten, andererseits um Kondensation
von Wasser und Schadstoffen aus der Abluft zu vermeiden. Die Verbindungsleitung 10
ist mit der Verbrennungsluftzufuhröffung 12 eines Brenners 13 eines Dampfkessels 21
verbunden. Zwischen der Oeffnung 12 und dem Brenner 13 erstreckt sich eine weitere
thermisch isolierte Leitung 11. Die Verbrennungsluft wird dem Brenner 13 über ein
Brennergebläse 14 zugeführt. Bei der Zufuhröffnung 12 zweigt von der Leitung 10 ein
Ausgleichskamin 15 ab. Um den Betrieb des Kessels 21 auch unabhängig vom Spannrahmen
1 zu ermöglichen, zweigt von der Leitung 11 ein Frischluftansaugstutzen 22 ab. Gesteuert
durch eine Klappe 23 wird die Verbrennungsluft entweder von der Leitung 10 oder vom
Stutzen 22 bezogen. Der Brenner 13 hat eine Brennstoffdüse 24 mit einer Brennstoffzuleitung
25. In der Zuleitung 25 ist ein Brennstoffventil 26 zur Regelung des Brennstoffdurchflusses
angeordnet. Am Dampfkessel 21 ist eine Dampfleitung 27 sowie eine Abgasleitung 28
angeschlossen. In der Abgasleitung 28 sind drei Wärmetauscher 29, 30, 31 angeordnet,
wobei der erste Wärmetauscher 29 das Abgas abkühlt und damit das mittels einer Pumpe
34 von einem Speisewassertank 32 geförderte Kesselspeisewasser vorwärmt. Das vorgewärmte
Speisewasser wird dem Kessel 21 über eine Zuleitung 33 zugeführt. Der Tank 32 wird
über eine Leitung 35 mit Frischwasser gespeist. Das Frischwasser wird durch den zweiten
Wärmetauscher 30 vorgewärmt. Der Wärmetauscher 31 dient zur Erwärmung von Prozess-
oder Heizungswasser. Schliesslich entweicht das abgekühlte Abgas über ein Kamin 36.
[0012] Das Brennstoffventil 26 wird durch einen Regler 40 geregelt. Als Sollwert wird dem
Regler z.B. der durch einen Fühler 41 gemessene Dampfdruck des Kessels 21 vorgegeben.
Bei sinkendem Dampfdruck öffnet das Ventil 26 proportional. Gleichzeitig wird mit
dem Regler 40 eine Klappe 42 im Verbrennungsluftzufuhrkanal 43 des Brenners 13 geregelt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Brennerregelungen wird nun beim erfindungsgemässen Verfahren
die Klappe 42 so gesteuert, dass der Luftüberschuss bei abnehmender Kessellast zunimmt.
Wenn der Brenner 13 z.B. bei Vollast auf einen Luftüberschuss von λ = 1,2 eingestellt
ist, kann die Steuerung der Klappe 42 so ausgelegt werden, dass bei 1/3-Last des Kessels
21 der Luftüberschuss auf λ = 2,2 ansteigt. Diese Aenderung gegenüber herkömmlichen
Brennerregelungen ist in Fig. 1 sympolisch dargestellt durch einen Untersetzungshebel
44 zwischen dem Ausgang des Reglers 40 und der Klappe 42.
[0013] Durch diese Massnahme gelingt es in den meisten Fällen, trotz schwankender Kessellast
sämtliche Abluft des Spannrahmens 1 als Verbrennungsluft dem Brenner zuzuführen.
[0014] Als Brennstoff wird zweckmässig Erdgas verwendet. In diesem Fall kann das Abgas in
den Wärmetauschern 29, 30, 31 unter den Taupunkt abgekühlt und damit sowohl die fühlbare
als auch die latente Abwärme der Spannrahmenabluft weitgehend zurückgewonnen werden.
Ausserdem wird damit der obere Heizwert des Brennstoffs und der Schadstoffe in der
Abluft ausgenützt. Durch den hohen Luftüberschuss wird damit eine Reduktion des Brennstoffbedarfs
bis gegen 20% erreicht.
[0015] Falls als Brennstoff Heizöl verwendet wird, werden die Wärmetauscher 30 und 31 zweckmässig
weggelassen.
[0016] In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Gleiche Teile
haben gleiche Bezugszeichen, so dass sich eine detaillierte Erläuterung dieser Teile
erübrigt. Im Kanal 43 wird dem Brenner 13′ wie im zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
Primär- und Senkundärluft gesteuert durch die Klappe 42 in Funktion der Kessellast
zugeführt, wobei wiederum mit sinkender Kessellast der Luftüberschuss steigt. Stromaufwärts
der Klappe 42 ist vom Kanal 43 ein weiterer Kanal 50 abgezweigt. Dieser mündet in
einem Ringraum 51 um den Kanal 43. Vom Ringraum 51 führt ein Ringkanal 52 zum Brennerkopf
im Kessel 21. Ueber diesen Ringkanal 52 kann dem Brennerkopf Tertiärluft zugeführt
werden. Zur Steuerung der Tertiärluftzufuhr ist im Kanal 50 eine Klappe 53 angeordnet.
Die Klappe 53 wird gesteuert durch einen weiterern Regler 54. Der Regler 54 erhält
als Sollwert die Differenz der Ablufttemperatur stromaufwärts und stromabwärts des
Ausgleichskamins 15. Dazu ist in den Leitungen 10, 11 je ein Temperaturfühler 55 angeordnet.
Die Temperaturdifferenz wird z.B. auf 5° C eingestellt, so dass stets eine geringe
Menge Frischluft durch das Kamin 15 einströmt. Falls die Temperaturdifferenz steigt,
reagiert der Regler 54 und schliesst proportional die Klappe 53. Bei sinkender Temperaturdifferenz
wird die Klappe 53 geöffnet.
[0017] Durch diese Ausbildung kann der Luftüberschuss zusätzlich gesteigert werden, so dass
auch bei stark variirender Kessellast sämtliche Spannrahmenabluft gereinigt werden
kann. Ausserdem werden Schwankungen in der anfallenden Abluftmenge automatisch ausgeglichen.
[0018] In Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform der Erfindung dargestellt, wobei wiederum
für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet wurden. Hier hat der Brenner 13''
wiederum einen Tertiärluftkanal 50, 51, 52. Die Klappe 42 für Primär-und Sekundärluft
ist vom Brennstoffregelventil 26 entkoppelt und wird durch einen Stellmotor 60 gesteuert.
Ein zweiter Stellmotor 61 steuert die Tertiärluftklappe 53. Die beiden Stellmotoren
61 werden durch einen Temperaturfühler 62 im Ausgleichskamin 15 geregelt. Diese Regelung
wirkt analog jener mit den beiden Temperaturfühlern 55 in Fig. 2: der Sollwert der
Temperatur des Fühlers 62 wird z.B. etwa 10° C über der Aussentemperatur eingestellt.
Damit wird sichergestellt, dass ständig eine geringe Menge Frischluft durch das Kamin
15 eintritt und keine Spannrahmenabluft entweicht. Das Signal des Fühlers 62 wird
über zwei Regler 63, 64 auf die beiden Stellmotoren 60, 61 aufgeschaltet. Der erste
Regler 63 hat eine variable untere Begrenzung des Ausgangssignals. Diese untere Begrenzung
wird in Abhängigkeit des Signals eines O₂ Fühlers 65 in der Abgasleitung 28 eingestellt.
Damit wird sichergestellt, das bei Volllast des Kessels und geringer Abluftmenge des
Spannrahmens ein gewisser minimaler Luftüberschuss von z.B. λ = 1,2 nicht unterschritten
wird. Diese untere Begrenzung wirkt nur auf die Klappe 42 für Primär- und Sekundärluft.
Für die Klappe 53 für Tertiärluft ist im Regler 64 eine variable obere Begrenzung
des Oeffnungsquerschnittes vorgsehen. Die obere Begrenzung wird dem Regler 64 durch
einen Temperaturfühler 66 am Ende des Flammrohres des Kessels 21 vorgegeben. Die Temperatur
soll an dieser Stelle 800° nicht unterschreiten, damit die sichere Verbrennung sämtlicher
Schadstoffe gewährleistet ist und die Emission von CO vermieden wird. Diese untere
Grenztemperatur entspricht einem Luftüberschuss von etwa λ = 3,5.
[0019] Durch diese Ausbildung wird ein optimaler Wirkungsgrad über den gesamten Lastbereich
des Kessels 21 erreicht mit minimaler Frischluftansaugung.
1. Verfahren zur Reinigung der Abluft eines Spannrahmens (1) und/oder einer Senge, durch
thermische Verbrennung, wobei die Abluft als Verbrennungsluft einer Wärmeversorgungseinrichtung
(21) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeversorgungseinrichtung
(21) in ihrem Teillastbetrieb mit einem grossen Luftüberschuss von λ = 1,5 bis λ =
3,5 betrieben wird, und dass der Luftüberschuss in Funktion der Last der Wärmeversorgungseinrichtung
(21) variiert wird, wobei mit zunehmender Last der Luftüberschuss vermindert wird,
und/oder dass der Luftüberschuss in Funktion der anfallenden Abluftmenge variiert
wird, wobei mit zunehmender Abluftmenge der Luftüberschuss erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftüberschuss geregelt
und nach unten und oben begrenzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Brennstoff Erdgas
verwendet wird, und dass das Abgas der Wärmeversorgungseinrichtung (21) auf eine Temperatur
unterhalb seines Taupunktes abgekühlt wird.
4. Anlage zur Reinigung der Abluft eines Spannrahmens (1) und/oder einer Senge mit einem
Abluftgebläse (7), umfassend eine Wärmeversorgungseinrichtung (21) mit einem Brenner
(13), wobei das Abluftgebläse (7) über eine thermisch isolierte Leitung (10) mit dem
Brenner (13) verbunden ist, wobei die Brennstoffzufuhr und die Luftzufuhr zum Brenner
(13) der Wärmeversorgungseinrichtung (21) durch einen Regler (40) geregelt sind, dadurch
gekennzeichnet, dass der Brenner (13) und seine Steuerung für einen Betrieb mit variablem,
grossem Luftüberschuss von λ = 1,5 bis λ = 3,5 ausgelegt sind, und dass der Regler
(40) so ausgelegt und eingestellt ist, dass der Luftüberschuss mit zunehmender Last
der Wärmeversorgungseinrichtung sinkt und/oder mit zunehmender Abluftmenge steigt.
5. Anlage nach Anspruch 4, wobei die Brennstoffzufuhr und die Luftzufuhr zum Brenner
(13) durch je einen Regler (40,54;40,63,64) geregelt sind, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Verbindungsleitung (10,11) ein Fühler (55,62) zum Messen der anfallenden
Abluftmenge angeordnet ist, und dass der Fühler (55,62) mit dem Regler (54;63,64)
für die Luftzufuhr zum Brenner (13',13'') derart verbunden ist, dass der Luftüberschuss
mit steigender Abluftmenge steigt.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abgasleitung (28) der
Wärmeversorgungseinrichtung (21) ein zweiter Fühler (65) zur Bestimmung des unteren
Grenzwertes des Luftüberschusses und an der Wärmeversorgungseinrichtung ein dritter
Fühler (66) zur Bestimmung des oberen Grenzwertes des Luftüberschusses angeordnet
ist, und dass der zweite und dritte Fühler mit dem Regler (63,64) zur Regelung der
Verbrennungsluftzufuhr zum Brenner (13'') verbunden sind.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Abgaskanal
(28) der Wärmeversorgungseinrichtung (21) Wärmetauscher (29,30,31) angeordnet sind.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeversorgungseinrichtung
(21) ein Dampfkessel ist.
1. A method of purifying the exhaust air from a tentering frame (1) and/or a singeing
machine, by thermal combustion, the exhaust air being fed as air for combustion to
a heat supply means (21), characterised in that the heat supply means (21) is operated
in its part-load range with a large excess of air from λ = 1.5 to λ = 3.5, and in
that the air excess is varied as a function of the load of the heat supply means (21),
the air excess being reduced with increasing load, and/or the air excess is varied
as a function of the amount of exhaust air occurring, the air excess being increased
with increasing exhaust air.
2. A method according to claim 1, characterised in that the air excess is regulated and
limited top and bottom.
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the fuel used is natural
gas and in that the exhaust gas from the heat supply means (21) is cooled to a temperature
below its dew point.
4. An installation for purifying the exhaust air from a tentering frame and/or a singeing
machine, comprising an exhaust air fan (7), comprising a heat supply means (21) with
a burner (13), the exhaust air fan (7) being connected to the burner (13) via a thermally
insulated conduit (10), the fuel supply and the air supply to the burner (13) of the
heat supply means (21) being regulated by a regulator (40), characterised in that
the burner (13) and its control means are designed for operation with a variable large
air excess from λ = 1.5 to λ = 3.5 and in that the regulator (40) is so designed and
adjusted that the air excess falls with increasing heat supply means load and/or rises
with increasing quantity of exhaust air.
5. An installation according to claim 4, in which the fuel supply and the air supply
to the burner (13) are each regulated by a regulator (40, 54; 40, 63, 64), characterised
in that the connecting conduit (10, 11) contains a sensor (55, 62) for measuring the
amount of exhaust air occurring and in that the sensor (55, 62) is so connected to
the regulator (54; 63, 64) for the air supply to the burner 13', 13'') that the air
excess rises with increasing exhaust air.
6. An installation according to claim 5, characterised in that the exhaust gas conduit
(28) from the heat supply means (21) contains a second sensor (65) for determining
the bottom limit of the air excess and the heat supply means comprises a third sensor
(66) for determining the top limit of the air excess, and in that the second and third
sensors are connected to the regulator (63, 64) for regulating the supply of air for
combustion to the burner (13'').
7. An installation according to any one of claims 4 to 6, characterised in that heat
exchangers (29, 30, 31) are disposed in the exhaust gas duct (28) of the heat supply
means (21).
8. An installation according to any one of claims 4 to 7, characterised in that the heat
supply means (21) is a steam boiler.
1. Procédé pour la purification, par combustion thermique, de l'air d'évacuation d'une
rame (1) et/ou d'une machine de flambage, l'air d'évacuation étant apporté comme air
de combustion à un dispositif d'alimentation en chaleur (21), caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en chaleur (21) est exploité avec un excès
d'air élevé allant de lambda = 1,5 à lambda = 3,5, et en ce qu'on fait varier l'excès
d'air en fonction de la charge du dispositif d'alimentation en chaleur (21), l'excès
d'air étant diminué avec l'augmentation de la charge, et/ou en ce qu'on fait varier
l'excès d'air en fonction de la quantité produite d'air d'évacuation, l'excès d'air
étant augmenté avec l'augmentation de la quantité d'air d'évacuation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'excès d'air est régulé et limité vers le bas et vers le haut.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme combustible du gaz naturel, et en ce que les fumées du
dispositif d'alimentation en chaleur (21) sont refroidies à une température inférieure
à leur point de condensation.
4. Installation pour la purification de l'air d'évacuation d'une rame (1) et/ou d'une
machine de flambage pourvue d'une soufflante d'air d'évacuation (7), l'installation
comprenant un dispositif d'alimentation en chaleur (21) doté d'un brûleur (13), la
soufflante d'air d'évacuation (7) étant reliée au brûleur (13) par l'intermédiaire
d'une conduite (10) thermiquement isolée, et l'apport de combustible et l'apport d'air
au brûleur (13) du dispositif d'alimentation en chaleur (21) étant régulés par un
régulateur (40), caractérisée en ce que le brûleur (13) et son système de commande sont conçus pour une exploitation
avec un excès d'air élevé variable allant de lambda = 1,5 à lambda = 3,5, et en ce
que le régulateur (40) est conçu et réglé de telle sorte que l'excès d'air diminue
avec l'augmentation de la charge du dispositif d'alimentation en chaleur, et/ou augmente
avec l'augmentation de la quantité d'air d'évacuation.
5. Installation selon la revendication 4, l'apport de combustible et l'apport d'air au
brûleur (13) étant régulés par des régulateurs respectifs (40, 54 ; 40, 63, 64), caractérisée en ce qu'une sonde (55, 62) est disposée dans la conduite de jonction (10, 11) pour
mesurer la quantité produite d'air d'évacuation, et en ce que la sonde (55, 62) est
reliée au régulateur (54 ; 63, 64) de l'apport d'air au brûleur (13', 13'') de telle
sorte que l'excès d'air augmente avec l'augmentation de la quantité d'air d'évacuation.
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'une deuxième sonde (65) est disposée dans la conduite de fumées (28) du
dispositif d'alimentation en chaleur (21) pour déterminer la valeur limite inférieure
de l'excès d'air et une troisième sonde (66) est disposée sur le dispositif d'alimentation
en chaleur (21) pour déterminer la valeur limite supérieure de l'excès d'air, et en
ce que la deuxième et la troisième sondes sont reliées au régulateur (63, 64) pour
la régulation de l'apport d'air de combustion au brûleur (13'').
7. Installation selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que des échangeurs de chaleur (29, 30, 31) sont disposés dans le conduit de
fumées (28) du dispositif d'alimentation en chaleur (21).
8. Installation selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que le dispositif d'alimentation en chaleur (21) est une chaudière à vapeur.