[0001] Die Erfindung betrifft ein Einlaufventil nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs
1.
[0002] Durch die CH-A 396 790 ist ein Einlaufventil bekannt geworden, das eine Muffe mit
einem Aussengewinde aufweist, die eine Seitenwand des Spülkastengehäuses durchsetzt
und an diesem mittels einer von aussen aufgeschraubten Schraubenmutter fixiert ist.
Die Muffe ist an ihrem freien Ende mit einer auf das Aussengewinde aufgeschraubten
Ueberwurfmutter an einer Wasserleitung angeschlossen. Ueber diese Wasserleitung wird
der Spülkasten versorgt.
[0003] Die Befestigung und eine Demontage dieses Einlaufventils ist zeitaufwendig und oft
schwierig und eine automatische Montage ist nicht möglich oder zumindest sehr aufwendig.
[0004] Um den Anschluss in ästhetischer Hinsicht zu gestalten, muss eine zusätzliche Manschette
angebracht werden.
[0005] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Einlaufventil der genannten Art zu schaffen,
das in einfacher Weise und insbesondere auch mittels automatisierter Montage am Gehäuse
des Spülkastens befestigt werden kann und das eine kostengünstige und weitgehend ästhetische
Gestaltung des Anschlusses ermöglicht.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Erfindung gemäss Anspruch 1 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemässe Einlaufventil lässt sich einfacher und schneller am Spülkasten
befestigen als das eingangs genannte Ventil. Eine automatische oder automatisierte
Montage lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand realisieren, da das Befestigungsteil
mit einer kurzen linearen Bewegung aufgesetzt werden kann und weitere Mittel und Aufwendungen
für die ästhetische Gestaltung des Anschlusses nicht erforderlich sind. Die äussere
Formgebung des Befestigungsteils ist weitgehend frei und gibt dem Designer einen weiten
Spielraum für die Gestaltung.
[0008] Durch die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 2 bis 5 wird das Einlaufventil in konstruktiv
einfacher Weise so realisiert, dass es wahlweise auf der einen oder anderen Schmalseite
des Spülkastengehäuses montiert werden kann.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teildraufsicht auf einen Spülkasten mit abgenommenem Deckel,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch den Spülkasten,
Fig. 3 eine Ansicht eines Befestigungsteils, und
Fig. 4 einen Schnitt durch das Befestigungsteil.
[0010] Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Spülkasten weist in üblicher Weise einen Kastenkörper
8 mit einer innenseitig angeordneten Isolation 9 und einen Deckel 10 auf. In den
aus Kunststoff hergestellten Kastenkörper 8 ist eine quadratische Oeffnung gestanzt,
durch die eine Muffe 2 eines Einlaufventils 1 hindurchgesteckt ist. Das Einlaufventil
1 ist beispielsweise ein Schwimmerventil, dessen grundsätzlicher Aufbau allgemein
bekannt ist. Der nach aussen ragende Teil 7 der Muffe 2 besitzt ein Aussengewinde
3, auf das zum Anschliessen einer hier nicht gezeigten Wasserleitung unter Zwischenlage
einer Dichtungsscheibe 4 eine Ueberwurfmutter 5 aufgeschraubt wird.
[0011] Wie die Fig. 2 deutlich zeigt, besitzt die Muffe 2 eine Schulter 18, die auf der
Innenseite des Spülkastenkörpers 8 anliegt und an die ein im Querschnitt enger Bereich
17 anschliesst. An den im Querschnitt kreisrunden Bereich 17 schliesst ein im Querschnitt
quadratischer Bereich an. Im Bereich 6 sind entsprechend vier Vertiefungen 6 vorhanden.
In diese Vertiefungen 6 ist lösbar ein aus Kunststoff hergestellter Befestigungsteil
11 eingesetzt, der das Einlaufventil in Wechselwirkung mit der Schulter 18 gegen
eine axiale Verschiebung sichert.
[0012] Der in den Fig. 3 und 4 im Detail gezeigte Befestigungsteil besteht aus einem Verriegelungsteil
15 und einem an diesem angeformten, etwa rechtwinklig abstehenden Kragen 13. Der Verriegelungsteil
15 weist einen Einschnitt 12 auf, an dem zwei nach innen vorspringende Nocken 14 angeformt
sind. Der auf die Muffe 2 aufgesetzte Befestigungsteil 11 greift mit dem Verriegelungsteil
15 in drei der Vertiefungen 6 ein. Die Nocken 14 stehen an der Muffe 2 an und verhindern,
dass sich der Befestigungsteil 11 unbeabsichtigt löst.
[0013] Um das Einlaufventil 2 am Spülkastenkörper 8 zu befestigen, wird die Muffe 2 durch
die Oeffnung 16 bis zum Anschlag der Schulter 18 hindurchgesteckt und der Befestigungsteil
11 radial auf den äusseren Teil 7 aufgeschoben. Das Einlaufventil 1 ist damit am
Kastenkörper 8 fixiert und gleichzeitig der Muffenteil 7 überdeckt. Beim Aufschrauben
der Ueberwurfmutter 5 kann diese mit dem vorderen Ende den Kragen 11 bereichsweise
untergreifen. Wie die Fig. 4 zeigt, ist der mittige Bereich des Verriegelungselementes
15 etwas nach rechts versetzt, so dass eine ringförmige Fläche 19 vorhanden ist, die
beim montierten Ventil an der Aussenfläche des Kastens 8 anliegt.
[0014] Der Befestigungsteil 11 kann wie in Fig. 2 gezeigt, radial von oben aufgesetzt sein.
Bei einem hoch hängenden Spülkasten wird der Befestigungsteil hingegen von unten
auf die Muffe 2 aufgesetzt. Um das Einlaufventil 1 zu demontieren, muss lediglich
die Ueberwurfmutter 5 gelöst und der Befestigungsteil 11 abgezogen werden.
[0015] Aus den obigen Angaben ergibt sich somit ein Einlaufventil, das einfach und schnell
montiert und demontiert werden kann und das auch bezüglich der Gestaltung des Spülkastens
wesentliche Vorteile bietet.
1. Einlaufventil in einem Spülkasten für ein Wasserklosett, das eine durch eine Oeffnung
des Gehäuses des Spülkastens hindurchgesteckte Muffe (2) aufweist, die an eine Wasserleitung
anzuschliessen ist und auf die ein Befestigungsteil aufgebracht ist, welche die Muffe
(2) gegen eine axiale Verschiebung sichert, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsteil
(11) radial und in axialer Richtung unverschiebbar auf die Muffe (2) aufgesteckt ist
und diese durch einen Anschlag an der Aussenseite des Gehäuses (1) sichert, und dass
der Befestigungsteil (11) zudem Mittel (13) aufweist, welche den vorstehenden Teil
(7) der Muffe (2) wenigstens teilweise überdecken.
2. Einlaufventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil
(11) ein lösbar auf die Muffe (2) aufgesteckter Spreizteil ist.
3. Einlaufventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (2)
eine Vertiefung (6) aufweist, in welche der Befestigungsteil (11) mit wenig Spiel
eingreift.
4. Einlaufventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (6)
im Querschnitt quadratisch ist.
5. Einlaufventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das
Befestigungsteil (11) aus einem quer zur Muffe (2) verlaufenden Verriegelungsteil
(15) und einem von diesem etwa rechtwinklig abstehenden Kragen (13) besteht.