[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine handgeführte Kehrmaschine mit einer rotierend
angetriebenen, in einem Maschinenrahmen gehalterten Kehrwalze und einem lösbar angeordneten
Schmutzbehälter zur Aufnahme des von der Kehrwalze aufgeworfenen Schmutzes sowie mit
einem Filtergehäuse, dessen Auslaßöffnung benachbart zu einem Luft durch das Filtergehäuse
saugenden Gebläse angeordnet ist und dessen Einlaßöffnung sich oberhalb eines im Schmutzbehälter
vorgesehenen oberen Öffnungsbereichs befindet, zwischen dem und der Einlaßöffnung
des Filtergehäuses eine Staubdichtung vorgesehen ist.
[0002] Bei einer bekannten Kehrmaschine dieser Art (US-PS 4 580 313) ist das Filtergehäuse
um eine an seiner hinteren Seite vorgesehene Achse schwenkbar am Maschinenrahmen gehaltert
und steht in seiner abgesenkten Stellung mit seinem unteren, seine Einlaßöffnung umgebenden
Bereich in dichtendem Eingriff mit der Deckwand eines in den Maschinenrahmen eingesetzten
Schmutzbehälters, wobei die Abdichtung einen oberen Öffnungsbereich im Schmutzbehälter
umgibt, so daß eine Verbindung vom Innenraum des Schmutzbehälters über dessen oberen
Öffnungsbereich zur Einlaßöffnung des Filtergehäuses vorhanden ist.
[0003] Um den Schmutzbehälter der bekannten Kehrmaschine entleeren zu können, muß das Filtergehäuse
verschwenkt und dadurch sein unteres Ende so weit angehoben werden, daß der Benutzer
den Schmutzbehälter nach oben aus dem Maschinenrahmen herausheben und dann entleeren
kann. Danach wird der Schmutzbehälter wieder von oben in den Maschinenrahmen eingesetzt
und das Filtergehäuse nach unten in die abgesenkte Stellung verschwenkt, in der sich
der dichtende Eingriff zwischen unterem Ende des Filtergehäuses und Deckwand des Schmutzbehälters
ergibt.
[0004] Bei dieser bekannten Kehrmaschine ist es somit nicht nur erforderlich, zum Entfernen
des Schmutzbehälters zuvor das Filtergehäuse zu verschwenken, sondern darüber hinaus
muß der Schmutzbehälter zum Entleeren und zum Einsetzen in den Maschinenrahmen verhältnismäßig
hoch angehoben werden, was insbesondere für den Entleerungsvorgang nachteilig ist,
da dann der Schmutzbehälter wegen der Füllung nicht nur schwer ist, sondern darüber
hinaus auch die Gefahr besteht, daß der Benutzer den Schmutzbehälter beim Anheben
kippt, so daß aus seiner Einwurföffnung Schmutz herausfällt.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine handgeführte Kehrmaschine dahingehend zu
verbessern, daß sich der Schmutzbehälter einfach und insbesondere ohne nennenswertes
Anheben aus der Maschine herausnehmen und in sie einsetzen läßt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Kehrmaschine der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
derart ausgestaltet, daß der Schmutzbehälter seitlich am Maschinenrahmen gehaltert
und bezogen auf die normale Fahrtrichtung nach vorn aus diesem herausnehmbar ist.
[0007] Vorzugsweise sind zu diesem Zweck seitliche Führungen zur Halterung des Schmutzbehälters
vorhanden, deren vordere Abschnitte von hinten nach vorn schräg nach unten verlaufen
und deren an die vorderen Abschnitte anschließenden hinteren Abschnitte eine wesentlich
geringere Neigung bezüglich der Standebene der Kehrmaschine haben als die vorderen
Abschnitte, vorzugsweise im wesentlichen parallel zur Standebene der Kehrmaschine
verlaufen.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Kehrmaschine kann also der Schmutzbehälter ohne Veränderung
der Stellung des Filtergehäuses nach vorn aus dem Maschinenrahmen herausgezogen und
von vorn in den Maschinenrahmen eingesetzt werden, wobei dann, wenn die Führungen
die vorstehend erwähnten vorderen und hinteren Abschnitte aufweisen, der Schmutzbehälter
beim Einführen in den Maschinenrahmen zunächst schräg nach oben und dann in einer
weniger oder gar nicht mehr ansteigenden Bewegungsphase nach hinten bewegt und so
in diejenige Stellung gebracht wird, in der die Abdichtung zwischen Eingangsöffnung
des Filtergehäuses und oberem Öffnungsbereich des Schmutzbehälters bewirkt wird.
[0009] Es sei erwähnt, daß bei einem derartigen Aufbau die im Betrieb am tiefsten liegende
Kante des Filtergehäuses selbstverständlich nicht so in Eingriff mit dem Schmutzbehälter
kommen darf, daß eine Verlagerung des Schmutzbehälters bezüglich des Filtergehäuses
in der erwähnten Weise nicht möglich ist, d.h. die im Betrieb untere Kante des Filtergehäuses
muß entweder oberhalb der Deckwand des Schmutzbehälters liegen oder die Deckwand muß
vom Eingriffsbereich zwischen Filtergehäuse und Schmutzbehälter nach hinten so vertieft
sein, daß die Verlagerungsbewegung des Schmutzbehälters nicht durch das Filtergehäuse
behindert wird.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Führungen aus am Maschinenrahmen
befestigten Schienen, und an den Seitenwänden des Schmutzbehälters sind Vorsprünge
zur abstützenden Auflage auf den Schienen vorhanden.
[0011] Um den Schmutzbehälter auf einfache Weise ohne zusätzliche Handgriffe in seiner eingesetzten
Stellung festzulegen, kann an den vorderen Abschnitten der Schienen jeweils eine Vorsprungsfläche
vorgesehen sein, an der bei in die Kehrmaschinen eingesetztem Schmutzbehälter ein
Vorsprung anliegt. Dieser Eingriff stützt den Schmutzbehälter gegen Verlagerungsbewegungen
nach vorn und unten ab, und der Benutzer kann diesen Eingriff sehr einfach dadurch
aufheben, daß er das vordere Ende des Schmutzbehälters anhebt, so daß die zugehörigen
Vorsprünge von den Vorsprungsflächen freikommen und der Schmutzbehälter nach vorn
herausgezogen werden kann. Beim Einführen des Schmutzbehälters ergibt sich der Eingriff
zwischen den Vorsprüngen und den Vorsprungsflächen selbsttätig.
[0012] Ein besonders einfaches Einsetzen des Schmutzbehälters wird dadurch ermöglicht, daß
der Abstand der vorderen Enden der vorderen Abschnitte der Führungen von der Standebene
der Kehrmaschine kleiner ist als der Abstand der am Schmutzbehälter vorgesehenen seitlichen
Vorsprünge von der Bodenfläche des Schmutzbehälters. Dann ist es nämlich möglich,
den Schmutzbehälter zum Einführen auf den Boden zu legen und die Kehrmaschine so in
seine Rich tung zu verfahren, daß zunächst die hinteren Vorsprünge am Schmutzbehälter
in Eingriff mit den Führungen kommen und entlang diesen nach hinten gleiten, worauf
danach auch die vorderen Vorsprünge in Eingriff mit den Führungen kommen und auf diesen
verlagert werden, so daß der Schmutzbehälter ohne manuelle Unterstützung durch den
Benutzer in seine eingesetzte Lage im Maschinenrahmen gelangt.
[0013] Um zu verhindern, daß aus dem Filtergehäuse durch den oberen Öffnungsbereich des
Schmutzbehälters fallender Feinstaub u.ä. aus der üblicherweise vorhandenen hinteren
Öffnung des Schmutzbehälters herausfällt, können im oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters
von oben nach unten schräg nach vorn geneigte Lamellen vorhanden sein, die den aus
dem Filtergehäuse fallenden Staub im Schmutzbehälter nach vorn leiten.
[0014] Zur Abdichtung zwischen Filtergehäuse und Schmutzbehälter kann eine lappenförmige,
die Einlaßöffnung des Filtergehäuses umgebende Dichtungsanordnung vorhanden sein,
die an einem die Einlaßöffnung des Filtergehäuses umgebenden Wandbereich befestigt
ist und die mit ihrem äußeren Umfang den oberen Öffnungsbereich des eingesetzten Schmutzbehälters
umgebend immer auf dessen Deckwand aufliegt.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren
näher erläutert.
Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine handgeführte Kehrmaschine.
Figur 2 zeigt die handgeführte Kehrmaschine aus Figur 1 in perspektivischer Darstellung
teilweise aufgebrochen und vereinfacht dargestellt.
Figur 3 zeigt in einer seitlichen Prinzip-Teildarstellung die Kehrmaschine gemäß Figuren
1 und 2, wobei sich das Filtergehäuse in seiner abgesenkten Stellung befindet.
Figur 4 zeigt in einer Darstellung entsprechend Figur 3 die Kehrmaschine mit sich
in der angehobenen Stellung befindendem Filtergehäuse.
Figur 5 zeigt in einer Prinzipdarstellung Einzelheiten des Filtergehäuses, das sich
in der angehobenen Stellung befindet.
Figur 6 zeigt die Kehrmaschine in einer Prinzipdarstellung ähnlich Figur 3, jedoch
vervollständigt, so daß u.a. eine Führung und Halterung für den Schmutzbehälter zu
erkennen ist.
[0016] Die dargestellte Kehrmaschine hat einen Maschinenrahmen 1, an dem in nicht dargestellter,
üblicher Weise die Räder 5 und 6 befestigt sind und auf dem sich in einem Gehäuse
3 ein Antrieb, etwa ein mittels Batterie angetriebener Elektromotor oder ein Verbrennungsmotor
befindet. Am Maschinenrahmen 1 ist ein sich nach hinten erstreckender Holm 2 befestigt,
mit dessen Hilfe die Bedienungsperson die Maschine führt. Am vorderen Ende des Maschinenrahmens
1 ist zwischen Teile des Maschinenrahmens 1 bildenden, seitlichen Trägern 1′ ein nach
hinten offener Schmutzbehälter 9 gehaltert, der in seinem hinteren oberen Bereich
mittels sich schräg von oben nach unten und vorn erstreckender, im Abstand voneinander
verlaufender Lamellen 13 (Figur 2) einen oberen Öffnungsbereich bildet. Zwischen
der hinteren, nicht gezeigten Öffnung des Schmutzbehälters 9 und den Rädern 5 befindet
sich eine Kehrwalze 31, die nach hinten und oben sowie seitlich von einem Gehäuseteil
32 abgedeckt wird und die im Betrieb der Kehrmaschine so angetrieben wird, daß sie
sich, wie durch die Pfeile in den Figuren 3 und 4 angedeutet, im Uhrzeigersinn dreht
und Schmutz vom Boden 40 durch die nicht gezeigte hintere Öffnung in den Schmutzbehälter
9 wirft.
[0017] In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß selbstverständlich auch ein Aufbau der Kehrmaschine
gewählt werden kann, bei dem die Kehrmaschine den Schmutz vom Boden über ihren oberen
Umfangsbereich (über Kopf) in den Schmutzbehälter schleudert.
[0018] Wie dargestellt, ist zwischen dem oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters 9,
also dem die Lamellen 13 aufweisenden Bereich, und einem weiter oben im Maschinengehäuse
1 untergebrachten Gebläsegehäuse 25 ein Filtergehäuse 15 gehaltert, dessen Einlaßöffnung
18 (Figuren 3 und 4) unmittelbar oberhalb des oberen Öffnungsbereichs des Schmutzbehälters
9 liegt und dessen Auslaßöffnung 17 (Figur 4) sich in der Stellung gemäß Figuren 2,
3 und 6 in Strömungsverbindung mit der im Gebläsegehäuse 25 vorhandenen Einlaßöffnung
16 des Gebläses 26 befindet, so daß im Betrieb des Gebläses 26 von diesem Luft durch
die Einlaßöffnung 18 in das Filtergehäuse 15 und damit durch den in den Figuren 2
bis 4 und 6 angedeuteten Filter 16 und durch die Auslaßöffnung 17 aus dem Filtergehäuse
15 herausgesaugt wird.
[0019] Im Betrieb fährt die Kehrmaschine vom Benutzer am Holm 2 geführt und über die Räder
5 angetrieben in den Figuren 3, 4 und 6 von rechts nach links über den Boden 40, wobei
sich, wie bereits erwähnt, die aus einer Bürste bestehende Kehrwalze 31 im Uhrzeigersinn
und damit entgegen der Fahrtrichtung dreht. Bei diesem Betrieb kann wahlweise auch
der an einem Arm 7 gehalterte Besenteller 8 in Eingriff mit dem zu reinigenden Boden
gebracht und entsprechend gedreht werden. Wird dieser Besenteller nicht benötigt,
wird der Arm 7 vom Benutzer von Hand um die Achse 14 nach oben verschwenkt, so daß
sich der Besenteller 8 oberhalb des Schmutzbehälters 9 und im Bereich der Abdeckhaube
4 befindet, die das Filtergehäuse 15 abdeckt und die entweder abnehmbar oder in nicht
dargesteller Weise an ihrem oberen hinteren Ende angelenkt und somit in eine angehobene
Stellung verschwenkbar ist.
[0020] Das Filtergehäuse 15 ist an einem Trägerrahmen 20 befestigt, der um eine Achse 23
schwenkbar mittels Schrauben an am Maschinenrahmen 1 vorgesehenen Stützen 19 befestigt
ist, die an den seitlichen Trägern 1′ angeordnet sind und sich nach oben über den
Schmutzbehälter 9 erstrecken. Die Schwenkachse 23 liegt somit ebenfalls am vorderen
Endbereich der Kehrmaschine und daher an der Vorderseite des Filtergehäuses 15 und
auf einer Höhe etwa auf der Mitte zwischen Einlaßöffnung 18 und unterer Kante der
Auslaßöffnung 17 des Filtergehäuses 15. Dabei ist der Abstand der Schwenkachse 23
von der Mitte der Einlaßöffnung 18 deutlich geringer als von der Mitte der Auslaßöffnung
17, nämlich nur etwas mehr als die Hälfte. Der Trägerrahmen 20 ruht in den Stellungen
gemäß Figuren 3 und 6 an der den Stützen 19 gegenüberliegenden Seiten auf einer Stützstrebe
21 und wird durch eine Zugfeder 22 gegen diese Stützstrebe 21 gezogen. Die Zugfeder
22 greift mit ihrem oberen Ende an einer Lasche 50 an, die am Halterahmen 20 oder
am Filtergehäuse 15 befestigt ist, und ist mit ihrem unteren Ende am Maschinenrahmen
1 angebracht.
[0021] In der Stellung, in der der Halterahmen 20 bzw. das Filtergehäuse 15 auf der Stützstrebe
21 ruht, liegt der Umfangsrand der Auslaßöffnung 17 des Filtergehäuses 15 an einer
die Ansaugöffnung 27 des Gebläses 26 umgebenden, stationären Wand 27′ dichtend an.
[0022] Die Einlaßöffnung 18 des Filtergehäuses 15 ist von einem Flanschrahmen 42 umgeben
(Figur 5), der aus zwei mittels Schrauben 43 zusammengedrückten Rahmenhälften bestehen,
zwischen denen eine umlaufende, lappenförmige Dichtungsanordnung 24, etwa aus Kautschuk
oder flexiblem Kunststoff eingeklemmt ist. Diese umlaufende Dichtungsanordnung 24
liegt bei eingesetztem Schmutzbehälter 9 mit ihrem äußeren Bereich in jeder Stellung
des Filtergehäuses 15 auf der oberen Wand 9′ des Schmutzbehälters 9 auf und umgibt
so den oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters 9 in dichtender Weise. Es sei erwähnt,
daß diese abdichtende Lage in Figur 4 wegen der vereinfachten Darstellung nicht zu
erkennen ist, jedoch in Figur 5 gezeigt wird.
[0023] Das Filtergehäuse 15 besteht in der in den Figuren 3 bis 5 angedeuteten Weise aus
einem unteren und einem oberen Teil, die in nicht näher zu beschreibender Weise lösbar
miteinander verbunden sind und zwischen denen der kastenförmige Filter 16 gehalten
wird.
[0024] An der am Trägerrahmen 1 bzw. am Filtergehäuse 15 befestigten Lasche 50 greift ein
Ende 51 einer Betätigungseinrichtung 28 an, deren anderes Ende 52 mit einem Betätigungshebel
29 verbunden ist. Die Betätigungseinrichtung 28 kann beispielsweise ein Bowdenzug
oder ein Gestänge sein. Der Betätigungshebel 29 ist um einen Anlenkpunkt 29′ schwenkbar
an einer am Führholm 2 befestigten, nur in Figur 5 angedeuteten Trägerplatte 53 befestigt
und erstreckt sich durch einen Führungsschlitz 54, der in einer Querstrebe 32 ausgebildet
ist, die oberhalb der Trägerplatte 53 am Führholm 2 befestigt ist und an der auch
das Betätigungselement 30 für den Hauptschalter und der Hebel 31 für die Umkehr der
Fahrtrichtung angebracht sind (Figur 2). Das Ende 52 der Betätigungseinrichtung 28
ist zwischen der Trägerplatte 53 und der Querstrebe 32 am Betätigungshebel 29 befestigt.
[0025] In der Stellung gemäß Figuren 2, 3 und 6 ruht, wie bereits erwähnt, das Filtergehäuse
15 auf der Stützstrebe 21, so daß sich die Einlaßöffnung 18 des Filtergehäuses 15
in ihrer tiefsten Lage befindet und seine Auslaßöffnung 18 mit ihrem Randbereich dichtend
an der Wand 27′ anliegt und so in Strömungsverbindung mit der Ansaugöffnung 27 des
Gebläses 26 steht. Wird die Kehrmaschine in dieser Stellung des Filtergehäuses 15
benutzt, so erzeugt das Gebläse 26 einen Luftstrom durch den Schmutzbehälter 9, die
Einlaßöffnung 18 des Filtergehäuses 15, den Filter 16 und die Auslaßöffnung 17 des
Filtergehäuses 15 in das Gebläse 26, wodurch von der Kehrwalze 31 aufgewirbelter Feinstaub
im Filter 16 niedergeschlagen wird.
[0026] Wenn mit der Kehrmaschine leichtes Granulat, etwa aus Polystyrol, oder feuchter Schmutz
aufgenommen werden soll, wird der Betätigungshebel 29 vom Benutzer entlang dem Führschlitz
54 aus der Stellung gemäß Figur 2 in die Stellung gemäß Figur 5 verschwenkt, in der
er in einen Verriegelungsabschnitt des Führschlitzes 54 eingreift. Durch diese Bewegung
des Betätigungshebels 29 wird über die Betätigungseinrichtung 28 das hintere Ende
des Filtergehäuses 15 gegen die Kraft der Feder 22 angehoben und das ganze Filtergehäuse
15 um die Achse 23 verschwenkt, so daß es in die Lage gemäß Figuren 4 und 5 gelangt,
in der zwischen Auslaßöffnung 17 des Filtergehäuses 15 und Ansaugöffnung 27 des Gebläses
26 ein sich nach oben öffnender Spalt vorhanden ist und in der der die Einlaßöffnung
18 des Filtergehäuses 15 umgebende Flanschrahmen 42 eine leicht von vorn nach hinten
und oben geneigte Lage einnimmt (Figur 5). In dieser Lage ergibt sich eine entsprechende
Verformung der Dichtungsanordnung 24, jedoch bleibt die umlaufende Dichtungsanorndung
24 infolge ihrer Flexibilität und Elastizität an allen Stellen in abdichtender Berührung
mit der den oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters 9 umgebenden Wandbereich 9′.
[0027] Infolge des zwischen Auslaßöffnung 17 des Filtergehäuses 15 und Ansaugöffnung 27
des Gebläses 26 gebildeten Spaltes saugt das Gebläse 26 nunmehr durch diesen Spalt
Luft aus der Umgebung und nicht mehr durch das Filtergehäuse 15 an. Daher ergibt sich
auch keine Saugwirkung mehr auf den von der Kehrwalze 31 in den Schmutzbehälter 9
geschleuderten Schmutz.
[0028] Will der Benutzer die Kehrmaschine wieder mit einem ansaugenden Luftstrom durch
das Filtergehäuse 15 betreiben, so bewegt er den Betätigungshebel 29 aus dem Verriegelungsabschnitt
des Führschlitzes 54 heraus, und das Filtergehäuse 15 kehrt durch sein Eigengewicht
und unterstützt von der Kraft der Feder 22 in die Lage gemäß Figuren 3 und 6 zurück,
in der die Auslaßöffnung 17 des Filtergehäuses 15 dichtend an der die Ansaugöffnung
27 des Gebläses 26 umgebenden Wand 27′ anliegt. Bei dieser Bewegung nimmt das Filtergehäuse
15 im übrigen auch den Betätigungshebel 29 mit und bewegt ihn in die Stellung gemäß
Figur 2.
[0029] Will der Benutzer den Filter 16 von Schmutzablagerungen reinigen, so kann er den
Hebel 29 innerhalb des Führschlitzes 54 hin- und herbewegen, ohne dabei den Betätigungshebel
29 in Eingriff mit dem Verriegelungsabschnitt des Führschlitzes 54 zu bringen. Bei
dieser Hin- und Herbewegung des Betätigungshebels 29 wird entsprechend auch das Filtergehäuse
15 um die Achse 23 hin- und herverschwenkt. Insbesondere bei jedem Aufschlagen des
Trägerrahmen 20 bzw. des Filtergehäuses 15 auf die Stützstrebe 21 ergibt sich eine
starke Erschütterung, durch die Schmutz aus dem Filter 16 gelöst wird und durch die
Einlaßöffnung 18 in den Schmutzbehälter 9 fällt. Da bei den derart durchgeführten
Hin- und Herverschwenkungen des Filtergehäuses 15 die Dichtungsanordnung 24 immer
den oberen Öffnungsbereich umgebend auf der Deckwand 9′ des Schmutzbehältes 9 aufliegt,
tritt kein Schmutz, insbesondere kein Feinstaub, der aus dem Filter 16 gelöst wird,
im Bereich zwischen Einlaßöffnung 18 des Filtergehäuses 15 und oberem Öffnungsbereich
des Schmutzbehälters 9 aus. Darüber hinaus leiten die nach vorn geneigten Lamellen
13 im oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters 9 den herabfallenden Schmutz von
der hinteren Öffnung des Schmutzbehälters 9 weg, so daß auch an dieser Stelle die
Gefahr des Austritts von Schmutz verringert ist.
[0030] Wie bereits erwähnt, ist der Schmutzbehälter 9 zwischen den beiden sich nach vorn
erstreckenden Seitenträgern 1′ des Rahmens 1 gehaltert, und er kann nach vorn aus
der Kehrmaschine entfernt und von vorn wieder in die Kehrmaschine eingesetzt werden.
Hierzu sind an jeder Seitenwand des Schmutzbehälters 9 Halterungsvorsprünge 11 und
12 ausgebildet, die im eingesetzten Zustand auf aus Schienen bestehenden, an den Seitenträgern
1′ angebrachten Führungen 35, 36 bestehen. Wie in Figur 6 zu erkennen ist, ruht bei
eingesetztem Schmutzbehälter 9 der hintere Vorsprung 12 auf einem im wesentlichen
parallel zum Boden 40 und damit zur Standebene der Maschine verlaufenden hinteren
Führungsabschnitt 35, dessen hinteres Ende einen nach oben abgewinkelten Abschnitt
38 hat, der eine weitere Einschubbewegung des Schmutzbehälters 9 über die dargestellte
Lage hinaus verhindert. Der vordere Vorsprung 11 ruht an einer Vorsprungsfläche 37,
die im Bereich des vorderen Abschnittes 36 der Führung ausgebildet ist, wobei der
vordere Abschnitt 36 der Führung schräg nach vorn und unten verläuft und an einer
Stelle endet, die einen geringeren Abstand von der Standebene der Maschine hat, als
der Abstand der unteren Seite der Vorsprünge 11 und 12 von der Bodenwand des Schmutzbehälters
9. Die Vorsprungsfläche 37 liegt, wie zu erkennen ist, kurz vor dem Übergang vom vorderen
Abschnitt 36 zum hinteren Abschnitt 35 der Führung, wobei der Abstand der Vorsprungsfläche
37 von dem Beginn des hinteren Abschnittes 35 größer als der Durchmesser des Vorsprungs
11 ist.
[0031] Wie ohne weiteres aus der Darstellung gemäß Figur 6 zu erkennen ist, ruht der Schmutzbehälter
9 im eingesetzten Zustand mit seinen seitlichen Vorsprüngen 11 und 12 auf den die
Führung bildenden Abschnitten 35 und 36 der Schienen, wobei sich der Vorsprung 12
am hinteren Ende des Abschnittes 35 befindet, während der Vorsprung 11 im Bereich
des vorderen Abschnittes 36 an der Vorsprungsfläche 37 anliegt, so daß der Schmutzbehälter
9 sich selbsttätig weder nach unten noch nach vorn verlagern kann.
[0032] Um den Schmutzbehälter 9 zum Entleeren aus der Maschine herauszunehmen, schwenkt
der Benutzer den Arm 7 mit dem Besenteller 8 nach oben. Dann ergreift er den Griff
10 (Figur 2) am vorderen Ende des Schmutzbehälters 9 und hebt den Schmutzbehälter
9 geringfügig an, so daß der Vorsprung 11 aus dem Bereich der Vorsprungsfläche 37
des Abschnittes 36 der Führung kommt und dann vom Benutzer nach vorn herausgezogen
werden kann, wobei der Vorsprung 12 auf dem Abschnitt 35 und dann auch auf dem Abschnitt
36 gleitet, ohne daß seine Verlagerungsbewegung durch die Vorsprungsfläche 37 behindert
würde, da der Vorsprung 12, wie dargestellt, eine deutlich größere Abmessung als die
Vorsprungsfläche 37 sowie abgerundete Umfangsflächen hat, so daß er über die Vorsprungsfläche
37 gleiten kann.
[0033] Bei dieser Entnahmebewegung befindet sich das Filtergehäuse 15 üblicherweise in der
abgesenkten Stellung gemäß Figuren 3 und 6, und der Schmutzbehälter gleitet einfach
unter dem Bereich der Eintrittsöffnung 18 des Filtergehäuses 15 weg, wobei die lappenförmige
Dichtungsanordnung 24 über die Deckwand 9′ des Schmutzbehälters 9 rutscht.
[0034] Der entnommene Schmutzbehälter 9 kann dann in üblicher Weise entleert werden.
[0035] Um den Schmutzbehälter 9 wieder einzusetzen, braucht der Benutzer ihn lediglich mit
seiner Bodenfläche vor den Aufnahmebereich der Kehrmaschine auf den Boden zu legen
und dann die Kehrmaschine auf den Schmutzbehälter 9 zuzufahren. Bei dieser Zusammenführungsbewegung
kommt der Vorsprung 12 in Eingriff mit dem vorderen Abschnitt 36 der Führung und gleitet
diese Führung hinauf, worauf dann auch der Vorsprung 11 in Eingriff mit dem vorderen
Endbereich des Abschnittes 36 der Führung kommt und auf diese gleitet, bis der Vorsprung
11 über die Vorsprungsfläche 37 rutscht und so der Schmutzbehälter 9 in der eingesetzten,
in Figur 6 gezeigten Lage "verriegelt" wird.
[0036] Bei dieser Einschubbewegung des Schmutzbehälters 9 bewegt sich der Schmutzbehälter
in der Maschine nach hinten und oben und wird so gegen die Dichtungsanordnung 24 geführt,
die bei eingesetztem Schmutzbehälter 9 dann in der beschriebenen Weise seinen oberen
Öffnungsbereich dichtend umgibt.
1. Handgeführte Kehrmaschine mit einer rotierend angetriebenen, in einem Maschinenrahmen
(1) gehalterten Kehrwalze (31) und einem lösbar angeordneten Schmutzbehälter (9)
zur Aufnahme des von der Kehrwalze (31) aufgeworfenen Schmutzes sowie mit einem Filtergehäuse
(15), dessen Auslaßöffnung (17) benachbart zu einem Luft durch das Filtergehäuse (15)
saugenden Gebläse (26) angeordnet ist und dessen Einlaßöffnung (18) sich oberhalb
eines im Schmutzbehälter (9) vorgesehenen oberen Öffnungsbereichs befindet, zwischen
dem und der Einlaßöffnung (18) des Filtergehäuses (15) eine Staubabdichtung (24) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmutzbehälter (9) seitlich am Maschinenrahmen (1, 1′) gehaltert und bezogen
auf die normale Fahrtrichtung der Kehrmaschine nach vorn aus dem Maschinenrahmen (1,
1′) herausnehmbar ist.
2. Kehrmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seitliche Führungen (35, 36) zur Halterung des Schmutzbehälters (9) am Maschinenrahmen
(1, 1′), deren vordere Abschnitte (36) von hinten nach vorn schräg nach unten verlaufen
und deren an die vorderen Abschnitte (36) anschließenden hinteren Abschnitte (35)
eine wesentlich geringere Neigung bezüglich der Standebene (40) der Kehrmaschine haben
als die vorderen Abschnitte (36).
3. Kehrmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hinteren Abschnitte (35) im wesentlichen parallel zur Standebene (40) der
Kehrmaschine verlaufen.
4. Kehrmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, daß die Führungen (35, 36) aus am Halterahmen (1, 1′) befestigten Schienen bestehen
und daß an den Seitenwänden des Schmutzbehälters (9) Vorsprünge (11, 12) zur abstützenden
Auflage auf den Schienen vorgesehen sind.
5. Kehrmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den vorderen Abschnitten (36) der Schienen jeweils eine Vorsprungsfläche (37)
vorgesehen ist, an der bei eingesetztem Schmutzbehälter (9) ein Vorsprung (11) anliegt.
6. Kehrmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Vorsprünge (12, 11) von der Bodenfläche des Schmutzbehälters
(9) größer sind als der Abstand des vorderen Endes des vorderen Abschnittes (36) der
Schienen von der Standebene (40) der Kehrmaschine.
7. Kehrmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Öffnungsbereich des Schmutzbehälters (9) von oben nach unten schräg
nach vorn geneigte Lamellen (13) zur Führung von aus dem Filtergehäuse (15) fallendem
Staub vorgesehen sind.
8. Kehrmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Staubabdichtung von einer lappenförmigen Dichtungsanordnung (24) gebildet
ist, die an einem die Einlaßöffnung (18) des Filtergehäuses (15) umgebenden Wandbereich
(42) befestigt ist und die mit ihrem äußeren Umfang den oberen Öffnungsbereich des
eingesetzten Schmutzbehälters (9) umgebend auf dessen Deckwand (9′) aufliegt.