[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät,
dessen handgriffiges Gehäuse eine Motoreinrichtung zum Antrieb einer, auf einem Führungsdraht
aufsitzenden spiralförmigen Feder umschliesst, die zwischen ihren im Gehäuse abgestützten
Enden einen bogenförmigen Haareingriffsteil aufweist.
[0002] Enthaarungsgeräte dieser Art, welche als Epiliergeräte bezeichnet werden, sind seit
vielen Jahrzehnten bekannt und beruhen auf der Wirkung einer spiralförmigen Feder,
die eine Mehrzahl von benachbarten Windungen umfasst, welche so angeordnet sind,
dass sie in Drehgleitbewegung relativ zur Haut, die zu entfernendes Haar trägt, antreibbar
sind, wobei die spiralförmige Feder einen bogenförmigen Haareingriffsteil aufweist,
der so eingerichtet ist, dass er eine konvexe Seite bildet, an welcher die Windungen
auseinandergespreizt sind, und eine dieser entsprechende konkave Seite, an welcher
die Windungen zusammengedrückt sind, wobei die Drehbewegung der spiralförmigen Feder
eine kontinuierliche Bewe gung der Windungen aus einer auseinandergespreizten Ausrichtung
auf der konvexen Seite zu einer zusammengepressten Ausrichtung auf der konkaven Seite
und zum Eingriff mit sowie zum Rupfen von Haar von der betreffenden Haut erzeugt.
[0003] Bei älteren Geräten dieser Art wurde dabei die Feder durch Schub abgerollt, wogegen
die neueren Geräte einen motorischen Antrieb für die Feder aufweisen.
[0004] Nachteilig bei allen diesen Geräten ist aber, dass unabhängig der Bogen- oder Schleifenform
der Feder immer nur ein bestenfalls halbkreisförmiger Teil der Feder als Haareingriffsteil
und das Gerät somit auch nur in einer Bewegungsrichtung wirksam ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines Epiliergerätes der
vorgenannten Art, dessen Haareingriffsteil auf einem grossen Bereich und in allen
Richtungen wirksam ist.
[0006] Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der bogenförmige Haareingriffsteil
der spiralförmigen Feder eine schneckenförmige, eine geschlossene Auflagefläche wenigstens
angenähert rechtwinklig zu den im Gehäuse abgestützten Enden der Feder bildende Aufwindung
ist.
[0007] Es genügt hierbei durchaus, die schneckenförmige Aufwindung mit eineinhalb Windungen
zu versehen, um eine optimale, nach allen Seiten eindeutig gleich wirksame Auflage
der Feder auf die Hautoberfläche zu erzielen. Bei mehr Windungen, etwa zweieinhalb
Windungen der schneckenförmigen Aufwindung wird nicht nur eine grössere wirksame Auflagefläche
erzielt, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Haarstärken zu
erfassen, da die einzelnen Federabschnitte der schneckenförmigen Aufwindung durch
ihre unterschiedlichen Krümmungsradien auch unterschiedliche Oeffnungswinkel resp.
unterschiedlichen Klemmdruck aufweisen.
[0008] Für eine kompakte Bauweise, insbesondere für ein handliches Gehäuse ist es von Vorteil,
wenn das innere, senkrecht von der schneckenförmigen Aufwindung abragende Ende der
Feder drehfest mit der Motorwelle verbunden und das äussere Ende der Feder im Gehäuse
frei drehbar abgestützt ist.
[0009] Für eine optimale Brauchbarkeit des Gerätes ist es zudem vorteilhaft, wenn der vom
Gehäuse abragende Teil der Feder mit seiner schneckenförmigen Aufwindung von einer,
auf das Gehäuse aufsteckbaren Schutzkappe überdeckbar ist und wenn ferner im Bereich
des vom Gehäuse abragenden Teiles der Feder am Gehäuse eine, das Arbeitsfeld der
schneckenförmigen Aufwindung der Feder ausleuchtende Lichtquelle angeordnet ist.
[0010] Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist nachfolgend anhand
der Zeichnung, welche das erfindungsgemässe elektrisch angetriebene Enthaarungsgerät
in schaubildartiger, schematischer Darstellung zeigt, näher erläutert.
[0011] Ein, für einen etwa senkrechten Gebrauch ausgeformtes handgriffiges Gehäuse 1 umschliesst
eine Motoreinrichtung zum Antrieb einer Epilierfeder 2.
[0012] Die Motoreinrichtung umfasst hier den Motor 6, welcher über einen Schalter 8 und
über nicht gezeigte Adaptermittel an das Netz oder an aufladbare Akkumulatorenmittel
oder an einen Batteriesatz 7 anschliessbar ist.
[0013] Die Epilierfeder 2 geht zwischen ihrem einen, direkt oder über nicht gezeigte Getriebemittel
mit der Motorwelle 5 drehfest verbundenen Ende 21 und ihrem anderen, im Gehäuse 1
abgestützten Ende 22 erfindungsgemäss in eine schneckenförmige, eine geschlossene
Auflagefläche bildende Aufwindung 2′ über, die den Haareingriffsteil der spiralförmigen
Feder 2 bildet und die sich rechtwinklig zu den Enden 21,22 der Feder 2 erstreckt.
Hierbei weist die schneckenförmige Aufwindung vorzugsweise zweieinhalb Windungen
auf, was, wie erwähnt, eine grosse, optimal wirksame Haareingriffsfläche ergibt.
Vorteilhaft ist dabei insbesondere in räumlicher Hin sicht, wenn das innere, senkrecht
von der schneckenförmigen Aufwindung 2′ abragende Ende 21 der Feder 2 drehfest mit
der Motorwelle 5 verbunden und das äussere Ende 22 der Feder 2 im Gehäuse 1 frei
drehbar abgestützt ist.
[0014] Um diese schneckenförmige Aufwindung 2′ der spiralförmigen Feder 2 zu erreichen,
erstreckt sich in dieser ein entsprechend gebogener Führungsdraht 3, der in ansich
bekannter Weise mit seinem freien Ende drehfest am Gehäuse 3 durch Klemmittel 4 abgestützt
ist.
[0015] Um den Gebrauchswert des Gerätes zu erhöhen, ist der vom Gehäuse 1 abragende Teil
der Feder 2 mit seiner schneckenförmigen Aufwindung 2′ von einer, auf das Gehäuse
1 aufsteckbaren Schutzkappe 10 überdeckbar.
[0016] Ferner ist im Bereich des vom Gehäuse 1 abragenden Teiles der Feder 2 am Gehäuse
1 eine, das Arbeitsfeld der schneckenförmigen Aufwindung 2′ der Feder 2 ausleuchtende
Lichtquelle 9 angeordnet, die ebenfalls über den Schatten 8 am Stromkreis anschliessbar
ist.
[0017] Aus dem Vorbeschriebenen ergibt sich somit ein elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät,
dessen Haareingriffsteil vergleichsweise bekannte Geräte um ein Vielfaches vergrössert
und nunmehr in allen Richtungen wirksam ist, was den Gebrauchswert solcher Epiliergeräte
entscheidend erhöht.
1. Elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät, dessen handgriffiges Gehäuse eine Motoreinrichtung
zum Antrieb einer, auf einem Führungsdraht aufsitzenden spiralförmigen Feder umschliesst,
die zwischen ihren im Gehäuse abgestützten Enden einen bogenförmigen Haareingriffsteil
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der bogenförmige Haareingriffsteil der spiralförmigen
Feder (2) eine schneckenförmige, eine geschlossene Auflagefläche wenigstens angenähert
rechtwinklig zu den im Gehäuse (1) abgestützten Enden (21;22) der Feder (2) bildende
Aufwindung (2′) ist.
2. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schneckenförmige
Aufwindung (2′) mindestens eineinhalb Windungen umfasst.
3. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schneckenförmige
Aufwindung (2′) zweieinhalb Windungen umfasst.
4. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere, senkrecht
von der schneckenförmigen Aufwindung (2′) abragende Ende (21) der Feder (2) drehfest
mit der Motorwelle (5) verbunden und das äussere Ende (22) der Feder (2) im Gehäuse
(1) frei drehbar abgestützt ist.
5. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Gehäuse
(1) abragende Teil der Feder (2) mit seiner schneckenförmigen Aufwindung (2′) von
einer, auf das Gehäuse (1) aufsteckbaren Schutzkappe (10) überdeckbar ist.
6. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des vom
Gehäuse (1) abragenden Teiles der Feder (2) am Gehäuse (1) eine, das Arbeitsfeld der
schneckenförmigen Aufwindung (2′) der Feder (2) ausleuchtende Lichtquelle (9) angeordnet
ist.