(19)
(11) EP 0 320 561 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.06.1989  Patentblatt  1989/25

(21) Anmeldenummer: 88100993.0

(22) Anmeldetag:  23.01.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A45D 26/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 16.12.1987 CH 4901/87

(71) Anmelder: Emil Schaerer & Co.
CH-8700 Küsnacht (CH)

(72) Erfinder:
  • Schaerer, Emil A.
    CH-8700 Küsnacht ZH (CH)

(74) Vertreter: Petschner, Goetz 
Patentanwaltsbüro G. Petschner Wannenstrasse 16
8800 Thalwil
8800 Thalwil (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät


    (57) Das Epiliergerät, dessen handgriffiges Gehäuse (1) eine Mo­toreinrichtung zum Antrieb einer, auf einem Führungsdraht (3) aufsitzenden spiralförmigen Feder (2) umschliesst, die zwi­schen ihren im Gehäuse abgestützten Enden (21,22) einen bo­genförmigen Haareingriffsteil aufweist, zeichnet sich da­durch aus, dass der bogenförmige Haareingriffsteil der spi­ralförmigen Feder (2) eine schneckenförmige, eine geschlos­sene Auflagefläche wenigstens angenähert rechtwinklig zu den im Gehäuse (1) abgestützten Enden (21,22) der Feder (2) bil­dende Aufwindung (2′) ist.
    Dadurch wird der Haareingriffsteil auf einem sehr grossen Bereich und in allen Richtungen wirksam.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisch angetrie­benes Enthaarungsgerät, dessen handgriffiges Gehäuse eine Motoreinrichtung zum Antrieb einer, auf einem Führungsdraht aufsitzenden spiralförmigen Feder umschliesst, die zwischen ihren im Gehäuse abgestützten Enden einen bogenförmigen Haar­eingriffsteil aufweist.

    [0002] Enthaarungsgeräte dieser Art, welche als Epiliergeräte be­zeichnet werden, sind seit vielen Jahrzehnten bekannt und beruhen auf der Wirkung einer spiralförmigen Feder, die eine Mehrzahl von benachbarten Windungen umfasst, welche so ange­ordnet sind, dass sie in Drehgleitbewegung relativ zur Haut, die zu entfernendes Haar trägt, antreibbar sind, wobei die spiralförmige Feder einen bogenförmigen Haareingriffsteil aufweist, der so eingerichtet ist, dass er eine konvexe Sei­te bildet, an welcher die Windungen auseinandergespreizt sind, und eine dieser entsprechende konkave Seite, an wel­cher die Windungen zusammengedrückt sind, wobei die Drehbe­wegung der spiralförmigen Feder eine kontinuierliche Bewe­ gung der Windungen aus einer auseinandergespreizten Ausrich­tung auf der konvexen Seite zu einer zusammengepressten Aus­richtung auf der konkaven Seite und zum Eingriff mit sowie zum Rupfen von Haar von der betreffenden Haut erzeugt.

    [0003] Bei älteren Geräten dieser Art wurde dabei die Feder durch Schub abgerollt, wogegen die neueren Geräte einen motori­schen Antrieb für die Feder aufweisen.

    [0004] Nachteilig bei allen diesen Geräten ist aber, dass unabhän­gig der Bogen- oder Schleifenform der Feder immer nur ein bestenfalls halbkreisförmiger Teil der Feder als Haarein­griffsteil und das Gerät somit auch nur in einer Bewegungs­richtung wirksam ist.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines Epiliergerätes der vorgenannten Art, dessen Haarein­griffsteil auf einem grossen Bereich und in allen Richtungen wirksam ist.

    [0006] Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der bogen­förmige Haareingriffsteil der spiralförmigen Feder eine schneckenförmige, eine geschlossene Auflagefläche wenigstens angenähert rechtwinklig zu den im Gehäuse abgestützten Enden der Feder bildende Aufwindung ist.

    [0007] Es genügt hierbei durchaus, die schneckenförmige Aufwindung mit eineinhalb Windungen zu versehen, um eine optimale, nach allen Seiten eindeutig gleich wirksame Auflage der Feder auf die Hautoberfläche zu erzielen. Bei mehr Windungen, etwa zweieinhalb Windungen der schneckenförmigen Aufwindung wird nicht nur eine grössere wirksame Auflagefläche erzielt, son­dern auch die Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Haar­stärken zu erfassen, da die einzelnen Federabschnitte der schneckenförmigen Aufwindung durch ihre unterschiedlichen Krümmungsradien auch unterschiedliche Oeffnungswinkel resp. unterschiedlichen Klemmdruck aufweisen.

    [0008] Für eine kompakte Bauweise, insbesondere für ein handliches Gehäuse ist es von Vorteil, wenn das innere, senkrecht von der schneckenförmigen Aufwindung abragende Ende der Feder drehfest mit der Motorwelle verbunden und das äussere Ende der Feder im Gehäuse frei drehbar abgestützt ist.

    [0009] Für eine optimale Brauchbarkeit des Gerätes ist es zudem vorteilhaft, wenn der vom Gehäuse abragende Teil der Feder mit seiner schneckenförmigen Aufwindung von einer, auf das Gehäuse aufsteckbaren Schutzkappe überdeckbar ist und wenn ferner im Bereich des vom Gehäuse abragenden Teiles der Fe­der am Gehäuse eine, das Arbeitsfeld der schneckenförmigen Aufwindung der Feder ausleuchtende Lichtquelle angeordnet ist.

    [0010] Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan­des ist nachfolgend anhand der Zeichnung, welche das erfin­dungsgemässe elektrisch angetriebene Enthaarungsgerät in schaubildartiger, schematischer Darstellung zeigt, näher er­läutert.

    [0011] Ein, für einen etwa senkrechten Gebrauch ausgeformtes hand­griffiges Gehäuse 1 umschliesst eine Motoreinrichtung zum Antrieb einer Epilierfeder 2.

    [0012] Die Motoreinrichtung umfasst hier den Motor 6, welcher über einen Schalter 8 und über nicht gezeigte Adaptermittel an das Netz oder an aufladbare Akkumulatorenmittel oder an einen Batteriesatz 7 anschliessbar ist.

    [0013] Die Epilierfeder 2 geht zwischen ihrem einen, direkt oder über nicht gezeigte Getriebemittel mit der Motorwelle 5 drehfest verbundenen Ende 21 und ihrem anderen, im Gehäuse 1 abgestützten Ende 22 erfindungsgemäss in eine schneckenför­mige, eine geschlossene Auflagefläche bildende Aufwindung 2′ über, die den Haareingriffsteil der spiralförmigen Feder 2 bildet und die sich rechtwinklig zu den Enden 21,22 der Fe­der 2 erstreckt. Hierbei weist die schneckenförmige Aufwin­dung vorzugsweise zweieinhalb Windungen auf, was, wie er­wähnt, eine grosse, optimal wirksame Haareingriffsfläche er­gibt. Vorteilhaft ist dabei insbesondere in räumlicher Hin­ sicht, wenn das innere, senkrecht von der schneckenförmigen Aufwindung 2′ abragende Ende 21 der Feder 2 drehfest mit der Motorwelle 5 verbunden und das äussere Ende 22 der Fe­der 2 im Gehäuse 1 frei drehbar abgestützt ist.

    [0014] Um diese schneckenförmige Aufwindung 2′ der spiralförmigen Feder 2 zu erreichen, erstreckt sich in dieser ein entspre­chend gebogener Führungsdraht 3, der in ansich bekannter Weise mit seinem freien Ende drehfest am Gehäuse 3 durch Klemmittel 4 abgestützt ist.

    [0015] Um den Gebrauchswert des Gerätes zu erhöhen, ist der vom Ge­häuse 1 abragende Teil der Feder 2 mit seiner schneckenför­migen Aufwindung 2′ von einer, auf das Gehäuse 1 aufsteck­baren Schutzkappe 10 überdeckbar.

    [0016] Ferner ist im Bereich des vom Gehäuse 1 abragenden Teiles der Feder 2 am Gehäuse 1 eine, das Arbeitsfeld der schnecken­förmigen Aufwindung 2′ der Feder 2 ausleuchtende Lichtquelle 9 angeordnet, die ebenfalls über den Schatten 8 am Strom­kreis anschliessbar ist.

    [0017] Aus dem Vorbeschriebenen ergibt sich somit ein elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät, dessen Haareingriffsteil vergleichsweise bekannte Geräte um ein Vielfaches vergrös­sert und nunmehr in allen Richtungen wirksam ist, was den Ge­brauchswert solcher Epiliergeräte entscheidend erhöht.


    Ansprüche

    1. Elektrisch angetriebenes Enthaarungsgerät, dessen hand­griffiges Gehäuse eine Motoreinrichtung zum Antrieb einer, auf einem Führungsdraht aufsitzenden spiralför­migen Feder umschliesst, die zwischen ihren im Gehäuse abgestützten Enden einen bogenförmigen Haareingriffsteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der bogenförmige Haareingriffsteil der spiralförmigen Feder (2) eine schneckenförmige, eine geschlossene Auflagefläche wenig­stens angenähert rechtwinklig zu den im Gehäuse (1) ab­gestützten Enden (21;22) der Feder (2) bildende Aufwin­dung (2′) ist.
     
    2. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schneckenförmige Aufwindung (2′) mindestens eineinhalb Windungen umfasst.
     
    3. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, dass die schneckenförmige Aufwindung (2′) zweiein­halb Windungen umfasst.
     
    4. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, dass das innere, senkrecht von der schneckenför­migen Aufwindung (2′) abragende Ende (21) der Feder (2) drehfest mit der Motorwelle (5) verbunden und das äusse­re Ende (22) der Feder (2) im Gehäuse (1) frei drehbar abgestützt ist.
     
    5. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Gehäuse (1) abragende Teil der Feder (2) mit seiner schneckenförmigen Aufwindung (2′) von einer, auf das Gehäuse (1) aufsteckbaren Schutzkappe (10) über­deckbar ist.
     
    6. Enthaarungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des vom Gehäuse (1) abragenden Teiles der Feder (2) am Gehäuse (1) eine, das Arbeitsfeld der schneckenförmigen Aufwindung (2′) der Feder (2) ausleuch­tende Lichtquelle (9) angeordnet ist.
     




    Zeichnung