[0001] Die Erfindung betrifft eine quaderförmige, allseitig geschlossene und mit Weinflaschen
oder dergleichen Artikeln aus Glas gefüllte Faltschachtel, die in der Faltschachtel
lagesicher und transportgeschützt untergebracht sind.
[0002] Üblicherweise ist das Innere einer derartigen Faltschachtel durch Stege in Aufnahmen
unterteilt, in die jeweils ein Artikel, vorzugsweise eine Weinflasche, eine Sektflasche
oder dergl. eingesetzt ist. Die Stege verhindern ein Berühren der empfindlichen Artikel
beim Transport, so daß die Oberflächen nicht verkratzen können. Hier ist auch daran
zu denken, daß die Artikel häufig Etiketten tragen, die vor einem Verkratzen oder
vor sonstiger Beschädigung geschützt werden müssen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Faltschachtel vorzuschlagen,
die preisgünstiger ist und die empfindlichen Artikel auch bei längeren Transportwegen
transportsicher hält, ohne daß Beschädigungen der Ware auftreten können.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein ringförmiges
Umreifungsband vorgesehen ist, das von der Außenseite her an den Wänden der Faltschachtel
anliegt und das die aneinander anliegenden Artikel unverrückbar zusammenhält.
[0005] Es hat sich gezeigt, daß durch diese sehr einfache und kostengünstig vorzunehmende
zusätzliche Maßnahme, nämlich durch das Umreifungsband, die in Reihen und Zeilen in
der Faltschachtel angeordneten Weinflaschen, Sektflaschen, Fruchtsaftflaschen und
dergleichen transportempfindliche Artikel transportgeschützt untergebracht sind, so
daß auch bei längeren Transportwegen keine Beschädigungen der Artikel einschließlich
ihrer Etiketten auftreten. Man kommt also ohne die beim Stand der Technik vorgesehenen
Stege im Inneren der Faltschachtel aus.Als Beispiel sei erwähnt, daß beim Stand der
Technik die Stege ca. 0,30 DM pro Faltschachtel kosten, während das zusätzlich vorzusehende
Umreifungsband etwa nur 0,03 DM kostet. Das Umreifungsband preßt nämlich gewissermaßen
die Artikel unverrückbar zusammen, so daß diese sich nicht gegeneinander verschieben
können. Das zwischen dem Umreifungsband und den Flaschen vorgesehene Faltmaterial
übt hierbei durch seine Elastizität eine Art Pufferwirkung aus.
[0006] Zwar beschreibt die internationale Patentanmeldung PCT/DE 85/00013 schon eine Verkaufsverpackung
mit einem U-förmigen Faltzuschnitt und einem Umreifungsband, jedoch schützt der Faltzuschnitt
nur den Boden und den unteren Teil der Seiten der in der Verkaufsverpackung befindlichen
Artikel, nicht deren Vorderseite, Rückseite, Oberseite und auch nicht die oberen Teile
an den Seiten. Diese bekannte Verkaufsverpackung ist daher nicht für den Transport
derartiger empfindlicher Artikel über längere Wege geeignet, weil sie die empfindlichen
Artikel nicht ausreichend vor Transportschäden schützt.
[0007] Eine Verpackung mit einem Umreifungsband beschreibt auch die US-PS 3,515,272. Das
Umreifungsband dient hier aber zum Zusammenhalten des Gebindes, nicht wie bei vorliegender
Erfindung dazu, empfindliche Glaswaren, ggf. mit Etiketten, unverrückbar aneinander
zu halten, so daß deren empfindliche Oberfläche nicht verkratzt oder sonstwie beschädigt
werden kann. Auch ist hier kein das Gebinde umhüllender Karton vorgesehen, so daß
sich diese Verpackung nicht für den Transport eignet.
[0008] Bevorzugt wird es, wenn die Wände der Faltschachtel an ihren die Wände miteinander
verbindenen Kanten oberhalb und unterhalb des Umreifungsbandes verlaufende Einschnitte
aufweisen. Diese ermöglichen es, daß das Umreifungsband auch bei Artikeln mit zylindrisch
gebogenen Wänden sich eng an die Artikel anlegt und diese gewissermaßen als Paket
zusammenhält, so daß sie unverrückbar in der Faltschachtel gehalten werden und nicht
aneinander scheuern können.
[0009] Bei in der Faltschachtel untergebrachten quaderförmigen Artikeln können aber die
Einschnitte entfallen, weil in diesem Fall das Innere der Faltschachtel vollständig
von den Artikeln ausgefüllt wird.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert,
aus dem sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Die Figur zeit perspektivisch eine
Faltschachtel nach der Erfindung.
[0011] Diese ist quaderförmig ausgebildet mit einem Boden 1, einer oberen Abdeckung 2 und
mit Seitenwänden 3. Ein Umreifungsband 4 ist etwa im unteren Drittel der Faltschachtel
vorgesehen und umschließt die Faltschachtel von der Außenseite her und gleichzeitig
die in der Faltschachtel befindlichen und transportempfindlichen Artikel.
[0012] Die Figur zeigt auch, daß im Bereich der Kanten 5 zwischen den Wänden 3 Einschnitte
im Material der Faltschachtel vorgesehen sind, und zwar oberhalb und unterhalb des
Umreifungsbandes 4, so daß im Bereich der Kanten 5 sich das Umreifungsband eng an
die Kontur der Artikel anlegt.
[0013] Das Umreifungsband 4 kann auch direkt das Gebinde der aneinander anliegenden Artikel
(Flaschen) umgeben und zusammenhalten, wobei dann das Gebinde mitsamt Umreifungsband
in die allseits geschlossene Faltschachtel eingesetzt ist.
1. Quaderförmige, allseitig geschlossene und mit Weinflaschen oder dergleichen Artikeln
aus Glas gefüllte Faltschachtel, die in der Faltschachtel lagesicher und transportgeschützt
untergebracht sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein ringförmiges Umreifungsband (4) vorgesehen ist, das von der Außenseite her
an den Wänden (3) der Faltschachtel anliegt und das die aneinander anliegenden Artikel
unverrückbar zusammenhält.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wände (3) der Faltschachtel an ihren die Wände miteinander verbindenden Kanten
(5) oberhalb und unterhalb des Umreifungsbandes (4) verlaufende Einschnitte aufweisen.