(19)
(11) EP 0 320 661 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.06.1989  Patentblatt  1989/25

(21) Anmeldenummer: 88119398.1

(22) Anmeldetag:  22.11.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 25/14, F21V 21/34
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 12.12.1987 DE 3742206

(71) Anmelder: JOSEF SÖLKEN GMBH & CO. KG
D-59759 Arnsberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Braun, Peter
    D-4788 Warstein 1 (DE)

(74) Vertreter: Fritz, Edmund Lothar, Dipl.-Chem. et al
Patentanwaltskanzlei Fritz Mühlenberg 74
59759 Arnsberg
59759 Arnsberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Installationsteil für Leuchten tragende Niederspannungs-Stromschienen


    (57) Eine Niederspannungs-Stromschiene (4), bestehend aus zwei Stäben (4a, 4b), ist mehrfach durch Installationsteile (1o, 2o) zusammengefaßt. Diese bestehen jeweils aus einem Bodenteil (2o) und einem Deckelteil (1o), verschraubt durch eine Rändelschraube (13). Die Installationsteile können sowohl zum Anschließen einer Leuchte (1) an die Stromschiene dienen, als auch zum deckenseitigen Anbringen der Schienen selbst. In diesen Fällen werden die Installationsteile mit Montagerohren (3, 5) ausgerüstet. Für die Stromzuführung zur Leuchte können Kontaktfedern (26) eingelegt werden. Des weiteren ist die Einlage von Doppelbuchsen (27, 28) möglich. Soweit diese außen vorstehen, können die Stangen eingeklemmt werden.




    Beschreibung


    [0001] Es ist bekannt, Elektroleuchten verschiebbar an Niederspannungs-Stromschienen anzubringen, die an einer Gebäudedecke oder einer Gebäudewand gehalten sind, um die Möglichkeit zu haben, die Elektroleuchten je nach Bedarf an einer beliebigen Stelle der Stromschiene einzustellen. Da die Stromschiene frei und nicht isoliert ist, darf sie nur eine entsprechend niedrige Spannung führen. Jede Schiene besteht aus zwei Stangen, die jeweils einen Kreisquerschnitt haben können. Vielfach werden die Schienen in Figuren angeordnet. Es ist auch bekannt, die Schienen zwischen Boden und Decke säulenartig einzuspannen.

    [0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines einfachen und mehrseitig einsetzbaren Installationsteils im Zusammenhang mit Stromschienen der obengenannten Art, wobei dieses Installationsteil insbesondere zur Anbringung der Leuchten aber auch zur gebäudeseitigen Anbringung der Schienen selbst dienen soll.

    [0003] Diese Aufgabe wird durch ein Installationsteil mit den Merkmalen nach dem Hauptanspruch gelöst. Die Unteransprüche haben Varianten und weitere Ausgestaltungen der Erfindungsgegenstandes zum Inhalt.

    [0004] Mit einem Installationsteil nach der Erfindung besteht auch ohne elektrische Ausrüstung die Möglichkeit, an einer beliebigen Stelle die beiden Stäbe der Stromschiene zusammenzuklemmen, um auf diese Weise eine Stabilisierung zu schaffen. Zusätzlich können am Installationsteil Teile angebracht werden, die zur gebäudeseitigen Befestigung zum Beispiel an einer Wand oder einer Decke dienen. Sofern am Installationsteil eine Elektroleuchte angebracht werden soll, kann ein entsprechendes Montagerohr eingeschraubt werden. Zur Überführung des Stromes in die Leuchte werden Kontaktfedern eingelegt. Durch Lockern einer Rändelschraube wird die Möglichkeit zum Verschieben gegeben. Das Installationsteil nach der Erfindung kann an einer beliebigen Stelle angeklemmt und wieder abgenommen werden.

    [0005] Der Erfindungsgegenstand ist weiter eine besondere Ausrüstung, um Stromschienen endseitig in gerader Richtung mechanisch und elektrisch zu verbinden.

    [0006] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen.

    Fig. 1 zeigt eine an einer Niederspannungs-­Stromschiene verschiebbar angebrachte Leuchte, wobei sowohl die Leuchte als auch die Installationsschiene mit Installationsteilen nach der Erfindung gehalten sind;

    Fig. 2 ist eine Ansicht in Richtung II von Fig. 1;

    Fig. 3 ist eine Ansicht in Richtung III von Fig. 1;

    Fig. 4 zeigt eine Ansicht des Installationsteils in Einzelteile zerlegt;

    Fig. 5 ist eine Ansicht des Bodenteils von innen;

    Fig. 6 ist eine Ansicht des Deckelteils von innen;

    Fig. 7 und 8 sind Darstellungen der in das Bodenteil einsetzbaren Kontaktfeder;

    Fig. 9 stellt eine elektrische Verbindung mit Hilfe von Doppelbüchsen dar, geeignet zum Einsetzen in das Installationsteil.



    [0007] Die Stromschiene 4 besteht aus zwei parallelen Stäben 4a und 4b mit kreisrundem Querschnitt. Sie ist gemäß Darstellung von Fig. 1 links und rechts mit Installationsteilen nach der Erfindung an einer Gebäudedecke aufgehängt. An der Stromschiene ist eine Elektroleuchte 1 verschiebbar angebracht, wiederum mit Hilfe eines Installationsteiles 1o/2o nach der Erfindung.

    [0008] Das links auf Fig. 1 dargestellte Installationsteil ist mit einem Montagerohr 5 und mit einer Platte 6 ausgerüstet, die eine Anbringung an der Gebäudedecke oder Gebäudewand ermöglichen. Diese Teile sind auch bei dem auf Fig. 1 rechts dargestellten Installationsteil vorgesehen. Während jedoch bei dem rechts auf Fig. 1 dargestellten Installationsteil die Stäbe 4a und 4b durchgehend aufgenommen werden, endigen diese Stäbe im Bereich des links dargestellten Installationsteils. Die Stäbe sind bei diesem Installationsteil mit Hilfe von Doppelbüchsen 27/28 mechanisch und elektrisch verbunden.

    [0009] Bei dem auf Fig. 1 in der Mitte dargestellten Installationsteil, das die Leuchte 1 trägt, ist ein Montagerohr 3 befestigt, an welches in an sich bekannter Weise eine Hülse 2 mit einem Kippgelenk angeschlossen ist.

    [0010] Sämtliche Installationsteile sind im Prinzip gleich ausgeführt und bestehen aus einem Deckelteil 1o und aus einem Bodenteil 2o, die mittels einer Rändelschraube 13 fest gegeneinander gepreßt werden können, so daß die Stäbe der Stromschiene festgeklemmt werden.

    [0011] Auf Fig. 4 erkennt man die Einzelteile des Installationsteils, nämlich Deckelteil 1o, Bodenteil 2o und Rändelschraube 13. Zur Aufnahme der Rändelschraube ist im Deckelteil eine Bohrung 12 gebildet. Der Schraubenschaft wird in das Innengewinde eines vorstehend am Bodenteil angeformten Mittelblocks 22 eingeschraubt. Sowohl am Bodenteil als auch am Deckelteil sind zur Aufnahme der Stäbe halbzylindrische Lager 11 bzw. 21 geformt. Die Gewindebohrung im Mittelblock 22 ist durchgehend ausgebildet, so daß sie nicht nur zur Aufnahme der Rändelschraube, sondern auch zur Aufnahme eines Montagerohres 3 bzw. 5 dienen kann.

    [0012] Sofern das Installationsteil für das Anbringen einer Elektroleuchte vorgesehen ist, müssen die entsprechenden elektrischen Kontakte zu den beiden Stäben der Stromschiene hergestellt werden, was mit Hilfe der auf Fig. 7 und 8 dargestellten Kontaktfedern geschieht. Jede Kontaktfeder ist im Prinzip rechtwinklig ausgebildet. An einem Schenkel ist eine Wölbung 26a gebildet, am anderen Schenkel ist eine Elektroleitung 26b angeschlossen. Zur Aufnahme der Kontaktfedern sind im Bodenteil Längskammern 23 gebildet, zwischen den Lagern 21, welche den Schenkel mit der Wölbung aufnehmen. Der andere Schenkel erstreckt sich jeweils in eine Querkammer 25. Um die Lage der Kontaktfedern zu fixieren, sind am Bodenteil Stifte angeformt, die von entsprechenden Löchern der Kontaktfeder aufgenommen werden. Die Elektroleitungen 26b sind über Schlitze 22a in die Gewindebohrung des Mittelblocks 22 geführt, wo sie durch das Montagerohr weitergehen. Die jeweiligen Wölbungen 26a der Kontaktfedern sind so ausgebildet, daß jeweils eine Berührung mit dem eingeklemmten Stab stattfindet.

    [0013] Gleichfalls zur Herstellung einer elektrischen Verbindung sind die auf Fig. 9 dargestellten Doppelbüchsen vorgesehen. Jede Doppelbüchse besteht aus einer inneren Büchse 28, jeweils passend in ein Lager 21, geeignet zum Anklemmen einer Elektroleitung 29, welche zwischen den beiden Doppelbüchsen eine elektrische Verbindung herstellt. Wenn Bodenteil und Deckelteil zusammengefügt sind, dann befinden sich die Büchsen 27 außen. Sie sind so bemessen, daß dort die Enden der Stäbe 4a, 4b angeklemmt werden können.

    [0014] Mit Hilfe eines Installationsteiles nach der Erfindung in Verbindung mit den Doppelbüchsen ist es also möglich, Stromschienen in gerader Richtung mechanisch und elektrisch zu verbinden. Im Bedarfsfall können die an die Doppelbüchsen angeschlossenen Elektroleitungen auch über den Mittelblock in ein Montagerohr geführt werden, zum Beispiel wenn eine Verbindung mit einem Transformator hergestellt werden soll.

    [0015] Bei dem Bodenteil sind die die Kontaktfedern aufnehmenden Längskammern 23 nach innen durch Stege 24 abgetrennt. Lediglich die Übergänge zu den Querkammern 25 sind freigehalten.


    Ansprüche

    1. Installationsteil für Leuchten tragende Niederspannungs-­Stromschienen, dadurch gekennzeichnet, daß es als flaches Klemmstück ausgebildet ist, bestehend aus einem Deckelteil (1o) und einem Bodenteil (2o), die mittels einer Rändelschraube (13) zusammenklemmbar sind, wobei zur Aufnahme der Schraube in einem am Bodenteil angeformten Mittelblock (22) ein Gewinde vorgesehen ist und wobei sowohl im Bodenteil als auch im Deckelteil halbzylindrische Lager (11, 21) zur Aufnahme der die Stromschiene bildenden Stäbe (4a, 4b) geformt sind.
     
    2. Installationsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur bauseitigen Anbringung der Stromschiene im Gewinde des Mittelblocks (22) ein Montagerohr (5) mit einer Platte (6) eingeschraubt ist.
     
    3. Installationsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Mittelblock (22) ein Montagerohr (3), geeignet zum Anbringen einer Leuchte (1) eingeschraubt ist.
     
    4. Installationsteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Längskammern (23) des Bodenteils Kontaktfedern (26) eingelegt sind, die jeweils einen Kontakt mit einem eingeklemmten Stab herstellen, und an die jeweils eine durch das Montagerohr geführte Elektroleitung (26b) angeschlossen ist.
     
    5. Installationsteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kontaktfeder einen längsgerichteten Schenkel und einen quergerichteten Schenkel aufweist, wobei in dem längsgerichteten Schenkel die Wölbung (26a) gebildet ist, während an dem quergerichteten Schenkel, der sich in eine Querkammer des Bodenteils erstreckt, die Elektroleitung (26b) angelötet ist.
     
    6. Installationsteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Einführung der Elektroleitung in das Montagerohr im Mittelblock Schlitze (22) gebildet sind.
     
    7. Installationsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Lager (21) eine Doppelbüchse zugeordnet ist, bestehend aus einer inneren Büchse (28), geeignet zum Einsetzen in ein Lager und zum Anklemmen an eine Elektroleitung, und einer außen vorstehenden Büchse (27), geeignet zum Anklemmen eines Stabes.
     




    Zeichnung