[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Brauchwasserbereitung und -speicherung gemäß
Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Ein Gerät der genannten Art ist nach dem DE- U - 78 29 552 bekannt. Das auf der glockenförmigen
Abschirmung aufgesetzte Steigrohr steht dabei mit dem Glockeninnenraum in Verbindung.
Dadurch steigt das erwärmte Brauchwasser bei diesem vorbekannten Gerät, von der Abschirmung
gegen das darüber geschichtete Kaltwasser abgeschirmt, im Steigrohr sofort nach oben
und schichtet sich in Form eines Warmwasserpolsters im oberen Beriech ab, welche Warmwasserschichtung
im wesentlichen von der Lage der Ausmündung des Steigrohres abhängt. Dieses vorbekannte
Gerät funktioniert zwar wie beschrieben, hat aber doch verschiedene Nachteile und
ist nicht ohne weiteres verwendbar, wenn der Speicher- bzw. Warmwasserbereiter mit
einem relativ kleinen Gesamtvolumen bspw. von nur max. 20 ltr. Verwendung finden soll.
Da das Steigrohr nur nach oben offen ist, kann theoretisch nur von dort her das warme
Brauchwasser in den oberen Bereich des Behälters gelangen, wobei sich aber die untere
Warmwassergrenze nur sehr langsam, wenn überhaupt, nach unten bewegt, da der über
der Steigrohrmündung sitzende Warmwasserpfropfen ein schnelles Nachströmen von Warmwasser
verhindert. Ferner stehen die Volumenverhältnisse von Behälter und Abschirmung in
einem ungünstigen Ver hältnis zueinander, d.h., das von der Abschirmung umschlossene
Volumen ist in bezug auf das Behältervolumen relativ klein, und schließlich gelangt
das bei Entnahme von Warmwasser von unten zuströmende Kaltwasser direkt an den Wärmetauscher
bzw. in die Abschirmung. Bei einem Speicherbehälter mit relativ großem Aufnahmevolumen
sind diese Nachteile nicht allzu gravierend, sie machen sich aber bei Kleinspeichern
mit max. 20 ltr. Inhalt durchaus bemerkbar.
[0003] Der Erfindung liegt, ausgehend vom Brauchwasserbereiter bzw. -speicher der gattungsgemäßen
Art die Aufgabe zugrunde, diesen insbesondere zur Verwendung als Kleinspeicher dahingehend
zu verbessern, daß dieser bei entsprechend begrenzter Speicherwirkung auch gewissermaßen
als Durchlauferhitzer zur Wirkung gebracht werden kann, und zwar mit der Maßgabe,
dabei dafür zu sorgen, daß das durch den Wärmetauscher erzeugte Warmwasser schnell
in die ganze ober Hälfte des Behälters und das nachströmende Kaltwasser nicht direkt
an den Wärmetauscher gelangen kann und daß ferner für eine weitgehende exakte Strömungsführung
längs des Wärmetauschers gesorgt sein soll.
[0004] Diese Aufgabe ist mit einem Gerät zur Brauchwasserbereitung und -speicherung der
eingangs genannten Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches
angeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0005] Diese erfindungsgemäße Ausbildung des Gerätes unterscheidet sich also vom Vorbekannten
im wesentlichen durch ein anderes Volumenverhältnis zwischen Behältervolumen und Abschirmvolumen,
durch das mit Öffnungen versehene Steigrohr und durch die im Freiraum des Wärmetauschers
eingesetzte, vorzugsweise nach oben verschlossene und nach unten offene Hülse, die
eine exakte Strömungsführung innerhalb des Gerätes gewährleistet. Durch das vorerwähnte
und geänderte Volumenverhältnis steht insbesondere für den möglichen Durchlaufbetrieb
bei größerer Warmwasserentnahme ein größeres, schneller aufheizbares Was servolumen
zur Verfügung, wobei durch die Hülse dafür gesorgt ist, daß das aufzuheizende, von
unten nachströmende Brauchwasser zwingend die Rohrzüge des Wärmetauschers passieren
muß. Die Gesamtaufladung des Behälters mit Warmwasser wird durch die öffnungen im
Steigrohr beschleunigt, da das im Steigrohr aufsteigende Warmwasser dieses nicht nur
durch die obere Mündung verlassen kann, sondern auch schon durch die seitlichen öffnungen
während der Passage des Steigrohres, was bedeutet, daß sich die untere Grenze der
sich oben ausbildenden Warmwasserschicht schneller nach unten bewegt.
[0006] Da die Abschirmung in bezug auf das Behältervolumen ein relativ großes Volumen besitzt,
kann auch innerhalb der Abschirmung eine entsprechend große übertragungsfläche bzw.
ein entsprechend großer Wärmetauscher untergebracht werden, wobei es vorteilhaft
möglich ist, den Wärmetauscher in Form einer Doppelwendel auszubilden, ohne daß damit
die Möglichkeit beschnitten ist, die vorerwähnte, eine exakte Strömungsführung gewährleistende
Hülse unterzubringen. Vorteilhaft und zweckmäßig ist dabei die innere Wendel des
Wärmetauschers mit dem Heizungsvorlaufanschluß und die äußere Wendel mit dem Heizungsrücklaufanschluß
versehen, was bedeutet, daß der heißere Strang des Wärmetauschers unmittelbar benachbart
zur Hülse verläuft und dadurch das in der Hülse befindliche Wasser einer Aufwärmung
bzw. Vorwärmung besser zugänglich ist. Im oberen Verschluß der Hülse können dabei
durchaus ein oder mehrere kleine Löcher vorgesehen sein, die vorzugsweise im Umfangsrandbereich
des Verschlusses angeordnet sind. Diese Löcher sind aber bzgl. Anzahl und Querschnittsgröße
so bemessen, daß in der Hülse erzeugtes Warmwasser langsam nach oben aus der Hülse
ausströmen und in den wesentlich schnelleren Aufstiegsstrom des vom Wärmetauscher
erzeugten Warmwassers gelangen kann.
[0007] In Rücksicht auf die den Wärmetauscher umschließende Abschirmung sind der Heizungsvorlauf-
und der Heizungsrücklaufanschluß des Würmetauschers vorteilhaft nach unten am Behälter
abgehend angeordnet, wodurch sich einfache Einbauverhältnisse für den Wärmetauscher
ergeben, da die Wand der Abschirmung von den Vor- und Rücklaufanschlüssen nicht durchgriffen
werden muß. Diesbezüglich besteht eine vorteilhafte Weiterbildung auch darin, daß
der untere Boden des Behälters lösbar am Behälter befestigt ist.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Gerätes bestehen darin, daß am Behälter im
Bereich des oberen und unteren Endes der Abschirmung je eine Thermofühler angeordent
ist, wobei diese Thermofühler in Reihe geschaltet in entgegengesetzter Schaltrichtung
mit der Schaltung der Ladepumpe verbunden sind und ferner darin, daß am Kaltwasseranschluß
ein Strömungsschalter angeordnet ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Gerät ist zwar insbesondere als Kleingerät bestimmt, es steht
jedoch nichts entgegen, die spezielle Ausbildung der "Innereien" auch bei Behältern
mit größerem Volumen zur Anwendung zu bringen. Als Kleingerät ist das Gerät wegen
seiner kleineren äußeren Abmessuxngen insbesondere als Beigerät zu kleinen bspw. an
einer Wand zu installierenden Etagenheizkesseln, wie insbesondere Gasheizkesseln
geeignet, wo normalerweise größere Speicherbehälter in der Regel nicht aufgestellt
werden können. Aufgrund des sich zwangsläufig ergebenden geringen Gewichtes des Gerätes
kann dieses problemlos ebenfalls für eine Wandinstallation vorgesehen werden.
[0010] Das erfindungsgemäße Gerät wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung
von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0011] Es zeigt schematisch
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch das Gerät;
Fig. 2 einen entsprechenden Vertikalschnitt durch das Gerät in etwas anderer Ausführungsform
und
Fig. 3 einen Schnitt durch das Gerät längs Linie III-III in Fig. 1.
[0012] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht das Gerät aus einem Behälter 3 mit im unteren
Innenbereich angeordneten, mit Ladepumpe 17 versehenen, schraubenlinienförmig gewendeltem
Rohrwärmetauscher 1 und mit unterem Kalt- und oberen Warmwasseranschluß 8, 8′ .
Über dem Wärmetauscher 1 ist eine nach unten offene, den Wärmetauscher 1 seitlich
umfassende, etwa glockenförmige Abschirmung 2 angeordnet, deren Seitenwand mit der
Behälterwand einen Spalt 22 begrenzt. Die Abschirmung 2 weist an ihrem obersten Flächenbereich
eine öffnung auf, an der das im oberen Bereich des Behälters 3 offen endende Steigrohr
10 angesetzt ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, beträgt das Volumen der den Wärmetauscher
1 enthaltenden Abschirmung 2 etwa 30 - 50 % des Volumens des Behälters 3. Im Freiraum
4 innerhalb des Wärmetauschers 1 ist eine nach oben verschlossene und nach unten offene
Hülse 5 aneordnet.
[0013] Gemäß Fig. 3 können im Verschluß 20 der Hülse 5 einige kleine Löcher 21, wie dargestellt,
im Randbereich des Verschlusses 20 angeordnet sein. Unter der unteren Öffnung 6 der
Hülse 5 ist der Kaltwasserzufuhranschluß 8 angeordnet, wobei dessen Ausmündungen 7
vorteilhaft seitlich angebracht sind, damit sich das einströmende Kaltwasser über
den ganzen unteren Boden 14 des Behälters 3 ausbreiten kann.
[0014] Abgesehen davon, daß aufgrund der Größe der Abschirmung 2 ein relativ großer Wärmetauscher
1 in der Abschirmung unterbringbar ist, kann diese Wärmetauschfläche noch dadurch
vergrößert werden, daß man den Wärmetauscher 1, wie dargestellt, in Form einer Doppelwendel
ausbildet, wobei die innere Wendel 1′ mit dem Heizungsvorlaufanschluß 2 und die äußere
Wendel 1˝ des Wärmetauschers 1 mit dem Heizungsrücklaufanschluß 13 versehen ist. Beide
Anschlüsse gehen dabei vorteilhaft nach unten durch den Boden 14 des Behälters 3 ab.
Damit werden Durchgriffe der Abschirmung 2 vermieden. Der Boden 14 kann dabei vorteilhaft
als lösbarer unterer Verschluß des Behälters 3 im Sinne der Fig. 2 ausgebildet werden,
an dem dann ebenfalls der Kaltwasserzulaufanschluß 8 angeordnet ist.
[0015] Das nach oben an einer entsprechenden öffnung im obersten Flächenbereich der Abschirmung
2 angesetzte Steigrohr 10 endet mit seiner Hauptausmündung unmittelbar unter dem
Warmwasseranschluß 8′ und weist in seiner Wandung 4 mehrere Ausströmöffnungen 11
auf, die mindestens über dessen halbe obere Hälfte verteilt angeordnet sind. Dadurch
kann vom Wärmetauscher 1 aufgeheiztes Brauchwasser die Abschirmung 2 bzw. das Steigrohr
10 nicht nur durch dessen oberen Hauptmündungen 10′ verlassen, sondern auch schon
durch die öffnungen 11, wodurch sich beim Ladevorgang die untere Warmwasserfront wesentlich
schneller nach unten bewegen kann als dies der Fall ist, wenn das warme Brauchwasser
nur durch die obere Mündung 10′ aus dem Steigrohr austreten kann.
[0016] Am Behälter 3 bzw. der Behälterwand sind im Bereich des oberen und unteren Endes
2, 2˝ Anschlußmuffen 15′, 16′ für je einen Thermofühler 15, 16 angeordnet, die in
Reihe geschaltet in entgegengesetzter Schaltrichtung mit der Schaltung 23 der Ladepumpe
17 verbunden sind. Beide Fühler sind dabei bspw. auf 60°C eingestellt. wenn bei entsprechender
Brauchwasserentnahme der obere Fühler von niedriger temperiertem Wasser erreicht
wird, wird dabei die Ladepumpe ausgeschaltet, wenn dieser Fühler von 60° heißem Brauchwasser
erreicht wird. Vorteilhaft kann zusätzlich im Kaltwasserzuströmanschluß 8 ein Strömungsschalter
19 vorgesehen werden, der bei kleinen Brauchwasserentnahmen und entsprechend geringem
Zuströmvolumen von Kaltwasser nich anspricht, sondern erst bei Entnahmen größerer
Zapfmengen, wobei dann via Strömungsschalter 19 und unabhängig von den Fühlern 15,
16 die Ladepumpe 17 sofort eingeschaltet wird.
1. Gerät zur Brauchwasseraufbereitung und -speicherung, bestehend aus einem Behälter
mit im unteren Innenbereich angeordneten, mit Ladepumpe versehenen, schraubenlinienförmig
gewendelten Rohrwärmetauscher und mit unterem Kalt- und oberem Warmwasseranschluß,
wobei über dem Wärmetauscher eine nach unten offene, den Wärmetauscher seitlich umfassende,
etwa glockenförmige Abschirmung angeordnet ist, deren Seitenwand mit der Behälterinnenwand
einen Spalt begrenzt und die an ihrem obersten Flächenbereich eine Öffnung aufweist,
an der ein im oberen Bereich des Behälters offen endendes Steigrohr angesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der den Wärmetauscher (1) enthaltenden Abschirmung (2) 30 - 50 % des
Volumens des Behälters (3) entspricht, daß im Freiraum (4) innerhalb des Wärmetauschers
(1) eine nach oben oder unten verschlossene Hülse (5) angeordnet und unter dieser
die Mündung (7) des Kaltwasserzufuhranschlusses (8) angeordnet ist und daß in der
Wandung (9) des Steigrohres (10), mindestens über dessen Halbe obere Hälfte verteilt,
Ausströmöffnungen (11) angeordnet sind.
2. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmetauscher (1) in Form einer Doppelwendel ausgebildet ist.
3. Gerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Wendel (1′) mit dem Heizungsvorlaufanschluß (12) und die äußere Wendel
(1˝) des Wärmetauschers (1) mit dem Heizungsrücklaufanschluß (13) versehen ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Heizungsvorlauf- (12) und der Heizungsrücklaufanschluß (13) nach unten am
Behälter (3) abgehend angeordnet sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Boden (14) des Behälters (3) lösbar am Behälter (3) befestigt ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Behälter (3) im Bereich des oberen und unteren Endes (2′, 2˝) der Abschirmung
(2) je ein Thermofühler (15, 16) angeordnet ist, die in Reihe geschaltet in entgegengesetzter
Schaltrichtung mit der Schaltung der Ladepumpe (17) verbunden sind.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Kaltwasseranschluß (18) ein Strömungskontrollschalter (19) angeordnet ist,
der mit der Schaltung der Ladepumpe (17) verbunden ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Verschluß (20) der Hülse (5) mindestens eine kleine Warmwasserzu- oder -abströmöffnung
(21) angeordnet ist.