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EP 0 320 731 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.06.1989 Patentblatt 1989/25 |
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Anmeldetag: 03.12.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B44B 5/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
17.12.1987 DE 3742745
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Anmelder: L. SCHULER GmbH |
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D-73012 Göppingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Jarosch, Berthold
D-7344 Gingen (DE)
- Henssler, Walter
D-7341 Mühlhausen (DE)
- Philipp, Karl-Heinz
D-7320 Göppingen (DE)
- Vasel, Gerd
D-7324 Rechberghausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Prägeautomat für Ring-Kern-Münzen |
(57) Um die Einzelteile, Ringe (29) und Kerne (30) für Ring-Kern-Münzen in dem Revolverteller
(23, 24) eines Prägeautomaten zu vereinen und diese so gebildeten Zweiteilronden der
Prägestation (26) zuzuführen, werden eine zweite Dosiereinrichtung (3), ein weiterer
Rondenkanal (7) und ein zweiter Vereinzelungsschacht (9) mit einem Vereinzelungsschieber
(12) angeordnet. Die bereits vorhandene Dosiereinrichtung (2) mit gleichen Zuführmitteln
(6, 8, 11) wird für die Zufuhr von Ringen (29), die zweite Dosiereinrichtung (3) mit
den Zuführmitteln (7, 9, 12) für die Zufuhr von Kernen (30) genutzt. Diese Mittel
sind so ausgebildet und angeordnet, daß zunächst der Ring (29) und danach der Kern
(30) an den Revolverteller (23, 24) abgegeben werden, so daß der Kern (30) in den
zuvor in den Revolverteller (23, 24) eingebrachten Ring (29) geschoben und mit diesem
zugleich der Prägestation (26) zugeführt wird.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Prägeautomaten der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art.
[0002] Prägeautomaten (eigene Ausführung) weisen einen Drehantrieb für eine schrittweise
Drehbewegung des Revolvertellers auf. Der Revolverteller dient der Übernahme von
Ronden aus einem Vereinzelungsschacht und dem Transport dieser Ronden in die Prägestation.
Hierfür ist der Revolverteller mit umfangsmäßig angeordneten Aufnahmetaschen bestückt,
in die Ronden einzeln aus dem Vereinzelungsschacht bei Bewegung eines Vereinzelungsschiebers
abgeführt werden. Der Vereinzelungsschacht wird über einen Rondenkanal aus einer Dosiereinrichtung
gefüllt. In den Rondenkanal ist eine Rondenkontrolleinrichtung zum Ausstoß von Ausschußronden
eingebracht.
[0003] In den Währungen verschiedener Staaten werden Münzen als Zahlungsmittel verwendet,
die aus zwei Teilen, einem Ring oder Außenteil und einem Kern bestehen, die dann auch
unterschiedliche Materialien aufweisen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die getrennt voneinander angelieferten Ringe und Kerne
in dem Revolverteller zu vereinen, der die so gebildeten Zweiteilronden der Prägestation
zuführt.
[0005] Diese Aufgabe ist gelöst durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Die Merkmale der weiteren Ansprüche stellen bevorzugte Ausführungen dar.
[0006] Hierbei ist von Vorteil, daß nicht nur der manuelle und der maschinelle Aufwand
wesentlich verringert werden konnte, da u.a. auf eine Vorprägepresse und auf die Mittel
zur Zufuhr zu dieser gänzlich verzichtet werden konnte, es konnte auch auf bisher
bereits genutzte Mittel zurückgegriffen werden. Weiterhin bedeutsam ist, daß ein so
ausgerüsteter Prägeautomat zur Universal-Maschine wird, so daß einerseits Ring-Kern-Münzen
herstellbar sind. Andererseits kann der Prägeautomat bei Stillegung der einen oder
der anderen, aus Dosiereinrichtung, Rondenkanal und Vereinzelungsschacht bestehenden
Zuführeinrichtung, wahlweise im einen Fall zum Zuführen und Prägen von runden, im
anderen Fall zum Zuführen und Prägen von Vieleckmünzen eingesetzt werden.
[0007] Im folgenden soll ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel beschrieben
werden.
[0008] Es zeigen:
Fig. 1 die für die Erläuterung der Erfindung wesentlichen Bauteile und deren Anordnung
in einem Prägeautomaten in einer Draufsicht,
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend dem Schnittverlauf II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend dem Schnittverlauf III-III in Fig. 1.
[0009] In dem Maschinentisch 1 eines Prägeautomaten ist ein im Handel erhältliches Schrittschaltgetriebe
22 angeordnet zur schrittweisen Drehbewegung eines Revolvertellers 23. Das Schrittschaltgetriebe
22 weist eine kontinuierlich umlaufende Kurvenwelle auf zum Antrieb der Steuerkurve
für die Schrittschaltung. Der Revolverteller 213 ist mit Aufnahmetaschen 24 zur Aufnahme
von Ronden 29, 30 versehen. Mit 2, ersichtlich aus Fig. 2, bzw. 2 und 3, angedeutet
in Fig. 1, ist eine bzw. sind zwei Dosiereinrichtungen positioniert mit je einer Dosiertrommel
4, aus der Ronden 29, 30 an je einen Rondenkanal 6, 7 abgeführt werden. Nach dem
Passieren einer Rondenkontrolleinrichtung 5 fallen die Ronden 29, 30 in je einen Vereinzelungsschacht
8, 9, aus dem diese vermittels unter jedem Vereinzelungsschacht 8, 9 angebrachter
Vereinzelungsschieber 11, 12 einzeln ausgestoßen werden. Während über die Dosiereinrichtung
2, den Rondenkanal 6, den Vereinzelungsschacht 8 und den Vereinzelungsschieber 11
vereinzelte Ringe 29 den Aufnahmetaschen 24 des Revolvertellers 23 zugeführt werden,
werden aus einer zweiten und gleichartigen Dosiereinrichtung 3, über einen weiteren
Rondenkanal 7 und einen zweiten Vereinzelungsschacht 9 mit einem Vereinzelungsschieber
12 vereinzelte Kerne 30 dem Revolverteller 23 zugeführt, die in die in den Aufnahmetaschen
24 dann bereits vorhandenen Ringe 29 hineingeschoben werden. Die zweite Dosiereinrich
tung 3 ist nicht dargestellt worden, da sie entsprechend der Dosiereinrichtung 2
ausgeführt sein kann. Die Bewegungen der Vereinzelungsschieber 11, 12 werden über
Rollen 16 von den Steuerkurven 13, 14 abgegriffen. Die Steuerkurve 14 ist direkt
auf einer Welle 21 aufgekeilt. Die Welle 21 ist mit der Kurvenwelle innerhalb des
Schrittschaltgetriebes 22 drehwirksam verbunden. Die Kurvenwelle in dem Schrittschaltgetriebe
22 und somit die Welle 21 laufen ständig um. Die Drehbewegung der Welle 21 wird über
Zahnriemenscheiben 19, Zahnriemen 17, 18 und ein Kegelradgetriebe 20 auf die Steuerkurve
13 übertragen. Es ist beispielsweise auch möglich, die Bewegung jeder Steuerkurve
13, 14 von der Kurvenwelle des Schrittschaltgetriebes 22 aus über ein Kegelradgetriebe
direkt anzutreiben. Die Steuerkurven 13, 14 sind so ausgelegt, daß die Vereinzelungsschieber
11, 12 bei Stillstand des Revolvertellers 23 gegen diesen vorgeschoben werden zum
Bestücken dessen Aufnahmetaschen 24.
[0010] Mit den Sensoren 27, 28 werden das Vorhandensein und die Lage der Ringe 29 und Kerne
30 in den Aufnahmetaschen 24 von dem Erreichen der Prägestation 26 überwacht. Für
die einwandfreie Zufuhr der Kerne 30 in die Ringe 29 im Revolverteller 23 ist eine
ggf. über eine Anschlagschraube 32 einstellbare federnde Klinke 31 (ersichtlich aus
Fig. 3) angebracht. Der an den Revolverteller 23 zu übergebende Kern 30 wird zwischen
dem bereits in der Aufnahmetasche 24 befindlichen Ring 29 und der Klinke 31 hindurchgeschoben
und von der Klinke 31 unter Federdruck in den Ring 29 abgesenkt. Das Eindrücken des
Kernes 30 in den Ring 29 kann auch z.B. vermittels eines kurvengesteuerten Stiftes
erfolgen. Führungsleisten 25 sichern die Lage der Ringe 29 und Kerne 30 in den Aufnahmetaschen
24.
1. Prägeautomat für Ring-Kern-Münzen, mit einer Dosiereinrichtung (2) und einem Rondenkanal
(6) zum Füllen eines Vereinzelungsschachtes (8), aus dem einzelne Ronden (29) an einen
Revolverteller (23, 24) abgegeben werden, um die Ronden (29) einer Prägestation (26)
zuzuführen, und mit einem Schrittschaltgetriebe (22) zum schrittweisen Drehantrieb
des Revolvertellers (23, 24), gekennzeichnet durch die Verwendung einer zweiten Dosiereinrichtung (3), eines weiteren Rondenkanals (7)
und eines zweiten Vereinzelungsschachtes (9), wobei die erste Dosiereinrichtung (2)
mit Rondenkanal (6) und Vereinzelungsschacht (8) für die Zufuhr von Ringen (29) zum
Revolverteller (23, 24), die zweite Dosiereinrichtung (3) mit Rondenkanal (7) und
Vereinzelungsschacht (9) für die Zufuhr von Kernen (30) zu dem gleichen Revolverteller
(23, 24) ausgebildet und die Vereinzelungsschächte (8, 9) derart angeordnet sind,
daß zunächst der Ring (29) an den Revolverteller (23, 24) und nach dessen Drehung
um einen oder mehrere Drehschritte der zugehörende Kern (30) an den Revolverteller
(23, 24) abgegeben werden und der Kern (30) in dem Ring (29) gemeinsam mit diesem
der Prägestation (26) zugeführt wird.
2. Prägeautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Vereinzelungsschieber (11, 12) in jedem Vereinzelungsschacht
(8, 9) von einem gemeinsamen Stellmittel aus im Gegentakt zur Schrittbewegung des
Revolvertellers (23, 24) erfolgt.
3. Prägeautomat nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Bewegungsübertragungs- und Umlenkmittel (21, 19, 18, 20, 17) zum Antrieb von Steuerkurven
(13, 14) für die zeitgleiche Bewegung der Vereinzelungsschieber (11, 12), mit einer
Antriebswelle (21), die von der Kurvenwelle des Schrittschaltgetriebes (22) drehbeaufschlagt
ist.

