[0001] Die Erfindung betrifft ein Geldspielgerät mit einer Spielsystemeinheit, einer Anzeigevorrichtung
für Gewinn- und Spielsymbole, einer Gewinnplaneinheit für einen Gewinnplan nach Symbolkombinationen,
einer Geldannahmeeinheit, einer Geldspeichereinheit und einer Geldausgabeeinheit.
[0002] Derartige Geldspielgeräte sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt und
werden z.B. in Spielcasinos, Automatenhallen und ähnlichen Aufstellorten aufgestellt.
Im Regelfall werden derartige Geldspielgeräte mit Münzgeld betrieben. Dabei stellen
besondere Münzprüfer in den Geldannahmeeinheiten sicher, daß nur Münzen einer bestimmten
Währung zum Betrieb der Geldspielgeräte verwendet werden können. In dieser Betriebswährung
werden dann auch die Gewinne ausgezahlt. Die Beschränkung auf eine Betriebswährung
ist dann von Nachteil, wenn Geldspielgeräte an Orten aufgestellt sind, wo sie von
Spielern unterschiedlicher Nationalität mit unterschiedlichen Heimatwährungen benutzt
werden. An Orten mit internationalem Durchgangsverkehr, z.B. Flughäfen, Bahnhöfen,
aber auch besonders auf Fähren und Kreuzfahrtschiffen müssen Spieler, die nun nicht
gerade über das Münzgeld der jeweiligen Betriebswährung eines Geldspielgerätes verfügen,
sich dieses Münzgeld erst beschaffen. Dies ist häufig so umständlich, daß der Spieler
auf die Benutzung des betreffenden Geldspielgerätes ganz verzichtet, zumal ihm in
Fremdwährung und in Münzform möglicherweise erwachsender Gewinn erneut vor Wechselschwierigkeiten
stellt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Geldspielgerät der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß ein Spieler für dessen Benutzung nicht auf Münzen einer bestimmten
fremden Währung angewiesen ist.
[0004] Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe dadurch, daß durch die Geldannahmeeinheit
unterschiedliche Geldscheine und Münzen mindestens zweier verschiedener Währungen
annehmbar sind, daß durch die Geldspeichereinheit Schein- und Münzgeld mindestens
zweier unterschiedlicher Währungen, nach Sorten getrennt, bevorratbar sind und daß
durch die Geldausgabeeinheit Münzen mindestens zweier unterschiedlicher Währungen
auszahlbar sind.
[0005] Hierdurch vermag die Geldannahmeeinheit eines Geldspielgeräts Münz- und Scheingeld
von mehreren, mindestens jedoch zwei unterschiedlichen Währungen anzunehmen. Desgleichen
ist die Geldausgabeeinheit eines solchen Geldspielgeräts in der Lage, mehrere, mindestens
jedoch zwei unterschiedliche Münz-Währungssorten auszuzahlen. Eine bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Geldspielgeräts, insbesondere für die Aufstellung im internationalen
Fährverkehr, ist dergestalt, daß zwei unterschiedliche Währungen angenommen und
ebenso zwei unterschiedliche Währungen ausgezahlt werden können. In der Regel entsprechen
hierbei die angenommenen Währungssorten den auszuzahlenden.
[0006] Weitere Merkmale der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben und
nachstehend am Beispiel des in der Zeichnung schematisch dargestellten Geldspielgeräts
näher erläutert. Dieses ist als Zwei-Währungs-Spielgerät ausgebildet.
[0007] Das Geldspielgerät 1 verfügt über eine Symbolanzeige der Spielsystemeinheit 2 sowie
eine Gewinnplaneinheit 3. Auf der Gewinnplananzeige der Gewinnplaneinheit 3 ist für
den Fall des Einlaufens bestimmter Gewinn-Symbolkombinationen der jeweils dabei erreichte
Gewinn als unterschiedlich Vielfaches des Einsatzes dargestellt. Das Spielsystem beruht
auf einer bestimmten Währung, der Spielwährung. Beim dargestellten Beispiel ist die
Spielwährung als Wäh rung A bezeichnet.
[0008] Die Geldannahmeeinheit 4 verfügt über eine Annahmeeinrichtung für Münzgeld unterschiedlicher
Werte der Währung A und eine Annahmeeinrichtung für die Währung B. Außerdem können
unterschiedliche Geldscheinwerte beider Währungsarten eingegeben werden. Die entsprechenden
Prüfeinrichtungen für Münzen und Banknoten sind integraler Bestandteil der Geldannahmeeinheit
4.
[0009] Der Spieler hat also die Möglichkeit, Münz- und Scheingeld in Währung A oder Währung
B einzugeben. Für den Fall, daß die Eingabe in Währung A vorgenommen wird, erscheint
der eingegebene Betrag sofort auf der Spielwährungs-Kreditanzeige 8. Da die Währung
A die Spielwährung ist, geschieht die Abbuchung des Spieleinsatzes direkt von der
Spielwährungs-Kreditanzeige 8. Eventuell einlaufende Gewinne erscheinen auf einer
digitalen Gewinnanzeige 9 ebenfalls in der Währung A und werden nach kurzem Zeitraum,
der es dem Spieler ermöglicht, die Gewinnhöhe zur Kenntnis zu nehmen, automatisch
dem auf der Spielwährungs-Kreditanzeige 8 angezeigten Kreditbetrag zugeschlagen.
[0010] Sofern der Spieler jedoch seine Einzahlung in Währung B vornimmt, erscheint der eingezahlte
Betrag in der Währung B auf der digitalen Anzeige 75, die die Kreditanzeige in der
Währung B verkörpern. Die Spielwährung ist jedoch Währung A. Deshalb hat der Spieler
zunächst einen Wechselvorgang einzuleiten, in dem er durch Betätigen der Wechseltaste
73 einen Rechenvorgang in der Rechnereinheit 7 auslöst, wobei der an der digitalen
Anzeige 72 eingestellte und erkennbare Wechselkurs der Währung B zur Währung A verrechnet
wird und der entsprechende Kreditbetrag in Währung A auf der Spielwährungs-Kreditanzeige
8 erscheint. Spieleinsatz und -abfolge erfolgen in vorbeschriebener Weise. Bei Beendigung
des Spieles wird der dem Spieler zustehende Restkreditbetrag ebenfalls auf der Spielwährungs-Kreditanzeige
8 in Währung A angezeigt. Der Spieler kann nunmehr entscheiden, ob er die Auszahlung
dieses Kreditbetrages in der Währung A möchte, in dem er auf die Auszahltaste 80 drückt
und dadurch eine Auszahlung über die Ausgabeeinheit 6 direkt herbeiführt oder aber
eine Auszahlung in der Währung B wünscht. In diesem Fall wird durch erneutes Betätigen
der Wechseltaste 73 ein Wechselvorgang, jedoch nunmehr in umgekehrter Richtung -nämlich
Währung A in Währung B- entsprechend der digitalen Anzeige 71 eingeleitet. Der somit
gewechselte Betrag erscheint in Währung B auf der digitalen Anzeige 75, von wo er
durch anschließendes Drücken der Auszahltaste 80 nunmehr in Währung B ebenfalls von
der Geldausgabeeinheit 6 ausgezahlt wird.
[0011] Die Geldannahmeeinheit 4 ist mit Bestandszählern 13 verbunden. Die Rechnereinheit
7 steht mit einem Statistikmelder 14 in Verbindung, der so ausgebildet sein kann,
daß eine Fernüberwachung des Geldspielgeräts 1 möglich ist.
[0012] Ein Geldspielgerät 1 der beschriebenen Art kann auch zusätzlich mit einer Währungswechseleinrichtung
17 versehen sein. Diese ist mit der Geldannahmeeinheit 4 verbunden. Bei Betätigung
der Währungswechseleinrichtung 17 wird das Geldspielgerät 1 nicht in Betrieb genommen,
sondern der Geldausgabeeinheit 6 wird eine wechselkursabhängige Menge Geldes der Währung
zugeführt, die an der Währungswechseleinrichtung 17 eingestellt wurde.
1. Geldspielgerät mit einer Spielsystemeinheit, einer Anzeigevorrichtung für Gewinn-
und Spielsymbole, einer Gewinnplaneinheit für einen Gewinnplan nach Symbolkombinationen,
einer Geldannahmeeinheit (4), einer Geldspeichereinheit (5) und einer Geldausgabeeinheit
(6), dadurch gekennzeichnet, daß durch die Geldannahmeeinheit (4) unterschiedliche
Geldscheine und Münzen mindestens zweier verschiedener Währungen annehmbar sind, daß
durch die Geldspeichereinheit (5) Schein- und Münzgeld mindestens zweier unterschiedlicher
Währungen, nach Sorten getrennt, bevorratbar ist und daß durch die Geldausgabeeinheit
(6) Münzen mindestens zweier unterschiedlicher Währungen auszahlbar sind.
2. Geldspielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spielsystemeinheit
(2) und die Gewinnplaneinheit (3) nach einer der annahmemöglichen Währungen als
Spielwährung ausgelegt sind und daß angenommene Beträge in davon abweichender, aber
annahmemöglicher Währung mittels einer Währungswechseleinrichtung (17) in die Spielwährung
wechselbar und als Kredit auf der Spielwährungs-Kreditanzeige (8) anzeigbar sind.
3. Geldspielgerät nach Anspurch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Rechnereinheit
(7) für die Berechnung unterschiedlicher Geldwechselvorgänge wie z.B. das Wechseln
eines angenommenen Betrages in Annahmewährung in die Spielwährung oder das Wechseln
der auf der Spielwährungs-Kreditanzeige (8) in Spielwährung angezeigten Kreditsumme
zur Auszahlung in einer der möglichen Auszahlwährungen, wobei die den Berechnungen
zugrundeliegenden Wechselkursparitäten mittels digitaler Anzeigen (71, 72) und die
für jede Annahme- und Ausgabewährung jeweils angenommenen oder zur Auszahlung anstehenden
Beträge in der jeweiligen Währung mittels digitaler Anzeigen (8, 75) für den Spieler
anzeigbar sind.
4. Geldspielgerät nach einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wechselkursparitäten anzeigenden digitalen Anzeigen (71, 72) entsprechend den Kursschwankungen
manuell einstellbar und Eingaben für die Rechnereinheit (7) sind.
5. Geldspielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein
in einer Annahmewährung angenommener und auf der Digitalanzeige (75) angezeigter
Betrag vom Spieler durch Betätigen einer Wechseltaste (73) in eine Spielwährung wechselbar
ist, wobei dieser derart gewechselte Betrag auf der Spielwährungs-Kreditanzeige (8)
abbildbar ist.
6. Geldspielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß während
des Spieles einlaufende Gewinne zur Kenntlichmachung für den Spieler auf der digitalen
Gewinnanzeige (9) angezeigt und dann selbsttätig durch Umbuchen auf der Spielwährungs-Kreditanzeige
(8) als Spielwährungs-Kredit zugeschlagen werden.
7. Geldspielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Beendigung des Spieles der auf der Spielwährungs-Kreditanzeige (8) in der Spielwährung
angezeigte Betrag wahlweise durch Betätigen der Auszahltaste (80) in Spielwährung
auszahlbar oder nach vorherigem Wechseln durch Betätigen der Wechseltaste (73) mit
Anzeige des angewechselten Betrages auf der digitalen Anzeige (75) und anschließender
Betätigung der Auszahltaste (80) in der gewählten Auszahlwährung auszahlbar ist.
8. Geldspielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rechnereinheit (7) einen Datenspeicher (74) zur Erfassung sämtlicher Ein-, Auszahl-
sowie Wechselvorgänge aufweist.
9. Geldspielgerät nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Geldspeichereinheit
(5) von der Rechnereinheit (7) bestandsmäßig überwacht wird und bei Überschreiten
eines vorgegebenen Füllstandes eine Umlenkung angenommener Münzwerte in nach Währungen
und Sorten getrennten Kassenbehältern (10) erfolgt.
10. Geldspielgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Geldspeichereinheit
(5) mit währungsspezifischen Bestandszählern (13) verbunden ist, die jeweils mit
der Rechnereinheit (7) in Verbindung stehen.
11. Geldspielgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechnereinheit
(7) mit einem Statistikmelder (14) verbunden ist.
12. Geldspielgerät nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Geldannahmeeinheit
(4) mit einer Währungswechseleinrichtung (17) verbunden ist, bei deren Betätigung
der Geldausgabeeinheit (6) eine wechselkursabhängige Menge Geldes einer Währung entnehmbar
ist, die von der Währung des in die Geldannahmeeinheit (4) eingeführten Geldes unterschiedlich
ist.