| (19) |
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(11) |
EP 0 321 740 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.1988 |
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| (54) |
Koaxialcigarette
Coaxial cigarette
Cigarette coaxiale
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL |
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Priorität: |
22.12.1987 DE 3743597
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.06.1989 Patentblatt 1989/26 |
| (73) |
Patentinhaber: British-American Tobacco (Germany) GmbH |
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D-20354 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Borowski, Horst
D-2000 Hamburg 65 (DE)
- Kausch, Erwin, Dipl.-Chem. Dr.
D-2112 Jesteburg (DE)
- Rittershaus, Erhard, Dipl.-Ing. Dr.
D-2000 Hamburg 65 (DE)
- Rudolph, Gert, Dipl.-Chem. Dr.
D-2000 Hamburg 55 (DE)
- Schneider, Werner, Dipl.-Phys. Dr.
D-2085 Quickborn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx |
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Stuntzstrasse 16 81677 München 81677 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 620 335 FR-A- 2 452 257 GB-A- 2 069 310 US-A- 3 614 956
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DE-A- 3 602 846 FR-A- 2 524 274 US-A- 3 219 040
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Koaxialcigarette der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung.
[0002] Es gibt eine Reihe von Veröffentlichungen über sogenannte "koaxiale rauchbare Artikel",
also insbesondere Koaxial-Cigarren oder -Cigaretten mit einem Innenkern, der durch
einen Mantel aus Tabakmaterial umgeben ist. Das Grundprinzip einer solchen Koaxialcigarette
ist beispielsweise aus der FR-PS 998556 bekannt, wobei der Innenkern aus einem Tabak
geringerer Qualität besteht, der von einem ringförmigen Mantel aus Tabak hoher Qualität
umgeben ist. Dadurch lassen sich Einsparungen in Bezug auf die Kosten der verwendeten
Tabakmaterialien erzielen.
[0003] Weitere Ausgestaltungen solcher Koaxialcigaretten gehen aus der FR-C-1322254, der
US-A-3614956, der US-A-4219031, der GB-A-2070409 und der GB-A-1086443 hervor.
[0004] Eine Koaxialcigarette der angegebenen Gattung ist aus der DE-A-3602846 bekannt und
weist einen Innenkern aus einem rückstandsfrei verglimmenden Material, eine Umhüllung
für den Innenkern, einen den Innenkern koaxial umgebenden Außenmantel aus einem Tabak-
und/oder Nichttabakmaterial, sowie eine Umhüllung für den Außenmantel auf. Der besondere
Vorteil dieser Koaxialcigarette liegt darin, daß sie mit den üblichen Fertigungstechniken
auf speziell modifizierten Strangmaschinen hergestellt werden kann.
[0005] Nachteilig ist jedoch, daß bei dieser Koaxialcigarette kein Filter vorgesehen ist,
um die unerwünschten Rauchbestandteile abzufangen.
[0006] Aus der US-A-3356094 geht eine Koaxialcigarette mit einem inneren Hohlrohr und einer
Aerosol-Kammer mit engem Außlaß hervor; die Herstellung dieser Koaxialcigarette ist
jedoch sehr aufwendig und damit kostspielig; außerdem werden die verschiedenen Bestandteile
voneinander getrennt, so daß sich ein ungewöhnliches Rauchmuster ergibt.
[0007] Letztlich ist aus der DE-A-2620335 eine Koaxialcigarette bekannt, die ein Strangteil
mit einem Innenkern und einem Außenmantel aufweist. Mundseitig ist an dieser bekannten
Koaxialcigarette ein Filterteil an dem Strangteil angesetzt, in dem Trennwände vorgesehen
sind. Der Innenraum, der durch die Trennwände innerhalb des Filterteils eingeschlossen
ist, ist im Anschluß an den Innenkern angeordnet, ist jedoch zusätzlich an den Außenmantel
angeschlossen. Der Außenmantel ist mit einem Tabakmaterial gefüllt, während der Innenkern
der bekannten Koaxialcigarette hohl ist. Zwar soll diese bekannte Koaxialcigarette
das Problem lösen, den Kondensatgehalt zu erniedrigen, allerdings wird durch die Ausgestaltung
dieser bekannten Koaxialcigarette die Geschmacksintensität derart vermindert, daß
ein Raucher bereits nach kurzer Zeit wieder auf die herkömmlichen Cigaretten zurückgreifen
wird. Außerdem werden bei der gattungsgemäßen Koaxialcigarette die unerwünschten Rauchbestandteile
lediglich verdünnt, wobei gleichzeitig das Geschmackserlebnis für den Raucher beeinträchtigt
wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Koaxialcigarette der angegebenen Gattung
zu schaffen, bei der die unerwünschten Rauchbestandteile nahezu vollständig abgefangen
werden können.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht.
[0010] Zweckmäßige Ausführungsformen werden durch die Merkmale der Unteransprüche definiert.
[0011] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen darauf, daß während eines Zuges
in der Zugphase entstehende Verbrennungsprodukte des Strangteils im ringförmigen Außenmantel
und getrennt vom Innenkern axial durch die Koaxialcigarette geführt und durch einen
speziellen Koaxialfilter absorbiert werden; dieser Koaxialfilter behandelt den peripheren,
seinen Filtermantel durchströmenden Rauch und den zentralen, seinen Filterkern durchströmenden
Rauch in sehr unterschiedlicher, auf die beiden Raucharten abgestimmten Weise, so
daß sich eine optimale Filterwirkung ergibt.
[0012] Dabei wird speziell die Gasphase des Rauches durch Diffusion und Ventilation reduziert,
während die Partikelphase durch Ventilation reduziert und gleichzeitig durch ein Hochleistungsfiltersegment
absorbiert wird.
[0013] Sowohl der Tabakstrang als auch der Koaxialfilter dieser Koaxialcigarette können
mit vorhandenen und aus dem Stand der Technik im Prinzip bekannten Technologien hergestellt
werden, so daß nur entsprechende Modifikationen an den derzeitigen Maschinen erforderlich
sind.
[0014] Der entstehende und von dem Raucher aufgenommene Rauch ist geschmacklich akzeptabel
und enthält nur wenig Kondensat, das zudem weitgehend frei von den sonst üblichen
Verbrennungsprodukten ist; der Rauchvorgang selbst wird nicht verändert, so daß auch
das "Raucherlebnis" für den Raucher beibehalten werden kann.
[0015] Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, daß während der Zugphase die Verbrennungsprodukte
im wesentlichen nur aus der Peripherie, also dem Mantelbereich einer Cigarette stammen,
so daß man hier gezielt entsprechende Maßnahmen einleiten kann, um die unerwünschten
Rauchprodukte abzufangen. Außerdem kann nun konsequent ein optimierter Tabakstrang
mit einem optimierten Zweistrom-Filter kombiniert werden, um den gewünschten Geschmack
in Verbindung mit der weitgehenden Reduzierung der unerwünschten Rauchbestandteile
zu erzielen.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegende, schematische Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur einen
axialen Schnitt durch eine Koaxialcigarette zeigt.
[0017] Die allgemein durch das Bezugszeichen 10 angedeutete Koaxialcigarette weist einen
Strangteil 12 auf, an den mit den üblichen Fertigungstechniken ein Koaxialfilter 15
angesetzt ist. Der Strangteil 12 enthält einen Innenkern 14 mit einer Umhüllung 16
sowie einen Außenkern 18 mit einer Umhüllung 20.
[0018] In ähnlicher Weise besteht der Koaxialfilter 15 aus einem Filterkern 22 mit einer
Umhüllung 24 und einem Filtermantel 26 mit einer Umhüllung 28.
[0019] Der Koaxialfilter 15 ist ventiliert, wie noch erläutert werden soll; das Ventilationsmittel
ist als Linie von punktförmigen Ventilationsöffnungen 30 angedeutet, die sich über
den Umfang des Koaxialfilters 15 erstrecken.
[0020] Der Innenkern 14 des Strangteils 12 hat einen Durchmesser von 3 bis 5 mm, während
der Durchmesser des Außenmantels 18 des Strangteils 12 maximal 8 mm beträgt, so daß
dieser Strangteil 12 etwa dem üblichen Durchmesser "normaler" Cigaretten entspricht.
[0021] Der Innenkern 14 besteht aus einer porösen Trägersubstanz mit hoher Aufnahmefähigkeit
für die auch als "Casing" bezeichnete Kombination von Aroma- und/oder Flavour-Stoffen,
die im allgemeinen in Lösungsmitteln vorliegen und Zucker, Feuchthaltemittel und ähnliche
Substanzen enthalten; es wird auch von "Soßieren" gesprochen; dieses "Casing" wird
dem Tabakmaterial vor dem Schneiden zugesetzt.
[0022] Bezogen auf die Trägersubstanz soll die Aufnahmefähigkeit für "Casing" größer als
3 Gew.-%-Zugabe sein.
[0023] Eine bevorzugte Trägersubstanz ist Tabakmaterial, z.B. Schnittabak, Tabakfolie oder
extrudierter Tabak; es kommen aber auch thermisch zersetzbare Nicht-Tabakmaterialien
in Frage. Wichtig ist, daß die Trägersubstanz des Innenkerns 14 weitgehend rückstandsfrei
verglimmt.
[0024] Die entstehenden Rückstände sollten winzig sein; es besteht deshalb die Möglichkeit,
der Trägersubstanz des Innenkerns 14 Glasfasern oder andere Mineral-Fasern zuzusetzen,
um hier bereits eine gewisse Filterwirkung zu erzeugen.
[0025] Falls der Innenkern 14 Tabakmaterial enthält, muß dieses einen hohen Aromagehalt
und/oder ein hohes Kondensatpotential sowie ein niedriges Kohlenmonoxid-Potential
haben.
[0026] Die Umhüllung 16 des Innenkerns 14 des Strangteils 12 hat eine vergleichsweise geringe
Porösität. Als Umhüllung 16 kommt insbesondere Cigarettenpapier in Frage, und zwar
zweckmäßigerweise ein Cigarettenpapier, das zumindest teilweise aus Tabakrohstoff
besteht.
[0027] Als Alternative kann die Umhüllung 16 des Innenkerns 14 auch aus Tabakfolien oder
anderen Naturstoff-Folien hergestellt werden.
[0028] Der Außenmantel 18 des Strangteils 12 besteht aus Tabakmaterialien und/oder Nicht-Tabakmaterialien
mit niedrigem Kondensatpotential und mit hoher Füllfähigkeit mit einer Packungsdichte
von höchstens 220 mg/ml.
[0029] Als äußere Umhüllung 20 des Außenmantels 18 wird poröses Cigarettenpapier mit einer
Luftdurchlässigkeit eingesetzt, die größer als 30 CU (
Coresta
Units = cm³/min × cm² × 100 mm WS) ist.
[0030] Wichtig ist, daß die innere Umhüllung 16 des Innenkerns 14 und die äußere Umhüllung
20 des Außenmantels 18 des Strangteils 12 mit im allgemeinen unterschiedlichen Glimmsalzen
und Glimmsalz-Konzentrationen als Additiven beaufschlagt werden, und zwar entweder
gleichmäßig über ihre gesamte Fläche oder als Glimmsalz-Muster; dabei kann jeweils
ein bestimmtes Glimmsalz oder ein Gemisch aus mehreren unterschiedlichen Glimmsalzen
eingesetzt werden.
[0031] Die Glimmsalzmenge für die innere Umhüllung 16 bzw. äußere Umhüllung 20 muß so abgestimmt
werden, daß sich insgesamt für Innenkern 14 und Außenmantel 18 eine Glimmgeschwindigkeit
ergibt, die einen hinreichenden gleichförmigen Massenumsatz für Innenkern 14 und Außenmantel
18 des Strangteils 12 gewährleistet. Es muß insbesondere ausgeschlossen werden, daß
wegen lokal hoher Glimmgeschwindigkeiten Hohlräume oder ähnliche Defekte entstehen.
[0032] Der Zugwiderstand des Innenkerns 14 des Strangteils 12 muß niedriger als der Zugwiderstand
des Außenmantels 18 des Tabakstrangs 12 sein.
[0033] Der Außendurchmesser des Koaxialfilters 15 entspricht dem Außendurchmesser des Strangteils
12, d.h., beträgt maximal 8 mm.
[0034] Der Durchmesser des Filterkerns 22 entspricht etwa dem Durchmesser des Innenkerns
14 des Strangteils, sollte jedoch nach einer bevorzugten Ausführungsform etwa 0,1
bis 1 mm kleiner als dieser sein, wie in der Figur angedeutet ist, um auf diese Weise
auszuschließen, daß Rauch von dem Außenmantel 18 in den Filterkern 22 gelangen kann.
[0035] Der Koaxialfilter 15 ist ventiliert und hat einen Ventilationsgrad von 50 bis 80%.
[0036] Zu diesem Zweck wird als äußere Umhüllung 28 ein hochporöses Umhüllungs- und hochporöses
Belag-Papier mit zusätzlicher, laser-perforierter Ventilationszone 30 zumindest durch
das Belagpapier eingesetzt. Wird die Ventilationszone, wie dargestellt, durch eine
in Umfangsrichtung verlaufende Linie von punktförmigen Ventilationsöffnungen 30 gebildet,
so sollte die Linie der Öffnungen 30 einen Abstand von mindestens 10 mm vom mundseitigen
Ende des Koaxialfilters 15 haben.
[0037] Die Länge des Koaxialfilters 15 sollte im Bereich von 21 bis 30 mm liegen. Dementsprechend
wäre die Ventilationszone 30 mindestens 9 mm von der dem Strangteil 12 zugewandten
Stirnfläche des Koaxialfilters 15 entfernt, wobei angestrebt wird, einen möglichst
kleinen Abstand zur mundseitigen Stirnfläche einzuhalten.
[0038] Wenn der Abstand zwischen der mundseitigen Stirnfläche des Koaxialfilters 15 und
der Ventilations-Zone 30 mit l₁, die Breite der Ventilationszone 30 mit Δ l, die Länge
des Koaxialfilters 15 mit l
F und der Abstand zwischen der Ventilationszone 30 und der dem Strangteil 12 zugewandten
Stirnfläche des Koaxialfilters 15 mit l₂ bezeichnet werden, dann gilt
[0039] Wie erwähnt, ist die Umhüllung 28 des Filtermantels 26 porös und besteht aus einem
Umhüllungs- und einem Belagpapier. Das Belagpapier sollte eine Porösität von mehr
als 5000 CU und das Umhüllungspapier eine Porösität von mehr als 10000 CU haben.
[0040] Als Materialien für die beiden Filterzonen, nämlich für den Filterkern 22 und den
Filtermantel 26, kommen die üblichen Filtermaterialien in Frage, wie sie derzeit in
der Cigarettenindustrie eingesetzt werden.
[0041] Als Alternative hierzu kann der Filterkern 22 aus porösen Trägermaterialien mit großer
spezifischer Oberfläche bestehen, insbesondere geschäumten, extrudierten, gesinterten,
gepreßten oder geformten Materialien wie beispielsweise Kohle, Tabak- oder Nicht-Tabakmaterialien.
Bei dieser Variante besteht der Filtermantel 26 wieder aus den üblichen Filtermaterialien.
[0042] Bei beiden Varianten sollten die Trägermaterialien für den Filterkern 22 Additive
enthalten, nämlich einmal die üblichen Additive, wie beispielsweise Triacetin, Flavour-
bzw. Aroma-Stoffe und/oder geschmacklich weitgehend neutrale Stoffe mit hohem Transferkoeffizienten
in den Kernrauch.
[0043] Der Filterkern 22 ist von einer luftundurchlässigen Umhüllung 24 umgeben, die beispielsweise
aus nicht porösem Filterpapier bestehen kann.
[0044] Für die beiden Filterzonen 22, 26 können die folgenden Kennzahlen angegeben werden:
[0045] Das Verhältnis der spezifischen Zugwiderstände des Filtermantels 26 zu dem des Filterkerns
22 beträgt "geschlossen gemessen", also ohne Berücksichtigung der Ventilation, mindestens
1,4.
[0046] Der periphere Filtermantel 26 hat, bezogen auf den peripheren Rauchstrom, zusammen
mit der Ventilation über die Ventilationsöffnungen 30 einen Reduzierungsgrad von mindestens
90%; und der Filterkern 22 hat, bezogen auf den Kernrauch, eine Filterwirksamkeit
von höchstens 40%.
[0047] Bei der beschriebenen Koaxialcigarette 10 entstehen also Verbrennungsprodukte sowohl
im Innenkern 14 als auch im Außenmantel 18 des Strangteils 12. Während eines Zuges
stammen die Verbrennungsprodukte im wesentlichen nur aus dem Außenmantel 18 des Strangteils
12, so daß fast alle Verbrennungsprodukte auf getrennten Bahnen geleitet, durch den
Koaxialfilter 15 geführt und dadurch gezielt so beeinflußt werden können, daß sich
ohne Beeinträchtigung des Geschmacks nur wenig Kondensat ergibt, das weitgehend frei
von den sonst üblichen Verbrennungsprodukten ist.
1. Koaxialcigarette
a) mit einem Innenkern aus einem weitgehend rückstandsfrei verglimmenden Material,
insbesondere Tabakmaterial,
b) mit einer Umhüllung für den Innenkern,
c) mit einem den Innenkern bzw. seine Umhüllung koaxial umgebenden Außenmantel aus
einem Tabak- und/oder Nichttabakmaterial, mit
d) einer Umhüllung für den Außenmantel,
e) mit einem ventilierten Koaxialfilter (15),
e1) mit einem Filterkern (22), dessen Innendurchmesser etwa dem Durchmesser des Innenkerns
(14) entspricht, und
e2) mit einem Filtermantel (26), und
f) mit einer luftundurchlässigen Umhüllung (24) für den Filterkern (22), gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
g) der Filtermantel (26) hat eine luftdurchlässige Umhüllung (28);
h) die Umhüllung (16) des Innenkerns (14) und die Umhüllung (20) des Außenmantels
(18) sind mit Glimmsalzen versehen; und
i) der Zugwiderstand des Innenkerns (14) ist niedriger als der Zugwiderstand des Außenmantels
(18).
2. Koaxialcigarette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilation des
Koaxialfilters (15) 50 bis 80% beträgt.
3. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innendurchmesser des Filterkerns (22) etwas kleiner als der Innendurchmesser des
Innenkerns (14) ist.
4. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umüllung (24) des Filterkerns (22) aus einem luftundurchlässigen Cigarettenpapier
besteht.
5. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennezeichnet, daß
die Umhüllung (28) des Filtermantels (26) aus einem hochporösen Umhüllungs-Papier
und einem hochporösen Belagpapier mit zusätzlicher laserperforierter Ventilationszone
(30) zumindest durch das Belagpapier besteht.
6. Koaxialcigarette nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Porösität des
Belagpapiers mindestens 5000 CU und die Porösität des Umhüllungspapiers mindestens
10000 CU betragen.
7. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Filterkern (22) aus porösen Trägermaterialien mit großer spezifischer Oberfläche
besteht.
8. Koaxialcigarette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterialien
geschäumte, extrudierte, gesinterte, gepreßte oder geformte Materialien wie z.B. Kohle,
Tabak- oder Nicht-Tabakmaterialien verwendet werden.
9. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Filtermaterialien des Filterkerns (22) und/oder des Filtermantels (26) mit Additiven
versetzt sind.
10. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis der spezifischen Zugwiderstände des Filtermantels (26) zu dem des Filterkerns
(22) ohne Berücksichtigung der Ventilation mindestens 1,4 beträgt.
11. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Filtermantel (26), bezogen auf den peripheren Rauchstrom, zusammen mit der vorgesehenen
Ventilation einen Reduzierungsgrad von mindestens 90% hat.
12. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Filterkern (22), bezogen auf den Kernrauch, eine Filterwirksamkeit von höchstens
40% hat.
13. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innenkern (14) eine poröse Trägersubstanz mit hoher Aufnahmefähigkeit für Aroma-
und/oder Geschmacksstoffe bzw. Flavour-Stoffe enthält.
14. Koaxialcigarette nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägersubstanz
Tabakmaterial und/oder thermisch zersetzbares Nicht-Tabakmaterial verwendet werden.
15. Koaxialcigarette nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tabakmaterial
mit hohem Aromagehalt und/oder hohem Kondensatpotential sowie niedrigem Kohlenmonoxid-Potential
verwendet wird.
16. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umhüllung (16) des Innenkerns (14) leicht porös ist.
17. Koaxialcigarette nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (16)
des Innenkerns (14) aus Cigarettenpapier, Tabakfolien oder anderen Naturstoffolien
besteht.
18. Koaxialcigarette nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Cigarettenpapier
zumindest teilweise Tabakrohstoff enthält.
19. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außenmantel (18) Tabakmaterialien und/oder Nicht-Tabakmaterialien mit niedrigem
Kondensatpotential und mit hoher Füllfähigkeit enthält.
20. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umhüllung (20) des Außenmantels (18) aus porösem Cigarettenpapier mit einer Luftdurchlässigkeit
von mehr als 30 CU besteht.
1. A coaxial cigarette comprising
a) an inner core of a material which glows substantially residue-free, in particular
tobacco material,
b) a wrapper for the inner core,
c) an outer jacket of a tobacco and/or non-tobacco material which coaxially surrounds
the inner core or its wrapper respectively,
d) a wrapper for the outer jacket,
e) a ventilated coaxial filter (15) comprising
e1) a filter core (22), the internal diameter of which corresponds substantially to
the diameter of the inner core (14), and
e2) a filter jacket (26),
f) an air-impermeable wrapper (24) for the filter core (22) characterized by the following features:
g) the filter jacket (26) has an air-permeable wrapper (28);
h) the wrapper (16) of the inner core (14) and the wrapper (20) of the outer jacket
(18) are provided with glowing or burning agents; and
i) the draw resistance of the inner core (14) is lower than the draw resistance of
the outer jacket (18).
2. A coaxial cigarette according to claim 1, characterized in that the ventilation
of the coaxial filter (15) is 50 to 80%.
3. A coaxial cigarette according to any of claims 1 or 2, characterized in that the
internal diameter of the filter core (22) is somewhat smaller than the internal diameter
of the inner core (14).
4. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 3, characterized in that the
wrapper (24) of the filter core (22) consists of an air-impermeable cigarette paper.
5. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 4, characterized in that the
wrapper (28) of the filter jacket (26) consists of a highly porous wrapper paper and
a highly porous tipping paper with an additional laser-perforated ventilation zone
(30) at least through the tipping paper.
6. A coaxial cigarette according to claim 5, characterized in that the porosity of
the tipping paper is at least 5000 CU and the porosity of the wrapper paper is at
least 10000 CU.
7. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 6, characterized in that the
filter core (22) consists of porous carrier materials with large specific surface
area.
8. A coaxial cigarette according to claim 7, characterized in that as carrier materials
foamed, extruded, sintered, pressed or molded materials are employed, for example
coal, tobacco or non-tobacco materials.
9. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 8, characterized in that the
filter materials of the filter core (22) and/or of the filter jacket (26) are provided
with additives.
10. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 9, characterized in that the
ratio of the specific draw resistances of the filter jacket (26) to that of the filter
core (22) is at least 1.4 without considering ventilation.
11. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 10, characterized in that
the filter jacket (26), with respect to the peripheral smoke stream, has a reduction
rate of at least 90% together with the ventilation provided.
12. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 11, characterized in that
the filter core (22), with respect to the core smoke, has a filter efficiency of at
the most 40%.
13. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 12, characterized in that
the inner core (14) contains a porous carrier substance with high absorbability for
aroma and/or flavouring substances.
14. A coaxial cigarette according to claim 13, characterized in that as carrier substances
tobacco material and/or thermally decomposable non-tobacco material is used.
15. A coaxial cigarette according to claim 14, characterized in that a tobacco material
of high aroma content and/or high condensate potential and low carbon monoxide potential
is used.
16. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 15, characterized in that
the wrapper (16) of the inner core (14) is slightly porous.
17. A coaxial cigarette according to claim 16, characterized in that the wrapper (16)
of the inner core (14) consists of cigarette paper, tobacco foils or other sheets
or foils of natural materials.
18. A coaxial cigarette according to claim 17, characterized in that the cigarette
paper contains at least partially tobacco raw material.
19. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 18, characterized in that
the outer jacket (18) contains tobacco materials and/or non-tobacco materials of low
condensate potential and high filling capacity.
20. A coaxial cigarette according to any of claims 1 to 19, characterized in that
the wrapper (20) of the outer jacket (18) consists of porous cigarette paper having
an air permeability of more than 30 CU.
1. Cigarette coaxiale comprenant
a) une garniture intérieure en une matière, en particulier une matière à base de tabac,
qui se consume en ne laissant pratiquement pas de résidu,
b) une gaine pour la garniture intérieure,
c) une enveloppe extérieure en matière de tabac et/ou en matière autre que le tabac,
qui enveloppe coaxialement la garniture intérieure ou sa gaine,
d) une gaine pour l'enveloppe extérieure,
e) un filtre coaxial (15) ventilé pourvu
e1) d'une garniture de filtre (22), dont le diamètre intérieur correspond à peu près
au diamètre de la garniture intérieure (14), et
e2) d'une enveloppe de filtre (26), et
f) une gaine (24) imperméable à l'air pour la garniture de filtre (22),
g) l'enveloppe de filtre (26) possède une gaine (28) perméable à l'air;
h) la gaine (16) de la garniture intérieure (14) et la gaine (20) de l'enveloppe extérieure
(18) sont pourvues de sels de combustion et
i) la résistance à la traction de la garniture intérieure (14) est plus faible que
la résistance à la traction de l'enveloppe extérieure (18).
2. Cigarette coaxiale selon la revendication 1, caractérisée en ce que la ventilation
du filtre coaxial (15) est de l'ordre de 50 à 80%.
3. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que
le diamètre intérieur de la garniture de filtre (22) est un peu plus petit que le
diamètre intérieur de la garniture intérieure (14).
4. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que
la gaine (24) de la garniture de filtre (22) est réalisée en papier à cigarettes imperméable
à l'air.
5. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que
la gaine (28) de l'enveloppe de filtre (26) est réalisée en papier d'enveloppement
hautement poreux et en papier de revêtement hautement poreux avec une zone de ventilation
(30) supplémentaire à perforation laser, du moins au-travers du papier de revêtement.
6. Cigarette coaxiale selon la revendications 5, caractérisée en ce que la porosité
du papier de revêtement est d'au moins 5000 CU et celle du papier d'enveloppement
d'au moins 10000 CU.
7. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
la garniture de filtre (22) se compose de matières de support à grande surface spécifique.
8. Cigarette coaxiale selon la revendication 7, caractérisée en ce que des matières
moussées, extrudées, frittées, pressées ou moulées, comme par exemple du charbon,
des matières à base de tabac ou des matières autres que le tabac, sont mises en oeuvre
comme matières de support.
9. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que
les matières filtrantes de la garnitures de filtre (22) et/ou de l'enveloppe de filtre
(26) sont mélangées à des additifs.
10. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que
le rapport des résistances à la traction spécifiques entre l'enveloppe de filtre (26)
et celle de la garniture de filtre (22) est d'au moins 1,4, sans que la ventilation
soit prise en considération.
11. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que
l'enveloppe de filtre (26) combinée à la ventilation prévue présente un facteur de
réduction d'au moins 90%, rapportée à l'écoulement de fumée périphérique.
12. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que
la garniture de filtre (22) présente une efficacité de filtrage d'au maximum 40%,
rapportée à la fumée sortant de la garniture.
13. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que
la garniture intérieure (14) contient une substance-support poreuse à haute capacité
d'absorption d'agents aromatiques et/ou de goût ou de saveur.
14. Cigarette coaxiale selon la revendication 13, caractérisée en ce que qu'une matière
à base de tabac et/ou une matière autre que du tabac, à dégradation thermique, sont
utilisées comme substance-support.
15. Cigarette coaxiale selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'un tabac à
haute teneur en arômes et/ou haut potentiel de condensat et à faible potentiel de
monoxyde de carbone est utilisé.
16. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que
la gaine (16) de la garniture intérieure (14) est légèrement poreuse.
17. Cigarette coaxiale selon la revendication 16, caractérisée en ce que la gaine
(16) de la garniture intérieure (14) se compose de papier à cigarettes, de feuilles
de tabac ou de feuilles d'autres produits naturels.
18. Cigarette coaxiale selon la revendication 17, caractérisée en ce que le papier
à cigarettes contient, du moins partiellement, du tabac brut.
19. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que
l'enveloppe extérieure (18) contient des matières à base de tabac et/ou autres que
le tabac à bas potentiel de condensat et à haute capacité de remplissage.
20. Cigarette coaxiale selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisée en ce que
la gaine (20) de l'enveloppe extérieure (18) se compose de papier à cigarettes poreux
présentant une perméabilité à l'air supérieurs à 30 CU.
