(19)
(11) EP 0 321 839 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.11.1992  Patentblatt  1992/46

(21) Anmeldenummer: 88120873.0

(22) Anmeldetag:  14.12.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5G03C 7/42

(54)

Bleichbäder mit bleichbeschleunigenden Substanzen

Bleaching bath with bleach accelerating substances

Bain de blanchiment avec des substances accélérant le blanchiment


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB

(30) Priorität: 23.12.1987 DE 3743783

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.06.1989  Patentblatt  1989/26

(73) Patentinhaber: Agfa-Gevaert AG
51373 Leverkusen (DE)

(72) Erfinder:
  • Bergthaller, Peter, Dr.
    D-5060 Bergisch Gladbach 2 (DE)
  • Häseler, Helmut
    D-5090 Leverkusen 1 (DE)
  • Meckl, Heinz, Dr.
    D-5060 Bergisch Gladbach 2 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 054 415
US-A- 4 631 253
DE-A- 3 500 499
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft Bleichbäder zur Verarbeitung eines belichteten farbfotografischen lichtempfindlichen Silberhalogenidmaterials, bei dem die Bleichfunktion beschleunigt ist, wodurch die Verarbeitungszeit abgekürzt wird und auch schwerbleichbares Bildsilber vollständig gebleicht werden kann. Bei Umkehrmaterialien werden die Minimaldichten verringert.

    [0002] Die grundlegenden Stufen der Verarbeitung von lichtempfindlichen Farbmaterialien umfassen allgemein eine Farbentwicklungsstufe und eine Silber-Entfernungsstufe. Bei Umkehrmaterialien kommen noch eine vorgeschaltete Schwarz/Weiß-Entwicklung und eine Zweitbelichtung hinzu.
    In der letzten Stufe wird das bei der Entwicklung erzeugte Silber mit einem Bleichmittel oxidiert und mit einem Fixiermittel gelöst.

    [0003] Die Entfernung des Silbers kann zweistufig mit einem Bleichbad und einem Fixierbad oder einstufig mit einem Bleich-Fixier-Bad durchgeführt werden.

    [0004] Die Bleichverarbeitung wird überwiegend unter Verwendung eines Eisen(III)-ionenkomplexsalzes (zum Beispiel Aminopolycarbonsäure-Eisen(III)-komplexsalz, insbesondere Eisen(III)-ethylendiamintetraacetat-komplexsalz) durchgeführt. Auch Iodosoverbindungen, Persulfate, Kobalt(III)ionenkomplexsalze sowie Cer-IV-ionenkomplexsalze sind geeignet.

    [0005] Jedoch weisen Eisen(III)-ionenkomplexsalze eine vergleichsweise geringe Oxidationskraft auf. Es bestand daher ein Bedürfnis, die Bleichkraft einer Bleichlösung oder Bleich-Fixier-Lösung, die ein Bleichmittel mit geringer Bleichkraft, insbesondere ein Eisen(III)-ionenkomplexsalz enthält, zu erhöhen.

    [0006] Um die Bleichkraft einer Bleichlösung oder Bleich-Fixier-Lösung, die ein Eisen(III)-ionkomplexsalz wie Eisen(III)-ethylendiamintetraacetat als Bleichmittel enthält, zu erhöhen wurde vorgeschlagen, verschiedene Bleichbeschleuniger dem Verarbeitungsbad zuzusetzen.

    [0007] Beispiele für solche Bleichbeschleuniger umfassen Thioharnstoffderivate, (JP-OS 8506/70, US-PS 3 706 561), Selenoharnstoffderivate (JP-OS 280/71), Mercaptoverbindungen mit fünfgliedrigem Ring (GB-PS 1 138 842), Thiazolderivate und Thiadiazolderivate (CH-PS 336 257). Außerdem worden 5-Mercaptotetrazole als beschleunigende Mittel für die Entfernung von Silber in einer Bleich-Fixier-Lösung verwendet (GB- PS 1 138 842). Jedoch weisen diese Verbindungen eine schwache beschleunigende Kraft, geringe Löslichkeit oder mangelnde Stabilität in der Verarbeitungslösung auf.

    [0008] DE-OS 3 518 257 beschreibt die bleichbeschleunigende Wirkung von Verbindungen der Formeln


    wobei R¹⁹ bis R²⁰ Wasserstoff, Alkyl, Acyl oder gemeinsam die restlichen Glieder eines Ringes, m und l eine ganze Zahl 1 bis 3 bedeuten.

    [0009] Auch diese Verbindungen zeigen nur eine mäßige bleichbeschleunigende Wirkung und sind für Color-Umkehrmaterialien, insbesondere für Color-Umkehrpapier wenig geeignet.

    [0010] Bei der Colorumkehrpapier-Verarbeitung werden nach der Erstentwicklung, der Zweitbelichtung und der Farbentwicklung zur Silberentfernung aus dem Papier üblicherweise Bleichfixierbäder auf Basis Eisen-III-EDTA benutzt. Im Gegensatz zur Colornegativpapier-Verarbeitung sind hierbei Zusätze von Bleichbeschleunigern zum Bleichfixierbad erforderlich, um das Bleichen ausreichend schnell und vollständig zu bewirken. Dazu werden Verbindungen wie 3-Mercapto-1,2,4-triazol oder 5-Amino-2-mercapto-1,3,4-triadiazol mit Erfolg benutzt.

    [0011] Aber auch bei Colornegativpapier hat sich der Einsatz von Bleichbeschleunigern im Bleichfixierbad als zweckmäßig erwiesen. Bei unzureichendem Bleichen verbleiben Restsilbermengen in den Materialien, was bei dem meist IR-gesteuerten Schneidegerät zu Fehlinformationen führen kann, durch die der Bildstreifen nicht zwischen den Bildern sondern mitten durch die Bilder geschnitten wird.

    [0012] Benutzt man statt eines Bleichfixierbades zwei getrennte Bäder, nämlich Bleichbad und Fixierbad, was wegen der leichteren Rückgewinnungsmöglichkeit des gelösten Silbers vorteilhaft sein kann, lassen sich diese Bleichbeschleuniger nicht benutzen, weil sie im Bleichbad keine ausreichende, beschleunigende Wirkung mehr haben, und weil sie teilweise nicht ausreichend löslich sind oder Sedimente verursachen. Ohne Bleichbeschleuniger zeigen die unzureichend gebleichten Photopapiere in den dunklen Bildpartien erhebliche Restsilbergehalte, die auch durch eine längere Badverweilzeit nicht wesentlich verringert werden können.

    [0013] Bei der Colorumkehrpapier-Verarbeitung ist üblicherweise in den Verarbeitungsmaschinen die Zahl der Chemikalien-und Wassertanks begrenzt. Bei getrenntem Bleichen und Fixieren erhöht sich die erforderliche Tankzahl ohnehin um 2, ein zusätzliches Conditionierbad, wie es beim Umkehrfilm gebräuchlich ist, weil sich das üblicherweise verwendetet Conditioniermittel Thioglyzerin im Bleichbad sehr schnell zersetzt, würde sie um 3 Tanks erhöhen. Das ist in vielen Fällen ohne kostpielige Maschinenumbauten nicht möglich. Um die Zahl der Tanks möglichst gering zu halten, ist man deshalb bestrebt, ein zusätzliches Conditionierbad zu vermeiden.

    [0014] Es besteht deshalb Interesse an Zusätzen zu Bleichbädern, die so stark bleichbeschleunigend wirken, daß innerhalb der üblichen Bleichzeiten (1 bis 5 min) auf den Colorumkehrpapieren reine Weißen entstehen, und die zudem ausreichend beständig in den üblichen Eisen-III-EDTA-Bleichbädern sind.

    [0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Bleich- bzw. Bleichfixierbädern, vorzugsweise Bleichbädern, die stabil sind und eine ausgezeichnete Bleichgeschwindigkeit aufweisen und kein Sediment bilden. Sie sollen bei Umkehrmaterialien bei den üblichen Verarbeitungszeiten für niedrige Minimaldichten und bei Colornegativpapieren für vollständige Bleichung des Restsilbers in den Schwärzen sorgen. Dabei sollen andere photographische Eigenschaften nicht verschlechtert werden.

    [0016] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man Bleich- oder Bleichfixierbädern, die ein Eisen(III)-ionenkomplexsalz als Bleichmittel enthalten, eine 5- bis 7-gliedrige heterocyclische, wenigstens ein N- und wenigstens ein weiteres Heteroatom aus der Reihe O, N, S enthaltende Verbindung, die durch -S substituiert ist und an einem quartären Ringstickstoffatom eine positive Ladung trägt, derart angeordnet, daß ein tautomerer Ladungsausgleich zu einer neutralen Thionform nicht möglich ist, zusetzt.

    [0017] Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel I


    in der
    C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, C₁-C₈-Dialkylamino, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    Amino, Acylamino, C₁-C₈-Dialkylamino, Sulfonamido, Sulfamoylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, C₁-C₃-Alkoxy-C₁-C₅-alkyl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    bedeuten, wobei R¹ und R² bzw. R² und R³ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können.

    [0018] Weiterhin bevorzugt sind Verbindungen der Formeln II und III,


    in denen
    R⁴
    C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    R⁵
    Wasserstoff, Di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    bedeuten, wobei R⁴ und R⁵ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können;
    sowie der Formel IV


    in der
    R⁶
    C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    R⁷
    Wasserstoff, Di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    bedeuten, wobei R⁶ und R⁷ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können;
    der Formel V


    in der
    R⁸
    C₁-C₈ Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂ Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    R⁹ und R¹⁰
    Wasserstoff, C₁-C₈ Alkyl, C₂-C₈ Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    bedeuten, wobei R⁸ und R⁹ bzw. R⁸ und R¹⁰ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können,
    der Formel VI


    in der
    R¹¹ und R¹³
    C₁-C₈ Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂ Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend
    R¹² und R¹⁴
    Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈ Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂ Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,
    bedeuten, wobei R¹¹ und R¹⁴ bzw. R¹¹ und R¹² bzw. R¹² und R¹³ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können,
    und der Formel


    in der
    R¹⁹ und R²⁰
    C₁-C₃-Alkyl,
    R²¹
    Waserstoff und Methyl bedeuten.


    [0019] Sulfonamido steht für Verbindungen der allgemeinen Formel R¹⁵-SO₂-NH-, wobei R¹⁵ Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₅-C₇-Cycloalkyl, C₆-C₁₂-Aryl oder Heteroaryl bedeutet.

    [0020] Sulfamoylamino steht für Verbindungen der allgemeinen Formel R¹⁶R¹⁷N-SO₂-NH-, wobei R¹⁶ und R¹⁷ gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₆-C₁₂-Aryl oder Heteroaryl bedeuten.

    [0021] Acylamino steht für Verbindungen der allgemeinen Formel R¹⁸-CO-NH-, wobei R¹⁸ Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₅-C₇-Cycloalkyl, C₆-C₁₂-Aryl oder Heteroaryl bedeutet.

    [0022] Heteroaryl steht im allgemeinen für einen fünf- oder sechsgliedrigen gegebenenfalls benzokondensierten heteroaromatischen Ring, der 1 bis 3 Heteroatome aus der Reihe N, O und S enthält.

    [0023] Unter hydrophilierender Gruppe werden folgende Strukturen verstanden: COOH, SO₃H, PO(OH)₂, CH₂OH, -(O-CH₂-CH₂)₂₋₂₀-OH.

    [0024] Im folgenden sind geeignete Verbindungen dargestellt

    .





    [0025] Triazoliumthiolate gemäß Formel I sind aus US 4 631 253 bekannt und die gängigen Darstellungsmethoden sind dort beschrieben. Beispiele für Thiadiazoliumthiolate gemäß den Formeln II und III und deren Darstellung sind aus Grashey, Baumann und Lubos, Tetrahedron Letters 1968, 5881 und Kier, Scott, J. Heterocycl. Chem. 5, 277, (1968) zu entnehmen. Die Oxadiazoliumthiolate gemäß der Formeln IV sind von McCarthy, Ollis und Ramsden in J. Chem. Soc., Perkin Trans. I 1974, 627 beschrieben. Thiazoliumthiolate der Formel V und Imidozoliumthiolate der Formel VI sind durch Huisgen et al in THL 1967, 1809 - 14 veröffentlicht.

    [0026] Beispiele für Triazoliumthiolate gemäß Formel VII sind in Begtrup, Tetrahedron Letters 19, S. 1578 (1971) zu finden.

    [0027] Die Menge der erfindungsgemäßen Verbindung in den Bleich- und Bleichfixierbädern variiert je nach der Art der Verarbeitungslösung, der Art des zu verarbeitenden photographischen Materials, der Verarbeitungstemperatur, der zur Durchführung der gewünschten Verarbeitung benötigten Zeit, usw. Jedoch ist eine Menge von 1 x 10⁻⁵ bis 1 Mol pro Liter Bleich- bzw. Bleichfixierbad geeignet, wobei 1 x 10⁻³ bis 1 x 10⁻¹ Mol bevorzugt sind. Im allgemeinen wird der jeweils beste Bereich durch einfache Vorversuche bestimmt. Die erfindungsgemäß zu verwendende Verbindung kann dem Bleich- oder Bleichfixierbad direkt zugesetzt oder durch ein vorgeschaltetes Conditionierbad eingebracht werden.

    [0028] Die erfindungsgemäßen Bleichbäder können auch bei Schnellverarbeitungsprozeßen mit Entwicklungszeiten unter 60 Sekunden verwendet werden, wobei die dort eingesetzten farbfotografischen Aufzeichnungsmaterialien chloridreiche Silberhalogenidemulsionsschichten aufweisen (mindestens 80 Mol% AgCl).

    [0029] Als Eisen(III)-ionenkomplexsalze eignen sich Komplexe von Eisen(III)-ionen und einem chelatbildenden Mittel wie einer Aminopolycarbonsäure, einer Aminopolyphosphonsäure oder einem Salz davon, insbesondere einem Alkalimetallsalz oder Ammoniumsalz.

    [0030] Typische Beispiele chelatbildender Mittel sind Ethylendiamintetraessigsäure; Dinatriumethylendiamintetraacetat; Diammoniumethylendiamintetraacetat; Tetra(trimethylammonium)-ethylendiamintetraacetat; Tetrakaliumethylendiamintetraacetat; Tetranatriumethylendiamintetraacetat; Trinatriumethylendiamintetraacetat; Diethylentriaminpentaessigsäure; Pentanatriumdiethylentriaminpentaacetat; Ethylendiamin-N-(β-hydroxyethyl)-N,N′,N′-triessigsäure; Trinatrium ethylendiamin-N-(β-hydroxyethyl)-N,N′,N′-triacetat; Triammoniumethylendiamin-N-(β-hydroxyethyl)-N,N′,N′-triacetat; Propylendiamintetraessigsäure; Dinatriumpropylendiamintetraacetat; Nitrilotriessigsäure; Trinatriumnitrilotriacetat; Cyclohexandiamintetraessigsäure; Dinatriumcyclohexandiamintetraacetat; Nitrilotriessigsäure; Trinatriumnitrilotriacetat; Cyclohexandiamintetraessigsäure; Dinatriumcyclohexandiamintetraacetat; Iminodiessigsäure; Dihydroxyethylglycin; Ethylether-diamintetraessigsäure; Glykoletherdiamintetraessigsäure; Ethylendiamintetrapropionsäure; Phenylendiamintetraessigsäure; 1,3-Diaminopropanol-N,N,N′,N′-tetramethylenphosphonsäure; Ethylendiamin-N,N,N′,N′-tetramethylenphosphonsäure; 1,3-Propylendiamin-N,N,N′,N′-tetramethylenphosphonsäure, usw.

    [0031] Das Eisen(III)-ionenkomplexsalz kann in der Form des Komplexsalzes verwendet oder in situ in dem Bleich- oder Bleichfixierbad hergestellt werden. Geeignete Kationen sind Alkalikationen und Ammonium; letzteres ist bevorzugt.

    [0032] Die erfindungsgemäße Bleichlösung kann rehalogenierende Mittel wie Bromide (z.B. Kaliumbromid, Natriumbromid, Ammoniumbromid, usw.), Chloride (z.B. Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Ammoniumchlorid, usw.) und dergleichen zusätzlich zu den Bleichmitteln enthalten. Darüber hinaus können Zusätze, die eine pH-Pufferwirkung haben, wie anorganische Säuren, organische Säuren oder die Salze davon, die zur Verwendung in üblichen Bleichlösungen bekannt sind(z.B. Borsäure, Borax, Natriummetaborat, Essigsäure, Natriumacetat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Phosphorige-Säure, Phosphorsäure, Natriumphosphat, Zitronensäure, Natriumzitrat, Weinsäure, usw.) zugesetzt werden.

    [0033] Der pH-Wert der Bleichlösung beträgt vorzugsweise 3,0 bis 8,0, insbesondere 4,0 bis 7,0.

    [0034] Bei Verwendung in einem Bleich-Fixier-Bad können übliche Fixiermittel, d.h. wasserlösliche, Silberhalogenid auflösende Mittel, wie Thiosulfat (z.B. Natriumthiosulfat, Ammoniumthiosulfat, Ammoniumnatriumthiosulfat, Kaliumthiosulfat, usw.); Thiocyanate (z.B. Natriumthiocyanat; Ammoniumthiocyanat; Kaliumthiocyanat, usw.); Thioetherverbindungen (z.B. Ethylenbisthioglykolsäure, 3,6-Di-thia-1,8-octandiol, usw.); und Thioharnstoffe allein oder in einer Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden. Zusätzlich können spezielle Bleich-Fixier-Mittel, die eine Kombination eines Fixiermittels und eine große Menge einer Halogenidverbindung wie Kaliumjodid enthalten, ebenfalls verwendet werden.

    [0035] In der Bleich-Fixier-Zusammensetzung ist das Eisen(III)-ionenkomplexsalz üblicherweise in einer Menge von 0,1 bis 1 Mol/l vorhanden. Die Menge des Fixiermittels beträgt im allgemeinen 0,2 bis 4 Mol pro Liter der Bleich-Fixier-Lösung.

    [0036] Bleich-Fixier-Lösungen können darüber hinaus konservierende Mittel wie Sulfite (z.B. Natriumsulfit, Kaliumsulfit, Ammoniumsulfit, usw.), Hydroxylamin, Hydrazin, Aldehyd-Bisulfit-Addukte (z.B. Acetaldehydnatriumbisulfitaddukt), usw. enthalten. Darüber hinaus können verschiedene optische Aufheller, Entschäumungsmittel, oberflächenaktive Mittel, organische Lösungsmittel (z.B. Methanol) und bekannte Bleich-Fixier-Beschleunigungsmittel, z.B. Polyaminverbindungen. (US-PS 3 578 457), Thioharnstoffe (US-PS 3 617 283), Iodide (DE-PS 1 127 715), Polyethylenoxide (DE-PS 966 410), Stickstoff enthaltende heterocyclische Verbindungen (DE-PS 1 290 812) und andere Thioharnstoffe verwendet werden. Der pH-Wert der Bleich-Fixier-Lösung liegt bei der Verwendung gewöhnlich bei 4,0 bis 9,0, besonders bevorzugt bei 5,0 bis 8,0.

    Beispiel


    Versuch 1



    [0037] Ein Colornegativpapier mit einer Silberchloridbromidemulsion (80% AgBr und 20% AgCl) wird hinter einem Stufenkeil belichtet und wie folgt verarbeitet:
    Farbentwickler 210 sec. 33°C
    Wässerung 20 sec. 20°C
    Abstreifen des Wassers von der Oberfläche der Bilder  
    Bleichbad 50 sec. 20°C
    Wässerung 60 sec. 20°C
    Fixierbad 60 sec. 20°C
    Wässerung 120 sec. 20°C
    Trocknen  

    Restsilberbestimmung



    [0038] Die abgebildeten Stufenkeile werden mit einem Infrarot-Silberdetector PM 8030 der Fa. Photo-Matic, Denmark untersucht. In der nachfolgenden Tabelle ist angegeben, ob nach Verwendung des frisch angesetzten Bleichbades noch Restsilber in den Bildschwärzen vorhanden ist. Eine Prüfung der Beständigkeit des Bleichbades erfolgte nach 4 und 15 Tagen Standzeit bei 33°C. Außerdem wurde nach 15 Tagen Standzeit die Sedimentbildung begutachtet, die vor allem im Gebrauchszustand eines Bleichbades, welches Silberionen enthält, auftreten kann.

    Versuch 2



    [0039] Beispiel 1 wird wiederholt, wobei dem Bleichbad als Vergleichssubstanz 2,2 g Thioglyzerin/l zugesetzt werden.


    Versuch 3



    [0040] Versuch 1 wird wiederholt, wobei dem Bleichbad als Vergleichssubstanz 2,3 g/l der Verbindung V 2 zugesetzt werden.



            H₂N-CH₂CH₂-SH·HCl   V 2.


    Versuch 4



    [0041] Versuch 1 wird wiederholt, wobei dem Bleichbad als Vergleichssubstanz 3,7 g/l der Verbindung V 3 zugesetzt werden.


    Versuch 5



    [0042] Versuch 1 wird wiederholt, wobei dem Bleichbad als Vergleichssubstanz 3,0 g/l der Verbindung V 4 zugesetzt werden.


    Versuch 6



    [0043] Versuch 1 wird wiederholt, wobei dem Bleichbad 2,9 g/l der erfindungsgemäßen Verbindung B 2 zugesetzt werden.







    [0044] Aus der Tabelle ist zu ersehen, daß nur die erfindungsgemäße Verbindung B 2 eine gute Beständigkeit im Bleichbad aufweist und außerdem keine Sedimentbildung verursacht.


    Ansprüche

    1. Bleich- und Bleichfixierbäder, die ein Eisen III-ionenkomplexsalz als Bleichmittel enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich eine 5-bis 7-gliedrige heterocyclische, wenigstens ein N-und wenigstens ein weiteres Heteroatom aus der Reihe O, N, S enthaltende Verbindung, die durch -S substituiert ist und an einem quartären Ringstickstoffatom eine positive Ladung trägt, derart angeordnet, daß ein tautomerer Ladungsausgleich zu einer neutralen Thionform nicht möglich ist, enthalten.
     
    2. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocyclische Verbindung der allgemeinen Formel I

    entspricht, in der

    R¹   C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R²   Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₁₆-C₁₂-Aryl, C₁-C₈-Dialkylamino, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R³   Amino, Acylamino, C₁-C₈-Dialkylamino, Sulfonamido, Sulfamoylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, C₁-C₃-Alkoxy-C₁-C₅-alkyl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    bedeuten, wobei R¹ und R² bzw. R² und R³ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können.
     
    3. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocyclische Verbindung der Formeln II
    und/oder III

    entspricht, in der

    R⁴   C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R⁵   Wasserstoff, Di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    bedeuten, wobei R⁴ und R⁵ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können.
     
    4. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocyclische Verbindung der Formel IV

    entspricht, in der

    R⁶   C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R⁷   Wasserstoff, Di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, C₅-C₆-Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    bedeuten, wobei R⁶ und R⁷ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können.
     
    5. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocylische Verbindung der Formel V

    entspricht, in der

    R⁸   C₁-C₈-Alkyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀-Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R⁹ und R¹⁰   Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend

    bedeuten, wobei R⁸ und R⁹ bzw. R⁸ und R¹⁰ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Rings erforderlichen Gruppen sein können.
     
    6. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocyclische Verbindung der Formel VI

    entspricht, in der

    R¹¹ und R¹³   C₁-C₈-Alkyl, C₅-C₆ Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂ Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    R¹² und R¹⁴   Wasserstoff, C₁-C₈-Alkyl, C₂-C₈-Alkenyl, Heteroaryl, C₅-C₁₀ Cycloalkyl und C₆-C₁₂-Aryl, gegebenenfalls eine hydrophilierende Gruppe enthaltend,

    bedeuten, wobei R¹¹ und R¹⁴ bzw. R¹¹ und R¹² bzw. R¹² und R¹³ gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Ringes erforderlichen Gruppen sein können.
     
    7. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heterocyclische Verbindung der Formel VII

    entspricht, in der

    R¹⁹ und R²⁰   C₁-C₃-Alkyl

    R²¹   Wasserstoff und Methyl

    bedeuten.
     
    8. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, wobei die zusätzliche Verbindung in einer Menge von 10⁻⁵ bis 1 Mol pro Liter Bleich- bzw. Bleichfixierbad eingesetzt wird.
     
    9. Bleich- und Bleichfixierbäder gemäß Anspruch 1, wobei das Eisen III-ionenkomplexsalz der Ethylendiamintetraessig-Säure als Bleichmittel verwendet wird.
     


    Claims

    1. Bleaching and bleaching/fixing baths containing an iron(III) ion complex salt as bleaching agent, characterized in that they additionally contain a 5-membered to 7-membered heterocyclic compound which contains at least one N atom and at least one other heteroatom from the group consisting of O, N, S and which is substituted by -S and, at a quaternary ring nitrogen atom, carries a positive charge arranged in such a way that a tautomeric charge equalization to a neutral thione form is not possible.
     
    2. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the heterocyclic compound corresponds to the following general formula

    in which

    R¹   represents C₁-C₈ alkyl, heteroaryl , C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R²   represents hydrogen, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₁₆-C₁₂ aryl, C₁-C₈ dialkylamino, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R³   represents amino, acylamino, C₁-C₈ dialkylamino, sulfonamido, sulfamoylamino, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, C₁-C₃ alkoxy-C₁-C₅-alkyl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group;

    R¹ and R² or R² and R³ together may represent the groups required to complete a heterocyclic ring.
     
    3. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the heterocyclic compound corresponds to formulae II and/or III below

    in which

    R⁴   represents C₁-C₈ alkyl, heteroaryl C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R⁵   represents hydrogen, di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group;

    R⁴ and R⁵ together may represent the groups required to complete a heterocyclic ring.
     
    4. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1 characterized in that the heterocyclic compound corresponds to formula IV:

    in which

    R⁶   represents C₁-C₈ alkyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R⁷   represents hydrogen, di-C₁-C₈-alkylamino, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, C₅-C₆ heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group;

    R⁶ and R⁷ together may represent the groups required to complete a heterocyclic ring.
     
    5. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the heterocyclic compound corresponds to formula V

    in which

    R⁸   represents C₁-C₈ alkyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R⁹ and R¹⁰   represent hydrogen, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group;

    R⁸ and R⁹ or R⁸ and R¹⁰ together may represent the groups required to complete a heterocyclic ring.
     
    6. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the heterocyclic compound corresponds to formula VI

    in which

    R¹¹ and R¹³   represent C₁-C₈ alkyl, C₅-C₆ heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group,

    R¹² and R¹⁴   represent hydrogen, C₁-C₈ alkyl, C₂-C₈ alkenyl, heteroaryl, C₅-C₁₀ cycloalkyl and C₆-C₁₂ aryl, optionally containing a hydrophilicizing group;

    R¹¹ and R¹⁴ or R¹¹ and R¹² or R¹² and R¹³ together may represent the groups required to complete a heterocyclic ring.
     
    7. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the heterocyclic compound corresponds to formula VII

    in which

    R¹⁹ and R²⁰   represent C₁-C₃ alkyl,

    R²¹   represents hydrogen and methyl.


     
    8. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, the additional compound being used in a quantity of 10⁻⁵ to 1 mol per liter bleaching or bleaching/fixing bath.
     
    9. Bleaching and bleaching/fixing baths as claimed in claim 1, characterized in that the iron(III) ion complex salt of ethylenediaminetetraacetic acid is used as the bleaching agent.
     


    Revendications

    1. Bains de blanchiment ou de blanchiment-fixation contenant comme agent de blanchiment un sel complexe d'ions de fer III, caractérisés en ce qu'ils contiennent, en outre, un composé hétérocyclique ayant de 5 à 7 éléments contenant au moins un hétéro-atome N et au moins un autre hétéro-atome choisi dans la série O, N, S, qui est substitué par -S⁻ et qui porte une charge positive sur un atome d'azote quaternaire du cycle, disposé de façon à rendre impossible une compensation de charge tautomère donnant une forme thionique neutre.
     
    2. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule générale I

    dans laquelle

    R¹   représente un radical alkyle en C₁-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant.

    R²   représente de l'hydrogène, un radical alkyle en C₁-C₈, un alkényle en C₂-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂, un dialkylamino en C₁-C₈, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant.

    R³   représente un groupe amino, acylamino, dialalkylamino en C₁-C₈, sulfonamido, sulfamoylamino, alkyle en C₁-C₈, alkényle en C₂-C₈, C₁-C₃-alcoxy-C₁-C₅-alkyle, cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant, et

    dans laquelle R¹ et R² ou R² et R³ peuvent être des groupes nécessaires pour compléter ensemble un cycle hétérocyclique.
     
    3. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule II ou III

    dans lesquelles

    R⁴   représente un radical alkyle en C₁-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant,

    R⁵   représente de l'hydrogène, un radical di-C₁-C₈-alkylamino, un radical alkyle en C₁-C₈, alkényle en C₂-C₈, hétéroaryle, cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant, et

    dans lesquelles R⁴ et R⁵ peuvent être ensemble des groupes nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique.
     
    4. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule IV

    dans laquelle

    R⁶   représente un radical alkyle en C₁-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant,

    R⁷   représente de l'hydrogène, un radical di-C₁-C₈-alkylamino, un radical alkyle en C₁-C₈, un alkényle en C₂-C₈, un hétéroaryle en C₅-C₆, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant, et

    dans laquelle R⁶ et R⁷ peuvent être ensemble des groupes nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique.
     
    5. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule V

    dans laquelle

    R⁸   représente un alkyle en C₁-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂ contenant éventuellement un groupe hydrophilisant,

    R⁹ et R¹⁰   représentent de l'hydrogène, un alkyle en C₁-C₈, un alkényle en C₂-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ ou un aryle en C₆-C₁₂ contenant éventuellement un groupe hydrophilisant, et

    dans laquelle R⁸ et R⁹ ou R⁸ et R¹⁰ peuvent être ensemble des groupes nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique.
     
    6. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule VI

    dans laquelle

    R¹¹ et R¹³   représentent un radical alkyle en C₁-C₈, un hétéroaryle en C₅-C₆, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ et un aryle en C₆-C₁₂, contenant éventuellement un groupe hydrophilisant,

    R¹² et R¹⁴   représentent de l'hydrogène, un radical alkyle en C₁-C₈, un alkényle en C₂-C₈, un hétéroaryle, un cycloalkyle en C₅-C₁₀ et un aryle en C₆-C₁₂ contenant éventuellement un groupe hydrophilisant, et

    dans laquelle R¹¹ et R¹⁴ ou R¹¹ et R¹² ou R¹² et R¹³ peuvent être ensemble des groupes nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique.
     
    7. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, caractérisés en ce que le composé hétérocyclique correspond à la formule VII

    dans laquelle

    R¹⁹ et R²⁰   représentent un radical alkyle en C₁-C₃

    R²¹   représente de l'hydrogène et un radical méthyle.


     
    8. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, dans lesquels le composé supplémentaire est utilisé en quantités comprises entre 10⁻⁵ et 1 mol par litre de bain de blanchiment ou blanchiment-fixation.
     
    9. Bains de blanchiment et de blanchiment-fixation selon la revendication 1, dans lesquels le sel complexe d'ion de fer III de l'acide éthylène-diamine-tetraacétique est utilise comme agent de blanchiment.