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EP 0 322 366 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.09.1993 Patentblatt 1993/36 |
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Anmeldetag: 20.12.1988 |
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Schnappverschluss mit Originalitätssicherung
Tamperproof snap-on closure
Bouchon à déclic avec dispositif de sécurité original
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.12.1987 AT 3398/87
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.06.1989 Patentblatt 1989/26 |
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Patentinhaber: Alfatechnic Patent AG |
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8305 Dietlikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Dubach, Werner F.
CH-8124 Maur (CH)
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Vertreter: Feldmann, Clarence Paul et al |
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Patentanwaltsbüro FELDMANN AG,
Kanalstrasse 17 8152 Glattbrugg 8152 Glattbrugg (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 417 378 GB-A- 2 147 574
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CH-A- 553 696
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schnappverschlusskappe aus Kunststoff mit Originalitätssicherung
für Gefässe, deren Mündung mit Wulsträndern versehen ist Glasflaschen weisen herstellungsbedingt,
eine aussenseitig masshaltige Mündungsöffnung auf, deren Innendurchmesser aber variiert.
Von dieser Erkenntnis machen die bekannten Schraubverschlusskappen aus Kunststoff
Gebrauch, die an ihrem unteren Rand mit einem abreissbaren, die Originalität sichernden
Ring versehen sind. Der zur Herstellung solcher Schraubverschlusskappen verwendete
Kunststoff darf nur eine geringe elastische Dehnung aufweisen, weil sonst die Kappe
ohne Zerstörung der Originalitätssicherung abgeschraubt werden könnte.
Weist nun aber die Flaschenmündung statt eines Aussengewindes einen Wulstrand auf,
muss die Kunststoffkappe mit einem nach innen gerichteten Ringwulst versehen sein.
Beim erstmaligen Schliessen einer gefüllten Flasche wird die Verschlusskappe unter
hohem Druck auf die Flasche gedrückt, wobei der nach innen gerichtete Wulst der Kappe
über den Wulstrand der Flasche schnappt. Derartige Kunststoff-Verschlusskappen sind
aus den schweizerischen Patentschriften Nr. 417'378 und 553'696 bekannt geworden.
Der nach innen gerichtete Wulstrand der Verschlusskappe dient als Originalitätssicherung
und wird beim erstmaligen Oeffnen eingerissen. Damit die Flasche nach dem erstmaligen
Oeffnen trotzdem wieder verschlossen werden kann, ist die Deckfläche der Verschlusskappe
mit einem nach innen ragenden Zapfen versehen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine derartige Schnapp-Verschlusskappe
für eine Flasche mit Wulsträndern zu schaffen, die ohne einen nach innen ragenden
Zapfen auskommt und trotzdem nach dem erstmaligen, erleichterten Oeffnen unter Zerstörung
der Originalitätsicherung ein wiederholtes Schliessen und erleichtertes Oeffnen der
Flaschenöffnung ermöglicht.
[0002] Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, das unter bestimmten Umständen,
der nach innen gerichtete Wulstrand der Kappe, sowohl als Originalitätssicherung,
wie auch als Verschlusselement nach dem erstmaligen Oeffnen verwendet werden kann.
Voraussetzung dazu ist allerdings, dass für die Herstellung der Verschlusskappe ein
hierzu üblicher Kunststoff mit geringem elastischen Dehnungskoeffizienten verwendet
wird. Das erstmalige Verschliessen der Flaschenmündung geschieht dann unter so hohem
Druck, dass ein Abheben der Verschlusskappe von Hand nicht möglich ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe, mit einer Schnappverschlusskappe, welche
die Merkmale des Patentanspruches 1 aufweist.
[0003] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht einer auf einem Flaschenhals montierten, erfindungsgemäss ausgebildeten
Schnappverschlusskappe im Bereich des Abdrückelementes;
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Figur 1 in vergrössertem Masstab;
- Figur 3
- in einer Schnittdarstellung entsprechend Figur 2 die Schnappverschlusskappe in einer
Stellung nach dem Betätigen des Abdrückelementes;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Verschlusskappe, jedoch gegenüber
der Darstellung in Figur 1 um 90° aufgeklappt;
- Figur 5
- eine Ansicht auf einen mit einem erfindungsgemässen Verschluss versehenen Flaschenhals
in Richtung des Pfeiles V in Figur 1.
[0004] In der Zeichnung ist mit 1 die Verschlusskappe bezeichnet. Diese besitzt in der dargestellten
Variante eine Deckfläche 8 und einen nach unten ragenden Mantel 13 mit zwei axial
beabstandeten Ringbereichen 1a und 1b mit wulstartig nach innen ragenden Schnappvorsprüngen
2 und 3. Diese Vorsprünge können als durchgehender Ringwulst ausgebildet sein oder
aus einzelnen Vorsprüngen, die in Umfangsrichtung voneinander getrennt sind, bestehen.
Es ist auch möglich, einen Ringbereich mit umlaufendem Ringwulst und den anderen Ringbereich
mit einzelnen Vorsprüngen in wulstartiger Ausbildung zu versehen.
Die Verschlusskappe 1 besitzt weiter ein Abdrückelement 4, das einen Mantelabschnitt
der Verschlusskappe bildet. Das Abdrückelement 4 ist seitlich durch Sollbruchlinien
5 und 6 begrenzt. Diese Sollbruchlinien gehen vom unteren Rand 7 der Kappe 1 aus und
erstrecken sich über den unteren Ringbereich 1b hinaus bis in den oberen Ringbereich
1a, wo sie sich bis etwa zur Hälfte der Schnappvorsprünge 2 hin erstrecken (siehe
Figur 2).
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Schwachstellen 5 und 6 in axialer Richtung
des Verschlusses, somit parallel zueinander, angeordnet. Beim Abdrücken des Elementes
4 wird der untere Ringbereich ausgehend vom unteren Rand 7 der Kappe 1, im Sinne einer
Scherbewegung durchtrennt, wodurch der untere Ringbereich, beziehungsweise der dort
befindliche Ringwulst 3 seine Spannung auf dem Flaschenhals 15 verliert. Das Aufreissen
der Schwachstellen zu beiden Seiten des Abdrückelementes 4 gelingt durch die Kerbwirkung
der Schwachstellen 5 und 6. Die Schwachstellen 5 und 6 enden auf halbem Weg der oberen
Ringwulst höhe 2.
Wird die Spannung im oberen Ringbereich 1a vermindert, so ist ein leichtes Abheben
des Verschlusses vom Flaschenhals 15 möglich, wobei jedoch so viel Restspannung verbleibt,
dass bei abermaligem Verschliessen die Dichtheit gewährleistet werden kann. Das Abdrückelement
4 weist einen vom Mantel des Deckels 1 abstehenden Drücker 9 auf, der mit mindestens
einer, bevorzugt jedoch drei Rippen 10, 11 und 12, versehen ist. Diese Rippen erstrecken
sich bis in den Bereich der das Abdrückelement 4 mit dem Mantel 13 des Verschlusses
verbindenden Filmscharniers 14 hinein. Wird nach dem Zerstören der Schwachstellen
5 und 6 das Abdrückelement um 90° nach oben verschwenkt, kommen die Rippen 10, 11
und 12 zur Anlage an den Mantel der Kappe 1, so dass die Ausübung eines weiteren Druckes
nach oben durch die Hebelwirkung ein Abheben der Verschlusskappe 1 vom Flaschenhals
15 bewirkt.
[0005] Bei der dabei bewirkten Kippbewegung des Drückers 9 gelangt die ursprüngliche Druckfläche
17, die in der Anfangslage nach unten gerichtet war, nach aussen und gelangt die nach
innen gerichtete Fläche 18, die zum Flaschenhals 15 hin gerichtet war, nach unten
und bildet so eine neue Druckfläche 18, auf die nun wiederum eine Kraft in axialer
Richtung ausgeübt werden kann (siehe Figur 3).
Da beim erstmaligen Oeffnen der Schnappverschlußkappe der Drücker 9 deformiert wird
im Sinne eines Nach-Aussen-Klappens, ist für den Konsumenten sofort erkennbar, dass
deren Originalität nicht mehr gegeben ist. Der Flaschenhals 15 ist derart ausgebildet,
dass die Verschlusskappe 1 mit ihrem unteren Rand an einem Wulst 16 des Flaschenhalses
zur Anlage kommt, so dass die Kappe 1 ohne Verwendung eines speziellen Werkzeuges
nicht unterfasst werden kann. Ein Abheben der Kappe 1 kann daher nur über das Abdrückelement
erfolgen.
Anstelle der Rippen 10, 11 und 12 kann auch ein durchgehender Balken vorhanden sein,
dessen Oberkante im Bereich des Filmscharnieres 14 liegt und annähernd rechtwinklig
vom Mantel 13 absteht.
1. Schnappverschlusskappe aus Kunststoff mit Originalitätssicherung für Gefässe, insbesondere
Flaschen, deren Mündung aussen mit mindestens zwei Wulsträndern versehen ist, wobei
die Kappe eine die Mündungsöffnung verschliessende Zapfenlose Deckfläche und einen
damit verbundenen nach unten ragenden Mantel (13) besitzt, der einen an der Deckfläche
(8) angrenzenden oberen Ringbereich (1a) mit einem wulstartig nach innen ragenden
Schnappvorsprung (2) und einen unteren, als Originalitätssicherung ausgestalteten,
Ringbereich (1b) aufweist, der bis zum unteren Rand der Verschlusskappe reicht und
ebenfalls mit wulstartig nach innen ragenden Schnappvorsprüngen (3) und mit einem
nach aussen ragenden Abdrückelement (4) versehen ist, das seitlich durch Sollbruchstellen
(5,6) mit dem Mantel verbunden ist, wobei die Sollbruchstellen (5,6) die Schnappvorsprünge
am unteren Ringbereich (1b) durchsetzen, der Mantel (13) der Kappe von den Sollbruchstellen
(5,6) über den unteren Ringbereich (1b) hinaus bis in den Bereich des oberen Ringbereiches,
bis hin zur Mitte dessen Schnappvorsprunges (2), durchsetzt ist, die Sollbruchstellen
von einem in diesem Schnappvorsprung verlaufenden Filmscharnier (14) begrenzt sind,
das Filmscharnier in einem Bereich oberhalb mindestens einer senkrecht vom Mantel
abstehenden Rippe (10,11,12) des Abdrückelements und im Bereich des oberen Schnappvorsprunges
verläuft, die Oberkante der mindestens einen Rippe in der unversehrten Lage des Verschlusses
mindestens annähernd senkrecht zum Mantel (13) verläuft und in der um 90° dazu aufgeklappten
Gebrauchslage als Anlagefläche oberhalb des oberen Schnappvorsprunges (2) an den Mantel
(13) anliegt und ein Teil (18) des wulstförmigen Schnappvorsprungs (3) eine neue Druckfläche
bildet.
2. Schnappverschlusskappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnappvorsprünge
einen durchgehenden Ringwulst bilden.
1. Snap-closing plastic cap with original-contents seal for vessels, especially bottles,
having mouths with at least two external annular ridges, which cap has a non-plugging
surface (8) sealing the bottle mouth and a downward-projecting skirt (13) connected
to it, which skirt has an upper annular zone (1a) adjoining the sealing surface (8)
with an inner snap-closing bead (2), and a lower annular zone (1b) forming a seal
for the original contents and extending to the bottom edge of the cap, which lower
zone also has inner snap-closing beads (3) and in addition an outwardly projecting
snap-up element (4) joined at the sides to the skirt by breaking lines (5,6), which
breaking lines (5,6) pass through the snap-closing beads of the lower annular zone
(1b), characterised in that the breaking lines (5,6) passing through the skirt (13)
of the cap are carried upwards above the lower annular zone (1b) and into the upper
annular zone, to the middle of its snap-closing bead (2), and in that the breaking
lines are joined at the top by an integral hinge (14) running along this snap-closing
bead, and in that the integral hinge is located in a zone above at least one rib (10,11,12)
of the snap-up element projecting perpendicularly from the skirt and in the zone of
the upper snap-closing bead, and in that the top edge of at least one rib runs at
least approximately perpendicularly to the skirt (13) in the unbroken state of the
seal, and forms a locating face abutting on the skirt (13) above the upper snap-closing
bead (2) in the snapped-up position at 90° to the sealed position, and a part (18)
of the snap-closing bead (3) forms a new pressure surface,
2. Snap-closing cap according to Claim 1, characterised in that the snap-closing beads
form a continuous annular ridge.
1. Bouchon à déclic en matière plastique à système de fixation inviolable avant usage,
pour récipients, en particulier des bouteilles dont le goulot est muni extérieurement
d'au moins deux bourrelets de bord, ledit bouchon présentant une face de recouvrement
obturante, sans pivot, et, reliée à celle-ci, une jupe (13) oui s'étend vers le bas
et présente une zone annulaire supérieure (1a) adjacente à la face de recouvrement
(8) qui comporte une projection de déclic (2) pénétrant à l'intérieur à la manière
d'un bourrelet, ainsi qu'une zone annulaire inférieure (1b) configurée en fixation
inviolable, laquelle s'étend jusqu'au bord inférieur du bouchon et est également munie
de projections (3) à déclic pénétrant à l'intérieur à la manière d'un bourrelet, et
d'un élément détachable (4) s'étendant vers l'extérieur, qui est relié latéralement,
par des points de pré-rupture (5,6), à la jupe, lesdits points de pré-rupture (5,
6) traversant les projections à déclic sur la zone annulaire inférieure (1b), la jupe
(13) du bouchon étant traversée par les points de pré-rupture (5, 6) au-delà de la
zone annulaire inférieure (1b) jusque dans le domaine de la zone annulaire supérieure,
jusqu'au centre de sa projection à déclic (2), lesdits points de pré-rupture étant
délimités par une charnière (14) en film s'étendant dans cette projection, ladite
charnière en film s'étendant dans une zone placée au-dessus d'au moins une nervure
(10, 11, 12) de l'élément détachable faisant saillie verticalement de la jupe et dans
la zone de la projection à déclic supérieure, tandis que l'arête supérieure de la
(des) nervure(s) susdite(s) s'étend, lorsque le bouchon est à l'état intact, au moins
sensiblement perpendiculairement à la jupe (13) et, en position d'utilisation et d'ouverture
de 90°, en servant de face d'appui, s'applique sur la jupe (13) au-dessus de la projection
à déclic supérieure (2) et une partie (18) de la projection à déclic (3) en forme
de bourrelet constitue une nouvelle surface de compression.
2. Bouchon à déclic selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les projections
à déclic forment un bourrelet annulaire continu.

