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EP 0 322 565 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.01.1993 Patentblatt 1993/03 |
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Anmeldetag: 24.11.1988 |
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Gesteinsbohrer
Rock drill bit
Trépan de roche
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
16.12.1987 DE 3742661
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.07.1989 Patentblatt 1989/27 |
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Patentinhaber: Hawera Probst GmbH + Co. |
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88212 Ravensburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Moser, Bernhard
D-7931 Altshausen (DE)
- Peetz, Wolfgang, Dipl.-Ing.
D-7981 Fronreute-Biltzenreute (DE)
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Vertreter: Patentanwälte
Eisele, Otten & Roth |
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Seestrasse 42 88214 Ravensburg 88214 Ravensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 251 220 DE-A- 2 510 298 DE-C- 763 921 US-A- 2 865 606 US-A- 4 294 319
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EP-A- 0 281 997 DE-A- 3 426 977 GB-A- 2 075 409 US-A- 3 674 101
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gesteinsbohrer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Gesteinsbohrer mit Hartmetall-Schneidplatten werden zur Herstellung von Bohrungen
in Beton, Mauerwerk, Gestein o. dgl. verwendet. Um Beanspruchung und damit den Verschleiß
der quer im Bohrerkopf angeordneten Hartmetall-Schneidplatte herabzusetzen, sind sogenannte
Kreuzschneiden bekanntgeworden, mit sich über den gesamten Durchmesser des Bohrerkopfes
erstreckender, dachförmig geneigter Hauptschneidplatte und quer hierzu angeordneten
Nebenschneidplatten. Ein solcher Bohrer ist beispielsweise in der US-PS 2,673,716,
insbesondere Figur 2, dargestellt. Gemäß einer anderen Ausführung nach der US-PS 1,106,966
können die Kreuzschneidplatten auch aus zwei senkrecht zueinander angeordneten Platten
mit entsprechenden Einschnitten ausgebildet sein.
[0003] Wie in der zuerst genannten US-PS dargestellt, bestehen die Nebenschneidplatten aus
zwei Teilen, die zusammengesetzt eine symmetrische, dachförmige Schneidplatte ergeben
würden. Die in Bohrvorschubsrichtung Zeigende Spitze jeder Nebenschneidplatte ist
demnach möglichst unmittelbar neben der Hauptschneide für einen stufenlosen Übergang
angeordnet (US-PS 2,673,716, Figur 3).
[0004] In einer älteren Patentanmeldung der Anmelderin EP-A-281 997 wurde hierzu vorgeschlagen,
die Spitzen der Nebenschneidplatten etwas abzutragen, um diese Nebenschneidplatten
unmittelbar neben der Hauptschneidplatte gegenüber dieser zurückzuversetzen. Dieser
Stand der Technik ist nicht vor veröffentlich und fällt unter Art. 54 (3) EPÜ.
[0005] Weiterhin ist aus der DE 35 44 433-A1 ein Bohrwerkzeug bekanntgeworden, mit einer
den Bohrerkopfdurchmesser durchsetzenden Hauptschneide sowie zusätzlichen Schneidstiften,
die radial außermittig angeordnet sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Werkzeuge zu verbessern und insbesondere
eine Bohrerkopfgeometrie für einen Kreuzschneidkopf vorzuschlagen, der bei schlagender
oder hämmernder Beanspruchung eine höhere Verschleißfestigkeit bei verbessertem Bohrvorschub
aufweist. Dabei sollen die Maßnahmen möglichst kostengünstig durchgeführt werden.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Gesteinsbohrer der einleitend bezeichnenden
Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Betrachtet man sich die Arbeitsverhältnisse der bekannten Bohrwerkzeuge bei harter
Beanspruchung, insbesondere bei schlagender mit drehender Beanspruchung in Beton,
Mauerwerk, Gestein o. dgl., so stellt man fest, daß der Verschleiß des Bohrerkopfes
und insbesondere der Hartmetallschneide im allgemeinen von radial innen nach außen
hin zunimmt, d. h. die Schneiden des Bohrerkopfes unterliegen radial außen einem höheren
Verschleiß als radial weiter innen. In der Mittelachse des Bohrers ist die an einer
Schneide auftretende Schnittgeschwindigkeit bei der Drehbewegung des Bohrers gleich
Null. Sie nimmt mit zunehmendem Radius nach außen hin zu. Bei einem Hartmetallwerkzeug
ist die Ursache für den Verschleiß weniger die reine Meißelwirkung bei schlagender
oder hämmernder Beanspruchung, sondern vielmehr die mit dem Radius zunehmenden Umfangsgeschwindigkeiten.
Ein Bohrwerkzeug mit hoher axialer Meißelkraft und niedriger Bohrerdrehzahl verschleißt
demnach weniger schnell als ein Bohrwerkzeug mit niedriger Meißelkraft und hoher Drehzahl.
[0009] Eine hohe Meißelwirkung wird bei schlagender oder hämmernder Beanspruchung durch
eine hohe Flächenpressung erzeugt, d. h. die schlagende Beanspruchung muß mit möglichst
kleiner Meißelfläche bei hoher Schlagkraft erfolgen. Dabei zeigt sich das Hartmetall-Schneidelement
in Bezug auf die rein schlagende Beanspruchung als äußerst widerstandsfähig und verschleißfest,
d. h. im Bereich der Bohrermittelachse mit niedrigeren Schnittgeschwindigkeiten als
radial außen tritt geringer Verschleiß auf.
[0010] Um die Meißelwirkung möglichst hoch zu halten, darf der Flächenanpreßdruck nicht
durch eine Vergrößerung der Fläche infolge zusätzlicher Nebenschneiden wieder verkleinert
werden. Es ist deshalb zweckmäßig, daß im Bereich der größten Meißelwirkung, d. h.
im Bereich der Bohrerkopfspitze, lediglich die Hauptschneidplatte zur Wirkung kommt,
da diese wie ein Spitzmeißel das Bohrlochzentrum ausarbeitet. Mit zunehmenden Bohrlochdurchmesser
wird das Abräumvolumen größer, was zusätzliche Hilfsschneiden als Schneidspitzen oder
Meißelspitzen mit hohem Eindringvermögen erfordert. Diese zusätzlichen Schneidspitzen
reduzieren den Verschleiß an den radial weiter außenliegenden Schneidenden der Hauptschneidplatte
durch zusätzliche radiale und axiale Abstützung und Führung.
[0011] Der Erfindung liegt demzufolge die Erkenntnis zugrunde, daß bei reiner schlagender
Beanspruchung die Meißelwirkung dann verbessert wird, wenn zur Erhöhung der Flächenpressung
die Hauptschneidplatte wenigstens im zentralen Bereich der Bohrerkopfspitze allein,
ohne zusätzliche Nebenschneidelemente wirkt. Im radial weiter außenliegenden Bereich
wird ein erhöhter Verschleiß der Hauptschneidplatte infolge der drehenden Beanspruchung
mit in Radialrichtung zunehmender Umfangsgeschwindigkeit durch die zusätzlichen Nebenschneidplatten
vermieden. Um die Meißelwirkung der Nebenschneidplatten bei der schlagenden Beanspruchung
im radial äußeren Bereich zu erhöhen, wird jede Nebenschneidplatte erfindungsgemäß
ebenfalls mit einer Meißelspitze versehen, was durch eine dachförmige Ausbildung der
Nebenschneidplatte geschieht, so daß die Nebenschneidplatte eine geometrische Verkleinerung
der Hauptschneidplatte darstellt. Beim Eindringen des Bohrwerkzeugs in das zu bohrende
Material wirkt demnach im zentralen Bereich die Spitze der dachförmigen Hauptschneidplatte
allein, da hierdurch ein hoher Flächenanpreßdruck und damit eine gute Meißelwirkung
erzielt wird. Erst im radial weiter äußeren Bereich setzt dann die zusätzliche Wirkung
der dachförmigen Nebenschneidplatte ein, die dann ebenfalls mit ihrer Meißelspitze
das Eindringverhalten in das zu bearbeitende Material begünstigt und zu einer verbesserten
Sprengwirkung im Gestein führt. Der radial weiter äußere Bereich der Hauptschneidplatte
wird damit durch die Nebenschneidplatte entlastet, so daß insgesamt ein geringerer
Verschleiß bei verbessertem Wirkungsgrad eintritt.
[0012] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Gesteinsbohrers möglich.
[0013] Die Ausbildung des Bohrers nach Unteranspruch 2 hat den Vorteil, daß bei symmetrischer
Ausbildung der Nebenschneidplatte handelsübliche Standardteile, die als Massenprodukt
vorliegen, verwendet werden können. Hierdurch wird der Kostenaufwand zur Herstellung
des erfindungsgemäßen Gesteinsbohrers erheblich reduziert. Darüber hinaus benötigt
man durch die Verwendung von dachförmigen Nebenschneidplatten weniger Hartmetallmaterial
als bei einer Weiterführung der Nebenschneidkante bis zur Bohrerkopfmitte. Auch hierdurch
verbilligt sich der Herstellungsaufwand. Selbstverständlich kann die Nebenschneidplatte
auch asymmetrisch ausgebildet sein, wobei der zur Hauptschneidplatte gerichtete Teil
verkürzt ausgeführt sein kann. Die Meißelspitze der Nebenschneidplatte muß jedoch
erhalten bleiben.
[0014] Nach Unteranspruch 3 liegen die in Bohrvorschubsrichtung weisenden Schneiden der
Haupt- und Nebenschneidelemente auf einer gemeinsamen Schnittkegelfläche. Dies ist
zweckmäßig, um die Meißelspitze jeder Nebenschneidplatte beim Eindringen in das zu
bohrende Material gleichermaßen und gleichzeitig mit der Hauptschneidplatte in Einsatz
zu bringen. Durch die Meißelspitzen der Nebenschneidplatten sowie die entsprechende
Anordnung in der gemeinsamen Schnittkegelfläche wird das Eindringverhalten und die
Sprengwirkung verbessert.
[0015] Gemäß Unteranspruch 4 ist die axiale Nutentiefe für die Hauptschneidplatte größer
ausgeführt als die der Nebenschneidplatten. Neben der Einsparung von Hartmetallmaterial
für die Nebenschneidplatten ergibt sich hierdurch der Vorteil, daß der Nutgrund der
Hauptschneidplatte und der der Nebenschneidplatten auf unterschiedlicher axialer Höhe
liegt, wodurch der Querschnitt des Bohrerkopfes in einer Schnitthöhe nicht unnötig
stark durch die Nuten geschwächt ist.
[0016] In Anlehnung an die Ausführungsform nach US-PS 1,106,966 können die Nebenschneidplatten
in Sonderfällen auch einstückig ausgeführt sein, mit entsprechenden Einschnitten in
Haupt- und Nebenschneidplatte.
[0017] Nach Unteranspruch 6 schließt sich die Nebenschneidplatte unmittelbar neben der Hauptschneidplatte
an. Hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte Zentrierung der Schneidplatten des Bohrerkopfes,
da der Umkreis von Hauptschneidplatte und Nebenschneidplatte zur Bildung des Nenndurchmessers
im allgemeinen gleich ist. Die Nebenschneidplatte kann jedoch auch schmäler ausgeführt
sein und einen Abstand zur Hauptschneidplatte bilden. Würde man jede Nebenschneidplatte
nochmals halbieren, so würde sich ein spitzer Winkel als Meißelwinkel der Nebenschneidplatte
ergeben. Dies würde zwar eine Materialersparnis an Hartmetall zur Folge haben, jedoch
würde sich der Verschleiß der jeweiligen Meißelspitze vergrößern. Die Spitze jeder
asymmetrischen Nebenschneidplatte sollte deshalb ebenfalls einen stumpfen Winkel einnehmen
wie die der Hauptschneidplatte, so daß die minimale Breite hierdurch bestimmt wird.
[0018] Gemäß Unteranspruch 7 werden die Kreuzschneidplatten, gebildet aus Haupt- und Nebenschneidplatten,
in einem Bohrerkopf mit quadratischem oder kreisförmigem Querschnitt eingesetzt. Die
Ausbildung des Bohrerkopfes bestimmt dann den Stirnwiderstand und die Bohrmehlnuten
im Bereich des Bohrerkopfes zum Abtransport des Bohrkleins. In besonderer Ausführungsform
kann die Nebenschneidplatte und/oder die Hauptschneidplatte an ihrer Schneidfläche
zickzackförmig ausgebildet sein, um mehrere Meißelspitzen für jede Platte zu bilden.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Ansicht des erfindungsgemäßen Gesteinsbohrers,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Bohrers nach Fig. 1 und
- Fig. 3a bis d
- verschiedene Ausführungsvarianten für einen Bohrerkopfquerschnitt.
[0020] Bei dem in Fig. 1 in Ansicht und in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellten Gesteinsbohrer
(1) ist der Bohrerkopf mit Bezugszeichen (2) und die Förderwendel oder der Spiralschaft
mit Bezugszeichen (3) bezeichnet. Die Förderwendel (3) kann eingängig oder zweigängig
ausgebildet sein.
[0021] Der Bohrerkopf (2) weist eine sich über den gesamten Durchmesser d₁ des Bohrerkopfes
erstreckende, dachförmig geneigte Hauptschneidplatte (4) auf, die in an sich bekannter
Weise ausgebildet ist. Der Spitzenwinkel α ist als stumpfer Winkel ausgebildet, mit
einer Größe von α ≈ 130°. Die Hauptschneidplatte (4) weist Schneiden (5) sowie eine
Plattenstärke s₁ sowie eine Höhe h₁ auf und ist in eine Nut (6) mit der Nuttiefe t₁
in dem Bohrerkopf (2) eingesetzt.
[0022] Erfindungsgemäß weist der Gesteinsbohrer (1) zwei Nebenschneidplatten (7, 8) auf,
die quer zur Hauptschneidplatte (4) neben dieser angeordnet sind. Charakteristisch
an den Nebenschneidplatten (7, 8) ist die symmetrische Ausbildung dieser Schneidelemente
mit der Symmetrieachse (9) und der dachförmigen Ausbildung der jeweiligen Schneiden
(10) mit den Meißelspitzen (16). Die Schnittkegelfläche (11) der Hauptschneidplatte
(siehe Fig. 2) stimmt mit der Schnittkegelfläche der Nebenschneidplatten (7, 8) überein,
d. h. die Schnittflächen von Haupt- und Nebenschneidplatten liegen in der gleichen
Schnittebene. Der Spitzenwinkel α der Hauptschneidplatte ist etwa gleich groß wie
der Spitzenwinkel β der Nebenschneidplatten (7, 8).
[0023] Die Meißelwirkung der Nebenschneidplatten (7, 8) setzt demzufolge erst ab dem Bereich
der eingezeichneten Symmetrieachse (9) ein, d. h. radial weiter außenliegend.
[0024] Die Breite s₂ jeder Nebenschneidplatte (7, 8) bemißt sich aus der Summenformel:

. Hierbei ist der Lötspalt zwischen den Nebenschneidplatten (7, 8) und der Hauptschneidplatte
(4) noch zu berücksichtigen.
[0025] Die Höhe h₂ der Nebenschneidplatten (7, 8) ist kleiner ausgeführt als die Höhe h₁
der Hauptschneidplatte. Hierdurch ergibt sich eine geringere Nut t₂ der zugehörigen
Einstichnut. Der Nutgrund (12) für die Hauptschneidplatte (4) liegt wesentlich tiefer
im Bohrerkopf als der Nutgrund (13) der Nebenschneidplatten (7, 8). Hierdurch wird
eine Querschnittsschwächung des Bohrerkopfes vermieden.
[0026] In Fig. 3a bis d sind unterschiedliche Querschnittsformen des Bohrerkopfes dargestellt.
Nach Fig. 3a kann der Bohrerkopf einen kreisförmigen Querschnitt (14) (gestrichelt
eingezeichnet) oder einen quadratischen Querschnitt (15) aufweisen. In diesem Querschnitt
ist stets die Hauptschneidplatte (4) und die beiden hierzu quer angeordneten Nebenschneidplatten
(7, 8) eingesetzt. Durch die dachförmige Ausbildung der Nebenschneidplatten ergeben
sich die radial weiter außenliegenden Meißelspitzen (16) in der Mitte der Schneiden
(10) der Nebenschneidplatten (7, 8).
[0027] Der Außendurchmesser d₁ der Hauptschneidplatte (4) entspricht normalerweise dem durch
die beiden Nebenschneidplatten (7, 8) gebildeten Außendurchmesser d₁. In Sonderfällen
kann jedoch der durch die Hauptschneidplatte (4) gebildete Nenndurchmesser d₁ größer
sein als der Umkreisdurchmesser der beiden Nebenschneidplatten (7, 8).
[0028] In Fig. 3b sind die Hauptschneidplatte (4) und die Nebenschneidplatten (7, 8) in
einem Bohrerkopf (2) mit quadratischem Querschnitt senkrecht zu den Seitenkanten anstelle
der Diagonalanordnung nach Fig. 3a ausgerichtet. Hierdurch ergeben sich größere Räume
zum Abtransport des Bohrkleins im Bereich des Bohrerkopfes. Durch die senkrechte Anordnung
der Kreuzschneide zu den Seitenflächen ragen die Endbereiche der Hauptschneide bzw.
der beiden Nebenschneiden weit über die Schlüsselflächen hinaus. Hierdurch ergibt
sich ein großer Spanraum unmittelbar vor den einzelnen Schneidelementen (4) bzw. (7,
8) der Kreuzschneide.
[0029] Die alternative Ausführungsform nach Fig. 3c ist an die Ausführungsform nach Fig.
3a angelehnt, wobei jedoch die Seitenflächen eines zunächst quadratischen Querschnitts
an zwei Seiten, und zwar vor der Hauptschneidplatte (4) nach innen gezogen ist, so
daß sich ein vergrößerter Spanraum vor der Hauptschneidplatte ergibt. Im übrigen ist
aus Fig. 3c wiederum die Anordnung von Hauptschneidplatte (4) und Nebenschneidplatten
(7, 8) ersichtlich, mit den ausgebildeten Schneiden (5) bzw. (10) der Schneidplatten
und den radial nach außen versetzten Meißelspitzen (16) durch die dachförmige Anordnung
der Nebenschneidplatten (7, 8).
[0030] Die Bohrkopfform gemäß Fig. 3d stellt eine weitere Variante eines Kreuzschneidkopfes
dar, wobei wiederum die Hauptschneidplatte (4) und die Nebenschneidplatten (7, 8)
in dachförmiger Ausbildung vorgesehen sind. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel sind
sämtliche Schneidplatten (4 bzw. 7, 8) als Standardteile oder Normteile ausgebildet,
wodurch sich die Herstellung verbilligt.
1. Gesteinsbohrer für Hammerbohrmaschinen mit eingängigem oder zweigängigem Spiralschaft
und mit wenigstens einer, sich über den gesamten Durchmesser des Bohrerkopfes erstreckenden
und zur Bohrerspitze hin im Axialschnitt symmetrischen, dachförmig geneigten, Schneiden
aufweisenden Hauptschneidplatte aus Hartmetall, die einen stumpfen Winkel (α) einschließen
und mit hierzu quer angeordneten, ein- oder mehrstückigen Nebenschneidplatten zur
Bildung eines Kreuzschneidkopfes, dadurch gekennzeichnet, daß jede seitlich der Hauptschneidplatte
(4) angeordnete Nebenschneidplatte (7, 8) ebenfalls als im Axialschnitt dachförmiges
Schneidelement ausgebildet ist, mit einer, einen stumpfen Winkel (β) einschließenden
Meißelspitze (16) und daß die in Bohrvorschubrichtung gerichteten Schneiden (5) der
Haupt-Schneidplatte (4) und die jeweils beiden radial außenliegenden Schneiden (10)
der beiden Nebenschneidplatten (7, 8) auf einer gemeinsamen Kegelmantelfläche (11)
mit dem Winkel (α) angeordnet sind.
2. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dachförmige Ausbildung der
Nebenschneidplatte (7, 8) symmetrisch (Symmetrieachse 9) oder asymmetrisch ausgebildet
ist.
3. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe t₂ der Einstichnut für die Nebenschneidplatten (7, 8) kleiner ist als
die Tiefe t₁ der Einstichnut für die Hauptschneidplatte (4), bei einem Verhältnis
von vorzugsweise ca. t₁ : t₂ = 2 : 1.
4. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nebenschneidplatten (7, 8) einstückig ausgebildet sind mit Einschnitten in
Haupt- und Nebenschneidplatte.
5. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nebenschneidplatten (7, 8) an die Hauptschneidplatte (4) über einen Lötspalt
anschließen.
6. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreuzschneidplatten (4, 7, 8) in einem Bohrerkopf (2) mit quadratischem oder
kreisförmigem oder rechteckförmigem oder sternförmigem Querschnitt angeordnet sind.
7. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nebenschneidplatten (7, 8) und/oder die Hauptschneidplatte (4) an ihren Schneiden
zickzackförmig ausgebildet sind zur Bildung mehrerer Meißelspitzen.
8. Bohrer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nebenschneidplatte (7, 8) eine geometrische Verkleinerung der Hauptschneidplatte
(4) ist.
1. Rock drill bit for hammer drills, comprising a single-start or two-start helical shank
and comprising at least one main cutting plate of hard metal, extending across the
entire diameter of the bit head and possessing cutting edges inclined in a roof formation
symmetrically towards the tip of the bit as viewed in axial section, which enclose
an obtuse angle (α), and comprising single-piece or multiple-piece auxiliary cutting
plates disposed transversely thereto for forming a cross bit head, characterized in
that each auxiliary cutting plate (7, 8), disposed laterally of the main cutting plate
(4), is also formed as a cutting element roof-shaped in axial section with a chisel
point (16) enclosing an obtuse angle (β), and that the cutting edges (5) of the main
cutting plate (4) and each radially outward cutting edge (10) of the two auxiliary
cutting plates (7, 8) directed in the drill feed direction are disposed on a common
conical surface (11) having the angle (α).
2. Drill bit according to Claim 1, characterized in that the roof-shaped form of the
auxiliary cutting plate (7, 8) is symmetrical (axis of symmetry 9) or asymmetric.
3. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the depth t₂ of the insertion groove for the auxiliary cutting plates (7, 8) is smaller
than the depth t₁ of the insertion groove for the main cutting plate (4), with a ratio
of, preferably, approximately t₁ : t₂ = 2:1.
4. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the auxiliary cutting plates (7, 8) are formed in one piece with incisions in the
main and auxiliary cutting plates.
5. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the auxiliary cutting plates (7, 8) adjoin the main cutting plate (4) via a soldering
gap.
6. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the cross bit cutting plates (4, 7, 8) are mounted in a bit head (2) having a square
or circular or rectangular or star-shaped cross-section.
7. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the auxiliary cutting plates (7, 8) and/or the main cutting plate (4) are zigzag-shaped
at their cutting edges to form a plurality of chisel points.
8. Drill bit according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the auxiliary cutting plate (7, 8) is a geometric reduction of the main cutting plate
(4).
1. Fleuret à rocher pour des foreuses à marteau, comportant un arbre hélicoïdal à un
ou deux filets et au moins une plaque de coupe principale en métal dur, présentant
des tranchants ou lames, inclinée en forme de toit, symétrique en coupe axiale par
rapport à la pointe du fleuret, et s'étendant sur tout le diamètre de la tête du fleuret,
plaque de coupe qui forme un angle obtus (α), et des plaques de coupe auxiliaires
en une ou plusieurs pièces, agencées transversalement à celle-ci, pour former une
tête de coupe en croix,
caractérisé en ce que chaque plaque de coupe auxiliaire (7,8), agencée latéralement
à la plaque de coupe principale (4), est réalisée de même sous forme d'un élément
de coupe en forme de toit en coupe axiale, avec une pointe (16) formant un angle obtus
(β), et en ce que les tranchants ou lames (5), orientés dans la direction d'avance
du fleuret, de la plaque de coupe principale (4) et les deux tranchants ou lames (10),
radialement externes, des deux plaques de coupe auxiliaires (7,8) sont agencés sur
une surface d'enveloppe conique commune (11) d'angle (α).
2. Fleuret selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la réalisation en forme de toit des plaques de coupe auxiliaires
(7,8) est symétrique (axe de symétrie 9) ou asymétrique.
3. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la profondeur t₂ de la gorge pour les plaques de coupe auxiliaires
(7,8) est plus petite que la profondeur t₁ de la gorge pour la plaque de coupe principale
(4), dans un rapport d'avantageusement environ t₁ : t₂ = 2 : 1.
4. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques de coupe auxiliaires (7,8) sont réalisées en une
seule pièce avec des entailles dans les plaques de coupe auxiliaires et principale.
5. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques de coupe auxiliaires (7,8) sont raccordées à la
plaque de coupe principale (4) par l'intermédiaire d'une fente de brasage.
6. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaque de coupe en croix (4,7,8) sont agencées dans une
tête de fleuret (2) ayant une section transversale quadratique ou circulaire ou rectangulaire
ou en forme d'étoile.
7. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques de coupe auxiliaires (7,8) et/ou la plaque de coupe
principale (4) présentent des tranchants ou lames en zigzag, pour former plusieurs
pointes de coupe.
8. Fleuret selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques de coupe auxiliaires (7,8) constituent une réduction
géométrique de la plaque de coupe principale (4).
