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EP 0 322 592 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Anmeldetag: 01.12.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F42B 12/32 |
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Splitterkörper für Splittergeschosse
Fragmentation body for a projectile
Corps préfragmenté pour un projectile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
04.12.1987 DE 3741141
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.07.1989 Patentblatt 1989/27 |
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Patentinhaber: DIEHL GMBH & CO. |
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90478 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Hofmann, Günther
D-8566 Leinburg (DE)
- Rhau, Siegfried
D-8567 Neunkirchen (DE)
- Weber, Adolf
D-8567 Neunkirchen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 012 323 DE-A- 2 606 701 US-A- 2 856 856
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CH-A- 501 888 FR-A- 2 345 697
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Splitterkörper für Splittergeschosse, bei dem
als Kugeln ausgebildete Splitter zwischen zwei zentrisch ineinander angeordneten Hüllen
eingepreßt sind, wobei die äußere Hülle in eine, die Kugeln aufweisende Ausnehmung
plastisch eingeformt ist.
[0002] Aus dem deutschen Patent 28 52 657 ist ein o.g. Splitterkörper für Splittergeschosse
bekannt.
Nach der bisherigen Fertigungsmethode wurde auf die innere Hülle die Kugeln aufgebracht,
darüber eine äußere Hülle geschoben und die äußere Hülle auf der mit Kugeln belegten
Länge überschmiedet. Bei Herstellung der Geschoßhülle aus dem vorgenannten Schmiedeteil
mußten zur Erreichung der geforderten Dichtigkeit zwischen den beiden Hüllen an den
stirnseitigen Stoßstellen Schweißnähte gelegt werden. Diese Nähte waren nur teilweise
gasdicht und mußten durch eine teuere Nachbehandlung abgedichtet werden. Durch die
Undichtigkeit der Nähte gelangte in den Splitterbereich Feuchtigkeit und beeinträchtigte
durch Korrosion die Festigkeit der äußeren Hülle.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, die stirnseitigen Berührungsflächen
der Hüllen so auszubilden, daß die äußere Hülle mit der inneren Hülle gasdicht verbunden
ist.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Ausnehmung schwalbenschwanzförmig
ausgebildet ist und die äußere Hülle mit ihren entsprechenden Stirnflächen mit relativ
hohem Druck vollflächig anliegt. Neben der kostengünstigen Herstellung besteht ein
weiterer Vorteil der Erfindung darin, daß die vordere stirnseitige Verbindung von
innerer und äußerer Hülle bei hochbeanspruchten Geschossen standfest ist.
[0005] An dieser Verbindungsstelle trat bei den hohen Drallbeanspruchungen oder bei Drallgeschossen
in weitgehend ausschossenen Waffenrohren bisher ein Loslösen der inneren Hülle auf,
indem sie über die Geschoßkontur hinausragte. Dadurch veränderte sich die Trefferlage
des Geschosses wesentlich.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
[0007] Eine innere Hülle 1 weist eine schwalbenschwanzförmige Ausnehmung 2 mit hinterschnittenen
Stirnflächen 3 und 4 auf. Die innere Hülle 1 bildet mit einer äußeren Hülle 5 einen
Geschoßkörper 6. Als Splitter ausgebildete Kugeln 10 liegen eingeschmiedet zwischen
der inneren Hülle 1 und der äußeren Hülle 5.
[0008] Die durch den Pfeil 13 angedeuteten Druckspannungen in der äußeren Hülle 5, die aufgrund
des Schmiedens in Pfeilrichtung 14 der äußeren Hülle 5 auf die innere Hülle 1 entstanden
sind, bewirken an den Stirnflächen 3 und 4 einen relativ hohen Anpreßdruck, so daß
ein Aufbauchen der äußeren Hülle 5 oder ein Ablösen eines vorderen Bereiches 11 in
Pfeilrichtung 12 nicht auftritt.
[0009] An der ogivenseitigen Stirnfläche 3 wird dies durch einen separaten Verformungsbereich
15 mit relativ großer radialer Tiefe 16 sowie Dichtfläche in Form der Stirnfläche
3 erreicht. Denn im Bereich 11 ist bezüglich des Geschoßkörpers 6 die Wanddicke durch
die Ogive dünner als im Bereich der Stirnfläche 4. An den Verformungsbereich 15 schließt
sich eine Stufe 19 und ein Splitterbereich 17 mit einer Stufe 18 an.
[0010] Im Bereich 11 kann an den Umfangsflächen zur Verbesserung der Dichtwirkung ein Dichtring
eingeschmiedet sein.
1. Splitterkörper für Splittergeschosse, bei dem als Kugeln (10) ausgebildete Splitter
zwischen zwei zentrisch ineinander angeordneten Hüllen (1, 5) eingepreßt sind, wobei
die äußere Hülle (5) in eine, die Kugeln (10) aufweisende Ausnehmung (2) plastisch
eingeformt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (2) schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist,
die äußere Hülle (5) mit ihren entsprechenden Stirnflächen an den hinterschnittenen
Stirnflächen (3, 4) mit einem solchen Druck (13) vollflächig anliegt, daß eine gasdichte
Verbindung gesichert wird, und die Ausnehmung (2) eine durch Stufen (19, 18) begrenzten
Splitterbereich (17) zur Aufnahme der Kugeln (10) und anschließend ogivenseitig einen
tiefen Verformungsbereich (15) aufweist.
1. A splinter body for splinter projectiles, in which splinters designed as balls (10)
are pressed-in between casings (1,5) arranged centrically in one another, the outer
casing (5) being plastically formed-in into a recess (2) having the balls (10), characterised
in that the recess (2) is designed in a dovetail-shaped manner, the outer casing (5)
butts in a full-surface-area manner with its corresponding front surfaces against
the undercut front surfaces (3,4) with such a pressure (13) that a gastight connection
is ensured, and the recess (2) has a splinter region (17), bounded by steps (19,18),
for the reception of the balls (10) and adjoining on the ogive side a deep deformation
region (15).
1. Corps en éclats pour projectile à éclats, dans lequel les éclats, conçus sous la forme
de billes (10), sont pressés entre deux gaines (1, 5), centrées l'une dans l'autre,
la gaine extérieure (5) étant formée plastiquement à l'intérieur d'un évidement (2),
comportant les billes (10), caractérisé en ce que l'évidement (2) est en queue d'aronde,
en ce que la gaine extérieure (5) avec ses faces frontales correspondantes s'applique
sur toute sa surface contre les faces frontales (3, 4) détalonnées, avec une pression
(13) telle qu'un assemblage étanche aux gaz est assuré et en ce que l'évidement (12)
présente une zone d'éclats (17), limitée par des gradins (19, 18), pour loger les
billes (10) et présente ensuite, côté ogive, une zone de déformation (15) profonde.