(19)
(11) EP 0 323 568 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.07.1989  Patentblatt  1989/28

(21) Anmeldenummer: 88119784.2

(22) Anmeldetag:  28.11.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4D03D 47/30, D03D 33/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI

(30) Priorität: 02.12.1987 CS 8737/87

(71) Anmelder: ELITEX koncern textilniho strojirenstvi
Liberec (CZ)

(72) Erfinder:
  • Zlatohlávek, Jiri, Dipl.-Ing.
    Matousova 56 (CS)
  • Velechovsky, Petr, Dipl.-Ing.
    Kadlická 106 (CS)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung für den programmgesteuerten Schusseinschlag in zwei verschiedene Fächer


    (57) Die Erfindung betrifft einen programmgesteuerten Schuß­einschlag in zwei verschiedene Fächer einer Düsenweb­maschine. Die Vorrichtung enthält eine Düse (1) mit zwei Ausgangszweigen (6, 7) und mit einer einzigen gemein­samen Zuführung (14) des Druckmediums, das programmge­steuert in jeweils einen Ausgangszweig (6, 7) eines An­satzes (8) gerichtet ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den programm­gesteuerten Schußeinschlag in zwei verschiedene Fächer einer Düsenwebmaschine.

    [0002] Bekannt ist eine Vorrichtung für den Einschlag von zwei Schußfäden in zwei verschiedene Fächer einer Webmaschine, bei der die Fächer nebeneinander oder übereinander ange­ordnet sind. Bei nebeneinander angeordneten Fächern ist die Einschlagsvorrichtung zwischen den Fächern unterge­bracht; es handelt sich hier um den sogenannten Mittel­schlag. Bei derart angeordneten Fächern läßt sich eine Zweifarbmusterung durch Programmwechsel der Düsen erzie­len, durch die der Schußfaden in das Fach eingetragen wird, wobei der Schußfaden den beiden Schußeinschlag­systemen ununterbrochen zugeführt wird. Zur Erzielung dieses Schußfadenwechsels sind Einrichtungen bekannt, die entweder die Düsen um 180° drehen oder den Schußfaden von der einen Seite auf die andere mit Preßluft befördern. Der Nachteil dieser Einrichtungen besteht darin, daß sie kompliziert und folglich auch kostspielig sind.

    [0003] Diese Mängel werden durch die erfindungsgemäße Vorrich­tung beseitigt, deren Prinzip darin besteht, daß sie für den Schußeinschlag in zwei verschiedene Fächer eine Web­maschine eine Düse mit zwei Ausgängen und mit einer einzi­gen gemeinsamen Zuführung des Druckmediums besitzt, das programmgesteuert jeweils in den einen oder in den anderen Ausgangszweig gerichtet wird.

    [0004] Vorteile dieser Anordnung liegen in einer wesentlichen Reduzierung de dynamischen Kräfte und in der Möglichkeit, mit der Einschlagvorrichtung den Einschlagkanal zu verfol­gen und somit die gesamte Einschlagzeit auszunützen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Verstellung des Schußfadens von einem Zweig der Ausgangskammer in den anderen durch direkten Strom des Druckmediums und daher sehr zuverlässig bewerkstelligt wird.

    [0005] Weitere Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Vor­richtung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen. Es zeigen:

    Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung in der Lage für Einschlag rechts,

    Fig. 2 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in der Lage für Einschlag links.



    [0006] Eine z.B. an einer nicht dargestellten Lade der Webmaschine zwischen zwei Fächern angeordnete Düse 1 enthält einen Düsenkörper 11, in dem ein Mischfach 12 und Düsenkerne 13 vorgesehen sind. Durch einen seitlichen Anschluß 14 strömt ein Druckmedium in das als Ringkammer ausgebildete Misch­fach 12, an das eine langgestreckte Ausgangskammer 15 an­schließt. Die ganze Düse 1 ist auf einem Zapfen 9 schwenk­bar gelagert. Gegenüber der Mündung der Ausgangskammer 15 ist ein Ansatz 8 angeordnet, der zwei gegensinnige Rohr­zweige 6, 7 aufweist. Jeder Rohrzweig 6, 7 besitzt einen schrägen, zum Ausströmende des Röhrchens 15 weisenden Ein­ strömabschnitt und einen geraden Strömungsabschnitt in der Zeichenebene. Das Druckmedium gelangt durch den An­schluß 14 in das Mischfach 12 und von dort durch die Ausgangskammer 15 in den rechten Rohrzweig 6 des Ansat­zes 8.

    [0007] In Fig. 2 ist die Düse 1 mit der Ausgangskammer 15 um den Zapfen 9 verschwenkt, so daß das Druckmedium in den linken Zweig 7 des Ansatzes 8 der Ausgangskammer 15 strömt.

    [0008] Für den gleichzeitigen Einschlag von zwei Schußfäden in zwei verschiedene Fächer wird die erfindungsgemäße Ein­richtung wenigstens zweifach übereinander angeordnet. Die Wahl der Ausgangsrichtung des Druckmediums und folg­lich des Schußeinschlags wird durch das Webprogramm be­stimmt, dementsprechend der Zapfen 9 verstellt wird.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung für den Schußeinschlag in zwei verschie­dene Fächer einer Webmaschine,
    gekennzeichnet durch
    eine Düse (1) mit zwei Ausgängen (6, 7) und einer ge­meinsamen Zuführung (14) für ein Druckmedium, das pro­grammgesteuert in jeweils einen Ausgang (6 oder 7) ge­richtet wird.
     
    Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Düse (1) einen beweglichen Düsenkörper (11) mit einer langgestreckten Ausgangskammer (15) enthält und daß die beiden als Rohrzweige ausgebildeten Ausgänge (6, 7) an einem ortsfesten Ansatz (8) angeordnet sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die das Druckmedium in den jeweiligen Rohrzweig (6, 7) des Ansatzes (8) richtende Düse (11, 15) an einem Zapfen (9) programmgesteuert verschwenkbar ge­lagert ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß jeder Rohrzweig (6, 7) einen schrägen Einströmab­schnitt und einen geraden Strömungsabschnitt enthält, wobei die beiden Einströmabschnitte derart an Ansatz (8) angeordnet sind, daß sich die Öffnung des verschwenk­baren Düsenröhrchens (15) in seiner einen oder anderen Endstellung vor jeweils einer Einströmöffnung des einen oder anderen Rohrzweigs (6, 7) befindet.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht