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EP 0 323 568 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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12.07.1989 Patentblatt 1989/28 |
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Anmeldetag: 28.11.1988 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
02.12.1987 CS 8737/87
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Anmelder: ELITEX koncern textilniho strojirenstvi |
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Liberec (CZ) |
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Erfinder: |
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- Zlatohlávek, Jiri, Dipl.-Ing.
Matousova 56 (CS)
- Velechovsky, Petr, Dipl.-Ing.
Kadlická 106 (CS)
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Vertreter: Beetz & Partner
Patentanwälte |
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Steinsdorfstrasse 10 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Vorrichtung für den programmgesteuerten Schusseinschlag in zwei verschiedene Fächer |
(57) Die Erfindung betrifft einen programmgesteuerten Schußeinschlag in zwei verschiedene
Fächer einer Düsenwebmaschine. Die Vorrichtung enthält eine Düse (1) mit zwei Ausgangszweigen
(6, 7) und mit einer einzigen gemeinsamen Zuführung (14) des Druckmediums, das programmgesteuert
in jeweils einen Ausgangszweig (6, 7) eines Ansatzes (8) gerichtet ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den programmgesteuerten Schußeinschlag
in zwei verschiedene Fächer einer Düsenwebmaschine.
[0002] Bekannt ist eine Vorrichtung für den Einschlag von zwei Schußfäden in zwei verschiedene
Fächer einer Webmaschine, bei der die Fächer nebeneinander oder übereinander angeordnet
sind. Bei nebeneinander angeordneten Fächern ist die Einschlagsvorrichtung zwischen
den Fächern untergebracht; es handelt sich hier um den sogenannten Mittelschlag.
Bei derart angeordneten Fächern läßt sich eine Zweifarbmusterung durch Programmwechsel
der Düsen erzielen, durch die der Schußfaden in das Fach eingetragen wird, wobei
der Schußfaden den beiden Schußeinschlagsystemen ununterbrochen zugeführt wird. Zur
Erzielung dieses Schußfadenwechsels sind Einrichtungen bekannt, die entweder die Düsen
um 180° drehen oder den Schußfaden von der einen Seite auf die andere mit Preßluft
befördern. Der Nachteil dieser Einrichtungen besteht darin, daß sie kompliziert und
folglich auch kostspielig sind.
[0003] Diese Mängel werden durch die erfindungsgemäße Vorrichtung beseitigt, deren Prinzip
darin besteht, daß sie für den Schußeinschlag in zwei verschiedene Fächer eine Webmaschine
eine Düse mit zwei Ausgängen und mit einer einzigen gemeinsamen Zuführung des Druckmediums
besitzt, das programmgesteuert jeweils in den einen oder in den anderen Ausgangszweig
gerichtet wird.
[0004] Vorteile dieser Anordnung liegen in einer wesentlichen Reduzierung de dynamischen
Kräfte und in der Möglichkeit, mit der Einschlagvorrichtung den Einschlagkanal zu
verfolgen und somit die gesamte Einschlagzeit auszunützen. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß die Verstellung des Schußfadens von einem Zweig der Ausgangskammer in den
anderen durch direkten Strom des Druckmediums und daher sehr zuverlässig bewerkstelligt
wird.
[0005] Weitere Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung in der Lage für Einschlag
rechts,
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in der Lage für Einschlag links.
[0006] Eine z.B. an einer nicht dargestellten Lade der Webmaschine zwischen zwei Fächern
angeordnete Düse 1 enthält einen Düsenkörper 11, in dem ein Mischfach 12 und Düsenkerne
13 vorgesehen sind. Durch einen seitlichen Anschluß 14 strömt ein Druckmedium in das
als Ringkammer ausgebildete Mischfach 12, an das eine langgestreckte Ausgangskammer
15 anschließt. Die ganze Düse 1 ist auf einem Zapfen 9 schwenkbar gelagert. Gegenüber
der Mündung der Ausgangskammer 15 ist ein Ansatz 8 angeordnet, der zwei gegensinnige
Rohrzweige 6, 7 aufweist. Jeder Rohrzweig 6, 7 besitzt einen schrägen, zum Ausströmende
des Röhrchens 15 weisenden Ein strömabschnitt und einen geraden Strömungsabschnitt
in der Zeichenebene. Das Druckmedium gelangt durch den Anschluß 14 in das Mischfach
12 und von dort durch die Ausgangskammer 15 in den rechten Rohrzweig 6 des Ansatzes
8.
[0007] In Fig. 2 ist die Düse 1 mit der Ausgangskammer 15 um den Zapfen 9 verschwenkt, so
daß das Druckmedium in den linken Zweig 7 des Ansatzes 8 der Ausgangskammer 15 strömt.
[0008] Für den gleichzeitigen Einschlag von zwei Schußfäden in zwei verschiedene Fächer
wird die erfindungsgemäße Einrichtung wenigstens zweifach übereinander angeordnet.
Die Wahl der Ausgangsrichtung des Druckmediums und folglich des Schußeinschlags wird
durch das Webprogramm bestimmt, dementsprechend der Zapfen 9 verstellt wird.
1. Vorrichtung für den Schußeinschlag in zwei verschiedene Fächer einer Webmaschine,
gekennzeichnet durch
eine Düse (1) mit zwei Ausgängen (6, 7) und einer gemeinsamen Zuführung (14) für
ein Druckmedium, das programmgesteuert in jeweils einen Ausgang (6 oder 7) gerichtet
wird.
Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (1) einen beweglichen Düsenkörper (11) mit einer langgestreckten Ausgangskammer
(15) enthält und daß die beiden als Rohrzweige ausgebildeten Ausgänge (6, 7) an einem
ortsfesten Ansatz (8) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die das Druckmedium in den jeweiligen Rohrzweig (6, 7) des Ansatzes (8) richtende
Düse (11, 15) an einem Zapfen (9) programmgesteuert verschwenkbar gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Rohrzweig (6, 7) einen schrägen Einströmabschnitt und einen geraden Strömungsabschnitt
enthält, wobei die beiden Einströmabschnitte derart an Ansatz (8) angeordnet sind,
daß sich die Öffnung des verschwenkbaren Düsenröhrchens (15) in seiner einen oder
anderen Endstellung vor jeweils einer Einströmöffnung des einen oder anderen Rohrzweigs
(6, 7) befindet.

