| (19) |
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(11) |
EP 0 323 982 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.1993 Patentblatt 1993/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.05.1988 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A47G 25/90 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8800/317 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8809/637 (15.12.1988 Gazette 1988/27) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR ERLEICHTERUNG DES ANZIEHENS VON KLEIDUNGSSTÜCKEN
DEVICE TO FACILITATE DONNING ARTICLES OF CLOTHING
AIDE D'HABILLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
01.06.1987 DE 3718330
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.07.1989 Patentblatt 1989/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Tomasi, Ruth |
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D-79761 Waldshut-Tiengen (DE) |
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Erfinder: |
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- TOMASI, Walter
D-7890 Waldshut-Tiengen 2 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weiss, Peter, Dr. rer.nat. |
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Dr. Peter Weiss & Partner
Postfach 12 50 78234 Engen 78234 Engen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 203 266
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FR-A- 2 136 191
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erleichterung des Anziehens
von Kleidungsstücken wie Mäntel, Jacken od. dgl. mit einer an einer senkrechten Führung
mittels eines Verbindungselementes höhenverstellbar angebrachten Haltevorrichtung
für Kleidungsstücke, wobei ein von der das Kleidungsstück jeweils anziehenden Person
betätigkbarer Antrieb zur Veränderung der Höhe der Haltevorrichtung an der senkrechten
Führung vorgesehen ist.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen der genannten Art sind bereits bekannt, wobei beispielswiese auf die
DE-OS 21 17 080 verwiesen werden kann. Den bekannten Vorrichtungen ist jedoch gemein,
daß sie der das Kleidungsstück anziehenden Person keine mit der üblichen Hilfeleistung
durch eine Hilfsperson beim Anziehen von Mänteln, Jacken od. dgl. auch nur entfernt
vergleichbare Hilfestellung zu leisten in der Lage sind.
Darstellung der Erfindung
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art anzugeben, die in der Lage ist, die übliche Hilfeleistung einer Hilfsperson vollwertig
zu ersetzen.
[0004] Die genannte sowie weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst
durch die Angabe einer Vorrichtung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung leistet vollständig die sonst von Hilfspersonen
üblicherweise erbrachte Hilfestellung beim Anziehen von Mänteln, Jacken od. dgl..
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hilft der sich anziehenden Person in gewohnter Weise
in den Mantel oder die Jacke. Eine Umgewöhnung ist nicht erforderlich. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist einfach und sicher zu bedienen. Sie ist damit insbesondere für ältere
Menschen und Behinderte geeignet.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
gekennzeichnet.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0007] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sowie die Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergeben sich aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels,
insbesondere unter Berücksichtigung der beigefügten Zeichnung.
[0008] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung nach der Erfindung im Aufriß,
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 im Seitenriß, und
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 im Grundriß.
[0009] In den Figuren sind übereinstimmende Teile mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0010] Es wird nunmehr auf die Zeichnungen Bezug genommen. In diesen ist mit 1 eine senkrechte
Führung bezeichnet, die hier beispielsweise durch zwei, im Profil U-förmige, parallele
Stangen gebildet wird. Von der senkrechten Führung 1 wird in senkrechter Richtung
ein Verbindungselement 2 geführt, an welchem eine Haltevorrichtung für die anzuziehenden,
selbst jedoch nicht dargestellten Kleidungsstücke befestigt ist, die im wesentlichen
aus den Halbbügeln 3 und 4 besteht. Die Halbbügel 3 und 4 sind mittels Scharnieren
5 und 6 an dem Verbindungselement 2 angelenkt und zwar in gleicher Höhe h in einem
Abstand d von etwa 24 cm voneinander. der genannte Abstand könnte auch kleiner, z.
B. 16 cm, oder größer, z. B. 30 cm, sein. Er bestimmt sich nach der Schulterbreite
der Kleidungsstücke. Prinzipiell ist es ohne weiteres möglich, durch eine geeignete
Ausbildung des Verbindungselementes 2 diesen Abstand d einstellbar zu machen. Hierzu
könnte beispielsweise das Verbindungselement 2 zweigeteilt ausgebildet sein, so daß
die beiden Halbbügel 3 und 4 durch geeignete Verstellelemente, wie ein zwei Zahnstangen
kämmendes Zahnrad, wobei mit jedem Teil des Verbindungselementes 2 eine Zahnstange
verbunden ist, auseinandergezogen werden können. Dies ist im gewählten Ausführungsbeispiel
jedoch nicht vorgesehen.
[0011] Die beiden Halbbügel 3 und 4 weisen vorzugsweise eine Länge von jeweils 30 cm auf.
Sie sind mittels der Scharniere 5 und 6 an dem Verbindungselement 2 so angelenkt,
daß sie in einer im folgenden als ersten bezeichneten Endstellung etwa entlang einer
geraden Linie horizontal ausgerichtet sind und in dieser Stellung mit etwa 2/3 ihrer
Länge über die Scharniere 5 und 6 nach außen und entsprechend mit etwa 1/3 ihrer Länge
über die Scharniere 5 und 6 nach innen, d. h. in den Bereich zwischen den Scharnieren
5 und 6 überstehen.
[0012] Die beiden Halbbügel 3 und 4 sind vorzugsweise im Bereich ihrer in der ersten Endstellung
äußeren Enden entweder nach oben gebogen oder weisen, wie dies in den Figuren dargestellt
ist, dort einen Wulst auf ihrer oberen Seite auf. Dieser Wulst kann, muß aber nicht,
vorzugsweise noch mit einem Material wie z. B. Gummi belegt sein, welches einen hohen
Reibungskoeffizienten für Kleidungsstücke aufweist. Ansonsten ist die Oberfläche der
Halbbügel 3 und 4 glatt.
[0013] Die konkrete Ausbildung der senkrechten Führung 1 sowie des Verbindungselementes
2 ist für die vorliegende Erfindung nicht von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist
nur, daß die senkrechte Führung 1 eine Verstellung der Höhe h des Verbindungselementes
2 mit der an ihr befestigten Haltevorrichtung zwischen etwa 90 cm und 210 cm über
dem Erdboden erlaubt und daß das Verbindungselement 2 die Anlenkung der Halbbügel
3 und 4 im genannten Abstand von 10 bis 30 cm von der senkrechten Führung 1 entfernt
erlaubt. Zusätzlich muß das Verbindungselement 2 ein Umklappen der Halbbügel 3 und
4, wie nachstehend erläutert, erlauben. Das Verbindungselement 2 weist vorzugsweise
eine gabelförmige Form auf.
[0014] Die Achsrichtungen I und II der beiden Scharniere 5 und 6 sind gegeneinander geneigt
und zwar gegenüber der senkrechten Führung 1 um etwa 45°. Die genannten Achsrichtungen
I und II schneiden sich entsprechend oberhalb der Haltevorrichtung, etwa in einem
rechten Winkel. Die Längsrichtung der beiden Halbbügel 3 und 4 ist ihrerseits um jeweils
etwa 45° gegen die beiden Achsrichtungen I und II geneigt. Aus ihrer bereits erwähnten,
durch entsprechende erste Anschläge festgelegten ersten Endstellungen können die beiden
Halbbügel 3 und 4 nur nach vorne, d. h. von der senkrechten Führung 1 weg, geklappt
werden. Durch die Ausrichtung der Achsrichtungen I und II der Scharniere 5 und 6 bewegen
sie sich dabei gleichzeitig schräg nach unten. Durch zweite Anschläge ist bei einem
Drehwinkel von jeweils etwa 90° eine zweite Endstellung definiert, wie sie in Fig.
2 zu sehen ist.
[0015] In der in Fig. 1 dargestellten ersten Endstellung sollen die beiden Halbbügel 3 und
4 vorzugsweise zusätzlich unter der Wirkung der Schwerkraft in einem stabilen Gleichgewicht
sein. Dies wird durch eine leichte Kippung der durch die Achsrichtungen I und II der
beiden Scharniere 5 und 6 definierten Ebene nach hinten gegen die senkrechte Führung
1 hin erreicht, wie dies ebenfalls aus Fig. 2 zu ersehen ist. Der Verkippungswinkel
α sollte nicht mehr als etwa 10° betragen.
[0016] Es ist jedoch auch, wie in Fig. 3 angedeutet, möglich, am Verbindungselement 2 aktivierbare
Magnete 17 vorzusehen, welche mit entsprechenden Gegenflächen 18 in den Halbbügeln
3 und 4 zusammenwirken.
[0017] Die Magnete 17 können dabei über entsprechende, nicht näher dargestellte Leitungen
und Schleifkontakte zwischen Verbindungselement 2 und senkrechter Führung 1 mit einer
Stromquelle in Verbindung stehen. Dabei ist dieser Kontakt bevorzugt so ausgelegt,
daß er nach einem vorbestimmten Hub des Verbindungselementes 2 aufgehoben wird, so
daß dann die Halbbügel 3 und 4 in ihrer Bewegung zur Übergabe des Kleidungsstückes
frei sind.
[0018] Zur Verstellung der Höhe h der Haltevorrichtung an der senkrechten Führung 1 ist
ein motorischer Antrieb vorgesehen, welcher durch einen Elektromotor 10 sowie ein
über zwei Seilrollen 8 und 9 geführtes Seil 7 gebildet wird. Durch den Elektromotor
10 wird die untere Seilrolle 9 angetrieben. Statt der Verwendung eines Seiles und
von Seilrollen könnte auch eine Kette in Verbindung mit Zahnrädern oder weitere gleichwirkende
Elemente vorgesehen sein. Der Elektromotor 10 ist mittels eines Fußschalters 11, der
vorzugsweise ein Taster ist, in Gang setzbar. Der Fußschalter 11 ist beispielsweise
auf einer Grundplatte 12 so angeordnet, daß er von der das Kleidungsstück anziehenden
Person während des Anziehens mit dem Fuß leicht erreich- und betätigbar ist.
[0019] Der Fußschalter 11 betrifft jedoch nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Behindertengerechter
kann sich beispielsweise hier auch eine Fernbedienung anbieten. Für Behinderte, deren
Beinmotorik gestört ist, kann ferner ein Einschalten bei in die Ärmel eingeführten
Händen möglich sein, indem der Schalter durch den Ärmel hindurch beispielsweise an
der senkrechten Führung 1 ertastet wird. Hier soll der Erfindung keine Grenze gesetzt
sein.
[0020] Weiter sind noch zwei Endschalter 13 und 14 vorgesehen, die die Höhenverstellbarkeit
der Haltevorrichtung zwischen einer unteren und einer oberen extremen Position begrenzen,
beispielsweise 70 cm bzw. 170 cm über dem Boden bzw. der Grundplatte 12. Die beiden
Endschalter 13 und 14 sind vorzugsweise so ausgebildet und mit dem Fußschalter 11
und dem Elektromotor 10 so verschaltet, daß sich bei ihrer Betätigung durch Anschlag
des Verbindungselementes 2 an ihnen die Drehrichtung des Elektromotors 10 jeweils
umkehrt. Darüber hinaus sind am Verbindungselement 2 noch zwei in den genannten Schaltkreis
geschaltete, mit der Hand betätigbare und dort auch bequem erreichbare, als Tasten
ausgebildete Schalter 15 und 16 vorgesehen. Durch Betätigung dieser Schalter läßt
sich die Haltevorrichtung an der senkrechten Führung 1 nach oben bzw. nach unten verfahren.
Mittels dieser Schalter 15 und 16 findet eine Ärmellochhöhenverstellung entsprechend
einer vorgegebenen Körpergröße statt. Dazu kann sich beispielsweise an der senkrechten
Führung 1 eine Skala befinden.
[0021] Der untere Endschalter 14 kann manuell verstellbar ausgebildet sein, so daß auch
ein Behinderter ohne Hilfe einer anderen Person leicht die Höhe der Halbbügel 3 und
4 entsprechend seiner Ärmellochhöhe, die von der Körpergröße ahängt, einstellen kann.
[0022] Anstelle eines elektromotorischen Antriebes könnte alternativ auch ein hydraulischer
oder sonstwie geeigneter mechanischer Antrieb für die Höhenverstellung der Haltevorrichtung
an der senkrechten Führung 1 vorgesehen werden. Alle Antriebe müssen jedoch von der
das Kleidungsstück anziehenden Person während des Anziehens selbst betätigbar sein.
[0023] Was nun die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung betrifft, so ergibt sich
diese wie folgt, wobei angenommen wird, daß der in den Zeichnungen dargestellte elektromotorische
Antrieb mit den ebenfalls dargestellten Schaltern 11 sowie 13 bis 16 vorgesehen ist:
Durch Betätigung des Fußschalters 11 oder einer der beiden Schalter 15 oder 16 wird
die Haltevorrichtung zunächst in eine Stellung etwa im Bereich der unteren extremen
Position gefahren. Die beiden Halbbügel 3 und 4 werden in die erste Endstellung geklappt.
Sodann wird das anzuziehende Kleidungsstück in geöffnetem Zustand mit seiner Innen-
bzw. Futterseite nach vorne, d. h. von der senkrechten Führung 1 weg, mit seiner Schulterpartie
über die Halbbügel 3 und 4 gehängt und zwar so, daß die Halbbügel 3 und 4 mit der
Außenseite der Schulterpartien und nicht wie sonst bei Kleiderbügeln üblich, mit der
Innenseite in Berührung sind. Durch die gewählte besondere Geometrie der Haltevorrichtung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung bietet sich der Person, die das Kleidungsstück anziehen
will, nach der Aufhängung desselben in der beschriebenen Weise an der Haltevorrichtung
dieses in der gleichen Weise dar, wie wenn es von einer Hilfsperson für das Anziehen
geeignet gehalten würde.
[0024] Die Person, die das Kleidungsstück anziehen will, braucht sich entsprechend nur mit
dem Rücken gegen die erfindungsgemäße Vorrichtung zu stellen, die Arme ausgestreckt
etwas nach hinten zu halten und in die Armlöcher des weit geöffneten Kleidungsstückes
zu stecken. Bei geeigneter Einstellung der Höhe der Haltevorrichtung befinden sich
die Armlöcher genau in der für diesen Zweck richtigen Höhe. Diese Höhe kann bei Bedarf,
selbst nach dem Aufhängen des Kleidungsstückes auf die Halbbügel 3 und 4, durch Betätigung
der Schalter 15 und 16 noch korrigiert werden.
[0025] Nach dem Hineinschlüpfen in die Armlöcher wird der eigentliche Anziehvorgang durch
Betätigung des Fußschalters 11 ausgelöst. Durch Betätigung des Fußschalters 11 wird
das anzuziehende Kleidungsstück von der Haltevorrichtung nach oben gezogen, wodurch
die Arme der das Kleidungsstück anziehenden Person in die Ärmel des Kleidungsstücks
hineingleiten.
[0026] Hat nun die Haltevorrichtung bei ihrer Bewegung entlang der senkrechten Führung 1
nach oben eine bestimmte Höhe erreicht, bei welcher sich die Arme der das Kleidungsstück
anziehenden Person bereits weitgehend vollständig in den Ärmeln befinden, so wird
durch das Kleidungsstück auf die beiden Halbbügel 3 und 4 jeweils ein Zug nach vorne,
d. h. zu der das Kleidungsstück anziehenden Person hin, ausgeübt. Dieser Zug veranlaßt
die Halbbügel 3 und 4 aus ihrer ersten Endstellung nach vorne in die zweite Endstellung
umzuklappen, dabei das Kleidungsstück automatisch freizugeben und der das Kleidungsstück
anziehenden Person die Schulterpartien desselben sanft und wirkungsvoll über die Schultern
zu legen. Vor diesem automatischen Abwurf des Kleidungsstückes übt dieses lediglich
einen Zug nach unten auf die beiden Halbbügel 3 und 4 aus, wodurch diese in der ersten
Endstellung festgehalten werden. Dieser Zug verstärkt sich noch, wenn die Arme der
das Kleidungsstück anziehenden Person während des Anziehens in die Ärmel gleiten.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Überlastschutz vorgesehen,
welcher je nach Kleidungsstück und nach Zug eine Umkehrung des Motors 10 bewirkt.
Dieser Überlastschutz ist einmal über eine entsprechende Einrichtung am Motor 10 selbst
möglich, indem dieser bei Überschreitung eines vorbestimmten Drehmomentes umschaltet.
[0028] In einer anderen Ausführungsform ist aber beispielsweise die obere Rolle 8 an in
Fig. 1 gestrichelt angedeuteten Federn 19 aufgehängt. Wird ein erhöhter Zug auf die
Rolle 8 ausgeübt, beispielsweise, wenn ein Kleidungsstück am Verbindungselement 2
oder den Halbbügeln 3 und 4, hängen bleibt, so wird die Rolle 8 nach unten gezogen
und erreicht dort einen Überlastschalter 20, über den die Motordrehung umgeschaltet
wird. Dieser Überlastschalter 20 befindet sich beispielsweise an einer kleinen Zahnstange
oder Gewindespindel und ist je nach Gewicht des Kleidungsstücks verstellbar. Dies
kann stufenlos oder in vorgegebenen Abstufungen (Beispiel: Oberhemd, Jacket, Sommernantel,
Wintermantel) geschehen.
[0029] Bedingt durch die gewählte Form der Halbbügel 3 und 4 sowie durch die ggfs. zusätzlich
noch vorgesehene Gummierung ihrer Oberseiten, wird ein vorzeitiges Herabgleiten des
Kleidungsstückes von den Halbbügeln 3 und 4 vermieden. Im Hinblick auf spezielle Kleidungsstücke
kann eine zusätzliche Arretierung, beispielsweise nach Art von unter Federdruck stehenden
Klammern, vorgesehen werden, doch ist eine solche zusätzliche Arretierung normalerweise
nicht erforderlich.
[0030] Die in der ersten Endstellung nach innen über die Scharniere 5 und 6 überstehenden
Teile der Halbbügel 3 und 4 erfüllen folgende Funktion:
Sie dienen dazu, es der das Kleidungsstück anziehenden Person zu ermöglichen, das
Umklappen der beiden Halbbügel 3 und 4 aus der ersten Endstellung in die zweite Endstellung
zu einem früheren Zeitpunkt nach Belieben auszulösen, als dies selbsttätig erfolgen
würde.
[0031] Die das Kleidungsstück anziehende Person braucht sich während des Hochfahrens der
Haltevorrichtung und dem Hineingleiten der Arme in die Ärmel des Kleidungsstücks nur
etwas nach hinten zu lehnen und mit ihrem Rücken einen sanften Druck auf die beiden
genannten, nach innen überstehenden Teile der Halbbügel 3 und 4 auszuüben, um deren
Umklappen auszulösen oder zu erleichtern. Durch Ausnutzung dieser Steuerungsmöglichkeit
läßt sich ein perfektes und sanftes Überlegen des Kleidungsstückes über die Schultern
erreichen.
1. Vorrichtung zur Erleichterung des Anziehens von Kleidungsstücken wie Mäntel, Jacken
od. dgl., mit einer an einer senkrechten Führung (1) mittels eines Verbindungselementes
(2) höhenverstellbar angebrachten Haltevorrichtung für die Kleidungsstücke, wobei
ein von der das Kleidungsstück jeweils anziehenden Person betätigbarer Antrieb zur
Veränderung der Höhe der Haltevorrichtung an der senkrechten Führung vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung zwei mittels Scharnieren (5, 6) am Verbindungselement (2)
angelenkte Halbbügel (3, 4) aufweist, wobei die Achsrichtungen (I, II) der Scharniere
(5, 6) sich oberhalb der Haltevorrichtung in einem Winkel schneiden und die Halbbügel
(3, 4) aus einer etwa horizontalen, entgegengesetzt ausgerichteten ersten Endstellung
um die genannten Achsrichtungen (I, II) um einen Winkel nach vorne von der senkrechten
Führung (1) weg in eine zweite Endstellung klappar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel etwa 90° beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Achsrichtungen
(I,II) der beiden Scharniere (5,6) definierte Ebene um einen Winkel (α) von etwa 10°-20°
nach hinten gegen die senkrechte Führung (1) verkippt ist, so daß sich die Halbbügel
(3,4) in der ersten Endstellung unter der Wirkung der Schwerkraft in einer stabilen
Gleichgewichtslage befinden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Verbindungselement (2) und Halbbügeln (3,4) Magnete (17) mit entsprechenden Gegenflächen
(18) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (17) über eine
vorbestimmte Hublänge des Verbindungselementes (2) aktivierbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichent, daß die Halbbügel
(3,4) eine Länge von etwa 30 cm aufweisen, wobei jeweils etwa 2/3 dieser Länge in
der ersten Endstellung über die Scharniere (5,6) nach außen und etwa 1/3 dieser Länge
über die Scharniere (5,6) in den Bereich zwischen diesen übersteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbbügel
(3,4) im Bereich ihrer äußeren Enden eine nach oben gebogene Form oder eine entsprechende
Verdickung aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbbügel
(3,4) zumindest auf ihrer Oberseite und im Bereich ihrer äußeren Enden mit einer Gummierung
versehen sind, die einen hohen Reibungskoeffizienten für Kleidungsstücke aufweist
und ansonsten eine glatte Oberfläche besitzt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
(7-10) zur Veränderung der Höhe (h) der Haltevorrichtung ein elektromotorischer Antrieb
ist, welcher von der das Kleidungsstück anziehenden Person mittels eines Schalters
(11) betätigbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein oberer
und ein unterer Endschalter (13 bzw. 14) den Hubweg des Verbindungselementes (2) begrenzen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endschalter (14)
höhenverstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überlastschutz
vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlastschutz aus einem
Überlastschalter (20) besteht, welcher mit einer Aufhängung (8) des Verbindungselementes
(2) zusammenwirkt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlastschalter (20)
höhenverstellbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
(d) der beiden Halbbügel (3,4) veränderbar ist.
1. Device to facilitate the donning of articles of clothing such as coats, jackets or
the like, with a holding device for the articles of clothing, which is arranged adjustably
in height on a vertical guide (1) by means of a connecting element (2), wherein a
drive which is actuable by the person donning the respective article of clothing is
provided for altering the height of the holding device on the vertical guide, characterised
in that the holding device has two half hangers (3, 4) articulated to the connecting
element (2) by means of hinges (5, 6), wherein the axial directions (I, II) of the
hinges (5, 6) intersect at an angle above the holding device and the half hangers
(3, 4) may be folded from a substantially horizontal opposingly orientated first end
position round said axial directions (I, II) through an angle forwardly away from
the vertical guide (1) into a second end position.
2. Device according to claim 1, characterised in that the angle is about 90o.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the plane defined by the axial
directions (I, II) of the two hinges (5, 6) is titled backwardly against the vertical
guide (1) through an angle (α) of about 10o to 20o so that the half hangers (3, 4) are located in a stable equilibrium position under
the influence of gravity in the first end position.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that magnets (17) with
corresponding opposing faces (18) are provided between connecting element (2) and
half hangers (3, 4).
5. Device according to claim 4, characterised in that the magnets (17) may be activated
over a predetermined stroke length of the connecting element (2).
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the half hangers (3,
4) have a length of about 30 cm, about two-thirds of this length projecting outwardly
beyond the hinges (5, 6) in the first end position and about one-third of this length
projecting beyond the hinges (5, 6) into the region between them respectively.
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the half hangers (3,
4) have an upwardly bent shape or a corresponding thickening in the region of their
outer ends.
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the half hangers (3,
4) are provided, at least on their upper side and in the region of their outer end,
with a rubber coating which has a high coefficient of friction for articles of clothing
and otherwise possesses a smooth surface.
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that the drive (7 - 10)
for altering the height (h) of the holding device is an electric motor drive which
is actuable by means of a switch (11) by the person donning the article of clothing.
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterised in that an upper and a lower
limit switch (13 and 14) limit the stroke of the connecting element (2).
11. Device according to claim 10, characterised in that the lower limit switch (14) is
adjustable in height.
12. Device according to one of claims 1 to 11, characterised in that overload protection
is provided.
13. Device according to claim 12, characterised in that the overload protection consists
of an overload switch (20) which cooperates with a suspension means (8) of the connecting
element (2).
14. Device according to claim 13, characterised in that the overload switch (20) is adjustable
in height.
15. Device according to one of claims 1 to 14, characterised in that the distance (d)
between the two hanger halves (3, 4) is variable.
1. Dispositif destiné à faciliter l'habillage d'une personne avec des vêtements tels
que manteaux, vestes ou objets analogues, comportant un support du vêtement, mobile
le long d'un guide vertical (1) par l'intermédiaire d'un élément de liaison (2) et
dont un organe d'entraînement, actionnable par l'utilisateur, permet de régler la
hauteur, caractérisé en ce que le support du vêtement est constitué de deux demi-cintres
(3, 4) articulés à l'élément de liaison (2), par des charnières (5, 6) dont les axes
(I, II) se coupent, au dessus du support, selon un certain angle, les demi-cintres
(3, 4) pouvant passer d'une première position extrême, dans laquelle ils sont alignés
et opposés sensiblement à l'horizontale, par basculement autour des axes (I, II),
d'un certain angle les écartant du guide vertical (1) vers l'avant, dans une seconde
position extrême.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle de basculement
atteint 90° environ.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le plan défini par
les axes (I, II) des deux charnières (5, 6) est incliné vers l'arrière d'un angle
α de 10° à 20° environ par rapport au guide vertical (1), de sorte que les demicintres,
dans leur première position extrême, se trouvent en position d'équilibre stable par
l'effet de la simple gravité.
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des aimants (17)
et leur contreparties (18) sont disposés entre l'élément de liaison (2) et les demi-cintres
(3, 4).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les aimants (17) peuvent
être rendus opérationnels par un déplacement de longueur déterminée de l'élément de
liaison (2).
6. Dispositif selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les demi-cintres
ont une longueur d'environ 30 cm, dont environ les 2/3, dépassent les charnières (5,
6) vers l'extérieur, l'autre 1/3 se trouvant entre celles-ci lorsque les demi-cintres
sont dans leur première position extrême.
7. Dispositif selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les demi-cintres
(3, 4) ont, vers leurs extrémités extérieures, une forme bombée vers le haut ou sont
munies à ces endroits de surépaisseurs appropriées.
8. Dispositif selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les demi-cintres
portent sur leurs faces supérieures, et au niveau de leurs extrémités externes, un
revêtement élastique à coefficient de frottement élevé par rapport aux vêtements,
le reste de leurs surfaces étant lisse.
9. Dispositif selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'entraînement
(7, 10) permettant de modifier la hauteur (h) du support est assuré par un moteur
électrique, que peut commander par un contacteur (11), l'utilisateur en train de s'habiller.
10. Dispositif selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des interrupteurs
de fin de course (13, 14) situés en haut et en bas limitent la course de l'élément
de liaison (2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'interrupteur inférieur
(14) est réglable en hauteur.
12. Dispositif selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une protection
contre la surcharge est prévue.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la protection contre la
surcharge est constituée par un interrupteur de surcharge (20), qui coopère avec l'organe
de suspension (8) de l'élément de liaison (2).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'interrupteur de surcharge
(20) est réglable en hauteur.
15. Dispositif selon une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la distance
(d) entre les demi-cintres est réglable.
