[0001] Die Erfindung betrifft ein Etikettenband gemäß dem ersten Teil von Anspruch 1.
[0002] Ein derartiges Etikettenband ist aus der DE-A-1 761 575 bekannt.
[0003] Derartige Etikettenbänder dienen dazu, die einzelnen Etiketten mittels geeigneter
Geräte beispielsweise auf Verkaufsartikel aufzubringen, wobei die periodischen Kurven
jedes Einzeletikett in mindestens drei Abschnitte zerteilen, die sich dann, wenn versucht
wird, ein Einzeletikett von einem Artikel, auf dem es haftet, abzulösen, leicht voneinander
lösen, so daß das unbefugte Übertragen eines Etiketts von einem Artikel auf einen
anderen erschwert ist. In der US-PS 3 221 427 werden "selbstzerstörende" Klebebänder
mit zwei in Längsrichtung des Bandes verlaufenden, durchgehenden, periodischen Schnittlinien
beschrieben, die teilweise quer zur Längsrichtung des Bandes verlaufen und deren Krümmungen
Winkel von weniger als 90° einschließen. Allerdings sind diese Bänder nicht in Etikettenabschnitte
aufgeteilt.
[0004] Wie z.B. aus der DE-AS 1 217 769 bekannt, bei der jedoch jeweils nur eine einzige
periodische Kurve pro Etikettenband verwirklicht ist, sind die periodischen Kurven
meist nicht als durchgehende Schnittlinien ausgebildet, sondern sie weisen verhältnismäßig
kleine Unterbrechungen auf, so daß Papierbrücken bestehen bleiben, die die Abschnitte
zusammenhalten und das Spenden des Etiketts ermöglichen, also das Ausgeben und das
Aufbringen mittels eines Geräts, wobei das Etikett von dem Trägerband, in das die
Schnittlinien nicht hinreichen, gelöst wird. Die Schnittlinien können auch durchgehend
ausgebildet sein, die Abschnitte der Etiketten halten dann beim Ausgeben des Etikettes
durch Leimbrücken zusammen.
[0005] Bei Etikettenbändern nach der DE-OS 1 761 575 sind die periodischen Kurven als Sinuskurven
ähnlichen wellenförmige Kurven ausgebildet, die quer zur Längsrichtung des Etikettenbandes
jeweils eine maximale Ausdehnung von nur etwa 8 % der quer zur Längsrichtung des Etikettenbandes
gemessenen Breite eines Einzeletiketts haben und daher relativ flach sind. Die Kurven,
die die Schnittlinien bilden, verlaufen bei diesen bekannten Bändern zueinander völlig
parallel und die Schnittlinienmuster in Längsrichtung des Etikettenbands gesehen wiederholen
sich bei jedem vierten Etikett. Es besteht daher immer noch die Möglichkeit, daß ein
Abschnitt eines auf einen Gegenstand aufgebrachten Etiketts unbefugt gelöst wird und
in ein anderes Etikett eingefügt wird, ohne daß diese Fälschung leicht bemerkt wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fälschungssicherheit der erwähnten
Etiketten zu erhöhen.
[0007] Diese Aufgabe wird die in Anspruch 1 definierte Erfindung gelöst.
[0008] Vorteile der Erfindung liegen darin, daß deswegen, weil die Teilung der periodischen
Schnittlinien und der die Etiketten voneinander trennenden Schnitte voneinander abweicht,
insbesondere teilerfremd ist, sehr viele Etiketten zwischen zwei hinsichtlich der
Schnittlinien völlig gleichen Etiketten liegen. Insbesondere dann, wenn die Schnittlinien
nahezu quer zur Längsrichtung des Etikettenbands verlaufende Teile haben, können trotz
lediglich geringfügiger Abweichung der Lage der Schnittlinien auf unmittelbar aufeinander
folgenden Etiketten eines einzigen Etikettenbandes Versuche, ein neues Etikett aus
nicht zueinander gehörenden Teilen anderer Etiketten zusammenzusetzen, leicht erkannt
werden, insbesondere wenn das Etikett auf einem Gegenstand aufgebracht ist, der sich
in seiner Farbe von der Etikettenfarbe deutlich unterscheidet. Da die Etikettenhöhe
größer ist als die Periodenlänge der Schnittkurven, vorzugsweise mindestens 1,5 mal
so groß, weiter vorzugsweise aber nicht größer als die zehnfache Periodenlänge, ergibt
sich bei nicht genau zueinander passenden Etikettenabschnitten eine leichte Erkennbarkeit
einer Fälschung.
[0009] Weiterhin ist von Vorteil, daß sich für einen beidseits durch gegeneinander versetzte
kurvenförmige Schnittlinien begrenzten Abschnitt des Etiketts eine stark unregelmäßige,
bizarre Form ergibt, die das Austauschen gegen einen anderen Abschnitt zum Zweck der
Fälschung weiter erschwert. Selbst ein genau passender Abschnitt kann nur mit Mühe
passend ins aufgeklebte Etikett eingesetzt werden.
[0010] Beim Ausgeben der einzelnen Etiketten bekannter Etikettenbänder mittels der Etikettiergeräte
besteht die Möglichkeit, daß sich die einzelnen Abschnitte des Etiketts voneinander
lösen, sofern nicht ausreichend kräftige Papierbrücken vorhanden sind. Kräftige Papierbrücken
steigern allerdings die Wahrscheinlichkeit, daß ein Etikett unbefugt von einem etikettierten
Gegenstand als Ganzes abgelöst und auf einen anderen Gegenstand aufgebracht werden
kann.
[0011] Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß deswegen, weil die periodischen Schnittlinien,
von denen im allgemeinen lediglich zwei vorhanden sein werden, nicht parallel zueinander
verlaufen, die Stabilität des Etiketts beim Spenden mittels herkömmlicher Geräte verbessert
ist. Dadurch ist es möglich, verhältnismäßig schmale Papierbrücken (im Vergleich zur
Länge der Schnittlinie) vorzusehen, und dennoch kann das Etikett in unversehrtem Zustand
auf einen zu etikettierenden Gegenstand aufgebracht werden.
[0012] Bei der Ausführungsform nach den Ansprüchen 2 und 3 ist von Vorteil, daß die Fälschungssicherheit
noch weiter verbessert werden kann, insbesondere wenn Teile der Schnittlinien gegenüber
der Längsrichtung des Etikettenbands und somit der Vorschubrichtung beim Spenden des
Etiketts einen verhältnismäßig steil geneigten Verlauf haben.
[0013] Bei der Ausführungsform nach Anspruch 4 ist von Vorteil, daß die Schnittlinien Bereiche
aufweisen, die unter stark verschiedenen Winkeln angeordnet sind, so daß das Zerreißen
des Etiketts beim unbefugten Ablösen von einer Unterlage mit großer Sicherheit erfolgt,
unabhängig davon, von welcher Richtung her das Ablösen des Etiketts versucht wird.
[0014] Bei der Ausführungsform nach Anspruch 5 ist von Vorteil, daß wegen der relativ großen
Breite in Längsrichtung des Etikettenbands, die eine einzelne Schnittlinie infolge
ihres hinund hergehenden Verlaufs einnimmt, das Zerreißen des Etiketts in seine einzelnen
Abschnitte beim unbefugten Ablösen weiter begünstigt wird. Auch werden insbesondere
hierbei senkrechte Teile von aufgebrachten Schriftzeichen, insbesondere von Preisangaben,
beim Zerreißen des Etiketts in seine einzelnen Abschnitte in senkrechter Richtung
unterteilt, so daß das Zusammensetzen eines neuen Etiketts aus nicht zusammengehörenden
Teilen anderer Etiketten erschwert ist.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung, die erfindungswesentliche
Einzelheiten zeigt, und aus den Ansprüchen.
[0016] Die einzige Figur zeigt in einer Draufsicht einen Abschnitt eines Etikettenbands,
auf dem drei unmittelbar aufeinander folgende Etiketten angeordnet sind.
[0017] Das Etikettenband 1 besteht aus einem Trägerband 2, auf dem Etiketten 4 unmittelbar
aufeinander folgend angeordnet sind. Die Etiketten 4 weisen auf ihrer Rückseite eine
selbstklebende Klebeschicht auf, mit der sie leicht lösbar an dem Trägerband 2 haften
und auf eine zu etikettierende Unterlage aufgebracht werden. Die Etiketten 4 sind
dadurch gebildet, daß ausgehend von einem Band, bei dem auf dem Trägerband 2 eine
durchgehende Papierbahn haftet, diese in einem ersten Stanzwerkzeug mit kurvenförmigen,
in der Figur im wesentlichen von oben nach unten verlaufenen Schnittlinien 6 versehen
wird und in einem zweiten Stanzvorgang mit quer zur Längsrichtung des Bandes verlaufenden,
im Beispiel geraden Schnitten 8 versehen wird, die die Einzeletiketten bilden. Die
Schnittlinien 6 weisen einen sägezahnförmigen Verlauf auf, mit einem zur Längsrichtung
des Bandes unter einem Winkel von etwa 45° verlaufenden Abschnitt 10 und unter einem
Winkel von etwa 70° verlaufenden Abschnitt 12. Diese Abschnitte sind im wesentlichen
gerade, die Übergänge zwischen den Abschnitten 10 und 12 sind leicht abgerundet.
[0018] Die Abschnitte 10 weisen jeweils eine durch eine Lücke in dem Stanzwerkzeug gebildete
Papierbrücke 14 auf.
[0019] Im Ausführungsbeispiel hat das einzelne Etikett 4 eine Breite von 37 mm und eine
Höhe von 19 mm. Der Etikettenhöhe entsprechen etwas mehr als zwei volle Perioden der
kurvenförmigen Schnittlinien 6. Die Papierbrücken 14 haben eine Länge von etwa 1,0
mm.
[0020] Die Breite 16, die jede der Schnittlinien 6 quer zur Längsrichtung des Etikettenbands
1 einnimmt, beträgt im Beispiel etwa 5,5 mm und somit etwa 26% der in Längsrichtung
des Etikettenband bemessenen Höhe des Etiketts 4 und 15% der Breite des Etiketts.
[0021] Die beiden periodischen Schnittlinien 6, die völlig gleich sind, sind in Längsrichtung
des Etikettenbands gegeneinander versetzt, so daß eine jeweils zur anderen Schnittlinie
weisende Spitze 18 bzw. 18′ dem etwa unter einem Winkel von 45° zur Längsrichtung
verlaufenden Abschnitt 14 der jeweils anderen Schnittlinie 6 gegenübersteht, und zwar
in der Nähe deren Spitze 18′ bzw. 18.
[0022] Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung sind die beiden Schnittlinien in ihrer
Form und/oder Periodenlänge voneinander verschieden. Bei verschiedener Periodenlänge
ergibt sich eine ständig wechselnde Konstellation der Schnittlinien zueinander.
1. Etikettenband (1) mit auf einem Trägerband (2) haftenden Selbstklebeetiketten (4),
die durch im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Etikettenbands verlaufende Schnitte
(8) voneinander getrennt sind und durch mindestens zwei in Längsrichtung des Etikettenbands
verlaufende Schnittlinien (6) in Form von periodischen Kurven jeweils in Abschnitte
unterteilt sind, wobei die in Längsrichtung des Etikettenbands (1) gemessene Höhe
der Etiketten (4) größer ist als die Periodenlänge der Schnittlinien (6), und die
Höhe eines Etiketts (4) teilerfremd ist mit der Periodenlänge der Schnittlinien (6),
dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenform der Schnittlinie (6) derart gewählt ist,
daß Teile der Schnittlinie (6) miteinander einen Winkel einschließen, der höchstens
90° beträgt und daß die Kurven der Schnittlinien (6) in Längsrichtung des Etikettenbands
(1) gegeneinander versetzt sind.
2. Etikettenband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurven bezüglich einer
quer zur Längsrichtung des Etikettenbands verlaufenden Geraden unsymmetrisch sind.
3. Etikettenband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurven einen sägezahnförmigen
Verlauf haben.
4. Etikettenband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kurven einen gegenüber der Längsrichtung des Etikettenbands etwa um 45° und einen
etwa um 70° oder mehr geneigt verlaufenden Kurventeil haben.
5. Etikettenband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kurven quer zur Längsrichtung des Etikettenbands mindestens etwa 10 % der Breite
des Etikettenbands einnehmen, vorzugsweise etwa 15%.
1. Label-tape (1) with self-bonding labels (4) attached to a backing tape (2), the labels
being separated from each other by cuts (8) which run largely transverse to the longitudinal
direction of the label-tape and each being subdivided into sections by means of at
least two cut-lines (6) having the shape of periodic curves and running in the longitudinal
direction of the label-tape, whereby the height of the label (4) as measured in the
longitudinal direction of the label-tape (1) is larger than the periodic length of
the cut-lines (6) and the height of a label (4) is a non-integral multiple of the
periodic length of the cut-lines (6), characterized in that the curve-shapes of the
cut-lines (6) are chosen in such a fashion that portions of the cut-lines (6) form
an angle with each other which assumes a value of at most 90° and in that the curves
of the cut-lines (6) are displaced relative to each other in a longitudinal direction
of the label-tape (1).
2. Label-tape according to claim 1, characterized in that the curves are non-symmetric
relative to a line running transverse to the longitudinal direction of the label-tape.
3. Label-tape according to claim 2, characterized in that the curves have a saw-toothed
dependence.
4. Label-tape according to one of the preceding claims, characterized in that the curves
have curve portions which run in a tilted fashion with respect to the longitudinal
direction of the label-tape at an angle of approximately 45° and at an angle of approximately
70° or greater.
5. Label-tape according to one of the preceding claims, characterized in that the curves
span, transverse to the longitudinal direction of the label-tape, at least 10 % of
the width of the label-tape, preferentially approximately 15 %.
1. Bande d'étiquettes (1) comportant des étiquettes autocollantes (4) qui adhèrent sur
une bande porteuse (2), qui sont séparées l'une de l'autre par des incisions qui s'étendent
sensiblement transversalement par rapport à la direction longitudinale de la bande
d'étiquettes et qui sont divisées chaque fois en morceaux par au moins deux lignes
d'incision (6) en forme de courbes périodiques et qui s'étendent dans la direction
longitudinale de la bande d'étiquettes, la hauteur des étiquettes (4) mesurée dans
la direction longitudinale de la bande d'étiquettes (1) étant supérieure à la longueur
des périodes des lignes d'incision (6) et la hauteur d'une étiquette (4) étant un
nombre premier par rapport à la longueur des périodes des lignes d'incision (6), caractérisée
en ce que la forme des courbes de la ligne d'incision (6) est choisie de façon que
des parties de la ligne d'incision (6) forment l'une avec l'autre un angle qui est
au plus égal à 90° et de façon que les courbes des lignes d'incision (6) soient décalées
l'une par rapport à l'autre dans la direction longitudinale de la bande d'étiquettes
(1).
2. Bande d'étiquettes suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les courbes
sont dissymétriques par rapport à une ligne droite qui s'étend transversalement à
la direction longitudinale de la bande d'étiquettes.
3. Bande d'étiquettes suivant la revendication 2, caractérisée en ce que les courbes
ont un tracé en forme de dents de scie.
4. Bande d'étiquettes suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les courbes ont par rapport à la direction longitudinale de la bande d'étiquettes
une partie de courbe qui s'étend de façon inclinée à approximativement 45° et une
à approximativement 70° ou plus.
5. Bande d'étiquettes suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les courbes occupent transversalement à la direction longitudinale de la
bande d'étiquettes au moins approximativement 10 % de la largeur de la bande d'étiquettes,
de préférence approximativement 15 %.