[0001] Die Erfindung betrifft einen aufgeladenen Verbrennungsmotor mit im Ansaugweg angeordnetem
Kompressor, wobei der Kompressor als Schraubenrotormaschine, insbesondere zur Verwendung
als Lader bei einem Verbrennungsmotor, ausgebildet ist, wobei die Schraubenrotormaschine
mit mindestens zwei mit ihren Schraubenrippen und -nuten ineinandergreifenden Schraubenrotoren,
die in den von achsparallelen und einander durchdringenden Zylinderbohrungen gebildeten
und von Stirnwänden begrenzten Arbeitsraum eines Gehäuses angeordnet sind, wobei das
Gehäuse je einen in den Arbeitsraum mündenden Niederdruckstutzen und Hochdruckstutzen
sowie einen paarallel zu den Rotorachsen verschiebbar gelagerten Schieber aufweist,
der einen Teil der Umfangswand des Arbeitsraums auf der dem Niederdruckstutzen zugeordneten
Seite bildet und je nach seiner Stellung den Strömungsweg vom Niederdruckstutzen in
den Arbeitsraum mehr oder weniger freigibt.
[0002] Für die Aufladung, d.h. für die Vorverdichtung der Verbrennungsluft bei einem Verbrennungsmotor
kommen Kompressoren der verschiedensten Bauart in Frage, unter anderem auch Schraubenrotormaschinen
(im folgenden Schraubenkompressor genannt). Bisher bekannte Schraubenkompressoren
sind aber zur Verwendung als Auflader nicht ohne weiteres geeignet, da hierbei einige
Nachteile auftreten:
Wird die Verbrennungsluft des Motors im Drossel- sowie im Kompressionsbetrieb durch
den Lader geführt, muß bei beiden Betriebsarten die Laderleistung der Kurbelwelle
des Motors entnommen werden. Im gedrosselten Betrieb muß darüber hinaus der Druck
vor dem Lader entsprechend dem eingebauten Druckverhältnis des Laders abgesenkt werden,
um nach dem Lader den geforderten Saugdruck des Motors bereitstellen zu können. Diese
Druckabsenkung führt zu einer relativ hohen Verlustleistung, die vom Motor aufgebracht
werden muß.
[0003] Wird im gedrosselten Betriebszustand der Lader z.B. durch einen Bypass umgangen und
erst im Kompressionsbetrieb über eine Kupplung zugeschaltet, was einen erheblichen
Regel- und Bauaufwand erfordert, ergibt sich ein sprunghafter Drehmomentanstieg des
Motors bei Zuschaltung des Laders.
[0004] Darüber hinaus hat der Motor nach wie vor die an der Drosselklappe entstehenden Verluste
aufzubringen.
[0005] Aus DE-B- 1 293 384 und FR-A- 1 258 650 ist eine schiebergeregelte Schraubenrotormaschine
bekannt. Durch axiale Verstellung des Schiebers kann dabei der Zeitpunkt, an welchem
sich die von den ineinandergreifenden Rotoren und der Gehäusewand umschlossenen Verdichterzellen
vom Niederdruckeinlaß abtrennen, verändert werden, wodurch die Durchsatzleistung der
Maschine bzw. auch das Nenndruckverhältnis verändert werden kann. Hierbei kann jedoch
der Ansaugquerschnitt der Schraubenrotormaschine nur verändert, aber nicht völlig
geschlossen werden. Bei Verwendung einer solchen Maschine als Auflader eines Verbrennungsmotors
wäre deshalb immer noch ein zusätzliches Drosselorgan zum Verändern der Ansaugmenge
des Verbrennungsmotors, z.B. die übliche Drosselklappe, erforderlich.
[0006] Aus der WO 87/02 417 A1 ist ein aufgeladener Verbrennungsmotor mit im Ansaugweg angeordneten
Kompressor bekannt. Der Kompressor ist als Schraubenrotormaschine ausgebildet und
weist auf seiner Saugseite einen Schieber auf, durch den der Ansaugquerschnitt der
Schraubenrotormaschine verschließbar und geregelt freigebbar ist. Der Kompressor nach
dieser Druckschrift offenbart keine Rotoren mit symmetrischen Profilformen, sondern
die Rotoren weisen asymmetrische Profile auf. Der Schieber stößt beim Schließen vor
die Wand. Beim Öffnen erfolgt insofern ein sprunghafter Anstieg der Luftmenge.
[0007] Moderne Schraubenkompressoren, so auch der in der o.g. Druckschrift beschriebene
Kompressor, sind im allgemeinen mit asymetrischen Rotorprofilen ausgestattet. Dabei
werden die Übergänge der Zahnflanken zum Kopfkreis auf einer Seite des Profilzahns
durch scharfe Kanten bzw. sehr kleine Radien gebildet. Dadurch wird bei zykloidenförmigem
Verlauf der Zahnflanke erreicht, daß das von den Zahnköpfen und der druckseitigen
Schnittkante der Hauptgehäusebohrungen gebildete sogannte Blasloch sehr klein gehalten
werden kann. Wirkungsgradmindernde Leckagen von Zahnlücken höheren Druckes zu Zahnlücken
niedrigeren Druckes können auf diese Weise während der Kompressionssphase weitgehend
vermieden werden.
[0008] Die andere Seite der Profilzähne kann im Bereich der Zahnköpfe im Sinne guter Herstellbarkeit
mit großen Abrundungen versehen werden, da diese im Bereich der zweiten Gehäuseschnittkante
in Eingriff gelangen, wo in allen Zahnlücken der gleiche Druck (Ansaugdruck) herrscht.
Leckagen können deswegen hier nicht auftreten.
[0009] Im Gegensatz zu den normalen Anwendungen als Kompressor ist es nun Aufgabe der Erfindung,
die üblicherweise durch eine Drosselklappe bewirkte Druckabsenkung des angesaugten
Luftstroms als Expansionsvorgang in den Schraubenkompressor zu verlegen, um einen
Teil der Antriebsenergie zurückzugewinnen. Da bei diesem Vorgang genau wie bei der
Kompression Leckagen den Wirkungsgrad verschlechtern, ist es zwingend notwendig, bei
einer solchen Maschine Blaslöcher auch auf der Niederdruckseite zu vermeiden.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den im Anspruch 1 gekennzeichneten
aufgeladenen Verbrennungsmotor mit im Ansaugweg angeordneten Schraubenkompressor mit
symmetrischen Profilformen und den speziell gestalteten und angeordneten Schieber.
Der abhängige Anspruch 2 betrifft eine vorteilhafte Einzelheit des Schiebers.
[0011] Der Kern der Erfindung ist die Lehre, bei einem auf der Saugseite eines Schraubenkompressors
anstelle einer Drosselklappe herkömmlicher Saugmotoren vorgesehenen Schieber zwecks
Rückgewinnung von Antriebsenergie und zur Verbesserung des Maschinen-Wirkungsgrades
ein symmetrisches Schraubenrotorprofil zu verwenden, d.h. ein Schraubenrotorprofil,
bei dem die vor- und nachlaufenden Profilkanten und -köpfe nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten
aufgebaut werden. Durch diese Formgebung ist sicherstellt, daß sowohl während des
Entspannungsvorganges auf der Niederduckseite als auch während der Kompression auf
der Hochdruckseite wirkungsgradmindernde Leckagen von Zahnlücke zu Zahnlücke vermieden
werden.
[0012] Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen schiebergesteuerten Schraubenkompressor gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2 und 3
- Schnitte gemäß den Linien A-A bzw. B-B von Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Schemadarstellung eines mit dem Schraubenkompressor nach Fig. 1 bis 3 als Auflader
ausgerüsteten Verbrennungsmotors;
- Fig. 5
- ein Diagramm, das die Abhängigkeit des Zellenvolumens in Abhängigkeit von der Winkelstellung
der Schraubenrotoren wiedergibt;
- Fig. 6
- ein Druck-Volumen-Zustandsdiagramm der Schraubenrotormaschine;
- Fig. 7, 8 und 9
- vereinfachte Schnittdarstellungen ähnlich Fig. 1 von Schraubenrotormaschinen mit geänderter
Konstruktion des Schiebers.
[0013] Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Schraubenrotormaschine 1 hat einen Schraubenrippenrotor
oder Hauptläufer 2 und einen Schraubennutenrotor oder Nebenläufer 3, die achsparallel
und miteinander kämmend in dem von zwei sich schneidenden Kreiszylindern gebildeten
Arbeitsraum eines Gehäuses 13 angeordnet sind. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der
Hauptläufer 2 angetrieben, und der Antrieb wird über die Synchronisierzahnräder 10
und 9 auf den Nebenrotor 3 übertragen. Es ist aber auch möglich, den Nebenläufer 3
anzutreiben, und ferner kann das Synchronisiergetriebe 10, 9 weggelassen und der Antrieb
direkt über die ineinandergreifenden Rotorflanken von dem einen auf den anderen Läufer
übertragen werden.
[0014] In den Arbeitsraum des Gehäuses 13 münden auf der einen Gehäuseseite der Saugstutzen
7 und auf der anderen Gehäuseseite der Druckstutzen 8. Der Arbeitsraum des Gehäuses
ist an dem dem Saugstutzen zugeordneten Ende durch die niederdruckseitige Arbeitsraumstirnwand
12 und an dem dem Druckstutzen 8 zugeordneten Ende durch die hochdruckseitige Arbeitsraumstirnwand
11 abgeschlossen.
[0015] Auf der dem Saugstutzen 7 zugewandten Gehäuseseite wird die Umfangswandung des Arbeitsraums
im Verschneidungsbereich der beiden Kreiszylinder durch einen axial verschieblich
geführten Schieber 4 gebildet. Durch Axialverstellung des Schiebers 4 kann die Verbindung
des Saugstutzens 7 zum Arbeitsraum des Gehäuses 13 vollständig verschlossen bzw. mehr
oder weniger freigegeben werden. An seiner in Schließrichtung vorne liegenden Stirnfläche
hat der Schieber 4 eine schwalbenschwanzartige Kontur, die durch die Linie 4a in Fig.
2a angedeutet ist, und die an den Verlauf der schraubenförmigen Kopf- oder Gratlinien
von zwei ineinandergreifenden Haupt- und Nebenrotorrippen im Bereich der Schieberöffnung
angepaßt ist. Damit der Schieber 4 trotz dieser schwalbenschwanzartig ausgekerbten
Stirnseite die Verbindung zum Saugstutzen 7 vollständig verschließen kann, muß der
Schieber 4 so weit über die niederdruckseitige Stirnwand 12 des Arbeitsraums hinausbewegt
werden können, bis auch die durch den stirnseitigen Zwickel des Schiebers 4 entstehende
Öffnung zwischen Saugstutzen 7 und Arbeitsraum geschlossen ist. In Fig. 2 ist die
Lage der Stirnfläche des Schiebers 4 bei vollständig geschlossener Stellung durch
die gestrichelte Linie 4b angedeutet. Die niederdruckseitige Stirnwand 12 des Arbeitsraums
muß deshalb eine die vollständige Schließbewegung des Schiebers 4 gestattende Ausnehmung
oder Tasche aufweisen, während die Öffnungsbewegung des Schiebers durch eine entsprechende
Ausnehmung in der hochdruckseitigen Stirnwand 11 ermöglicht wird.
[0016] Der Schieber 4 wird durch eine in seinem Inneren angeordnete Schraubenfeder 5 selbsttätig
in seine Schließlage gedrückt. Er kann entgegen der Kraft der Feder 5 durch eine Zugvorrichtung
6, z.B. einen Bowdenzug, in Öffnungsrichtung bewegt werden, um die Verbindung des
Saugstutzens 7 zum Arbeitsraum mehr oder weniger, gegebenenfalls bis zum vollen Maximalwert,
freizugeben.
[0017] Fig. 4 zeigt schematisch die Anordnung einer Schraubenrotormaschine 1 als Lader in
dem vom Luftfilter 17 zu den Zylinderräumen eines z.B. vierzylindrigen Verbrennungsmotors
20 führenden Luftansaugsystem. Mit 18 ist die vom Luftfilter 17 kommende Saugleitung
des Laders 1 und mit 19 die von diesem beaufschlagte Saugleitung zum Verbrennungsmotor
20 bezeichnet. Der Lader 1 wird über z.B. einen Riemenantrieb 22 von der Kurbelwelle
des Motors 20 angetrieben. 23 ist die Abgasleitung des Verbrennungsmotors. Der Schieber
4 des Laders 1 wird über die Zugvorrichtung 6 durch das Gaspedal 21 des Verbrennungsmotors
20 gesteuert. Außer über die vom Schieber 4 gesteuerte Öffnung sowie die maschinenbedingten
Leckspaltflächen des Aufladers 1 besteht keine weitere Verbindung von der Ansaugleitung
18 zum Arbeitsraum des Laders 1 und von da zu der vom Lader 1 beaufschlagten Leitung
19. Ferner ist in dem über die Leitungen 18, 19 verlaufenden Ansaugweg des Motors
20 außer dem Schieber 4 kein weiteres Drosselorgan, z.B. in Form der üblichen Drosselklappe,
vorgesehen. Der Schieber 4 übernimmt die Funktion der Drosselklappe, so daß er z.B.
über das Gaspedal 21 geöffnet und beim Loslassen des Gaspedals durch die Feder 5 (Fig.
1) selbsttätig geschlossen wird.
[0018] Durch die Kombination aller dieser Konstruktionsdetails ist es möglich, die geregelte
Schraubenrotormaschine 1 sowohl als Kompressor (Schieber 4 voll geöffnet) sowie als
kombinierten Expander und Kompressor (Schieber 4 teilweise geöffnet oder geschlossen)
zu betreiben.
[0019] Der Betrieb als Expander ist nur dann sinnvoll möglich, wenn die Arbeitsräume auf
der Saugseite der Schraubenrotormaschine 1 genauso dicht sind, wie auf der Druckseite.
Diese Dichtheit wird durch die gleiche, zweckmäßigerweise aus Zykloiden aufgebaute
Profilform der vor- und nachlaufenden Flanken der Rotorzähne erreicht, wie dies in
Fig. 3 dargestellt ist.
[0020] Die Funktionsweise dieses geregelten Schraubenladers, durch den im gedrosselten Betrieb
Arbeit zurückgewonnen werden kann, wird anhand der Volumenkurve in Fig.5 und des p-V-Diagramms
in Fig.6 beschrieben.
[0021] Während der herkömmliche Schraubenlader die Luft ansaugt, bei Erreichen des maximalen
Zellvolumens (Punkt Z in Fig.5) die Arbeitsräume schließt, bis zum Erreichen der Auslaßsteuerkanten
das Volumen verkleinert (Punkt 2 in Fig.5) und anschließend die Luft ausschiebt, besteht
beim geregelten Schraubenlader die Möglichkeit, das Schließen der Arbeitsräume zum
Saugraum hin, je nach Schieberstellung, zwischen dem minimalen (Punkt 1) und maximalen
Zellvolumen (Punkt Z) zu variieren.
[0022] Ist der Steuerschieber teilweise geschlossen, ergibt sich ein zustandsverlauf entsprechend
der Kurve I in Fig.6 . Beim Erreichen des Volumens V
I werden die Arbeitsräume zur Umgebung hin geschlossen. Im Anschluß daran wird die
angesaugte Luft solange expandiert, bis das maximale Zellvolumen V
max erreicht ist. Die in Fig. 6 punktiert dargestellte Fläche stellt die Arbeit dar,
die durch die Expansion abgegeben wird. Nach Erreichen des maximalen Zellvolumens
wird die Luft solange komprimiert, bis das durch die eingebauten Steuerkanton vorgegebene
Volumen V₂ erreicht ist.
[0023] Die durch die Kompression aufgenommene Arbeit entspricht der in Fig. 6 schraffierten
Fläche.
[0024] Die durch den geregelten Schraubenlader zurückgewonnene Arbeit entspricht damit der
Fläche zwischen den Punkten A-B-C-D im p-V-Diagramm in Fig.6 .
[0025] Ist der Schieber im Kompressionsbetrieb (Zustandsverlauf entsprechend der Kurve II
in Fig.6 ) voll geöffnet, findet keine Expansion statt, und die vom Kompressor aufgenommene
Arbeit entspricht im p-V-Diagramm in Fig.6 der Fläche zwischen den Punkten A-E-F-G.
[0026] Der Ersatz der Drosselklappe durch einen Schieber sowie der damit verbundene Arbeitsrückgewinn
kann allerdings nur dann optimal erreicht werden, wenn durch den Schieber und die
Rotorgeometrie die Arbeitsräume des Schraubenladers auf der Saug- und Druckseite,
abgesehen von den maschinenbedingten Leckspalten, vollständig abgeschlossen werden
und der Schieber darüber hinaus alle Funktionen der Drosselklappe, wie z.B. das vollständige
Schließen bei Entladung der Zugvorrichtung oder den kontiuierlichen Übergang vom Drossel-
zum Kompressionsbetrieb über nimmt.
[0027] Bei herkömmlichen Steuerschiebern ist zwar die Regulierung der Luftmenge in bestimmten
Bereichen möglich, eine vollständiges, kontinuierliches Schließen der Arbeitsräume
sowie Arbeitsrückgewinn jedoch nicht.
[0028] Das selbständige Schließen des Schiebers 4 bei Entlastung der Zugvorrichtung 6 kann
entsprechend der schematischen Darstellung in Fig. 7 und der konstruktiven Ausführung
in Fig. 1 durch eine oder mehrere Federn 5 erreicht werden, die gegen die Zugvorrichtung
6, die z.B. als Bowdenzug ausgebildet sein kann, arbeiten.
[0029] Anstatt des Federsystems kann auch ein hydraulisches Rückstellsystem entsprechend
der schematischen Darstellung in Fig. 8 benutzt werden, wobei die Schieberrückstellung
z.B. durch die Druckerhöhung des im Schieber befindlichen Öls erfolgt.
[0030] Erfolgt der Antrieb des Schiebers entsprechend Fig. 9 über einen Elektromotor 14
und z.B. ein Zahnrad 15 auf der Motorwelle und eine Zahnstange 16 auf dem Schieber
4, so kann auch die Zugvorrichtung entfallen, wenn der Schieber 4 über den Elektromotor,
der z.B. in Abhängigkeit von der Gaspedalstellung eines Fahrzeugs geregelt wird, in
beide Richtungen (Öffnen oder Schließen) bewegt werden kann.
[0031] Um eine möglichst leichte Betätigung des Schiebers 4 z.B. über das Gaspedal eines
Fahrzeugs zu erreichen, kann es notwendig werden, die Gleitflächen des Schiebers mit
Gleitlack oder ähnlichen, den Reibungskoeffizienten herabsetzenden,Beschichtungen
zu versehen.
[0032] Das Drehmoment zwischen Haupt- 2 und Nebenrotor 3 kann entweder über das Synchronisationsgetriebe
9, 10 oder über den Profilbereich der Rotoren des Schraubenladers übertragen werden,
um eine kürzere Bauweise zu erzielen. Bei der Leistungsübertragung über den Profilbereich
der Rotoren ist es zur Verringerung des Verschleisses vorteilhaft, die Rotoren zu
härten oder zu beschichten.
[0033] Bei dem in Fig. 4 schematisch dargestellten Verbrennungsmotor 20 handelt es sich
vorzugsweise um einen Dieselmotor oder um einen Ottomotor mit Einspritzung, so daß
der Lader 1 nur die Ansaugluft verdichtet. Es ist aber auch denkbar, den erfindungsgemäß
ausgebildeten Schraubenkompressor als Auflader auch bei einem Vergasermotor derart
einzusetzen, daß er das vom Vergaser kommende Gemisch vorverdichtet.
[0034] Bei der in Fig. 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsform wird der Lader 1 von
der Kurbelwelle des Motors 20 über die Transmission 22 ständig angetrieben. Es ist
aber auch denkbar, den Lader über eine ein- und auskuppelbare Transmission nur bedarfsweise
zuzuschalten.
1. Aufgeladener Verbrennungsmotor (20) mit im Ansaugweg angeordnetem Kompressor, wobei
der Kompressor als Schraubenrotormaschine (1) ausgebildet ist, wobei die Schraubenrotormaschine
(1) mit mindestens zwei mit ihren Schraubenrippen und -nuten ineinandergreifenden
Schraubenrotoren (2, 3), die in dem von achsparallelen und einander durchdringenden
Zylinderbohrungen gebildeten und von Stirnwänden (11, 12) begrenzten Arbeitsraum eines
Gehäuses (13) angeordnet sind, wobei das Gehäuse (13) je einen in den Arbeitsraum
mündenden Niederdruckstutzen (7) und Hochdruckstutzen (8) sowie einen parallel zu
den Rotorachsen verschiebbar gelagerten Schieber (4) aufweist, der einen Teil der
Umfangswand des Arbeitsraums auf der dem Niederduckstutzen (7) zugeordneten Seite
bildet und je nach seiner Stellung den Strömungsweg vom Niederdruckstutzen (7) in
den Arbeitsraum mehr oder weniger freigibt.,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ineinandergreifenden Schraubenrotoren (2, 3) jeweils symmetrische Profilformen
mit gleich ausgebildeter vor- und nachlaufender Flanke aufweisen, daß der Schieber
(4) das die Ansaugmenge des Motors (20) steuernde Drosselorgan darstellt und vom Gaspedal
(21) oder dergl. Leistungssteuerglied des Motors (20) betätigbar ist, und daß die
Verbindung vom Niederdruckstutzen (7) zum Arbeitsraum durch den Schieber (4) vollständig
verschließbar ist, daß der Schieber (4) auf seiner in Schließrichtung vorne liegenden
Stirnseite eine Kontur (4a) hat, die dem Verlauf der Kopflinien der ineinandergreifenden
Rotorzähne im Bereich der Schieberöffnung entspricht, und daß der Schieber (4) durch
eine Ausnehmung in der niederdruckseitigen Stirnwand (12) so weit über diese hinausbewegbar
ist, bis die durch den Zwickel der Schieberkontur gebildete Öffnung zwischen Niederdruckstutzen
(7) und Arbeitsraum geschlossen ist.
2. Schraubenrotormaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (4) durch eine Rückstelleinrichtung (5) in seiner Schließstellung
gehalten und mittels einer Stellvorrichtung (6) entgegen der Rückstellkraft in Öffnungsrichtung
bewegbar ist.
1. Moteur à combustion interne suralimenté (20) avec un compresseur disposé sur le trajet
d'aspiration, ce compresseur étant réalisé sous la forme d'une machine à rotor à vis
(1), cette machine à rotor à vis (1) étant équipée d'au moins deux retors à vis (2,
3) dont les nervures et les rainures s'engrenent les unes dans les autres, et qui
sont disposés dans la chambre de travail d'un carter (13), chambre constituée par
des alésages cylindriques s'interpénétrant et dont les axes sont parallèles et délimitée
par des parois frontales (11, 12), tandis que le carter (13) comporte respectivement
une tubulure basse pression (7) et une tubulure haute pression (8) débouchant dans
la chambre de travail, ainsi qu'un tiroir (4) monté de façon à pouvoir se déplacer
parallèlement aux axes des rotors, ce tiroir constituant une partie de la paroi périphérique
de la chambre de travail sur le côté associé à la tubulure basse pression (7) et libérant
plus ou moins selon sa position le trajet d'écoulement à partir de la tubulure basse
pression (7) dans la chambre de travail,
Moteur à combustion interne, caractérisé en ce que les rotors à vis (2, 3) engrenant
les uns dans les autres, comportent respectivement des formes de profil respectivement
symétriques avec les flancs avant et arrière réalisés de façon identique, en ce que
le tiroir (4) constitue l'organe d'étranglement commandant l'aspiration du moteur
(20), et est susceptible d'être actionné par la pédale d'accélérateur (21) ou un organe
de commande analogue de la puissance du moteur (20), et en ce que la communication
entre la tubulure basse pression (7) et la chambre de travail, peut être fermée complètement
par le tiroir (4), en ce que le tiroir (4) a sur sa face frontale placée en avant
dans la direction de fermeture un contour (4a), qui correspond au tracé des lignes
de tête des dents de rotor engrenant les unes dans les autres au voisinage de l'ouverture
du tiroir, et en ce que le tiroir (4), grâce à un évidement dans la paroi frontale
(12) côté basse pression peut être déplacé vers l'extérieur suffisamment loin au delà
de celle-ci pour que l'ouverture formée par le coin du contour du tiroir entre la
tubulure basse pression (7) et la chambre de travail soit fermée.
2. Machine à rotor à vis selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tiroir (4)
est maintenu dans sa position de fermeture par un dispositif de rappel (5) et est
susceptible d'être déplacé dans le sens de l'ouverture contre l'effort de rappel au
moyen d'un dispositif de réglage (6).