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EP 0 328 030 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
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Anmeldetag: 06.02.1989 |
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Natursteinelement für die Verkleidung von Bauwerkfassaden
Natural stone element to cover building façades
Elément en pierre naturelle pour la couverture des façades de bâtiments
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
08.02.1988 DE 3803739
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.1989 Patentblatt 1989/33 |
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Patentinhaber: Buchtal
Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
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D-92521 Schwarzenfeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Cremer, Gottfried, Dr.
D-6000 Köln 40 (DE)
- Bard, Martin
D-8450 Amberg (DE)
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Vertreter: Bockhorni, Josef, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Herrmann-Trentepohl
Grosse - Bockhorni & Partner,
Forstenrieder Allee 59 81476 München 81476 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 122 357 CH-A- 609 407 DE-A- 3 326 413 FR-A- 1 392 030
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EP-A- 0 221 262 DE-A- 2 745 250 DE-U- 8 701 693 NL-A- 281 563
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Natursteinelement gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es ist bekannt, Naturstein, insbesondere Marmor, in plattenförmige Abschnitte zu
zerlegen und diese Natursteinplatten für die Verkleidung von Fassaden oder Innenwänden
von Bauwerken zu verwenden.
[0003] Hierbei werden in der Regel solche Platten mit Hilfe von laschenartigen Befestigungselementen
am Bauwerk angebracht. Dabei sind diese Laschen einerseits in geeigneter Weise mit
der tragenden Struktur des Bauwerkes verbunden, andererseits halten sie die Natursteinplatten
an deren Rand in der gewählten Lage. Dabei greifen die Laschen in hierfür vorgesehene
Ausnehmungen am Plattenrand.
[0004] Die Anforderungen technischer Art an eine solche Fassadenverkleidung hängen von dieser
statischen Randlagerung und den zu erwartenden Windkräften sowie dem Zusammenwirken
von Abmessungen, Stärke und Gewicht ab. Durch sie werden aber auch die Kosten für
Material und Befestigung bestimmt. Ausgeprägt fester Naturstein, wie Marmor, läßt
bei Anwendung als Fassadenbekleidung eine Unterschreitung einer Wandstärke von 30
mm wegen seiner Materialstruktur und seiner Materialeigenschaften sowie der angesprochenen
Randlagerung nicht zu. Da die Abmessungen und die Wandstärke gewichtsbestimmend sind,
findet die Anwendung von großformatigen Natursteinfassadenplatten eine technische
und kostenmäßige Begrenzung bei Abmessungen von ca. 500 × 1500 mm. Diese Begrenzung
verschärft sich mit zunehmender Bauwerkshöhe und mit zunehmenden Windlasten.
[0005] Für diese Fälle und auch für Anwendungsformen in Bereichen normaler Anforderungen
werden Lösungen zur Gewichtseinsparung vorgeschlagen, indem Natursteinplatten mit
reduzierter Wandstärke und dünnwandige leichtgewichtige Tragplatten aus anderen Werkstoffen,
wie Aluminium, Kunststoff oder ähnlichen zusammengefügt werden.
[0006] Die Verwendung von Aluminium für die Ausbildung von Tragplatten hat den Vorteil,
daß die von Hause aus spröden und insbesondere bei großen Formaten unter Lasteinwirkung
leicht zerbrechlichen Natursteinplatten mit einem biegesteifen Material kombiniert
werden, welches mit geringen Wandstärken einsetzbar ist, Gewichtseinsparung bringt
und mit der Natursteinplatte ohne weiteres zu einem Verbundplattensystem zusammengefügt
werden kann. Ferner erlaubt eine Aluminiumplatte eine Vielzahl werkstoffgerechter
Befestigungsmöglichkeiten, um die Großplatte am Bauwerk zu befestigen, ohne die Nachteile
der Randlagerung für Naturstein in Kauf zu nehmen, die maßgeblich durch die Sprödigkeit
und die mangelnde Biegesteifigkeit dieses Materials bedingt sind.
[0007] Allerdings treten mit zunehmender Formatgröße, insbesondere ab 1 qm und der Anwendung
im Fassadenbereich Ablösungen und Brüche der Natursteinplatte auf.
[0008] Die Anmelderin hat erkannt, daß diese Nachteile vor allem darauf zurückzuführen sind,
daß sich die metallische Tragplatte bei Erwärmung wesentlich stärker ausdehnt als
die Natursteinplatte. Die Anwendung scherfester Kleber für die Anbindung der Aluminiumplatte
an die Natursteinplatte läßt zwar eine gewisse Kompensation dieser Dehnungsunterschiede
zu, jedoch mit steigender Größe der Platten und der im Fassadenbereich auftretenden
Temperaturwechselbeanspruchungen läßt sich damit kein dauerhafter Erfolg erzielen,
so daß die Lebensdauer eines solchen Verbundes begrenzt ist.
[0009] Auf dem Keramiksektor sind bereits Verbundplatten bekannt (DE-OS 2745250), bei denen
versucht wird, das Auftreten von Temperaturdehnungsspannungen und eventuell dadurch
bedingten Rissen dadurch zu vermindern, daß die Materialien des Verbundelementes einen
annähernd gleichen Temperaturdehnungskoeffizienten aufweisen und der die Plattenelemente
verbindende Kleber elastische Eigenschaften besitzt. Jedoch besteht hierbei die die
Sichtfläche bildende Platte aus keramischem Material und ist die Trägerplatte aus
Acrylbeton hergestellt. Ferner wird zur Erhöhung der Plattenstabilität vorgeschlagen,
an der Rückseite der Trägerplatte aus Acrylbeton über den Plattenrand umlaufende und
sich quer über die Plattenrückseite erstreckende Versteifungsrippen vorzusehen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine großformatige Natursteinplatte mit begrenztem
Gewicht für den Fassadenbereich zu schaffen, die auch bei den dort auftretenden extremen
Temperaturwechselbeanspruchungen unbedenklich einsetzbar und kostengünstig herstellbar
ist.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 enthaltenen Merkmale gelöst.
[0012] Überraschend hat sich herausgestellt, daß die Verwendung einer keramischen Platte
trotz ihrer gegenüber einer metallischen Tragplatte wesentlich spröderen Eigenschaften
und höheren Gewichts gleichwohl zu einer Fassadenverkleidung führt, die insbesondere
bei großen Formaten und hohen Temperaturwechselbeanspruchungen keinerlei Ablösungserscheinungen
oder Brüche zeigt. Gegenüber einer Natursteinplatte mit einem Format von 1500 × 500
mm, deren Wandstärke den statischen Verhältnissen entsprechend ausgebildet ist, ergibt
sich hierbei eine Gewichtseinsparung von etwa 50%. Mit zunehmender Formatgröße wirkt
sich die erzielbare Gewichtseinsparung in noch stärkerem Maße zu Gunsten des erfindungsgemäßen
Natursteinelements aus, da die Wandstärke der reinen Natursteinplatte aus statischen
Erfordernissen, insbesondere auch wegen der Randlagerung, zunehmend erhöht werden
muß, hingegen die Abmessungen des erfindungsgemäßen Natursteinelements im wesentlichen
konstant gehalten werden können. Durch die daraus resultierende Materialeinsparung
sowie durch die vergleichsweise günstige Ausbildung der Befestigung am Bauwerk lassen
sich gegenüber einer Natursteinanwendung erhebliche Kosteneinsparungen erzielen.
[0013] In sehr erstaunlicher Weise ermöglicht es die Paarung Natursteinelement/Keramik,
daß die Dicke selbst großformatiger Natursteinplatte sogar auf den Bereich von 3 bis
4 mm reduziert werden kann, wobei die Dicke der Keramikplatte im Bereich von 6 bis
8 mm liegt. Dadurch ergeben sich erhebliche Gewichtseinsparungen gegenüber konventionellen
Natursteinplatten als Fassadenelemente.
[0014] Ein solches Natursteinelement läßt sich ferner relativ einfach herstellen. Trotz
der geringen Wandstärke des Natursteins und der Großformatigkeit ist die Herstellung
möglich, weil eine vorgefertigte Natursteinplatte mit der doppelten Wandstärke der
zum Verbund beitragenden Natursteinplatte unter Berücksichtigung des Materialverlustes
eines später folgenden mittleren Trennschnittes in Plattenebene dadurch in einfacher
Weise herstellbar ist, daß auf beiden Seiten der Natursteinplatte Tragplatten mit
Hilfe eines Klebers dauerhaft aufgebracht werden und dann der Trennschnitt der Natursteinplatte
erfolgt. Dies bewirkt eine zerstörungsfreie Herstellung auch großformatiger dünnwandiger
Natursteinplatten, wobei zweckmäßigerweise bereits in diesem Herstellungsprozeß die
Anbindung der Keramikplatten erfolgt, die dann sowohl bei der Herstellung als stützende
Tragplatten für den Trennschnitt der Natursteinplatte wie auch bei der an der Bauwerkfassade
aufgehängten Platte als Stütze für die Natursteinplatte dienen.
[0015] Die Erfindung schlägt weiterhin vor, bei der Auswahl des zu verwendenden Natursteines
dessen Wärmeausdehnungskoeffizienten in der Weise zu berücksichtigen, daß er zumindest
annähernd dem der keramischen Platte entspricht, um die eingangs beschriebenen negativen
Wirkungen unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten zu vermeiden. Der Wärmeausdehnungskoeffizient
liegt bei dem vorliegenden Werkstoff, aus dem die großformatigen keramischen Platten
bestehen, bei 5 × 10⁻⁶ m/m, derjenige von Natursteinen schwankt je nach Ausgangsmaterial
zwischen 1,5 × 10⁻⁶ und 8,2 × 10⁻⁶ m/m.
[0016] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gedankens wird vorgeschlagen, in das Verbundelement
metallische Befestigungsmittel zu integrieren. Dies ermöglicht bei Anordnung aus statischen
Gesichtspunkten randferne Lagerungen und damit großformatigere Verbundelemente als
bei der üblichen Randlagerung.
[0017] Die Integration dieser Befestigungsmittel soll kraft- und/oder formschlüssig erfolgen,
wobei zur Aufnahme des metallischen Befestigungsmittels entweder die keramischen Platten
Senklöcher zur Aufnahme des Schraubenkopfes oder ähnliches aufweisen können, oder
die Aufnahme in der Natursteinplatte durch Ausnehmungen erfolgt, wobei die keramische
Platte Bohrungen runden oder Durchführungen anderen Querschnitts aufweist.
[0018] Wegen der großen Bedeutung, die bei einem Verbundelement der erfindungsgemäßen Art
der Festigkeit des die Natursteinplatte und die keramische Tragplatte verbindenden
Klebers und seiner Elastizität zukommt, muß dieser in besonderer Weise eingestellt
werden, um hohe Scherfestigkeit, Alterungsbeständigkeit und ein solch elastisches
Verhalten zu gewährleisten, daß die auftretenden Bewegungen der Deck- und Tragplatte
infolge von Wärmedehnung und Zug- oder Druckbeanspruchungen ohne Ermüdung und Festigkeitsverlust
aufgenommen werden. Hierzu eignen sich modifizierte Kunststoffkleber. Wegen des besseren
Verbundes von Kleber zu Natursteinplatte wird empfohlen, die Rückseite dieser Platte
aufgerauht zu gestalten. Um jedoch die Kleberschicht weitgehend von vermeidbaren Beanspruchungen,
hervorgerufen aus Biegelasten, freizuhalten, wird vorgeschlagen, die Wandstärke der
Natursteinplatte so zu wählen, daß sie in ihrer Steifigkeit derjenigen der keramischen
Platte entspricht, damit im Belastungsfall für das Verbundelement die neutrale Faser
(neutrale Fläche) also die Fläche, in der sich keine Normalspannungen auswirken, in
die durch den Kleber ausgefüllte Ebene des Verbundkörpers zu liegen kommt. Dies erreicht
man durch Berücksichtigung des Einflusses von E-Modul und Plattenstärke auf das Biegemoment
der Platte. Dazu geht man zur Bestimmung der Wandstärke eines bestimmten Natursteinwerkstoffes
von einem konstanten E-Modul für einen gewünschten Natursteinwerkstoff und von einem
E-Modul und einer konstanten Plattenstärke für die keramische Tragplatte aus.
[0019] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
Darin zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht eines Natursteinelements mit konventioneller Aufhängung,
- Fig. 2
- eine vergleichbare schematische Schnittansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung sowie
- Fig. 3 bis 5
- Einzelheiten der für die Aufhängung verwendeten Befestigungsmittel,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel, wobei links eine Platte mit üblicher
Randeinspannung und rechts eine Platte mit randferner Einspannung dargestellt ist.
[0020] Gemäß Fig. 1 sind die mit 1 bezeichneten Natursteinplatten unmittelbar über laschenartige
Befestigungsmittel 2 an der Bauwerkstruktur 3 aufgehängt. Im einzelnen erfolgt die
Befestigung der Natursteinplatten 1 über die Laschen 2 mittels an den Laschen ausgebildeter
vorspringender Elemente 4, die in entsprechend ausgebildete Aussparungen 5 der Natursteinplatten
eingreifen. Entsprechend der Darstellung nach Fig. 1 sind je Lasche 2 beidseitig vorspringende
Elemente 4 angeordnet, wobei die oberen vorspringenden Elemente 4 in die am unteren
Rand der oberen Natursteinplatte 1 eingearbeiteten Aussparungen 5 und die unteren
vorspringenden Elemente 4 in die am oberen Rand der unteren Natursteinplatte 1 eingebrachten
Aussparungen 5 eingreifen.
[0021] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 handelt es sich um reine Natursteinplatten, die
aus statischen Gründen bei einem Format von 1,5 m × 0,5 m eine Wandstärke von ca.
3 cm aufweisen müssen. Eine solche Platte weist ein erhebliches Gewicht auf, so daß
die Befestigungselemente für die Aufhängung der Natursteinplatte entsprechend stark
dimensioniert sein müssen.
[0022] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das allgemein mit 6 bezeichnete Natursteinelement
aus einer im Vergleich zur Fig. 1 wesentlich schmäleren Natursteinplatte 7 und einer
an der Rückseite der Natursteinplatte 7 angeordneten, als Tragplatte für die Natursteinplatte
7 dienenden keramischen Platte 8 gebildet, an welcher auch die Befestigungsmittel
angreifen.
[0023] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die keramische Platte 8 über mehrere Schrauben,
im besonderenm Fall Hammerkopfschrauben 9, an der Lasche 2 befestigt, die in üblicher
Weise an der mit 3 bezeichneten Bauwerksstruktur befestigt sind.
[0024] In der Darstellung nach Fig. 2 ist die hammerkopfartige Ausbildung des Schraubenkopfes
in einer entsprechenden Aussparung in der Natursteinplatte 7 aufgenommen.
[0025] Bei der Darstellung nach Fig. 3 wird eine Senkkopfschraube verwendet, die in einer
entsprechend konisch ausgebildeten Öffnung der keramischen Platte 8 aufgenommen ist.
[0026] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist wiederum eine Hammerkopfschraube 9 verwendet,
deren Kopf in einer entsprechenden Ausnehmung der Natursteinplatte 7 aufgenommen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die für die Hammerkopfschraube 9 vorgesehene
Bohrung in der keramischen Platte 8 mit kreisrundem Querschnitt ausgebildet. Bei der
Ausführungsform nach Fig. 5, die eine vergleichbare Hammerkopfschraube 9 beschreibt,
ist hingegen der Bohrungsquerschnitt rechteckförmig oder in sonst einer Weise unrund
ausgebildet, so daß ein kraftschlüssiger Sitz der Schraube gewährleistet ist.
[0027] Aus Fig. 2 ist die randferne Anordnung bzw. der randferne Angriff der Befestigungsmittel
an der keramischen Platte ersichtlich, was im einzelnen recht anschaulich aus der
Fig. 6 hervorgeht, die rein schematisch auf der linken Seite eine randseitige Anordnung
der Befestigungsmittel bei 12 und in der rechten Darstellung die randferne Anordnung
der Befestigungsmittel bei 10 zeigt.
[0028] Der Verbund aus keramischer Platte und Natursteinplatte wird durch einen geeigneten
Kleber bewerkstelligt, der in Fig. 2 mit 11 bezeichnet und zwischen den benachbarten
Flächen der beiden Platten angeordnet ist. Als Kleber eignet sich insbesondere ein
lösungsmittelfreier, 2-Komponentenepoxidharzklebstoff, der kalt- oder warm aushärtend
sein kann.
[0029] Die Plattendicke der Natursteinplatte kann 10 mm und darunter betragen. Dicken von
3 bis 4 mm sind ohne weiteres möglich. Die Plattendicke der keramischen Platte beträgt
zweckmäßigerweise 6 bis 8 mm.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Natursteinplatte ein Format von
1,5 m × 0,5 m und besitzt hierbei eine Plattendicke von 3 oder 4 mm. Die Natursteinplatte
ist mit einer keramischen Platte mit einer Dicke von 8 mm verklebt, wobei ein 2-komponentiger
Epoxidharzklebstoff verwendet wird, der leicht thixotropiert ist.
1. Natursteinelement in Form einer großformatigen Platte für die Verkleidung von Bauwerkfassaden,
welches auf seiner der Sichtseite abgewandten Seite mit einer Tragplatte dauerhaft
verbunden und über diese am Bauwerk aufgehängt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung der Natursteinplatte (7) über eine keramische Platte (8) erfolgt,
die mit der Rückseite der Natursteinplatte verklebt ist.
2. Natursteinelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeausdehnungskoeffizient der Natursteinplatte (7) annähernd gleich demjenigen
der keramischen Platte (8) ist.
3. Natursteinelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbundelement (6) aus Natursteinplatte (7) und Keramikplatte (8) auf seiner
der Sichtseite abgewandten Seite metallische Befestigungsmittel (9) trägt, die in
das Verbundelement (6) form- und/oder kraftschlüssig integriert sind.
4. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des metallischen Befestigungsmittels die zur Natursteinplatte (7)
gewandte Seite der keramischen Platte (8) Senklöcher aufweist.
5. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des metallischen Befestigungsmittels die Natursteinplatte (7) auf
ihrer der Sichtseite abgewandten Seite Ausnehmungen und die keramische Platte (8)
Bohrungen oder Durchführungen aufweist.
6. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage und Anordnung der metallischen Befestigungsmittel nach statischen Gesichtspunkten
erfolgt.
7. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Natursteinplatte (7) in ihrer Wandstärke so gewählt ist, daß sie die Steifigkeit
der Keramikplatte (8) aufweist.
8. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der Keramikplatte (8) zugewandte Seite der Natursteinplatte (7) aufgerauht
gestaltet ist.
9. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber so ausgebildet ist, daß er eine hohe Scherfestigkeit aufweist.
10. Natursteinelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Natursteinplatte kleiner oder gleich etwa 8 mm, vorzugsweise 3
bis 4 mm und die Dicke der Keramikplatte etwa 6 bis 8 mm beträgt.
1. A natural stone element in the form of a large-size plate for covering building
façades, said natural stone element being permanently connected on the side thereof
opposite the visible side with a supporting plate and suspended to said building via
said supporting plate, characterized in that suspension of said natural stone plate (7) happens via a ceramic plate (8) conglutinated
with the back of said natural stone plate.
2. A natural stone element according to claim 1, characterized in that the thermal expansion coefficient of said natural stone plate (7) is almost equal
to the one of said ceramic plate (8).
3. A natural stone element according to claim 1 or 2, characterized in that the composite element (6) consisting of a natural stone plate (7) and a ceramic plate
(8) comprises metallic attachment elements (9) on the side thereof opposite the visible
side, said attachment elements (9) being integrated positively and/or non-positively
in said composite element (6).
4. A natural stone element according to any of the preceding claims, characterized in that the side of said ceramic plate (8) facing towards said natural stone plate (7) comprises
countersinking holes for receiving said metallic attachment elements.
5. A natural stone element according to any of the preceding claims, characterized in that said natural stone plate (7) comprises recesses on the side thereof opposite the
visible side and said ceramic plate (8) comprises drill holes or openings for receiving
said metallic attachment elements.
6. A natural stone element according to any of the preceding claims, characterized in that positioning and arranging said metallic attachment elements takes place taking static
aspects into account.
7. A natural stone element according to any of the preceding claims, characterized in that the wall thickness of said natural stone plate (7) is selected so as to make said
natural stone plate (7) exhibit the same rigidity as said ceramic plate (8).
8. A natural stone element according to any of the preceding claims, characterized in that the side of said natural stone plate (7) facing said ceramic plate (8) is roughened.
9. A natural stone element according to any of the preceding claim characterized in that the glue is such that it exhibits a high shearing strength.
10. A natural stone element according' to any of the preceding claims, characterized in that the thickness of said natural stone plate either is smaller than or equals about
8 mm, preferably 3 to 4 mm, and the thickness of said ceramic plate is about 6 to
8 mm.
1. Elément de pierre naturelle, sous la forme d'une plaque de grande dimension, pour
le revêtement de façades de bâtiments de construction, élément qui est, sur sa face
opposée à la face visible, relié de façon durable avec une plaque support, et qui
est suspendu par celle-ci sur le bâtiment de construction, caractérisé en ce que la
suspension de la plaque de pierre naturelle (7) est faite au moyen d'une plaque céramique
(8), collée sur la face arrière de la plaque de pierre naturelle.
2. Elément de pierre naturelle suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le
coefficient de dilatation thermique de la plaque de pierre naturelle (7) est sensiblement
égale à celui de la plaque céramique (8).
3. Elément de pierre naturelle suivant la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé
en ce que l'élément de liaison (6) de la plaque de pierre naturelle (7) et de la plaque
céramique (8) porte, sur sa face opposée à la face visible, des moyens de fixation
métalliques (9), qui sont intégrés, avec engagement géométrique et/ou dynamique, à
l'élément de liaison (6).
4. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, pour recevoir le moyen de fixation métallique (9), la face
de la plaque céramique, tournée vers la plaque de pierre naturelle (7) (8) présente
des trous perpendiculaires.
5. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, pour recevoir le moyen de fixation métallique, la plaque de
pierre naturelle (7) présente, sur sa face opposée à sa face visible, des évidements
et en ce que la plaque céramique (8) présente des alésages ou des trous traversants.
6. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la position et la disposition des moyens de fixation métalliques
sont déterminées à partir de considérations statiques.
7. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la plaque de pierre naturelle (7) est choisie, en ce qui concerne
son épaisseur de paroi, de façon à présenter la rigidité de la plaque céramique (8).
8. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la face de la plaque de pierre naturelle (7) tournée vers la
plaque céramique (8) est réalisée de façon à présenter une certaine rugosité.
9. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la colle est réalisée de façon à présenter une résistance au
cisaillement élevée.
10. Elément de pierre naturelle suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'épaisseur de la plaque de pierre naturelle est inférieure
ou égale à environ 8 mm et est de préférence de 3 à 4 mm, et en ce que l'épaisseur
de la plaque céramique est d'environ 6 à 8 mm.

