[0001] Die Erfindung betrifft einen Strahler, bestehend aus einem an beiden Enden verschlossenen
Rohr mit einer Gasfüllung, einer darin angeordneten Heiz- oder Glühwendel, deren anschließende
Drähte sich durch die Enden des Rohres hindurch zu Anschlüssen erstrecken, in die
Stromzuführungen münden.
[0002] Derartige Strahler sind bisher in Form eines geraden Stabes bekannt. Bei dieser Form
besteht der Nachteil, daß wegen der von beiden Enden her erfolgenden Stromzuführung
die Leitungsführung kompliziert ist. Außerdem braucht man zur Bestrahlung, beispielsweise
von Kochfeldern je nach Größe der zu bestrahlenden Fläche mehrere solche Strahler.
[0003] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, Strahler zu entwickeln, die diese
Nachteile nicht aufweisen, also eine vereinfachte, vorzugsweise einseitige Stromzuführung
ermöglichen und mit nur einem oder wenigen Strahlern die Bestrahlung einer größeren
Fläche ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird allgemein dadurch gelöst, daß das Rohr des Strahlers gebogen ist,
also eine Ringform aufweist.
[0005] Weitere Merkmale der Erfindung in Ausgestaltung dieses Grundgedankens enthalten die
Unteransprüche.
[0006] Solche ringförmigen, z.B. als Infrarotstrahlungsquelle oder als Lichtquelle ausgebildeten
bzw. verwendeten Strahler eignen sich besonders für den Einsatz in berührungslosen
Erwärmungsprozessen, insbesondere zum Heizen von Kreisflächen und Rohroberflächen
sowie in flächenhaften Beleuchtungsgeräten. Es kann bei Kreisflächen durch eine Kombination
von Einheiten ein sehr gleichmäßiges Temperaturprofil erzeugt werden. Rohr- bzw. Zylinderoberflächen
können durch ein Durchschieben und gleichzeitiges Drehen des zu erwärmenden Rohres,
Stabes oder anderen länglichen Körpers von dem oder den Strahlern sehr gleichmäßig
erwärmt werden.
[0007] Bei Verwendung einer Reflexionsschicht auf einem Teil der Strahleroberfläche kann
auf einen zusätzlichen Reflektor verzichtet werden. Man kann auch durch Aufbringung
einer licht- und/oder infrarotreflektierenden Schicht eine symmetrisch runde Strahlungsoberfläche
erzeugen bzw. die symmetrische Temperaturverteilung bei runden Heizflächen noch verbessern.
[0008] Der grundsätzliche Aufbau von solchen Strahlern besteht in Glas-, Quarz- oder Quarzgutrohren,
die verschiedene Durchmesser bzw. verschiedene Querschnittsform, z.B. rund, oval oder
quadratisch haben können. Als Material für die Rohre kommt auch Keramik, z.B. Aluminiumoxyd,
in Frage. Die Rohre können auf Ring- oder Schraubenwickelmaschinen für Glas- oder
Quarz bzw. Quarzgut oder Keramik gewickelt werden. Die Art der Wicklung ergibt sich
aus dem Verwendungszweck. Die Form des Rohres kann beispielsweise ringförmig, doppelringförmig,
spiralförmig oder omegaförmig sein.
[0009] Als Strahlungsquelle dient die Heiz- oder Glühwendel, die im Rohr durch Stützelemente
zentriert ist. Die Gasfüllung besteht aus einem Inertgas oder Edelgas, z.B. Stickstoff,
Argon, Krypton, Xenon als Trägergas. Die kann Beimengungen von Halogenverbindungen
zur Aufrechterhaltung eines Kreisprozesses enthalten, damit der Strahler auf der Innenoberfläche
klar bleibt.
[0010] Die Reflexionsschicht auf der Oberfläche des Rohres kann sowohl aus einer dünnen
Metallschicht als auch aus einer dünnen Metallkeramikschicht bestehen, wobei die Größe
der beschichteten Fläche frei wählbar ist. Der Strahler kann auch teilweise mit einer
Reflexionsschicht versehen sein, um die Strahlung in eine bestimmte Richtung zu konzentrieren.
Die Schicht kann dabei ebenfalls metallisch sein, z.B. Gold oder auf keramischer
Basis, z.B. Aluminiumoxyd oder Zirkoniumdioxyd.
[0011] Die Strahlerenden und Stromzuführungen können den erforderlichen Einsatzzwecken
angepaßt werden. Die Stromzuführung liegt in der Ebene der Rohrbiegung oder ist zu
dieser Ebene z.B. unter einem Winkel von 90° abgewinkelt. Dabei muß durch geeignete
Mittel eine Temperaturbegrenzung an den Enden der Strahler gewährleistet werden.
[0012] Die Montage solcher Strahler kann je nach Verwendungszweck beliebig erfolgen. Bei
senkrechter Montage brauchen nur an den Strahlerenden Haltevorrichtungen vorgesehen
werden. Bei waagerechter Montage ist zur Unterstützung der Strahlerenden noch eine
Haltevorrichtung aus hochtemperaturbeständigem Werkstoff, wie Keramik, vorzusehen.
[0013] Zum Zwecke der elektrischen Isolation können die Strahlerenden mit einer Keramik
oder einem vergleichbaren temperaturbeständigen Werkstoff versehen werden. Die Strahlungsquelle,
d.h. die Heiz- oder Glühwendel besteht aus hitzebeständigem Widerstandsmaterial,
z.B. Wolfram. Die Strahlungsquelle, d.h. die Heiz- oder Glühwendel ist durch Stützelemente
im Rohr zentriert. Diese Stützelemente bestehen aus einem hitzebeständigen Material,
z.B. Wolfram, Molybdän, Tantal. Der Strahler, d.h. das gasgefüllte Rohr ist luftdicht
abgeschlossen. Der Strahler, d.h. das Rohr kann klar oder mattiert sein, z.B. durch
Sandstrahlung.
[0014] In den Fig. 1 bis 16 der Zeichnung sind jeweils in Ansicht von vorn und in Ansicht
von der Seite verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dargestellt und in der
zugehörigen Beschreibung im Einzelnen beschrieben.
[0015] Die Figur 1 zeigt einen im wesentlichen ringförmigen Strahler mit einem Rohr 1, das
in Kreisform über einen Winkel von weniger als 360° gebogen ist und in seinem Inneren
eine Heiz- oder Glühwendel 2 enthält, an die sich Drähte 3 anschließen, die in elektrischen
Anschlüssen 4 enden. Von diesen gehen die Stromzuführungen 5 ab. Das Rohr 1 liegt
im wesentlichen in einer Ebene und die Stromzuführungen 5 zweigen davon aus dieser
Ebene heraus, z.B. senkrecht, ab.
[0016] Die Ausführung nach Figur 2 entspricht im wesentlichen der nach Figur 1 mit dem Unterschied,
daß die Stromzuführungen sich etwa in der Ebene des Rohres 1 erstrecken.
[0017] Die Figur 3 zeigt bei grundsätzlich gleichem Aufbau wie nach Figur 1 und 2, daß die
Enden des Rohres 1a etwa senkrecht aus der Ebene des Rohres herausgebogen sind. Die
Stromzuführungen 5 können sich von den Anschlüssen 4 vom Rohr 1 weg und anschließend
parallel zu den Rohrenden erstrecken.
[0018] Die Ausführung nach Figur 4 unterscheidet sich von der nach Figur 3 dadurch, daß
die Stromzuführungen 5 sich von den Anschlüssen 4 nach der Seite erstrecken.
[0019] Gemäß Figur 5 ist das Rohr 1b schraubenförmig über einen Winkel von etwas mehr als
360° gebogen, was eine dichtere Bestrahlung als nach den vorhergehenden Ausführungen
ermöglicht. Die Stromzuführungen 5 erstrecken sich von den Anschlüssen 4 etwa in Richtung
der Schraubenhöhe.
[0020] Gemäß Figur 6 ist die letztgenannte Ausführung dadurch abgewandelt, daß sich die
Stromzuführungen 5 von den Anschlüssen 4 aus etwa in den durch die Anschlüsse 4 bestimmten
Ebenen erstrecken.
[0021] Eine abgeänderte Ausführung mit einem halbringförmigen Strahler zeigt Figur 7. Das
Rohr 1c ist dazu etwa halbkreisförmig gebogen, seine Enden sind etwa senkrecht zur
Ebene des Rohres 1c herausgebogen, die Wendel 2a ist verkürzt und die Stromzuführungen
5 erstrecken sich von den Anschlüssen 4 aus entweder auf das Rohr 1c zu oder von diesem
weg.
[0022] Gemäß Figur 8 ist die Ausführung nach Figur 7 dadurch abgeändert, daß sich die Stromzuführungen
5 von den Anschlüssen 4 seitlich erstrecken.
[0023] Figur 9 zeigt eine Abwandlung davon, bei der das Rohr 1d etwa sinusförmig gebogen
ist und in seinem etwa kreisförmigen Mittelteil die Heiz- oder Glühwendel 2a enthält.
Die Stromzuführungen 5 gehen von den Anschlüssen 4 etwa in der Ebene des Rohres 1d
weg.
[0024] Diese Ausführungsform ist nach Figur 1o dadurch abgeändert, daß sich die Stromzuführungen
5 von den Anschlüssen 4 aus der Ebene des Rohres 1d etwa senkrecht erstrecken.
[0025] Nach Figur 11 kann ein solcher Strahler sich auch über einen Winkel von weniger als
180° erstrecken. Das Rohr 1e ist entsprechend gebogen. Die Stromzuführungen verlaufen
etwa in der Ebene des Rohres 1e. Wie bei den vorstehend dargestellten Ausführungen
kann sich nach Figur 12 die Lage der Stromzuführungen 5 auch aus den Ebenen des Rohres
1e herauserstrecken.
[0026] Für die Bestrahlung größerer Flächen eignet sich die Ausführung nach Figur 13 mit
einer als geschlossener Kurvenzug ausgebildeten Doppelringanordnung. Das Rohr 1f ist
dazu wie nach der Zeichnung vom ersten Anschluß 4 etwa in Halbkreisform gebogen, wird
dann nach innen gewendet und erstreckt sich innen in einem engeren Halbkreis in Richtung
auf die Anschlüsse, vervollständigt aber die Kreisform, bis es bei der Abbiegung von
innen nach außen in einem weiten, zum ersten spiegelbildlich verlaufenden Halbkreis
weiter geführt wird, um schließlich etwa parallel zum Anfangsstück zum zweiten Anschluß
4 zu verlaufen. Die Heiz- oder Glühwendel 2b ist entsprechend geformt und besitzt
eine geeignete Länge. Die Stromzuführungen 5 verlaufen von den Anschlüssen 4 aus
der Ebene des Rohres 1f etwa senkrecht heraus.
[0027] Dieselbe Grundform findet auch Verwendung bei der Ausführung nach Figur 14, wo nur
die Stromzuführungen 5 von den Anschlüssen 4 aus etwa in der Ebene des Rohres 1f verlaufen.
[0028] Bei der Ausführungsform nach Figur 15, die grundsätzlich den gleichen Aufbau wie
nach Figur 14 aufweist, sind die Enden des Rohres 1f etwa senkrecht aus der Ebene
des Rohres herausgebogen, wobei die Stromzuführungen 5 sich von den Anschlüssen 4
vom Rohr 1f weg erstrecken.
[0029] Bei der Ausführung nach Figur 16, die im Aufbau der nach Figur 1 entspricht, ist
eine Reflexionsschicht 6 am oder im Rohr 1 angebracht. Diese Reflexionsschicht kann
auch bei den übrigen Ausführungen mit Vorteil verwendet werden, denn sie spart einen
separaten Reflektor ein.
1. Strahler, bestehend aus einem an beiden Enden verschlossenen Rohr mit einer Gasfüllung,
einer darin eingelagerten Heiz- oder Glühwendel, deren anschließende Drähte sich
durch die Enden des Rohres zu Anschlüssen erstrecken, in die Stromzuführungen münden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1 bis 1f) des Strahlers gebogen ist.
2. Strahler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1) kreisförmig gebogen ist. (Fig. 1 bis 4)
3. Strahler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Biegung des Rohres (1) über einen Winkel von weniger als 360° erstreckt.
(Fig. 1 bis 4)
4. Strahler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnt,
daß das Rohr (1b) schraubengangförmig, vorzugsweise über einen Winkel von 360° oder
mehr, gewunden ist. (Fig. 5 und 6)
5. Strahler nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1c) über einen Winkel von 180° gebogen ist. (Fig. 7 und 8)
6. Strahler nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1d, 1e) über einen Winkel von weniger als 180° gebogen ist. (Fig. 9
bis 12)
7. Strahler nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1f) in einem einzigen geschlossenen Linienzug zu zwei oder mehr ineinanderliegenden
Kreisbogen gebogen ist. (Fig. 13, 14, 15)
8. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrenden in der Ebene der Rohrbiegung aus dieser herausgebogen sind. (Fig.
1, 2, 9, 1o, 13, 14 , 15)
9. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrenden etwa senkrecht zur Ebene der Rohrbiegung aus dieser herausgebogen
sind. (Fig. 3, 4, 7, 8)
1o. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromzuführungen (5) annähernd in der Ebene der Rohrbiegung in die Anschlüsse
(4) einmünden. (Fig. 2, 9, 11, 14)
11. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromzuführungen (5) außerhalb der Ebene der Rohrbiegung, vorzugsweise senkrecht
dazu, in die Anschlüsse (4) einmünden. (Fig. 1, 3, 4, 7, 8, 1o, 12, 13)
12. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im
oder am Rohr (1 bis 1f) angeordnete Reflexionsschicht (6). (Fig. 15)
13. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine Infrarot-Reflexionsschicht.
14. Strahler nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflexionsschicht (6) aus einer dünnenMetall- oder Metallkeramikschicht besteht.
15. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasfüllung ein Inertgas ist.
16. Strahler nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Inertgas geringe Beimengungen von Halogenverbindungen beigegeben sind.
17. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrenden mit einem isolierenden, temperaturbeständigen Werkstoff, wie Keramik,
versehen sind.
18. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (1 bis 1f) aus Glas, Quarz, Quarzgut oder Keramik besteht.