[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer mit einer hydraulischen Feststellvorrichtung
für die wenigstens teilweise geöffnete Tür, wobei ein diesseits eines federbelasteten,
durch das Drehen der Tür verschiebbaren Kolbens gelegener hinterer Zylinderraum über
einen gehäusefesten Strömungskanal mit einem vorderen Zylinderraum hydraulisch verbunden
ist und in diesem Strömungskanal ein Drosselventil sowie zwischen diesem und dem
hinte ren Zylinderraum ein Überströmventil mit federbelastetem Verschlußorgan liegen,
welches vom hinteren zum vorderen Zylinderraum durchströmbar und an dessen Zuströmseite
ab einem vorbestimmten Öffnungswinkel der Tür, insbesondere ab etwa 80° bis 90°,
vom Kolben freigegeben ist. Ein derartiger Türschließer ist durch das DE-GM 85 26
660 bekannt geworden. Bei einem solchen Türschließer ergeben sich unterschiedliche
und nicht beieinflußbare Haltemomente, die in der Praxis zwischen 50 und 120 Nm betragen
können. Sie sind abhängig vom Schließmoment bzw. vom Türgewicht. Weil letzteres normalerweise
vorgegeben ist, müssen bei den bekannten Türschließern diese unterschiedlichen Werte
des Haltemoments in Kauf genommen werden.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Türschließer der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß sich das Schließmoment verändern und somit eine Anpassung
an die Türgewichte herbeiführen läßt.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Türschließer
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden Teil dieses
Anspruchs ausgebildet ist. Das Verschlußorgan des Überströmventils ist, wie bereits
erläutert, durch Federkraft belastet. Dabei stützt sich die Belastungsfeder am Verschlußorgan
einerseits und am Ventilgehäuse des Überströmventils andererseits ab. Wenn man nunmehr
das Ventilgehäuse des Überströmventils in Verschieberichtung des Ventil-Ver schlußorgans
verstellen kann, so läßt sich auf diese Weise relativ einfach die Federkraft verändern,
mit welcher das Verschlußorgan gegen seinen Ventilsitz gepreßt wird. Der Verstellmechanismus
muß so beschaffen sein, daß jede Einstellung sicher beibehalten wird. Ist die Belastungsfeder
des Überströmventils dadurch maximal gespannt, daß das Ventilgehäuse seine ventilsitz-nächste
Stellung einnimmt, so bedarf es zum Öffnen des Überströmventils des maximalen Drucks.
Dies bedeutet, daß in dieser einen Endstellung des Ventilgehäuses das Ventil seine
maximale Haltekraft besitzt. Umgekehrt erreicht man die minimalste Haltekraft und
damit auch das kleinste Haltemoment für die festgestellte Tür, wenn sich das Ventilgehäuse
in seiner vom Ventilsitz oder vom Kolben des Türschließers am weitesten entfernten
Einstellage befindet. Entsprechende Zwischenstellungen des Ventilgehäuses ergeben
dementsprechende Werte der Haltekraft bzw. des Schließmoments. Damit ist es möglich,
diesen Türschließer innerhalb seines Einstellbereichs an das jeweilige Türgewicht
bei verhältnismäßig geringem Aufwand und insbesondere ohne Abänderung des sonstigen
hydraulischen Steuerrungssystems anzupassen.
[0004] Es handelt sich um einen Türschließer mit mehreren Drosselventilen und zugehörigen
Kanälen, welche den hinteren Zylinderraum mit dem vorderen Zylinderraum bzw. umgekehrt
verbinden, wobei man beispielsweise durch Schließen eines dieser Drosselventile die
hydraulische Feststellung bewirken kann und eine gewisse Verschiebestellung des hydraulischen
Kolbens und damit eine bestimmte Öffnungsbewegung der Tür von beipielsweise 80° bis
90° Voraussetzung für die hydraulische Feststellung ist.
[0005] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Ventilgehäuse des Überströmventils
über ein Gewinde mit dem Zylinderboden verbunden ist, wobei sich die Gewindeverbindung
zwischen dem hinteren Zylinderraum und einem das Ventilgehäuse gegen den Zylinderboden
abdichtenden Dichtring, insbesondere O-Ring, befindet. Zweckmäßigerweise handelt es
sich bei diesem Zylinderboden um ein separat gefertigtes, dichtend eingesetztes Teil.
Eine Gewindeverbindung ist verhältnismäßig leicht herzustellen und insofern besonders
preiswert. Außerdem gestattet sie eine sehr feinfühlige Einstellung, insbesondere
bei Verwendung eines Feingewindes. Andererseits sind aber Gewindeverbindungen in
der Regel nicht flüssigkeitsdicht, weswegen das Ventilgehäuse in einem außerhalb
der Gewindeverbindung gelegenen Bereich gegenüber dem Türschließergehäuse, insbesondere
dem Zylinderboden, abgedichtet werde muß, damit das hydraulische Medium im Türschließer,
welches über die Gewindeverbindung hinaus nach außen hin durchgedrungen ist, an der
Stelle des Dichtrings aufgehalten wird. Die Reibung im Gewinde reicht aus, um die
jeweilige Einstellung gegen unbeabsichtigte Verstellung zu sichern.
[0006] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das Ventilgehäuse des
Überströmventils in seinem äußeren Ende eine Aufnahme für ein Drehwerkzeug, insbesondere
einen Schlitz, Kreuzschlitz oder Innensechskant, aufweist. Über diese Aufnahme und
ein darin eingesetztes Drehwerkzeug, beispielsweise einen Schraubendreher oder einen
Innensechskantschlüssel, kann man nunmehr auf einfache Weise, innerhalb des vorgesehenen
Einstellbereichs, das Haltemoment dieses Türschließers genau einregulieren, ohne
das Gehäuse des Türschließers öffnen zu müssen.
[0007] Andererseits gilt es natürlich, den Einstellbereich festzulegen. Dies erreicht man
hinsichtlich des Maximalwertes in sehr vorteilhafter Weise dadurch, daß die Einschraubtiefe
des Ventilgehäuses des Überströmventils durch einen Anschlag, insbesondere eine Anschlagfläche
des Zylinderbodens, begrenzt ist. Das Gehäuse des Überströmventils benötigt infolgedessen
eine Gegenanschlagfläche. Diese kann dadurch gebildet werden, daß das Gehäuse absatzartig
vergrößert oder mit einem Außenbund versehen ist. Aus fertigungstechnischen Gründen
bietet sich die absatzweise Vergrößerung des Ventilgehäuses an, welche schon im Hinblick
auf den erwähnten Dichtring bevorzugterweise im Querschnitt kreisförmig ist. Damit
ist dann die Anschlagfläche des Zylinderbodens eine Ringfläche, welche beispielsweise
dadurch entsteht, daß man eine entsprechende, von außen nach innen durchgeführte
Bohrung im Zylinderboden vor dem Gewindebereich absatzartig verengt.
[0008] In Gegenrichtung erreicht man eine Begrenzung des Einstellbereichs dadurch, daß
das freie äußere Ende des Ventilgehäuses des Überströmventils in weiterer Ausbildung
der Erfindung an einem Außenanschlag anlegbar ist. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung sieht vor, daß der Außenanschlag für das Ventilgehäuse durch ein Klemmstück
einer Befestigungsvorrichtung zum einstellbaren Festhalten des Türschließergehäuses
in einem Außengehäuse, insbesondere einem Bodenkasten od. dgl., gebildet ist. Dies
gilt allerdings nur für sogenannte Bodentürschließer. Bei Obentürschließer, für welche
diese Erfindung selbstverständlich auch geeignet ist, befindet sich der Außenanschlag
am Türschließergehäuse bzw. am Zylinderboden. Denkbar ist hier beispielsweise die
Verwendung eines Sprengrings.
[0009] Bei mit einem Klemmstück ausgerüstetem Türschließer sieht eine weitere Ausgestaltung
der Erfindung vor, daß dieses Klemmstück einen Durchbruch aufweist, der mit der Aufnahme
des Ventilgehäuses für das Drehwerkzeug fluchtet. Der Grund liegt darin, daß man
das Drehwerkzeug normalerweise nicht zwischen das Klemmstück und das Ventilgehäuse
einführen kann, weil sich das Klemmstück verhältnismäßig nahe am Zylinderende bzw.
Zylinderboden befindet.
[0010] Das Verschlußorgan des Überströmventils schließt mit einem im Querschnitt kleineren
Teil die verhältnismäßig enge Einlaßbohrung ab. Es besitzt darüber hinaus aber auch
noch einen im Querschnitt größeren Teil, der dann wirksam wird, wenn das Medium durch
den Ventilsitz des Überströmventils strömen kann, also wenn eine kleine Öffnungsbewegung
stattgefunden hat. Der hydraulische Druck hat nunmehr die Möglichkeit, an einer größeren
Fläche anzugreifen und dadurch der Belastungsfeder eine größere Kraft entgegenzusetzen.
Das Ventil bleibt infolgedessen bei entsprechendem hydraulischem Druck offen. Es
ist leicht einzusehen, daß sich, insbesondere bei der geringen Größe der Ventilteile,
um Präzisionsteile handeln muß, was sich einerseits in den Kosten niederschlägt und
andererseits zu einer relativ hohen Toleranzempfindlichkeit führt. Deshalb ist man
bemüht, auch insoweit eine Verbesserung zu schaffen. Diese erreicht ma bei einer weiteren
bevorzugten Variante der Erfindung dadurch, daß das Verschlußorgan des Überströmventils
durch zwei Kugeln unterschiedlicher Größe gebildet ist, wobei die kleinere Kugel bei
geschlossenem Ventil am Ventilsitz anliegt und die größere zwischen die kleinere und
die Belastungsfeder eingesetzt ist. Die Belastungsfeder stützt sich demnach sowohl
an der größeren Kugel als auch an einer entsprechenden Stützfläche im Innern des Verschlußorgans
ab. Sie preßt die größere Kugel gegen die kleinere, welche dann ihrerseits auf dem
Ventilsitz aufliegt. Selbstverständlich müssen die Kugeln, die theoretisch nur eine
punktförmige Berührung haben, gegen seitliches Ausweichen dadurch gesichert werden,
daß sie je in einer Bohrung entsprechenden Durchmessers verschiebbar sind. Andererseits
sind aber die Verschiebestrecken bei einem derartigen Überströmventil verhältnismäßig
gering. Kugeln können mit hoher Präzision hergestellt und bezogen werden, so daß
sich die Konstruktion durch die Verwendung von Kugeln an Stelle eines Drehteils vereinfacht
und auch die Toleranzempfindlichkeit reduziert wird.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0012] Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellen dar:
Fig. 1 Einen senkrecht zur Drehachse der Tür geführten Schnitt durch einen Türschließer
mit Außengehäuse,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch den Zylinderboden des Türschließers,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV der Fig. 1 jeweils ohne die Befestigungsvorrichtung
zum Festhalten im Außengehäuse.
[0013] Beim Öffnen der nicht dargestellten Tür, die in bekannter Weise mit dem Drehglied
des Türschließers drehfest verbunden ist, wird der Kolben 1 im Zylinder 2 in Pfeilrichtung
3 verschoben. Der Zylinder 2 befindet sich im Gehäuse des Türschließers oder bildet
einen Teil desselben. Die Drehbewegung des Drehglieds wird vorzugsweise über einen
Exzentermechanismus auf die Kolbenstange 4 und damit auch den fest mit ihr verbundenen
Kolben 1 übertragen. Das Drehglied ist dem kolbenfernen Ende der Kolbenstange zugeordnet.
Letztere ist konzentrisch von wenigstens einer kräftigen Rückstellfeder 5 umgeben,
deren in der Zeichnung rechtes Ende sich am Kolben 1 und deren linkes Ende sich indirekt
an einer Gehäusewandung abstützen. Beim Verschieben des Kolbens in Pfeilrichtung
3, also beim Öffnen der Tür, wird die Rückstellfeder gespannt. Der die Kolbenstange
und die Feder aufnehmende vordere Zylinderraum 6 ist ebenso wie der hintere Zylinderraum
7 mit einer geeigneten Hydraulikflüssigkeit gefüllt.
[0014] Beim Verschieben des Kolbens verdrängt letzterer Hydraulikflüssigkeit aus dem vorderen
Zylinderraum 6. Sie fließt in nachstehend noch näher erläuterter Weise in den sich
bei der Kolbenbewegung vergrößernden hinteren Zylinderraum 7. Der hierfür vorgesehene
Strömungsweg, insbesondere ein T-förmiger Kanal 8 im Innern des Kolbenschafts 9 bietet
Gewähr für ein rasches Überströmen des Mediums ohne großen Strömungswiderstand. Der
Kolben nimmt in Fig. 1 seine eine Endstellung ein, die der geschlossenen Tür zugeordnet
ist. Nach dem Auslenken des Kolbens und Freigeben der Tür drückt die Rückstellfeder
5 den Kolben entgegen dem Pfeil 3 in diese Ausgangslage zurück. Dabei wird dann das
eingeströmte Medium aus dem hinteren Zylinderraum 7 wieder in den vorderen Zylinderraum
6 gepreßt. Es nimmt dabei allerdings einen anderen Weg als beim Einströmen in den
hinteren Zylinderraum. Es tritt über eine Zylinder-Querbohrung 10 in einen Längskanal
11 ein und gelangt von dort zu einem ersten einstellbaren Drosselventil 12. Eine
weitere kurze Querbohrung 13 schafft schließlich die Verbindung zum vorderen Zylinderraum
6. Die Kanäle 10, 11 und 13 bilden zusammen einen ersten Kanal 14 des Türschließers.
[0015] In die Bohrung 15 des ersten Drosselventils 12 mündet ein zweiter Kanal 16. Er besteht
aus dem kurzen Verbindungsstück 17 zwischen dem ersten Drosselventil 12 und einem
zweiten Drosselventil 18 sowie einer Querbohrung 19, die parallel zur Querbohrung
13 verläuft und ebenfalls in den vorderen Zylinderraum 6 mündet. Die beiden Drosselventile
12 und 18 befinden sich an einer Gehäuse- oder Zylinderwand 20. An einer gegenüberliegenden
Wand 21 des Gehäuses bzw. des Zylinders befinden sich ebenfalls in Längsrichtung
versetzt ein drittes Drosselventil 22 und ein viertes Drosselventil 23. Zum dritten
Drosselventil 22, das nicht notwendigerweise vorhanden sein muß, gehört ein dritter
Kanal 24. Er besteht aus dem Querkanal 25, der etwa gegenüberliegend vom Querkanal
10 in den hinteren Zylinderraum 7 mündet sowie dem Längskanal 26 und einem weiteren
in den vorderen Zylinderraum 6 mündenden Querkanal 27. Der Kolben 1 besitzt einen
zweiteiligen Kolbenring 28. Der Querkanal 27 ist so angeordnet, daß er in der Ausgangslage
des Kolbens (Fig. 1) vom Kolbenring 28 freigegeben ist. Das Spiel zwischen Kolben
und Zylinderwandung 29 ist groß genug, um das Medium vom vorderen Zylinderraum 6 in
die Querbohrung 27 eintreten zu lassen, sobald deren Mündung im Zylinderinnern durch
den Kolbenring wenigstens teilweise freigegeben ist. Der vierte Kanal 37 besteht aus
der in den vorderen Zylinderraum mündenden Querbohrung 30, der sich daran anschließenden
Längsboh-rung 31 sowie einer weiteren Querbohrung 32, 33, die zu einem als erstes
Überdruckventil ausgebildeten Überströmventil 34 führt und zwischen deren Teile 32
und 33 eine Ringnut 35 geschaltet ist. Die Querbohrung 33 bildet zugleich die Auslaßbohrung
des ersten Überdruckventils 34. Dessen Einlaßbohrung ist mit 36 bezeichnet und sie
mündet in den hinteren Zylinderraum 7. Sie ist allerdings in der Ausgangsstellung
des Kolbens 1 nicht freigegeben, wie nachstehend noch erläutert wird.
[0016] Der Einlaß 36 des ersten Überdruckventils bzw. Überströmventils 34 ist durch ein
federbelastetes 38 Verschlußorgan 39 eines am Kolben 1 angebrachten Hilfsventils 40
geschlossen.
[0017] Sowohl das Verschlußorgan 39 als auch das Gehäuse 41 des Hilfsventils 40 haben eine
topfförmige Gestalt. Dabei umgreift der Topfmantel des Gehäuses denjenigen des Verschlußorgans
und die Topfböden sind voneinander entfernt. Im Innern dieser topfförmigen Teile
befindet sich die Belastungsfeder 38 für das Verschlußorgan 39. Sie stützt sich an
den beiden Topfböden ab. Der Topfboden des Gehäuses 41 besitzt ein zentrisches Loch
42. Außen am Topfboden des Verschlußorgans 39 befindet sich ein Dichtring 43, insbesondere
O-Ring, der in der Ausgangsstellung und, wie später noch erläutert wird, auch über
einen Teil der Türöffnungsbewegung die Einlaßbohrung 36 des Überströmventils 34 verschlossen
hält. Das Verschlußorgan 39 ist im Gehäuse 41 in Längsrichtung der Kolbenachse verschiebbar
gelagert. Weil jedoch der Dichtring 43 und damit das Verschlußorgan 39 in der Ausgangsstellung
des Kolbens 1 am Zylinderboden 44 anliegt, kommt eine Relativbewegung nur dann zustande,
wenn sich das Gehäuse 41 zusammen mit dem Kolben 1, an welchem es über einen Rastverbindung
45 abnehmbar gehalten ist, nach links, also in Pfeilrichtung 3, bewegt. Dies ist beim
Öffnen der Tür der Fall. Während der ersten Öffnungsphase, also beispielsweise etwa
bis zu einem Öffnungswinkel von 80° bis 90°, verschiebt sich das Gehäuse 41 relativ
zum Verschlußorgan 39. Dann kommt der Außenbund des Verschlußorgans 39 am Innenbund
46 des Gehäuses 41 zur Anlage. Bei größerer Öffnungsweite der Tür hebt der Dichtring
43 ab und gibt dadurch die Einlaßbohrung 36 des Überströmventils 34 frei.
[0018] In den Kolben 1 ist ein zweites Überdruckventil 47 eingebaut, welches bei geschlossener
Tür geschlossen ist. Sein Verschlußorgan 48 hat die Gestalt eines Bolzens mit einem
Außenbund 49 an seinem dem hinteren Zylinderraum 7 zugeordneten Ende. Dabei können
in nicht gezeigert Weise sowohl der Bolzen als auch der Bund 49 am Außenumfang sternförmig
gestaltet sein, um einerseits eine gute Führung im Kolben 1 und andererseits ein Vorbeiströmen
des Mediums zu erreichen. Das Gehäuse des zweiten Überdruckventils wird durch den
Kolben 1 gebildet. Dort befindet sich demnach auch die ringförmige Ventilsitzfläche
50. Die das Verschlußorgan in Schließlage haltende Belastungsfeder 51 ist durch einen
rohrförmigen Ansatz zentriert, und sie stützt sich mit ihrem einen Ende außen am
Verschlußorgan und mit ihrem anderen Ende an einer Stelle im Gehäuses 41 des Hilfsventils
40 ab. Bei Überdruck im vorderen Zylinderraum 6 bzw. im T-förmigen Kanal 8 hebt das
Verschlußorgan 48 vom Sitz 50 ab, so daß das Medium außen am Verschlußorgan 48 vorbei
in den hinteren Zylinderraum 7 strömen kann. In diesem Strömungsweg können noch äußere
durch Radialschlitze des Gehäuses 41 gebildete Strömungskanäle liegen.
[0019] Das Gehäuse 48 des zweiten Überdruckventils 47 bildet zugleich ein Gehäuse eines
dritten, gegenläufig öffnenden, bei geschlos sener Tür geschlossenen Überdruckventils
53. Sein Verschlußorgan 54 besteht vorzugsweise aus einer Kugel, und seine Belastungsfeder
55 ist, wie auch die übrigen Ventilfedern, eine Schraubendruckfeder.
[0020] Das Verschlußorgan des ersten Überdruckventils 34 ist durch eine kleine Kugel 52
und eine daran anliegende größere Kugel 56 gebildet. Die Belastungsfeder ist mit
57 bezeichnet. Sie hält das Ventil normalerweise geschlossen. Die kleine Kugel 52
des Verschlußorgans wirkt mit dem Gehäuse-Ventilsitz am in Fig. 2 rechten Ende des
Einlaßkanals 36 zusammen. Die Verschlußorgane 52 mit 56, 48, 54, 39 des ersten, zweiten
und dritten Überdruckventils 34, 47, 53 sowie des Hilfsventils 40 und damit auch diese
Ventile selbst sind konzentrisch zur geometrischen Achse des Zylinders bzw. des Kolbens
1 angeordnet. Das erleichtert in besonderem Maße die Fertigung.
[0021] An dem vom Drehglied abgewandten Ende des Zylinders befindet sich der erwähnte separat
gefertigte Boden 44. Er nimmt das erste Überdruckventil 34 und dessen Querbohrung
33 auf, die auch in unmittelbarer Verlängerung der Querbohrung 32 verlaufen kann.
Außerdem bildet eine Außennut die erwähnte Ringnut 35. Beidseits der letzteren befindet
sich je ein O-Ring 58 bzw. 59. Außen wird der Boden 44 durch einen Sprengring 60 od.
dgl. gehalten. Die separate Fertigung dieses Zylinderbodens hat den Vorteil, daß
man ihn gegen einen anderen leicht auswechseln kann.
[0022] Wie bereits dargelegt, befinden sich mit Ausnahme des ersten Überdruckventils 34
und der Drosselventile alle übrigen Ventile am Kolben. Sie sind zentrisch zu dessen
Achse angeordnet, wobei die Verschlußorgane 39 bzw. 54 des Hilfsventils 40 und des
dritten Überdruckventils 53 gegen das Drehglied und diejenigen 52 mit 56 und 48 des
ersten und zweiten Überdruckventils 34 und 47 in entgegengesetztem Sinne gerichtet
sind. Die Achsen der Ventilkörper der Drosselventile 12, 18, 22 und 23 verlaufen
in Gebrauchslage des Türschließers senkrecht zum Boden, und ihre Betätigungsenden
(z.B. 61) sind somit von oben her gut zugänglich. Das Gehäuse bzw. der Zylinder für
den Kolben 1 befindet sich in einem Außengehäuse 62, beispielsweise einem Bodenkasten,
das mittels eines nicht gezeigten Deckels verschlossen werden kann, so daß insbesondere
die Drosselventile für Unbefugte nicht zugänglich sind. Es bleibt noch nachzutragen,
daß das zweite Überdruckventil 47 bei einem wesentlich höheren Druck öffnet als das
erste Überdruckventil 34.
[0023] Wie insbesondere Fig. 2 deutlich macht, hat der im wesentlichen rotationssymmetrische
Zylinderboden 44 eine zentrische Bohrung, deren im Durchmesser kleinstes Teilstück
die Einlaßbohrung 36 für das erste Überströmventil 34 bildet. Aufgrund einer ersten
absatzartigen Erweiterung 65 entsteht der Ventilsitz 66 des ersten Überströmventils
34. Der Durchmesser der ersten Erweiterung 65 entspricht etwa dem Durchmesser der
kleinen Kugel 52 incl. eines geringen Radialspiels. In Achsrichtung gesehen, ist die
Länge der ersten absatzartigen Erweiterung etwa gleich dem Durchmesser der kleinen
Kugel 52.
[0024] Die sich daran anschließende zweite absatzartige Erweiterung 67 nimmt die größere
Kugel 56 auf. Demgemäß entspricht ihr Durchmesser dem Durchmesser dieser Kugel zusätzlich
eines geringen Spiels. An ihrem von der ersten Erweiterung 65 abgewandten Ende kann
die zweite absatzartige Erweiterung durch einen Konus 69 vergrößert sein. Dessen größter
Durchmesser geht in ein Muttergewinde 70 über. An dessen Außenende findet nochmals
eine absatzartige Erweiterung statt. Dadurch entsteht einerseits eine ringförmige
Anschlagfläche 71 für das Ventilgehäuse 72 des ersten Überströmventils 34 sowie eine
zylindrische Innenfläche zur Anlage des in eine Nut 73 des Ventilgehäuses 72 eingelegten
O-Rings 74.
[0025] Das Ventilgehäuse 73 hat die Gestalt eines Schraubstopfens mit verdicktem Kopf. Außer
der erwähnten Außennut 75 für den O-Ring 74 besitzt es eine zentrische Sackbohrung
zur Aufnahme und Zentrierung der Belastungsfeder 57 und an seiner Außenseite vorzugsweise
einen Innensechskant 77 zum Ein- und Ausschrauben bzw. zum Einstellen des ersten Überströmventils
34. Des weiteren mündet in den sich an den Konus 69 anschließenden Bohrungsteil 78
die Querbohrung 33. In axialer Richtung gesehen sind die Länge der zweiten absatzartigen
Erweiterung 67 und des Konus 69 zusammen etwas geringer als der Durchmesser der großen
Kugel 56. Es muß aber nicht notwendigerweise so sein. Durch die innen gelegene Ringflä
chen des Ventilgehäuses-Außenbunds wird eine Anschlag-Gegenfläche 80 gebildet, welche
mit der ringförmigen Anschlagfläche 71 zusammen die tiefste Einschraubstellung des
Ventilgehäuses und damit die höchste Spannung der Belastungsfeder 57 bestimmt. Das
Herausschrauben des Ventilgehäuses endigt, wenn dessen Außenfläche 81 an einem Außenanschlag
82 auftrifft. Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich dabei um eine gegen den Zylinderboden
44 weisende Fläche eines Klemmstücks 83 einer Befestigungsvorrichtung 84, mit welcher
der Türschließer gegenüber dem Außengehäuse 62 ausricht- und feststellbar ist. Es
bleibt noch nachzutragen, daß das Bolzengewinde des Ventilgehäuses 72 mit 85 bezeichnet
ist.
[0026] Die Wirkungsweise dieses Türschließers ist folgendermaßen, wobei zwei Fälle zu unterscheiden
sind. Im ersten Falle ist das Drosselventil 18 geöffnet. Dies bedeutet, daß eine
hydraulische Feststellung der Tür nicht stattfindet.
[0027] Beim Öffnen der Tür wird über das Drehglied des Türschließers und den Umsetzmechanismus
für die Drehbewegung in die Verschiebebewegung der Kolben 1 im Sinne des Pfeils 3
(Fig. 1) verschoben. Der äußere Ring des zweiteiligen Kolbenrings 28 gleitet dabei
zunächst über die Querbohrung 27 des dritten Drosselventils 22 und dann über die
Querbohrung 13 des ersten Drosselventils 1. Die Kolbenbewegung endigt jedoch, bevor
der Kolbenring 28 die Querbohrungen 19 und 30 des zweiten Drosselventils 18 und des
vierten Drosselventils 23 erreicht. Durch das Verschieben des Kolbens 1 wird die hydraulische
Flüssigkeit aus dem vorderen Zylinderraum 6 verdrängt. Sie fließt durch das zweite
Überdruckventil 47 und die Radialschlitze 52 in den hinteren Zylinderraum 7. Die Tür
ist nunmehr weit über 90° geöffnet. Gibt man sie jetzt frei, so drückt die Rückstellfeder
5 den Kolben 1 und alle bewegungsmäßig damit gekuppelten Teile in die aus Fig. 1 ersichtliche
Ausgangslage zurück. Damit verkleinert sich das Volumen des hinteren Zylinderraums
7. Dies erfordert ein Zurückströmen der zuvor beim Türöffnen eingetretenen Flüssigkeitsmenge.
Sie nimmt jedoch nicht den Weg über das zweite Überdruckventil 47, weil dieses als
Rückschlagventil arbeitet, sondern über das zweite Drosselventil 18 und den zweiten
Kanal 16. Sobald der Kolben weit genug zurückgelaufen ist und der Kolbenring 28 die
Querbohrung 13 des ersten Kanals 14 wenigstens teilweise freigegeben hat, kann das
Medium auch über den ersten Kanal in den vorderen Zylinderraum 6 strömen. Wenn das
erste Drosselventil weiter geöffnet ist als das zweite, so wird zumindest der Großteil
der rückströmenden Flüssigkeit über das erste Drosselventil 12 fließen. Bei Freigabe
des ersten Kanals 14 bzw. seiner Querbohrung 13 befindet sich die Tür in einer Öffnungsstellung
von etwa 80° bis 90°.
[0028] Beim weiteren Schließen der Tür wird schließlich auch noch der dritte Kanal bzw.
dessen Querkanal 27 freigegeben, so daß in der Endphase des Türschließens das Medium
auch noch über den dritten Kanal und das dritte Drosselventil in den vorderen Zylinderraum
6 zurückströmen kann. Dies bewirkt ein beschleunigtes Schließen in der Endphase und
eine starke Abnahme der Drosselwirkung, so daß der Türschließer ein ausreichendes
Drehmoment zum Betätigen einer Schloßfalle an der Tür zur Verfügung stellt.
[0029] Im zweiten Fall ist das zweite Drosselventil 18 geschlossen. Wird die Tür beispielsweise
lediglich um einen Winkel von ca. 80° bis 90° geöffnet, so ist der erste Kanal bzw.
dessen Querbohrung 13 vom Kolben bzw. Kolbenring 28
noch freigegeben, und deshalb schließt sich die Tür nach Wegfall der Betätigungskraft
allein aufgrund der Kraft der Rückstellfeder 5.
[0030] Bei einem etwa 80° bis 90° übersteigenden Öffnungswinkel der Tür sind nicht nur der
dritte und erste Kanal verschlossen, sondern durch das zweite Drosselventil auch der
zweite Kanal. Das bedeutet, daß über diese Kanäle kein Öl od. dgl. vom hinteren in
den vorderen Zylinderraum 6 zurückströmen kann. Die Tür bleibt also hydraulisch gesichert
in einer Offenstellung. Nun besteht aber noch eine hydraulische Verbindung zwischen
dem vorderen und hinteren Zylinderraum über das vierte Drosselventil 23 und den vierten
Kanal 37. Außer dem vierten Drosselventil 23 liegt im vierten Kanal 37 auch noch das
erste Überdruckventil bzw. Überströmventil 34. Bei geschlossener Tür und bei einer
Türöffnung von weniger als ca. 80° bis 90° ist dessen Einlaß 36 durch das Hilfsventil
40 geschlossen. Bei einer Türöffnungsweite über ca. 80° bis 90° hebt der Dichtring
43 von seiner Gegendichtfläche am Zylinderboden 44 ab, so daß der vierte Kanal 37
lediglich noch durch das erste Überströmventil 34 geschlossen ist.
[0031] Wird nunmehr die Tür vom Benutzer von der festgestellten, beispielsweise etwa 80°
bis 90° übertreffenden Öffnungsstellung in Richtung der Schließstellung zurückgedreht,
so hat dies eine Kolbenbewegung entgegen dem Pfeil 3 zur Folge. Dadurch steigt der
Druck im Zylinderraum 7 an und öffnet das Verschlußorgan des Überströmventils 34 gegen
den Widerstand seiner Belastungsfeder 57. Damit ist der vierte Kanal 37 frei, und
das Medium kann gedrosselt vom vierten Drosselventil 23 in den vorderen Zylinderraum
6 zurückströmen. Sobald die 80°- bis 90°-Öffnungsstellung erreicht ist, verschließt
der Dichtring 43 des Hilfsventils 40 die Einlaßbohrung 36 des Überströmventils 34.
Dafür wird aber die Querbohrung 13 des ersten Kanals 14 freigegeben, so daß das rückströmende
Medium nunmehr durch den ersten Kanal 14 und das erste Drosselventil 12 zum vorderen
Zylinderraum 6 strömen kann. Am Ende der Schließbewegung wird schließlich auch noch
der dritte Kanal 24 freigegeben.
[0032] Das Hilfsventil und die Überdruckventile arbeiten, wie gesagt, in der Art von Rückschlagventilen,
d.h. sie öffnen, wenn der herrschende Druck eine größere Kraft auf ihr Verschlußorgan
ausübt als die in Gegenrichtung wirkende Schließfeder. Beim Öffnen der Tür entsteht
durch die Kolbenbewegung ein Überdruck im vorderen Zylinderraum, während beim Schließen
der Tür der hintere Zylinderraum 7 unter Überdruck kommt. Bei weitgeöffneter Tür
wirkt dieser Überdruck, wie vorstehend beschrieben, auf das Verschlußorgan 56 des
Überströmventils 34 ein. Zugleich wirkt er aber auch am Verschlußorgan 54 des dritten
Überdruckventils 53. Der hydraulische Weg geht dabei über den oder die Radialschlitze
od. dgl. und die Öffnung des rohrförmigen Ansatzes zur Zentrierung der Belastungsfeder
51. Die Belastungsfeder 55 des dritten Überdruckventils 53 und diejenige 57 des Überströmventils
34 sind nun so aufeinander abgestimmt, daß das dritte Überdruckventil 53 bei einem
wesentlich höheren Druck öffnet als das Überströmventil 34, was man schon allein an
der Dimensionierung der Federn in der Zeichnung ablesen kann. Bei starker Drosselung
der in den vorderen Zylinderraum 6 rückströmenden Flüssigkeit und einer hohen, von
Hand auf die Tür aufgegebenen Schließkraft wird der Druck im hinteren Zylinderraum
7 groß genug, um auch das dritte Überdruckventil 53 zu öffnen. In diesem Falle steht
dann ein genügend großer Rückströmquerschnitt zur Verfügung, der die eingestellte
starke Drosselung mildert bzw. aufhebt. Das dritte Überdruckventil 53 kann selbstverständlich
von jeder Öffnungsstellung der Tür aus wirksam sein im Gegensatz zum Überströmventil
34, das erst ab einem Öffnungswinkel der Tür von z.B. ca. 80° bis 90° "freigegeben"
ist.
[0033] Das Überströmventil 34 hat eine stabile Offenlage. Seine Einlaßbohrung 36 hat einen
kleinen Querschnitt, so daß die Kraft bei geschlossenem Ventil relativ klein ist.
Sobald sich aber das Ventil 34 öffnet, also die Kugeln abheben, wirkt die Flüssigkeit
auch gegen die größere Kugel 56, wodurch dann eine geringere Kraft zum Offenhalten
erforderlich ist. Nachdem im vierten Kanal durch das vierte Drosselventil 23 ein Gegendruck
herrscht, schließt das Überströmventils 34 erst dann wieder, wenn die hydraulische
Flüssigkeit über einen anderen Weg abströmen kann oder aber, wenn man die Tür in einer
Zwischenstellung anhält, bevor die Querbohrung 13 des ersten Drosselventils 12 freigegeben
ist. Besonders vorteilhaft ist es, daß die Schließgeschwindigkeit des Türflügels im
Bereich über etwa 80° bis 90° aufgrund der Verwendung des vierten Drosselventils
23 eingestellt werden kann.
1. Türschließer mit einer hydraulischen Feststellvorrichtung für die wenigstens teilweise
geöffnete Tür, wobei ein diesseits eines federbelasteten, durch das Drehen der Tür
verschiebbaren Kolbens (1) gelegener hinterer Zylinderraum (7) über einen gehäusefesten
Strömungskanal (37) mit einem vorderen Zylinderraum (6) hydraulisch verbunden ist
und in diesem Strömungskanal ein Drosselventil (23) sowie zwischen diesem und dem
hinteren Zylinderraum ein Überströmventil (34) mit federbelastetem Verschlußorgan
(52, 56) liegen, welches vom hinteren zum vorderen Zylinderraum durchströmbar und
dessen Zuströmseite (36) ab einem vorbestimmten Öffnungswinkel der Tür, insbesondere
ab etwa 80° bis 90° vom Kolben (1) freigegeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Überströmventil (34) ein im Türschließergehäuse, insbesondere im Zylinderboden (44),
in Verschieberichtung des Ventil-Verschlußorgans (52, 56) verstellbares Ventilgehäuse
(72) aufweist.
2. Türschließer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (72)
des Überströmventils (34) über ein Gewinde mit dem Zylinderboden (44) verbunden ist,
wobei sich die Gewinde verbindung (70, 85) zwischen dem hinteren Zylinderraum (7)
und einem das Ventilgehäuse (72) gegen den Zylinderboden (44) abdichtenden Dichtring
(74), insbesondere O-Ring, befindet.
3. Türschließer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse
(72) des Überströmventils (34) an seinem äußeren Ende eine Aufnahme (77) für ein Drehwerkzeug,
insbesondere einen Schlitz, Kreuzschlitz oder Innensechskant, aufweist.
4. Türschließer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschraubtiefe
des Ventilgehäuses (72) des Überströmventils (34) durch einen Anschlag, insbesondere
eine Anschlagfläche (71) des Zylinderbodens (44), begrenzt ist.
5. Türschließer nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das freie äußere Ende (81) des Ventilgehäuses (72) des Überströmventils (34)
an einem Außenanschlag (82) anlegbar ist.
6. Türschließer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenanschlag (82)
für das Ventilgehäuse (72) durch ein Klemmstück (83) einer Befestigungsvorrichtung
(84) zum einstellbaren Festhalten des Türschließergehäuses (2) in einem Außengehäuse
(62), beispielsweise einem Bodenkasten, gebildet ist.
7. Türschließer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (83) einen
Durchbruch aufweist, der mit der Aufnahme (77) des Ventilgehäuses (2 bzw. 44) für
das Drehwerkzeug fluchtet.
8. Türschließer nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußorgan (72) des Überströmventils (34) durch zwei Kugeln unterschiedlicher
Größe gebildet ist, wobei die kleinere Kugel (52) bei geschlossenem Ventil am Ventilsitz
(66) anliegt und die größere Kugel (56) zwischen die kleinere (52) und die Belastungsfeder
(57) eingesetzt ist.