[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer mit in einem Gehäuse gegen die
Kraft wenigstens einer Rückstellfeder verschiebbarem Kolben und hydraulischer Überströmeinrichtung
von einem diesseits angeordneten vorderen Hydraulikraum in einen jenseits des Kolbens
gelegenen hinteren Hydraulikraum, wobei das Gehäuse zweiteilig ausgebildet ist und
aus einem alle gehäuseseitigen Kanäle, Ventile, Drosseleinrichtungen und dgl. aufnehmenden
Grundgehäuse sowie einem strömungskanalfreien Federgehäuse besteht, das mit dem Grundgehäuse
flüssigkeitsdicht verbunden ist. Ein Türschließer dieser Art ist aus der US-A-4665583
bekannt.
[0002] Im allgemeinen sind Türschließer sowohl als Obentürschließer als auch als Bodentürschließer
bekannt. Die zu schließende Tür wird bei einer Ausbildung als Bodentürschließer mit
dessen drehbarem Antriebsglied drehfest verbunden. Bei einem sogenannten Obertürschließer
wird das Türschließergehäuse an der Tür befestigt. Über ein Gestänge erfolgt die Verbindung
mit dem festen Türrahmen. In beiden Fällen wird die Drehbewegung der Tür über das
Antriebsglied auf einen Türschließermechanismus übertragen, welcher die Drehbewegung
des Antriebsglieds in eine Verschiebebewegung des Kolbens umsetzt. Beim Obentürschließer
ist beispielsweise das Antriebsglied mit einem Ritzel verbunden, das mit einer Zahnstange
des Kolbens zusammenwirkt. Beim Bodentürschließer kann das Antriebsglied mit einem
Nocken gekuppelt sein, der auf eine Rolle an einem mit einer Kolbenstange verbundenen
Schlitten einwirkt. In jedem Falle wird der Kolben von einer Ausgangsstellung in eine
Verschiebestellung gebracht unter gleichzeitiger Spannung oder stärkerer Spannung
der am Kolben einerseits sowie am Gehäuse andererseits abgestützten Rückstellfeder
oder -federn. Beim Öffnen der Tür strömt ein in das Gehäuse des Türschließers eingefülltes
Hydraulikmedium weitgehend ungedrosselt von beispielsweise einem vorderen in einen
hinteren Hydraulikraum. Dieses Überströmen wird durch die Kolbenbewegung verursacht,
welche den einen Hydraulikraum verkleinert und gleichzeitig den anderen entsprechend
vergrößert. Das Medium kann beispielsweise durch eine Ventileinrichtung im Kolben
und/ oder der Kolbenstange überströmen. Gibt man die Tür frei, so drückt die Rückstellfeder
den Kolben wieder in seine Ausgangslage zurück, wobei allmählich die beiden Hydraulikräume
ihre ursprüngliche Größe wieder einnehmen. Dabei strömt das Medium allerdings auf
einem anderen Wege, wobei es wenigstens eine Drosseleinrichtung durchfließen muß.
Diese bewirkt gegenüber dem Öffnen ein vergleichsweise langsames Überströmen und infolgedessen
kann die Tür bei entsprechender Drosseleinstellung langsamer automatisch geschlossen
werden, als man sie von Hand geöffnet hat.
[0003] Besondere Einrichtungen des Türschließers gestatten es, daß die Tür gewaltsam schneller
geschlossen werden kann, als dies über die Drosseleinrichtung an sich möglich ist.
Außerdem können solche Türschließer mit einer Feststelleinrichtung, insbesondere einer
hydraulischen Feststelleinrichtung für die weit geöffnete Tür, ausgestattet sein.
Auch bei letzterer verläuft wenigstens ein Kanal bzw. zusätzlicher Kanal im Gehäuse
des Türschließers.
[0004] Es gibt außer Ausführungen als Obentürschließer und Bodentürschließer auch Ausführungen
für leichte, mittelschwere und schwere Türen. Außerdem kann das Antriebsglied des
Türschließers mit unterschiedlichen Gestängen oder anderen Mechanismen ausgestattet
werden. So gibt es beispielsweise einfache Scherengestänge, aber auch sogenannte Parallelarmgestänge,
welche vor allen Dingen aus ästhetischen Gründen bevorzugt werden. Die Schließkraft
kann jeweils einstellbar sein.
[0005] Bei dieser Vielzahl von Typen ist es nicht verwunderlich, daß bei ein und demselben
Hersteller jeder Türschließer mit einem anderen Gehäuse versehen ist. Gemessen an
der Gesamtzahl der gefertigten Türschließer entfällt dann auf jede Type nur eine verhältnismäßig
geringe Gehäuseanzahl. Dies macht die Fertigung jedes einzelnen Türschließers teuer.
Der aus der US-A-4665583 bekannte, dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 entsprechende
Türschließer weist ebenfalls ein Grundgehäuse sowie ein damit flüssigkeitsdicht verbundenes
Federgehäuse auf, welches keinerlei hydraulische Einrichtungen und Stömungskanäle
enthält. Die US-A-4665583 enthält allerdings keinen Hinweis darauf, daß man das Federgehäuse
wahlweise gegen ein anderes, insbesondere ein längeres oder kürzeres, austauschen
kann, weswegen der Fachmann aus diesem Dokument keine Anregung für ein "Baukastensystem
für Türschließer" erhält.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Türschließer der gattungsgemäßen
Art so zu schaffen, daß sein Grundgehäuse für eine Vielzahl unterschiedlicher Türschließer
geeignet ist, um damit die Fertigungskosten für Türschließer zu senken.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß bei dem Türschließer
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit wenigstens zwei den vorderen mit dem hinteren
Hydraulikraum verbindenen Gehäusekanälen des Grundgehäuses zumindest der eine bzw.
mindestens einer ein wahlweise durchströmbarer oder ein durch einen Stopfen, eine
Plombe od.dgl. verschlossener Gehäusekanal ist. Man kann nun mit ein und demselben
Grundgehäuse sämtliche Türschließerarten fertigen, dadurch eine hohe Stückzahl und
gleichzeitig eine Senkung der Fertigungskosten erzielen. Die einzelnen Türschließer
unterscheiden sich nämlich beispielsweise für leichte, mittlere und schwere Türen
lediglich dadurch, daß unterschiedlich starke und damit lange Federn eingebaut werden
müssen, wobei die kleine Feder wesentlich weniger Raum beansprucht als die mittlere
oder große. Infolgedessen kann man durch unterschiedliche Größen allein des Federgehäuses
Türschließer für alle auftretenden Türgrößen und Gewichte fertigen. Das Federgehäuse
ist deshalb ein einfaches Teil, weil es keinerlei hydraulische Kanäle und Einrichtungen
aufzunehmen hat. Diese einfachen Federgehäuse können in unterschiedlichen Größen oder,
genauer gesagt, Längen gefertigt werden und man verwendet kann, wie bisher auch, je
nach Türgröße bzw. -gewicht in Verbindung mit dem zugehörigen Federgehäuse die erforderliche
Feder oder Federn.
[0008] Die durch die Zweiteilung des Gehäuses an sich entstehenden Mehrkosten werden dadurch
nicht nur aufgefangen, sondern ergeben insgesamt auch noch eine Reduzierung der Fertigungskosten,
daß für alle Türschließerarten, unabhängig von ihrem hydraulischen System und damit
den technischen Möglichkeiten dieses Türschließers, ein und dasselbe Grundgehäuse
verwendet werden kann. Wegen der vervielfachten Stückzahl lohnt sich nunmehr der Einsatz
von Fertigungsautomaten. Schon allein dadurch lassen sich die Fertigungskosten ganz
beträchtlich senken. Bei den bisher üblichen kleinen Serien für jede Türschließertype
bringt der Einsatz von Fertigungsautomaten keine Vorteile. Oft ist das Gegenteil der
Fall.
[0009] Selbstverständlich wird bei lediglich zwei Gehäusekanälen allenfalls einer verschlossen.
Bei beispielsweise vier Gehäusekanälen können aber durchaus zwei oder drei verschlossen
werden. Der Vorteil dieser Ausbildung liegt darin, daß man bei einer automatischen
Fertigung an sämtlichen Gehäusen die maximale Anzahl von Gehäusekanälen und Bohrungen,
Aufnahmen und dgl. anbringt, welche für die technisch aufwendigste Ausführung notwendig
sind. Insofern nuß man bei der Herstellung der Grundgehäuse nicht unterscheiden, ob
das einzelne Grundgehäuse für einen einfachen oder einen technisch komplizierteren
Türschließer verwendet werden soll. Dies führt zwar dazu, daß man an einen Grundgehäuse
eines einfachen Türschließers mehr Kanäle, Bohrungen, Aufnahmen und dgl. anbringt,
als an sich notwendig sind, jedoch kann dies trotzdem eine billigere Fertigung ergeben,
als man bei einer Aufteilung der Gesamtfertigung in unterschiedliche Grundgehäuse
zu erwarten hätte, bei denen der Fertigungsautomat jeweils anders eingestellt und/oder
programmiert werden müßte. Un nun bei den einfacheren oder nicht ganz so komplizierten
Türschließern die nicht benötigten hydraulischen Wege zu versperren, ist jeder Weg
mit Hilfe mindestens eines Stopfens, einer Plombe oder eines anderen dicht einzusetzenden
bekannten Elements, beispielsweise einer Schraube, eines eingepreßten Bolzens od.dgl.,
verschließbar. Das bedeutet, daß selbstverständlich der Stopfen auch ein Schraubstopfen
sein kann, wenn die Befestigungsbohrung wenigstens teilweise eine Gewindebohrung ist.
[0010] Eine vorteilhafte Ausgestaltung eines Türschließers, dessen Gehäuse, insbesondere
an zwei einander gegenüberliegenden Gehäusewänden, Gehäusekanäle aufweist, denen je
mindestens eine Aufnahme für eine Drosselschraube, ein Drosselventil od.dgl. zugeordnet
ist, ist gemäß Patentanspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens eine der
Aufnahmen ein Verschlußstopfen zur Unterbrechung des zugeordneten Kanals eingeschraubt
ist. Die Form des Verschlußstopfens muß in dem Maße der statt dessen einzudrehenden
Drosselschraube od.dgl. entsprechen, indem dies für das Einschrauben und das Absperren
des Kanals an der hierfür vorgesehenen Stelle notwendig ist. Außerdem kann man preiswerteres
Material und gegebenenfalls auch eine, insgesamt gesehen, einfachere Fertigung des
Verschlußstopfens gegenüber der Drosselschraube od.dgl. vorsehen.
[0011] Eine weitere Variante eines Türschließers, dessen Gehäuse an von Federgehäuse entfernt
angeordneten Ende des Grundgehäuses mittels eines abgedichtet eingesetzten Gehäusebodens
ausgestattet ist, ist gemäß Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseboden
wahlweise mit einer Ventileinheit und einen Teil mindestens eines gehäuseseitigen
Drosselkanals versehen ist. Hierbei kann in bekannter Weise die Ventileinheit mit
einer weiteren, im Kolben untergebrachten Ventileinheit zusammenwirken. Eine solche
Ausbildung ist vor allen Dingen bei Türschließern mit einer Feststelleinrichtung für
die weit geöffnete Tür und/oder bei einen beispielsweise durch ein Magnetventil od.dgl.
steuerbaren Türschließer, wie man ihn beispielsweise in Feuerschutztüren einsetzt,
vorteilhaft.
[0012] Die genaue Anordnung der Überströmkanäle sowie der gesamten hydraulischen Ventile,
Drosseleinrichtungen und dgl., wie sie auch beim vorstehend beschriebenen Türschließer
in einer aufwendigen Bauart verwendbar ist, ergibt sich beispielsweise aus dem DE-GM
8526660. Aus diesem Grunde sind diese Elemente des Türschließers hier im einzelnen
nicht näher erläutert und auch nicht die Wirkungsweise beim Öffnen, beim Schließen,
beim gewaltsamen Schließen und beim Feststellen der Tür.
[0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung. Hierbei stellen dar:
- Fig. 1
- das obere linke Ende einer Tür mit einem Obentürschließer mit Scherengestänge,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf diese Tür,
- Fig. 3
- einer der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch mit Parallelarmgestänge,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf Fig. 3,
- Fign. 5-8
- in vergrößertem Maßstab Türschließer mit jeweils dem gleichen Grundgehäuse, aber stufenweise
vergrößertem Federgehäuse, wobei die Ausführungen nach den Fign. 5 bis 7 mit einem
Scherengestänge und diejenige nach Fig. 8 mit einem Parallelarmgestänge versehen sind,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht der Fig. 5,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der Fig. 8,
- Fig. 11
- in weiterer Vergrößerung ein Türschließer gemäß Fig. 7 von vorne,
- Fig. 12
- einen Schnitt gemäß der Linie XII-XII der Fig. 11,
- Fig. 13
- einen Schnitt gemäß der Linie XIII-XIII der Fig. 11,
- Fign. 14-16
- Darstellungen gemäß Fign. 11 bis 13 einer anderen Ausführungsform.
[0014] Die Erfindung wird zwar in der Zeichnung anhand von Obentürschließern dargestellt,
jedoch ist sie hierauf nicht beschränkt. Es kann sich ohne weiteres auch um Bodentürschließer
handeln. Der Kern der Erfindung steckt, wie insbesondere die Fign. 5 bis 8 ausweisen,
darin, daß im Rahmen einer Baureihe unterschiedlich starke, hydraulisch verschieden
arbeitende und mit unterschiedlichen Ausstelleinrichtungen ausgestatte Türschließer
dadurch eine große Stückzahl gleicher Teile einer Gesamtproduktion ermöglichen, daß
alle ein und dasselbe Grundgehäuse aufweisen. An dieses können unterschiedliche Federgehäuse
und/oder Ausstellvorrichtungen anmontiert werden. Die Federgehäuse sind, zumindest
an ihrem Anschlußende, selbstverständlich alle gleich ausgebildet. Zweckmäßigerweise
unterscheiden sie sich aber gemäß Fign. 5 bis 8 nur hinsichtlich ihrer Länge. Diese
kann in Stufen vergrößert werden. Hand in Hand damit geht auch eine in Stufen vergrößerte
Ausbildung eines Außengehäuses, beispielsweise eines Bodenkastens, falls ein solches
vorgesehen ist. Weil das Grundgehäuse aller Türschließer dieser Baureihe gleich ist,
sind sie vorzugsweise auch alle mit der gleichen Antriebswelle ausgestattet. Es bedarf
dann lediglich eines gleichen Anschlußstücks an den unterschiedlichen Ausstellvorrichtungen,
um den Türschließer wahlweise für die eine oder andere Ausstellvorrichtungsart auszubilden.
Die gesamte gehäuseseitige Hydraulikeinrichtung befindet sich ausschließlich am Grundgehäuse,
wodurch das Federgehäuse sehr einfach gehalten und problemlos montiert werden kann.
Besonders vorteilhaft, jedoch nicht unbedingt notwendig ist es, wenn man auch bei
unterschiedlicher hydraulischer Ausbildung diejenigen Kanäle und Bohrungen des Gehäuses,
die bei allen Ausführungen dieser Baureihe vorhanden sind, jeweils gleich ausbildet,
so daß eine Fertigung mit hoher Stückzahl auf einem Automaten möglich ist. Der Einsatz
des letzteren lohnt sich insbesondere dann, wenn man auch die hydraulisch einfacheren
Ausführungen mit allen bei der kompliziertesten Variante notwendigen hydraulischen
Bohrungen, Kanälen usw. ausstattet und dann anschließend die nicht benötigten Bohrungen
und Kanälen mittels Stopfen, Plomben und dgl. verschließt. Dies ist fertigungsmäßig
preiswerter als die Umstellung des Fertigungsautomaten, weil letzteres gewissermaßen
wiederum kleinere Serien bedeuten würde.
[0015] Wenn man die Fign. 2 und 4 miteinander vergleicht, so erkennt man leicht, daß das
Scherengestänge 1 verhältnisnismäßig weit in den Raum hineinragt und deshalb aus optischen
Gründen nicht überall erwünscht ist. Wesentlich eleganter wirkt das Parallelarmgestänge
2 mit dem Gleitarm 3. Es erfordert aber eine andere Ausbildung des die Drehbewegung
der Antriebswelle 4 in eine Verschiebebewegung des Kolbens 5 umsetzenden, anschließend
noch näher erläuterten Mechanismus. Lediglich der Vollständigkeit halber wird angefügt,
daß der Türschließer, unabhängig von seiner Ausbildung, allgemein mit 6 bezeichnet
ist und er an der Tür 7 befestigt wird. Das freie Ende der allgemein, unabhängig von
ihrer Gestaltung mit 8 bezeichneten Ausstellvorrichtung wird vorzugsweise an einem
festen Rahmen 9 angeschlagen. Das obere Drehlager der Tür trägt die Bezugszahl 10.
[0016] Das bei allen Ausführungsformen dieser Serie verwendete Grundgehäuse ist mit 11 bezeichnet.
Daran kann ein Federgehäuse 12, 13, 14 oder 15 angesetzt, insbesondere angeschraubt
werden. In Abhängigkeit von der Länge L des Federgehäuses wählt man die demgegenüber
größere Länge der Belastungsfeder 16 für den Kolben 5, die sich selbstverständlich
teilweise ins Grundgehäuse hinein erstrecken kann. Soweit erforderlich, kann zusätzlich
noch eine zweite Belastungsfeder 17 eingebaut werden. Das oder die in den Fign. 12
und 15 linke Ende bzw. Enden stützen sich am zugeordneten Ende des Kolbens 5 ab, während
das oder die anderen Enden an einem Federteller 18 anliegt bzw. anliegen. Vorteilhafterweise
ist dieser Bestandteil einer Einstellvorrichtung 19 für die Federkraft.
[0017] Bei einem Obentürschließer wird ein verhältnismäßig langer Kolben verwendet, zwischen
dessen beiden Enden sich eine Ausnehmung 20 befindet, in welche ein drehfest mit der
Antriebswelle 4 gekuppeltes Ritzel 21 bzw. 22 eingreift. Die Zähne des Ritzels kämmen
mit denjenigen einer am Kolben ausgebildeten oder angebrachten Zahnstange 23 bzw.
24. Insofern führt ein Drehen der Tür über die Antriebswelle 4 und das Ritzel 21 bzw.
22 zu einem Verschieben der Zahnstange 23 bzw. 24 in Pfeilrichtung 25, wobei die Drehbewegung
mit 26 symbolisiert ist.
[0018] Aufgrund der Kolbenverschiebung in Pfeilrichtung 25 wird die Feder bzw. werden die
Federn 16 und 17 zusammengepreßt. Außerdem wird das in den Türschließer 6 eingefüllte
hydraulische Medium aus dem sich durch die Kolbenbewegung verkleinernden vorderen
Zylinderraum 27 in den hinteren Zylinderraum 28 gedrückt. Damit es rasch überströmen
kann, müssen Strömungswege ausreichenden Querschnitts vorhanden sein. Beispielsweise
sind in den Kolben 5 des Türschließers eine oder zwei hinsichtlich ihrer Ausbildung
und Wirkungsweise bekannte hydraulische Vorrichtungen 29 und/oder 30 eingebaut, die
wenigstens ein entsprechend öffnendes Rückschlagventil od.dgl. aufweist bzw. aufweisen.
[0019] Gibt man die geöffnete Tür frei, so strömt das Medium vom hinteren Zylinderraum 26
in den vorderen Zylinderraum 27 zurück, weil die Belastungsfeder oder -federn 16,
17 den Kolben wieder in ihre Ausgangslage zurückschieben. Das hydraulische Medium
nimmt dabei aber einen anderen Strömungsweg, weil das Rückströmen gedrosselt erfolgen
muß, um ein langsames Schließen der Tür zu bewirken. Andererseits soll aber die gedrosselte
Bewegung am Ende möglichst durch eine ungedrosselte ersetzt werden, damit beispielsweise
eine Falle eines in die Tür 7 eingebauten Schlosses über die Kraft der Feder oder
Federn 16, 17 betätigt werden kann.
[0020] Die Lage und Ausbildung der gehäuseseitigen hydraulischen Kanäle mit ihren Längs-
und Querbohrungen sind an sich bekannt und deshalb nicht gezeichnet. Zur Drosselung
der Rückströmung sind in den bzw. die gehäuseseitigen Strömungskanäle ein oder mehrere
Drosselventile eingesetzt. Ein besonders vielseitiger und komfortabler Türschließer
ist beispielsweise mit vier Drosselventilen 31 bis 34 ausgestattet. Bei den Ausführungsbeispielen
befinden sich die Drosselkanäle an gegenüberliegenden Wandungen 35 und 36 des Grundgehäuses
11. Bevorzugterweise ist in die Gehäusewandung 35 nur das Drosselventil 31 eingesetzt,
während die anderen Drosselventile 32 bis 34 in die Wandung 36 montiert wurden.
[0021] Wenn lediglich eines oder zumindest nicht alle Drosselventile benötigt werden, so
kann man deren Bohrungen zumindest nach außen hin durch einen Stopfen, einer Plombe
od.dgl. verschließen. Wenn der dieses Drosselventil aufnehmende Strömungskanal überhaupt
nicht durchflossen werden soll, so muß diese Plombe od.dgl. tief genug eingesetzt
oder lang genug ausgebildet werden.
[0022] Aus den Fign. 11 und 14 entnimmt man des weiteren, daß das Grundgehäuse 11 beispielsweise
auch noch Befestigungsbohrungen aufweisen kann, durch welche Befestigungsschrauben
od.dgl. für die Montage des Türschließers gesteckt werden. Mittels eines z.B. aufgeklipsten
Gehäusedeckels werden die Drosselventile geschützt und für Unbefugte unzugänglich
gemacht.
[0023] Aus dem Vorstehenden wird deutlich, daß man zweckmäßigerweise für alle Ausführungsarten
ein und derselben Baureihe möglichst ein gleich ausgebildetes Grundgehäuse 11 verwendet,
andererseits aber unterschiedliche hydraulische Ausstattungen vorgesehen sein können.
Außerdem kann, wie die Fign. 12 und 15 ausweisen, auch der Kolben, insbesondere die
daran ausgebildete oder befestigte Zahnstange 23 bzw. 24, den Bedürfnissen bzw. der
verwendeten Ausstellvorrichtung gemäß ausgebildet sein. Während bei einem Scherengestänge
1 gemäß Fig. 12 eine gerade Zahnstange 23 Verwendung findet, benötigt man bei einem
Parallelgestänge 2 mit Gleitarm 3 eine in spezieller Weise geformte und, soweit erforderlich,
mit einer Spezialverzahnung versehene Zahnstange 24. Infolgedessen hat auch das Ritzel
22 bei dieser Ausführungsform eine aus Fig. 15 ersichtliche spezielle Gestalt. Vorzugsweise
wird ein exzentrisches Ritzel 22 verwendet, wobei der Mittelpunkt der Verzahnung gegenüber
dem Drehmittelpunkt versetzt ist. Insbesondere bei getrennter Fertigung von Ritzel
und Drehachse ist das Ritzel z.B. auf einer Abwälzfräsmaschine leicht und einfach
herzustellen. Die zugehörige Spezialverzahnung der Zahnstange kann problemlos mittels
einer Räumnadel erstellt werden.
[0024] Am vom Federgehäuse abgewandten Ende befindet sich der Gehäuseboden 39 des Grundgehäuses
11. In vorteilhafter Weise ist er insbesondere über wenigstens einen O-Ring abgedichtet
und abnehmbar montiert. Infolgedessen kann man ihn leicht gegen einen anderen, insbesondere
andersartigen, austauschen. Dies ist vor allen Dingen insoweit wichtig, als auch der
Gehäuseboden 39 in bekannter Weise mit mindestens einem Hydraulikkanal und vorzugsweise
wenigstens einer weiteren hydraulischen Vorrichtung, beispielsweise einem Rückschlagventil,
ausgestattet sein kann. Dem kommt insbesondere bei einer hydraulischen Feststellvorrichtung
für die weit geöffente Tür Bedeutung zu. Die Tür kann aber auch auf andere Art und
Weise, beispielsweise mittels eines Elektromagneten im Gehäuseboden 39, festgestellt
werden, der mit einem Hydraulikventil od.dgl. zusammenwirkt. Der Elektromagnet ist
dann mittels eines Hilfsgeräts, beispielsweise eines Rauchmelders, steuerbar und er
gewährleistet, daß bei Auftreten von Rauch die Tür automatisch geschlossen wird oder
sich in einer weit geöffenten Stellung automatisch nicht halten läßt.
[0025] Das Federgehäuse 12 bis 15 besitzt vorzugsweise jeweils eine topfförmige Gestalt,
wobei alle Abmessungen mit Ausnahme der Länge vorzugsweise gleich sind. Die kurze
Federhaube 12 setzt man bei einem Türschließer für leichte Türen ein, die etwas längere
Federhaube 13 kommt bei Türen in mittelschwerer Ausführung zur Anwendung, während
die nochmals eine Stufe längere Federhaube 14 einen Türschließer nach DIN-Norm ergibt.
Die in der Zeichnung längste Federhaube 15 kann eine noch längere Feder aufnehmen
und sie wird beispielsweise bei einem Türschließer für schwere Türen und Parallelarmgestänge
sowie entsprechender DIN-Vorschrift verwendet.
[0026] Am freien, vom Grundgehäuse 11 abgewandten Ende der Federgehäuse 12 bis 15 ist ein
zentrischer, insbesondere im Querschnitt kreisrunder Durchbruch 40 angebracht, der
von einer welle 41 einer Feder-Einstellvorrichtung 19 durchsetzt ist. An deren axial
verstellbarem Federteller 18 stützt sich das rechte Ende der Belastungsfeder bzw.
-federn 16, 17 ab. Bei einer Ausführungsform ohne Feder-Einstellvorrichtung kann der
Durchbruch 40 mittels eines Stopfens verschlossen werden.
1. Türschließer mit in einem Gehäuse gegen die Kraft wenigstens einer Rückstellfeder
(16, 17) verschiebbarem Kolben (5) und hydraulischer Überströmeinrichtung von einem
diesseits angeordneten vorderen Hydraulikraum (27) in einen jenseits des Kolben gelegenen
hinteren Hydraulikraum (28), wobei das Gehäuse zweiteilig ausgebildet ist und aus
einem alle gehäuseseitigen Kanäle, Ventile, Drosseleinrichtungen (31 bis 34) und dgl.
aufnehmenden Grundgehäuse (11) sowie einem strömungskanalfreien Federgehäuse (12 bis
15) besteht, das mit dem Grundgehäuse (11) flüssigkeitsdicht verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß bei wenigstens zwei den vorderen (27) mit dem hinteren Hydraulikraum
(28) verbindenden Gehäusekanälen des Grundgehäuses zumindest der eine bzw. mindestens
einer ein wahlweise durchströmbarer oder ein durch einen Stopfen, eine Plombe od.dgl.
verschlossener Gehäusekanal ist.
2. Türschließer nach Anspruch 1, dessen Gehäuse, insbesondere an zwei einander gegenüberliegenden
Gehäusewänden (35, 36) Gehäusekanäle aufweist, denen je mindestens eine Aufnahne für
Drosselschraube, ein Drosselventil (31 bis 34) od.dgl. zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß wahlweise in eine bzw. mindestens eine der Aufnahmen ein Verschlußstopfen od.dgl.
zur Unterbrechung des zugeordneten Kanals eingeschraubt ist.
3. Türschließer nach Anspruch 1 oder 2, dessen Gehäuse au vom Federgehäuse (12 bis
15) entfernt angeordneten Ende des Grundgehäuses (11) mittels eines abgedichtet eingesetzten
Gehäusebodens (39) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseboden
(39) wahlweise mit einer Ventileinheit und einen Teil mindestens eines gehäuseseitigen
Drosselkanals versehen ist.
1. Door closer with a piston (5), which can be displaced in a housing against the
force of at least one return spring (16, 17), and with a hydraulic device for an overflow
from a front hydraulic chamber (27) disposed on the near side into a rear hydraulic
chamber (28) disposed on the far side of the piston, the housing being formed in two
parts and comprising a basic housing (11) accommodating all ducts, valves, throttle
device (31 to 34) and the like on the housing side as well as a spring housing (12
to 15) which is free of flow ducts and is connected to the basic housing (11) in a
fluid-tight manner, characterised in that when at least two housing ducts of the basic
housing connect the front hydraulic chamber (27) to the rear hydraulic chamber (28)
at least the one duct or at least one of the ducts is a housing duct which optionally
may be flowed through or may be closed by a stopper, seal or the like.
2. Door closer according to Claim 1, of which the housing, in particular on two opposite
housing walls (35, 36), comprises housing ducts with which at least one mounting for
a throttle screw, throttle valve (31 to 34) or the like is associated, characterised
in that a closure plug or the like is optionally screwed into a, or at least one,
of the mountings in order to interrupt the associated duct.
3. Door closer according to Claim 1 or 2, of which the housing at the end of the basic
housing (11) disposed at a distance from the spring housing (12 to 15) is equipped
with a housing base (39) inserted in a sealed manner, characterised in that the housing
base (39) is optionally provided with a valve unit and part of at least one throttle
duct on the housing side.
1. Ferme-porte comprenant un piston (5) monté déplaçable dans un boîtier contre la
force d'au moins un ressort de rappel (16, 17) et un dispositif de transfert d'un
fluide hydraulique d'une chambre hydraulique antérieure (27) disposée en deça du piston
dans une chambre hydraulique postérieure (28) disposée-au-delà du piston, le boîtier
étant réalisé en deux parties et composé d'un boîtier de base (11) recevant tous les
canaux, soupapes, dispositifs d'étranglement (31 à 34) et analogues prévus dans le
boîtier, ainsi que d'un boîtier à ressort (12 à 15) exempt de canaux d'écoulement
et relié étanche au liquide au boîtier de base (11), caractérisé en ce que, avec au
moins deux canaux formés dans le corps de base et reliant la chambre hydraulique antérieure
(27) à la chambre hydraulique postérieure (28), l'un ou au moins l'un d'eux est un
canal susceptible d'être parcouru sélectivement par le fluide ou un canal fermé par
un bouchon, un plomb ou un élément semblable.
2. Ferme-porte selon la revendication 1, dont le boîtier comporte des canaux, en particulier
sur deux parois mutuellement opposées (35, 36) du boîtier, à chacun desquels est coordonnée
au moins une réception pour une vis d'étranglement, un clapet d'étranglement (31 à
34) ou un élément analogue, caractérisé en ce qu'un bouchon de fermeture ou un élément
semblable est vissé sélectivement dans l'une ou au moins une des réceptions pour couper
le canal coordonné.
3. Ferme-porte selon la revendication 1 ou 2, dont le boîtier est muni, à l'extrémité
du boîtier de base (11) éloignée du boîtier à ressort (12 à 15), d'un fond de boîtier
(39) encastré de façon étanche, caractérisé en ce que le fond de boîtier (39) est
pourvu, au choix, d'une unité de soupape et d'une partie d'au moins un canal d'étranglement
du boîtier.