[0001] Die Erfindung betrifft ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial, dessen sensiometrische
Daten (z.B.: Empfindlichkeit, Gradation und Schleier) durch Schwankungen der Verarbeitungsbedingungen
(z.B.: Dauer, Temperatur, pH-Wert des Entwicklers, Konzentration des Entwicklers etc.)
wesentlich weniger beeinflußt werden als herkömmliches Material.
[0002] Es ist bekannt, daß im Entwicklungsprozeß von farbfotografischen Aufzeichnungsmaterialien
(z.B.: Color-Negativ/Positiv-Prozeß) die Gleichmäßigkeit der Farbwiedergabe sehr
stark von der Gleichmäßigkeit der Verarbeitung abhängt. Schon geringe Schwankungen
in der Verarbeitungszeit und in der Zusammensetzung der Verarbeitungsbäder, insbesondere
der Farbentwicklerlösung, wie sie durch unterschiedlich gute oder unregelmäßige Regenerierung
vorkommen, können besonders bei verkürzten Verarbeitungszeiten zu unkontrollierbaren
Abweichungen in der Farbwiedergabe führen. (Siehe Handbuch für Fotofinisher Agfa-Gevaert,
Leverkusen, 1985).
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial
zu entwickeln, daß bei sehr guter und konstanter Farbwiedergabe wenig anfällig gegenüber
Schwankungen während der Verarbeitung ist, insbesondere im Hinblick auf kürzere Prozeßzeiten.
[0004] Gegenstand der Erfindung ist ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial aus einem
Träger und mindestens einer auf dem Träger aufgebrachten Silberhalogenidemulsionsschicht,
der mindestens ein Farbkuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante bei pH
= 10,2 und 38°C von ≧10⁴ [l/Mol·sec] und mindestens ein DIR-Kuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
bei pH = 10,2 und 38°C von ≧10⁴ [l/Mol·sec] zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Silberhalogenidemulsion verwendet wird, die mit den vorstehend genannten
Farb- und DIR-Kupplern bei 38°C in einem Farbentwickler der folgenden Zusammensetzung
Natriumtripolyphosphat |
2,0 g |
Natriumsulfit (wasserfrei) |
2,0 g |
Natriumhydrogencarbonat |
8,0 g |
Kalium- oder Natriumhydrogensulfat |
7,0 g |
Kaliumbromid |
1,8 g |
Kalium- oder Natriumcarbonat (wasserfrei) |
30,0 g |
Hydroxylaminsulfat |
3,0 g |
|
N¹-Ethyl-N¹-(2-hydroxyethyl)-3-methyl-1,4-phenylendiammoniumsulfat (Monohydrat) |
2,6 g |
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
|
pH = 10,2 |
|
eine relative Maximalfarbdichte =

von mindestens 50 % liefert.
[0005] Vorzugsweise soll die relative Maximalfarbdichte 70 % betragen.
[0006] Die in dem erfindungsgemäßen Material eingesetzten Silberhalogenidemulsionen müssen
daher sehr schnell entwickeln.
[0007] Bei einer Farbentwicklungszeit von 195 sec im Standardprozeß werden für das erfindungsgemäße
Material alle diejenigen Silberhalogenidemulsionen als schnell genug entwickelnd verstanden,
die bei einer verkürzten Farbentwicklungszeit von 65 sec in Verbindung mit den erfindungsgemäßen
Kupplern und DIR-Kupplern eine relative Maximaldichte von mindestens 50 % bewirken.
[0008] Die vom DIR-Kuppler abgespaltenen Inhibitoren sollen vorzugsweise eine Diffusibilität
von ≧0,4 besitzen.
[0009] Die Diffusibilität gilt als Maß für die vom Inhibitor nach der beim Kupplungsprozeß
des DIR-Kupplers erfolgten Abspaltung innerhalb der Emulsionsschichten zurückgelegten
Wegstrecke, auf der er seine inhibitorische Wirkung entfaltet.
[0010] Die in der vorliegenden Erfindung benutzte Methode zur Messung der Diffusibilität
ist in EP-A-101 621 beschrieben.
[0011] Das farbfotografische Aufzeichnungsmaterial enthält insbesondere wenigstens eine
blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, der ein Gelbkuppler zugeordnet
ist, wenigstens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, der ein Purpurkuppler
zugeordnet ist und wenigstens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Blaugrünkuppler zugeordnet ist, wobei vorzugsweise für jeden Spektralbereich
wenigstens eine Schicht den erfindungsgemäßen Bedingungen entspricht.
[0012] Die Farbkuppler der höher empfindlichen Teilschichten haben vorzugsweise eine noch
höhere Kupplungsgeschwindigkeitskonstante als die der niedriger empfindlichen Teilschichten
(vgl. hierzu DE-OS-1 958 709).
[0013] Zur Erzielung der gewünschten Gradation können in den Teilschichten des erfindungsgemäßen
Materials auch Abmischungen von mehreren schnell entwickelnden Emulsionen und/oder
Abmischungen von mehreren schnell kuppelnden Farbkupplern und/oder Abmischungen von
mehreren schnell kuppelnden DIR-Kupplern, deren Inhibitoren hohe Diffusibilität aufweisen,
verwendet werden.
[0014] Zur Beschleunigung der Entwicklung ist es auch vorteilhaft, dem erfindungsgemäßen
Material Entwicklungsbeschleuniger, Entwicklungshilfsmittel und/oder Quellbeschleuniger
zuzusetzen. Eine Übersicht über solche Zusätze zeigt die folgende Tabelle, ohne daß
solche Zusätze auf diese Stoffe beschränkt sein soll.
[0015] Als Entwicklungshilfsmittel dient z.B. 1-Phenyl-3-pyrazolon. Entwicklungsbeschleuniger
sind beispielsweise Substanzen der folgenden Stoffklassen:
- Quarternäre Ammonium-, Phosphonium- und Sulfoniumsalze,
- neutrale Polyethylenglykole mit einem Ether-, Ester- oder Amidrest

- Kationische Polyethylenglykole mit 2 Pyridiniumresten an den Enden

- Anionische Polyethylenglykole mit Sulfogruppen an den Enden z.B.
H
⊕[
⊖O₃S-O-(CH₂-CH₂O)₃₅-CH₂CH₂-OSO₃
⊖]H
⊕ .
[0016] Entwicklungsbeschleunigung wird auch durch Amine wie p-Chlorbenzylamin, α-(p-Chlorphenyl)-ethylamin,
p-Nitrobenzylamin, β-Phenoxyethylamin, β-4-Bromphenoxyethylamin, γ-4-Chlorphenoxypropylamin
oder 2-Aminomethylthiophen, Furfurylamin, 5-Aminomethyl-1-methyl-4-imidazolon erreicht.
Weiterhin können auch Thioether als Entwicklungsbeschleuniger verwendet werden.
[0017] Aus der Vielzahl der möglichen Entwicklungsbeschleuniger seien hier folgende Beispiele
angeführt:
E 1

E 2 Laurylpyridinium-p-toluolsulfonat
E 3 3.6-Thiaoctan-1.8-diol
[0018] Als Quellungsbeschleuniger sind beispielsweise geeignet:
Harnstoff und dessen Derivate, Phenole und deren Derivate, z.B. Resorzin, Salicylsäure.
Weiterhin können der Schicht Verbindungen wie Polyacrylamide, Dextrine, Dextrane,
polymere N-Vinyllactame, Polysaccharide, Polyvinylalkohole, Copolymere aus Acrylsäuren
und Acrylamiden, Polyvinylpyrrolidon und dessen Derivate, Polymere aus ethylenisch
ungesättigten Verbindungen mit Acrylsäure, Maleinsäure, Vinylacetat und Styrol beigefügt
werden.
Herstellung der Silberhalogenidemulsionen
[0019] Die erfindungsgemäßen Silberhalogenidemulsionen können z.B. durch Einfacheinlauf,
Doppeleinlauf, kontinuierliche Fällung, beschleunigte Fällung oder unterbrochene
Fällung in Gegenwart eines hydrophilen Kolloids, z.B. Gelatine, die auch modifiziert,
z.B. durch Umsetzung mit Phthalsäureanhydrid, oder im Molgewicht verändert oder auch
oxidiert sein kann, hergestellt werden (P. Glafkides, Chimie et Physique Photographiques,
P. Montel Paris (1967); G.F. Duffin Photographic Emulsion Chemistry, The Focal Press
London (1966); Research Disclosure (1983) Nr. 225, 22534). Desweiteren kann die Methode
der Ultrafiltration zur Abtrennung der bei der Silberhalogenidfällung frei werdenden
Alkalinitrate in Anwendung gebracht werden. Es ist ebenfalls möglich synthetische
Polymere zu verwenden. Es können bei der Herstellung der Emulsionen Verbindungen verwendet
werden, die das Wachstum der Silberhalogenidkristalle beeinflussen, sogenannte growth
modifier. Weiter können als Dotierungssubstanzen Metallverbindungen verwendet werden.
Bei der Fällung des Silberhalogenids können auch optische Sensibilisatoren, Densibilisatoren
oder Elektronenakzeptoren anwesend sein.
[0020] Die Fällung des Silberhalogenids kann bei pH-Werten zwischen 2-8 erfolgen. Die pAg-Werte
können im Bereich zwischen 6 und 10 liegen. Diese Werte können sich kontinuierlich
während des Fällvorganges verändern; sie können aber auch während der Fällung konstant
gehalten werden.
[0021] Die verwendeten Halogenide können aus Silberbromid, Silberbromidchlorid, Silberbromidiodid
und Silberchloridbromidiodid bestehen, wobei der Gesamtiodidgehalt <15 Mol-%, vorzugsweise
<10 Mol-% beträgt und abhängig von der Art des Entwicklers, z.B. dem Gehalt des Entwicklers
an Silberhalogenidlösungsmittel ist, sowie der Lage der Emulsion im Schichtverband.
Z.B. mag der Iodidgehalt der untersten Schicht geringer als derjenige der obersten
Schicht sein.
[0022] Die Silberhalogenide können aus regulären Kristallen, z.B. Kuben oder Oktaeder oder
Tetradekaeder bestehen. Es können jedoch auch Zwillingskristalle in tafelförmiger
Form mit einem Aspektverhältnis von 3:1 bis 30:1 oder mehr, verwendet werden.
[0023] Die Kristalle, sowohl die regulären Kristalle, wie auch die tafelförmigen Kristalle,
können eine Schichtstruktur aufweisen, wobei die Halogenidzusammensetzung der einzelnen
Schichten unterschiedlich ist.
[0024] Die Schichtstrukturen sind vorzugsweise als Kern/Hülle-Kristalle aufgebaut, wobei
das Iodid vorzugsweise in Mengen bis 40 Mol-% im Kern vorliegen kann, während die
Hülle einen Iodidgehalt zwischen 0-5 Mol-% aufweist. Der Gesamtiodidgehalt des Kristalle
läßt sich durch das Verhältnis von Kern zu Hülle einstellen und liegt bei <15 Mol-%,
Iodid bezogen auf das Gesamtsilber des Kristalls, vorzugsweise jedoch bei <10 Mol-%
Iodid.
[0025] Die Kristalle können auch aus mehreren Hüllen aufgebaut sein, wobei neben AgBr, AgBrI
auch AgBrCl und AgBrICl in den Schichten vorhanden sein können.
[0026] Die Silberhalogenide können auch durch Konversion bereits gefällter Silberhalogenide
mit einem anderen Halogenid hergestellt werden. Z.B. kann Silberchlorid mit Alkali-
oder Ammoniumbromid leicht in Silberbromid konvertiert werden, ebenso kann Silberchlorid
oder -bromid leicht ganz oder teilweise in Silberiodid konvertiert werden. Der umgekehrte
Vorgang ist ebenfalls möglich, wobei je nach der Art des vorhandenen Halogenids die
Konzentration des Konversionshalogenides entsprechend den Löslichkeitsdifferenzen
berechnet werden muß.
[0027] Die Silberhalogenidkristalle können auch durch Herstellung sehr feinkörniger Emulsionen
und anschließender Umlösung hergestellt werden. Die Umlösung kann auch durch Mischen
zweier in der Kristallgröße und/oder der Halogenidzusammensetzung unterschiedlicher
Emulsionen erfolgen. Die Umlösung erfolgt durch Erniedrigung des pBr-Wertes auf Werte
von 0,6 bis 2, vorzugsweise von 0,8 bis 1,2 bei Temperaturen zwischen 40°C und 80°C.
Zusätzlich können Silberhalogenidlösungsmittel wie Ammoniak, Thiocyanate oder Thioether
zugesetzt werden.
[0028] Die Silberhalogenide können Kristalle sein, die durch epitaktisches Aufwachsen erhalten
werden können, z.B. kann Silberchlorid auf Silberbromid aufwachsen oder Silberiodid
auf Silberbromid. Emulsionen, die diese Kristallformen enthalten, zeigen eine schnelle
Entwickelbarkeit (J.E. Makasky, Photogr. Sci. Eng. 25 (1981), Nr. 3, S. 96-101).
[0029] Die Emulsionen können monodisperse Kristalle aufweisen, d.h. mindestens 90 % der
Körner weisen Korngrößen auf, die ± 60 %, vorzugsweise ± 40 % innerhalb der mittleren
Korngröße liegen.
[0030] Die Emulsionen können auch polydispers sein.
[0031] Bei tafelförmigen Kristallen beträgt die Projektionsfläche der tafelförmigen Kristalle
mindestens 75 % der Projektionsfläche aller vorhandenen Kristalle. Die Dicke der tafelförmigen
Kristalle liegt zwischen 0,4 µm und 0,1 µm. Diese Körner zeichnen sich durch eine
sehr rasche Entwicklung aus (Research Disclosure (1983), Nr. 225 (22534)), S. 20-58).
[0032] Die Silberhalogenide können auch ein Innenbild aufweisen, das dadurch erhalten wird,
daß die Kristalle chemisch gereift werden und anschließend eine weitere Schicht eines
Silberhalogenids auf die gereiften Kristalle aufgefällt wird.
[0033] Als (farblose und gefärbte) Farbkuppler werden in dem erfindungsgemäßen Material
solche eingesetzt, die in dem verwendeten Farbenwickler unter den jeweiligen Entwicklungsbedingungen
(z.B. Entwicklungstemperatur) sehr schnell kuppeln.
[0034] Die Methode zur Messung der Kupplungsgeschwindigkeit ist in DE-OS-2 704 797 angegeben.
Im folgenden ist die Meßmethodik und der apparative Aufbau zur Bestimmung der Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten
der im erfindungsgemäßen Material verwendeten Kuppler und DIR-Kuppler beschrieben.
[0035] Es hat sich gezeigt, daß die nach einer der bekannten Methoden bestimmten relativen
Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten eines Kupplers bzw. DIR-Kupplers unterschiedliche
Werte annehmen können, je nachdem wie diese Verbindungen dispergiert sind. So ist
es denkbar, daß der gleiche Kuppler sowohl als wäßrig-alkalische Lösung oder auch
in Form eines Emulgates unter Verwendung eines sogenannten Kupplerlösungsmittels
oder Ölbildners eingesetzt werden kann. Hydrophobe Kuppler können in Form von wäßrigen
Dispersionen, die gegebenenfalls unter Verwendung niedrigsiedender organischer Lösungsmittel
hergestellt sein können, oder auch in Form der vorgenannten Emulgate zur Anwendung
gelangen. Bei Emulgatoren kann weiterhin der k-Wert von Art und Menge des Lösungsmittels
(Ölbildners) sowie von der Art des Netzmittels und der Tröpfchengröße abhängen. Aus
diesem Grunde ist es erwünscht, als Entscheidungskriterium für die Brauchbarkeit
der Kuppler bzw. DIR-Kuppler im Sinne der vorliegenden Erfindung direkt auf die effektive
Reaktionsge schwindigkeitskonstante (k
eff) der Kuppler in ihrer jeweiligen Dispergierform zurückzugreifen. Zweckmäßigerweise
wird daher bereits zur Bestimmung der relativen Reaktionsgeschwindigkeit der Kuppler
in der gleichen Dispergierform eingesetzt, in der sie auch in dem farbfotografischen
Material zur Anwendung gelangen soll.
[0036] Es wurde ein elektrochemisches Verfahren ausgearbeitet, das annähernd in vitro die
Bestimmung der Reaktivität von gelösten bzw. emulgierten Kupplern in Form einer effektiven
Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten (k
eff[l/Mol·sec]) zu bestimmen gestattet. Ein Maß für die Reaktivität ist dabei der Verbrauch
des Entwickleroxidationsproduktes, der durch Messung des Redoxpotentials in einer
"stopped flow"-Apparatur bestimmt werden kann. Die in der vorliegenden Beschreibung
angegebenen k
eff-Werte sind nach der im folgenden beschriebenen Methode bestimmt worden.
[0037] Aufbau und Wirkungsweise der verwendeten Meßapparatur sei im folgenden unter Hinweis
auf Fig. 3 und 4 erläutert. Es zeigt
Fig. 3 eine Prinzipskizze der Meßapparatur,
Fig. 4 ein mit Hilfe dieser Meßapparatur erhaltenes Diagramm zur Bestimmung eines
keff-Wertes.
[0038] Die in Fig. 3 dargestellte Meßapparatur besteht aus den zylindrischen, etwa 25 cm
hohen Vorratsbehältern 1 und 2, den mit Rückschlagventilen ausgerüsteten Zuleitungen
3, der Mischkammer 4, dem Magnetventil 5, das im Ruhezustand geschlossen ist und
über den Impulsgeber 6 geöff net werden kann, dem Auffanggefäß 7, in dem ein Unterdruck
erzeugt und aufrechterhalten wird, der Meßelektrode 8a, der Bezugselektrode 8b, dem
Digital-mV-Meter 9 und dem Schreiber 10.
[0039] Mittels des Impulsgebers 6 wird das Magnetventil 5 für eine Zeit t geöffnet. Infolge
des Druckgefälles zwischen dem Auffanggefäß 7 und den Vorratsbehältern 1 und 2 strömen
die in den letzteren enthaltenen Flüssigkeiten über die Zuleitungen 3 in die Mischkammer,
wo eine intensive Mischung stattfindet. Die Mischung gelangt dann über das Magnetventil
5 in das Auffanggefäß 7. Vorratsbehälter 1 enthält ein Oxidationsmittel, z.B. eine
10⁻³ molare wäßrige Lösung von K₃[Fe(CN)₆]. Vorratsbehälter 2 enthält einen Farbentwickler,
den zu untersuchenden Kuppler sowie Mittel zur Einstellung des gewünschten pH-Wertes
(Puffer), alles in wäßriger Lösung. Als Farbentwickler wurde speziell N¹-Ethyl-N¹(2-hydroxyethyl)-3-methyl-1,4-diammoniumsulfat
(Monohydrat) =̂ CD 4 verwendet (Konzentration: 2x10⁻³ Mol/l). Die Konzentration des
zu messenden Kupplers betrug 10⁻³ Mol/l. Kuppler, die nicht in Wasser löslich sind,
können in Form eines in bekannter Weise hergestellten Emulgates aus Kuppler, Kupplerlösungsmittel
und hydrophilem Bindemittel eingesetzt werden. Durch Verwendung eines Carbonat-/Hydrogencarbonat-Puffers
wurde in pH von 10,2 eingestellt.
[0040] Mit der Meßelektrode 8a (Platindraht ⌀ 1 mm) wird das Redoxpotential in der Mischung
gemessen; als Bezugselektrode 8b dient eine Ag/AgCl-Elektrode (z.B. Argenthal-Patrone),
die sich bei dieser Ausführung in der Zulei tung des Vorratsbehälters 2 zur Mischkammer
befindet, sich aber auch wie üblich neben der Platinelektrode anbringen läßt. Das
gemessene Redoxpotential der gemischten Lösungen kann mit Hilfe des Digital-mV-Meters
9 abgelesen und mittels des Schreibers 10 (Kompensationsschreiber, Oszillograph,
Lichtpunktlinienschreiber) in seinem zeitlichen Verlauf erfaßt werden.
[0041] Der zeitliche Verlauf der Änderung des Redoxpotentials ist in Fig. 4 dargestellt.
Aufgetragen ist das gemessene Redoxpotential in mV (Ordinate) in Abhängigkeit von
der Zeit in sec (Abszisse). t stellt die Öffnungszeit des Magnetventils dar. Aus dem
Winkel α kann die effektive Reaktionsgeschwindigkeitskonstante k
eff berechnet werden nach folgender Gleichung:

worin bedeuten:
k
eff = Reaktionsgeschwindigkeitskonstante [l/Mol·sec]
K₀ = Anfangskonzentration an Kuppler (Mol/l)
f = elektrochemische Konstante

α
K = Winkel α, erhalten wenn Kuppler zugegen ist
α₀ = Winkel α, erhalten wenn kein Kuppler zugegen ist
[0042] Nach dem Einfüllen der Lösungen in die Vorratsbehälter 1 und 2 werden durch längeres
Öffnen des Magnetventils 5 Mischkammer 4 sowie die Zu- und Ableitungen kräftig gespült
und die Behälter dann wieder auf das ursprüngliche Niveau aufgefüllt. Durch kurzzeitiges
Öffnen des Magnetventils 5 kann dann die in Fig. 4 dargestellte Potential-Zeitkurve
aufgenommen werden. Der Winkel α (Fig. 4) zwischen der Zeitachse und der Tangente
an die Meßkurve zu Beginn der Reaktion wird bestimmt, und zwar einmal mit dem zu messenden
Kuppler (α
K) und ein weiteres Mal ohne Kuppler (α₀). Durch Einsetzen der beiden α-Werte in die
obige Gleichung läßt sich die effektive Reaktionsgeschwindigkeitskonstante k
eff ermitteln.
[0043] Die Methode kann selbstverständlich auch vielfältig modifiziert werden. So können
andere Farbentwickler verwendet werden, und man kann auch die Reaktion bei anderen
pH-Werten ablaufen lassen. Zur Messung der Reaktivität von Kupplern, die sehr schnell
durch Ferricyanid oxidiert werden, kann die Apparatur so geändert werden, daß anstelle
der einen Mischkammer 4 ein System von zwei hintereinandergeschalteten Mischkammern
verwendet wird, wobei in der ersten Mischkammer durch Zusammenmischen von Entwickler
und Ferricyanid das Entwickleroxidationsprodukt erzeugt wird, das dann erst in der
zweiten Mischkammer mit dem zu messenden Kuppler zusammengemischt wird. Durch die
Meßelektrode wird vorwiegend die Konzentration am Entwickleroxidationsprodukt erfaßt,
wobei es sich vermutlich um das Chinondiimin des entsprechenden verwendeten Farbentwicklers
handelt. Zu den Grundlagen der Redoxmessung sei beispielsweise verwiesen auf J. Eggers
"Über die Folgereaktionen bei der Oxidation von p-Amino-N-dialkylanilinen" in "Mitteilungen
aus den Forschungslaboratorien der Agfa", Band III, Seite 73 (1961).
[0044] Die Kuppler bzw. DIR-Kuppler werden auf die folgende Art und Weise in ein Emulgat
überführt, mit welchem die oben beschriebenen Messungen durchgeführt werden:
[0045] 2 g Kuppler werden in 8 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus einem Teil
Dibutylphthalat, drei Teilen Essigester und 0,1 Teilen Sulfobernsteinsäuredi-n-octylester
(Mannoxol) gelöst und in 37,5 g 7,5 %iger Gelatine emulgiert. Das Emulgat wird dann
6 min bei ca. 1000 U/min gerührt, wobei es sich auf maximal 60°C erwärmt und der Essigester
anschließend im Wasserstrahlvakuum (200-300 mbar) abgesaugt wird. Im Anschluß wird
mit Wasser auf 60 g aufgefüllt. Von dieser Lösung wird der 1 mMol Kuppler entsprechende
Teil entnommen und mit 4 %iger Gelatine auf 100 g aufgefüllt. Für die Messungen werden
jeweils 20 ml Lösung verwendet.
[0046] Die im weiteren Verlauf mit k bezeichneten Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten beziehen
sich auf die mit der oben beschriebenen Methode bestimmten effektiven Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten
k
eff.
[0047] Für das erfindungsgemäße Material sind alle diejenigen Kuppler geeignet, deren Kupplungs-Geschwindigkeitskonstante
beim pH-Wert des Farbentwicklers k ≧10⁴ [l/Mol · sec] ist.
[0048] Beispiele für genügend schnelle (Geschwindigkeitskonstante der Kupplung k ≧10⁴ [l/Mol
· sec.] bei pH = 10,2) und für zu langsame Kuppler (k ≦10⁴ l/Mol · sec] finden sich
beispielsweise in den nachfolgenden Tabellen, ohne daß die für das erfindungsgemäße
Material einsetzbaren Kuppler auf die dort angeführten Substanzen beschränkt bleiben
soll.
[0050] Die in dem erfindungsgemäßen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterial verwendeten
DIR-Kuppler müssen ebenfalls eine hohe Kupplungsgeschwindigkeit aufweisen (k ≧ 10⁴
[l/Mol·sec]), damit sie bei der Farbkupplung im Farbentwickler mit Farb- und Maskenkuppler
konkurrieren können. Andernfalls liefern sie im bildwichtigen Farbdichtebereich
keine oder aber nur ungenügende DIR-Effekte. Zur Messung der Kupplungsgeschwindigkeit
wird die gleiche Messmethode wie bei den Farb- und Farbmaskenkupplern angewendet.
[0051] Außerdem werden in dem erfindungsgemäßen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterial
vorzugsweise diejenigen DIR-Kuppler verwendet, deren Inhibitoren eine hohe Diffusibilität
aufweisen (D ≧ 0,4). Eine hohe Diffusibilität der Inhibitoren ist bekanntlich vorteilhaft
für große Schärfe (durch große Kanteneffekte) und gute Farbwidergabe (durch große
Inter-Image-Effekte = IIE).
[0053] Weiterhin soll der Unterschied in der Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten zwischen
Farb- und DIR-Kuppler nicht mehr als Faktor 5 betragen, vorzugsweise nicht mehr als
Faktor 2.
[0054] Als Bindemittel für die erfindungsgemäßen Emulsionen wird vorzugsweise Gelatine verwendet.
Diese kann jedoch ganz oder teilweise durch andere synthetische, halbsynthetische
oder auch natürlich vorkommende Polymere ersetzt werden. Synthetische Gelatineersatzstoffe
sind beispielsweise Polyvinylalkohol, Poly-N-vinylpyrolidon, Polyacrylamide, Polyacrylsäure
und deren Derivate, insbesondere deren Mischpolymerisate. Natürlich vorkommende Gelatineersatzstoffe
sind beispielsweise andere Proteine wie Albumin oder Casein, Cellulose, Zucker, Stärke
oder Alginate. Halbsynthetische Gelatineersatzstoffe sind in der Regel modifizierte
Naturprodukte. Cellulosederivate wie Hydroxyalkylcellulose, Carboxymethylcellulose
und Phthalylcellulose sowie Gelatinederivate, die durch Umsetzung mit Alkylierungs-
oder Acylierungsmitteln oder durch Aufpfropfung von polymerisierbaren Monomeren erhalten
worden sind, sind Beispiele hierfür.
[0055] Die Bindemittel sollen über eine ausreichende Menge an funktionellen Gruppen verfügen,
so daß durch Umsetzung mit geeigneten Härtungsmitteln genügend widerstandsfähigen
Schichten erzeugt werden können. Solche funktionellen Gruppen sind insbesondere Aminogruppen,
aber auch Carboxylgruppen, Hydroxylgruppen und aktive Methylengruppen.
[0056] Die vorzugsweise verwendete Gelatine kann durch sauren oder alkalischen Aufschluß
erhalten sein. Die Herstellung solcher Gelatinen wird beispielsweise in The Science
und Technology of Gelatine, herausgegeben von A.G. Ward und A. Courts, Academic Press
1977, Seite 295 ff beschrieben. Die jeweils eingesetzte Gelatine soll einen möglichst
geringen Gehalt an fotografisch aktiven Verunreinigungen enthalten (Inertgelatine).
Gelatinen mit hoher Viskosität sowie niedrigem Gehalt an Calcium- und Eisenionen sind
besonders vorteilhaft.
[0057] Nach abgeschlossener Kristallbildung oder auch schon zu einem früheren Zeitpunkt
werden die löslichen Salze aus der Emulsion entfernt, z.B. durch Nudeln und Waschen,
durch Flocken und Waschen, durch Ultrafiltration oder durch Ionenaustauscher.
[0058] Die fotografischen Emulsionen können Verbindungen zur Verhinderung der Schleierbildung
oder zur Stabilisierung der fotografischen Funktion während der Produktion, der Lagerung
oder der fotografischen Verarbeitung enthalten.
Besonders geeignet sind Azaindene, vorzugsweise Tetra- und Pentaazaindene, insbesondere
solche, die mit Hydroxyl- oder Aminogruppen substituiert sind. Derartige Verbindungen
sind z. B. von Birr, Z. Wiss. Phot.
47 (1952), S. 2 - 58 beschrieben worden. Weiter können als Antischleiermittel Salze
von Metallen wie Quecksilber oder Cadmium, aromatische Sulfon- oder Sulfinsäuren wie
Benzolsulfinsäure, oder stickstoffhaltige Heterocyclen wie Nitrobenzimidazol, Nitroindazol,
(subst.) Benztria zole oder Benzthiazoliumsalze eingesetzt werden. Besonders geeignet
sind Mercaptogruppen enthaltende Heterocyclen, z. B. Mercaptobenzthiazole, Mercaptobenzimidazole,
Mercaptotetrazole, Mercaptothiadiazole, Mercaptopyrimidine, wobei diese Mercaptoazole
auch eine wasserlöslichmachende Gruppe, z.B. eine Carboxylgruppe oder Sulfogruppe,
enthalten können. Weitere geeignete Verbindungen sind in Research Disclosure Nr.
17643 (1978), Abschnitt VI, veröffentlicht.
[0059] Die Stabilisatoren können den Silberhalogenidemulsionen vor, während oder nach deren
Reifung zugesetzt werden. Selbstverständlich kann man die Verbindungen auch anderen
fotografischen Schichten, die einer Halogensilberschicht zugeordnet sind, zusetzen.
[0060] Es können auch Mischungen aus zwei oder mehreren der genannten Verbindungen eingesetzt
werden.
[0061] Die fotografischen Emulsionsschichten oder andere hydrophile Kolloidschichten des
erfindungsgemäß hergestellten lichtempfindlichen Materials können oberflächenaktive
Mittel, viskositätserhöhende Mittel oder andere Mittel für verschiedene Zwecke enthalten,
wie Überzugshilfen, zur Verhinderung der elektrischen Aufladung, zur Verbesserung
der Gleiteigenschaften, zum Emulgieren der Dispersion, zur Verhinderung der Adhäsion
und zur Verbesserung der fotografischen Charakteristika (z.B. Entwicklungsbeschleunigung,
hoher Kontrast, Sensibilisierung usw.) Als Gießhilfsmittel sind Fluortenside besonders
vorteilhaft.
[0062] Die fotografischen Emulsionen können unter Verwendung von Methinfarbstoffen oder
anderen Farbstoffen spektral sensibilisiert werden. Besonders geeignete Farbstoffe
sind Cyaninfarbstoffe, Merocyaninfarbstoffe und komplexe Merocyaninfarbstoffe.
[0063] Auf Sensibilisatoren kann verzichtet werden, wenn für einen bestimmten Spektralbereich
die Eigenempfindlichkeit des Silberhalogenids ausreichend ist, beispielsweise die
Blauempfindlichkeit von Silberbromid oder Silberbromidiodid.
[0064] Den Emulsionsschichten werden nicht diffundierende monomere oder polymere Farbkuppler
zugeordnet, die sich in der gleichen Schicht oder in einer dazu benachbarten Schicht
befinden können.
[0065] Unter Berücksichtigung der weiter vorn beschriebenen Farbkuppler können aber auch
die im folgenen aufgelisteten Kupplertypen verwendet werden.
[0066] Farbkuppler zur Erzeugung des blaugrünen Teilfarbenbildes sind in der Regel Kuppler
vom Phenol- oder α-Naphtholtyp; geeignete Beispiele hierfür sind in der Literatur
bekannt.
[0067] Farbkuppler zur Erzeugung des gelben Teilfarbenbildes sind in der Regel Kuppler mit
einer offenkettigen Ketomethylengruppierung, insbesondere Kuppler vom Typ des α-Acylacetamids;
geeignete Beispiele hierfür sind α-Benzoylacetanilidkuppler und α-Pivaloylacetanilidkuppler,
die ebenfalls aus der Literatur bekannt sind.
[0068] Farbkuppler zur Erzeugung des purpurnen Teilfarbenbildes sind in der Regel Kuppler
vom Typ des 5-Pyrazolons, des Indazolons oder des Pyrazoloazols; geeignete Beispiele
hierfür sind in der Literatur in großer Zahl beschrieben.
[0069] Bei den Farbkupplern kann es sich um 4-Äquivalentkuppler, aber auch um 2-Äquivalentkuppler
handeln. Letztere leiten sich von den 4-Äquivalentkupplern dadurch ab, daß sie in
der Kupplungsstelle einen Substituenten enthalten, der bei der Kupplung abgespalten
wird. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind solche zu rechnen, die farblos sind, als auch
solche, die eine intensive Eigenfarbe aufweisen, die bei der Farbkupplung verschwindet
bzw. durch die Farbe des erzeugten Bildfarbstoffes ersetzt wird (Maskenkuppler), die
Weißkuppler, die bei Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten im wesentlichen
farblose Produkte ergeben. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind ferner solche Kuppler
zu rechnen, die in der Kupplungsstelle einen abspaltbaren Rest enthalten, der bei
Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten in Freiheit gesetzt wird und dabei
entweder direkt oder nachdem aus dem primär abgespaltenen Rest eine oder mehrere weitere
Gruppen abgespalten worden sind (z.B. DE-A-27 03-145, DE-A-28 55 697, DE-A-31 05 026,
DE-A-33 19 428), eine bestimmte erwünschte fotografische Wirksamkeit entfaltet, z.B.
als Entwicklungsinhibitor oder -accelerator. Beispiele für solche 2-Äquivalentkuppler
sind die weiter vorne beschriebenen DIR-Kuppler wie auch DAR-bzw. FAR-Kuppler. Schnellkuppelnde
2-Äquivalentkuppler, die bei der Farbkupplung solche Fluchtgruppen abspalten, die
die Entwicklung beschleunigen, sind für das erfindungsgemäße Material besonders vorteilhaft.
[0070] Da bei den DIR-, DAR- bzw. FAR-Kupplern hauptsächlich die Wirksamkeit des bei der
Kupplung freigesetzten Restes erwünscht ist und es weniger auf die farbbildenden
Eigenschaften dieser Kuppler ankommt, sind auch solche DIR-, DAR- bzw. FAR-Kuppler
geeignet, die bei der Kupplung im wesentlichen farblose Produkte ergeben (DE-A-1 547
640). Wegen der geringen Mengen, in denen solche Hilfskuppler eingesetzt werden, ist
es kaum von Nachteil, wenn diese Hilfskuppler bei der Farbkupplung eine andere Farbe
liefern als die in der betreffenden Schicht enthaltenen Farbkuppler.
[0071] Der abgespaltbare Rest kann auch ein Ballastrest sein, so daß bei der Reaktion mit
Farbentwickleroxidationsprodukten Kupplungsprodukte erhalten werden, die diffusionsfähig
sind oder zumindest eine schwache bzw. eingeschränkte Beweglichkeit aufweisen, sodaß
die Farbkörnigkeit durch Verwaschung der Mikrofarbwolken vermindert wird (US-A-4
420 556).
[0072] Hochmolekulare Farbkuppler sind beispielsweise in DE-C-1 297 417, DE-A-24 07 569,
DE-A-31 48 125, DE-A-32 17 200, DE-A-33 20 079, DE-A-33 24 932, DE-A-33 31 743,
DE-A-33 40 376, EP-A-27 284, US-A-4 080 211 beschrieben. Die hochmolekularen Farbkuppler
werden in der Regel durch Polymerisation von ethylenisch ungesättigten monomeren
Farbkupplern hergestellt. Sie können aber auch durch Polyaddition oder Polykondensation
erhalten werden.
[0073] Bei der Verwendung der Kuppler (Farb- und DIR-Kuppler) ist darauf zu achten, daß
sie den erfindungsgemäßen Ansprüchen in Bezug auf die Kupplungsgeschwindigkeit genügen.
[0074] Die Einarbeitung der Kuppler oder anderer Verbindungen in Silberhalogindemulsionsschichten
kann in der Weise erfolgen, daß zunächst von der betreffenden Verbindung eine Lösung,
eine Dispersion oder eine Emulsion hergestellt und dann der Gießlösung für die betreffende
Schicht zugefügt wird. Die Auswahl des geeigneten Lösungs- oder Dispersionsmittel
hängt von der jeweiligen Löslichkeit der Verbindung ab.
[0075] Methoden zum Einbringen von in Wasser im wesentlichen unlöslichen Verbindungen durch
Mahlverfahren sind beispielsweise in DE-A-2 609 741 und DE-A-2 609 742 beschrieben.
[0076] Hydrophobe Verbindungen können auch unter Verwendung von hochsiedenden Lösungsmitteln,
sogenannten Ölbildnern, in die Gießlösung eingebracht werden. Entsprechende Methoden
sind beispielsweise in US-A-2 322 027, US-A-2 801 170, US-A-2 801 171 und EP-A-0
043 037 beschrieben.
[0077] Anstelle der hochsiedenden Lösungsmittel können Oligomere oder Polymere, sogenannte
polymere Ölbildner Verwendung finden.
[0078] Die Verbindungen können auch in Form beladener Latices in die Gießlösung eingebracht
werden. Verwiesen wird beispielsweise auf DE-A-2 541 230, DE-A-2 541 274, DE-A-2
835 856, EP-A-0 014 921, EP-A-0 069 671, EP-A-0 130 115, US-A-4 291 113.
[0079] Die diffusionsfeste Einlagerung anionischer wasserlöslicher Verbindungen (z.B. von
Farbstoffen) kann auch mit Hilfe von kationischen Polymeren, sogenannten Beizpolymeren
erfolgen.
[0080] Geeignete Ölbildner sind z.B. Phthalsäurealkylester, Phosphorsäureester, Citronensäureester,
Benzoesäureester, Alkylamide, Fettsäureester und Trimesinsäureester.
[0081] Ein farbfotografisches Material umfaßt typischerweise mindestens eine rotempfindliche
Emulsionsschicht, mindestens eine grünempfindliche Emulsionsschicht und mindestens
eine blauempfindliche Emulsionsschicht auf einem Träger. Die Reihenfolge dieser Schichten
kann je nach Wunsch variiert werden. Gewöhnlich werden blaugrüne, purpurfarbene und
gelbe Farbstoffe bildende Kuppler in die rot-, grün- bzw. blauempfindlichen Emulsionsschichten
eingearbeitet. Es können jedoch auch unterschiedliche Kombinationen verwendet werden.
[0082] Jede der für einen Spektralbereich lichtempfindlichen Schichten kann aus einer einzigen
Schicht bestehen oder auch zwei oder mehr Silberhalogenidemulsionsteilschichten umfassen
(DE-C-1 121 470). Dabei sind rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten dem
Schichtträger häufig näher angeordnet als grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten
und diese wiederum näher als blauempfindliche, wobei sich im allgemeinen zwischen
grünempfindlichen Schichten und blauempfindlichen Schichten eine nicht lichtempfindliche
gelbe Filterschicht befindet.
[0083] Bei geeignet geringer Eigenempfindlichkeit der grün-bzw. rotempfindlichen Schichten
kann man unter Verzicht auf die Gelbfilterschicht andere Schichtanordnungen wählen,
bei denen auf dem Träger z.B. die blauempfindlichen, dann die rotempfindlichen und
schließlich die grünempfindlichen Schichten folgen.
[0084] Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher Sprektralempfindlichkeit angeordneten
nicht lichtempfindlichen Zwischenschichten können Mittel enthalten, die eine unerwünschte
Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten aus einer lichtempfindlichen in eine
andere lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher spektraler Sensibilisierung
verhindern.
[0085] Liegen mehrere Teilschichten gleicher spektraler Sensibilisierung vor, so können
sich diese hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, insbesondere was Art und Menge der
Silberhalogenidkörnchen betrifft unterscheiden. Im allgemeinen wird die Teilschicht
mit der höheren Empfindlichkeit vom Träger entfernter angeordnet sein als die Teilschicht
mit geringerer Empfindlichkeit. Teilschichten gleicher spektraler Sensibilisierung
können zueinander benachbart oder durch andere Schichten, z.B. durch Schichten anderer
spektraler Sensibilisierung getrennt sein. So können z.B. alle hochempfindlichen und
alle niedrigempfindlichen Schichten jeweils zu einem Schichtpaket zusammengefaßt
sein (DE-A 1 958 709, DE-A 2 530 645, DE-A 2 622 922).
[0086] Auch Schichtanordnungen, bei denen mehr als zwei Teilschichten für den gleichen
Spektralbereich empfindlich sind, z.B. eine hoch-, eine mittel- und eine niedrigempfindliche
Teilschicht, haben sich als vorteilhaft erwiesen. Dabei können z.B. die mittel- und
die niedrigempfindliche Teilschicht zusammengefaßt sein, während die höchstempfindliche
Teilschicht für den gleichen Bereich zusammen mit den höchstempfindlichen Teilschichten
der anderen Spektralbereiche darüber alternierend angeordnet sein kann. Es können
auch zwischen den Schichten mit gleicher Farbsensibilität lichtunempfindliche Zwischenschichten
angebracht werden.
[0087] Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende Verbindungen, Abstandshalter,
Filterfarbstoffe, Formalinfänger und anderes enthalten.
[0088] UV-Licht absorbierende Verbindungen sollen einerseits die Bildfarbstoffe vor dem
Ausbleichen durch UV-reiches Tageslicht schützen und andererseits als Filterfarbstoffe
das UV-Licht im Tageslicht bei der Belichtung absorbieren und so die Farbwiedergabe
eines Films verbessern. Üblicherweise werden für die beiden Aufgaben Verbindungen
unterschiedlicher Struktur eingesetzt. Beispiele sind arylsubstituierte Benzotriazolverbindungen
(US-A 3 533 794), 4-Thiazolidonverbindungen (US-A 3 314 794 und 3 352 681), Benzophenonverbindungen
(JP-A 2784/71), Zimtsäureesterverbindungen (US-A 3 705 805 und 3 707 375), Butadienverbindungen
(US-A 4 045 229) oder Benzoxazolverbindungen (US-A 3 700 455).
[0089] Es können auch ultraviolettabsorbierende Kuppler (wie Blaugrünkuppler des α-Naphtholtyps)
und ultraviolettabsorbierende Polymere verwendet werden. Diese Ultraviolettabsorbentien
können durch Beizen in einer speziellen Schicht fixiert sein.
[0090] Für sichtbares Licht geeignete Filterfarbstoffe umfassen Oxonolfarbstoffe, Hemioxonolfarbstoffe,
Styrolfarbstoffe, Merocyaninfarbstoffe, Cyaninfarbstoffe und Azofarbstoffe. Von
diesen Farbstoffen werden Oxonolfarbstoffe, Hemioxonolfarbstoffe und Merocyaninfarbstoffe
besonders vorteilhaft verwendet.
[0091] Bestimmte Bindemittelschichten, insbesondere die vom Träger am weitesten entfernte
Schicht, aber auch gelegentlich Zwischenschichten, insbesondere, wenn sie während
der Herstellung die vom Träger am weitesten entfernte Schicht darstellen, können fotografisch
inerte Teilchen anorganischer oder organischer Natur enthalten, z.B. als Mattierungsmittel
oder als Abstandshalter (DE-A 3 331 542, DE-A 3 424 893, Research Disclosure Dezember
1978, Seite 22 ff, Referat 17 643, Kapitel XVI).
[0092] Der mittlere Teilchendurchmesser der Abstandshalter liegt insbesondere im Bereich
von 0,2 bis 10 µm. Die Abstandshalter sind wasserunlöslich und können alkaliunlöslich
oder alkalilöslich sein, wobei die alkalilöslichen im allgemeinen im alkalischen
Entwicklungsbad aus dem fotografischen Material entfernt werden. Beispiele für geeignete
Polymere sind Polymethylmethacrylat, Copolymere aus Acrylsäure und Methylmethacrylat
sowie Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat.
[0093] Die Bindemittel des erfindungsgemäßen Materials, insbesondere wenn als Bindemittel
Gelatine eingesetzt wird, werden mit geeigneten Härtern gehärtet, beispielsweise mit
Härtern des Epoxidtyps, des Ethyleniumtyps, des Acryloyltyps oder des Vinylsulfontyps.
Ebenso eignen sich Härter der Diazin-, Triazin- oder 1,2-Dihydrochinolin-Reihe.
[0094] Vorzugsweise werden die Bindemittel des erfindungsgemäßen Materials mit Soforthärtern
gehärtet.
[0095] Unter Soforthärtern werden Verbindungen verstanden, die geeignete Bindemittel so
vernetzen, daß unmittelbar nach Beguß, spätestens nach 24 Stunden, vorzugsweise spätestens
nach 8 Stunden die Härtung so weit abgeschlossen ist, daß keine weitere durch die
Vernetzungsreaktion bedingte Änderung der Sensitometrie und der Quellung des Schichtverbandes
auftritt. Unter Quellung wird die Differenz von Naßschichtdicke und Trockenschichtdicke
bei der wäßrigen Verarbeitung des Films verstanden (Photogr. Sci. Eng. 8 (1964), 275;
Photogr. Sci. Eng. (1972), 449).
[0096] Bei diesen mit Gelatine sehr schnell reagierenden Härtungsmitteln handelt es sich
z.B. um Carbamoylpyridiniumsalze, die mit freien Carboxylgruppen der Gelatine zu
reagieren vermögen, so daß letztere mit freien Aminogruppen der Gelatine unter Ausbildung
von Peptidbindungen und Vernetzung der Gelatine reagieren.
[0097] Geeignete Beispiele für Soforthärter sind z.B. Verbindungen der allgemeinen Formeln
(a)

worin
R₁ Alkyl, Aryl oder Aralkyl bedeutet,
R₂ die gleiche Bedeutung wie R₁ hat oder Alkylen, Arylen, Aralkylen oder Alkaralkylen
bedeutet, wobei die zweite Bindung mit einer Gruppe der Formel

verknüpft ist, oder
R₁ und R₂ zusammen die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten heterocyclischen
Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes erforderlichen
Atome bedeuten, wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen substituiert sein
kann,
R₃ für Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Alkoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂)m-NR₈R₉, -(CH₂)n-CONR₁₃R₁₄ oder

oder ein Brückenglied oder eine direkte Bindung an eine Polymerkette steht, wobei
R₄, R₆, R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈, und R₁₉ Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
R₅ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder NR₆R₇,
R₈ -COR₁₀
R₁₀ NR₁₁R₁₂
R₁₁ C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₂ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₃ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₆ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, COR₁₈ oder CONHR₁₉,
m eine Zahl 1 bis 3
n eine Zahl 0 bis 3
p eine Zahl 2 bis 3 und
Y O oder NR₁₇ bedeuten oder
R₁₃ und R₁₄ gemeinsam die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten
heterocyclischen Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes
erforderlichen Atome darstellen, wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen
substituiert sein kann,
Z die zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen aromatischen heterocyclischen
Ringes, gegebenenfalls mit anelliertem Benzolring, erforderlichen C-Atome und
X⊖ ein Anion bedeuten, das entfällt, wenn bereits eine anionische Gruppe mit dem übrigen
Molekül verknüpft ist;
(b)

worin
R₁, R₂, R₃ und X⊖ die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzen.
[0098] Auf der Rückseite und/oder auf der Oberfläche der erfindungsgemäßen Materialien
können Antistatika zur Verminderung der elektrostatischen Aufladung angebracht werden.
[0099] Die erfindungsgemäßen Materialien werden nach den dafür empfohlenen Prozessen in
üblicher Weise verarbeitet.
Herstellung der in den Schichtaufbau-Beispielen 1 und 2 verwendeten Emulsionen:
Emulsion 1 (Vergleich, langsam entwickelnd, hochempfindlich)
[0100] Eine hochempfindliche AgBrI-Emulsion mit 11 Mol-% Iodid wurde hergestellt, indem
die Silbernitratlösung in eine Lösung einlief, die neben Kaliumbromid und Kaliumiodid
Gelatine enthielt. Die Temperatur betrug 70°C, der pH-Wert 6,5 und der pAg-Wert am
Schluß der Fällung 8,7.
[0101] Nach der Fällung des Silberhalogenids wurde der Emulsion Polystyrolsulfonsäure zugesetzt,
die Temperatur auf 25°C gebracht und der pH-Wert auf 3,5 abgesenkt. Die Emulsion flockte
hierbei aus und wurde solange gewaschen, bis der pAg-Wert 7,5 betrug.
[0102] Die Redispergierung erfolgte durch Hochstellen des pH-Wertes auf 6,5 und Erwärmen
der Emulsion auf 40°C. Der Emulsion wurde Gelatine zugesetzt, bis das Gelatine/Silberverhältnis
0,7 betrug. Die Emulsion wurde dann unter Zugabe von Schwefelverbindungen und Goldsalzen
bis zur optimalen Empfindlichkeit gereift. Der mittlere Korndurchmesser der polydisperen
Emulsion betrug 0,9 µm. Die elektronenmikroskopische Betrachtung zeigte, daß neben
kompakten Kristallen auch plattenförmige Kristalle vorhanden waren.
[0103] Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
[0104] Der Emulsion wurde wie im Schichtaufbau-Beispiel 1A angegeben stabilisiert, mit
den in Schicht Nr. 4 von Aufbau 1A angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100
g AgNO₃) und mit einem Auftrag von 6,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 2 (Vergleich, langsam entwickelnd, niedrig empfindlich)
[0105] Eine wenig empfindliche AgBrI-Emulsion mit 8 Mol-% Iodid wurde hergestellt durch
gleichzeitigen Einlauf einer 2 molaren Silbernitratlösung und einer 2 molaren Kaliumbromidlösung
in eine Gelatinelösung, die zusätzlich noch Kaliumbromid und die entsprechende Menge
Kaliumiodid enthielt. Die Temperatur betrug 55°C, der pAg-Wert wurde während der Fällung
konstant bei 8,3 gehalten. Nach der Fällung des Silberhalogenids wurde wie in Beispiel
1 beschrieben verfahren.
[0106] Es wurden Kristalle mit vorzugsweise kubischer Form erhalten, wobei der mittlere
Korndurchmesser 0,45 µm betrug. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100
g AgNO₃ pro kg Emulsion.
[0107] Die Emulsion wurde wie in Schichtaufbau 1A angegeben stabilisiert, mit den in Schicht
Nr. 3 von Aufbau 1A angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g AgNO₃) und mit
einem Auftrag von 4,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 3 (schnell entwickelnd, hochempfindlich)
[0108] Eine hochempfindliche Silberbromidiodidemulsion mit einem Gehalt von 7 Mol-% Iodid
wurde hergestellt durch Mischen einer wäßrigen Gelatinelösung mit KBr (pBr 1,45) und
350 mg 1,8-Dihydroxy-3,6-dithiaoctan als Silberhalogenidlösungsmittel. Die Temperatur
wurde auf 70°C gebracht. In diese Lösung wurden gleichzeitig eine wäßrige AgNO₃-Lösung
und eine Mischung von KBr und KI, gelöst in Wasser, einlaufen gelassen, wobei der
AgNO₃-Gehalt 30 % der gesamten Silbermenge und die KI-Menge 24 Mol-%, bezogen auf
das zugesetzte Silbernitrat betrug. In einem weiteren Zulauf wurden die restlichen
70 % der Silbernitratlösung gleichzeitig mit KBr-Lösung einlaufen gelassen, wobei
der pBr-Wert auf 1,45 gehalten wurde. Der Zulauf erfolgte mit steigender Strömungsgeschwindigkeit,
wobei der Zulauf um den Faktor 6 gesteigert wurde. Die Silberhalogenid-Konzentration
ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg.
[0109] Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht Nr.
13 von Schichtaufbau 2C angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 6,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 4 (schnell entwickelnd, niedrigempfindlich)
[0110] Eine wenig empfindliche AgBrI-Emulsion mit 5 Mol-% Iodid wurde hergestellt durch
Mischen einer wäßrigen Gelatinelösung mit der berechneten Menge an KI und KBr, wobei
der pBr-Wert auf 1,65 eingestellt wurde. Die Temperatur wurde auf 55°C eingestellt
und die Silbernitratlösung, sowie die äquimolare Kaliumbromidlösung in 15 min einlaufen
gelassen. Es wurden würfelförmige Kristalle mit einem mittleren Durchmesser von 0,42
µm erhalten, wobei 90 % der Körner von der mittleren Korngröße um nicht mehr als ±
60 % abwichen. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg
Emulsion. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht Nr.
3 von Schichtaufbau 1D angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 4,0 g AgNO₃ vergossen.
Emulsion 5 (Vergleich, hochempfindlich, langsam ent wickelnd)
[0111] Eine 12 Mol-% Iodid enthaltende plättchenförmige Emulsion wurde hergestellt durch
Mischen einer 1 gew.-%igen Gelatinelösung mit soviel KBr, daß ein pBr von 1,0 erreicht
wurde. In diese Lösung lief bei 55°C eine 1,2 molare AgNO₃-Lösung und eine 1,2 molare
KBr-Lösung in 5 min. ein und zwar in einer Menge, die 2,5 % des gesamten für die Emulsionsherstellung
verwendeten Silbers entsprach. Danach wurde der pBr-Wert mit AgNO₃ auf 1,36 hochgestellt.
Im weiteren Verlauf wurde nun eine Mischung von 1,06 Mol KBr und 0,14 Mol KI gleichzeitig
mit 1,2 Mol AgNO₃ in 52 min mit steigender Zu dosierung zugeführt. Insgesamt wurden
205 g AgNO₃ verbraucht.
[0112] Die Gelatinesilberhalogenidemulsion wurde geflockt, gewaschen, redispergiert und
es wurde weitere Gelatine zugesetzt. Danach wurde mit Schwefel- und Goldverbindungen
optimal gereift. Die Silberbromidiodidkörner enthielten 12 Mol-% Iodid und zeigten
vorzugsweise plättchenförmige Kristalle mit einem mittleren Korndurchmesser von 1,85
µm. Die Dicke betrug etwa 0,15 bis 0,20 µm. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent
100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
[0113] Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht Nr.
9 von Schichtaufbau 2A angegebenen Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 6,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 6 (hochempfindlich, schnell entwickelnd)
[0114] Eine plättchenförmige Kristalle enthaltende Emusion die 8 Mol-% Iodid enthielt, wurde
analog Emulsion 5 hergestellt; jedoch wurde bei der Fällung mit der Mischung aus
KBr und KI nur 65 % des gesamten AgNO₃ verbraucht. Danach wurde wiederum mit einer
1,2 molaren KBr-Lösung und der restlichen 1,2 molaren AgNO₃-Lösung bis zum Ende weitergefällt.
[0115] Die Emulsion wurde geflockt, gewaschen, redispergiert und es wurde zusätzlich Gelatine
zugesetzt und mit Schwefel- und Goldsalzen optimal gereift.
[0116] Die Silberbromidiodidkristalle enthielten 8 Mol-% Iodid und wiesen vorzugsweise plättchenförmige
Gestalt mit einem mittleren Korndurchmesser von 1,8 µm auf. Die Dicke betrug etwa
0,12 µm.
[0117] Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
[0118] Die Emulsion wurde wie Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht 9 von
Schichtaufbau 2D angegebenen Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und mit einem
Auftrag von 6,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 7 (schnell entwickelnd, niedrigempfindlich)
[0119] Eine feinkörnige, wenig empfindliche Emulsion, deren Silberhalogenidkristalle aus
mehreren Schichten mit unterschiedlicher Halogenidzusammensetzung besteht, wurde nach
dem Doppeleinlaufverfahren unter Verwendung von Methylimidazol als Silberhalogenidlösungsmittel
bei einem pAg-Wert von 8 hergestellt. Zur Keimbildung wurde eine 0,5 molare AgNO₃-Lösung
und eine 0,5 molare KBr-Lösung gleichzeitig bei 63°C in die Gelatinelösung ein laufen
gelassen, bis 10 % des Gesamtsilbers verbraucht waren. Danach wurde in einem 2. Doppeleinlauf
mit einer 2 molaren AgNO₃-Lösung und einer weiteren Lösung, die 1,76 Mol an KBr und
0,24 Mol an KI enthielt, weitere 60 % des Silbers zur Kristallbildung zugeführt.
[0120] Im 3. Doppeleinlauf wurden mit einer 2 molaren AgNO₃-Lösung und einer 2 molaren
KBr-Lösung weitere 30 % des Silbers zugefällt. Es wurden kubische Kristalle mit einem
Gesamtgehalt von 7 Mol-% Iodid erhalten, die eine Kantenlänge von 0,5 µm aufwiesen.
Der Silberhalogenidkristall besteht aus drei Zonen, wobei der Kern aus reinem AgBr
besteht, dann folgt eine Zone die 12 Mol-% Iodid enthält und eine äußere Zone, welche
wiederum aus reinem AgBr besteht.
[0121] Die Emulsion wurde wie üblich geflockt, gewaschen und nach Zugabe weiterer Gelatine
optimal mit Schwefel- und Goldverbindungen gereift. Die Silberhalogenidkonzentration
ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
[0122] Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht 3
von Schichtaufbau 2D angegebenen Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 2,5 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Emulsion 8 (schnell entwickelnd, niedrigempfindlich)
[0123] Eine feinkörnige niedrigempfindliche Emulsion wurde wie in Beispiel 7 hergestellt,
wobei jedoch zusätzlich eine AgClBr-Schicht eingebaut wurde. Der Aufbau des fertigen
Kristalls wies folgende Zusammensetzung auf: Innerste Schicht (34 %): AgBr, 2. Schicht
(36 %): AgBrI mit 20 Mol-% Iodid, 3. Schicht (4 %): AgClBr und 50 Mol-% Chlorid, äußerste
Schicht (26 %); AgBrI und 5 Mol-% Iodid.
[0124] Die Kristalle waren würfelförmig mit einer Kantenlänge von 0,5 µm. Die Emulsion wurde
geflockt, gewaschen, mit zusätzlicher Gelatine versehen und optimal mit Schwefelverbindungen
und Goldsalzen gereift. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃
pro kg Emulsion.
[0125] Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht Nr.
7 von Schichtaufbau 2D angegebenen Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 1,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
[0126] Die unterschiedlich großen AgNO₃-Aufträge bei den Emulsionsprüflingen 1 bis 8 mußten
gewählt werden, um bei typgemäßer Farbentwicklung (= 195 sek.) gemäß dem nachfolgenden
Meßverfahrens eine genügend große Meßgenauigkeit zu erzielen.
[0127] Je 2 Prüflinge der Emulsionsschichten wurden hinter einem grauen Stufenkeil mit weißem
Licht belichtet (Belichtungszeit 1/100˝) und in dem bei Schichtaufbaubeispiel 1 angegebenen
Verarbeitungsprozeß verarbeitet: Je 1 Prüfling mit typgemäßer Farbentwicklungszeit
(= 195 sek.) und je ein Prüfling mit der verkürzten Verarbeitungszeit von 65 Sekunden
(= 1/3 Typzeit).
[0128] Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Man erkennt daraus, daß nur die
Emulsionen 3,4,6,7 und 8 die erfindungsgemäßen Bedingungen erfüllen.

Beispiel 1
[0129] Zum Aufzeigen der erfindungsgemäßen Vorteile werden vier Schichtaufbauten eines farbfotografischen
Aufzeichnungsmaterials hergestellt, wobei die im folgenden mit 1A, 1B und 1C genannten
Schichtaufbauten als Vergleich dienen und 1D den erfindungsgemäßen Schichtaufbau darstellt.
[0130] Die einzelnen Schichtaufbauten sind nach folgenden Prinzipien konzipiert:
1A: Langsam entwickelnde Emulsionen (Nr. 1 und Nr. 2) und langsam kuppelnde Farbkuppler
und DIR-Kuppler (k < 10⁴ [l/Mol·sec].
1B: Langsam entwickelnde Emulsionen (Nr. 1 und Nr. 2) wie bei 1A,
schnell kuppelnde Farbkuppler und DIR-Kuppler (k < 10⁴ [l/Mol·sec].
1C: schnell entwickelnde Emulsionen (Nr. 3 und Nr. 4), langsam kuppelnde Farb- und
DIR-Kuppler wie bei 1A.
1D: schnell entwickelnde Emulsionen (Nr. 3 und Nr. 4) (wie bei 1C) und
schnell kuppelnde Farb- und DIR-Kuppler (wie bei 1B).
Tabelle 2
Farb-, DIR- und Maskenkuppler für Beispiel 1 |
k < 10⁴ [1/Mol′sec] |
k > 10⁴ [1/Mol′sec] |
In Schicht Nr: |
Farbkuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
DIR-Kuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
Maskenkuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
Farbkuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
DIR-Kuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
Maskenkuppler k(x10⁴) [1/Mol′sec] |
3 |
C11 |
DIR-8 |
RM3 |
C3 |
DIR-2 |
RM1 |
|
0,14 |
0,46 |
0,8 |
3,2 |
1,1 |
3,5 |
4 |
C9 |
- |
RM3 |
C1 |
- |
RM1 |
|
0,66 |
0,8 |
7,0 |
3,5 |
6 |
M17 |
DIR-8 |
YM4 |
M11 |
DIR-5 |
YM2 |
|
0,32 |
0,46 |
0,11 |
3,7 |
2,8 |
1,4 |
7 |
M16 |
- |
YM6 |
M9 |
- |
YM3 |
|
0,42 |
0,18 |
7,0 |
3,0 |
9 |
Y27 |
DIR-10+DIR-9 |
|
Y5 |
DIR-5+DIR-2 |
|
|
0,011 |
0,34 0,9 |
|
4,4 |
2,8 1,1 |
|
10 |
Y27 |
|
|
Y5 |
|
|
|
0,011 |
|
|
4,4 |
|
|
Herstellung der Schichtaufbauten 1A bis 1D:
[0131] Auf einen transparenten Schichtträger aus Cellulosetriacetat wurden jeweils folgende
Schichten in der hier angegeben Reihenfolgen aufgetragen.
[0132] Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m². Für den Silberhalogenidauftrag
werden die äquivalenten Mengen an AgNO₃ angegeben.
[0133] Alle Silberhalogenidemulsionen waren mit 0,1 g 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraaazainden
pro 100 g AgNO₃ stabilisiert.
Schichtaufbau 1A (Vergleich)
1. Schicht (Antihalo-Schicht)
[0134] 0,2 g/m² schwarzes Kolloidales Silber
1,2 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV 1
0,2 g/m² UV-Absorber UV 2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,03 g/m² Dibutylphthalat
2. Schicht (Mikrat-Zwischenschicht)
[0135] 0,25 g AgNO₃ einer Mikrat-Ag (Br,J)-Emulsion: mittlerer Korn-⌀ = 0,07 µm, 0,5 Mol-%
Iodid
1,0 g/m² Gelatine
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM3
0,10 g/m² Trikresylphosphat
3. Schicht (niedrig-rotempfindliche Schicht)
[0136] 2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,8 g/m² Gelatine
0,6 g/m² farbloser Kuppler C11
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM3
0,36 g/m² Trikresylphosphat
0,16 g/m² Dibutylphthalat
4. Schicht (hoch-rotempfindliche Schicht)
[0137] 2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 1
1,5 g/m² Gelatine
0,12 g/m² farbloser Kuppler C9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM3
0,01 g/m² Trikresylphosphat
0,08 g/m² Dibutylphosphat
5. Schicht (Trennschicht)
[0138] 0,8 g/m² Gelatine
0,05 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g/m² Trikresylphosphat
0,05 g/m² Dibutylphthalat
6. Schicht (niedrig-grünempfindliche Schicht)
[0139] 1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,2 g/m² Gelatine
0,52 g/m² farbloser Kuppler M17
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,15 g/m² farbiger Kuppler YM4
0,6 g/m² Trikresylphosphat
7. Schicht (hoch-grünempfindliche Schicht)
[0140] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grün sensibilisierten Emulsion Nr. 1
1,2 g/m² Gelatine
0,14 g/m² farbloser Kuppler M16
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM6
0,20 g/m² Trikresylphosphat
8. Schicht (Gelbfilterschicht)
[0141] 0,04 g/m² Gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g
Ag
0,8 g/m² Gelatine
0,15 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,4 g/m² Trikresylphosphat
9. Schicht (niedrig-blauempfindliche Schicht)
[0142] 0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,0 g/m² Gelatine
0,75 g/m² farbloser Kuppler Y27
0,20 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,30 g/m² Trikresylphosphat
0,25 g/m² Poly-ethylacrylat
10. Schicht (hoch-blauempfindliche Schicht)
[0143] 1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 1
0,8 g/m² Gelatine
0,25 g/m² farbloser Kuppler Y27
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Poly-ethylacrylat
11. Schicht (Schutzschicht)
[0144] 1,5 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV1
0,2 g/m² UV-Absorber UV2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,02 g/m² Dibutylphthalat
12. Schicht (Schutzschicht)
[0145] 0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korn-⌀ 0,07 µm, 0,5 Mol-%
Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel
1,0 g/m² Formaldehydfänger
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen vom mittleren Durchmesser um 1,5 µm

Schichtaufbau 1B (Vergleich)
[0146] Wie Schichtaufbau 1A, jedoch:
in der 2. Schicht:
[0147] 0,05 g/m² farbiger Kuppler RM1 (statt RM3)
in der 3. Schicht:
[0148] 0,6 g/m² farbloser Kuppler C3 (statt C11)
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR-8)
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM1 (statt RM3)
in der 4. Schicht
[0149] 0,12 g/m² farbloser Kuppler C1 (statt C9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM1 (statt RM3)
in der 6. Schicht:
[0150] 0,4 g/m² farbloser Kuppler M11 (statt M17)
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-8) 0,15 g/m² farbiger Kuppler YM2 (statt YM4)
in der 7. Schicht:
[0151] 0,14 g/m² farbloser Kuppler M9 (statt M16)
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM3 (statt YM6)
in der 9. Schicht:
[0152] 0,75 g/m² farbloser Kuppler Y5 (statt Y27)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-10)
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR-9)
in der 10. Schicht:
[0153] 0,25 g/m² farbloser Kuppler Y5 (statt Y27)
Schichtaufbau 1C (Vergleich)
[0154] wie Schichtaufbau 1A, jedoch
in der 3. Schicht
[0155] 2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr.
2)
in der 4. Schicht
[0156] 2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr.
1)
in der 6. Schicht
[0157] 1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr.
2)
in der 7. Schicht
[0158] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr.
1)
in der 9. Schicht
[0159] 0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion
Nr. 2)
in der 10. Schicht
[0160] 1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion
Nr. 1)
Schichtaufbau 1D (erfindungsgemäß)
[0161] Wie Schichtaufbau 1B, jedoch mit den in Schichtaufbau 1C verwendeten, schnell entwickelnden
Emulsionen:
Emulsion Nr. 4 in der 3., 6. und 9. Schicht
Emulsion Nr. 3 in der 4., 7. und 10. Schicht
(Mengen wie bei Schichtaufbau A bis C angegeben).
[0162] Nach Belichtung hinter einem grauen Stufenkeil (Belichtungszeit = ¹/100˝) wurden
Proben der Aufbauten 1A bis 1D nach dem im folgenden beschriebenen Color-Negativ-Verarbeitungsverfahren
verarbeitet:
Farbentwicklung |
3 min 15 sec |
38,0°C |
Bleichen |
4 min 20 sec |
38,0°C |
Wässern |
1 min 05 sec |
38,0°C |
Fixieren |
4 min 20 sec |
38,0°C |
Waschen |
3 min 15 sec |
38,0°C |
Stabilisierung |
1 min 05 sec |
24,0°C |
Trocknen |
|
<43°C |
|
17 min 20 sec |
|
[0163] Die Farbentwicklungs-, Bleich-, Fixier- und Stabilisierungsbäder hatten folgende
Zusammensetzung. Die Mengenangaben beziehen sich auf 1000 ml.
Farbentwicklungsbad: |
Natriumtripolyphosphat |
2,0 g |
Natriumsulfit (wasserfrei) |
2,0 g |
Natriumhydrogencarbonat |
8,0 g |
Kalium- oder Natriumhydrogensulfat |
7,0 g |
Kaliumbromid |
1,8 g |
Kalium- oder Natriumcarbonat (wasserfrei) |
30,0 g |
Hydroxylaminsulfat |
3,0 g |
|
N¹-Ethyl-N¹-(2-hydroxyethyl)-3-methyl-1,4-phenylendiammoniumsulfat (Monohydrat) =̂
CD 4 |
2,6 g |
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
|
pH = 10,2 |
|
Bleichbad: |
Ethylendiamintetraessigsäure (Natrium-Eisen-Salz) |
100,0 g |
Kaliumbromid |
50,0 g |
20 %ige Ammoniaklösung |
6,0 ml |
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
|
pH = 5,9-6,1 |
|
Fixierbad: |
Ammoniumthiosulfat |
120,0 g |
Natriumsulfit (wasserfrei) |
20,0 g |
Kaliummetabisulfit (kristallin) |
20,0 g |
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
|
Stabilisierbad: |
Sulfobernsteinsäuredi-n-octylester (10 %ige Lösung) |
10,0 ml |
Formalin 35-37 %ig |
6,0 ml |
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
|
[0164] Verarbeitungs-Schwankungen wurden dabei simuliert durch
Variation der Entwicklungszeit (Typ-Zeit= 195 sec.; ± 30 sec.)
Variation der Entwicklungstemperatur (Typ-Temp.= 38°C; ± 2°)
Variation des Entwickler-pH-Wertes (Typ-pH= 10,2; ± 0,2)
Variation der Entwickler-Konzentration (± 20 %)
Variation des KBr-Gehalts im Entwickler (Typ= 1,8 g/l; ± 0,5 g)
[0165] In Figur 1 sind die Abweichungen von Empfindlichkeit, Gradation (bei Farbdichte =
1,0 über Schleier) und Schleier bei Variation dieser Entwicklungsparameter gegenüber
den bei genauer Typ-Verarbeitung erhaltenen Werten dargestellt. Im einzelnen zeigen
die Diagramme von Figur 1 die Variationen der folgenden Entwicklungsparameter:
1a: Variation der Entwicklungszeit ± 30 sec.
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ± 2°C
1c: Variation der Entwickler-pH-Wertes ± 0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ± 20%
1e: Variation des Kaliumbromidgehalts im Entwickler ± 0,5 g/l.
[0166] Man erkennt aus diesen Diagrammen, daß der erfindungsgemäße Schichtaufbau 1D viel
resistenter gegen die Abweichungen von den exakten Typ-Bedingungen ist als die Vergleichsaufbauten
1A bis 1C.
[0167] Es wäre zu erwarten gewesen, daß durch Einsatz der schnell entwickelten Emulsionen
die Kanteneffekte und die Interimage-Effekte vermindert werden. Überraschenderweise
wurde gefunden, daß dies fast nicht auftritt, wenn man diese schnellentwickelten Emulsionen
mit schnellen Farb- und DIR-Kuppler konbiniert.
[0168] An diesen vier Schichtaufbauten 1A bis 1D wurde außerdem die Größe der "Kanten-Effekte"
wie bei T.H. James, The Theory of the Photographic Process, 4. Aufl. Macmillan Publ.
Co. Inc. New York/London (1977) S. 609-614 beschrieben, (zur Vermeidung der Lichtstreuung)
mittels Röntgenbestrahlung bestimmt: Auf je eine Probe der Schichtaufbauten 1A bis
1D wurde jeweils mit gleicher Röntgendosis sowohl ein Makrofeld als auch ein 30 µm
breiter Spalt aufbelichtet. Danach wurden die Proben nach dem aus "The British Journal
of Photography", 1974, Seiten 597 und 598 bekannten Color-Negativ Verfahren verarbeitet.
Die an diesen Proben gemessene Dichtedifferenz zwischen Spalt (=Mikrodichte) und
dem Makrofeld (=Makrodichte) bei derjenigen Röntgendosis, welche die Makrodichte=
1,0 (über Schleier) ergibt, dient in Tabelle 4 als Maß für die Größe des Kanten-Effekts.
[0169] Auch der die Farbqualität verbessernde Interimage-Effekt bleibt durch die erfindungsgemäße
Kombination 1D erhöht. Als Interimage-Effekt ist in Tabelle 4 beispielsweise eingetragen,
um wieviel Prozent die Purpurgradation (oder Blaugrüngradation) bei Grünbelichtung
(oder Rotbelichtung) größer ist als bei additiver Weißbelichtung an derjenigen Stelle
der Farbdichtekurve, wo die bei additiver Weißbelichtung erhaltene Farbdichte D =
1,0 (über Schleier) beträgt.
[0170] Die Verarbeitung der Schichtaufbauten bei Bestimmung des Interimage-Effekts erfolgt
im gleichen Color-Negativ-Prozeß wie oben bei Bestimmung des Kanteneffekts angegeben.
Tabelle 3
Schichtaufbau |
Kanteneffekt bei Makrodichte = 1,0 (über Schleier) |
IEE (%) bei Makrodichte = 1,0 (über Schleier) |
|
Blaugrün |
Purpur |
Blaugrün |
Purpur |
1A |
0,48 |
0,42 |
40 |
38 |
1B |
0,32 |
0,28 |
30 |
26 |
1C |
0,22 |
0,19 |
20 |
18 |
1D |
0,47 |
0,40 |
40 |
37 |
[0171] Man erkennt aus dieser Tabelle, daß die Kanteneffekte und die Interimage-Effekte
des erfindungsgemßen Aufbaus 1D gegenüber dem Vergleichsaufbau 1A (im Gegensatz zu
1B und 1C) überraschenderweise praktisch nicht verkleinert werden.
Beispiel 2
[0172] Analog zu Beispiel 1 werden vier Schichtaufbauten miteinander verglichen, wobei
die Schichtaufbauten 2A, 2B und 2C als Vergleich dienen und 2D den erfindungsgemäßen
Schichtaufbau darstellt.
Tabelle 4
Farb-, DIR- und Maskenkuppler für Beispiel 2 |
k < 10⁴ [1/Mol·sec] |
k > 10⁴ [1/Mol·sec] |
In Schicht Nr: |
Farbkuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
DIR-Kuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
Maskenkuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
Farbkuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
DIR-Kuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
Maskenkuppler k(x10⁴) [1/Mol·sec] |
3 |
C12 |
DIR-9+DIR-10 |
RM4 |
C7 |
DIR-1 + DIR-2 |
RM1 |
|
0,08 |
0,9 0,34 |
0,17 |
1,3 |
4,2 1,1 |
3,5 |
9 |
C10 |
DIR-9 |
RM4 |
C6 |
DIR-2 |
RM1 |
|
0,19 |
0,9 |
0,17 |
2,5 |
1,1 |
3,5 |
5 |
M19 |
DIR-10 |
YM6 |
M2 |
DIR-2 |
YM1 |
|
0,03 |
0,34 |
0,18 |
3,5 |
1,1 |
1,2 |
11 |
M17 |
DIR-10 |
YM6 |
M1 |
DIR-2 |
YM1 |
|
0,32 |
0,34 |
0,18 |
6,7 |
1,1 |
1,2 |
7 |
Y36 |
DIR-9 |
- |
Y1 |
DIR-7 |
- |
|
0,01 |
0,9 |
5,0 |
1,5 |
13 |
Y28 |
DIR-8 |
- |
Y7 |
DIR-2 |
- |
|
0,038 |
0,46 |
7,0 |
1,1 |
Herstellung der Schichtaufbauten 2A bis 2D
[0173] Schichtträger, Mengenangaben und Stabilisierung der Emulsionen wie bei Beispiel 1.
Schichtaufbau 2A (Vergleich)
1. Schicht (Antihalo-Schicht)
[0174] wie bei Beispiel 1 (siehe Aufbau 1A).
2. Schicht (Mikrat-Zwischenschicht)
[0175] 0,4 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(BrJ)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,05 µm,
2 Mol-% Iodid
1,2 g/m² Gelatine
0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Dibutylphthalat
3. Schicht (niedrig-rotempfindliche Schicht)
[0176] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
2,0 g/m² Gelatine
0,58 g/m² farbloser Kuppler C12
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 9
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 10
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,40 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Dibutylphthalat
4. Schicht (Trennschicht)
[0177] 0,8 g Gelatine
0,05 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g Trikresylphosphat
0,05 g Dibutylphthalat
5. Schicht (niedrig-grünempfindliche Schicht)
[0178] 1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,6 g/m² Gelatine
0,45 g/m² farbloser Kuppler M19
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,52 g/m² Trikresylphosphat
6. Schicht (Gelbfilterschicht)
[0179] 0,02 g gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g
AgNO₃ 0,8 g Gelatine
0,15 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,2 g Trikresylphosphat
7. Schicht (niedrig-blauempfindliche Schicht)
[0180] 0,65 g/m² der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,95 g/m² Gelatine
0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 36
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,90 g/m² Trikresylphosphat
8. Schicht (Trennschicht)
9. Schicht (hoch-rotempfindliche Schicht)
[0182] 2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emusion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,20 g/m² farbloser Kuppler C 10
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,10 g/m² Dibutylphthalat
10. Schicht (Trennschicht)
11. Schicht (hoch-grünempfindliche Schicht)
[0184] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,16 g/m² farbloser Kuppler M17
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,15 g/m² Trikresylphosphat
12. Schicht (Gelbfilterschicht)
13. Schicht (hoch-blauempfindliche Schicht
[0186] 0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,15 g/m² farbloser Kuppler Y 28
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,25 g/m² Trikresylphosphat
14. Schicht (Schutz-und Härtungsschicht)
[0187] 0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,07 µm,
0,5 Mol-% Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel der Formel

1,0 g/m² Formaldehydfänger der Formel

0,08 g/m² Dibutylphthalat
0,24 g/m² UV-Absorbergemisch gemäß 1. Schicht
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen mit mittleren Teilchendurchmesser von 1,45 µm
Schichtaufbau 2B (Vergleich)
[0188] wie Schichtaufbau 2A, jedoch:
in der 2. Schicht:
[0189] 0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 3. Schicht:
[0190] 0,58 g/m² farbloser Kuppler C 7 (statt C 12)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 1 (statt DIR 9)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 5. Schicht:
[0191] 0,45 g/m² farbloser Kuppler M 2 (statt M 19
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM 6)
in der 7. Schicht:
[0192] 0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 1 (statt Y 36)
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR 7 (statt DIR 8)
in der 9. Schicht:
[0193] 0,20 g/m² farbloser Kuppler C 6 (statt C 10)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 11. Schicht:
[0194] 0,16 g/m² farbloser Kuppler M 1 (statt M 18)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM 6)
in der 13. Schicht:
[0195] 0,15 g/m² farbloser Kupple Y 7 (statt Y 28)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 8)
Schichtaufbau 2C (Vergleich)
[0196] Wie Schichtaufbau 2A, jedoch:
in der 3. Schicht:
[0197] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
in der 5. Schicht:
[0198] 1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
in der 7. Schicht:
[0199] 0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 8 (statt Nr. 2)
in der 9. Schicht:
[0200] 2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5),
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
in der 11. Schicht:
[0201] 2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5)
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
in der 13. Schicht:
[0202] 0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Nr. 5)
5 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
Schichtaufbau 2D (erfindungsgemäß)
[0203] Wie Schichtaufbau 2B, jedoch mit den im Schichtaufbau 2C verwendeten, schnell entwickelnden
Emulsionen.
[0204] Die Proben der Schichtaufbauten 2A bis 2D wurden belichtet und verarbeitet wie diejenigen
von Beispiel 1.
[0205] In Figur 2 sind die Abweichungen von Empfindlichkeit, Gradation (bei Farbdichte =
1,0 über Schleier) und Schleier bei Variation der Entwicklungsparameter gegenüber
denjenigen Werten, die bei typgemäßer Verarbeitung erhalten worden sind, dargestellt.
[0206] Im einzelnen zeigen die Diagramme von Figur 2 die Variationen der folgenden Entwicklungsparameter:
1a: Variation der Entwicklungszeit ± 30 sec.
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ± 2°C
1c: Variation des Entwickler-pH-Wertes ± 0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ± 20 %
1e: Variation des Kaliumbromidgehaltes im Entwick ler ± 0,5 g/l
[0207] Auch an den vier Schichtaufbauten 2A bis 2D wurden (wie bei Beispiel 1 angegeben)
die Kanteneffekte und die Interimage-Effekte bestimmt; die Ergebnisse sind in Tabelle
5 eingetragen.
Tabelle 5
Schicht-Aufbau |
Kanteneffekt bei Makrodichte = 1,0 (über Schleier) |
Interimageeffekt IIE (%) bei Makrodichte = 1,0 (über Schicht) |
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Blaugrün |
Purpur |
Blaugrün |
Purpur |
2A |
0,54 |
0,50 |
52 |
45 |
2B |
0,38 |
0,33 |
34 |
29 |
2C |
0,27 |
0,23 |
22 |
20 |
2D |
0,55 |
0,48 |
50 |
44 |
[0208] Die Schlußfolgerungen, die man aus den in der Tabelle aufgeführten Ergebnissen ziehen
kann, sind in Bezug auf Kanteneffekte und Interimage-Effekte analog zu denen aus Beispiel
1.