[0001] Die Erfindung betrifft einen Dosierspeicher gemäß Gattungsbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Bei den bekannten Lösungen dieser Art (US-PS 3 399 806) sind die Öffnungen als im
Bodenbereich vorgesehene Fenster in der Mantelwand eines Einsatzes gestaltet. Vorteilhaft
an diesen Lösungen ist, daß sie sich praktisch vollkommen entleeren. Je nachdem wie
der Speicherkörper schrägliegt, erfolgt das Auslaufen der Flüssigkeit jedoch meist
ähnlich dem Ausgießen aus einer Flasche. In genauer Überkopfstellung wird das gleichmäßige
Auslaufen stark durch die eintretende Luft gestört. Das Einlaufen von Wasser durch
dieselben Öffnungen, welches Wasser - wie gefunden wurde - einen günstigen Verdünnungs-
und Ausspüleffekt bringt, stört den gleichmäßigen Ausfluß noch stärker. Derselbe Störeffekt,
der beim Einlaufen von Wasser in die zylindrische, halsförmige Vertiefung und durch
die Fenster auftritt, liegt auch vor, wenn man diesen Dosierspeicher durch die Öffnungen
hindurch füllt, z.B. für eine Zweitbenutzung. Man hat bereits versucht, diese Nachteile
zu verbessern durch eine Unterteilung in Auslauf- und Einfüllöffnungen (DE-GM 85 09
898) wobei mindestens eine Einfüllöffnung und mehrere Auslaßöffnungen vorgesehen
sein sollen. Im speziellen wird dabei einerseits ein Dosierspeicherbehälter vorgeschlagen,
der eine Einfüllöffnung besitzt, die mit einem Deckel verschließbar ist, der die
Auslaßöffnungen aufweist. Diese Version hat den Nachteil, daß die Auslaßöffnungen
nicht vertieft liegen, also leicht von einem Wäschestück überspannt werden können,
was ebenfalls die Abgabe pro Zeit sehr verfälschen kann. Bei einer anderen Lösungsvariante
der zitierten Gebrauchsmusterschrift ist dieser Nachteil vermieden dadurch, daß ein
dem Speicherbehälter fest zugeordneter Einfülltrichter als zentralgerichtetes Rohr
vorgesehen ist, das im unteren Bereich die Einfüllöffnungen besitzt und innerhalb
der Trichterwand nahe des oberen Trichterrandes die Auslaßöffnungen aufweist. Bezüglich
dieser Version wurde durch umfangreiche Versuche gefunden, daß die Unterscheidung
zwischen Einfüllöffnung und Auslaßöffnungen auf einem Tatsachenirrtum beruht: Die
Wäschebehandlungsflüssigkeit läuft zunächst vordergründig aus den Einfüllöffnungen
aus, wenn der Dosierspeicher sich in die Wäsche eingebettet innerhalb der Waschmaschinentrommel
oder dergleichen umwälzt. Das führt angesichts der speziellen vorgesehenen Lösung
mit dem zentralgerichteten Trichterrohr sogar zu einer maximal verungleichmäßigten
Abgabe der Wäschebehandlungsflüssigkeit derart, daß am Anfang die pro Zeiteinheit
ausfließende Menge ein Vielfaches desjenigen beträgt, was aus dem Dosierspeicher noch
ausläuft, wenn in Überkopf-Stellung des Dosierspeichers der Flüssigkeitsspiegel des
Inhaltes das Niveau der Einfüllöffnungen unterschreitet. Auch tritt der Nachteil auf,
daß wiederum die Abgabe der Flüssigkeit ähnlich dem Ausgießen aus einem normalen Flaschenhals
erfolgt. Ferner ist das Einfüllen und Einlaufen von Flüssigkeit nicht optimal. Beim
Eingießen tritt leicht ein Verspritzen von Flüssigkeit auf. Für Einlaufen von Wasser
zwecks Ausspülens des Speichers liegen die Einfüllöffnungen zu zentral.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Dosierspeicher
so auszubilden, daß neben dem Vorteil einer möglichst gleichmäßigen Mengenabgabe in
verbesserter Flächenverteilung der Einlauf von Flüssigkeit optimiert ist, sei es zum
Eingießen der Wäschebehandlungsflüssigkeit und/oder Einlaufen von Wasser beim Arbeitsprozeß.
[0004] Erreicht izt dies durch die im Hauptanspruch angegebenen Erfindung. Die Unteransprüche
stellen vorteilhafte Weiterbildungen dar.
[0005] Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein Dosierspeicher zur Aufnahme und Abgabe einer
Wäschebehandlungsflüssigkeit in einer Waschmaschine oder dergleichen gegeben, bei
dem neben- einem günstigen Einfüllen /Einlaufen durch die Öffnungen auch eine zeitlich
gleichmäßige Abgabe stattfindet und zwar in günstiger Flächenverteilung. Die zentrale
Erhöhung vermeidet eine völlig freie geradlinige Verbindung zwischen den Öffnungen.
Sie vermeidet nicht nur das Verschließen der Öffnungen durch Wäschestücke sondern
begünstigt auch die Flüssigkeitverteilung bei der Umwälzbewegung während des Arbeitsablaufs.
Ohne Beeinträchtigung der Einfüllvorteile kann über die Bemaßung der Öffnungen sogar
noch gut die Abgabedosierung angepaßt werden. Die kuppelförmige Erhöhung begünstigt
auch das Einfüllen; die Erhöhung bewirkt durch Ablaufen der Flüssigkeit eine Verteilung
und fördert ein laminares, wirbelfreies Einlaufen. Durch die steil auslaufende Form
der Kuppel fließt die Flüssigkeit wirbelfrei von der Kuppel ab, so daß Öffnungen nach
außen nie gänzlich mit Produkt gefüllt sind und dort Luft austreten kann. Diese Fließbewegung
der Flüssigkeit zu den Löchern optimiert den Flüssigkeitsdurchtritt derart, daß insbesondere
keine Spritzer, Blasenbildung oder dergleichen auftreten. Auch ergibt sich der Vorteil,
daß die Gefahr einer Überfüllung außerordentlich gering ist. Man erkennt rechtzeitig,
daß sich der Flüssigkeitsspiegel jetzt der Höhe des Bodenbereiches nähert. Die kuppelförmige
Gestalt der Erhöhung dient der Vergleichmäßigung der Rollbewegung in der Waschmaschine
oder dergleichen, was auch zur Vergleichmäßigung der Abgabemenge beiträgt. Der in
der Kuppelhöhlung etwa zunächst verbleibende Rest stellt mit seinem Gewicht einen
Orientierungs parameter dar, um die optimale Speicherlage für den Restauslauf zu
begünstigen. Insgesamt bietet diese Form aber auch diejenige der optimalen Stabilität
des Speicherkörpers gegen Verformungen bei Belastungen durch die Wäschestücke bzw.
Fliehkraft; selbst aus relativ dünnem Kunststoffmaterial gefertigte Dosierspeicher
können aufgrund ihrer entsprechenden Gestalt relativ hohen Belastungen standhalten.
Dabei kann, wenn Rinne und Kuppel an einem gesonderten Deckelteil vorgesehen sind,
der übrige Behälterbereich sogar noch verformbar sein, sei es durch Druck in der
Hand oder sogar verformbar unter den Arbeitsbelastungen innerhalb der Waschmaschine
oder dergleichen. Die Tatsache, daß er Kuppelscheitel den Rinnenrand überragt, ist
abgabetechnisch günstig; dies vor allem für ein Abrollen.
[0006] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich anhand der nachstehenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, dargestellt in der Zeichnung: Es zeigen
Fig. 1 den Dosierspeicher in Ansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht hierzu,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Halbschnitt durch eine leicht veränderte Form des Deckels.
[0007] Der Dosierspeicher besitzt den Speicherbehälter 1. Dieser weist die Öffnungen 2 auf,
welche im Bodenbereich 3 einer querschnittsgleich durchlaufenden Ringrinne 4 angeordnet
sind. Die Ringrinne 4 erstreckt sich konzentrisch zu einer kuppelförmigen Erhöhung
5. Der Kuppelscheitel 5′ dieser kuppelförmigen Erhöhung überragt dabei den Rinnenscheitelrand
3′. Rinne und Kuppel sind an einem auf den Speicherkörper 1 aufgeklipsten Deckel
1′ vorgesehen. Zum Aufklipsen dienen die in Fig. 3 dargestellten astvorsprünge 6 am
Topf rand 7 des Deckels 1′ in Zusammenarbeit mit Gegenvorsprüngen 6′ an einer kragenförmig
umlaufenden Stufe 8 des Behälterteiles 1.
[0008] Der Dosierspeicherbehälter besitzt darüber hinaus die Maßmarkierungen 10.
[0009] Im Ausführungsbeispiel ist der Speicherbehälter 1 im wesentlichen als Kugel gestaltet.
Die Deckelaufsatzfuge 11 für das Teil 1′ sitzt dabei oberhalb des Kugelmittelpunktes
KM. Sie erstreckt sich in einer Sekantenebene zu dieser Kugel. Ebenfalls auf einer
solchen Sekantenebene liegt der Bodenbereich der Rinne.
[0010] Anzahl und Bemessung des Öffnungen 2 richten sich einerseitsnach der Konsistenz
der Wäschebehandlungsflüssigkeit z.B. Flüssigwaschmittel und andererseits im wesentlichen
nach der vorgesehenen Abgabemenge pro Zeit. Über die Größe der Rinne, insbesondere
deren Querschnitt können dann die Bedingungen für den Einfüllvorgang angepaßt werden,
oder man sieht vor, daß der Deckel zum Einfüllen abgenommen wird, was natürlich das
schnellste Einfüllen ermöglicht.
[0011] Bei der Lösung nach Fig. 4 ist der Deckel 1′ mit einem Rinnenscheitelrand 3a ausgestattet,
der in relativ großer, fast gleichförmiger - dem lichten Maß der Rinne 4 vergleichbarer
- Krümmung von der Mantelfläche des Speichers durchläuft bis in den mit den Öffnungen
2 ausgestatteten Bodenbereich. Dies bringt mit dem Übergangsbereich U selbst dann
noch ein gutes Abrollen, wenn der Kuppelscheitel 5˝ den Scheitelrand 3a nicht überragt.
Das bringt andererseits auch wieder vergrößerte Weglaufflächen für die Wäschebehandlungsflüssigkeit
nach deren Durchtritt durch die Öffnungen 2. Diese erstrekken sich an der Rinnenaußenseite
bis auf ein höheres Niveau N als auf der dem Kuppelscheitel 5′, 5˝ zugekehrten Innenseite.
Aufgesetzt sein kann der Deckel mit dem stabilisierenden Kragen 12.
[0012] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. Dosierspeicher zur Aufnahme und Abgabe einer Wäschebehandlungsflüssigkeit in einer
Waschmaschine oder dergleichen, mit im Bodenbereich einer Vertiefung des Speicherbehälters
liegenden Öffnungen zum Einfüllen/Ausfließen der Wäschebehandlungsflüssigkeit, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vertiefung als eine sich um eine Erhöhung (5) erstreckende
Rinne (3) gestaltet ist.
2. Dosierspeicher insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhung
kuppelförmig gestaltet ist.
3. Dosierspeicher insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne (3) als querschnittsgleich durchlaufende Ringrinne
gestaltet ist.
4. Dosierspeicher insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne (3) auf einer Sekantenebene des ansonsten im
wesentlichen kugelförmig gestalteten Speicherbehälters (1) liegt.
5. Dosierspeicher insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kuppelscheitel (5′) den Rinnenscheitelrand (3′) überragt.
6. Dosierspeicher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Rinne (3) und kuppelförmige Erhöhung (5) an einem auf den Speicherbehälter
(1) aufgeklipsten Deckel (1′) vorgesehen sind.
7. Dosierspeicher insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel stufenlos an die Kugelmantelfläche anschließt.
8. Dosierspeicher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Deckelaufsatzfuge (11) oberhalb des Kugelmittelpunktes liegt.
9. Dosierspeicher, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rinnenquerschnitt etwa gleich/kleiner ist als der
Querschnitt des außenseitig der Rinne (4) liegenden, den Scheitelrand (3a) bildenden
Übergangsabschnitts (U) in die Speicherbehälter-Mantelwand.
10. Dosierspeicher, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamt-Fläche aller Öffnungen (2) etwa gleichgroß
ist wie diejenige der kuppelförmigen Erhöhung (Öffnungen ca. 25cm², Kuppel ca. 23cm²).
11. Dosierspeicher, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Randkante der Kuppelförmigen Erhöhung direkt am Öffnungsrand
liegt.
12. Dosierspeicher, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand jeder Öffnung (2) außen höher liegt (Niveau N)
als innen, wo die kuppelförmige Erhöhung ansetzt.