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(11) |
EP 0 329 614 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.12.1992 Patentblatt 1992/50 |
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Anmeldetag: 13.02.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D02H 1/00 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Bestücken des Spulengatters einer Wickelanlage
Method and device for loading the bobbin creel of a winding machine
Procédé et dispositif pour garnir le cantre d'un enrouleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
17.02.1988 IT 933188
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.08.1989 Patentblatt 1989/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Benninger AG |
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CH-9240 Uzwil (CH) |
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Erfinder: |
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- Gironi, Fabrizio
Prato (Florenz) (IT)
- Iten, Jakob
CH-9242 Oberuzwil (CH)
- Koslowski, Gerhard
CH-9240 Uzwil (CH)
- Probst, Willy
CH-9202 Gossau (CH)
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Vertreter: Wenger, René et al |
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Hepp, Wenger & Ryffel AG
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 050 039 DE-A- 3 702 379
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DE-A- 3 332 899
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestücken des Spulengatters
einer Wickelanlage, insbesondere einer Schäranlage, das eine Mehrzahl von Aufsteckvorrichtung
aufweist, auf welche Spulen unterschiedlicher Gattung aufzustecken bzw. aufsteckbar
sind.
[0002] Bei einem Fadenverband, der aus Fäden gleicher Gattung besteht, bietet das Aufstecken
der Fadenspulen auf die Aufsteckvorrichtungen am Spulengatter keine Probleme. Ein
derartiges Verfahren ist aus der DE-A-3 702 379 bekannt. Schwierigkeiten entstehen
erst dort, wo ein Fadenverband Fäden unterschiedlicher Farbe und/oder Qualität aufweist,
so dass die Fadenspulen unterschiedlicher Gattung am Spulengatter in einem ganz bestimmten
Aufsteckmuster aufgesteckt werden müssen. Dieser Bestückungsvorgang erfordert vom
Personal eine hohe Aufmerksamkeit und einen relativ grossen Zeitaufwand. Es ist daher
eine Aufgabe der Erfindung, das Bestücken des Spulengatters entweder für das Personal
wesentlich zu vereinfachen, so dass Fehlbestückungen praktisch ausgeschlossen sind,
oder aber den Bestückungsvorgang vollständig zu automatisieren. Diese Aufgabe wird
erfindungsgemäss mit einem Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 bzw. mit einer
Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 6 gelöst.
[0003] Die Steuervorrichtung übernimmt dabei praktisch die bisher vom Personal vorzunehmende
Errechnung des gesamten Aufsteckmusters bzw. der Aufsteckmuster der einzelnen Spulengattungen.
Unter Aufsteckmuster ist dabei die Reihenfolge zu verstehen, in welcher die Spulen
am Gatter aufzustecken sind. Die sequentielle Abrufbarkeit der einzelnen Aufsteckmuster
einer Gattung ermöglicht es auf besonders einfache Weise, die einzelnen Aufsteckvorrichtungen,
welche jeweils bestückt werden müssen, zu identifizieren. Die Bestückung kann dabei
manuell oder automatisch über einen Bestückungsautomaten erfolgen. Dabei können für
den gleichen Fadenverband alternativ ohne weiteres verschiedene Aufsteckmuster gebildet
werden, so dass z.B. an der Schärmaschine ein gerader, ein gesprungener oder ein doppelt
gesprungener Einzug möglich ist. Der Ausgangsort für die Bestückung am Spulengatter
ist sekundär, was vor allem bei der manuellen Bestückung sehr vorteilhaft ist.
[0004] Besonders vorteilhaft ist jede einzelne Aufsteckvorrichtung mit einer optischen Anzeige
wie z.B. mit einem LED versehen. Derartige Anzeigen erfordern wenig Platz, sind relativ
wartungsarm und leicht ansteuerbar. So können z.B. die optischen Anzeigen einer Spulenreihe
am Spulengatter gemeinsam über einen Multiplexer ansteuerbar sein. Auch andere optische
Anzeigen, wie z.B. bewegliche Signalfähnchen usw. wären denkbar.
[0005] Zur Kontrolle des Bestückungsvorgangs kann jeder optischen Anzeige ein Quittierschalter
zum manuellen Quittieren der erfolgten Bestückung der Aufsteckvorrichtung zugeordnet
sein. Alternativ könnte aber auch jede Aufsteckvorrichtung eine Sensorvorrichtung
für die Daseinskontrolle einer Spule aufweisen. Die Steuervorrichtung kann dabei derart
programmiert sein, dass eine nächste Signalsequenz für das Aufsteckmuster einer anderen
Spulengattung erst abrufbar ist, wenn vorher alle Aufsteckvorrichtungen eines vorhergehenden
Aufsteckmusters bestückt wurden bzw. wenn deren Bestückung manuell quittiert wurde.
[0006] Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1 Die stark vereinfachte Seitenansicht einer Schäranlage,
Figur 2 die senkrechte Spulenreihe der Ebene A-A gemäss Figur 1,
Figur 3 das Elektroschema der Spulenreihen A und B gemäss Figur 1,
Figuren 4a bis 4c verschiedene Aufsteckmuster für den gleichen Fadenverband,
Figur 5 ein Spulengatter in Draufsicht,
Figur 6 ein Spulenwagengatter in Draufsicht,
Figur 7 eine Spulenwagenbestückungsstation,
Figur 8 eine Spulenwagenbestückungsstation mit Roboterbestückung, und
Figur 9 eine Spulenwagenbestückungsstation mit Lichtstrahlführung.
[0007] Gemäss Figur 1 besteht eine Schäranlage 1 aus der Schärmaschine 2 und dem Spulengatter
3. Die Spulen 4 sind auf dem Spulengatter 3 aufgesteckt und die abgezogenen Fäden
5 passieren dabei je eine Fadenbremse 6 zur Aufrechterhaltung einer vorbestimmten,
gleichmässigen Fadenspannung, sowie je einen Fadenwächter 7 zur Daseinskontrolle der
Fäden.
[0008] Anschliessend gelangen die Fäden 5 in den Bereich der Schärmaschine 2, wo sie zunächst
ein Kreuzriet 8 passieren, in dem die Fäden 5 ihre korrekte Reihenfolge erhalten.
Anschliessend werden die Fäden dem Schärriet 9 zugeführt, in dem sie zusammengeführt
und als Fadenverband 10 über eine Umlenkwalze 11 als Band 12 in bekannter Art und
Weise auf die Schärtrommel 13 der Schärmaschine 2 aufgewickelt werden. Die Musterung
bzw. der Rapport des Fadenverbandes bestimmt weitgehend die zweckmässige Anordnung
der einzelnen Fadenspulen unterschiedlicher Gattung auf den Aufsteckvorrichtungen
14 des Spulengatters. Zur Identifizierung der Aufsteckmuster der einzelnen Spulengattungen
sind die Aufsteckvorrichtungen 14 mit Signalelementen 17 versehen, die z.B. aus LED's
bestehen.
[0009] In Figur 2 ist eine senkrechte Spulenreihe 15 dargestellt, die aus einem Spulentragrohr
16 mit den Aufsteckvorrichtungen 14 besteht. Die Spulen 4 werden auf die Aufsteckvorrichtungen
14 aufgesteckt. Jede Aufsteckvorrichtung bzw. jedes Signalelement 17 ist ausserdem
noch mit einer Quittiertaste 18 versehen, an der das Aufstecken einer Spule quittiert
werden kann.
[0010] Alle Signalelemente 17 und Quittiertasten 18 einer senkrechten Spulenreihe 15 sind
gemäss Figur 3 in einem Multiplexer 19 zusammengefasst. Alle Multiplexer 19 des Spulengatters
3 sind über eine Verbindungsleitung 20 mit der Steuervorrichtung 21 verbunden. Die
Steuervorrichtung 21 ist beispielsweise ein Rechner mit einer Eingabestation 22 und
mit einem Bildschirm 23.
[0011] Für die nachstehende Erläuterung des Aufsteckvorgangs wird angenommen, dass das Spulengatter
3 in senkrechte Gatterreihen A bis F und in Etagen 1 bis 8 unterteilt ist. Ausgehend
vom Rapport des gewünschten Fadenverbandes soll z.B. folgende Spulenfolge aufgesteckt
werden:
8 Spulen weiss
2 Spulen gelb
2 Spulen grün
und dieser Rapport z.B. 4 Mal. Dies würde bedeuten, dass die Aufsteckvorrichtungen
14 wie folgt zu bestücken sind:
A1 bis A8 mit weissen Spulen
B1 und B2 mit gelben Spulen
B3 und B4 mit grünen Spulen
B5 bis B8 mit weissen Spulen
C1 bis C4 mit weissen Spulen
C5 und C6 mit gelben Spulen
C7 und C8 mit grünen Spulen
D1 bis D8 mit weissen Spulen
E1 und E2 mit gelben Spulen
E3 und E4 mit grünen Spulen usw.
[0012] Dieser gewünschte Rapport wird über die Eingabestation 22 in die Steuervorrichtung
21 eingegeben und auf dem Bildschirm 23 dargestellt. Denkbar ist auch, dass der Rechner
diesen Rapport aufgrund eines Rechenprogramms und aufgrund eingegebener Schärdaten
selbst bestimmt und in entsprechende Ausgangssignale umsetzt. Diese Ausgangssignale
können nun sequentiell abgerufen werden und gelangen über die Verbindungsleitung 20
zu den Spulenreihen A bis F, wo sie über die Multiplexer 19 die entsprechenden Signalelemente
17 aktivieren.
[0013] Zum Aufstecken der weissen Spulen sind zunächst folgende Signalelemente aktiviert:
A1 bis A8, B5 bis B8, C1 bis C4, D1 bis D8, E5 bis E8 und F1 bis F4. Die entsprechenden
LED's leuchten auf und die Bedienungsperson beginnt nun, die entsprechend identifizierten
Aufsteckvorrichtungen mit weissen Spulen zu bestücken. Es spielt dabei keine Rolle,
ob der Bestückungsvorgang oben, unten, links oder rechts begonnen wird. Damit die
Bedienungsperson weiss, in welcher Signalsequenz sie sich gerade befindet, kann die
Steuervorrichtung 21 über die Verbindungsleitung 24 eine Anzeigetafel 25 aktivieren
in der z.B. die Schrift "weisse Spulen" aufleuchtet. Die Anzeigetafel kann z.B. eine
LED Anzeige aber auch eine andere bekannte Einrichtung zum Anzeigen einer Information
sein.
[0014] Nach dem Bestücken jeder einzelnen Aufsteckvorrichtung 14 wird die zugeordnete Quittiertaste
18 gedrückt, so dass das zugeordnete Signalelement 17 erlischt. Gleichzeitig wird
die Quittierung auch der Steuervorrichtung bzw. dem Rechner 21 mitgeteilt. Erst wenn
die letzte weisse Spule aufgesteckt ist und deren Quittiertaste 18 gedrückt wurde,
gibt die Steuervorrichtung 21 die nächste Signalsequenz zum Anzeigen des Aufsteckmusters
für die gelben Spulen frei. Dabei leuchten die Signalelemente 17 folgender Aufsteckvorrichtungen
auf: B1 und B2, C5 und C6, E1 und E2, F5 und F6. Gleichzeitig erscheint auf der Anzeigetafel
25 die Arbeitsanweisung "gelbe Spulen". Ist auch dieser Arbeitsschritt beendet, erfolgt
der gleiche Vorgang noch für die grünen Spulen.
[0015] Wie aus den Figuren 1 bis 3 ersichtlich ist, sind die grünen Spulen B3 und B4, C7
und C8, E3 und E4, F7 und F8 noch nicht aufgesteckt und die Signalelemente 17 für
das Aufsteckmuster der Spulengattung grün leuchten. Auf der Anzeigetafel 25 steht
"grüne Spulen". Sobald die letzte grüne Spule aufgesteckt ist und alle grünen Spulen
quittiert worden sind, erscheint auf der Anzeigetafel z.B. der Hinweis "Aufsteckvorgang
beendet". Jetzt gibt der Rechner 21 die Schärmaschine frei für die Durchführung des
Wickelvorgangs.
[0016] Nicht für jeden Arbeitsprozess bzw. nicht für jeden Rapport kann das gleiche Aufsteckmuster
gewählt werden. So ist es speziell zur Erleichterung eines nachfolgenden Schlichtevorgangs
erforderlich, eine bessere Fadentrennung am Fadenverband vorzunehmen, was auch ein
anderes Aufsteckmuster erfordert. Der Fadeneinzug erfolgt daher nicht immer nur gerade,
wie in Figur 1 dargestellt, sondern auch gesprungen oder doppelt gesprungen. Diese
unterschiedlichen Aufsteckmuster sind in den Figuren 4a bis 4c dargestellt, wobei
4a einen geraden Einzug, 4b einen gesprungenen Einzug und Figur 4c einen doppelt gesprungenen
Einzug darstellt. Mit dem doppelt gesprungenen Einzug können ideale Resultate beim
Schlichtevorgang erzielt werden. Seine Anwendung erfordert aber nach konventionellen
Aufsteckmethoden auch eine hohe Aufmerksamkeit und Sorgfalt der Bedienungsperson.
[0017] Die Eingabestation 22 bzw. die Steuervorrichtung 21 ist mit einem Wahlschalter 26
für die Einzugsart versehen, an dem wahlweise die gewünschte Einzugsart gerade, gesprungen
oder doppelt gesprungen eingestellt werden kann. Entsprechend der gewählten Betriebsart
werden die Signalelemente 17 in einem unterschiedlichen Aufsteckmuster aktiviert.
[0018] Wie aus der Draufsicht gemäss Figur 5 ersichtlich ist, ist das Spulengatter beidseitig
bestückt. An den Spulentragrohren 16 sind auf beiden Seiten Aufsteckvorrichtungen
14 angeordnet, auf welche Spulen 4 aufgesteckt werden können. Dabei wird z.B. die
Spulenreihe A bis F um eine weitere Spulenreihe G bis M erweitert. Ersichtlicherweise
ist dabei das Aufsteckmuster auf der linken Seite 28 nicht identisch mit demjenigen
auf der rechten Seite 29. Die Signalelemente 17 bzw. die Anzeigetafel 25 geben jedoch
der Bedienungsperson das richtige Aufsteckmuster vor, jenachdem, ob auf der Seite
28 oder auf der Seite 29 mit der Spulenreihe A begonnen wird.
[0019] Neben den Spulengattern mit fest integrierten Spulentragrohren werden heute in vermehrtem
Masse Spulengatter mit Spulenwagen 30 verwendet, wie dies z.B. in Figur 6 dargestellt
ist. Der Vorteil der Spulenwagen liegt darin, dass bereits während eines Wickelvorgangs
die Reservewagen für eine neue Partie bestückt werden können. In Figur 6 ist ein Spulengatterwagen
31 bestehend aus den einzelnen Spulenwagen 30a, 30b und 30c dargestellt. Die erfindungsgemässe
Identifizierung eines bestimmten Aufsteckmusters kann bei den Spulengatterwagen absolut
identisch erfolgen wie bei den fest installierten Spulengattern. Allenfalls sind bestimmte
Steckkontakte für Steuerverbindungsleitungen herzustellen. Ausserhalb des Spulenwagengatters
31 stehen die Reservespulenwagen 32a, 32b und 32c an einer Bestückungsstation (Fig.
7). Im vorliegenden Beispiel wird angenommen, dass der Reservespulenwagen 32a bereits
mit vollen Spulen beladen wurde und als Spulenwagen Nr. 1 zum späteren Einschieben
in das Spulenwagengatter 31 bereitgestellt ist.
[0020] Anders verhält es sich mit dem zweiten Spulengatterwagen 32b, der auf der Bestückungsstation
33 über eine Verbindungsleitung 34 mit dem Rechner 21 der Schärmaschine 2 in Verbindung
steht. Auf der Anzeigetafel 25 können ebenfalls die entsprechenden Hinweise gegeben
werden, wobei hier zusätzlich noch die Benennung der Reservespulenwagen erforderlich
ist. Der Reservespulenwagen 32c ist noch nicht auf der Bestückungsstation 33 und weist
noch keine Spulen auf.
[0021] In Figur 8 ist eine Bestückungsstation dargestellt, bei der die Bestückung nicht
manuell, sondern mit einem Bestückungsautomaten bzw. mit einem Roboter 35 vorgenommen
wird. Dieser empfängt seine Befehle über die Verbindungsleitung 34 ebenfalls vom Rechner
21 der Schärmaschine. Die Signalelemente 17 und die Quittiertasten 18 können bei einer
Roboterausrüstung völlig wegfallen. Dem Roboter 35 wird ein Palett 36 mit der entsprechenden
Spulenfarbe vorgelegt, wobei zur Anweisung der Bedienungsperson ebenfalls auf einer
Anzeigetafel 25 die entsprechende Spulenfarbe angezeigt werden kann. Die schwere Arbeit
des Spulenaufsteckens fällt so ganz dahin, so dass die Bedienungsperson sich in der
Zwischenzeit anderen Arbeiten zuwenden kann.
[0022] In Figur 9 ist eine weitere Möglichkeit für die Identifikation einzelner Aufsteckmuster
dargestellt, ohne dass dabei jeder Aufsteckvorrichtung ein Signalelement 17 zugeordnet
werden muss. Zu diesem Zweck ist auf beiden Seiten der Bestückungsstation eine Positioniereinheit
38 angeordnet, die mit einer beweglichen Lichtquelle 37 versehen ist. Die Positioniereinheit
empfängt über die Verbindungsleitung 34 Signale vom Rechner 21 und steuert die Lichtquelle
37 derart, dass ihr Lichtstrahl 39 auf eine bestimmte Aufsteckvorrichtung 40 fällt,
die mit einer bestimmten Spulengattung bestückt werden muss. Die Anzeige erfolgt wiederum
in Kombination mit einer Arbeitsanweisung auf der Anzeigetafel 25.
[0023] Ersichtlicherweise sind zur Identifizierung einzelner Aufsteckmuster ganz unterschiedliche
Mittel einsetzbar. Um den Automatisierungsgrad zu erhöhen könnten z.B. auch die Quittiertasten
durch automatische Sensorvorrichtungen ersetzt werden bei denen die Quittierung des
Aufsteckvorgangs automatisch erfolgt. Denkbar wäre z.B. eine Sensorvorrichtung welche
auf das Gewicht der vollen Spule anspricht. Auch eine elektromagnetische, optische
oder mechanische Abtastung wäre denkbar.
[0024] Selbstverständlich könnten mit einer Steuervorrichtung mehrere Spulengatter, bzw.
Bestückungsstationen gleichzeitig angesteuert werden. Die Steuervorrichtung, bzw.
der Rechner kann ausserdem noch für weitere Kontroll- und Steuerfunktionen eingesetzt
werden, die nicht unmittelbar mit der Bestückung zusammenhängen, so z.B. die Kontrolle
der Fadenwächter usw.
[0025] Die erfindungsgemässe Identifikation der Aufsteckvorrichtungen ist auch in all den
Sonderfällen besonders vorteilhaft, wo z.B. der Rapport die grösstmögliche Spulenzahl
am Gatter übersteigt. Die fehlenden Spulen müssen beim nächsten Band gesteckt werden,
wobei die Steuervorrichtung diese Sonderbestückung aufgrund der Schärdaten automatisch
errechnet und anzeigt. Das gleiche gilt auch für den Fall, dass an den Aussenseiten
einer Webkette spezielle Fadenqualitäten gesteckt werden müssen.
[0026] Auch bei Zwei- oder Mehrgattersystemen mit Wagengattern kann die Steuervorrichtung
bzw. der Rechner derart programmiert werden, dass durch die identifizierten Aufsteckmuster
stets optimale Verfahrensabläufe gewährleistet sind. Anstelle der separat neben den
Aufsteckvorrichtungen angeordneten optischen Anzeigen könnten diese z.B. auch direkt
in die Aufsteckspindeln integriert sein.
1. Verfahren zum Bestücken des Spulengatters (3) einer Wickelanlage, insbesondere einer
Schäranlage, das eine Mehrzahl von Aufsteckvorrichtungen (14) aufweist, auf welche
Spulen (4) unterschiedlicher Gattung aufzustecken sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass ausgehend vom gewünschten Rapport an dem zu wickelnden Fadenverband (10) ein
Aufsteckmuster für die Anordnung der Spulen am Spulengatter bestimmt wird,
- dass das Aufsteckmuster in einer Steuervorrichtung (21) gespeichert wird,
- dass mit der Steuervorrichtungen Ausgangssignale gebildet werden, mit denen die
Aufsteckmuster der Spulen gleicher Gattung sequentiell identifizierbar sind,
- und dass während einer Signalsequenz das Spulengatter jeweils mit allen Spulen gleicher
Gattung bestückt wird,
- bis alle Signalsequenzen abgelaufen sind und alle unterschiedlichen Gattungen im
gewünschten Aufsteckmuster angeordnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Ausgangssignalen optische
Anzeigevorrichtungen aktiviert werden, mit denen die Aufsteckmuster für ein manuelles
Aufstecken der Spulen identifizierbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Aufsteckvorrichtung
(14) eine Daseinskontrolle der Spulen stattfindet und dass eine weitere Signalsequenz
erst auslösbar ist, wenn alle Spulen einer Gattung in dem dieser Gattung spezifischen
Aufsteckmuster aufgesteckt worden sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Ausgangssignalen ein
Aufsteckautomat zum automatischen Aufstecken der Spulen angesteuert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für den gleichen
Rapport am Fadenverband mit der Steuervorrichtung wahlweise Ausgangssignale für verschiedene
Aufsteckmuster gebildet werden können.
6. Vorrichtung zum Bestücken des Spulengatters (3) einer Wickelanlage, insbesondere einer
Schäranlage, das eine Mehrzahl von Aufsteckvorrichtung (14) aufweist, auf welche Spulen
(4) unterschiedlicher Gattung aufsteckbar sind, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung
(21) zum Speichern eines Aufsteckmusters am Spulengatter (3), wobei mittels der Steuervorrichtung
Ausgangssignale für jedes einzelne Aufsteckmuster einer bestimmten Gattung produzierbar
und sequentiell abrufbar sind, sowie durch Mittel zum Identifizieren der Aufsteckvorrichtungen
des Aufsteckmusters einer Spulengattung, die mit der Steuervorrichtung ansteuerbar
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus einer, jeder
Aufsteckvorrichtung zugeordneten optischen Anzeige bestehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Anzeigen LED
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Anzeigen
einer Spulenreihe am Spulengatter gemeinsam über einen Multiplexer ansteuerbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder optischen
Anzeige ein Quittierschalter zum manuellen Quittieren der erfolgten Bestückung der
Aufsteckvorrichtung zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufsteckvorrichtung
eine Sensorvorrichtung zur Daseinskontrolle einer Spule aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Quittierschalter
bzw. die Sensorvorrichtungen derart mit der Steuervorrichtung verbunden sind, dass
eine nächste Signalsequenz erst auslösbar ist, wenn alle angezeigten Aufsteckvorrichtungen
eines Aufsteckmusters mit Spulen bestückt sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus einem Aufsteckautomaten
zum automatischen Bestücken der Aufsteckvorrichtungen bestehen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus einer Positioniereinheit
mit einer im Abstand zum Spulengatter angeordneten Lichtquelle zum Identifizieren
der Aufsteckvorrichtungen durch einen Lichtstrahl bestehen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
einen Rechner aufweist, mit dem die Aufsteckmuster aufgrund eingegebener Wickeldaten
errechenbar sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
mit einer Anzeigentafel verbunden ist, auf der die jeweils aktivierte Signalsequenz
anzeigbar ist.
1. A method of loading the bobbin creel (3) of a winding installation, in particular
a warping installation, which has a plurality of mounting devices (14) on to which
bobbins (4) of different kinds ate to be fitted, characterised in that
- a fitting pattern for the arrangement of the bobbins at the bobbin creel is determined
on the basis of the desired repeat at the yarn array (10) to be wound,
- the fitting pattern is stored in a control means (21),
- the control means forms output signals with which the fitting patterns in respect
of the bobbins of the same kind can be sequentially identified, and
- during a respective signal sequence the bobbin creel is loaded with all bobbins
of the same kind
- until all signal sequences have taken place and all different kinds are arranged
in the desired fitting pattern.
2. A method as set forth in claim 1 characterised in that the output signals activate
optical display means with which the fitting patterns for manual loading of the bobbins
can be identified.
3. A method as set forth in claim 1 or claim 2 characterised in that monitoring in respect
of the presence of the bobbins is effected at each mounting device (14) and that a
further signal sequence can be triggered off only when all bobbins of a kind have
been fitted in position in the fitting pattern specific to that kind.
4. A method as set forth in claim 1 characterised in that the output signals actuate
an automatic fitting apparatus for automatically fitting the bobbins in position.
5. A method as set forth in one of claims 1 through 4 characterised in that output signals
for different fitting patterns can be selectivity formed for the same repeat at the
yarn array with the control means.
6. Apparatus for loading the bobbin creel (3) of a winding installation, in particular
warping installation, which has a plurality of mounting devices (14) on to which bobbins
(4) of different kinds can be fitted, characterised by a control means (21) for storage
of a fitting pattern at the bobbin creel (3), wherein output signals for each individual
fitting pattern of a given kind can be produced and sequentially called up by means
of the storage kinds, and by means for identifying the mounting devices of the fitting
pattern of a kind of bobbin, which ate actuable by the control means.
7. Apparatus as set forth in claim 6 characterised in that the means comprise an optical
display associated with each mounting device.
8. Apparatus as set forth in claim 7 characterised in that the optical displays are LED.
9. Apparatus as set forth in claim 7 or claim 8 characterised in that the optical displays
of a bobbin row on the bobbin creel ate jointly actuable by way of the multiplexer.
10. Apparatus as set forth in one of claims 7 through 9 characterised in that associated
with each optical display is an acknowledgement switch for manual acknowledgement
that the mounting device has been loaded.
11. Apparatus as set forth in one of claim 7 through 9 characterised in that each mounting
device has a sensor means for monitoring for the presence of a bobbin.
12. Apparatus as set forth in claim 10 or claim 11 characterised in that the acknowledgement
switches or the sensor means ate connected to the control means in such a way that
a subsequent signal sequence can be triggered off only when all displayed mounting
devices of a fitting pattern ate loaded with bobbins.
13. Apparatus as set forth in claim 6 characterised in that the means comprise an automatic
fitting apparatus for automatically loading the mounting devices.
14. Apparatus as set forth in claim 6 characterised in that the means comprise a positioning
unit with a light source arranged at a spacing relative to the bobbin creel for identification
of the mounting devices by a light beam.
15. Apparatus as set forth in one of claim 6 through 14 characterised in that the control
means has a computer with which the fitting patterns can be computed on the basis
of inputted winding data.
16. Apparatus as set forth in one of claims 6 through 15 characterised in that the control
means is connected to a display panel on which the respectively activated signal sequence
can be displayed.
1. Procédé pour le garnissage du cantre (3) d'un enrouleur, en particulier d'une installation
d'ourdissage, qui présente une pluralité de dispositifs de broche (14) sur lesquels
des bobines (4) de différentes sortes doivent être montées, caractérisé en ce que
:
- à partir du rapport de dessin souhaité sur l'ensemble de fils (10) à enrouler, un
modèle de montage est déterminé pour la disposition des bobines sur le cantre,
- le modèle de montage est mémorisé dans un dispositif de commande (21),
- des signaux de sortie sont émis par le dispositif de commande, grâce auxquels les
modèles de montage des bobines d'une même sorte sont identifiables séquentiellement,
- et en ce que, pendant une séquence de signaux, le cantre est chaque fois garni de
toutes les bobines d'une même sorte,
- jusqu'à ce que toutes les séquences de signaux se soient déroulées et que toutes
les sortes différentes soient placées dans le modèle de montage souhaité.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des dispositifs indicateurs
optiques sont activés par les signaux de sortie et qu'ils permettent l'identification
du modèle de montage pour une mise en place manuelle des bobines.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'a lieu un contrôle de
présence des bobines à chaque dispositif de broche (14) et en ce qu'une autre séquence
de signaux ne peut être déclenchée que lorsque toutes les bobines d'une sorte ont
été mises en place dans le modèle de montage spécifique à cette sorte.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une machine automatique de
mise ne place est commandée par les signaux de sortie pour mettre en place les bobines
automatiquement.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour
le même rapport de dessin sur l'ensemble de fils, des signaux de sortie peuvent être
formés à volonté par le dispositif de commande pour des modèles de montage différents.
6. Dispositif pour le garnissage du cantre (3) d'un enrouleur, en particulier d'une installation
d'ourdissage, qui présente une pluralité de dispositifs de broche (14) sur lesquels
des bobines (4) de différentes sortes doivent être montées, caractérisé par un dispositif
de commande (21) pour mémoriser un modèle de montage sur le cantre (3), des signaux
de sortie pouvant être émis, et appelés séquentiellement, par le dispositif de commande
pour chaque modèle de montage. individuel d'une sorte déterminée, ainsi que par des
moyens pour identifier les dispositifs de broche du modèle de. montage d'une sorte
de bobines, qui peuvent être commandés par le dispositif de commande.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les moyens consistent en
un indicateur optique adjoint à chaque dispositif de broche.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les indicateurs optiques
sont des diodes électroluminescentes.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les indicateurs optiques
d'une rangée de bobines sur le cantre peuvent être commandés en commun par l'intermédiaire
d'un multiplexeur.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'il
est adjoint à chaque indicateur optique un commutateur d'accusé de réception pour
confirmer manuellement le garnissage effectué du dispositif de broche.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que
chaque dispositif de broche présente un dispositif détecteur pour le contrôle de la
présence d'une bobine.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les commutateurs
d'accusé de réception ou les dispositifs détecteurs sont reliés au dispositif de commande
de telle manière qu'une séquence de signaux suivante ne peut être déclenchée que lorsque
tous les dispositifs de broche indiqués d'un modèle de montage on été garnis de bobine.
13. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les moyens consistent en
une machine de mise en place automatique pour le garnissage automatique des dispositifs
de broche.
14. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les moyens consistent en
une unité de positionnement avec une source optique disposée à distance du cantre
pour identifier les dispositifs de broche au moyen d'un rayon lumineux.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 14, caractérisé en ce que
le dispositif de commande comporte un ordinateur, par lequel les modèles de montage
peuvent être calculés sur la base de données d'enroulement introduites.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 15, caractérisé en ce que
le dispositif de commande est relié à un afficheur sur lequel la séquence de signaux
chaque fois en fonction peut être présentée.