| (19) |
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(11) |
EP 0 330 671 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.1993 Patentblatt 1993/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.12.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E04C 2/16 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8700/575 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8804/347 (16.06.1988 Gazette 1988/13) |
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| (54) |
NATURFASERN ENTHALTENDE WÄRMEDÄMMPLATTE SOWIE VERFAHREN UND VORRICHTUNG FÜR IHRE HERSTELLUNG
INSULATING BOARD CONTAINING NATURAL FIBRES, PROCESS AND DEVICE FOR ITS PRODUCTION
PANNEAU CALORIFUGE CONTENANT DES FIBRES NATURELLES, AINSI QUE PROCEDE ET DISPOSITIF
POUR SA FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.12.1986 DE 3641464
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.09.1989 Patentblatt 1989/36 |
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Patentinhaber: |
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- WELTEKE, Uwe
D-34130 Kassel (DE)
- SZYPURA, Claus R.
D-34131 Kassel (DE)
- WELTEKE, Reinhard
D-34130 Kassel (DE)
- ERB, Gottfried
D-35410 Hungen (DE)
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Erfinder: |
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- WELTEKE, Uwe
D-34130 Kassel (DE)
- SZYPURA, Claus R.
D-34131 Kassel (DE)
- WELTEKE, Reinhard
D-34130 Kassel (DE)
- ERB, Gottfried
D-35410 Hungen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grussdorf, Jürgen, Dr. et al |
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Patentanwälte Zellentin & Partner
Rubensstrasse 30 67061 Ludwigshafen 67061 Ludwigshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 545 001
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US-A- 3 741 863
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung besteht in einer Wärmedämmplatte aus vermahlenem Papier
in einer Mischung mit Naturfasern wie Jute oder dergleichen.
[0002] Eine gattungsgleiche Wärmedämmplatte ist z.B. in der Patentanmeldung DE-A-35 45 001
beschrieben. Danach wird Papier durch Vermahlen in die einzelnen Cellulosefasern aufgetrennt
bis ein wolliger Zustand erreicht ist und mit pflanzlichen oder tierischen Fasern
einer Länge von 2-10 cm gemischt. Die Verbindung der Fasern wird durch Leim, dem auch
feuerhemmende oder fäulnisverhindernde Stoffe zugesetzt sind, bewirkt, indem man die
Mischung in einer Form preßt und mit Heißdampf und anschließendem Trocknen verfestigt.
[0003] Derartige Wärmedämmplatten weisen höchstens unwesentliche Anteile an synthetischen
Chemikalien auf, sie sind daher besonders umweltfreundlich und erfüllen moderne baubiologische
Erfordernisse. Ein wesentliches Problem bei der Herstellung solcher Platten sind die
bisher nicht vermeidbaren Inhomogenitäten im Endprodukt, die einmal die mechanische
Festigkeit beeinträchtigen, zum anderen aber auch eine Auflösung des Verbundes bei
Lagerung und Transport bewirken.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, derartige Wärmedammplatten
zu verbessern, insbesondere ihre mechanische Festigkeit zu erhöhen, die Fasern haltbarer
einzubinden und ein Verfahren sowie eine Vorrichtung hierfür zu schaffen, mit deren
Hilfe derartige Platten herstellbar sind.
[0005] Die erfindungsgemäße Wärmedämmplatte wird erhalten aus einer Mischung aus zerkleinertem
und mit fäulnishemmenden Zusätzen, wie vorzugsweise Boraten, vorbehandeltem Zeitungs-
oder ähnlichem, von Oberflächenbeschichtungen oder Füllstoffen freiem Papier sowie
natürlichen Fasern, und Leimen und/oder Reaktionshelfern, dadurch gekennzeichnet,
daß das zerkleinerte Papier in Flocken von 1-5 mm Kantenlänge vorliegt und die natürlichen
Fasern eine Länge von 5-100 mm aufweisen.
[0006] Es hat sich durch Versuche überraschenderweise herausgestellt, daß auf die Qualität
des Endproduktes die Kantenlänge und die Form des verwendeten Papiers entscheidenden
Einfluß ausübt.
[0007] Bei einer Zerkleinerung des Papiers auf eine Flocken- oder Plättchenform der obengenannten
Kantenlängen entstehen Produkte, die an ihren Kanten eine Vielzahl von Härchen aufweisen,
die sich beim Verdichten mit den Naturfasern besonders gut verkrallen und aus denen
durch Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit der Ligninbestandteil zur Verklebung mit
den Naturfasern besonders gut aktivierbar ist. Dabei stören die z.B. in oder auf Glanzdruckpapieren
vorhandenen Füllstoffe und Oberflächenbeschichtungen, so daß die verwendeten Papiersorten
frei davon sein müssen. Besonders gut hat sich Zeitungspapier (auch in bedruckter
Form) bewährt, z.B Qualität "E 12" im Rohstoffhandel.
[0008] Die notwendige Zerkleinerung auf Flocken- oder Plättchenform in der notwendigen Größe
ohne Auflösung in die einzelnen Cellulosefasern gelingt besonders gut in einer Hammermühle,
wobei der Staubanteil im gemahlenen Produkt besonders gering sein kann. Es hat sich
nämlich herausgestellt, daß Staubanteile die Festigkeit der Dämmplatte herabsetzen
und Materialverbrauch vermehren.
[0009] Die zu verwendenden Naturfasern sind hinsichtlich ihrer Beschaffenheit weitgehend
unkritisch, es kommen insbesonders Jute, Sisal, Baumwolle, Kokos, Flachs, solche aus
Recycling- oder Abfallmaterial aus Spinnereien oder aufbereitetes Material aus Stroh
oder Holz oder tierische Haare, wie vorzugsweise Wolle infrage, vorzugsweise einer
Länge von 5 - 100 mm. Als Leime und Reaktionshelfer werden vorzugsweise Balsamharze,
wie Kolophonium, Stärke- oder Ligninkleber, Kautschuk oder auch Traßzement, Gips,
Aluminiumslulfat und Wasserglas eingesetzt. Die Herstellung der Platten kann dabei
derart erfolgen, daß die Substanzen gemischt und aufgelockert, in eine Form gegeben,
auf das gewünschte Raumgewicht verdichtet und mit Heißluft und/oder Heißdampf behandelt
und getrocknet werden.
[0010] Insbesondere werden dabei die im Papier enthaltenen Ligninbestandteile aktiviert
und als Bindemittel ausgenutzt.
[0011] Ein besonders effektives Verfahren besteht erfindungsgemäß darin, daß man zunächst
Papierflocken und Fasern vormischt, die Mischung in ein Mischgefäß einbläst und Leim
bzw. Leim und Reaktionshelfer ggf. in Form einer wässrigen Lösung dazu im Gegenstrom
einträgt, danach die Mischung auflockert, in freiem Fall in eine Formstation einbringt
und verdichtet und anschließend mit Heißluft oder Heißluft und Dampf behandelt und
trocknet.
[0012] Hierbei werden die Komponenten mit hoher Relativgeschwindigkeit aufeinanderzu bewegt,
so daß eine hohe Homogenität der Mischung gewährleistet ist. Die Leime und ggf. Reaktionshelfer
können pulverförmig, in erschmolzener Form oder als wässrige Lösung in den Flocken-
und Faserstrom eingedüst und setzen sich im wesentlichen auf den Oberflächen der Teilchen
ab.
[0013] Durch die notwendigerweise hohen Strömungsgeschwindigkeiten kommt es zu einer gewissen
Vorverdichtung und einer Ausrichtung der Fasern, die durch mechanisches Auflockern
wieder aufgehoben werden. Das so erhaltene aufgelockerte Produkt wird anschließend
in freiem Fall kontinuierlich in die Formstation gebracht und danach verdichtet. Hierdurch
wird unter anderem erreicht, daß die Fasern sehr gleichmäßig über den Raum verteilt
in der Form liegen und daß eine hohe Konstanz der Mischungsverhältnisse eingehalten
werden kann.
[0014] Zusätzlich wird durch das Verdichten auf Plattenform eine gewünschte Ausrichtung
der Fasern und ein Verhaken oder Verfilzen der Fasern und Flocken erreicht, die den
Verbund verbessern und den Leimbedarf senken. Die verdichtete Masse wird anschließend
mit Heißluft oder Heißluft und Dampf behandelt, wodurch die Leimbestandteile fließen
und anschließend abbinden.
[0015] Da, wie schon erwähnt, Staubanteile stören, wird vorgeschlagen, die Gegenstromdurchmischung
von Flocken, Fasern und Leimbestandteilen in einem Zyklonabscheider durchzuführen,
wobei die Substanzen im wesentlichen tangential zu- und Staub mittig mit Luft nach
oben abgeführt werden.
[0016] Die danach gesammelte und wieder mechanisch aufgelockerte Mischung kann während des
freien Falles in die Formstation mit Heißdampf (oder Heißluft, falls die den Fasern
innewohnende Feuchtigkeit ausreicht) behandelt werden, um die Faserbestandteile zu
strecken und zu quellen, da dies je nach deren Natur das erhaltene Produkt verbessern
kann.
[0017] Wesentliche Bedeutung kommt der Auflockerung und Separierung der Bestandteile vor
dem Einbringen in die Form zu. Es wird daher weiter vorgeschlagen, die durch Gegenstrom
erzeugte Mischung der Komponenten in einem mit einem auflockernden Mischorgan versehenen
Behälter (kontinuierlich) zu sammeln, mit Hilfe einer Schleuse, vorzugsweise einer
Zellradschleuse, in einen Fallschacht auszuschleusen und dort die Mischung erneut
zu mischen und aufzulockern.
[0018] Auf diese Weise wird eine unerwünschte Klumpenbildung sicher vermieden und die Homogenität
des Gefüges garantiert.
[0019] Das "Abbinden" der Platten geschieht unter mechanischem Preßdruck, wobei man durch
das gepreßte Material Heißdampf oder Heißluft oder beides, je nach der vorhandenen
und der für die Aktivierung der verwendeten Leime benötigten Feuchtigkeit, unter Überdruck
hindurchleitet und anschließend trocknet, was z.B. durch Hindurchleiten von Trockenluft
geschehen kann, wobei diese zur Erzeugung eines Unterdruckes und zur Verdampfungsbeschleunigung
auch hindurchgesaugt werden kann.
[0020] Das Verfahren kann beim Füllen derart variiert werden, daß man unterschiedliche Mischungen
in separaten Mischvorrichtungen herstellt und diese nacheinander aufeinander schichtet
und anschließend verpreßt. So kann die Außenschicht höhere Leim- und Papieranteile
aufweisen, um diese glatter zu machen oder mit Hilfe des Leimes zu kaschieren, oder
je nach Anwendungsfall auch vermehrt längere oder kürzere Faseranteile enthalten.
[0021] Für eine kontinuierliche Herstellungsweise wird vorgeschlagen, das aus dem Fallschacht
rieselnde Material auf ein (gelochtes) Förderband zu geben, dem ein oben laufendes
Lochband (Oberband) zugeordnet ist. Letzteres besitzt einen schrägen, sich in Transportrichtung
verengenden Einzugsbereich, der sich auf das gewünschte Maß der Plattenstärke absenkt
und in die Heißdampf und/oder Heißluftzufuhr und die Trockenstation ausläuft.
[0022] Da das Material dem Transport auf einem Band einen hohen Widerstand entgegensetzt,
wird vorgeschlagen, das zu verdichtende Produkt auch seitlich mitlaufend, beispielsweise
durch eigene Bänder zu führen.
[0023] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Zyklon mit oberer tangentialer
Zuführung der Faser/Flockenmischung und etwa gegenüberliegender Gegenstromeingabe
der Leimbestandteile. Diese Mischung rotiert peripher und gelangt auf den Boden des
Zyklons, wo sie gesammelt und von einem Füllstandsanzeiger überwacht wird. Kopfseitig
sind zur Entstaubung Filtersäcke vorgesehen.
[0024] Im Sammelbereich sind rotierende Kammzinkenwellen angeordnet, darunter befinden sich
eine Zellradschleuse, die das Material auf ein weiteres Mischorgan dosiert, wobei
es gegebenenfalls bedampft werden kann. Unterhalb des letzteren Mischorganes befindet
sich ein Fallschacht und unter diesem die Füllstation, wobei am Ausgang Abstreifwellen
vorgesehen sein können.
[0025] Anhand der beiliegenden Figur wird die vorliegende Erfindung näher erläutert.
[0026] Der Zyklon 1 besitzt zwei gegeneinander gerichtete, etwa tangentiale Materialeinträge,
die Zuführung 2 für die Vormischung aus Papierflocken und Naturfasern. Diese Vormischung
enthält die wesentlichen Substanzen, d.h. neben den Fasern und Papierflocken z.B.
auch die fäulnishemmenden Substanzen, die dem Papier schon beim Vermahlen zugegeben
werden können.
[0027] Mit Hilfe der Druckdüse 3 wird in das rotierende Gemisch der Leim in Pulverform oder
als Schmelze oder in wässriger Lösung eingeblasen. Zur Herstellung des Leimes dienen
dabei der Vorratsbehälter 4 mit Mischer 5, sowie der Dosierbehälter 6 mit Schneckenaustrag
7. An den Schneckenaustrag schließt sich ein Druckeinstäuber 8 an, der in die Druckdüse
3 mündet. Der Materialeintrag geschieht vorzugsweise luftarm mit hoher Geschwindigkeit,
wofür geeignete Vorrichtungen bestehen.
[0028] Der durch den Materialeintrag im Inneren des Zyklons 1 erzeugte Überdruck dient gleichzeitig
der Entstaubung durch die Filtersäcke 9 am Kopf des Zyklons 1.
[0029] Der Zyklon ist mit einer Füllstandskontrolle 11 ausgerüstet, der vor Überfrachtung
die Materialzufuhr drosselt. Am Boden des Zyklons 1 sind Mischorgane in Form von Kammzinkenwellen
10 angeordnet, die das Material homogenisieren und durch ständige Bewegung ein vorzeitiges
Abbinden des Leimes verhindern. Unterhalb dieser Kammzinkenwellen 11 liegt eine Schleuse,
vorzugsweise eine Zellradschleuse 12, die das Material in den Fallschacht 13 eindosiert.
Unterhalb der Zellradschleuse kann eine Bedampfung 14 vorgesehen sein, die einer Vorquellung
und Streckung der Fasern dient.
[0030] Unterhalb der Zellradschleuse 12 am Kopf des Fallschachtes 13 sind wiederum Mischorgane,
auch hier vorzugsweise in Form von Kammzinkenwellen 10 angeordnet, die das Material
ebenfalls in ständiger Bewegung halten und zur Vereinzelung in den Fallschacht 13
bringen.
[0031] Dieser Fallschacht 13 ist vorzugsweise sich nach unten erweiternd ausgebildet, um
ein Anbacken von Leimbestandteilen bei gelöster oder erschmolzener Zugabe zu verhindern.
Am Fuß des Fallschachtes befindet sich ebenfalls eine Füllstandskontrolle 15 und darunter
die Formstation, die hier als Vielzahl von oben offenen Formkästen 16 ausgebildet
ist. In diese Kästen 16 rieselt das Material vollkommen aufgelockert ein.
Die Kästen 16 sind verschieblich gelagert.
[0032] Nach Befüllen eines Kastens gelangt dieser zu einer Presse 17, in der die lockere
Schüttung auf das gewünschte Raumgewicht verdichtet wird. Die Presse besteht in einfacher
Weise aus einem ebenso wie die Formkästen gelochten, auf die Maße der Kästen angepaßten
Blech, das auf die Füllung gelegt und niedergedrückt wird.
[0033] Das gelochte Blech kann bis zum Entformen auf dem Kasten verbleiben, es ist jedoch
auch möglich, in den folgenden Stufen zum Niederhalten und Abbinden eigene gelochte
Bleche aufzubringen. Dabei entsteht eine gewünschte Orientierung und Verhakung der
Fasern, die den Verbund mechanisch festigt.
[0034] Am Austritt der Formkästen 16 aus dem Fallschacht 13, können Abstreifwellen 18 angeordnet
sein, die für einen gleichmäßigen Füllgrad sorgen.
[0035] Da die Fallgeschwindigkeit der Mischungsbestandteile unterschiedlich ist, kommt es
bei jeder Inbetriebnahme des Fallschachtes zu einer geringfügigen Entmischung durch
Voreilung der schneller sinkenden Komponente.
[0036] Die Vorrichtung ist daher vorzugsweise anzufahren und kontinuierlich in Betrieb zu
halten.
[0037] An die Presse 17 schließen sich die Temperatur- und Feuchtigkeitsbehandlungsstufen
an. Zunächst kann Heißluft und Heißdampf zur Aktivierung des Leimes und der aktivierbaren
Ligninbestandteile eingeblasen werden 19.
[0038] Danach kann Druckluft 20 zur Trocknung eingeblasen und anschließend in einer weiteren
Stufe 21 entweder weitere Trockenluft zugeführt werden, deren Abluft in 20 zur Vortrocknung
dienen kann, oder, es kann auch mit Hilfe von Vakuum in 21 auf bauphysikalische Restfeuchte
getrocknet werden.
[0039] Die Formkästen werden nach Entformen im Kreislauf geführt.
[0040] Über die Abstreifwellen 18 kann der Füllgrad geregelt werden, wenn diese höhenverstellbar
ausgebildet sind.
[0041] Die Temperatur- und Feuchtigkeitssteuerung geschieht vorzugsweise folgendermaßen:
Durch die Öffnungen des untenliegenden Lochbleches wird ein Gemisch aus Heißluft und
Heißdampf eingetrieben, dessen Temperatur und Mischungsverhältnis regelbar ist.
[0042] Sobald das einströmende Gasgemisch die Luft aus dem durch den Deckel leicht verdichteten
Plattenrohmaterial verdrängt ist, wird durch Drosselung des Absaugventils ein Überdruck
erzeugt, der die anschließende Befeuchtung des Flocken-Faser-Leim-Gemisches fördert.
[0043] Das Gasgemisch wird der Form so lange zugeführt, bis eine Aufheizung des Materials
auf knapp unter dem Siedepunkt der enthaltenden Flüssigkeit erreicht ist. Die Feuchtigkeit
muß ausreichen, um die Abbinde- und Reaktionsvorgabe einschließlich der Reaktivierung
der im Papier enthaltenen Leime zu ermöglichen.
[0044] Sobald diese Feuchte im Material erreicht ist (vorzugsweise im niedrigen Bereich
zwischen 10 und 25 Gewichts-% Wasseraufnahme), wird die Zufuhr des Dampf-Luft-Gemisches
beendet, der Überdruck entspannt und aus dem Saugdeckel ein Unterdruck erzeugt.
[0045] Die erneute Verdampfung der Feuchtigkeit wird durch gedrosselte Zufuhr von Heißluft
aus dem Bodenelement und gegebenenfalls durch zusätzliche Beheizung herbeigeführt
und das entstehende Dampf-Luft-Gemisch durch den trocknenden Plattenkörper in den
Saugdeckel abgesaugt = Unterdruck.
[0046] Durch diesen Vorgang benötigt der Trockenprozeß der Platten nicht so lange, bis die
Feuchte auch aus den inneren Bereichen der Platte durch die Salze und Fasermaterialien
nach außen hindurchdiffundiert ist, sondern wird durch den Luftstrom, der gleichzeitig
Verdampfungsenergie mitbringt, wesentlich schneller aus der Platte herausgetragen.
[0047] Ein weiterer Teil der Verdampfungsenergie wird durch die Steuerung des Druckes in
der geschlossenen Form beigetragen.
[0048] Ein die baupraktische Feuchte (von ca. 10 % Gewicht Feuchte) geringfügig übersteigender
Feuchterest kann in der Platte verbleiben. Sobald die Feuchte soweit abgesunken ist,
kann die Platte nachtrocknen und ausgeschalt und verpackt werden.
[0049] Erwünschte Aufkaschierung mit feuchte- oder windschützenden Baupapieren können jetzt
vorgenommen werden.
[0050] Die Behandlung der feuchten Platte mit Heißluft kann gegebenenfalls die Nachhärtung
bestimmter Kleber, z.B. Ligninkleber bewirken.
[0051] Die Energiewirtschaft der Gasamtanlage kann durch Minimierung von Wärmeverlusten
durch Wärmedämmung der temperaturführenden Leitungen und Oberflächen und gute Abdichtungen,
sowie eine Rückgewinnung von Wärme aus der Nachtrocknung der Platten, der Kondensationswärme
der feuchten Trocknungsabluft und des Heißdampf-Heißluft-Überschusses aus der Bedampfung
optimiert werden.
[0052] Die Bedampfungsmischung kann auch durch Nachheizung der feuchten Trocknungsabluft
(dampfhaltig) gewonnen und so die Feuchtigkeit im Kreislauf geführt werden.
1. Wärmedämmplatte, erhalten aus einer Mischung aus zerkleinertem und mit fäulnishemmenden
Zusätzen, wie vorzugsweise Boraten, vorbehandeltem Zeitungs- oder ähnlichem, von Oberflächenbeschichtungen
oder Füllstoffen freiem Papier sowie natürlichen Fasern, und Leimen und/oder Reaktionshelfern,
dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte Papier in Flocken von 1-5 mm Kantenlänge
vorliegt und die natürlichen Fasern eine Länge von 5-100 mm aufweisen.
2. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier in einer Hammermühle,
staubarm, vorzugsweise staubfrei zerkleinert ist.
3. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in ihr als natürliche
Fasern solche aus Jute, Sisal, Baumwolle, Kokos, Flachs, insbesondere solche aus Recycling-
oder Abfallmaterial aus Spinnereien oder aufbereitetes Material aus Stroh oder Holz
oder tierische Haare, wie vorzugsweise Wolle, enthalten sind.
4. Wärmedämmplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als Leime und Reaktionshelfer Balsamharze, wie Kolophonium, Stärke- oder Ligninkleber,
Kautschuk oder auch Traßzement, Gips, Aluminiumsulfat und Wasserglas verwendet sind.
5. Verfahren zur Herstellung von Wärmedämmplatten nach Anspruch 1 bis 4, wobei man zunächst
Papierflocken und Fasern vormischt, die Mischung in ein Mischgefäß einbläst und Leim
bzw. Leim und Reaktionshelfer ggf. in Form einer wässrigen Lösung dazu im Gegenstrom
einträgt, danach die Mischung auflockert, in freiem Fall in eine Formstation einbringt
und verdichtet und anschließend mit Heißluft oder Heißluft und Dampf behandelt und
trocknet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man Fasern und Papierflocken
tangential in einen Zyklonabscheider (1) einbringt, im Gegenstrom dazu Leim und ggf.
Reaktionshelfer eindüst, mittig nach oben Luft abzieht und entstaubt und die derart
vorbehandelte Mischung auflockert, der Formstation (16) zuführt und dabei die Fasern
ggf. mit Heißdampf behandelt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichent, daß man die Mischung aus
Fasern, Papier und Leim bzw. Reaktionshelfern in einem mit auflockernden Mischorganen
(10) versehenen Vorratsbehälter ansammelt, mit Hilfe einer (Zellrad)schleuse (12)
in einen Fallschacht (13) einträgt, dort erneut mischt und auflockert und das Produkt
in die Formstation (16) rieseln läßt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
man das locker eingefüllte Material auf die gewünschte Dichte preßt und bodenseitig
Heißluft und Heißdampf zuführt, Leim und ggf. Reaktionshelfer und im Papier vorhandene
Leimstoffe bei Temperaturen von mehr als 160 °C aktiviert und anschließend unter Luftdurchleitung
durch das unter Verdichtungsdruck stehende Material abbinden läßt und trocknet.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
aus separaten Füllstationen unterschiedliche Mischungen in die Formen aufeinander
gefüllt werden.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mischung auf ein umlaufendes Loch-Band gegeben und durch ein schrägeinziehendes,
ebenfalls mit Löchern versehenes Oberband verdichtet wird, wobei die seitliche Begrenzung
ggf. ebenfalls mitlaufend ausgebildet ist.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 10, gekennzeichnet durch ein Mischungsverhältnis
der Komponenten von Papier : Faser : Leimen und Reaktionshelfern, wie von 4 : 4 :
1 bis 5 : 2 : 2.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5 bis 11, bestehend aus
einem Zyklon (1) mit kopfseitiger Entstaubung (9), darunter angeordneter tangentialer,
luftarmer Zuführung (2) der Vormischung aus Papierteilchen, Fasern und fäulnishemmenden
Zusätzen, einer Gegenstromdüse (3) für Leime und Reaktionshelfer sowie einer Mehrzahl
von Kammzinkenwellen (10) und darunter angeordneter Zellradschleuse (12), wobei unterhalb
der Zellradschleuse weitere Kammzinkenwellen (10) angeordnet sind, unter denen sich
ein sich vorzugsweise nach unten erweiternder Fallschacht (13) befindet, der in eine
Formstation (16) mündet.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Formstation (16) diskontinuierlich
arbeitend mit aufeinander folgenden separaten Formen und auf sie aufsetzbaren Druckplatte
(17) ausgebildet sind, wobei Formen und Druckplatte gelocht sind, und daß an den Fallschacht
(13) in Förderrichtung anschließend eine Zufuhrstation (19) von Heißluft und Heißdampf
und an diese anschließend eine oder mehrere Trockenstationen (20,21) mit Zwangsluftführung
vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Formstation aus einem
gelochten, umlaufenden Bodenband und einen schräg verlaufenden, ebenfalls gelochten
Kopfband besteht, zwischen die die aufgeschüttete Mischung eingezogen und verdichtet
wird, die beide seitlich, gegebenenfalls mitlaufend begrenzt sind und daß an den Verdichtungsbereich
anschließend eine Heißluft- und ggf. Heißdampfzufuhr sowie eine Trockenstation mit
Zwangsluftführung vorgesehen ist.
1. Heat insulation plate obtained from a mixture of comminuted newspaper or similar paper
freed from surface coatings and filling materials, pretreated with rot-inhibiting
additives, such as preferably borates, as well as natural fibres and glue and/or reaction
acids, characterised in that the comminuted paper is present in flocks of 1 - 5 mm
edge length and the natural fibres have a length of 5 - 100 mm.
2. Heat insulation plate according to claim 1, characterised in that the paper is comminuted
in a hammer mill low in dust, preferably dust-free.
3. Heat insulation plate according to claim 1 or 2, characterised in that, as natural
fibres, there are contained in it those of jute, sisal, cottonwool, coconut, flax,
especially those from recycling or waste material from spinning mills or processed
material from straw or wood or animal hair, such as preferably wool.
4. Heat insulation plate according to at least one of claims 1 to 3, characterised in
that, as glue or reaction aid, there are used balsam resins, such as colophony, starch
or lignin adhesives, rubber or also trass cement, gypsum, aluminium sulphate and waterglass.
5. Process for the production of heat insulation plates according to claims 1 to 4, whereby
one first pre-mixes paper flocks and fibres, blows the mixture into a mixing vessel
and introduces glue or glue and reaction aid, possibly in the form of an aqueous solution,
in countercurrent thereto, thereafter loosens up the mixture, introduces in free fall
into a moulding station and consolidates and subsequently treats with hot air or hot
air and steam and dries.
6. Process according to claim 5, characterised in that one introduces fibres and paper
flocks tangentially into a cyclone separator (1), powders in glue and possibly reaction
aid thereto in countercurrent, centrally draws off air upwardly and frees from dust
and loosens up the mixture pretreated in this manner, passes to the moulding station
(16) and thereby possibly treats the fibres with hot steam.
7. Process according to claim 5 or 6, characterised in that one collects the mixture
of fibres, paper and glue or reaction aid in a storage container provided with mixing
means (10), with the help of a (cell wheel) transfer tube (12) into a dropping chute
(13), there again mixes and loosens and allows the product to trickle into the moulding
station (16).
8. Process according to at least one of claims 5 to 7, characterised in that one presses
the loosely introduced material to the desired density and introduces hot air and
hot steam from the bottom, activates glue and possibly reaction aid and glue present
in the paper at temperatures of more than 160°C and subsequently, with the passing
of air through the material standing under consolidation pressure, allows to bind
and dries.
9. Process according to at least one of claims 5 to 8, characterised in that, from separate
filling stations, differing amounts of mixtures are successively filled into the moulds.
10. Process according to at least one of claims 5 to 8, characterised in that the mixture
is applied to a circulating perforated band and consolidated with by an oblique indrawing
upper band, also provided with perforations, whereby lateral limitation is possibly
also constructed co-runningly.
11. Process according to at least one of claims 5 to 10, characterised by a mixing ratio
of the components of paper:fibres:glues and reaction aids such as from 4:4:1 to 5:2:2.
12. Device for the carrying out of the process according to claims 5 to 11, consisting
of a cyclone (1) with head end dust remover (9), low-air introduction (2) tangentially
arranged thereunder of the premixture of paper particles, fibres and rot-inhibiting
additives, a counterflow nozzle (3) for glue and reaction aids, as well as a plurality
of comb tine shafts (10) and cell wheel transfer tube (12) arranged thereunder, whereby,
below the cell wheel transfer tube are arranged further comb tine shafts (10) under
which is present a preferably downwardly widening dropping chute (13) which opens
into a moulding station (16).
13. Device according to claim 12, characterised in that the moulding station (16) works
discontinuously with successively following separate moulds and on them are formed
detachable pressure plates (17), whereby moulds and pressure plates are perforated,
and that on the dropping chute (13), in the conveying direction, there is subsequently
provided a supply station (19) for hot air and hot steam and on this is subsequently
provided one or more drying stations (20, 21) with forced air conduction.
14. Device according to claim 12, characterised in that the moulding station consists
of a perforated revolving bottom band and an obliquely running also perforated head
band, between which the filled-in mixture is drawn in and compressed, both of which
are laterally bounded, possibly co-runningly, and that on the consolidation area is
subsequently provided a hot air and possibly hot steam inlet, as well as a drying
station with forced air conduction.
1. Panneau calorifuge, obtenu à partir d'un mélange de papier journal ou de papier analogue,
exempt d'enductions de surface ou de substances de remplissage, broyé et prétraité
par des additifs anti-pourriture, comme de préférence des borates, ainsi que de fibres
naturelles, et de colles et/ou d'agents auxiliaires de réaction, caractérisé en ce
que le papier broyé se présente en flocons ayant une longueur de bord de 1-5 mm et
en ce que les fibres naturelles présentent une longueur de 5 à 100 mm.
2. Panneau calorifuge suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le papier est
broyé dans un broyeur à marteaux, de manière à être pauvre en poussières, de préférence
exempt de poussières.
3. Panneau calorifuge suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il
contient comme fibres naturelles celles de jute, de sisal, de coton, de coco, de lin,
en particulier celles d'une matière de recyclage ou de déchet provenant de filatures
ou d'une matière traitée à base de paille de bois ou de poils d'animaux, comme de
la laine de préférence.
4. Panneau calorifuge suivant au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en
ce que, comme colles et agents auxiliaires de réaction, on utilise des résines balsamiques,
telles que du colophon, des colles à base d'amidon ou de lignine, du caoutchouc ou
encore du ciment au trass, du gypse, du sulfate d'aluminium et du verre soluble.
5. Procédé de préparation de panneaux calorifuges suivant l'une des revendications 1
à 4, dans lequel on mélange préalablement tout d'abord des flocons de papier et des
fibres, on insuffle le mélange dans un récipient de mélange et on introduit en contre-courant
de cela de la colle ou respectivement de la colle et de l'agent auxiliaire de réaction,
éventuellement sous la forme d'une solution aqueuse, puis on désagrège le mélange,
on l'introduit en chute libre dans une station de formage et on le comprime et ensuite
on le traite et sèche avec de l'air chaud ou de l'air chaud et de la vapeur.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce qu'on introduit des fibres et
des flocons de papier tangentiellement dans un séparateur à cyclone (1), en ce qu'on
injecte en contre-courant de cela de la colle et éventuellement de l'agent auxiliaire
de réaction, on soutire au centre l'air vers le haut et on dépoussière, et on désagrège
le mélange prétraité de cette manière, on l'amène à la station de formage (16) et
on traite les fibres éventuellement avec de la vapeur surchauffée.
7. Procédé suivant l'une des revendications 5 et 6, caractérisé en ce qu'on accumule
le mélange de fibres, de papier et de colle et respectivement d'agents auxiliaires
de réaction dans un réservoir pourvu d'organes de mélange (10) qui désagrègent, en
ce qu'à l'aide d'un sas (à roue à cellules) (12) on l'introduit dans un puits de descente
(13), en ce que là à nouveau on le mélange et on le désagrège et en ce qu'on laisse
ruisseler le produit dans la station de formage (16).
8. Procédé suivant au moins l'une des revendications 5 à 7, caractérise en ce qu'on presse
la matière chargée de manière lâche à la densité souhaitée et en ce qu'on amène du
côté du fond de l'air chaud et de la vapeur surchauffée, en ce qu'on active la colle
et éventuellement l'agent auxiliaire de réaction et les substances collantes présentes
dans le papier à des températures de plus de 160°C et en ce qu'ensuite, par passage
d'air à travers la matière qui se trouve sous la pression de compression, on laisse
s'effectuer une prise et un séchage.
9. Procédé suivant au moins l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que des
mélanges différents issus de stations de remplissage séparées sont chargés l'un sur
l'autre dans les moules.
10. Procédé suivant au moins l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le
mélange est versé sur une bande perforée sans fin et en ce qu'il est comprimé par
une bande supérieure qui s'étire de manière inclinée et qui est éventuellement pourvue
de perforations, la limitation latérale étant éventuellement également réalisée de
manière déplaçable.
11. Procédé suivant au moins l'une des revendications 5 à 10, caractérisé par un rapport
entre les composants de papier/fibres/colles et agents auxiliaires de réaction de
4/4/1 à 5/2/2.
12. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des revendications 5 à
11, comprenant un cyclone (1) à dépoussiérage du côté de la tête (9), une amenée pauvre
en air (12) tangentielle, agencée en dessous, pour le prémélange de particules de
papier, de fibres et d'additifs anti-pourriture, une tuyère en contre-courant (3)
pour des colles et des agents auxiliaires de réaction, ainsi qu'une multiplicité d'arbres
à dents de peigne (10) et un sas à roue à cellules (12) agencé par-dessous, d'autres
arbres à dents de peigne (10) étant agences en dessous du sas, arbres en dessous desquels
se trouve un puits de descente (13) qui s'élargit de préférence vers le bas et qui
débouche dans une station de formage (16).
13. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce que la station de formage
(16) est réalisée de manière à fonctionner de façon discontinue avec des moules séparés
successifs et une plaque de compression (17) qui peut être appliquée sur eux, les
moules et la plaque de compression étant perforés, et en ce qu'une station d'amenée
(19) d'air chaud et de vapeur surchauffée est prévue raccordée au puits de descente
(13) dans le sens d'avancement et en ce qu'une ou plusieurs stations de séchage (20,
21) avec guidage d'air forcé sont prévues raccordées à la station d'amenée.
14. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce que la station de formage
est constituée d'une bande de fond sans fin, perforée et d'une bande supérieure également
perforée, qui s'étend de manière inclinée, le mélange déchargé étant tiré et comprimé
entre ces bandes, et les deux bandes étant limitées latéralement, éventuellement de
manière déplaçable, et en ce qu'une amenée d'air chaud et éventuellement de vapeur
surchauffée ainsi qu'une station de séchage à guidage d'air forcé sont prévues à la
suite de la zone de compression.
