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EP 0 331 777 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.09.1991 Patentblatt 1991/36 |
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Anmeldetag: 09.03.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41F 27/12 |
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Spannvorrichtung zur Befestigung eines Aufzuges am Zylinder einer Rotationsdruckmaschine
Tensioning device for securing a cover to the cylinder of a rotary printing machine
Dispositif pour fixer, par tension, un revêtement sur un cylindre d'une machine rotative
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT LI SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.1989 Patentblatt 1989/37 |
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Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Köbler, Ingo
D-8901 Anhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 095 954 DE-A- 3 707 066
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DE-A- 2 555 037
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zur Befestigung eines Aufzuges am Zylinder
einer Rotationsdruckmaschine - vorzugsweise Gummituch-Spannvorrichtung am Gummituchzylinder
einer Rollenoffset-Rotationsdruckmaschine - gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Eine solche Spannvorrichtung ist aus der US-PS 2 209 127 für die Befestigung von
Druckplatten auf einem Plattenzylinder bekannt. Bei dieser Spannvorrichtung werden
beide Enden einer die eigentlichen Druckplatten tragenden Unterlage in zwei höhengleiche
Ausnehmungen einer Spannleiste eingeführt. Daraufhin wird die Spannleiste durch Eindrehen
von durch sie hindurchgeführten, im Boden einer Zylindergrube verankerten Schrauben
in Richtung zur Zylindermitte bewegt. Bei dieser Vorrichtung ist nachteilig, daß zur
Erreichung einer gleichmäßigen Spannung des Aufzuges eine gleichmäßige Bewegung der
zahlreichen über die Länge einer Grube verteilten Schrauben erforderlich ist. Ein
solch gleichmäßiges Eindrehen der Schrauben ist entweder nur mit einem erhöhten Aufwand
an Bedienungspersonal oder mit einer aufwendigen Vorrichtung erreichbar.
[0003] Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine gattungsgemäße Spannvorrichtung derart
weiterzubilden, daß diese bei einfacher Bedienung von einer einzigen Stelle aus eine
gleichmäßige Spannung des Aufzuges über die gesamte Zylinderlänge ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruches
1 gelöst. Das Vorsehen von Arbeitszylindern und darin beweglichen Kolben, die mit
der Spannleiste verbunden sind, ermöglicht durch eine gleichzeitige gleichmäßige Energiezufuhr
zu diesen Arbeitszylindern, eine gleichmäßige Spannung bei einfachster Bedienung von
einem einzigen Punkt aus.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Fig. beschrieben.
Dabei zeigt
- Fig. 1
- einen Teilquerschnitt durch einen Gummituchzylinder im Bereich der Grube,
- Fig. 2
- einen Teillängsschnitt durch eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung.
- Fig. 3
- einen Teillängsschnitt durch eine Variante einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung.
[0006] In die Mantelfläche eines Gummituchzylinders 1 ist parallel zu dessen Achse eine
Grube 2 mit rechteckigem Querschnitt eingearbeitet. Vom Boden 3 dieser Grube 2 aus
sind in gleichmäßigen Abständen sacklochartige Bohrungen in Richtung zur Zylindermitte
hin eingebracht, die als Arbeitszylinder 4 für darin axial bewegliche Kolben 5 dienen.
Die Arbeitszylinder 4 sind zum Grubenboden 3 hin durch Abdeckplatten 6 verschlossen.
Die mittels Schrauben 7 im Grubenboden 3 befestigten Abdeckplatten 6 weisen jeweils
eine zentrale Durchlaßbohrung 8 auf. Durch diese ist eine am Kolben 5 befestigte Kolbenstange
9 nach oben aus dem Arbeitszylinder 4 herausgeführt. Das freie Ende der herausgeführten
Kolbenstange 9 ist mit einem Gewinde versehen, welches in ein Sacklochgewinde 10 an
der Unterseite einer Spannleiste 11 eingeschraubt ist. Eine auf dem Gewinde der Kolbenstange
9 angeordnete Kontermutter 12 erlaubt eine Einstellung des Abstandes zwischen Kolben
5 und Spannleiste 11.
[0007] Die Spannleiste 11 weist in ihrem unteren Teil eine Breite auf, die der der Grube
2 in etwa entspricht. Im oberen Teil ist die Spannleiste 11 durch zwei im Querschnitt
rechteckige Aussparungen 13 und 14 zu beiden Seiten in ihrer Breite vermindert. Die
Aussparungen 13 und 14 werden nach oben durch zwei seitlich vorspringende Schultern
15 und 16 am äußeren Ende der Spannleiste 11 begrenzt.
[0008] In den Arbeitszylindern 4 befinden sich unterhalb der Kolben 5 Federn 17, die die
Kolben 5 in Grundstellung nach oben drücken. In den oberen Teil der Arbeitszylinder
4 mündet seitlich jeweils ein Zufuhrkanal 18 ein, der mit seinem anderen Ende an einem
im Inneren des Gummituchzylinders 1 vorgesehenen Druckspeicherraum 19 angeschlossen
ist.
[0009] Der Druckspeicherraum 19 ist über ein in eine Seitenwand 20 des Gummituchzylinders
1 eingesetztes Rückschlagventil 21 mit einem unter Druck stehenden Fluid füllbar.
[0010] Ausgehend von der Grundstellung, in der der Druckspeicherraum 19 druckentlastet ist
und die Kolben 5 durch die Kraft der Federn 17 nach oben gedrückt sind, soll nunmehr
das Zusammenwirken der Teile bei einem Spannvorgang beschrieben werden. Durch die
obere Totpunktlage der Kolben 5 ist die Spannleiste 11 über die Kolbenstange 9 ebenfalls
angehoben. Ihr äußeres, die Schultern 15 und 16 tragendes Ende ragt dabei soweit aus
dem Gummituchzylinder 1 heraus, daß die beiden Ausnehmungen 13 und 14 bequem von der
Seite her zugänglich sind. In die Ausnehmungen 13 und 14 werden die beiden verstärkten
Enden 22 und 23 eines um den Gummituchzylinder 1 herumgelegten Gummituches 24 eingelegt.
[0011] Über das Rückschlagventil 21 wird der Druckspeicherraum 19 mit einem unter Druck
stehenden Fluid - beispielsweise Druckluft - gefüllt. Das Fluid gelangt über die Zufuhrkanäle
18 in die oberhalb der Kolben 5 gelegenen Arbeitsräume der Arbeitszylinder 4. Wenn
die Kraft, die das Produkt aus Fluiddruck und Kreisringsfläche an der Oberseite der
Kolben 5 ergibt (bei Vernachlässigung des Eigengewichtes der bewegten Teile) die Druckkraft
der Federn 17 übersteigt, werden die Kolben 5 nach unten bewegt und die Spannleiste
11 wird über die Kolbenstangen 9 langsam nach unten gezogen. Durch die gesteuerte
Drucksteigerung kann das Gummituch 24 - unabhängig von geringfügigen Längendifferenzen
- mit einer genau definierten Spannung beaufschlagt werden.
[0012] Zur Entfernung des Gummituches wird einfach der Druckspeicherraum 19 über das Ventil
21 oder ein spezielles, nicht dargestelltes Entlastungsventil vom Speicherdruck entlastet.
[0013] Bei einer anderen, in Fig. 3 dargestellten Variante, ist die Feder 17ʹ oberhalb des
Kolbens 5 im Arbeitszylinder 4 angeordnet. Ihre Druckkraft hält die Spannleiste 11
in Grundstellung in der Grube 2. Der Zufuhrkanal 18ʹ mündet in den unteren Teil des
Arbeitszylinders 4 ein. Eine Beaufschlagung des Kolbens 5 mit Energie erfolgt dementsprechend
nur zum Ausfahren der Spannleiste 11 für einen Wechsel des Gummituches 24. Während
des Betriebes ist der Druckspeicherraum 19 im Zylinderinneren dagegen druckentlastet.
[0014] Statt Druckluft ist ebenso die Anwendung von Drucköl denkbar. Als Energie für die
Betätigung der Kolben 5 käme jedoch auch die elektromagnetische Kraft einer stromdurchflossenen
Spule in Frage, die beispielsweise im unteren Teil des Arbeitszylinders den Kolben
umgeben könnte.
1. Spannvorrichtung zur Befestigung eines Aufzuges am Zylinder einer Rotationsdruckmaschine
- vorzugsweise Gummituchspannvorrichtung am Gummituchzylinder einer Rollenoffset-
Rotationsdruckmaschinen - mit einer achsparallel im Zylindermantel verlaufenden Grube
und einer in dieser beim Spannvorgang radial nach innen bewegbaren Spannleiste, die
in ihrem nach außen weisenden Oberteil auf beiden Seiten höhengleich je eine Ausnehmung
zur Aufnahme der Enden des Aufzuges aufweist, sowie mit im Boden der Grube verankerten,
an der Spannleiste befestigten Spannmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmittel
aus mehreren in gleichmäßigem Abstand im Grubenboden (3) angeordneten Arbeitszylindern
(4) und in diesen axial beweglichen Kolben (5) bestehen, die zumindest während des
Spannvorgangs mit einer über das Zylinderinnere zuführbaren Energie gleichzeitig beaufschlagbar
sind.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (5) während
des Spannvorgangs gegen die Kraft einer in jedem Arbeitszylinder (4) angeordneten
Feder (17, 17ʹ) bewegbar ist.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder
(4) durch Sacklöcher gebildet werden, die vom Grubenboden (3) aus radial einwärts
verlaufen und die am Grubenboden (3) jeweils von einer mit einer zentralen Durchlaßbohrung
(8) versehenen Abdeckplatte (6) verschlossen sind.
4. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolben (5) mittels die Durchlaßbohrungen (8) durchdringende Kolbenstangen (9) mit
der Spannleiste (11) verbunden sind.
5. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Energie ein unter Druck stehendes Fluid verwendet wird, das von einem im Zylinderinneren
angeordneten Druckspeicherraum (19) über Zufuhrkanäle (18, 18ʹ) dem Arbeitszylinder
(4) zuführbar ist.
1. Tensioning device for securing a cover to the cylinder of a rotary printing machine
- preferably a rubber blanket tensioning device on the rubber blanket cylinder of
a web offset rotary printing machine - having a groove extending axially parallel
in the cylinder casing and a tensioning bar which can be moved radially inwards within
this groove during the tensioning operation, the outward-facing upper part of which
tensioning bar has a recess in each of the two sides at the same height for receiving
the ends of the cover, and having tensioning means fastened in the base of the groove
and secured to the tensioning bar, characterised in that the tensioning means consist of several working cylinders (4) arranged with uniform
spacing in the groove base (3) and pistons (5) capable of moving axially within these
working cylinders (4), to which pistons (5) there can be applied simultaneously, at
least during the tensioning operation, an energy which can be supplied by way of the
inside of the cylinder.
2. Tensioning device according to claim 1, characterised in that the piston (5) can be moved during the tensioning operation against the force of
a spring (17, 17') arranged in each working cylinder (4)
3. Tensioning device according to claim 1 or 2, characterised in that the working cylinders (4) are formed by blind-holes which extend radially inwards
from the groove base (3) and are respectively sealed at the groove base (3) by a covering
plate (6) provided with a central through-bore (8).
4. Tensioning device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the pistons (5) are connected to the tensioning bar (11) by means of piston rods
(9) passing through the through-bores (8).
5. Tensioning device according to one of claims 1 to 4, characterised in that, as energy, a fluid under pressure is used, which fluid can be supplied to the working
cylinder (4) by way of supply channels (18, 18') from a pressure reservoir (19) arranged
inside the cylinder.
1. Dispositif tendeur pour la fixation d'un revêtement sur un cylindre d'une presse rotative
à imprimer, de préférence dispositif tendeur de blanchet prévu sur le cylindre porte-blanchet
d'une rotative offset à bobines -, comprenant une rainure s'étendant parallèlement
à l'axe dans la surface latérale du cylindre et une barre de tension déplaçable radialement
vers l'intérieur dans cette rainure lors du processus de mise en tension, barre dont
la partie supérieure dirigée vers l'extérieur présente deux évidements situés à la
même hauteur sur les deux côtés de la barre et destinés à recevoir les extrémités
du revêtement, ainsi que des moyens de tension ancrés dans le fond de la rainure et
fixés à la barre de tension, caractérisé en ce que les moyens de tension sont formés
de plusieurs vérins dont les cylindres (4) sont ménagés à intervalles réguliers dans
le fond (3) de la rainure et dont les pistons (5), disposés axialement mobiles dans
ces cylindres, peuvent être sollicités simultanément, tout au moins pendant le processus
de tension, par de l'énergie amenée par l'intérieur du cylindre porte-blanchet.
2. Dispositif tendeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pistons (5)
sont déplaçables, pendant le processus de tension, à l'encontre de la force d'un ressort
(17, 17') placé à l'intérieur de chaque cylindre (4).
3. Dispositif tendeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les cylindres
(5) sont formés par des trous borgnes s'étendant radialement vers l'intérieur à partir
du fond (3) de la rainure et fermés chacun, au niveau du fond (3) de la rainure, par
une plaque de recouvrement (6) pourvue d'un perçage central (8) de passage.
4. Dispositif tendeur selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les pistons
(5) sont reliés à la barre de tension (11) par des tiges de piston (9) traversant
les perçages (8).
5. Dispositif tendeur selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pour
l'apport d'énergie, on utilise un fluide sous pression, qui peut être amené au cylindre
(4) des vérins par des canaux d'alimentation (18, 18') à partir d'un espace (19) ménagé
à l'intérieur du cylindre porte-blanchet et constituant un accumulateur de pression.

