Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein endphasengelenktes Geschoß zum Abschuß aus einer Kanone.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0002] Die DE-C-36 44 456 zeigt ein Geschoß mit einem optisch durchlässigen Fenster und
einem zentralen Spike.
[0003] Die US-A-4 500 051 zeigt ein aus einer Kanone abgeschossenes Geschoß mit einem luftgelagerten
Sucher. Das Geschoß hat eine Heckstabilisierung und Mittelflügel, die von Detektorsignalen
gesteuert sind.
[0004] Die DE-A-34 38 544 zeigt einen optischen Sucher mit Cassegrain-System.
[0005] Die US-A-4 155 521 zeigt ein Geschoß mit einem kardanisch aufgehängten Sucher und
einem luftgelagerten Kreisel.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Geschoß, das aus einer Kanone, insbesondere
einer Panzerkanone, veschossen wird, in der Endphase auf ein bewegliches Ziel zu lenken.
[0007] Diese Aufgabe bietet eine Reihe recht erheblicher Probleme. Das Geschoß wird beim
Abschuß kurzzeitig extrem stark beschleunigt. Lenkmittel müssen diese hohe Beschleunigung
aushalten. In der Lenkphase muß eine hohe Querbeschleunigung erreichbar sein. Dabei
darf aber der Luftwiderstand des Geschosses nicht so beeinträchtigt werden, daß dies
zu Lasten der Einsatzweite des nach dem Abschuß antriebslosen Geschosses geht. Zur
Erfüllung eines anspruchsvollen Lenkgesetzes müssen die Lenkmittel eine inertiale
Referenz aufweisen. Für die Lenkmittel steht nur ein kleines Volumen zu Verfügung.
Die hohe Geschwindigkeit des Geschosses im Überschallbereich führt zur Erwärmung.
[0008] Nach der Erfindung wird die gestellte Aufgabe gelöst durch die Kombination der nachstehenden
Maßnahmen:
(a) Ein optischer Sucher enthält einen luftgelagerten Kreisel.
(b) Auf dem luftgelagerten Kreisel sind ein optischer Detektor sowie ein Cassegrain-System
als optisches Abbildungssystem angeordnet, welches ein Gesichtsfeld mit einer kreisenden
Abtastbewegung abtastet.
(c) Das Geschoß ist an der Spitze durch einen optisch durchlässigen Keil abgeschlossen,
der von Planflächen begrenzt ist.
(d) Der optisch durchlässige Keil trägt einen zentralen Spike.
(e) Das Geschoß weist eine Heckstabilisierung und eine Mittelflügelsteuerung auf,
die von Signalen des Detektors über Signalverarbeitungsmittel und einen Stellantrieb
verstellbar ist.
(f) Das Geschoß wird aerodynamisch zu einer stetigen Rollbewegung veranlaßt. letzten
Absatz von Anspruch 1 einfügen.
(g) Die Geometrie des Spikes (14) und der Abbildungsoptik (42) wird in Anpassung an
den begrenzten Schielwinkel des Suchers (12) ausgelegt, so daß Strahlungsverluste
durch Abschattung durch den Spike (14) weitgehend vermieden werden können.
[0009] Die angeführten Maßnahmen sind zum großen Teil an sich bekannt: Es sind luftgelagerte
Kreisel bekannt. Es sind Sucher mit einem Cassegrain-System bekannt. Es ist bekannt,
durch einen Keil eine Bilddrehung und damit in Verbindung mit einer weiteren, kreisenden
Abtastbewegung eine Rosettenabtastung eines Gesichtsfeldes vorzunehmen. Es sind Spikes
bei Flugkörpern hoher Geschwindigkeit bekannt. Es ist bei Flugkörpern sowohl eine
Heckstabilisierung als auch eine Mittelflügelsteuerung bekannt. Und es ist bekannt,
einem Geschoß eine Rollbewegung (Drall) zu erteilen.
[0010] Durch die beanspruchte Kombination von Maßnahmen wird jedoch die Aufgabe gelöst,
unter den vorstehend geschilderten ungünstigen Bedingungen eine Endphasenlenkung für
ein durch eine Kanone abgeschossenes Geschoß zu schaffen. Die erwähnten Maßnahmen
der Erfindung wirken dabei zur Lösung der gestellten Aufgabe zusammen.
[0011] Der Sucher ist als Kreisel ausgeführt, damit eine inertiale Referenz für die Lenkung
zur Verfügung steht. Da das Geschoß beim Abschuß extremen Beschleunigungen unterworfen
ist, ist der Kreisel luftgelagert. Jede andere Lagerung würde bei den hohen Beschleunigungen
zerstört. Es hat sich aber gezeigt, daß ein luftgelagerter Kreisel diese Beschleunigungen
übersteht und dann funktionsfähig ist. Ein luftgelagerter Kreisel läßt aber nur begrenzte
Schielwinkel zu. Das Geschoß muß daher recht genau auf das Ziel ausgerichtet sein.
Die bei der Zielverfolgung auftretenden Querbeschleunigungen dürfen nicht wie bei
manchen anderen Flugkörpern durch einen Anstellwinkel des Geschosses aufgebracht werden.
Ein solcher Anstellwinkel könnte nämlich dazu führen, daß der Sucher wegen des begrenzten
Schielwinkels das Ziel verliert. Deshalb erfolgt die Lenkung mittels einer Mittelflügelsteuerung
gelenkt. Eine solche Mittelflügelsteuerung besteht aus paarweise gekoppelten Flügeln
in Kreuzanordnung im Schwerpunktbereich des Geschosses. Diese Flügel sind von Lenksignalen
über Stellmotoren verschwenkbar. Es hat sich gezeigt, daß bei Anwendung einer solchen
Mittelflügelsteuerung die für die Lenkung des Geschosses ins Ziel erforderlichen Querbeschleunigungen
aufgebracht werden können, ohne daß der Sucher mit seinem durch den luftgelagerten
Kreisel begrenzten Schielwinkel das Ziel verliert.
[0012] Diese Mittelflügelsteuerung gestattet auch die Verwendung eines Spikes. Im Vergleich
zu üblichen Sucherdomen bringt der Spike eine erhebliche Verminderung des Strömungswiderstandes.
Das ist bei den hohen Geschwindigkeiten des Geschosses sehr wesentlich und ermöglicht
es überhaupt, ein solches Geschoß mit einem Sucher zu versehen. Voraussetzung für
die Verwendung eines Spikes ist allerdings, daß das Geschoß in der Lenkphase ohne
nennenswerten Anstellwinkel fliegt. Anderenfalls würde sich der Spike aerodynamisch
ungünstig auswirken. Dieses Verhalten wird aber schon wegen des begrenzten Schielwinkels
des Suchers sowieso durch die Mittelflügelsteuerung erreicht.
[0013] Ein Spike hat den Vorteil, daß die Stautemperatur an dem Fenster des Suchers gesenkt
wird, indem der Spike den geraden Verdichtungsstoß mit hoher Umwandlung von kinetischer
Energie in Wärmeenergie in einen schrägen Stoß verwandelt. Das führt zu geringerer
Thermoschockbelastung des Fenstermaterials. Außerdem ist die geringere
[0014] Temperatur am Fenster des Suchers günstig für Detektoren, die auf infrarote Strahlung
ansprechen und verbessert die Auffaßweite des Systems.
[0015] Die Verwendung eines Spikes bedingt aber die Verwendung einer Abbildungsoptik des
Suchers, die durch den Spike nicht gestört wird. Eine solche Abbildungsoptik ist ein
Cassegrain-System. Bei geeigneter Auslegung der Geometrie des Spikes und der Abbildungsoptik
in Anpassung an den begrenzten Schielwinkel des Suchers können Strahlungsverluste
durch Abschattung weitgehend vermieden werden. Ein Cassegrain-System besitzt außerdem
eine relativ hohe Beschleunigungsfestigkeit.
[0016] Es ergibt sich dann noch die Frage, wie eine Abtastung des Gesichtsfeldes erfolgen
soll. Komplizierte Abtastmechanismen müssen wegen der hohen Beschleunigungen entfallen.
Es wird dabei die Tatsache ausgenutzt, daß alle Geschosse, wenn sie nicht mit besonderem
Regelaufwand rollagestabilisiert sind, eine mehr oder weniger starke Rollbewegung
ausführen. Dies wird nach der Erfindung für die Gesichtsfeldabtastung ausgenutzt.
Eine relativ schnelle Abtastbewegung führt die auf dem Kreisel montierte Abbildungsoptik
aus. Das geschieht zweckmäßigerweise dadurch, daß der luftgelagerte Kreisel zu einer
kontrollierten Nutationsbewegung erregt wird. Eine zweite, langsamere Abtastbewegung
wird durch die Rollbewegung des Geschosses erhalten. Zu diesem Zweck ist statt des
üblichen Domes als optisches Fenster ein Keil vorgesehen, der von zwei ebenen Flächen
begrenzt ist. Dieses quasi-ebene Fenster trägt den Spike. Es ergeben sich damit bessere
Abbildungseigenschaften und eine kreisende Bildbewegung relativ zu dem Detektor, die
sich mit der Bewegung der Abbildungsoptik zu einer Rosettenabtastung ergänzt.
[0017] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Geschosses mit Endphasenlenkung.
- Fig. 2
- zeigt einen Längsschnitt des Suchers.
- Fig. 3
- veranschaulicht schematisch die Bewegung des Suchers zur Abtastung des Gesichtsfeldes.
- Fig. 4
- veranschaulicht die rosettenförmige Abtastung des Gesichtsfeldes durch Kombination
der Abtastbewegung des Suchers und der Rollbewegung des Geschosses.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0019] Das Geschoß 10 weist an der Spitze einen Sucher auf. Der Sucher 12 trägt einen Spike
14. Hinter dem Sucher 12 ist die Gasversorgung 16 für die Luftlagerung eines Kreisels
18 angeordnet. Der Kreisel 18 bildet einen wesentlichen Teil des Suchers 12. Hinter
der Gasversorgung 16 sitzt eine Batterie 20 für die Stromversorgung. An die Batterie
20 schließt sich eine Baugruppe 22 an, die ein Ruderstellsystem und die zugehörige
Leistungselektronik enthält. Dahinter sitzt die Sucherelektronik 24. Im Endteil des
Geschosses 10 sind ein Sprengkopf 26 und ein Zünder 28 angeordnet. Die Batterie 20
speist den Sucher, die Leistungselektronik und das Ruderstellsystem sowie die Sucherelektronik.
Durch Leitwerke 30 im Bereich des Endteils wird eine Heckstabilisierung erreicht.
Im Bereich der Baugruppe 22 des Ruderstellsystems sind Steuerflächen 32 in Kreuzflügelanordnung
vorgesehen, die eine Mittelflügelsteuerung bewirken. Die Steuerflächen 32 sind beim
Abschluß eingezogen und werden in der Lenkphase ausgefahren. Da die Steuerflächen
im Bereich des Schwerpunktes des Geschosses 10 sitzen, können damit Querkräfte für
die Lenkung erzeugt werden, ohne daß dabei ein wesentlicher Anstellwinkel des Geschosses
auftritt. In der Lenkphase werden die Steuerflächen 32 von dem Ruderstellsystem in
Baugruppe 22 betätigt, das über die Leistungselektronik von der Sucherelektronik 24
gesteuert ist. Die Sucherelektronik 24 erhält und verarbeitet Signale von dem Sucher
12.
[0020] Der Sucher 12 ist in Fig.2 in vergrößertem Maßstab dargestellt. Der Kreisel 18 des
Suchers 12 ist in einer sphärischen Lagerfläche 34 mittels einer Luftlagerung gelagert.
Die Luftlagerung ist eine bekannte Technik und daher hier nicht im einzelnen beschrieben.
Es wird ein Druckgasstrom in die Lagerfläche eingeleitet, so daß der Kreisel 18 mit
seiner sphärischen Außenfläche auf einer Luftschicht schwebend gehalten wird. Der
Kreisel 18 wird durch eine Statorwicklung 36 elektrisch oder pneumatisch angetrieben.
Der Kreisel 18 rotiert um eine geschoßfeste Detektorsäule 38. Auf der Stirnfläche
der Detektorsäule 38 sitzen infrarotempfindliche Detektoren 40. Die Detektorsäule
38 enthält eine Kühlvorrichtung, mittels derer die Detektoren 40 gekühlt werden.
[0021] Der Kreisel 18 trägt, wie aus der schematischen Fig.3 am besten ersichtlich ist,
eine Abbildungsoptik 42 in Form eines Cassegrain-Systems mit einem ringförmigen Hohlspiegel
44 als Primärspiegel und einem im Abstand davor angeordneten Spiegel 46 als Sekundärspiegel
Der Strahlengang der Abbildungsoptik 42 verläuft, wie in Fig.3 dargestellt, vom Objekt,
das praktisch im Unendlichen liegt, über den ringförmigen Hohlspiegel 44 und den Spiegel
46 auf den Detektor 40. Der Spiegel 46 ist über einen stabilen Spiegelträger 48 an
dem Kreisel 18 gehaltert.
[0022] Wie aus Fig.3 ersichtlich ist, führt die Abbildungsoptik 42 eine kreisende Abtastbewegung
aus. Das wird dadurch erreicht, daß der Kreisel 18 mit der Abbildungsoptik zu einer
kontrollierten Nutationsbewegung angeregt wird.
[0023] Der Sucher 12 ist durch ein planes Fenster 54 abgeschlossen. Das Fenster 54 besteht
aus infrarotdurch lässigem Material. Das Fenster ist keilförmig ausgebildet und wird
durch Planflächen 58 und 60 begrenzt.
[0024] Die Steuerflächen 32 sind mit einer Verwindung versehen, derart, daß das Geschoß
eine stetige Rollbewegung ausführt. Wie aus Fig.3 ersichtlich ist, wird dabei der
Strahlengang für die Abbildungsoptik 42 abgelenkt und damit der von dem Detektor 40
jeweils erfaßte Punkt des abgetasteten Gesichtsfeldes verändert. Wenn das Geschoß
seine Rollbewegung ausführt, würde ohne die Abtastbewegung der Abbildungsoptik 42
ein ringförmiger Bereich des Gesichtsfeldes um die Geschoßachse abgetastet. Diese
durch die Rollbewegung des Geschosses hervorgerufene relativ langsame Abtastbewegung
wird jedoch der schnellen Abtastbewegung der Abbildungsoptik 42 überlagert. Es resultiert
eine Rosettenabtastung, wie sie in Fig.4 angedeutet ist. Durch die Nutationsbewegung
des Kreisels 18 und die dadurch bedingte relativ schnelle Abtastbewegung der Abbildungsoptik
42 werden die einzelnen "Blätter" 62 der Rosette durchlaufen. Die Rollbewegung des
Geschosses 10 bewirkt durch den damit umlaufenden Keil eine überlagerte langsamere
Drehung längs des Abtastkreises 64. Dadurch, daß mehrere Detektoren 40 vorgesehen
sind, wird mit jedem Blatt 62 der Rosette, also bei jedem Nutationsumlauf des Kreisels
18 ein ringförmiger Streifen 66 abgetastet, wie in Fig.4 dargestellt ist.
[0025] Das Fenster 54 trägt den Spike 14. Dadurch wird der Strömungswiderstand des Geschosses
10 vermindert. Die Strömung wird von dem Fenster 54 teilweise abgelenkt, wodurch die
Erwärmung vermindert wird.
1. Endphasengelenktes Geschoß zum Abschuß aus einer Kanone oder Start aus Launcher,
gekennzeichnet durch die Kombination der nachstehenden Merkmale
(a) Ein optischer Sucher (12) enthält einen luftgelagerten Kreisel (18).
(b) Auf dem luftgelagerten Kreisel (18) ist ein Cassegrain- System als Abbildungsoptik
(42) angeordnet, welche Zielstrahlung auf einem optischen Detektor (40) abbildet und
ein Gesichtsfeld mit einer kreisenden Bewegung abtastet.
(c) Das Geschoß (10) ist an der Spitze durch ein optisch durchlässiges planes Fenster
(54) abgeschlossen.
(d) Das optisch durchlässige Fenster (54) trägt einen zentralen Spike (14).
(e) Das Geschoß (10) weist eine Heckstabilisierung und Mittelflügel auf, die von Signalen
des Detektors (40) und des Kreisels (18) über Signalverarbeitungsmittel (24) und einen
Stellantrieb (22) angesteuert werden.
(f) Das Geschoß (10) wird aerodynamisch zu einer stetigen Rollbewegung veranlaßt.
(g) Die Geometrie des Spikes (14) und der Abbildungsoptik (42) wird in Anpassung an
den begrenzten Schielwinkel des Suchers (12) ausgelegt, so daß Strahlungsverluste
durch Abschattung durch den Spike (14) weitgehend vermieden werden können.
2. Endphasengelenktes Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung einer kreisenden Abtastbewegung der Kreisel (18) zu einer kontrollierten
Nutationsbewegung anregbar ist.
3. Endphasengelenktes Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung
einer kreisenden Abtastbewegung das optische Fenster (54) keilförmig ausgebildet ist.
4. Endphasengelenktes Geschoß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (40) ein Infrarotdetektor und das Fenster (54) für infrarote Strahlung
durchlässig ist.
5. Endphasengelenktes Geschoß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (40) gekühlt ist.
6. Endphasengelenktes Geschoß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (40) mehrere Detektorelemente enthält, so daß bei jedem Umlauf der kreisenden
Abtastbewegung ein ringförmiger Streifen (66) des Gesichtsfeldes abgetastet wird.
1. Projectile for launching from a cannon or launcher which projectile is steered onto
a target during the end phase of its trajectory and which is
characterized by the combination of the following features
(a) An optical seeker (12) contains an air supported gyro (18).
(b) A Cassegrain system constituting an imaging optical system (42) is arranged at
the air supported gyro (18), said imaging optical system imaging target radiation
at an optical detector (40) and scanning a field of view using a gyrating motion.
(c) The projectile (10) is closed at the tip by means of an optically transparent,
planar window (54).
(d) The optically transparent window (54) carries a central spike (14).
(e) The projectile (10) comprises tail stabilization and mid-portion wings controlled
by signals which are produced by the detector (40) and the gyro (18) via signal processing
means (24) and servo motor means (22).
(f) The projectile (10) is aerodynamically caused to carry out a continuous rolling
movement.
(g) The geometry of the spike (14) and the imaging optical system (42) is designed
in adaptation to the limited squint angle of the seeker (12) such that radiation losses
due to shadowing by the spike (14) can be avoided to a large extent.
2. Projectile which is steered during the end phase of its trajectory, according to claim
1, characterized in that the gyro (18) is energisable to carry out a controlled nutational motion in order
to generate a gyrating scanning motion.
3. Projectile which is steered during the end phase of its trajectory, according to claim
1, characterized in that the optical window is constructed in a wedge shape for generating a gyrating scanning
motion.
4. Projectile which is steered during the end phase of its trajectory, according to claim
1 to 3, characterized in that the detector (40) is an infrared detector and the window (54) is transparent for
infrared radiation.
5. Projectile which is steered during the end phase of its trajectory, according to claim
4, characterized in that the detector (40) is cooled.
6. Projectile which is steered during the end phase of its trajectory, according to any
one of claims 1 to 5, characterized in that the detector (40) contains a plural number of detector elements so that an annular
strip (66) of the field of view is scanned during each revolution of the gyrating
scanning motion.
1. Projectile dirigé en phase finale destiné au lancement d'un canon ou au départ d'un
lanceur, caractérisé par la combinaison des
caractéristiques suivantes
(a) Un chercheur optique (12) comprend un gyroscope (18) logé en air (18).
(b) Un système Cassegrain est disposé comme système optique de reproduction (42) sur
le gyroscope (18) logé en air, système Cassegrain qui reproduit la radiation de cible
sur un détecteur optique (40) et qui explore un champ de vision avec un mouvement
circulaire.
(c) Le projectile (10) est fermé sur la pointe par une fenêtre (54) plane optiquement
transparente.
(d) La fenêtre (54) optiquement transparente porte un spike (14) central.
(e) Le projectile (10) présente une stabilisation à l'arrière et des ailes centrales
commandées par des signaux du détecteur (40) et du gyroscope (18) par des moyens de
traitement de signal (24) et un entraînement de commande (22).
(f) Le projectile (10) est incité aérodynamiquement à un mouvement de roulis permanent.
(g) La géométrie du spike (14) et du système optique de reproduction (42) est dimensionnée
en adaptation à l'angle bigle du chercheur (12) de sorte que des pertes de radiation
peuvent être largement supprimées par l'obscurcissement par le spike (14).
2. Projectile dirigé en phase finale selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'afin de provoquer un mouvement circulaire d'exploration, le gyroscope (18) peut être
incité à un mouvement de nutation contrôlé.
3. Projectile dirigé en phase finale selon la revendication 1, caractréisé par le fait qu'afin de provoquer un mouvement circulaire d'exploration, la fenêtre optique (54) est
en forme de coin.
4. Projectile dirigé en phase finale selon la revendication 1 à 3, caractérisé par le fait que le détecteur (40) est un détecteur infrarouge et la fenêtre (54) est transparante
à la radiation infrarouge.
5. Projectile dirigé en phase finale selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le détecteur (40) est réfroidi.
6. Projectile dirigé en phase finale selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que le détecteur (40) comprend plusieurs éléments de détecteur de sorte que pour chaque
rotation du mouvement circulaire d'exploration, une bande annulaire (66) du champ
de vision est explorée.