[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Vorderbacken gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein derartiger Vorderbacken ist in der AT-PS 361347 in mehreren Ausführungsbeispielen
beschrieben. Bei den Ausführungen nach den Fig.1 - 6 erfolgt die Zentrierung des Bolzens
in der Fahrstellung durch eine elastische Masse, welche den Bolzen ringförmig umgibt
und welche von einem skifesten Bauteil festgehalten wird. So kann z.B. der aus Fig.
6 ersichtliche Ring auf den Bolzen und dadurch auf den Sohlenhalter eine gewisse elastische
Haltefunktion zwar ausüben, ein formschlüssiges Festhalten des Bolzens und somit des
Sohlenhalters ist jedoch auf diese Weise nicht möglich. Diese Konstruktion hat daher
den Nachteil, daß auch während der Fahrt, wenn also der den Sohlenhalter tragende
Bolzen unverrückbar festgehalten werden soll, eine Verschwenkung des Bolzens und damit
des Sohlenhalters möglich ist.
[0003] Bei den Ausführungen nach den Fig. 7 - 15 hingegen erfolgt das Festhalten des Bolzens
durch Steuerkurven, welche auf Ansätzen der beiden Winkelhebel angeordnet sind. Bei
einem Rückwärtsdrehsturz ist eine Freigabe des Bolzens daher erst dann möglich, wenn
einer der Winkelhebel durch den Skischuh des Skiläufers bereits in einem bestimmten
Winkel verschwenkt worden ist. Dadurch tritt aber eine Verminderung der Reibung zwischen
dem Sohlenhalter und dem Skischuh mit Verzögerung ein.
[0004] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Ausführungen zu
beseitigen und einen Vorderbacken zu schaffen, der schon zu Beginn eines Rückwärtsdrehsturzes
des Skiläufers den Sohlenhalter, der in der Fahrstellung verriegelt ist, anhebt und
dadurch die Reibung zwischen Sohlenhalter und Schuhsohle unverzüglich vermindert.
[0005] Ausgehend von einem Vorderbacken gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß durch die Maßnahme des kennzeichnenden Teiles dieses Anspruches
gelöst. Stürzt während der Fahrt der Skiläufer nach rückwärts, so wird der Sohlenhalter
angehoben und dadurch der Bolzen entriegelt. Findet auch ein Rückwärtsdrehsturz statt,
so kann sich der Sohlenhalter unverzüglich seitlich verschwenken, so daß eine reibungsarme
Freigabe der Schuhsohle gewährleistet wird.
[0006] Für die konkrete bauliche Ausgestaltung dieses Vorderbackens bieten sich vor allem
zwei Lösungen an. Von diesen ist die im Anspruch 2 gekennzeichnete besonders einfach,
da das schon ausgesparte Langloch in seinem mittleren Bereich zylindrisch verbreitert
und dem bereits vorhandenen Bolzen angepaßt werden muß. Durch die an den Schaft anschließende
konische Verjüngung wird einerseits das Schwenkvermögen des Schraubenbolzens vergrößert
und anderseits die Zentrierung desselben bei der Rückstellung erleichtert.
[0007] Durch den Gegenstand des Anspruches 3 wird eine kompakte Bauhöhe des Vorderbackens
gewährleistet.
[0008] Die im Anspruch 4 angegebenen Maßnahmen ermöglichen, daß der Sohlenhalter bei einem
Rückwärtsdrehsturz des Skiläufers nicht nur seitlich verschwenkt, sondern an seinem
hinteren Ende zusätzlich angehoben werden kann.
[0009] In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn man die Zentrierung des
unteren Bolzenendes in der Fahrstellung und die Führung des unteren Bolzenendes bei
einem Drehsturz des Skiläufers nach rückwärts in zwei verschiedene Ebenen verlegt,
wie dies im Anspruch 5 angegeben ist. Durch diese Maßnahme wird es möglich, die für
die Führung und die Zentrierung maßgeblichen Flächen so groß auszubilden, daß ein
Ausschlagen derselben durch den Bolzen zuverläs sig verhindert wird.
[0010] Durch die Merkmale des Anspruches 6 wird eine verbesserte Zentrierung gewährleistet.
[0011] Durch den Gegenstand des Anspruches 7 werden bei einem Rückwärtssturz des Skiläufers
der Weg und die Lage des Bolzens definiert.
[0012] Durch die Merkmale des Anspruches 8 wird eine kugelgelenkartige, jedoch gegen axiale
Verschiebung gesicherte Lagerung des Kopfes des Schraubenbolzens herbeigeführt.
[0013] In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
Fig. 1 ist ein vertikaler Längsmittelschnitt durch die erste Ausführung und
Fig. 2 ein Teilschnitt nach der Linie II - II in Fig. 1.
Fig. 2a ist ein Detail aus Fig. 2 in vergrößertem Maßstab und
Fig. 2b ein Schnitt entlang der Linie IIb - IIb in Fig. 2a.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 1.
Die Fig. 4 und 5 entsprechen der Fig. 2 bzw. 3, wobei jedoch die verschwenkte Lage
des Sohlenhalters wiedergegeben ist.
Fig. 6 ist ein vertikaler Längsmittelschnitt durch die zweite Ausführung und
Fig. 7 ein Teilschnitt nach der Linie VII - VII in Fig. 6 in vergrößertem Maßstab.
In Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie VIII - VIII in Fig. 6 dargestellt.
Fig. 9 entspricht der Fig. 7, wobei sich jedoch der Sohlenhalter in einer verschwenkten
Lage befindet.
[0014] Der in den Fig. 1 - 5 dargestellte Vorderbacken ist in seiner Gesamtheit mit 101
bezeichnet. Er besitzt ein Gehäuse 102, an dem ein im vertikalen Längsmittelschnitt
etwa winkelförmiger Tragkörper 103 befestigt ist. Das Gehäuse 102 und der horizontale
Schenkel 103a des Tragkörpers 103 sind in bekannter Weise an der Oberseite 100a eines
Ski 100 befestigt. Der andere Schenkel 103b des Tragkörpers 103 verläuft senkrecht
zur Oberseite 100a des Ski 100 und trägt an seinem oberen Ende eine Achse 104, welche
in Skiquerrichtung und parallel zur Skioberseite 100a angeordnet ist. Auf dieser
Achse 104 ist ein winkelförmiger Ausgleichshebel 105 gelagert, dessen einer Schenkel
105a horizontal und im wesentlichen parallel zum Schenkel 103a des Tragkörpers 103
verläuft. Im Schenkel 105a des Ausgleichshebels 105 ist eine vertikal verlaufende
Bohrung 105c ausgespart, welche von einem Schraubenbolzen 106 durchsetzt wird, dessen
Schaft mit 106b bezeichnet ist und dessen Gewinde mit einer Gewindebohrung eines Sohlenhalters
108 im Eingriff steht. Der Kopf 106a des Schraubenbolzens 106 liegt auf dem horizontalen
Schenkel 105a des Ausgleichshebels 105 auf und läßt den Schraubenbolzen 106 durch
eine Lagerung nach Art eines Kugelgelenkes nach allen Seiten verschwenken. Der Schraubenbolzen
106 ist in seiner eingestellten Lage durch eine Schenkelfeder 119, die sich an Abflachungen
unterhalb des Kopfes 106a des Schaubenbolzens 106 abstützt, gegen Verdrehen gesichert.
Deren Enden sind im Schenkel 105a des Ausgleichshebels 105 verankert. Unter der Schenkelfeder
119 befindet sich ein in Draufsicht U-förmiger Einsatz 118, der auf den Schraubenbolzen
106 aufgeschoben wird und eine Lagerung von dessen Kopf 106a im Schenkel 105 des
Ausgleichshebels 105 mit Spiel gewährleistet.
[0015] An den unteren Endbereich des Schaftes 106b des Schraubenbolzens 106 schließt sich
eine konische Verjüngung 106c an, welche in einen zylindrischen Fortsatz 106d übergeht.
Der Fortsatz 106d trägt eine koaxial angeordnete Beilagscheibe 107, die mittels eines
Nietkopfes 106e in Position gehalten wird und die den Verschiebeweg des Schraubenbolzens
106 und damit den Schwenkwinkel des Ausgleichshebels 105 begrenzt.
[0016] In einer nach oben gerichteten Auswölbung des horizontalen Schenkels 103a des Tragkörpers
103 befindet sich ein Langloch 103c. Das Langloch 103c ist in seinem mittleren Abschnitt
mit einer zylindrischen Verbreiterung 103d versehen, welche zur Aufnahme des zylindrischen
Schaftes 106b des Schraubenbolzens 106 bestimmt ist. Weiters ist die Begrenzungswand
103f des Langloches 103c in ihrem unteren Bereich konisch abgefast (vgl. die Fig.
2a und 2b), wodurch dem Schraubenbolzen 106 in dessen angehobenem Zustand ein seitliches
Ausschwenken erleichtert wird.
[0017] Der für sich bekannte Aufbau des Vorderbackens 101 ist wie folgt: Der Schenkel 103a
des Tragkörpers 103 trägt in seitlichem Abstand von der vertikalen Längsmittelebene
des Vorderbackens 101 zwei vertikale Achsen 109, auf denen jeweils Winkelhebel 110
gelagert sind, von denen der eine Schenkel zur seitlichen Halterung der Schuhsohle
eines in den Vorderbakken 101 eingesetzten, nicht dargestellten Skischuhs dient.
Der andere Schenkel wirkt mit einem noch näher zu beschreibenden Schieber 115 zusammen.
[0018] Im Gehäuse 102 ist eine sich in Längsrichtung des Vorderbackens 101 erstreckende,
als Druckfeder ausgebildete Auslösefeder 111 untergebracht. Die Vorspan nung dieser
Auslösefeder 111 läßt sich mittels einer Hülse 112 mit Innengewinde einstellen. Die
Hülse 112 ist auf den Gewindeabschnitt einer Zugstange 113 aufgeschraubt, welche
die Auslösefeder 111 mittig durchsetzt. An einem Bund der Hülse 112 stützt sich eine
weitere Hülse 114 ab, welche die Funktion eines Federtellers ausübt.
[0019] An ihrem dem Skischuh benachbarten Ende trägt die Zugstange 113 den - im vertikalen
Längsmittelschnitt durch den Vorderbacken 101 gesehen - winkelförmigen Schieber
115. Die Zugstange 113 ist mit ihrem abgesetzten Ende in eine Bohrung im vertikal
verlaufenden Schenkel 115b des Schiebers 115 eingeführt und vernietet. Dadurch wird
von der Auslösefeder 111 über die Zugstange 113 auf den Schieber 115 ein Zug zur Skispitze
hin ausgeübt. Der Schieber 115 beaufschlagt jeden der beiden seitlichen Winkelhebel
110, sowie den Ausgleichshebel 105.
[0020] Der parallel zur Oberseite 100a des Ski 100 verlaufende und zur Skispitze hin gerichtete
Schenkel 115a des Schiebers 115 weist eine Skala 116 mit einem Schlitz 117 auf, in
dem eine an der Hülse 114 befestigte Marke 114a verschiebbar geführt ist.
[0021] Bei einem Sturz des Skiläufers nach rückwärts wird zunächst der Sohlenhalter 108
angehoben. Gleichzeitig damit wird aber auch der Ausgleichshebel 105 verschwenkt
und der Schraubenbolzen 106 nach oben bewegt, bis die Beilagscheibe 107 an der Unterseite
der Auswölbung 103e des Schenkels 103a des Tragkörpers 103 zur Anlage kommt. Nun ist
der zylindrische Schaft 106b des Schraubenbolzens 106 von der Umklammerung durch die
zylindrische Verbreiterung 103d freigegeben, und der Fortsatz 106d des Schraubenbolzens
106 kann sich - sofern ein Rückwärtsdrehsturz stattfindet - zum einen Ende des Langloches
103c hin bewegen. Dabei wird die Möglichkeit der Schrägstellung des Schraubenbolzens
106 durch die Fase der Begrenzungswand 103f des Langloches 103c erleichtert, wobei
die Verschwenkung des Kopfes 106a des Schraubenbolzens 106 durch das Spiel von der
Schenkelfeder 119 und dem Einsatz 118 am Ausgleichshebel 105 begünstigt wird.
[0022] Hat der Skischuh den Vorderbacken 101 verlassen, so führt die Auslösefeder 111 über
den Ausgleichshebel 105 den Sohlenhalter 108 in seine Ausgangslage zurück, wobei
der Schraubenbolzen 106 nach unten gedrückt wird. Dies hat zur Folge, daß der zylindrische
Schaft 106b in die zylindrische Verbreiterung 103d des Langloches 103c gelangt, was
eine Zentrierung des Schraubenbolzens 106 bewirkt. Der Sohlenhalter 108 befindet
sich danach wieder in seiner zur Oberseite 100a des Ski 100 etwa parallelen Lage.
[0023] Die in den Fig. 6 - 9 dargestellte Ausführungsform eines Vorderbackens 201 ist der
zuerst beschriebenen ähnlich. Aus diesem Grunde sind die einzelnen Elemente des Vorderbackens
201, welche mit den Elementen der ersten Ausführung übereinstimmen, und daher nicht
gesondert beschrieben sind, jeweils mit einer um 100 höheren Bezugsziffer versehen.
[0024] Im Gegensatz zur ersten Ausführung ist beim Vorderbacken 201 das Langloch 220c,
das in Draufsicht etwa bananen- oder nierenförmig ist, wobei die konkave Krümmung
dem Skischuh zugewandt ist, nicht im Schenkel 203a des Tragkörpers 203 ausgespart,
sondern im mittleren Höhenbereich eines Steuerblockes 220, der in einer Aussparung
des Schenkels 203a unverrückbar angeordnet ist, und der im zusammengebauten Zustand
des Vorderbackens 201 vom Gehäuse 202 festgehalten ist. Im Abstand über dem Langloch
220c befindet sich im Steuerblock 220 eine konische Einsenkung 220b, an welcher eine
zylindrische Öffnung 220a und sodann eine Freistellung 220d angeschlossen sind. Unter
dem Langloch 220c und parallel zu diesem ist im Steuerblock 220 ein Hohlraum 220f,
der eine Decke 220e aufweist, ausgespart.
[0025] Der Aufbau des Schraubenbolzens 206 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel wie
folgt. Unterhalb des Gewindeabschnittes befindet sich ein zylindrischer Schaftabschnitt
206b, der über eine Stufe in einen zylindrischen Endabschnitt 206d übergeht. Auf letzterem
ist eine im weiteren noch näher beschriebene Hülse 221 gelagert.
[0026] Um ein ungewolltes Herabfallen der Hülse 221 zu verhindern, trägt der Schraubenbolzen
206 auch hier an seinem unteren Ende eine koaxiale Beilagscheibe 207, die mittels
eines Nietkopfes 206e festgehalten ist. Des weiteren ist die Decke 220e des Hohlraumes
220 f kreisbogenförmig konvex nach unten gekrümmt (s. Fig. 8). Dadurch wird eine definierte
Lage für den verschwenkten Schraubenbolzen 206 und somit auch für den Sohlenhalter
208 herbeigeführt.
[0027] Bei einem Sturz des Skiläufers nach rückwärts wird zunächst der Sohlenhalter 208
angehoben. Gleichzeitig damit wird aber auch der Ausgleichshebel 205 verschwenkt,
und der Schraubenbolzen 206 und die Hülse 221 werden nach oben bewegt, bis die Beilagscheibe
207 an der Decke 220e des Hohlraumes 220f des Steuerblockes 220 zur Anlage kommt.
Nun ist der zylindrische Teil 221a der Hülse 221 von der Umklammerung durch die zylindrische
Öffnung 220a freigegeben, und der zylindrische Endabschnitt 221c der Hülse 221 kann
sich - sofern ein Rückwärtsdrehsturz stattfindet - zu einem der beiden Enden des
Langloches 220c hin bewegen, was eine Schrägstellung des Sohlenhalters 208 um die
Skilängsachse zur Folge hat. Infolge der bananen- bzw. nierenförmigen Ausbildung des
Langloches 220c wird der Sohlenhalter 208 außerdem um eine ideelle Querachse Y -
Y etwas verschwenkt. Dadurch wird bei einem Rückwärtsdrehsturz des Skiläufers dessen
Ausstieg mit dem Skischuh aus dem Vorderbacken 201 zusätzlich erleichtert.
[0028] Hat der Skischuh den Vorderbacken 201 verlassen, so führt die Auslösefeder 211 über
den Ausgleichshebel 205 den Sohlenhalter 208 in seine Ausgangslage zurück, wobei
der Schraubenbolzen 206 und auch die Hülse 221 nach unten gedrückt werden. Dies hat
zur Folge daß die konische Einsenkung 220b des Steuerblockes 220 über den konischen
Abschnitt 221b der Hülse 221 deren zylindrischen Teil 221a in die zylindrische Öffnung
220a des Steuerblockes 220 zurückführt, was eine Zentrierung des Schraubenbolzens
206 bewirkt. Der Öffnungswinkel des konischen Abschnittes 221b der Hülse 221 entspricht
dem Öffnungswinkel der konischen Einsenkung 220b im Steuerblock 220.
[0029] Die Erfindung ist nicht an die in der Zeichnung dargestellten und im vorstehenden
beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen
derselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise wäre
es beim zweiten Ausführungsbeispiel denkbar, die am Schraubenbolzen befestigte Hülse
mit einer hohlkegeligen Stufe zu versehen, der eine nach oben gerichtete Kegelfläche
des Lagerbockes zugeordnet ist. Weiters kann der Bolzen auch glatt sein, wobei der
Sohlenhalter gegen die Kraft einer Druckfeder längs des Bolzens automatisch verstellbar
ist. Außerdem kann die bananen- bzw. nierenförmige Ausbildung des Langloches auch
beim ersten Ausführungsbeispiel Verwendung finden.
1. Vorderbacken für Sicherheitsskibindungen, mit zwei die Schuhsohle seitlich umfassenden
Winkelhebeln, welche gegen die Kraft einer Auslösefeder um je eine senkrecht zur Skioberseite
verlaufende Achse verschwenkbar sind, und mit einem Sohlenhalter, der mittels eines
Bolzens, insbesondere eines Schraubenbolzens, in einer senkrecht zur Skioberseite
verlaufenden Richtung verstellbar ist, wobei der Bolzen mit seinem unteren Ende in
einem in Skiquerrichtung verlaufenden, in einer Grundplatte bzw. in einem Tragkörper
ausgesparten Langloch gelagert und in der Fahrstellung in diesem festgehalten ist,
bei einem Rückwärtsdrehsturz des Skiläufers hingegen freigegeben wird, so daß der
Sohlenhalter auf der auslösenden Seite frei anhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (106, 206) in der Fahrtstellung durch eine zylindrische Führungsfläche
(103d; 220a) in der Grundplatte bzw. im Tragkörper (103) bzw. in einem in den Tragkörper
(203) eingesetzten Steuerblock (220) zentriert und bei einem Rückwärtssturz mit seinem
der Skioberseite zugewandten Bereich gegenüber der Grundplatte bzw. dem Tragkörper
(103; 203) oder dem Steuerblock (220) in einer senkrecht zur Skioberseite verlaufenden
Richtung gegen die Kraft der Auslösefeder (111, 211) begrenzt verschiebbar ist.
2. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch (103c)
in seinem mittlenen Abschnitt eine zylindrische Verbreiterung (103d) besitzt, in
welche in der Fahrtstellung der Bolzen (106) mit seinem zylindrischen Schaft (106b)
einrastet, und daß der Bolzen (106) an diesen Schaft (106b) an schließend eine konische
Verjüngung (106c) aufweist (Fig. 1 - 5).
3. Vorderbacken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch (103c)
in einer nach oben gerichteten Auswölbung (103e) des horizontalen Schenkels (103a)
des Tragkörpers (103) ausgespart ist.
4. Vorderbacken nach einem der Ansprüche 1 -3 , dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch
(220c) in der Grundplatte bzw. im Tragkörper bzw. in dem in diesen eingesetzten Steuerblock
(220) in Draufsicht benanen- oder nierenförmig ist, wobei seine konkave Krümmung
dem Skischuh zugewandt ist (Fig. 6 - 9).
5. Vorderbacken nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die konische Führungsfläche
im Steuerblock (220) als Einsenkung (220b) ausgebildet ist, die sich über dem Langloch
(220c) befindet.
6. Vorderbacken nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenbolzen
(206) unterhalb des Gewindeabschnittes einen Schaftabschnitt (206b) besitzt, der
über eine Stufe in einen zylindrischen Endabschnitt (206d) übergeht, wobei auf letzterem
eine gestufte Hülse (221) gelagert ist, die einen zylindrischen Teil (221a), einen
anschließenden konischen Abschnitt (221b) und einen zylindrischen Endabschnitt (221c)
aufweist, wobei der zylindrische Teil (221a) in seinem Durchmesser der zylindrischen
Öffnung (220a) im Steuerblock (220) angepaßt ist, und wobei der konische Abschnitt
(221b) hinsichtlich seines Öffnungswinkels dem Öffnungswinkel der konischen Einsenkung
(220b) im Steuerblock (220) entspricht.
7. Vorderbacken nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Langloch
(220c) im Steuerblock (220) ein Hohlraum (220f) ausgespart ist, an dessen nach unten
konvex gekrümmter Decke (220e) bei einem Rückwärtsdrehsturz des Skiläufers eine am
unteren Ende des Bolzens (206) befestigte Beilagscheibe (207) abstützbar ist.
8. Vorderbacken nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenbolzen
(106, 206) im Abstand unterhalb seines Kopfes (106a, 206a) seitlich abgeflacht und
in seiner Drehlage durch eine sich an den Abflachungen abstützende Schenkelfeder (119,
219) gehalten ist, deren Enden im Schenkel (105a, 205a) des Ausgleichshebels (105,
205) verankert sind, und daß unterhalb der Schenkelfeder (119, 219) ein in Draufsicht
U-förmiger Einsatz (118, 218) auf den Schraubenbolzen (106, 206) aufgeschoben ist.