[0001] Die Erfindung betrifft einen Reflektor für abgeblendete oder abblendbare Kraftfahrzeugscheinwerfer,
dessen Reflexionsfläche einen asymmetrischen Zwickelbereich, einen oberen Bereich
und einen unteren Bereich aufweist und dessen Reflexionsfläche so ausgebildet ist,
daß die gewünschte Lichtverteilung ohne korrigierende Lichtscheibe hergestellt ist.
[0002] Ein derartiger Reflektor ist aus der DE-AS 22 05 610 vorbekannt. Die Reflexionsfläche
des dort beschriebenen Reflektors für abblendbare oder abgeblendete Scheinwerfer weist
einen asymmetrischen Zwickelbereich, einen oberen Bereich und einen unteren Bereich
auf. Ein durch die Mittelachse laufender waagerechter Schnitt durch den Reflektor
ergibt eine Hyperbel. Ein durch die Mittelachse laufender senkrechter Schnitt durch
den Reflektor ergibt Parabeläste. Dadurch soll die Reflexionsfläche so ausgebildet
sein, daß die gewünschte Lichtverteilung ohne korrigierende Lichtscheibe hergestellt
wird. Durch die vorbekannte Ausbildung des Reflektors erfolgt jedoch nur eine Vorformung
des Lichtbündels, so daß zur entgültigen Herstellung der gewünschten Lichtverteilung
noch eine optisch wirksame und korrigierende Lichtscheibe oder Streuscheibe erforderlich
ist. Derartige Lichtscheiben sind aufwendig und teuer. Die Verwendung derartiger Lichtscheiben
stößt häufig in Kraftfahrzeugen auf Schwierigkeiten, bei denen die Streuscheibe gegenüber
der Senkrechten stark geneigt und gegenüber der Fahrtrichtung stark gepfeilt ist.
[0003] Die DE-OS 26 44 385 beschreibt einen abblendbaren Scheinwerfer, bei dem die gewünschte
Lichtverteilung im wesentlichen durch den Reflektor, also ohne korrigierende Lichtscheibe,
herstellbar sein soll. Die Reflexionsfläche des Reflektors ist dabei jedoch durch
eine Differentialgleichung bestimmt, deren Lösungen Paraboloidabschnitte sind. Die
Möglichkeit durch Paraboloidabschnitte einen Reflektor zusammenzusetzen, dessen Lichtverteilung
der gewünschten Lichtverteilung entspricht, sind eingeschränkt. So ist z. B. die Verschiebung
einzelner Wendelbilder gegenüber den anderen Wendelbildern nur in einer Richtung senkrecht
zur Waagerechten durch den Schnittpunkt möglich.
[0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, einen Reflektor zu schaffen, dessen Lichtverteilung
im horizontalen und vertikalen Bereich senkrecht zur Mittelachse des Scheinwerfers
möglichst vollständig an eine gewünschte Lichtverteilung anpassbar ist, so daß sich
eine optisch wirksame Lichtscheibe vollständig erübrigt.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Flächenverlauf der Reflexionsfläche im
asymmetrischen Zwickelbereich derart gestaltet ist, daß jedes in einem beliebigen
Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt in
unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Reflexionsfläche im asymmetrischen Zwickelbereich
wird bei Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ohne Blendung des Gegenverkehrs
eine möglichst vollständige Ausleuchtung insbesondere der rechten Fahrbahnrandseite
erzielt.
[0007] Die Erfindung hat gegenüber dem Vorbekannten insbesondere den Vorteil, daß durch
den vollständigen Verzicht auf mathematische Regelflächen wie Paraboloide oder Hyperboloide
für die Gestaltung der Reflexionsfläche im Zwickelbereich die Lichtverteilung nahezu
beliebig an die gewünschte Lichtverteilung angepaßt werden kann, so daß sich eine
optisch wirksame Lichtscheibe vollständig erübrigt. Der Neigung und Pfeilung der Lichtscheibe
von mit derartigen erfindungsgemäßen Reflektoren ausgerüsteten Scheinwerfern sind
gegenüber dem Vorbekannten wesentlich weitere Grenzen eingesetzt. Als Lichtscheibe
kann eine planparallele Glasplatte verwendet werden, die anders als beim Vorbekannten
keine optisch wirksamen Mittel aufweisen muß, so daß ein derartiger Scheinwerfer gegenüber
dem Vorbekannten einfacher und kostengünstiger gestaltet werden kann.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Reflektors
gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0009] Es ist vorteilhaft, jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte
Wendelbild mit ein und demselben Punkt in einem vorgegebenen Punkt in unmittelbarer
Nähe der vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie zu lagern, um ausgehend von dem vorgegebenen
Punkt eine proportional dem Abstand vom vorgegebenen Punkt geringer werdende Leuchtdichte
zu erzielen. Dadurch kann z. B. die Leuchtdichte auf der Mitte der eigenen Fahrbahn
konzentriert werden.
[0010] Es ist vorteilhaft, jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte
Wendelbild mit ein und demselben Punkt auf einer vorgegebenen Strecke parallel zur
durch die Mittelachse gehenden vertikalen Ebene in unmittelbarer Nähe der vom Gesetzgeber
vorgegebenen Grenzlinie zu lagern, um z. B. die Leuchtdichte auf der Mitte der eigenen
Fahrbahn zu konzentrieren und zugleich durch das vom asymmetrischen Zwickelbereich
reflektierte Licht den Bereich im Vorfeld des Kraftfahrzeuges gleichmäßig auszuleuchten.
Dem gleichen Zweck dient die Maßnahme, wenn jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche
reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt auf einer vorgegebenen Zone in
unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist.
[0011] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn der vorgegebene Punkt oder
die vorgegebene Strecke oder die vorgegebene Zone in unmittelbarer Nähe des vom Gesetzgeber
vorgegebenen Punkt R 75 gelagert ist. Der Punkt R 75 ist 75 m von dem Reflektor des
Kraftfahrzeuges entfernt auf dem rechten Fahrbahnrand angeordnet. Durch diese Maßnahme
kann eine besonders intensive und gleichmäßige Ausleuchtung des Bereichs um den Punkt
R 75 herum erfolgen.
[0012] Es ist vorteilhaft, wenn der Flächenverlauf der Reflexionsfläche im Übergangsbereich
des oberen Bereichs und des unteren Bereichs derart gestaltet ist, daß jedes in einem
beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild sich mit den übrigen
Wendelbildern weitestgehend überlappt und in unmittelbarer Nähe der vom Gesetzgeber
vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist. Durch dieses zusätzliche Merkmal des erfindungsgemäßen
Reflektors kann einerseits die Fahrbahn im weit entfernten Bereich vor dem Kraftfahrzeug
in Richtung der Mittelachse des Scheinwerfers mit hoher Leuchtdichte ausgeleuchtet
werden. Andererseits ist mit dieser Maßnahme eine gleichmäßige Abnahme der Leuchtdichte
von der Fahrbahnmitte der eigenen Fahrbahn zum linken Fahrbahnrand möglich.
[0013] Wenn die Abschlußscheibe des Scheinwerfers stark geneigt ist, ist es vorteilhaft,
den Flächenverlauf der Reflexionsfläche im Übergangsbereich des oberen Bereichs und
des unteren Bereichs derart zu gestalten, daß jedes in einem beliebigen Punkt der
Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild sich mit den übrigen Wendelbildern möglichst
wenig überlappt und in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie
gelagert ist. Durch diese Maßnahme wird eine Verbiegung des linken waagerechten Teils,
der durch den Reflektor gemeinsam mit der Abschlußscheibe erzeugten Grenzlinie gegenüber
der vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie wirksam vermieden.
[0014] In diesem Zusammenhang kann man den Übergangsbereich gegenüber dem oberen Bereich
und dem unteren Bereich absetzen und den asymmetrischen Zwickelbereich in etwa gegenüberliegend
anordnen. Dadurch ist der Flächenverlauf der Reflexionsfläche im Übergangsbereich
unabhängig vom Flächenverlauf der Reflexionsfläche im oberen Bereich und im unteren
Bereich wählbar, wobei sich durchaus an den Übergängen zwischen den Bereichen Stufen
ergeben können. Diese vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstands führt insgesamt
zu einer Vierteilung des erfindungsgemäßen Reflektors.
[0015] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, den Übergangsbereich paraboloidförmig
auszubilden, weil dies eine einfache und kostengünstige Möglichkeit ist und weil sich
in diesem Fall die Wendelbilder weitestgehend überlappen. Es sind jedoch auch andere
Ausgestaltungen der Reflexionsfläche im Übergangsbereich machbar.
[0016] Es ist schließlich besonders vorteilhaft, den Flächenverlauf der Reflexionsfläche
außerhalb vom Übergangsbereich und vom asymmetrischen Zwickelbereich derart zu gestalten,
daß jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild in
unmittelbarer Nähe der vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist und daß
der Winkel der langen Achse der Wendel möglichst wenig von der Waagerechten abweicht.
Durch diese zusätzlichen Merkmale bei der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Reflektors
ist es möglich, die gesamte Fahrbahnbreite mit möglichst gleichmäßiger Leuchdichte
auszuleuchten, weil sich die Wendelbilder im Bereich der Mittelsenkrechten weniger
überlappen als im Bereich außerhalb der Mittelsenkrechten. Zugleich wird durch diese
Maßnahme eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der eigenen Fahrbahnmitte vom Vorfeld
nah beim Kraftfahrzeugscheinwerfer bis annähernd zur Waagerechten fern vom Kraftfahrzeugscheinwerfer
erreicht.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigen
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Reflektor in einer Ansicht mit Blick in den Reflektor
hinein im Schema,
Figur 2 den erfindungsgemäßen Reflektor nach der Figur 1 in einer räumlichen Darstellung
in einer Ansicht schräg von vorne in den Reflektor hinein,
Figur 3 Bilder einer im erfindungsgemäßen Reflektor angeordneten Glühwendel, wie sie
durch den asymmetrischen Zwickelbereich des erfindungsgemäßen Reflektors auf einem
vor dem erfindungsgemäßen Reflektor angeordneten Schirm reflektiert werden,
Figur 4 Wendelbilder der gleichen Glühwendel reflektiert auf denselben Schirm durch
den Übergangsbereich des erfindungsgemäßen Reflektors,
Figur 5 Bilder der gleichen Glühwendel reflektiert auf den gleichen Schirm durch den
oberen Bereich des erfindungsgemäßen Reflektors und
Figur 6 Bilder der gleichen Glühwendel reflektiert auf den gleichen Schirm durch den
unteren Bereich des erfindungsgemäßen Reflektors.
[0019] In der Figur 1 weist der erfindungsgemäße Reflektor einen asymmetrischen Zwickelbereich
oder Sektor (1), einen oberen Reflektorbereich (2), einen unteren Reflektorbereich
(3) und einen Übergangsbereich oder Gegensektor (4) auf. Dabei sind der asymmetrische
Zwickelbereich (1) und der Übergangsbereich (4) bzw. der obere Reflektorbereich und
der untere Reflektorbereich (3) jeweils gegenüberliegend angeordnet. In der Mitte
der Bereiche (1-4) befindet sich eine Durchstecköffnung (5) für eine üblicherweise
verwendete Glühlampe mit Glühwendel, die in der Figur (1) nicht dargestellt ist.
[0020] Die äußere Begrenzung des Reflektors nach der Figur 1 ist kreisförmig. Es können
jedoch auch andere äußere Reflektorbegrenzungen z. B. rechteckförmige Reflektorbegrenzungen
gewählt werden. Die Lage und die Abmessungen der einzelnen Bereiche 1-4 insbesondere
des asymmetrischen Zwickelbereichs (1) und des Übergangsbereichs (4) sind abhängig
von einer vom jeweiligen Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie bzw. Hell-Dunkel-Grenze,
die die vorgegebene bzw. gewünschte Lichtverteilung von durch den erfindungsgemäßen
Reflektor reflektiertem Licht auf einen vor dem Reflektor angeordneten Schirm bestimmt.
Bei dem erfindungsgemäßen Reflektor nach der Figur 1 sind Anordnung und äußere Abmessung
der Bereiche 1-4 den Vorgaben des deutschen Gesetzgebers am Anmeldetage angepaßt.
[0021] In Figur 2 ist die räumliche Anordnung der Reflektorbereiche 1-4 dargestellt. Man
erkennt, daß der erfindungsgemäße Reflektor nach den Figuren 1 und 2 beim Übergang
von einem Reflektorbereich zum nächsten deutliche Stufen aufweist. Zur Verdeutlichung
der Räumlichkeit ist in der Figur 2 ein Koordinatenkreuz eines Koordinatensystems
eingezeichnet, daß eine erste Raumrichtung (X), eine zweite Raumrichtung (Y) und eine
dritte Raumrichtung (Z) aufweist. Die Darstellung der Figur 1 liegt in einer Ebene
parallel zur durch die erste Raumrichtung (X) und die zweite Raumrichtung (Y) aufgespannten
Ebene. Die dritte Raumrichtung (Z) ist die Richtung, in der der erfindungsgemäße Reflektor
das Licht einer Glühlampe in der Durchstecköffnung (5) im wesentlichen reflektiert.
Bei Montage des erfindungsgemäßen Reflektors als Teil eines Kraftfahrzeugscheinwerfers
an einem Kraftfahrzeug ist die dritte Raumrichtung (Z) auch die Fahrtrichtung des
Kraftfahrzeuges. Die erste Raumrichtung (X) und die zweite Raumrichtung (Y) spannen
auch die Ebene auf, zu der der Beobachtungsschirm der Wendelbilder nach den Figuren
3-6 parallel angeordnet ist.
[0022] In der Figur 3 sind die erste Raumrichtung (X) und die zweite Raumrichtung (Y) gestrichelt
dargestellt. Weiterhin ist die vom deutschen Gesetzgeber vorgegebene Grenzlinie oder
Hell-Dunkel-Grenze (G) eingezeichnet, die sich dadurch auszeichnet, daß in der Figur
3 links von der zweiten Raumrichtung (Y) die Grenzlinie (G) mit der ersten Raumrichtung
(X) übereinstimmt. Weiterhin schließt die Grenzlinie (G) mit der ersten Raumrichtung
(X) in der Figur (3) rechts von der zweiten Raumrichtung (Y) einen vom Gesetzgeber
vorgegebenen Winkel ein.
[0023] In der Figur 3 sind stellvertretend für eine Vielzahl von durch den asymmetrischen
Zwickelbereich (1) auf den Beobachtungsschirm reflektierten Bildern der Wendel der
Glühlampe ein erstes Wendelbild (W1) und ein zweites Wendelbild (W2) dargestellt,
das die Vielzahl der vom asymmetrischen Zwickelbereich (1) reflektierten Wendelbilder
eingrenzt. Das heißt, zwischen dem ersten Wendelbild (W1) und dem zweiten Wendelbild
(W2) liegen alle übrigen vom asymmetrischen Zwickelbereich (1) reflektierten Wendelbilder.
Die Grenze der durch den asymmetrischen Zwickelbereich (1) reflektierten Wendelbilder
wird also durch das erste Wendelbild (W1), das zweite Wendelbild (W2) und die zwischen
die beiden Wendelbilder gezogenen Verbindungslinien begrenzt.
[0024] Man erkennt in der Figur 3, daß der Flächenverlauf der Reflexionsfläche im asymmetrischen
Zwickelbereich (1) derart gestaltet ist, daß jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche
reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt in unmittelbarer Nähe der vom
deutschen Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist. Im Fall der Figur 3 liegt
dieser Punkt der Wendelbilder auf einer vorgegebenen Strecke, die im wesentlichen
parallel zur durch die Mittelachse gehenden vertikalen Ebene in unmittelbarer Nähe
der vom deutschen Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie liegt. Die Endpunkte der Strecke
(S) werden durch den jeweiligen Punkt des ersten Wendelbildes (W1) und des zweiten
Wendelbildes (W2) bestimmt. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung des asymmetrischen
Zwickelbereichs (1) trägt der asymmetrische Zwickelbereich wie gewünscht zur Ausleuchtung
des rechten Fahrbahnrandes ausgehend von der Mitte der Fahrbahn des Kraftfahrzeuges
bei.
[0025] In der Figur 4 sind gleiche oder gleichwirkende Zeichnungsteile wie in der Figur
3 mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Dort ist stellvertretend für die Vielzahl
der vom Übergangsbereich (4) reflektierten Wendelbilder ein drittes Wendelbild (W3)
und ein viertes Wendelbild (W4) dargestellt, die gemeinsam mit den in Figur 4 dargestellten
Verbindungslinien zwischen den beiden Wendelbildern (W3 und W4) den Bereich begrenzen,
in denen die Bilder der Glühwendeln durch den Übergangsbereich auf den Schirm reflektiert
werden.
[0026] Man erkennt daß der Übergangsbereich (4) derart gestaltet ist, daß jedes in einem
beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild sich mit den übrigen
Wendelbildern weitestgehend überlappt und in unmittelbarer Nähe der vom Gesetzgeber
vorgegebenen Grenzlinie (G) gelagert ist. Durch dieses zusätzliche Merkmal des erfindungsgemäßen
Reflektors kann einerseits die Fahrbahn des Kraftfahrzeuges im weit entfernten Bereich
vor dem Kraftfahrzeug in Richtung der Mittelachse des Scheinwerfers, die der dritten
Raumrichtung (Z) entspricht, mit hoher Leuchtdichte ausgeleuchtet werden. Andererseits
ist mit dieser Maßnahme eine gleichmäßige Abnahme der Leuchtdichte von der Fahrbahnmitte
der eigenen Fahrbahn, die durch den Schnittpunkt der ersten Raumrichtung (X) und der
zweiten Raumrichtung (Y) gekennzeichnet ist, zum linken Fahrbahnrand in der Figur
4 links von diesem Schnittpunkt möglich. Der Übergangsbereich (4) trägt also im wesentlichen
zur Ausleuchtung des Bereichs von der eigenen Fahrbahnmitte bis zum linken Fahrbahnrand
bei, wobei durch Anordnung des dritten Wendelbildes (W3) im wesentlichen auf der vom
Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie (G) eine übermäßige und durch den Gesetzgeber
verbotene Blendung des Gegenverkehrs vermieden wird.
[0027] In Figur 5 sind gleiche oder gleichwirkende Zeichnungsteile wie in den Figuren 3
und 4 mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 3 und 4 versehen. Weiterhin
ist ein fünftes Wendelbild (W5) und ein sechstes Wendelbild (W6) dargestellt, daß
gemeinsam mit den Verbindungslinien zwischen diesen beiden Wendelbildern (W5 und W6)
in Figur 5 den Bereich eingrenzt, in den die Vielzahl der vom oberen Reflektorbereich
(2) des erfindungsgemäßen Reflektors reflektierten Wendelbilder auf dem Schirm der
Figur 5 angeordnet ist.
[0028] Man erkennt, daß der obere Reflektorbereich derart ausgebildet ist, daß jedes in
einem beliebigen Punkt des oberen Reflektorbereichs (2) reflektierte Wendelbild, insbesondere
die dargestellten reflektierten Wendelbilder (W5 und W6), in unmittelbarer Nähe der
vom deutschen Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie (G) gelagert ist und daß der Winkel
der langen Achse (A und A′) der Wendelbilder (W5 und W6) möglichst wenig von der Waagerechten,
vorgegeben durch die erste Raumrichtung (X), abweicht. Dabei ist zu berücksichtigen,
daß aufgrund der physikalischen Gesetze der Reflexion auch durch den erfindungsgemäßen
Reflektor eine Drehung der Wendelbilder um den Punkt, vorgegeben durch den Schnittpunkt
der ersten Raumrichtung (X) und der zweiten Raumrichtung (Y), nicht möglich ist. Allerdings
kann durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Reflektors sichergestellt werden, daß
der Winkel der langen Achse (A, A′) der Wendelbilder (W5 und W6) möglichst wenig von
der Waagerechten, vorgegeben durch die erste Raumrichtung (X), abweicht. Durch die
erfindungsgemäße Ausbildung des oberen Reflektorbereichs (2) ist es möglich, die gesamte
Fahrbahnbreite insbesondere der eigenen Fahrbahn des Kraftfahrzeuges mit möglichst
gleichmäßiger Leuchtdichte auszuleuchten, weil sich die Wendelbilder im Bereich der
Mittelsenkrechten, vorgegeben durch die zweite Raumrichtung (Y) weniger überlappen,
als im Bereich außerhalb der Mittelsenkrechten vorgegeben durch die erste Raumrichtung
(X). Zugleich wird durch diese Maßnahme eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der
eigenen Fahrbahnmitte vom Vorfeld nah beim Kraftfahrzeugscheinwerfer bis annähernd
zur Waagerechten fern vom Kraftfahrzeugscheinwerfer erreicht. Durch die erfindungsgemäße
Ausbildung des oberen Reflektorbereichs (2) erfolgt also gegenüber dem Vorbekannten
eine Aufweitung des durch die vom oberen Reflektorbereich (2) reflektierten Wendelbilder
erzeugten Lichteindrucks.
[0029] In der Figur 6 sind gleiche oder gleichwirkende Zeichnungsteile wie in den Figuren
3-5 mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 3-5 versehen. Zugleich ist in
den Figuren 6 ein siebtes Wendelbild (W7) und ein achtes Wendelbild (W8) dargestellt.
Die Wendelbilder (W7 und W8) grenzen wieder gemeinsam mit den in der Figur (6) dargestellten
Verbindungslinien zwischen den beiden Wendelbildern (W7 und W8) einen Bereich ein,
in dem die Vielzahl der vom unteren Reflektorbereich (3) reflektierten Wendelbilder
angeordnet ist. Dieser untere Reflektorbereich (3) ist bei den vorbekannten üblichen
Scheinwerfern im wesentlichen nutzlos für die Ausleuchtung der vor dem Kraftfahrzeug
befindlichen Fahrbahn, weil beim Aufbau eines Reflektors aus mathematischen Regeflächen
und ohne Stufen zwischen den Reflektorbereichen, die vom unteren Reflektorbereich
reflektierten Wendelbilder im wesentlichen oberhalb der vom Gesetzgeber vorgegeben
Hell-Dunkel-Grenze (G) liegen. Häufig ist die Folge, daß eine Belichtung des unteren
Reflektorbereichs (3) bei herkömmlichen Scheinwerfern durch entsprechende Abschatter
vermieden werden muß oder daß durch aufwendige Korrekturen in der Lichtscheibe die
vom unteren Reflektorbereich (3) reflektierten Wendelbilder in Bereiche unterhalb
der Hell-Dunkel-Genze (G) gebeugt werden müssen. Beide Maßnahmen führen zu deutlichen
Verlusten der vom Scheinwerfer abgestrahlten Lichtmenge. Bei einer Beeinflussung des
vom unteren Reflektorbereich (3) reflektierten Lichtbündels durch die korrigierende
Lichtscheibe sind der Neigung und Pfeilung der korrigierenden Lichtscheibe Grenzen
gesetzt, um zu große Verluste an Lichtintensität und um die Erzeugung zu großer Mengen
Streulichts zu vermeiden.
[0030] Durch die besondere Ausbildung des unteren Reflektorbereichs (3) beim erfindungsgemäßen
Reflektor ist eine Reflexion der Wendelbilder insbesondere des siebten Wendelbilds
(W7) und des achten Wendelbildes (W8) nur in Bereiche unterhalb der vom Gesetzgeber
vorgegebenen Grenzlinie (G) gewährleistet und zwar derart, daß auch jedes in einem
beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild in unmittelbarer Nähe
der vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist und daß der Winkel der langen
Achsen (A˝ und A‴) der Wendelbilder (W7 und W8) möglichst wenig von der Waagerechten
abweicht. Dies hat die bereits in der Beschreibung zu Figur 5 dargestellten Vorteile.
[0031] Wichtig ist, daß der untere Reflektorbereich (3) ohne nennenswerte Verluste zur Ausleuchtung
der vor dem Kraftfahrzeug liegenden Fahrbahn beiträgt, wobei keinerlei korrigierende
Maßnahmen an der Lichtscheibe bzw. Abschlußscheibe des Scheinwerfers mit dem erfindungsgemäßen
Reflektor erforderlich sind.
1. Reflektor für abgeblendete oder abblendbare Kraftfahrzeugscheinwerfer, dessen Reflexionsfläche
einen asymmetrischen Zwickelbereich, einen oberen Bereich und einen unteren Bereich
aufweist und dessen Reflexionsfläche so ausgebildet ist, daß die gewünschte Lichtverteilung
ohne korrigierende Lichtscheibe hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenverlauf
der Reflexionsfläche im asymmetrischen Zwickelbereich derart gestaltet ist, daß jedes
in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild mit ein und
demselben Punkt in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie
gelagert ist.
2. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes in einem beliebigen
Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt in
einem vorgegebenen Punkt in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen
Grenzlinie gelagert ist.
3. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes in einem beliebigen
Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt auf
einer vorgegebenen Strecke parallel zur durch die Mittelachse gehenden vertikalen
Ebene in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert
ist.
4. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes in einem beliebigen
Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild mit ein und demselben Punkt auf
einer vorgegebenen Zone in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen
Grenzlinie gelagert ist.
5. Reflektor nach Anspruch 2 oder Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorgegebene Punkt oder die vorgegebene Strecke in unmittelbarer Nähe des vom
Gesetzgeber vorgegebenen Punktes R 75 gelagert ist.
6. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenverlauf der Reflexionsfläche
im Übergangsbereich des oberen Bereichs und des unteren Bereichs derart gestaltet
ist, daß jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild
sich mit den übrigen Wendelbildern weitestgehend überlappt und in unmittelbarer Nähe
der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist.
7. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenverlauf der Reflexionsfläche
im Übergangsbereich des oberen Bereichs und des unteren Bereichs derart gestaltet
ist, daß jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte Wendelbild
sich mit den übrigen Wendelbildern möglichst wenig überlappt und in unmittelbarer
Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie gelagert ist.
8. Reflektor nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich
gegenüber dem oberen Bereich und dem unteren Bereich abgesetzt ist und dem asymmetrischen
Zwickelbereich in etwa gegenüberliegt.
9. Reflektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich paraboloidförmig
ausgebildet ist.
10. Reflektor nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenverlauf
der Reflexionsfläche außerhalb vom Übergangsbereich und vom asymmetrischen Zwickelbereich
derart gestaltet ist, daß jedes in einem beliebigen Punkt der Reflexionsfläche reflektierte
Wendelbild in unmittelbarer Nähe der z. B. vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzlinie
gelagert ist und daß der Winkel der langen Achse der Wendel möglichst wenig von der
Waagerechten abweicht.