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(11) |
EP 0 332 186 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.12.1995 Patentblatt 1995/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.07.1993 Patentblatt 1993/28 |
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Anmeldetag: 09.03.1989 |
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Stirnwand aus formbarem Material für eine Wickelrolle
Moulded end wall for cores of rolled material
Flasques moulés pour noyau d'enroulement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU |
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Priorität: |
11.03.1988 DE 3808064
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.1989 Patentblatt 1989/37 |
| (73) |
Patentinhaber: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT |
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65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Die Erfinder haben auf ihre Nennung verzichtet
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 134 415 DE-A- 1 954 298 DE-B- 1 174 687 FR-A- 2 242 872 FR-A- 2 602 492 GB-A- 1 266 547
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CH-A- 0 644 811 DE-A- 3 423 259 DE-U- 8 520 270 FR-A- 2 254 962 GB-A- 1 100 126 US-A- 3 352 410
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Stirnwand aus formbarem Material für eine Wickelrolle,
mit einer quadratischen, abgerundete Eckflächen aufweisenden Platte, deren der Wickelrolle
zugewandte Vorderseite eine glatte, ebene Fläche bildet und deren nach außen von der
Wickelrolle weigweisende Rückseite durch Radial- und Ringrippen versteift ist, mit
einem zentralen Einsteckzapfen auf der Vorderseite der Platte und mit vier Seitenwänden,
die rechtwinklig zu der Vorderseite der Platte umlaufen und an ihren Außenflächen
mit zwei Gruppen von Profilierungen, die in Querrichtung der Seitenwände nebeneinander
liegen, ausgerüstet sind.
[0002] Eine derartige einteilige Stirnwand aus Kunststoff oder einem sonstigen formbaren
Werkstoff zur Verpackung von auf Aufwickelhülsen gewickeltem Wickelgut, beispielsweise
Kunststoffolien, bildet zusammen mit der zweiten entsprechenden Stirnwand eine formsteife
Gesamtverpackung einer Wikkelrolle.
[0003] Die eingangs beschriebene Stirnwand ist aus dem Dokument DE-U 85 20 270 bekannt.
Diese Stirnwand besitzt umlaufende Seitenwände bzw. Randstege, die an ihren Außenflächen
mit einer abwechselnd aus Zähnen und Zahnlücken gleicher Längen, Breiten und Höhen
bestehenden Profilierung versehen sind. Zwei Gruppen solcher Profilierungen liegen
in Querrichtung nebeneinander und sind symmetrisch zu einer, die Länge der Seitenwand
halbierenden Ebene angeordnet, wobei sie etwa nur die halbe Länge einer Seitenwand
einnehmen.
[0004] Zylindrische Arretiernocken sind an der Vorderseite dieser Stirnwand nicht vorhanden.
[0005] Bei der bekannten Stirnwand ist von Nachteil, daß sie zwar mit weiteren, vertikal
ausgerichteten Stirnwänden übereinandergestapelt werden kann, jedoch die vertikal
ausgerichteten Stirnwände mit ihren Seitenwänden nicht beliebig nebeneinander bzw.
übereinander gestapelt und miteinander in Eingriff gebracht bzw. gegenseititg arretiert
werden können. Dies bedeutet, daß mittels der Stirnwände fertig verpackte Wickelrollen
nicht ohne weiteres übereinander gestapelt werden können, da die Stabilität einer
derartigen Stapelung nicht gewährleistet ist.
[0006] Andere bekannte Verpackungen sind im allgemeinen so aufgebaut, daß in eine Kiste
aus Holz oder Wellpappe zusätzliche Teile zum zentralen Fixieren der Wickelrolle eingelegt
werden. Diese Zusatzteile sind u.a. Holzbretter mit aufgesetzten Naben, gelochte Scheiben
aus Sperrholz, Hartfaser, Graupappe mit eingesetzten Zentrierbüchsen aus Blech oder
Kunststoff mit angeformten Aufnahmezapfen aus einem Stück.
[0007] Bei diesen bekannten Verpackungen ist nachteilig, daß sie aus mehreren Einzelteilen
bestehen, die zudem nicht kraftschlüssig miteinander verbunden sind, wodurch bei schweren
Wickelrollen die Gesamtverpackung nur geringe Stabilität besitzt.
[0008] Aus dem Dokument DE-U 19 91 976 ist eine einteilige Stirnwand aus Kunststoff bekannt,
die aus einer viereckigen, vorzugsweise quadratischen, mit Radialstegen versteiften
ebenen Platte besteht. In der Mitte befindet sich ein Einsteckzapfen für die Wickelgutrolle,
der beispielsweise mit Halteprismen ausgestattet ist. Die Platte wird von einem Gurt
umhüllt, auf dessen Außenseite kleine prismenförmige Leisten angeordnet sind. Der
Gurt schließt an den Ecken der Platte vier in den freien Hohlraum zwischen Wickelgut
und Verpackungsmantel hineinragende, nahe der äußeren Stirnseite hin offene becherförmige
Vertiefungen ein und besitzt eine umlaufende Anschlagleiste, die mit Zähnen versehen
ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, Stirnwände der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern,
daß eine gegenseitige, sehr stabile Arretierung der Stirnwände mehrerer aufeinander
und/oder nebeneinander gestapelter kompletter Rollen, die von den Stirnwänden eingefaßt
sind, gewährleistet ist, wobei die Stirnwände mit jeder ihrer Seitenwände ineinandergreifen
können, ohne daß eine bestimmte Vorauswahl der Ausrichtung der Seitenwände zueinander
getroffen werden muß.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede der beiden Gruppen der
Profilierungen Stapelnocken unterschiedlicher Längen und Querschnitte aufweist, die
Stapeltaschen unterschiedlicher Längen und Querschnitte begrenzen und daß die Stapeltaschen
komplementär zu den Stapelnocken ausgebildet und angeordnet sind, so daß beim seitlichen
Zusammenstapeln und/oder vertikalen Übereinanderstapeln senkrecht ausgerichteter Stirnwände
die Stapelnocken und -taschen einer Seitenwand einer Stirnwand fugenlos mit den Stapeltaschen
und -nocken jeder der vier Seitenwände einer weiteren Stirnwand zusammenfügbar sind.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung sind mit abgerundeten Eckflächen der Stirnwand integrierte
zylindrische Arretiernocken vorgesehen, die den gleichen Radius wie die abgerundeten
Eckflächen haben, ist jeder Arretiernocken mit einem durch eine Schulter abgesetzten
zylindrischen Nockenansatz ausgestattet, greifen die Nockenansätze der Arretiernocken
einer Stirnwand beim Übereinanderstapeln horizontal ausgerichteter Stirnwände in Aussparungen
auf der Rückseite der darüber liegenden Stirnwand ein und schließen die Aussparungen
an die hohlzylindrischen Arretiernocken an und sind von den abgerundeten Eckflächen
und abgerundeten Stegen umschlossen.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung weisen die Stapelnocken angeschrägte Seitenflächen
auf, die zur Mittellinie der Seitenwand hin geneigt sind und fluchten paarweise Stapelnocken
mit der Oberkante und mit der Unterkante einer Seitenwand.
[0013] Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus den Patentansprüchen 4 bis
7.
[0014] Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß die Stapelnocken und Stapeltaschen
der Stirnwände so ineinandergreifen, daß ein Verschieben der aufeinander und/oder
nebeneinander gestapelten kompletten Rollen mit den begrenzenden Stirnwänden längs
oder quer nicht möglich ist. Die angeschrägten Seitenflächen der Stapelnocken und
Stapeltaschen erlauben ein problemloses Stapeln und Entstapeln der mit diesen Stirnwänden
verpackten Rollen.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine auf eine Aufwickelhülse aufgewickelte Wickelrolle, die von
Stirnwänden nach der Erfindung begrenzt ist,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Vorderseite der Stirnwand nach der Erfindung,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Rückseite der Stirnwand, und
Fig. 4 schematisch eine Ansicht nebeneinander und übereinander gestapelter Stirnwände,
mit einer zentralen Stirnwand, deren vier Seitenwände mit jeweils einer Seitenwand
von vier weiteren Stirnwänden im Eingriff steht.
[0016] In Figur 1 ist schematisch eine vollständige Wickelrolle 27 dargestellt, die auf
eine Aufwickelhülse 28 aufgewickelt ist. Die Stirnflächen der Wikkelrolle 27 werden
von Stirnwänden 1 begrenzt, von denen jede einen zentralen Einsteckzapfen 2 aufweist,
der in die Aufwickelhülse 28 eingeschoben ist. Die Stirnwand 1 besteht aus einer rechtekkigen,
insbesondere quadratischen Platte 11, an deren vier Ecken Arretiernocken 4 angeordnet
sind, die Nockenansätze 16 aufweisen. Auf jeder der vier Seitenwände 13 der Platte
11 einer Stirnwand 1 sind Stapelnocken 9, 19 vorhanden, die unterschiedliche Länge
und unterschiedliche Querschnitte besitzen.
[0017] Wie aus der perspektivischen Ansicht der Vorderseite der Stirnwand 1 in Figur 2 ersichtlich
ist, sind Eckflächen 15 der Stirnwand 1 abgerundet, und die zylindrischen Arretiernocken
4 sind mit diesen Eckflächen integriert und haben den gleichen Radius wie die abgerundeten
Eckflächen 15. Die zylindrischen Nockenansätze 16 sind durch eine Schulter von den
Arretiernocken 4 abgesetzt und weisen einen geringeren Durchmesser als die Arretiernocken
auf. Die glatte oder plane Vorderseite, die der Wickelrolle zugewandt ist, schützt
die Stirnseite der Wickelrolle, insbesondere beim Transport, vor Beschädigungen.
[0018] An der Außenfläche des Einsteckzapfens 2 verlaufen parallel zur Längsachse des Einsteckzapfens
V-förmige Stege 3, die zur Vorderseite der Platte 11 hin kleiner werdenden Querschnitt
besitzen. Der Einsteckzapfen 2 wird in die Bohrung der Aufwikkelhülse 28 (vgl. Figur
1) eingedrückt. Die V-förmigen Stege 3 auf dem Einsteckzapfen 2 gewährleisten einen
besseren Halt des Einsteckzapfens in der Aufwickelhülse 28 und gleichen Dimensionstoleranzen
der Aufwickelhülse einerseits und des Einsteckzapfens andererseits aus. Die Durchmesser
der hohlzylindrischen Einsteckzapfen 2 werden den Durchmessern der jeweiligen Bohrung
der Aufwikkelhülse 28 angepaßt.
[0019] Die perspektivische Ansicht in Figur 3 der Rückseite der Stirnwand 1, die von der
Wickelrolle abgewandt ist und nach außen weist, zeigt Radialrippen 5 und Ringrippen
14, welche die Rückseite versteifen und große Wandstärken vermeiden, so daß das Stückgewicht
der Stirnwand 1 gering gehalten werden kann. Die Radial-und Ringrippen ergeben eine
hohe Belastbarkeit der Stirnwand 1 bei geringem Eigengewicht. Wie aus den Figuren
1 und 2 ersichtlich ist, begrenzen die Stapelnocken 9 und 19 Stapeltaschen 8, 18,
die komplementär zu den Stapelnocken ausgebildet sind. Die Stapelnokken 9 sind kürzer
als die Stapelnocken 19. Der Grundkörper der beiden Gruppen von Stapelnokken 9, 19
ist jeweils quaderförmig, wobei die eine Seitenfläche 20 bzw. 21 des Stapelnockens
9 bzw. 19 angeschrägt ist und zur Seitenwand 13 hin geneigt ist. Je ein Stapelnocken
9 ist nahe einer der beiden Eckflächen 15 einer Seitenwand 13 angeordnet, wobei der
eine Stapelnocken 9 um 180 gedreht gegenüber dem anderen Stapelnokken 9 ausgebildet
ist. Die beiden anderen Stapelnocken 19 einer Seitenwand 13 sind gleichfalls um 180
° zueinander gedreht und zueinander diagonal versetzt, wie noch näher beschrieben werden
wird. Je ein Stapelnocken 9 und 19 fluchtet beispielsweise mit der Unterkante der
Seitenwand 13, während die dazu um 180 gedrehten Stapelnocken 19 und 9 mit der Oberkante
der Seitenwand 13 fluchten.
[0020] Die Gruppe der längeren Stapelnocken 19 weist zusätzlich zu der angeschrägten Seitenfläche
21 noch Schrägflächen 22, 23 auf. Die zueinander um 180 gedrehten, einander gegenüberliegenden
Stapelnocken 19, 19 sind so angeordnet, daß sich die einander diagonal gegenüberliegenden
Schrägflächen 22, 23 überlappen. Durch die Schrägflächen 22, 23 ist die eine Stirnseite
der Stapelnocken 19 keilförmig zugespitzt, während die diesen Schrägflächen 22, 23
gegenüberliegende Stirnfläche 25 des jeweiligen Stapelnockens 19 senkrecht zur Seitenwand
13 verläuft. Die übrige Gruppe der kürzeren Stapelnocken 9 besitzt pro Stapelnocken
zwei senkrecht zur Seitenwand 13 verlaufende Stirnflächen 24. Die einander im Abstand
gegenüberliegenden Stirnflächen 24, 25 der Stapelnokken 9 und 19 bilden jeweils die
Begrenzungswände für eine Führungsnut 7, die ein Umreifungsband 26 (vgl. Fig. 1) der
Wickelrolle 27 aufnimmt.
[0021] An allen vier Seitenwänden 13 befinden sich jeweils mindestens zwei Führungsnuten
7, die beispielsweise 20 mm breit und etwa 10 mm tief sind.
[0022] Die beiden Stirnwände einer Wickelrolle werden durch Umreifen mit zwei Umreifungsbändern
26 aus Kunststoff oder Metall fest mit der Aufwikkelrolle verbunden. Der genaue Abstand
der Führungsnuten 7 voneinander wird so gewählt, daß die Umreifungsbänder durch eine
Tandem-Umreifungsanlage angebracht werden können. Falls es erforderlich ist, können
die Stirnwandränder an den Umreifungsstellen verstärkt sein und die Führungsnuten
durch eine gegenüberliegende Stirnwandrippe die entsprechende Festigkeit erhalten.
[0023] Die Radialrippen 5 sowie die Ringrippen 14 der Rückseite der Platte 11 befinden sich
auf gleicher Höhe wie der Außenrand bzw. die Kante der Seitenwände 13 der Platte 11.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind pro Seitenwand 13 jeweils zwei Stapelnocken
9 und zwei Stapelnocken 19 vorgesehen. Diese Anzahl der Stapelnocken reicht beispielsweise
bei Abmessungen von 425 x 425 mm der Stirnwand 1 aus, jedoch liegt es auf der Hand,
daß bei größeren Abmessungen der Stirnwand, wie beispielsweise 580 x 580 mm oder noch
größer entsprechend mehr Stapelnocken 9 und 19 pro Seitenwand vorhanden sein müssen.
Es wird dann auch die Anzahl der Führungsnuten 7 größer als zwei sein.
[0024] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, weist die Platte 11 eine zentrale zylindrische Durchgangsöffnung
12 auf. Der hohlzylindrische Einsteckzapfen 2 ist über eine Schulter 29 mit dieser
zentralen Durchgangsöffnung 12 verbunden. Der Durchmesser der Durchgangsöffnung 12
ist größer als der Außendurchmesser des Einsteckzapfens 2. Auf der Rückseite der Platte
11 befinden sich Aussparungen 6, die von den abgerundeten Eckflächen 15 und abgerundeten
Stegen 17 umschlossen sind. Die Aussparungen 6 schließen an die Rückseite der hohlzylindrischen
Arretiernocken 4 an.
[0025] Werden zwei horizontal ausgerichtete Stirnwände 1 übereinandergestapelt, so greifen
die Nockenansätze 16 der Arretiernocken 4 einer Stirnwand in die Aussparungen 6 auf
der Rückseite der Platte 11 der darüber liegenden Stirnwand ein. Ebenso greift der
Einsteckzapfen 2 in die Durchgangsöffnung 12 ein, wodurch sich die Möglichkeit ergibt,
die Stirnwände platzsparend zu stapeln und zu palettieren.
[0026] In Figur 4 sind schematisch seitlich nebeneinander und übereinander gestapelte Stirnwände
1 dargestellt. Dabei stehen die vier Seitenwände einer zentralen Stirnwand 1 jeweils
mit den entsprechenden Seitenwänden von vier weiteren Stirnwänden im Eingriff. Da
die Stapeltaschen 8, 18, wie voranstehend erwähnt ist, komplementär zu den Stapelnocken
9, 19 ausgebildet sind, können beim seitlichen Zusammenstapeln bzw. Nebeneinanderstapeln
und/oder vertikalen Übereinanderstapeln der senkrecht ausgerichteten Stirnwände 1
die Stapelnocken 9, 19 und die Stapeltaschen 8, 18 einer Seitenwand 13 einer Stirnwand
fugenlos mit den komplementären Stapeltaschen 8, 18 und den komplementären Stapelnocken
9, 19 jeder der vier Seitenwände 13 der weiteren Stirnwände 1 zusammengefügt werden.
[0027] Die Stapelnocken oder Stapeltaschen greifen so ineinander, daß ein Verschieben längs
oder quer zu der Seitenwand 13 nicht möglich ist. Die angeschrägten Seitenflächen
10 der Stapelnocken und der Stapeltaschen erlauben ein problemloses Stapeln und Entstapeln
der mit diesen Stirnwänden verpackten Wickelrollen. Es wird eine gegenseitige Arretierung
der aufeinander oder nebeneinander gestapelten, durch die Stirnwände 1 abgepackten
kompletten Wickelrollen erreicht.
[0028] Die Stirnwände 1 werden beispielsweise aus thermoplastischen Kunststoffen im Spritzgießverfahren
hergestellt. Dabei können Regenerate und Recycling-Materialien eingesetzt werden.
Dabei werden die Stapelnocken, ebenso wie die Stege und Rippen, im gleichen Spritzgießvorgang
ausgeformt.
[0029] Da alle vier Seitenwände 13 der Stirnwand bezüglich der Stapelnocken oder Stapeltaschen
gleich ausgebildet sind, ist ein seitliches Nebeneinanderstapeln und/oder Übereinanderstapeln
der mit den Stirnwänden abgeschlossenen Wickelrollen jederzeit möglich, da jede Seitenwand
der einen Stirnwand mit jeder Seitenwand einer weiteren Stirnwand in Eingriff gebracht
werden kann, ohne daß eine bevorzugte Ausrichtung der Stirnwände zueinander notwendig
ist. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß die Stapelnocken und Stapeltaschen in jeder
Lage der Stirnwände, ob vertikal oder horizontal ausgerichtet, ineinander eingreifen
bzw. einrasten. Von Vorteil ist auch, daß die einzelne, vertikal ausgerichtete Stirnwand
problemlos auf Rollenbahnen mit einem Rollenabstand von 60 bis 80 mm transportiert
werden kann, da die Stapelnocken 9 bzw. 19 der einzelnen Seitenwand 13 mit ihren Deckflächen
in der gleichen Ebene liegen und darüber hinaus maximal 20 mm voneinander beabstandet
sind.
1. Stirnwand aus formbarem Material für eine Wickelrolle, mit einer quadratischen,
abgerundete Eckflächen aufweisenden Platte, deren der Wickelrolle zugewandte Vorderseite
eine glatte, ebene Fläche bildet und deren nach außen von der Wikkelrolle wegweisende
Rückseite durch Radial- und Ringrippen versteift ist, mit einem zentralen Einsteckzapfen
auf der Vorderseite der Platte und mit vier Seitenwänden, die rechtwinklig zu der
Vorderseite der Platte umlaufen und an ihren Außenflächen mit zwei Gruppen von Profilierungen,
die in Querrichtung der Seitenwände nebeneinanderliegen, ausgerüstet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der beiden Gruppen der Profilierungen Stapelnocken (9, 19)
unterschiedlicher Längen und Querschnitte aufweist, die Stapeltaschen (8,18) unterschiedlicher
Längen und Querschnitte begrenzen, daß die Stapeltaschen (8, 18) komplementär zu den
Stapelnocken ausgebildet und angeordnet sind, so daß beim seitlichen Zusammenstapeln
und/oder vertikalen Übereinanderstapeln senkrecht ausgerichteter Stirnwände (1) die
Stapelnocken (9, 19) und -taschen (8, 18) einer Seitenwand einer Stirnwand (1) fugenlos
mit den Stapeltaschen (8, 18) und -nocken (9, 19) jeder der vier Seitenwände (13)
einer weiteren Stirnwand (1) zusammenfügbar sind.
2. Stirnwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit abgerundeten Eckflächen
(15) der Stirnwand (1) integrierte zylindrische Arretiernocken (4) vorgesehen sind,
die den gleichen Radius wie die abgerundeten Eckflächen haben, daß jeder Arretiernocken
(4) mit einem durch eine Schulter abgesetzten zylindrischen Nockenansatz (16) ausgestattet
ist, daß die Nockenansätze (16) der Arretiernocken (4) einer Stirnwand beim Übereinanderstapeln
horizontal ausgerichteter Stirnwände in Aussparungen (6) auf der Rückseite der darüberliegenden
Stirnwand eingreifen, und daß die Aussparungen (6) an die hohlzylindrischen Arretiernocken
(4) anschließen und von den abgerundeten Eckflächen (15) und abgerundeten Stegen (17)
umschlossen sind.
3. Stirnwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelnocken (9, 19)
angeschrägte Seitenflächen (20, 21) aufweisen, die zur Seitenwand (13) hin geneigt
sind und daß paarweise Stapelnocken (9, 19) mit der Oberkante und mit der Unterkante
einer Seitenwand (13) fluchten.
4. Stirnwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Gruppe von Stapelnokken
(19) zusätzlich Schrägflächen (22, 23), im Vergleich zu der anderen Gruppe von Stapelnocken
(9), aufweist, daß je ein Stapelnocken (9) nahe einer der beiden Eckflächen (15) einer
Seitenwand (13) angeordnet ist, wobei der eine Stapelnocken (9) um 180 gedreht gegenüber
dem anderen Stapelnocken (9) ausgebildet ist, und daß die beiden anderen Stapelnocken
(19) gleichfalls um 180 zueinander gedreht sowie zueinander versetzt sind, mit Überlappung
ihrer einander diagonal gegenüberliegenden Schrägflächen (22, 23).
5. Stirnwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einander im Abstand
gegenüberliegenden, zur Seitenwand (13) senkrecht verlaufenden Stirnflächen (24, 25)
der Stapelnocken (9, 19) eine Führungsnut (7) für ein Umreifungsband (26) der Wickelrolle
(27) begrenzen.
6. Stirnwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß der hohlzylindrische Einsteckzapfen
(2) über eine Schulter (29) mit einer zentralen zylindrischen Durchgangsöffnung (12)
auf der Rückseite der Platte verbunden ist, und daß der Durchmesser der Durchgangsöffnung
(12) größer als der Außendurchmesser des Einsteckzapfens (2) ist.
7. Stirnwand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenfläche des Einsteckzapfens
(2) V-förmige Stege (3) parallel zur Längsachse des Einsteckzapfens (2) verlaufen,
die zur Vorderseite der Platte (11) hin kleiner werdenden Querschnitt besitzen.
1. An end wall of moldable material for a wound roll having a square plate which has
rounded corner surfaces and the front side of which, said front side facing the wound
roll, forms a smooth, flat surface and the rear side of which, said rear side facing
outwards away from the wound roll, is stiffened by radial and annular ribs, having
a central insertion peg on the front side of the plate, and having four side walls
which surround the plate at a right angle relative to the front edge of the plate
and whose outer walls are provided with two groups of shapings extending side-by-side
transversely to the side walls, wherein each of the two groups of shapings comprises
stacking bosses (9, 19) of various lengths and cross-sections, said stacking bosses
delimiting stacking pockets (8, 18) of various lengths and cross-sections, and wherein
said stacking pockets (8, 18) are of complementary design and arrangement to the stacking
bosses, so that the stacking bosses (9, 19) and stacking pockets (8, 18) of any one
of the side walls (13) of an end wall (1) can be jointlessly connected to the stacking
pockets (8, 18) and stacking bosses (9, 19) of any one of the four side walls (13)
of another end wall (1) when a number of vertically aligned end walls (1) are to be
stacked side-by-side and/or are to be piled up one above another.
2. The end wall as claimed in claim 1, wherein cylindrical locking bosses (4) integrated
with rounded corner surfaces (15) of the end wall (1) are provided, which have the
same radius as the rounded corner surfaces; wherein each of the locking bosses (4)
merges into a cylindrical boss neck (15) via shoulders; wherein, when horizontally
aligned end walls are being stacked one above the other, the boss necks (16) of the
locking bosses (4) of one end wall engage corresponding recesses (6) provided in the
rear side of the end wall stacked upon it; and wherein the recesses (6) are adjacent
to the hollow-cylindrical locking bosses (4), and are enclosed by the rounded corner
surface (15) and rounded webs (17).
3. The end wall as claimed in claim 1, wherein the stacking bosses (9, 19) have bevelled
side faces (20, 21) which are inclined towards the side wall (13), and wherein pairs
of stacking bosses (9, 19) lie flush with the upper edge and the lower edge of a side
wall (13).
4. The end wall as claimed in claim 3, wherein one group of stacking bosses (19) possesses
additional oblique surfaces (22, 23) as compared to the other group of stacking bosses
(9); wherein one stacking boss (9) is in each case arranged near to one of the two
corner surfaces (15) of a side wall (13), the two stacking bosses (9) being rotated
by 180 with respect to one another and wherein the two other stacking bosses (19)
are also rotated by 180 with respect to one another and offset with respect to one
another, their diagonally opposing oblique surfaces (22, 23) overlapping.
5. The end wall as claimed in claim 4, wherein the mutually opposing, spaced end faces
(24, 25) of the stacking bosses (9, 19), said end faces extending perpendicularly
to the side wall (13), form a guide groove (7) for a strap (26) of the wound roll
(27).
6. The end wall as claimed in claim 1, wherein the hollow cylindrical insertion peg
(2) is connected via a shoulder (29) to a central, cylindrical through-opening (12)
on the rear side of the plate (11), and wherein the diameter of the through-opening
(12) is greater than the outside diameter of the insertion peg (2).
7. The end wall as claimed in claim 6, wherein V-shaped ridges (3) extend parallel
to the longitudinal axis of the insertion peg (2) on the outer surface of the insertion
peg (2), said ridges having a cross-section which becomes smaller towards the front
side of the plate (11).
1. Flasque en matière moulable pour une bobine, comprenant une plaque carrée présentant
des surfaces d'angles arrondies, dont la face avant, dirigée vers la bobine, forme
une surface lisse, plane, et dont la face arrière, dirigée vers l'extérieur, gui tourne
le dos à la bobine, est raidie par des nervures radiales et annulaires, comprenant
un tourillon d'emboîtement central sur la face avant de la plaque et quatre parois
latérales qui font le tour perpendiculairement à la face avant de la plaque et sont
équipées, sur leurs surfaces extérieures, de deux groupes d'éléments de relief qui
sont disposés l'un à côté de l'autre dans la direction transversale des parois latérales,
caractérisé en ce que chacun des deux groupes d'éléments de relief présente des tenons
d'empilement (9, 19) de différentes longueurs et de différentes sections, qui délimitent
des poches d'empilement (8, 18) de différentes longueurs et de différentes sections,
et par le fait que les poches d'empilement sont conformées et agencées de façon à
être complémentaires des tenons d'empilement, de sorte que, lorsqu'on groupe latéralement
et/ou qu'on empile verticalement les uns au-dessus des autres des flasques (1) orientés
verticalement, les tenons d'empilement (9, 19) et poches d'empilement (8, 18) d'une
paroi latérale d'un flasque (1) peuvent s'assembler sans joint avec les poches d'empilement
(8, 18) et tenons d'empilement (9, 19) de chacune des quatre parois latérales (13)
d'un autre flasque (1).
2. Flasque selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu des tenons
de blocage (4) cylindriques intégrés aux surfaces d'angles arrondies (15) du flassque,
qui ont le même rayon que les surfaces d'angles arrondies, en ce que chaque tenon
de blocage (4) est muni d'un téton de tenon (16) cylindrique, décroché par un épaulement,
en ce que les tétons (16) des tenons de blocage (4) d'un flasque s'engagent, dans
un empilement vertical de flasques orientés horizontalement, dans des évidements (6)
de la face arrière du flasque sus-jacent, et en ce que les évidements (6) se raccordent
aux tenons de blocage (4) cylindriques creux et sont entourés par les surfaces d'angles
arrondies (15) et par des nervures arrondies (17).
3. Flasque selon la revendication 1, caractérisé en ce que les tenons d'empilement
(9, 19) présentent des surfaces latérales chanfreinées (20, 21) qui sont inclinées
vers la paroi latérale (13), et en ce que les tenons d'empilement (9, 19) sont alignés
par paires avec l'arête supérieure et avec l'arête inférieure d'une paroi latérale
(13).
4. Flasque selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'un des groupes de tenons
d'empilement (19) présente des surfaces inclinées (22, 23) en supplément par rapport
à l'autre groupe de tenons (9), en ce que chaque tenon d'empilement (9) est disposé
dans le voisinage d'une des deux surfaces d'angle (15) d'une paroi latérale (13),
l'un des tenons d'empilement (9) étant conformé de façon à être tourné de 180 par
rapport à l'autre tenon d'empilement (9), et en ce que les deux autres tenons d'empilement
(19) sont de même tournés de 180 ° l'un par rapport à l'autre et décalés l'un par rapport à l'autre, avec chevauchement
de leurs surfaces inclinées (22, 23) opposées en diagonale.
5. Flasque selon la revendication 4, caractérisé en ce que les surfaces frontales
(24, 25) des tenons d'empilement (9, 19) qui sont mutuellement opposées à un certain
écartement, et qui s'étendent perpendiculairement à la paroi latérale (13), délimitent
une rainure de guidage (7) pour un feuillard de cerclage (26) de la bobine (27).
6. Flasque selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tourillon d'emboîtement
cylindrique creux (2) est relié par un épaulement (29) à un perçage traversant cylindrique
central (12) prévu sur la face arrière de la plaque, et en ce que le diamètre de l'ouverture
traversante (12) est plus grand que le diamètre extérieur du tourillon d'emboîtement
(2).
7. Flasque selon la revendication 6, caractérisé en ce que sur la surface extérieure
du tourillon d'emboîtement (2) s'étendent des nervures (3) en forme de V, orientées
parallèlement à l'axe longitudinal du tourillon d'emboîtement (2) et qui présentent
une section transversale qui dé- croit vers la face avant de la plaque (11).