[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Büromaschine, z.B. auf einen Drucker, mit einem
Druckwerk, einem Endlospapiertransport über einen Traktor und mit einem Einzelpapiertransport
über Antriebsrollen.
[0002] Eine derartige, als Druckeinrichtung ausgebildete Büromaschine ist z.B. durch die
DE-PS 32 08 111 bekannt geworden. Bei dieser bekannten Bauart erfolgt der Einzelpapiertransport
in einem Basisteil mit einer Papierzuführung von vorn und einer Papierabführung an
der Hinterseite. Das Druckwerk und der Endlosformular-Transporter sind schwenkbar
mit dem Basisteil verbunden, wobei der Endlosformular-Transporter zusätzlich aufklappbar
mit dem Druckwerk verbunden ist. Der Papierweg für die Endlosformulare verläuft von
einem Einlaß an der unteren Vorderseite über einen Traktor im Endlosformular-Transporter
zu einem Auslaß an der oberen Vorderseite des Endlosformular-Transporters. Die beiden
Papierwege sind also völlig voneinander getrennt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Büromaschine der eingangs genannten
Art derart zu verbessern, daß es möglich ist, von der einen Betriebsart zur anderen
zu wechseln, ohne daß besondere Umrüstarbeiten für die Bereitstellung der verschiedenen
Papierwege erforderlich sind. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zur Umlenkung
der beiden Papierwege, die hinter dem Druckwerk eine gemeinsame Wegstrecke bilden,
eine im Gehäuse drehbare Weiche vorgesehen ist, daß die Weiche über einen zweiarmigen
Drehhebel mit einem Traktorantrieb koppelbar ist und daß bei jeder durch eine Drehbewegung
erfolgten Ein- oder Auskupplung des Traktorantriebes eine gleichzeitige Umschaltung
der Weiche erfolgt. Durch eine derartige Zwangskopplung zwischen Weiche einerseits
und Traktor andererseits wird erreicht, daß bei entkuppeltem Traktorantrieb ein Einzelpapiertransport
über Antriebsrollen ermöglicht ist und durch eine entsprechende Stellung der Weiche
die Einzelpapiere in einem Ablagefach abgelegt werden. Dagegen wird bei eingekuppeltem
Tranktorantrieb der Endlospapiertransport in Gang gesetzt, wobei gleichzeitig durch
die dann verstellte Weiche die Endlospapiere nicht in das Ablagefach, sondern durch
einen besonderen Schlitz auf der dem Ablagefach gegenüberliegenden Seite der Weiche
aus der Maschine geleitet werden.
[0004] Eine zuverlässige Bauweise ergibt sich dadurch, daß in Ausgestaltung der Erfindung
der Drehhebel zwei verrastbare Stellungen aufweist und daß in einer ersten Hebelstellung
der Traktor zum Endlospapiertransport angetrieben und die Weiche auf Endlospapierablage
eingestellt ist und daß in einer zweiten Hebelstellung der Traktorantrieb entkuppelt
ist, die Rollenpaare zum Einzelpapiertransport eingestellt sind und die Weiche auf
Einzelblattablage verstellt ist. Eine leicht herstellbare Verbindung zwischen der
Weiche und dem Drehhebel ergibt sich vorteilhaft dadurch, daß der eine Hebelarm des
Drehhebels gelenkig mit dem freien Ende einer Lasche in Wirkverbindung steht, die
fest mit einer Drehachse der Weiche gekoppelt ist. Dadurch, daß die Lasche mit einem
rechtwinklig abstehenden Zapfen in eine am Ende des Hebelarms ausgebildete gabelförmige
Ausnehmung eingreift, ergibt sich eine besonders robuste, störunanfällige Bauweise.
[0005] Die Betätigung des Traktorantriebes erfolgt vorzugsweise dadurch, daß der andere
Hebelarm des Drehhebels eine von einem Hauptantrieb der Büromaschine angetriebene
Antriebsrolle trägt, die bei Drehung des Drehhebels mit einem Antriebsrad des Traktors
in oder außer Eingriff bringbar ist. Diese Art der Ein- und Auskupplung des Traktorantriebes
ist einfach im Aufbau und störunanfällig.
[0006] Die Betätigung des Drehhebels kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine bevorzugte
Ausführungsform besteht darin, daß der zweiarmige Drehhebel über einen motorisch angetriebenen
Exzenter verstellbar ist, der auf einen der beiden Hebelarme einwirkt. Dies erfolgt
vorzugsweise dadurch, daß einer der Hebelarme eine Aussparung aufweist, in die der
Exzenter passend hineinragt. Je nach Bauart der Maschine kann auch eine Handbetätigung
vorteilhaft sein, wobei der zweiarmige Drehhebel mit einem zusätzlichen Handhebel
versehen ist. Schließlich kann die Verstellung des Drehhebels durch eine Horizontal-Bewegung
eines Druckerschlittens erfolgen.
[0007] In der Zeichnung ist in Fig.1 und 2 schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt und in der Zeichnungsbeschreibung mit weiteren Vorteilen erläutert. Beide
Figuren zeigen jeweils eine Seitenansicht der für die Erfindung wesentlichen Teile
eines Druckers.
Fig.1 zeigt den Drucker in der Betriebsart "Einzelpapiertransport" und
Fig.2 zeigt den Drucker in der Betriebsart "Endlospapiertransport".
[0008] Der Drucker, dessen Gehäuse und Gehäusewandungen nicht gezeichnet sind, besitzt
als zentrales Bauteil ein Druckwerk 10 mit einer in Seitenwandungen des Gehäuses
gelagerten Druckwalze 11. Mit 12 ist ein Traktor für den Transport von Endlospapier
bezeichnet, der über Bolzen 13 in den Gehäusewandungen drehbar gelagert ist und zwei
verrastbare Endstellungen einnehemen kann. Mit 14 ist ein im Drehpunkt 15 der Gehäusewandungen
drehbares Schwenkteil bezeichnet, das beim Hochklappen den Zugang zum Traktor 12 ermöglicht
bzw. erleichtert. Das Schwenkteil 14 trägt eine im Punkt 16 drehbare Weiche 17, die
mit einer Abreißkante 18 versehen ist und eine drehfest angeordnete Lasche 19 mit
einem Zapfen 20 aufweist.
[0009] In den Seitenwandungen des Gehäuses ist ferner in einem Drehpunkt 21 ein zweiarmiger
Drehhebel 22 drehbar gelagert, der einen ersten Hebelarm 23 und einen zweiten Hebelarm
24 aufweist. Der erste Hebelarm 23 steht über eine gabelförmige Aussparung mit dem
Zapfen 20 der Lasche 19 in Verbindung. Der zweite Hebelarm 24 trägt eine Antriebsrolle
25, die von einem Hauptantrieb 26 zusammen mit einer weiteren Antriebsrolle 27, die
im Drehpunkt 21 gelagert ist, über einen Zahnriemen 28 angetrieben wird. Der Drehhebel
22 enthält eine Aussparung 29, in die ein Exzenter 30 hineinragt. Mit 31, 32 und 33
sind Rollenpaare bezeichnet, die jeweils Antriebsrollen und Andrückrollen aufweisen.
[0010] In Fig.1 ist mit 34 der Papierweg für Einzelpapiere eingezeichnet, die in einem
Kanal 35 zugeführt und in einem Ablagefach 36 abgelegt werden. Durch die in Fig.1
gezeigte Stellung des Exzenters 30 ist der Drehhebel 22 im Uhrzeigersinn um den Drehpunkt
21 geschwenkt, so daß das Antriebsrad 25 außer Eingriff steht mit dem Antriebsrad
12a des Traktors. Dieser kann somit kein Endlospapier fördern. Durch die genannte
Drehbewegung des Drehhebels 22 ist gleichzeitig über das gabelförmig ausgestaltete
Ende 23a des Hebelarms 23 die Weiche 17 um den Drehpunkt 16 nach rechts bewegt, so
daß die Einzelpapiere links an der Weiche vorbei in das Fach 36 gelangen.
[0011] Zur Umstellung von dem in Fig.1 gezeigten Einzelpapiertransport auf Endlospapiertransport
wird der Exzenter 30 über seinen Drehpunkt 30a um 180° gedreht und nimmt die in Fig.2
gezeigte Stellung ein. Dadurch wird der Drehhebel 22 im Gegenuhrzeigersinn bewegt
und bringt die Antriebsrolle 25 in Eingriff mit der Antriebsrolle 12a des Traktors
12. Gleichzeitg wird die Weiche 17 über den Zapfen 20 nach links bewegt, so daß nunmehr
der Weg für den Endlospapiertransport rechts an der Weiche 17 vorbei führt und durch
einen Schlitz 37 das Gehäuse verläßt. Mit 38 ist in Fig.2 der Papierweg für das Endlospapier
in der Betriebsstellung Endlospapiertransport bezeichnet.
[0012] Mit 39 sind Fangbleche eines Papierwerkes bezeichnet, die für die Einzelpapiere und
die Endlospapiere nach Durchlaufen des Druckwerkes 10 einen gemeinsamen Papierweg
bilden. Die Fangbleche 39 sind gegen die Kraft einer Feder 40 über einen Drehpunkt
41 am Schwenkteil 14 drehbar gelagert. Mit 12a′ ist gestrichelt die Antriebsrolle
des Traktors 12 bezeichnet, wenn dieser nach Drehung um Punkt 13 in seine zweite hochgeschwenkte
Stellung eingerastet ist.
1. Büromaschine, z.B. Drucker, mit einem Druckwerk, mit einem Endlospapiertransport
über einen Traktor und mit einem Einzelpapiertransport über Antriebsrollen,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Umlenkung der beiden Papierwege (34,38), die hinter dem Druckwerk (10) eine
gemeinsame Wegstrecke bilden, eine im Gehäuse drehbare Weiche (17) vorgesehen ist,
und daß die Weiche (17) über einen zweiarmigen Drehhebel (22) mit einem Traktorantrieb
(12a) derart koppelbar ist, daß bei jeder durch eine Drehbewegung des Drehhebels (22)
erfolgten Ein- oder Auskupplung des Traktorantriebes (12a) eine gleichzeitge Verstellung
der Weiche (17) erfolgt.
2. Büromaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehhebel (22) zwei verrastbare Stellungen aufweist und daß in einer ersten
Hebelstellung der Traktor (12) zum Endlospapiertransport (38) angetrieben und die
Weiche (17) auf Endlospapierablage (37) eingestellt ist und daß in einer zweiten
Hebelstellung der Traktorantrieb (12a) entkuppelt ist, die Rollenpaare (31,32,33)
zum Einzelpapiertransport eingestellt sind und die Weiche (17) auf Einzelblattablage
(36) verstellt ist.
3. Büromaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine Hebelarm (23) des Drehhebels (22) gelenkig mit dem freien Ende einer
Lasche (19) in Wirkverbindung steht, die fest mit einer Drehachse (16) der Weiche
(17) gekoppelt ist.
4. Büromaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (19) mit einem rechtwinklig abstehenden Zapfen (20) in eine am Ende
des Hebelarmes (23) ausgebildete gabelförmige Ausnehmung (23a) eingreift.
5. Büromaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der andere Hebelarm (24) eine Antriebsrolle (25) trägt, die bei Drehung des
Drehhebels (22) mit einem Antriebsrad (12a) des Traktors (12) in oder außer Eingriff
bringbar ist.
6. Büromaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Drehhebel (22) über einen Exzenter (30) verstellbar ist, der
auf einen (24) der Hebelarme (23,24) einwirkt.
7. Büromaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß einer (24) der Hebelarme (23,24) eine Aussparung (29) aufweist, in die der
Exzenter (30) passend hineinragt.
8. Büromaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Weiche (17) mit einem als Abreißkante dienenden Vorsprung (18) versehen
ist.
9. Büromaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Büromaschine im Bereich der Abreißkante (18) mit einem Auslaßschlitz
(37) für Endlospapier versehen ist.
10. Büromaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Büromaschine in dem der Abreißkante (18) der Weiche (17) gegenüberliegenden
Bereich ein Ablagefach (36) für Einzelblätter aufweist.