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(11) |
EP 0 332 750 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
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Anmeldetag: 23.11.1988 |
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Verfahren zum selektiven, bereichsweisen Beschichten einer transparenten Trägerplatte
mit einer Prägefolienbeschichtung unter Verwendung einer zwischengeschalteten Abdeckfolie
Process for selectively covering areas of a transparent carrier plate with a hot stamping
foil by using an intermediate cover foil
Procédé pour revêtir sélectivement par endroits une plaque support transparente, d'une
feuille à estamper enfaisant usage d'une feuille de masquage intermédiaire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
16.03.1988 DE 3808689
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.1989 Patentblatt 1989/38 |
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Patentinhaber: FRITZ BORSI KG |
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D-77602 Offenburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Kall, Klaus
D-7600 Offenburg (DE)
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Vertreter: Goddar, Heinz J., Dr. et al |
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FORRESTER & BOEHMERT
Franz-Joseph-Strasse 38 80801 München 80801 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 951 513 US-A- 4 720 315
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DE-A- 1 962 310
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- JAPANESE PATENT OFFICE, FILE SUPPLIER JAPS, Tokyo, JP; JP-A-57 143 378 (NITTO DENKI
KOGYO K.K.)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum selektiven, bereichsweisen Beschichten einer
transparenten, ggf. aus klarem Acrylglas bestehenden Trägerplatte mit einer insbesondere
metallischen Prägefolienbeschichtung nach dem einleitenden Teil des Patentanspruches
1.
[0002] Trägerplatten aus Glas oder Kunststoff werden zur Verwendung als Werbemittel, Displays
oder dergleichen häufig mit einer Metallbeschichtung, beispielsweise silber- oder
goldfarbig (im folgenden wird stets nur noch auf "goldfarbig" Bezug genommen, obwohl
die Erfindung sich grundsätzlich auch auf andere Beschichtungen, insbesondere Metallschichtungen,
bezieht), versehen.
[0003] Beispielsweise ist in der DE-PS 2 29 395 ein Verfahren beschrieben, bei dem die Rückseite
einer transparenten Trägerplatte bereichsweise mit einer zweischichtigen Dekorschicht,
nämlich einer Farbschicht und einer spiegelnden Metallschicht, versehen wird. Des
weiteren ist aus der US-PS 1 963 156 ein Verfahren bekannt, bei dem eine transparente
Trägerplatte zunächst flächig mit einer metallischen Beschichtung versehen wird, die
dann bereichsweise entfernt wird, ehe sie z. B. gehärtet werden kann, woraufhin dann
noch eine äußere, farbige Schutzschicht aufgebracht wird.
[0004] Mit den vorgenannten Verfahren ist es nicht möglich, transparente Trägerplatten herzustellen,
die sowohl in der Draufsicht als auch in der Durchsicht einen hinreichend deutlichen
Goldton zeigen.
[0005] In der DE-OS 33 37 128 ist daher bereits ein Verfahren der gattungsgemäßen Art vorgeschlagen
worden, bei dem auch in der Durchsicht der gewünschte Farbton, z. B. Goldton, erhalten
bleibt und welches mit geringem Aufwand ausführbar ist. Bei dem dort beschriebenen
Verfahren werden auf die Vorderseite der transparenten Trägerplatte zunächst im Siebdruckverfahren
die Abdeckfolie und alsdann die Prägefolie aufgebracht, woraufhin die Abdeckfolie
abgezogen wird, ehe dann auf die der Prägefolienbeschichtung abgewandte Rückseite
der Trägerplatte eine Farbschicht, vorzugsweise im Siebdruckverfahren, aufgebracht
wird.
[0006] Das vorgenannte Verfahren hat sich in der Praxis durchaus gewährt, jedoch hat es
sich als wünschenswert herausgestellt, den Herstellungsaufwand noch weiter zu senken
und noch besser gegen Witterungseinflüsse beständige Werbedisplays oder dergleichen
herstellen zu können.
[0007] Aus der US-A-4720315 ist bereits ein Verfahren zum Herstellen selektiv mit Dekorationen
versehener Kunststoffolien bekannt, bei dem auf eine Trägerfolie aufeinanderfolgend
eine Haftschicht, eine Abdeckfolie, welche lediglich die nicht zu beschichtenden Bereiche
der Trägerfolie abdeckt, und eine durch Metallisierung erzeugte Deckschicht aufgebracht
werden. Mittels einer Abziehfolie, die an ihrer Oberfläche eine druckempfindliche
Klebeschicht mit begrenzter Haftfestigkeit trägt, wird die Metallschicht in den Bereichen,
wo die Abdeckfolie aufgebracht worden ist, mit der Abdeckfolie von der Trägerfolie
abgezogen, so daß also die Metallschicht nur dort verbleibt, wo sich keine Abziehfolie
befand. Der Mechanismus beruht darauf, daß die Abziehfolie gegenüber der Metallschicht
und die Metallschicht gegenüber der Abdeckfolie eine höhere Haftwirkung entfaltet
als die Abdeckfolie gegenüber der mit der Primerschicht beschichteten Trägerfolie,
während die Haftwirkung zwischen der Metallschicht und der Primerschicht größer ist
als die Haftwirkung zwischen der Abziehfolie der Metallschicht. Das Verfahren setzt
die Verwendung einer speziellen Abziehfolie voraus und erfordert die Einstellung verschiedener
Haftwirkungen.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren dahingehend
weiterzubilden, daß unter Verbesserung der Haltbarkeit und insbesondere Witterungsbeständigkeit
der beschichteten Trägerplatten der Herstellungsaufwand weiter gesenkt werden kann.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch das im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 genannte Merkmale gelöst.
[0010] Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß es gelingt, das gattungsgemäße
Verfahren noch dadurch zu verbessern, daß die Farbschicht auf die die Prägefolienbeschichtung
tragende Beschichtungsseite der Trägerplatte aufgebracht wird. Dies kann entweder
die Vorderseite, aber auch die Rückseite der Trägerplatte sein. Der Herstellungsaufwand
läßt sich in beiden Ausführungsformen deutlich senken, wobei hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit
insbesondere Vorteile erzielt werden, wenn die gesamte Beschichtung, vorzugsweise
auch unter Verwendung einer Konterfolie, auf die Rückseite der Trägerplatte aufgebracht
wird, da dann ja nur die Vorderseite den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, die
jedoch keine Beschichtung trägt.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel anhand der schematischen Zeichnungen im einzelnen erläutert
sind. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Trägerplatte im Schnitt senkrecht zur Plattenebene; und
- Fig. 2
- in Fig. 1 entsprechender Darstellung ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0013] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist die aus klarem Acrylglas bestehende Trägerplatte
10 an ihrer in der Zeichnung oben befindlichen Vorderseite bereichsweise mit einer
Prägefolienbeschichtung 12 versehen, wobei zwischen der Oberfläche der Trägerplatte
10 und der Prägefolie 12 eine im Siebdruckverfahren aufgebrachte Farbschicht 14 angeordnet
ist.
[0014] Beim Ausführungsbeispiel von Fig. 2 befindet sich die gesamte Beschichtung an der
der in der Zeichnung unten liegenden Rückseite der Trägerplatte 10, wobei hier die
Prägefolie 12 unmittelbar auf die Trägerplatte 10 aufgebracht und erst auf deren der
Trägerplatte 10 abgewandte Seite die Farbschicht 14 deponiert worden ist.
[0015] Das Aufbringen der Prägefolie 12, der Farbschicht 14 und der in der Zeichnung nicht
gezeigten Abdeckfolie, insgesamt die Herstellung der Gesamtbeschichtung, kann in der
Weise erfolgen, wie dies in der DE-OS 33 37 128 beschrieben ist, so daß hierauf zur
Ergänzung des Erfindungsgedankens in vollem Umfang Bezug genommen wird.
1. Verfahren zum selektiven, bereichsweisen Beschichten einer transparenten, ggf. aus
klarem Acrylglas bestehenden Trägerplatte mit einer insbesondere metallischen Prägefolienbeschichtung,
bei dem auf die Trägerplatte zunächst im Siebdruckverfahren eine Abdeckfolie aufgebracht
wird, welche lediglich die nicht zu beschichtenden Bereiche der Trägerplatte abdeckt,
daraufhin im Rollenprägeverfahren die Prägefolie auf die gesamte die Abdeckfolie tragende
Fläche der Trägerplatte aufgebracht, schließlich die Abdeckfolie von der Trägerplatte
abgezogen wird, wobei im Siebdruckverfahren auf die Trägerplatte eine die mittels
der Prägefolienbeschichtung bewirkte Farbgebung unterstützende Farbschicht aufgebracht
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschicht auf die auch die Prägefolienbeschichtung
tragende Beschichtungsseite der Trägerplatte aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Trägerplatte zunächst
die Farbschicht und dann die Abdeckfolie aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Trägerplatte zunächst
die Abdeckfolie und dann die Farbschicht aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Trägerplatte aufeinanderfolgend
zunächst die Abdeckfolie, dann die Prägefolie und dann die Farbschicht aufgebracht
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschicht vor dem Abziehen
der Abdeckfolie auf die Prägefolie aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschicht nach dem Abziehen
der Abdeckfolie aufgebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Farbschicht selektiv ausschließlich in den mit der Prägefolinbeschichtung versehenen
bzw. zu versehenden Bereichen aufgebracht wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Farbschicht eine Farbfolie, vorzugsweise aus Kunststoff bestehend, verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
gesamte Beschichtung auf die Vorderseite der Trägerplatte aufgebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte
Beschichtung auf die Rückseite der Trägerplatte aufgebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für das Aufbringen der Prägefolie
eine Konterfolie verwendet wird.
1. A method of coating selective parts of a transparent carrier plate, optionally of
clear acrylic glass, with a more particularly metal blocking foil, in which firstly
a masking foil, covering only those regions of the carrier plate which are not to
be coated, is applied to the carrier plate by screen printing, next the blocking foil
is applied by roll embossing to the entire surface of the carrier plate covered by
the masking foil, and finally the masking foil is pulled off the carrier plate and
a colour layer emphasising the colour produced by the blocking foil coating is applied
to the carrier plate by screen printing, characterised in that the colour layer is
applied to that surface of the carrier plate which is also coated with the blocking
foil.
2. A method according to claim 1, characterised in that first the colour layer and then
the masking foil are applied to the carrier plate.
3. A method according to claim 1, characterised in that first the masking foil and then
the colour layer are applied to the carrier plate.
4. A method according to claim 1, characterised in that the masking foil, the blocking
foil and the colour layer are successively applied to the carrier plate.
5. A method according to claim 4, characterised in that the colour layer is applied to
the blocking foil before the masking foil is pulled off.
6. A method according to claim 4, characterised in that the colour layer is applied after
the masking foil has been pulled off.
7. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the colour
layer is selectively applied exclusively to those regions which are coated or are
to be coated with the blocking foil.
8. A method according to any of the preceding claims, characterised in that a preferably
plastics colour foil is used for the colour layer.
9. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the entire
coating is applied to the front surface of the carrier plate.
10. A method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the entire coating
is applied to the rear surface of the carrier plate.
11. A method according to claim 10, characterised in that a counter-foil is used for applying
the blocking foil.
1. Procédé pour revêtir sélectivement par endroits, une plaque-support transparente,
le cas échéant réalisée en verre acrylique transparent, d'une feuille a estamper notamment
métallique, selon lequel on applique tout d'abord sur la plaque-support, par un procédé
de sérigraphie, un film de masquage qui recouvre uniquement les endroits de la plaque-support
ne devant pas être revêtus, puis l'on applique la feuille d'estampage, sur la totalité
de la surface de la plaque-support portant le film de masquage, par un procédé d'estampage
au rouleau, et finalement on retire de la plaque-support le film de masquage, une
couche de couleur accentuant la coloration engendrée par le revêtement de la feuille
d'estampage, étant appliquée sur la plaque-support par un procédé de sérigraphie,
caractérisé en ce que la couche de couleur est appliquée sur le côté de revêtement
de la plaque-support portant également la feuille d'estampage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique tout d'abord
la couche de couleur sur la plaque-support, puis ensuite le film de masquage.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique tout d'abord
le film de masquage sur la plaque-support, puis ensuite la couche de couleur.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique successivement
sur la plaque-support, tout d'abord le film de masquage, ensuite la feuille d'estampage
et ensuite la couche de couleur.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la couche de couleur est appliquée
sur la feuille d'estampage, avant le retrait du film de masquage.
6. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la couche de couleur est appliquée
après le retrait du film de masquage.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche
de couleur est appliquée sélectivement, exclusivement dans les endroits pourvus, ou
devant être pourvus du revêtement par la feuille d'estampage.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour la
couche de couleur, on utilise une feuille de couleur, notamment en matière plastique.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la totalité
du revêtement est appliqué sur le côté avant de la plaque-support.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la totalité
du revêtement est appliqué sur le côté arrière de la plaque-support.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que pour l'application de la
feuille d'estampage on utilise une feuille formant contrecouche.
