| (19) |
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(11) |
EP 0 332 838 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.1993 Patentblatt 1993/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.02.1989 |
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| (54) |
Neutronenfluss-Messgerät hoher Empfindlichkeit
High-sensitivity neutron flux measuring instrument
Appareil de mesure de flux de neutrons de grande sensibilité
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
18.02.1988 DE 3805097
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.1989 Patentblatt 1989/38 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Mayer, Walter, Dipl.-Phys.
D-6078 Neu-Isenburg (DE)
- Freystätter, Stefan, Dr.
D-6453 Seligenstadt (DE)
- v. Gunten, Anton, Dr.
D-6110 Dieburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-85/03799 US-A- 2 809 313
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DE-B- 1 127 502
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- IEEE TRANSACTIONS ON NUCLEAR SCIENCE, Band NS-22, February 1975, Seiten 696-701; V.K.
PARE et al.: "Design parameters and test results for a fission counter intended for
operation up to 750 F at high gamma dose rates"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Durch die WO-A1-85/03799 ist ein Neutronenfluß-Meßgerät bekannt, das einen zylindrischen
länglichen Gehäusemantel und eine darin angeordnete, nach außen gasdicht verschlossene
Spaltkammer aufweist. In der Spaltkammer sind zwei mit Ringspalt konzentrisch zueiannder
und gegeneinander elektrisch isolierte sowie mit je einer Polarität kontaktiert gehaltene
rohrförmige Elektroden vorgesehen, in Form eines Anoden-Kathoden-Paares, wobei die
Elektroden wenigstens an einer der einander zugewandten Elektrodenflächen mit einer
Beschichtung aus einem spaltbaren Material versehen sind. Anode und Kathode sind durch
Isolierkörper aus keramischem Material gegeneinander isoliert und auf Abstand gehalten.
Die äußere Kathode ist an ihren beiden Enden axial länger als die von der Kathode
umgebene Anode. Zumindest der zwischen Kathode und Anode befindliche Ringspalt enthält
ein unter Druck stehendes Füllgas, insbesonder ein Edelgas. Zur Elektroden-Kontaktierung
ist ein Koaxialkabel gasdicht durch den Gehäusemantel hindurchgeführt. Der zur Anode
führende Innenleiter ist durch ein zentrisches Rohr isolierend bis zu einer Dichtlötstelle
hindurchgeführt, die im Inneren des Anodenzylinders angeordnet ist, wobei von dieser
Lötstelle zum Innenumfang der Anode ein Drähtchen verlegt ist. Über die Kathoden-Stromzuführung
ist nichts Näheres ausgesagt. Ein solches Neutronenfluß-Meßgerät arbeitet prinzipiell
so, daß die auf die Spaltstoffbeschichtung auftreffenden Neutronen Kernspaltreaktionen
in der Beschichtung auslösen und die Spaltprodukte eine Ionisierung des Füllgases
zur Auslösung elektrischer Impulse an dem Anoden-Kathoden-Paar bewirken.
[0002] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird von der Überlegung ausgegangen, die Empfindlichkeit
von gattungsgemäßen Neutronenfluß-Meßgeräten zu steigern. Insbesondere soll eine Neutronenempfindlichkeit
von 1 cm² erreicht werden, dabei sollen trotzdem durch das Neutronenfluß-Meßgerät
Neutronenflußdichten bis zu 10⁹ cm⁻² s⁻¹ erfaßt werden. Insbesondere liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Neutronenfluß- Meßgerät zu schaffen, welches
bei rohrförmiger, schlanker Bauform eine wesentlich vergrößerte Elektrodenoberfläche
und demzufolge auch eine wesentlich vergrößerte Spaltstoffschicht- Oberfläche aufweist,
ohne daß bei enger und gedrängter Bauweise die Gefahr von Kriechströmen oder Überschlägen
zwischen den benachbarten Elektroden entgegengesetzter Polarität bestehen würde.
[0003] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein Neutronenmeßgerät
- mit einer von einem zylindrischen länglichen Gehäusemantel gasdicht umgebenen, ein
Füllgas aufweisenden Spaltkammer,
- mit einer Anzahl von Anoden und Kathoden, die konzentrisch zueinander und abwechselnd
zugeordnet sind, wobei am einen und am anderen Ende die jeweils äußere die nächst
innere Elektrode axial überragt,
- mit einer Beschichtung aus einem spaltbaren Material auf zumindest einer der beiden
Elektroden eines Anoden-Kathoden-Paares,
- mit einer Anzahl von ringförmigen Isolierkörpern, die die Elektroden auf Abstand halten,
- mit einem ersten abgestuften Kontaktkörper, welcher an dem einen Ende in die Kathoden
geschoben ist und diese miteinander sowie mit einer ersten Polarität elektrisch verbindet
und welcher das eine Ende der Anoden ermittelt der an ihn sitzenden ersten ringförmigen
Isolierkörper isoliert zur ersten Polarität haltert, und
- mit einem zweiten abgestuften Kontaktkörper, der an dem anderen Ende in die Anoden
geschoben ist und diese miteinander und mit einer zweiten Polarität elektrisch verbindet
und welcher das andere Ende der Kathoden mittels der an ihm sitzenden zweiten ringförmigen
Isolierkörper isoliert zur zweiten Polarität haltert.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Patentansprüchen 2 bis 11 angegeben.
[0005] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß durch
die Ermöglichung des Bauprinzips der abgestuften, ineinandergeschachtelten Vielfach-Elektroden-Konfiguration
enger Spaltweiten eine wesentliche Steigerung der Neutronenempfindlichkeit erreichbar
ist, wobei trotz geringer Spaltweiten von ca. 0,5 bis 1 mm Kriechströme oder Überschläge
im Bereich der Elektrodenenden, also dort wo sie mit dem Kontaktkörper kontaktiert
und gegeneinander durch die Isolierstoffkörper isoliert sind, verhindert werden. Besonders
vorteilhafte Anwendungsfälle für den Erfindungsgegenstand sind die Kernrandinstrumentierung
bei Heizreaktoren, das sind Siedewasserreaktoren nach dem Naturumlaufprinzip, die
bis hinunter zu kleinen Baugrößen von 5 MW
therm in Planung bzw. im Bau sind. Weitere Anwendungen sind Wiederaufarbeitungsanlagen
für abgebrannte Brennelemente oder Nuklear-Kernreaktor-Anlagen allgemein, und zwar
überall dort, wo die Neutronenstrahlung gemessen werden soll, also auch bei Lagern
oder Kompaktlagern für abgebrannte Brennelemente. Das Neutronenfluß-Meßgerät weist
einen für die Fertigungstechnik vorteilhaften modulartigen Aufbau auf, in dem ein
wesentlicher Teil der Montage-Arbeitsgänge durch Ineinanderstecken der Elektroden,
der Isolierkörper, des Kontaktrohres und der Kontaktkörper bewerkstelligt wird.
[0006] Der nicht gattungsgemäße neutronenempfindliche Strahlungsdetektor nach der DE-B 1
127 502 weist zwar stufenförmig abgesetzte erste und zweite metallische Kontaktkörper
zur Kontaktierung der anodischen und kathodischen Elektroden jeweils an einem Elektrodenende
auf, jedoch erstrecken sich die Elektroden von den Kontaktkörpern frei in den Spaltkammerraum,
so daß diese freien Enden Elektrodenkanten bzw. Elektrodenspitzen bilden, an welchen
sich eine erhöhte Feldstärke ausbilden kann. Zur Vermeidung von Überschlägen oder
Kriechströmen ist deshalb die den kathodischen Elektrodenkanten zugewandte Fläche
eines anodischen Isolierkörperrings durch eine Abschirmscheibe 80 abgedeckt. Aufgrund
des genannten Effektes kann außerdem die Spaltweite, die sich zwischen den Anoden-Kathoden-Paaren
aufspannt, ein Minimum nicht unterschreiten. Demgegenüber ist beim Gegenstand der
Erfindung aufgrund der besonderen Ausbildung der Elektroden, der kathodischen und
anodischen Kontaktkörper sowie der ringförmigen Isolierkörper an beiden Elektrodenenden
die mechanische und elektrische Ausbildung des Neutronenfluß-Meßgeräts wesentlich
vorteilhafter, so daß eine schlankere Bauform, relativ enge Spaltweiten einer konzentrischen
Multi-Elektrodenanordnung und trotzdem auch die freie Wärmedehnung der Elektroden
gewährleistet sind.
[0007] Weitere, mit der Erfindung erzielbare Vorteile gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
Zweier Ausführungsbeispiele hervor, welche in der Zeichnung dargestellt sind und anhand
derer die Erfindung und ihre Wirkungsweise noch näher erläutert werden. In der Zeichnung
zeigt:
- FIG 1
- einen Längsschnitt durch ein Neutronenfluß-Meßgerät nach der Erfindung, in axial verkürzter,
vereinfachter Darstellung mit Unterteilung in die Figurenteile FIG 1A und FIG 1B,
wobei die Schraffur bei den Elektroden fortgelassen ist;
- FIG 2
- das rechte Ende des Meßgerätes nach FIG 1B in einem Längsschnitt durch die Abschlußarmatur
in etwas geänderter, mehr detaillierter Darstellung;
- FIG 3
- den Metall-Keramikkörper des Kabelendverschlusses aus FIG 1A vergrößert im Detail.
[0008] Das Neutronenfluß-Meßgerät nach FIG 1 bis 3, im folgenden abgekürzt Meßgerät genannt,
weist einen als Ganzes mit 1 bezeichneten, zylindrischen länglichen Gehäusemantel
auf und eine im Inneren des Gehäusemantels 1 angeordnete, nach außen gasdicht verschlossene
Spaltkammer 2. In der Spaltkammer 2 sind eine Mehrzahl von als Ganzes mit E bezeichneten
rohrförmigen Elektroden jeweils mit Ringspalt d₁ konzentrisch zueinander und gegeneinander
elektrisch isoliert sowie mit je einer Plus- bzw. Minus-Polarität kontaktiert angeordnet,
und Zwar jeweils in Form eines Anoden-Kathoden-Paares A1-K1, A2-K2 bzw. A3-K3. Die
Elektroden E dieser Anoden-Kathoden-Paare sind wenigstens an einer der einander zugewandten
Elektrodenflächen mit einer Beschichtung aus einem spaltbaren Material versehen. Im
Ausführungsbeispiel ist dafür 235 U mit einer Schichtdicke oder Massenbelegung von
ca. 1,5 mg / cm² auf die Elektroden aufgebracht. Ein bevorzugter Elektrodenabstand
d₁ beträgt 0,5 bis 1 mm. Zur grundsätzlichen Funktion des Meßgeräts ist es erforderlich,
daß wenigstens zwei Elektroden E in Form eines Anoden-Kathoden-Paares vorhanden sind.
[0009] Die Elektroden E unterschiedlicher Polarität, d.h. die Gruppe der Kathoden K1 bis
K3 einerseits und die Gruppe der Anoden A1 bis A3 andererseits, sind durch generell
mit 3 gekennzeichnete Isolierkörper aus keramischem Material gegeneinander isoliert
und auf Abstand gehalten. Dabei handelt es sich um die erwähnten Ringspalte d₁ zwischen
den einander benachbarten Elektroden E und ferner um den Restringspalt d₂, der zwischen
der innersten Elektrode A3 und einem inneren, zentrisch angeordneten Kontaktrohr 4
besteht, welch letzteres noch weiter unten beschrieben wird. Ein bevorzugtes Material
für die Isolierkörper 3 ist eine Al₂O₃-Keramik, wie sie aus dem Stand der Technik
an sich bekannt ist. Zumindest in den Spalträumen der Ringspalte d₁ zwischen den Elektroden
E entgegengesetzter Polarität befindet sich ein unter Druck stehendes Füllgas. Es
ist zweckmäßig, auch weitere Hohlräume, also auch den zum Ringspalt d₂ gehörigen Spaltraum
mit Füllgas zu füllen, um eine zentrale Öffnung zum Beschicken mit Gas verwenden zu
können. Als Füllgas kommt insbesondere Edelgas in Frage; im Ausführungsbeispiel ist
reines Argon verwendet, welches unter einem Druck von beispielsweise 5 bar steht.
Mit der ersten Polarität, die mit -P bezeichnet ist und auch Masse-Polarität genannt
werden kann, ist über einen noch zu erläuternden ersten Kontaktkörper K0 die erste
Gruppe der Elektroden K1 bis K3 verbunden, und mit der zweiten Polaritat +P die auch
Plus-Polarität genannt werden kann, ist die andere Gruppe der Elektroden A1 bis A3
auf noch zu erläuternde Weise über den zweiten Kontaktkörper A0 und das innere Kontaktrohr
4 verbunden.
Die Masse-Polarität -P wird durch den Außenleiter 5.1 eines koaxialen Metallmantelkabels
5 geführt, die Plus-Polarität +P durch die Seele 5.2 dieses Kabels 5, wobei zwischen
der Kabelseele 5.2 und dem Metallmantel 5.1 eine bevorzugt mindestens bis 800 °C temperaturbeständige,
keramische Isolierung in Form eines Isolierstoffmantels 5.3 angeordnet ist. Dieser
Isolierstoffmantel 5.3 besteht zweckmäßigerweise aus einem Mineral wie beispielsweise
Al₂ O₃ oder SiO₂. Das Metallmantelkabel 5 ist durch die eine Stirnwand des Gehäuses
1, in diesem Falle einen axialen Ansatz k01 des ersten Kontaktkörpers K0 gasdicht
nach außen hindurchgeführt, wobei im Axialbereich a₁ des Ansatzes k01 eine kontaktgebende
gasdichte Fügestelle zwischen Metallmantel 5.1 des Kabels 5 und dem Innenumfang der
Durchführungsbohrung 6 vorhanden ist.
[0010] Bei 7 ist auf einer kleinen axialen Teillänge durch verstärkte Linien hervorgehoben,
daß im dargestellten Ausführungsbeispiel die Spaltstoff-Beschichtung an allen Elektroden
E, bis auf die äußerste Elektrode K1, vorgesehen ist, und zwar bei den übrigen jeweils
auf beiden Seiten bzw. an deren Außenumfang und Innenumfang, bis auf die innerste
Elektrode A3, die ihre Spaltstoff-Beschichtung 7 nur an ihrem Außenumfang trägt. Diese
Beschichtung besteht aus 235 U; dieses Element ist für die Messung langsamer Neutronen
als Spaltstoffschicht bei dem dargestellten Meßgerät besonders geeignet. Grundsätzlich
könnten, abhängig vom Anwendungsfall, ob epithermische oder schnelle Neutronen gemessen
werden, auch andere Spaltstoffe, z.B. 232 Th, verwendet werden.
[0011] Die grundsätzliche Wirkungsweise des Meßgerätes ist bekannt: Auf die Spaltstoff-Beschichtung
7 (diese Beschichtung muß man sich über die gesamte axiale Länge der jeweiligen Elektrode
E ausgedehnt vorstellen) auftreffende Neutronen lösen in der Beschichtung Kernspaltreaktionen
aus, und die Spaltprodukte dieser Reaktionen ionisieren das Füllgas, wobei die positiven
Ionen aus dem jeweiligen Spaltraum 2i zur anliegenden Elektrode E mit Minus-Polarität
-P wandern und die negativen Ionen und Elektronen dementsprechend zur jeweils anliegenden
Elektrode E mit Plus-Polarität +P, womit elektrische Impulse an den jeweiligen Anoden-Kathoden-Paaren
hervorgerufen werden.
[0012] Es sei noch erwähnt, daß die Spaltstoff-Beschichtung 7 auf die jeweiligen Elektroden
E auf elektrolytischem Wege aufgebracht ist; die Erfindung ist indessen auf Elektroden,
die nach einem derartigen Verfahren beschichtet sind, nicht beschränkt. Man erkennt
aus FIG 1, daß - in radialer Richtung gesehen - aufeinander folgende Elektroden E
an ihren axialen Enden jeweils zueinander stufenförmig abgesetzt sind. Im dargestellten
Beispiel ist die Elektrode K3 im Bereich des Gehäuseendes 1a um 15 mm und im Bereich
des Gehäuseendes 1b um 10 mm länger als die innerste Elektrode A3. Die von der Längsachse
x - x des Meßgerätes nach außen gesehen folgende Elektrode A2 ist am Ende 1a 10 mm
und am Ende 1b 15 mm länger als die Elektrode K3, die darauf folgende Elektrode K2
wiederum am Ende 1a 15 mm und am Ende 1b 10 mm länger als die Elektrode A2. Diese
alternierende Längenveränderung an den Enden 1a und 1b setzt sich bei der Elektrode
A1 fort, welche am Ende 1a um 10 mm und am Ende 1b 15 mm länger ist als die vorhergehende
Elektrode K2. Schließlich ist die Außenelektrode K1, welche nicht beschichtet ist
und z.B. aus einer Edelstahllegierung (Inconel) besteht (sie könnte auch aus Titan,
Zirkon oder Aluminium bestehen), in ihrer axialen Länge an beiden Gehäuseenden 1a,
1b bezüglich der vorhergehenden Elektrode A1 vergrößert, wobei ein wesentlicher Teil
a₂₁ dieses Überstandes a₂ im Bereich des Gehäuseendes 1a als Dichtsitz zwischen der
als rohrförmiger Gehäusemantel ausgebildeten Außenelektrode K1 und der Umfangsfläche
101 mit dem größtem Dürchmesser des ersten Kontaktkörpers K0 dient. Dieser Dichtsitz
9a ist sowohl gasdicht als auch metallischkontaktgebend. Am Gehäuseende 1b dient sinngemäß
der Teil a₃₁ des axialen Überstandes a₃ der Außenelektrode K1 zur Herstellung eines
Dichtsitzes 9b zwischen der Außenelektrode K1 und den Außenumfangsflächen 10.2 eines
pilzhutförmigen Teils 10.1 einer Abschlußarmatur 10. Die vorerwähnten Längendifferenzen
der gegeneinander abgestuften Elektroden stellen nur ein Beispiel dar; sie können
naturgemäß abhängig von der Betriebsspannung, der Sicherheitsabstände gegen Kriechwege
etc. variiert werden.
[0013] In die erläuterte abgestufte Elektroden-Konfiguration sind von ihren beiden axialen
Enden 1a, 1b her entsprechend stufenförmig abgesetzte (schon erwähnte) erste und zweite
metallische Kontaktkörper K0 und A0 eingesetzt. Die Elektroden K1, K2 und K3 der ersten
Polarität -P sind nun mit den umlaufenden Kontaktflächen 101, 102 und 103 des ersten
Kontaktkörpers K0 kontaktiert, d.h., sie berühren diese umlaufenden Kontaktflächen
auf der axialen Länge der Kontaktflächen metallischkontaktgebend. Die Elektroden A1
bis A3 der zweiten Polarität +P sind hingegen relativ zum ersten Kontaktkörper K0
unter Einfügung der schon erwähnten Isolierkörper 3, die von außen nach innen gesehen
im einzelnen mit 3.1 bis 3.3 bezeichnet sind, isoliert und jeweils mit Ringspalt d₁
zur jeweiligen Gegenelektrode K1 bis K3 gehalten. Am anderen axialen Ende 1b der Elektroden-Konfiguration
sind die Elektroden A1 bis A3 der zweiten Polarität +P - so wie am gegenuberliegenden
Ende 1a die Elektroden K1 bis K3 der ersten Polarität -P im Bezug auf den ersten Kontaktkörper
K0 - mit einem entsprechend ausgebildeten zweiten Kontaktkörper A0 kontaktiert, wogegen
in diesem Bereich 1b die Elektroden K1 bis K3 der ersten Polarität -P, so wie diejenigen
A1 bis A3 der zweiten Polarität +P am gegenüberliegenden Ende 1a, isoliert unter jeweiliger
Einfügung der Isolierkörper 3.1b bis 3.3b gehalten sind.
[0014] Wie bereits erläutert, ist die bevorzugte Ausführungsform des Meßgeräts diejenige,
bei der von der radial innersten Elektrode A3 bis zur radial äußersten Elektrode K1
die axiale Elektrodenlänge von Elektrode zu Elektrode stufenförmig zunimmt, weil in
diesem Falle die äußerste Elektrode K1 die längste Elektrode ist, und so als Gehäusemantel
ausgebildet werden kann, mit ihren Dicht- und Kontakt sitzen 9a am Gehäuseende 1a
und 9b am Gehäuseende 1b. Beim letzterwähnten Sitz 9b dient die Kontaktierung nicht
der Übertragung des Meßsignals, sondern dem Dichtsitz der zum Einbringen des Füllgases
verwendeten Anschlußarmatur 10.
[0015] Im einzelnen haben die Kontaktkörper K0, A0 in bevorzugter Ausführungsform einen
- wie dargestellt - etwa tannenbaumartigen, nach innen sich stufenförmig verjüngenden
Querschnitt. Dadurch werden als Ganzes mit 11 bezeichnete Umfangsflächenabschnitte
am Außenumfang des Kontaktkörpers K0 gebildet, welche zusammen mit den in Radialebenen
liegenden Ringschulter-bzw. Stufenflächen 12 die Abstufung ergeben. Beim zweiten Kontaktkörper
A0 sind die den etwa tannenbaumartigen Querschnitt ergebenden Umfangsflächen-Abschnitte
als Ganzes mit 16 und die zugehörigen, in Radialebenen liegenden Ringschulter-bzw.
Stufenflächen mit 17 bezeichnet. Am Kontaktkörper K0 ist bei der äußersten Kontaktfläche
101 die gesamte axiale Länge des Umfangsflächen-Abschnittes 11 ausgenutzt, beim mittleren
und beim inneren Umfangsflächen-Abschnitt 11 dagegen überstreichen die Kontaktflächen
102 bzw. 103 nur einen Teil der axialen Länge der Umfangsflächen-Abschnitte 11, wogegen
die verbleibende axiale Länge zur Positionierung und Lagerung der Isolierkörper 3.1
bzw. 3.2 dient, welche als Isolierkörper-Ringe ausgebildet sind und der isolierten
Lagerung der jeweiligen Gegenelektrode A1 bzw. A2 unter Vermeidung von Kriechstrecken
in radialer und axialer Richtung dienen. Die Isolierkörper-Ringe 3.1 und 3.2 liegen
jeweils mit einem verdickten Ringkragen 13 an der durch die Abstufung gebildeten Ringschulterfläche
12 des Kontaktkörpers K0 an, wobei zwischen dem Ende der jeweiligen Gegenelektrode
A1 bzw. A2 und dem Ringkragen 13 ein axialer Spalt d₃ für die thermische Längendehnung
der jeweiligen Gegenelektrode A1 bzw. A2 gebildet ist. Der innerste Isolierkörper
3.3 ist abweichend von den Isolierkörpern 3.1 und 3.2 ausgebildet; im Axialbereich
a₄ entspricht seine Querschnittsform bzw. seine Gestalt dem Isolierkörperringen 3.1
und 3.2, abgesehen davon, daß er den kleinsten Durchmesser aufweist. Er ist als Isolierkörperbuchse
ausgebildet mit einem langen tubusförmigen Ansatz 3.3a, welcher die Wand einer zentralen
Sacklochbohrung 8 Kontaktkörper K0 auskleidet, und mit einer sich vom Mittelteil 3.3c
der Isolierkörperbuchse in Richtung der Gehäuseseite 1b erstreckenden Ringansatz 3.3b,
der genauso wie der tubusförmige Ansatz 3.3a eine geringere Wandstärke hat als der
Mittelteil 3.3c. Die Isolierkörperbuchse ist also mit dem Außenumfang ihres tubusartigen
Fortsatzes 3.3a in die Sacklochbohrung 14 des Kontaktkörpers K0 eingepaßt. Mit ihrem
Innenumfang, und zwar auf der axialen Länge des Mittelteils 3.3c, des Ringansatzes
3.30 und einem Teilstück des tubusförmigen Ansatzes 3.3a, liegt die Isolierkörperbuchse
am Außenumfang eines verjüngten Endes 4a des schon erwähnten Kontaktrohres 4 an.
Mit ihrem Mittelteil 3.3c ist die Isolierkörperbuchse 3.3, wie gesagt, analog zu den
Isolierkörperringen 3.1 und 3.2 ausgebildet, und sie hat auch, was die Lagerung der
ihre Außenringflächen umgreifenden Gegenelektrode A3 betrifft, eine gleichartige Funktion.
Die Isolierkörperbuchse 3.3 bildet den Abschluß des Kontaktkörpers K0; die Gegenelektrode
A3 ist somit die innerste Elektrode. Das Kontaktrohr 4 hat keine Elektrodenfunktion,
sondern es dient der Verbindung der Elektroden A1 bis A3, welche mit dem Kontaktkörper
A0 auf der anderen Gehäuseseite 1b kontaktiert sind, über einen Multikontaktstecker
15 mit der Kabelseele bzw. dem Innenleiter 5.2 des Metallmantelkabels 5 im Innenraum
des ersten Kontaktkörpers K0, worauf weiter unten noch näher eingegangen wird.
[0016] Der zweite Kontaktkörper A0 am Gehäuseende 1b ist ähnlich wie der erste Kontaktkörper
K0 aufgebaut, mit axial von außen nach innen stufenförmig abnehmenden Durchmessern
D1, D2, D3, auf denen die jeweiligen Umfangsflächen-Abschnitte 16 liegen, deren zugehörige
achsnormale Ringschulter-oder Stufenflächen mit 17 bezeichnet sind. Die beiden Isolierkörperringe
3.2b (mittlerer Ring) und 3.3b (innerster Ring) entsprechen in ihrer Querschnittsform
den Isolierkörperringen 3.1 bzw. 3.2 des ersten Kontaktkörpers K0; der Isolierkörper
3.1b mit dem größten Durchmesser dagegen ist ein etwa topfförmiger Isolierkörper,
in welchen der zweite Kontaktkörper A0 mit seinem äußeren dickeren Ende (Durchmesser
D₁) eingesetzt ist.
[0017] Dieser topfförmige Isolierkörper 3.1b ist an seinem Außenumfang vom rohrförmigen
Gehäusemantel der Kathode K1 umfaßt und gehalten. Die umlaufenden Kontaktflächen des
zweiten Kontaktkörpers A0 sind mit 104 (auf dem Durchmesser D₁), 105 (auf dem Durchmeser
D₂) und 106 (auf dem kleinsten Durchmesser D₃) bezeichnet und in dieser Reihenfolge
mit den Enden der Gegenelektroden A1 bzw. A2 bzw. A3 kontaktiert. In die zentrische
Durchgangsbohrung 18 des zweiten Kontaktkörpers A0, und zwar auf einem überwiegenden
Teil der axialen Länge des Kontaktkörpers A0, ist das Kontaktrohr 4 mit einem verjüngten
Ende 4b kontaktgebend eingepaßt. Es wird mithin eine Potentialverbindung von den drei
Gegenelektroden A1 bis A3 über den gemeinsam von ihnen kontaktierten Kontaktkörper
A0 zum Kontaktrohr 4 hergestellt, und dieses Kontaktrohr 4 stellt dann eine Potentialverbindung
zur Plus-Polarität +P der Seele des Kabels 5.2 am anderen Gehäuseende 1a über den
schon erwähnten Multikontaktstecker 15 her.
[0018] Bei Betrachtung des Gehäuseendes 1a ist ersichtlich, daß der erste Kontaktkörper
K0 als gasdichte Durchführung für die beiden Anschlußleiter 5.1 und 5.2 der ersten
und der zweiten Polarität -P und +P ausgebildet und hierzu mit der schon erwähnten
zentralen Durchgangsbohrung 6 versehen ist. Der zweite Kontaktkörper A0 weist ebenfalls
eine zentrale Bohrung 18 auf, in welche das zentrale Kontaktrohr 4 kontaktgebend eingesetzt
ist.
Das Kontaktrohr 4 durchdringt zentrisch die Spaltkammer 2, worunter die Summe der
einzelnen Spalträume 2i zwischen den Elektroden verstanden wird, und zwar im Abstand
d₂ zum Innenumfang der innersten Elektrode A3. Das Kontaktrohr 4 ist, wie bereits
erläutert, unter Zwischenschaltung der Isolierkörperbuchse 3.3 am Innenumfang des
ersten Kontaktkörpers K0 elektrisch isoliert abgestützt. Das koaxiale Metallmantelkabel
5 ist auf der axialen Teillänge a₁ durch die zentrale Durchgangsbohrung des ersten
Kontaktkörpers K0 gasdicht und kontaktgebend hindurchgeführt und ist durch den übrigen
Axialbereich der Durchgangsbohrung 6 mit Ringspalt d₄ hindurchgeführt. Es durchdringt
dabei einen relativ dünnwandigen nach innen gerichteten tubusförmigen Ansatz 19 des
Kontaktkörpers K0. Das Metallmantelkabel 5 mündet an seinem inneren Ende mit der abisolierten
zentralen Kabelseele 5.2 in den Raum der Sacklochbohrung 14 im Bereich des Innenraumes
des tubusförmigen Ansatzes 3.3a. Dort ist die Kabelseele 5.2 über einen noch zu beschreibanden
Kabelendverschluß an den Multikontaktstecker 15 angeschlossen, welch letzterer am
Innenumfang des Kontaktrohres 4 mit mehreren Kontaktfingern 15.1 kontaktgebend-elastisch
anliegt.
[0019] Der Multikontaktstecker 15 weist mehrere über seinen Umfang verteilte Kontaktfinger
15.1 auf, z.B. vier, von denen in Fig. 1a nur 2 erkennbar sind. Diese Kontaktfinger
15.1 drücken elastisch in radialer Richtung gegen den Innenumfang des Kontaktrohres
4 und erstrecken sich von einem Kontaktfußteil 15.2 durch den Innenraum des tubusförmigen
Ansatzes 3.3a in das zugewandte Ende des Kontaktrohres 4 hinein. Der Kontaktfußteil
15.2 ist auf dieMetallkappe 20.5 des Kabelendverschlusses 20 im Bereich des Innenraumes
der Isolierkörperbuchse 3.3 aufgeschoben und an diese angeschlossen.
[0020] Im Übergangsbereich der zentralen Durchgangsbohrung 6 des ersten Kontaktkörpers K0
zum Innenraum der Isolierkörperbuchse 3.3 ist der bereits genannte Kabelendverschluß
20 angeordnet. Dieser wird von einem vorgefertigten Metall-Keramikkörper gebildet
(vgl. FIG 3), bevorzugt bestehend aus Al₂ O₃, welcher in einer zentralen Durchgangsbohrung
von der Kabelseele 5.2 durchdrungen ist, und welcher an seinem Außenumfang von links
nach rechts gesehen Zylindermantelflächen 20.1 größeren Durchmessers, daran anschließend
konische Übergangsflächen 20.2 und daran anschließend Zylindermantelflächen 20.3 kleineren
Durchmessers aufweist, wobei die Zylindermantelflächen 20.1 von einer Metallhülse
20.4 und die Zylindermantelflächen 20.3 von einer Metallkappe 20.5 umgeben sind, die
zusammen mit dem Keramikkörper eine gasdichte Metall-Keramik-Verbindung bilden. Mit
den metallverkleideten Zylindermantelflächen 20.1 ist der Kabelendverschluß 20 dichtend
in das ihm zugewandte Ende des hohezylindrischen Vorsprüngs 19 eingesetzt. Am anderen
Ende ist der Kabelendverschluß 20 mit seiner Metallkappe 20.5 in eine angepaßte zylindrische
Ausnehmung des Kontaktfußteils 15.2 des Vielfach-Kontaktsteckers 15 eingesetzt und
dort verbunden. Zugleich wird die Kabelseele 5.2 durch eine Bohrung des Kabelendverschlusses
geführt und mit der Metallkappe 20.5 verbunden (z.B. durch Schweißen), so daß eine
gasdichte Durchführung der Kabelseele 5.2 vorhanden sowie auch eine mechanisch stabile
Verbindung der Kabelseele 5.2 mit dem Fuß 15.2 des Multikontaktsteckers 15 hergestellt
ist.
[0021] Zurückkommend auf FIG IB sei darauf hingewiesen, daß beide Kontaktkörper A0 und K0
zum Befüllen der Spalträume 2i zwischen den Elektroden E mit Füllgas, insbesondere
Argon, unter Druck mit feinen Schlitzen und/oder Bohrungen versehen sind Axial-radial
verlaufende feine Schlitze, welche beginnend bei der achsnormalen Ebene 21 sich in
Pfeilrichtung f₁ zum verjüngten Ende der Kontaktkörper K0 sowie A0 erstrecken, haben
den Vorteil, daß die Kontaktkörper insgesamt elastischer sind und bei Wärmedehnungen
die auf dem Kontaktkörper sitzenden Isolierstoffkörper 3 und 3b keinen so großen Druckkräften
unterliegen. Es könnten aber auch feine Bohrungen vorgesehen sein, die axial und radial
verlaufen und in die einzelnen Spalträume 2i münden sowie mit dem Raum der Innenbohrung
von K0 und A0 über das Kontaktrohr 4 kommunizieren. In diesen Gesamtraum wird über
einen nur zum Zwecke des Füllens offenen, sonst aber gasdicht verschlossenen Füllkanal
22 und die zentrische Durchgangsbohrung 18 das Füllgas unter Druck eingefüllt. Zum
Füllkanal gehört der Kanalabschnitt 22.1 einer zentralen Öffnung im Boden des topfförmigen
Isolierstücks 3.1b und der Kanalabschnitt 22.2 einer mit einer Auskleidung 23 versehenen
zentrischen Bohrung im Schaftteil 10.3 der Abschlußarmatur 10. Das Befüllen mit Füllgas
erfolgt unter Argongas-Atmosphäre, und nach dem Befüllen wird die Abschlußarmatur
10 im Bereich 10.4 gasdicht verschweißt.
[0022] FIG 2 zeigt deutlicher als FIG 1B, daß die Auskleidung 23 an ihrem inneren Ende mit
der Abschlußarmatur 10, verschweißt ist, siehe die Ringschweißnaht 23.1. Diese röhrchenförmige
Auskleidung 23 hat die Funktion eines Pumpstutzenrohres. Wenn der schaftförmige Teil
10.3 der Abschlußarmatur 10 noch "offen" ist, d.h., die Abschlußkappe 24 noch nicht
auf den Schaft 10.3 aufgesetzt und mittels der Ringschweißnaht 10.4 verbunden ist,
dann kann über einen nicht näher dargestellten Anschlußkopf, welcher auf das Ende
des Auskleidungsröhrchens 23 aufgesetzt wird, über das noch offene Ende (dieses Ende
ist in FIG 1B und FIG 2 im zugequetschten Zustand dargestellt) Argon unter Druck eingefüllt
werden. Ist der erforderliche Gasdruck in der Spaltkammer 2 erreicht, dann kann dieses
konische Ende 23.2 des Auskleidungsröhrchens 23 - noch bei aufgesetztem Anschlußkopf
der Füllstation - zugequetscht werden. Durch Kaltverschweißen wird eine Gasdichtheit
erreicht, so daß der Anschlußkopf abgenommen werden kann und dabei kein Argongas aus
der Spaltkammer 2 entweicht. Daran anschließend wird die Abschlußkappe 24 aufgesetzt
und (wie erwähnt) längs der Schweißnaht 10.4 verschweißt.
[0023] FIG 2 zeigt einige weitere Details im Bezug auf die Gas-Verbindungskanäle und die
Feinschlitzung. Der Radialkanal 25 durchdringt den Kontaktkörper A0 in seinem ungeschlitzten
Bereich, er mündet in den äußersten Spaltraum 2i zwischen der Kathode K1 und der gegenuberliegenden
Anode A1, wobei durch eine Ringnut 26 am Außenumfang des ungeschlitzten Teils des
Kontaktkörpers K1 und Bohrungen 27 im topfförmigen Isolierkörper 3.1b ein immer freier
Gasweg garaniert ist. Zu den übrigen Spalträumen gelangt das Argon über die Schlitze,
welche von freien Ende des Kontaktkörpers A0 bis hin zu der gestrichelten, gekrümmten,
umlaufenden Fläche 21′ reichen. Das Kontaktrohr 4, d.h. sein verjüngtes Ende 4b, reicht
nicht bis zu dieser gekrümmten Fläche 21′, sondern es ist ein Abstand a₅ in axialer
Richtung vorgesehen, so daß das Argongas vom Zentralkanal 18 des Kontaktkörpers A0
über die Schlitze in die einzelnen Spalträume zwischen die Elektroden Ki und Ai, sowie
auch in den Raum zwischen der Elektrode A3 und dem Kontaktrohr 4 gelangen kann. Hierzu
sind weitere Ringaussparungen bzw. Ringnuten 26 und Bohrungen 27 an den Enden der
Isolierkörper 3.2b und 3.3b vorgesehen. In der Wand des Kontaktrohres 4 befindet sich
weiterhin wenigstens eine Radialbohrung 28, durch welche das Argongas auch in den
Ringraum 4i zwischen Kontaktrohr 4 und innerster Elektrode A3 gelangen kann. Die Ringaussparungen
26 werden durch die nicht näher bezeichneten axial-radial verlaufenden Schlitze, die
beim Ausführungsbeispiel nach FIG 2 bis zu der gestrichelt dargestellen Linie 21′
reichen, angeschnitten, so daß die geschilderte Gasverbindung vom zentralen Raum 18
des zweiten Kontaktkörpers A0 zu den einzelnen Spalträumen 2i besteht. Durch sinngemäß
gleiches Vorgehen wird auch über Schlitze und Ringnuten im Kontaktkörper K0 sowie
Bohrungen in den Isolierkörpern 3.1 und 3.2 das Füllgas den Spalträumen 2i zugeführt.
[0024] Der geschilderte Aufbau des Meßgeräts ermöglicht es, eine sehr hohe Empfindlichkeit
zu erzielen und trotzdem mit einem Außendurchmesser von ca. 30 mm auszukommen. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der rohrförmige Außenmantel aus einer korrosionsbeständigen
Edelstahllegierung, insbesondere aus Inconel, er kann auch aus Titan oder Zirkon bestehen.
Die zwischen der Außenelektrode K1 und dem Kontaktrohr 4 angeordneten Elektroden A1,
K2, A2, K3, K3 bestehen aus Titan und sind auf ihren Innen- und Außenmantelflächen
mit Spaltstoff 235 U beschichtet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind fünf jeweils
Kathode und Anode bildende Elektrodenpaare K1-A1, A1-K2, K2-A2, A2-K3 und K3-A3 vorgesehen,
und die Länge des Meßgeräts betrug z.B. 300 mm. Das Meßgerät funktioniert auch, wenn
man die Polatitäten +P, -P miteinander vertauscht, so daß die Erfindung auch eine
Ausführung umfaßt, bei der die Kathoden K1 bis K3 zu Anoden und die Anoden A1 bis
A3 zu Kathoden werden. Aus Gründen der zeichnerischen Darstellbarkeit sind die Metallhülse
20.4 und die Metallkappe 20.5 in FIG 1A nicht gezeigt, sondern nur in FIG 3. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsvariante ist die Metallhülse 20.4 mit dem hohlzylindrischen
Vorsprüng 19 integral, und letzterer bildet dann einen separaten Tubus, der im Axialbereich
a₂₁ der Durchführungsbohrung 6 (die in diesem Axialbereich auf den Außendurchmesser
des Tubus abzustimmen wäre) gasdicht eingesetzt ist (der ringförmige Dichtsitz ist
zweckmäßigerweise mit einer Dichtschweißung zu versehen). - Die Erfindung umfaßt weiterhin
auch zweistückige (statt der dargestellten einstückigen) Ausführungsformen für die
Isolierkörper-Buchse 3.3 (FIG 1A) und für das topfförmige Isolierstück 3.1b (FIG 1B,
FIG 2). Bei ersterer würde dann der nach links weisende tubusförmige Ansatz 3.3a als
gesonderter Tubus ausgeführt, getrennt vom Mittelteil 3.3c mit seinem Ringansatz 3.30.
Bei letzterem wurde die Trennfläche eine Ringfläche sein, die auf dem Innendurchmesser
D₁ liegen würde, d.h. der "Topfboden" wäre von einer ¨Topfwand" umfaßt. Die vorerwähnten
drei Möglichkeiten, die komplizierten Bauteile K0, 3.3 und 3.1b zu unterteilen, dienen
der Fertigungsvereinfachung.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- = Gehäusemantel
- 2
- = Spaltkammer
- E
- = rohrförmige Elektroden
- d₁
- = Ringspalt bzw. radialer Abstand benachbarter Elektroden
- A1, A2, A3
- = Anoden
- K1, K2, K3
- = Kathoden
- 3, 3b
- = Isolierkörper, allgemein
- d₂
- = Ringspalt zwischen (A3) und (4)
- 4
- = Kontaktrohr
- -P
- = erste bzw. Masse-Polarität
- K0
- = erster Kontaktkörper
- +P
- = zweite bzw. Plus-Polarität
- A0
- = zweiter Kontaktkörper
- 5
- = Metallmantelkabel
- 5.1
- = Außenleiter von (5)
- 5.2
- = Kabelseele von (5)
- 5.3
- = Isolierstoffmantel zwischen (5.2) und (5.1)
- k01
- = axialer Ansatz an K0
- a₁
- = Axialbereich innerhalb von (K01)
- 6
- = Durchführungsbohrung
- 7
- = Spaltstoff-Beschichtung im Ausschnitt
- 2i
- = einzelne Spalträume innerhalb von (2)
- x-x
- = Längsachse
- 1a
- = erstes Gehäuseende
- 1b
- = zweites Gehäuseende
- a₂
- = axialer Überstand am Ende (1a)
- a₂₁
- = Teil von (a₂)
- a₃
- = axialer Überstand am Ende (1b)
- a₃₁
- = Teil von (a₃)
- 9a
- = Dichtsitz am Ende (1a)
- 9b
- = Dichtsitz am Ende (1b)
- 101/11
- 102
- = umlaufende Kontaktflächen an K0
- 103
- 3.1
- 3.2
- = Isolierkörper im einzelnen am Ge
- 3.3
- häuseende (1a), und zwar
- 3.1
- 3.2
- = Isolierkörper-Ringe
- 3.3
- = Isolierkörper-Buchse
- 3.1 b
- 3.2 b
- = Isolierkörper am Gehäuseende (1b)
- 3.3 b
- 11
- = Umfangsflächenabschnitte an K0
- 12
- = Stufenflächen an K0 bzw. Ringschulterflächen
- 13
- = verdickter Ringkragen an (3.1, 3.2 und 3.3)
- 14
- = Sacklochbohrung innerhalb von K0
- 16
- = Umfangsflächenabschnitte an A0
- 17
- = Stufenflächen an A0 bzw. Ringschulterflächen
- d₃
- = axialer Spalt
- a₄
- = Axialbereich an (3.3)
- 3.3a
- = tubusförmiger Ansatz an (3.3)
- 3.30
- = Ringansatz an (3.3)
- 3.3c
- = Mittelteil von (3.3)
- 18
- = zentrische Durchgangsbohrung an (A0)
- d₄
- = Ringspalt zwischen (5) und (K0)
- 19
- = hohlzylindrischer Vorsprung an (K0)
- 20
- = Kabelendverschluß
- 15
- = Multikontaktstecker
- 15.1
- = Kontaktfinger
- 15.2
- = Kontaktfußteil
- 20.1
- = Zylindermantelflächen an (20)
- 20.2
- = konische Übergangsflächen an (20)
- 20.3
- = Zylindermantelflächen an (20) kleineren Durchmessers
- 20.4
- = Metallhülse an (20)
- 20.5
- = Metallkappe an (20)
- 21
- = achsnormale Ebene bei (A0)
- f₁
- = Pfeilrichtung
- 22
- = Füllkanal
- 18
- = zentrische Durchgangsbohrung an (A0)
- 22.1
- = Kanalabschnitt bzw. zentrale Öffnung an (3.1b)
- 22.2
- = weiterer Kanalabschnitt von (22)
- 23
- = Auskleidung von (22.2)
- 10.4
- = Bereich an (10.3) als Ringschweißnaht
- 23.1
- = Ringschweißnaht
- 24
- = Abschlußkappe
- 23.2
- = konisches Ende an (23)
- 25
- = Radialkanal
- 26
- = Ringnut
- 27
- = Bohrungen an (3.1b, 3.2b, 3.3b)
- 21'
- = gestrichelte, umlaufende Fläche
- 4i
- = Ringraum
- a₅
- = Abstand
- 28
- = Radialbohrung in (4)
1. Neutronenmeßgerät
- mit einer von einem zylindrischen länglichen Gehäusemantel (1) gasdicht umgebenen,
ein Füllgas aufweisenden Spaltkammer (2),
- mit einer Anzahl von Anoden (A1, A2, A3) und Kathoden (K1, K2, K3), die konzentrisch
zueinander und abwechselnd zugeordnet sind, wobei am einen und am anderen Ende (1a,
1b) die jeweils äußere die nächst innere Elektrode (E) axial überragt,
- mit einer Beschichtung (7) aus einem spaltbaren Material auf zumindest einer der
beiden Elektroden (E) eines Anoden-Kathoden-Paares (A1-K1; A2-K2; A3-K3),
- mit einer Anzahl von ringförmigen Isolierkörpern (3; 3.1, 3.2, 3.3; 3.1b, 3.2b,
3.3b), die die Elektroden (E) auf Abstand (d₁) halten,
- mit einem ersten abgestuften Kontaktkörper (K0), welcher an dem einen Ende (1a)
in die Kathoden (K1, K2, K3) geschoben ist und diese miteinander sowie mit einer ersten
Polarität (-P) elektrisch verbindet und welcher das eine Ende der Anoden (A1, A2,
A3) mittels der an ihm sitzenden ersten ringförmigen Isolierkörper (3.1, 3.2, 3.3)
isoliert zur ersten Polarität (-P) haltert, und
- mit einem zweiten abgestuften Kontaktkörper (A0), der an dem anderen Ende (1b) in
die Anoden (A1, A2, A3) geschoben ist und diese miteinander und mit einer zweiten
Polarität (+P) elektrisch verbindet und welcher das andere Ende der Kathoden (K1,
K2, K3) mittels der an ihm sitzenden zweiten ringförmigen Isolierkörper (3.1b, 3.2b,
3.3b) isoliert zur zweiten Polarität (+P) haltert.
2. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 1, wobei die Kontaktkörper (K0, A0) einen etwa
tannenbaumartigen, nach innen sich stufenförmig verjüngenden Querschnitt aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der axialen Länge der Umfangsflächenabschnitte (11) der Kontaktkörper (K0,
A0), welche zu ihren Außenumfangsabschnitten (101 bzw. 104) mit dem größten Durchmesser
stufenförmig abgesetzt sind, je ein aufgeschobener ringförmiger Isolierkörper (3.1,
3.2, 3.3 bzw. 3.2b, 3.3b) und axial anschließend das kontaktgebende Ende (102, 103
bzw. 105, 106) der jeweils zu kontaktierenden Elektrode (K2, K3 bzw. A2, A3) angeordnet
sind,
wobei die Isolierkörper (3.1, 3.2 3.3 bzw. 3.2b, 3.3b) eine in radialer und axialer
Richtung isolierte, kriechstromresistente Lagerung der jeweiligen Gegenelektrode (A1,
A2, A3 bzw. K2, K3) bilden.
3. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmigen Isolierkörper (3.1, 3.2, 3.3; 3.2b, 3.3b) mit einem verdickten
Ringkragen (13) an der durch die Abstufung gebildeten Ringschulterfläche (12; 17)
des Kontaktkörpers (K0; A0) anliegen, wobei zwischen dem Ende der Gegenelektrode (A1,
A2, A3; K2, K3) und dem Ringkragen (13) ein axialer Spalt (d₃) für die thermische
Längendehnung der jeweiligen Gegenelektrode gebildet ist.
4. Neutronenfluß-Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Kontaktkörper
(K0) als gasdichte Durchführung für die beiden Anschlußleiter (5.1, 5.2) der ersten
und der zweiten Polarität (-P, +P) ausgebildet und hierzu mit einer zentralen Durchgangsbohrung
(6) versehen ist und der dem ersten Kontaktkörper (K0) gegenüberliegende zweite Kontaktkörper
(A0) ebenfalls eine zentrale Bohrung (18) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß in die zentrale Bohrung (18) des zweiten Kontaktkörpers (A0) ein Kontaktrohr
(4) kontaktgebend eingesetzt ist, daß dieses Kontaktrohr (4) die Spaltkammer (2) zentrisch
durchdringt und bis in den Bereich des ersten Kontaktkörpers (K0) hineingeführt ist,
daß das Kontaktrohr (4) unter Zwischenschaltung eines buchsenförmigen Isolierkörpers
(3.3) am Innenumfang des ersten Kontaktkörpers (K0) elektrisch isoliert abgestützt
ist und daß ein koaxiales Metallmantelkabel (5) durch die zentrale Durchgangsbohrung
(6) des ersten Kontaktkörpers (K0) gasdicht hindurchgeführt ist, mit einer zentralen
Kabelseele (5.2) in den Innenraum des buchsenförmigen Isolierkörpers (3.3) mündet
und dort mit der Kabelseele (5.2) über einen Kabelendverschluß (20) an einen Multi-Kontaktstecker
(15) angeschlossen ist, welch letzterer am Innenumfang des Kontaktrohres (4) kontaktgebend-elastisch
anliegt.
5. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Multi-Kontaktstekker (15) mehrere Kontaktfinger (15.1) aufweist, welche unter
elastischer Deformation radial gegen den Innenumfang des Kontaktrohres (4) gehalten
sind und sich von einem Kontaktfußteil (15.2) in das Kontaktrohr hinein erstrecken,
wobei der Kontaktfußteil (15.2) über eine Metallkappe (20.5) des gasdichten Kabelendverschlusses
(20) mit der Kabelseele (5.2) im Bereich des Innenraums des buchsenförmigen Isolierkörpers
(3.3) verbunden ist.
6. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der radial innersten (A3) bis zur radial äußersten Elektrode (K1) die axiale
Elektrodenlänge von Elektrode zu Elektrode stufenförmig zunimmt.
7. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die radial äußerste Elektrode (K1) als Gehäusemantel ausgebildet und mit einer
Umfangsfläche (101) des einen Kontaktkörpers (K0) kontaktgebend und gasdicht verbunden
ist.
8. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das koaxiale Metallmantelkabel (5) mit einem Außenmantel (5.1) als Massepolarität
(-P) innerhalb einer Teilstrecke (a₁) der zentralen Durchgangsbohrung (6) des ersten
Kontaktkörpers (K0) an deren Innenumfangsflächen kontaktgebend anliegt.
9. Neutronenfluß-Meßgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Außenmantel der Kathode (K1) in unbeschichteter Ausführung aus
einer korrosionsbeständigen Metall-Legierung bzw. einem Metall, beispielsweise aus
Inconel, Titan oder Zirkon besteht.
10. Neutronenfluß-Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß - die Außenelektrode (K1) in Gestalt des rohrförmigen Außenmantels und die innerste
Elektrode (A3) mitgerechnet - fünf jeweils Kathode und Anode bildende Elektrodenpaarungen
(K1-A1, A1-K2, K2-A2, A2-K3, K3-A3) vorgesehen sind.
11. Neutronenfluß-Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Abstand (d₁) von Elektrode zu Elektrode 0,5 bis 1 mm beträgt.
1. A neutron measuring instrument
- with a fission chamber (2) having a filling gas and, surrounded in a gas-tight manner
by a cylindrical oblong housing jacket (1),
- with a number of anodes (A1,A2,A3) and cathodes (K1, K2, K3), which are associated
with each other concentrically and alternately, wherein on one end and on the other
end (1a, 1b) the respective outer (electrode) projects axially beyond the next inner
electrode (E),
- with a coating (7) of a fissionable material on at least one of the two electrodes
(E) of an anode-cathode pair (A1-K1; A2-K2; A3-K3),
- with a number of annular insulating bodies (3; 3.1, 3.2, 3.3; 3.1b, 3.2b, 3.3b),
which keep the electrodes (E) at a distance (d₁),
- with a first stepped contact body (KO) which is pushed at one end (1a) into the
cathodes (K1,K2,K3) and connects these electrically to each other as well as to a
first polarity (-P) and which holds one end of the anodes (A1,A2,A3) insulated from
the first polarity (-P), by means of the first annular insulating bodies (3.1, 3.2,
3.3) seated on it, and
- with a second stepped contact body (AO) which is pushed at the other end (1b) into
the anodes (A1, A2, A3) and connects these electrically to each other and to a second
polarity (+P) and which holds the other end of the cathodes (K1, K2, K3) insulated
from the second polarity (+P), by means of the second annular insulating bodies (3.1b,
3.2b, 3.3b) seated on it.
2. A neutron flux-measuring instrument according to claim 1, wherein the contact bodies
(KO,AO) have an approximately Christmas tree cross-section tapering in steps inwardly,
characterised in that arranged in each case along the axial length of the peripheral
face sections (11) of the contact bodies (KO,AO) which are offset in steps to their
outer peripheral sections (101 or 104) having the largest diameter, there is an inserted
annular insulating body (3.1, 3.2, 3.3 or 3.2b, 3.3b) and axially adjoining the contacting
end (102, 103 or 105, 106) of the respective electrode to be contacted (K2, K3 or
A2, A3), wherein the insulating bodies (3.1, 3.2, 3.3 or 3.2b, 3.3b) form an arrangement
of the respective counter-electrode (A1, A2, A3 or K2, K3) insulated in the radial
and axial direction and resistant to leakage current.
3. Neutron flux-measuring instrument according to claim 1 or 2, characterised in that
the annular insulating bodies (3.1, 3.2, 3.3; 3.2b, 3.3b) with a thickened annular
collar (13) resting on the annular shoulder face (12;17) of the contact body (KO;AO)
formed by the stepping, wherein formed between the end of the counter-electrode (A1,
A2, A3; K2, K3) and the annular collar (13) there is an axial gap (d₃) for the thermal
linear expansion of the respective counter-electrode.
4. A neutron flux-measuring instrument according to one of claims 1 to 3, wherein the
first contact body (KO) is formed as a gas-tight bushing for the two connecting terminals
(5.1, 5.2) of the first and the second polarity (-P, +P) and is provided in addition
with a central through-hole (6) and the second contact body (AO) opposite the first
contact body (KO) also has a central bore (18), characterised in that a contact tube
(4) is inserted in a contacting manner into the central bore (18) of the second contact
body (AO), in that this contact tube (4) penetrates the fission chamber (2) centrally
and is led into the region of the first contact body (KO), in that the contact tube
(4), with intermediate connection of a bush-shaped insulating body (3.3), is supported
in an electrically insulating manner on the inner periphery of the first contact body
(KO) and in that a coaxial metal-sheathed cable (5) is led through the central through-hole
(6) of the first contact body (KO) in a gas-tight manner, opening with a central cable
core (5.2) into the inner chamber of the bush-shaped insulating body (3.3) and is
connected there with the cable core (5.2) by way of a cable sealing end (20) on a
multi-contact plug (15), the latter resting on the inner periphery of the contact
tube (4) in a contacting and flexible manner.
5. A neutron flux-measuring instrument according to claim 4, characterised in that the
multi contact plug (15) has several contact fingers (15.1), which are held with elastic
deformation radially against the inner periphery of the contact tube (4) and extend
from one contact foot part (15.2) into the contact tube, wherein the contact foot
part (15.2) is connected by way of a metal cap (20.5) of the gas-tight cable sealing
end (20) with the cable core (5.2) in the region of the inner chamber of the bush-shaped
insulating body (3.3).
6. A neutron flux-measuring instrument according to claim 1, characterised in that the
axial electrode length from the radially innermost (electrode) (A3) to the radially
outermost electrode (K1) increases in steps from electrode to electrode.
7. A neutron flux-measuring instrument according to claim 1 to 6, characterised in that
the radially outermost electrode (K1) is formed as a housing jacket and connected
with a peripheral face (101) of one contact body (KO) in a contacting manner and gas-tight
manner.
8. A neutron flux-measuring instrument according to claim 4, characterised in that the
coaxial metal-sheathed cable (5) rests with an outer jacket (5.1) as earth polarity
(-P) in a contacting manner inside a partial section (a₁) of the central through-hole
(6) of the first contact body (KO) on the inner peripheral faces thereof.
9. A neutron flux-measuring instrument according to claim 7, characterised in that the
tubular outer jacket of the cathode (K1) consists in an uncoated embodiment of a corrosion-resistant
metal alloy or a metal, for example of inconel, titanium or zircon.
10. A neutron flux-measuring instrument according to one of claims 1 to 9, characterised
in that including the outer electrode (K1) in the form of the tubular outer jacket
and the innermost electrode (A3), there are provided five electrode pairs (K1-A1,
A1-K2, K2-A2, A2-K3, K3-A3) forming in each case cathodes and anodes.
11. A neutron flux-measuring instrument according to one of claims 1 to 10, characterised
in that the radial spacing (d₁) from electrode to electrode is 0.5 to 1 mm.
1. Appareil de mesure de neutrons comprenant
- une chambre à fission (2), entourée d'une manière étanche au gaz d'une enveloppe
(1) cylindrique, oblongue et formant boîtier et contenant un gaz de remplissage,
- un certain nombre d'anodes (A1, A2, A3) et de cathodes (K1, K2, K3), qui sont disposées
concentriquement les unes par rapport aux autres et en alternance, l'électrode extérieure
dépassant axialement de l'électrode (1) intérieure suivante à l'une et à l'autre extrémité
(1A, 1B),
- un revêtement (7) en matière fissile sur au moins l'une des deux électrodes (1)
d'un couple d'anode et de cathode (A1 et K1; A2 et K2; A3 et K3),
- un certain nombre d'anneaux isolants (3; 3.1, 3.2, 3.3; 3.1b, 3.2b, 3.3b) qui maintiennent
les électrodes (1) à distance (d₁)
- une première pièce de contact (40) à échelons, qui est enfilée à l'une des extrémités
(1a) dans les cathodes (K1, K2, K3), et qui les relie électriquement les unes aux
autres ainsi qu'à une première polarité (-P), et qui maintient l'une des extrémités
des anodes (A1, A2, A3) isolée par rapport à la première polarité (-P) au moyen des
premiers anneaux isolants (3.1, 3.2, 3.3) qui s'y appliquent, et
- une deuxième pièce de contact (A0) à échelons, qui est enfilée à l'autre extrémité
(1b) dans les anodes (A1, A2, A3) et qui les relie électriquement entre elles et à
une seconde polarité (+P) et qui maintient l'autre extrémité des cathodes (K1, K2,
K3) isolée par rapport à la seconde polarité (+P) au moyen des deuxièmes anneaux isolants
(3.1b, 3.2b, 3.3b) qui s'y appliquent.
2. Appareil de mesure de flux de neutrons suivant la revendication 1, les pièces de contacts
(K0, A0) ayant une section transversale s'amincissant par échelon vers l'intérieur
sensiblement en forme de sapin,
caractérisé en ce que, sur la longueur axiale de la partie de surface périphérique
(11) des pièces de contact (K0, A0), qui sont en retrait par rapport à leurs parties
périphériques extérieures (101 et 104) ayant le diamètre le plus grand, sont enfilés
respectivement un anneau isolant (3.1, 3.2, 3.3 et 3.2b, 3.3b) et à la suite axialement,
l'extrémité (102, 103 et 105, 106) donnant le contact de l'électrode (K2, K3 et A2,
A3) dont on doit assurer le contact,
l'anneau isolant (3.1, 3.2, 3.3 et 3.2b, 3.3b) formant une portée, isolée dans la
direction radiale et axiale et résistante au courant de fuite, pour les contre-électrodes
respectives (A1, A2, A3 et K2, K3).
3. Appareil de mesure de flux de neutrons suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les anneaux isolants (3.1, 3.2, 3.3; 3.2b, 3.3b) s'appliquent,
par un collet (13) annulaire épaissi, à la surface annulaire d'épaulements (12; 17)
formés par l'échelonnement des pièces de contact (K0, A0), un intervalle (d₃) axial
pour la dilatation thermique en longueur de la contre-électrode étant formé entre
l'extrémité de la contre-électrode (A1, A2, A3; K2, K3) et le collet (13) annulaire.
4. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant l'une des revendications 1 à 3, dans
lequel la première pièce de contact (K0) est constituée en traversée étanche au gaz
pour les deux conducteurs de raccordement (5.1, 5.2) ayant la première et la seconde
polarités (-P, +P) et est munie, à cet effet, d'un trou traversant (6) central, tandis
que la deuxième pièce de contact (A0) opposée à la première pièce de contact (K0)
comporte également un trou (18) central,
caractérisé en ce que, dans le trou (18) central de la deuxième pièce de contact (A0),
est inséré de manière à donner un contact, un tuhe de contact (4), en ce que ce tube
de contact (4) passe au centre de la chambre à fission (2) et va jusque dans la région
de la première pièce de contact (K0), en ce que le tube de contact (4) est appuyé
avec isolation électrique et interposition d'une pièce isolante (3.3) en forme de
douille sur le pourtour intérieur de la première pièce de contact (K0), et en ce qu'un
câble (5) coaxial à gaine métallique est guidé de manière étanche au gaz dans le trou
(6) central traversant de la première pièce de contact (K0), déhouche par une âme
centrale (5.2) de câble à l'intérieur de la pièce isolante (3.3) en forme de douille
et y est raccordé par l'âme de câble (5.2) par l'intermédiaire d'un dispositif de
fermeture de câble (20) à un connecteur (15) à contacts multiples, qui applique ce
dernier de manière élastique et donnant le contact au pourtour intérieur du tube de
contact (4).
5. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant 4, caractérisé en ce que le connecteur
(15) à contacts multiples comporte plusieurs doigts de contact (15.1), qui sont maintenus
radialement par déformation élastique sur le pourtour intérieur du tube de contact
(4), et qui s'étendent d'un pied de contact (15.2) dans le tube de contact, le pied
de contact (15.2) étant relié par un capuchon métallique (20.5) du dispositif de fermeture
(20) de l'extrémité de câble étanche au gaz à l'âme du câble (5.2) à l'intérieur de
la pièce isolante (3.3) en forme de douille.
6. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que la longueur axiale de l'électrode augmente par échelon d'une électrode à l'autre
de l'électrode (A3) radialement la plus à l'intérieur à l'électrode (K1) radialement
la plus à l'extérieur.
7. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant 1 ou 6, caractérisé en ce que l'électrode
(K1) radialement la plus à l'extérieur est constituée en enveloppe formant boîtier
et est reliée d'une manière à donner le contact et étanche au gaz à une surface de
pourtour (101) de l'une des pièces de contact (K0).
8. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant 4, caractérisé en ce que le câble (5)
coaxial à gaine métallique s'applique, par une surface latérale extérieure (5.1) servant
de polarité de masse (-P) dans une zone (a₁) du trou (6) central traversant de la
première pièce de contact (K0), à la surface du pourtour intérieur de ce trou de manière
à donner un contact.
9. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant la revendication 7, caractérisé en
ce que la surface latérale extérieure tubulaire de la cathode (K1) est, quand elle
n'est pas revêtue, en un alliage métallique ou en un métal résistant à la corrosion,
par exemple en Inconel, en titane ou en zirconium.
10. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que l'électrode extérieure (K1) et l'électrode (A3) la plus à l'intérieur, y
compris cinq couples d'électrodes formant respectivement une cathode et une anode
(K1-A1, A1-K2, K2-A2, A2-K3, K3-A3) sont prévus sous la forme de la surface latérale
extérieure tubulaire.
11. Appareil de mesure du flux de neutrons suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé
en ce que la distance (d₁) radiale d'une électrode à l'autre est comprise entre 0,5
et 1 mm.